Forum: HF, Funk und Felder BOS-Funkgerät stört DisplayPort Monitor


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von Matthias (Gast)


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Hallo,
Ich bin angestellter Monteur für Videoüberwachungsanlagen.

Ich weiß, das ist ein Mikrocontrollerforum.
Ich erhoffe mir dennoch Rat zu meinem recht hardwarenahem Problem.

Das Problem:
Das Sicherheitspersonal kann mit der Betätigung seiner Handfunkgeräte, 
zuverlässig , die installierten vier DP Monitore ausschalten.
Jeh nach Abstand sind einer oder gleich alle vier Monitore betroffen.

Genauer...
- Personal steht weniger als einen Meter von den vier Monitoren 
entfernt.
- Srechtaste des Handfunkgerätes wird gedrückt und gehalten.
- ca. eine Sekunde danach werden die Monitore schwarz.
- ca. eine Sekunde nach release der Sprechtaste wird der Monitor blau 
mit DisplayPort Zeichnen
- eine weitere Sekunde später ist der Desktop wieder da.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Fensteranordnung des Windowssystems 
dabei dabei in Takt bleibt.

Hardware:
In einem Rechner ist eine Grafikkarte mit vier MiniDisplayPorts verbaut.
Vier Monitore mit Metallgehäuse sind über MiniDisplayPort zu DisplayPort 
Kabel mit drei Meter Länge verbunden.
Der Rechner und die Monitore werden über Kaltgerätestecker von der 
selben Mehrfachsteckdose versorgt.

Grafikkarte: Nvidia 1000p
Monitore: Eneo vm-uhd28m
Funkgeräte: Motorola SL1600

Ich hab schon vieles ohne Erfolg getestet und bin für jede weitere Idee 
dankbar!

Nichts gebracht hat:
- 4mm2 Erdung von Monitore zum Rechner und zur guten Erde am Heizkörper.
- DP Kabel in unterschiedlichen Längen 5m und 3m.
- DP Kabel in der 7,50€ und 18€ Klasse.
... Jedoch alle ohne Feritkern.
- Edid Emulatoren.
- Neueste NVidia Treiber und von 4K auf 1920 1080p runtergestellt.

Ich bin für jede Idee dankbar!
Bisher werd ich nur zwischen den Händlern und Hardwareherstellern im 
Dreieck geschupst.
Hilfe !

Viele Grüße
Hias

von Gustl B. (-gb-)


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Matthias schrieb:
> Bemerkenswert ist dabei, dass die Fensteranordnung des Windowssystems
> dabei dabei in Takt bleibt.

Das bedeutet nur, dass der PC nicht gestört wird, sondern nur der 
Monitor oder die Übertragung zum Monitor.

Hat der Monitor auch HDMI oder VGA? Vielleicht funktioniert das ja.

Du kannst auch mal unterschiedliche Auflösungen versuchen (hast du 
schon, geht aber noch weiter runter). Bei geringeren Auflösungen 
(eingestellt in Windows) ist vielleicht die Datenrate geringer und 
weniger Fehleranfällig.

Kannst dir auch mal Alufolie kaufen und nur als Test um verschiedene 
Dinge wickeln. Mal die Folie komplett um den Monitor (nicht gut bei 
Dauerbetrieb, könnte heiß werden), mal Folie um das Kabel, mal um 
Beides, ...

: Bearbeitet durch User
von ... (Gast)


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Versuche zuerst noch zu unterscheiden, ob deine Monitore direkt gestört 
werden, oder das Problem über die Signalkabel oder Stromkabel kommt.
Also zuerst einmal bei den Monitoren das Konfigurationsmenü aufrufen und 
testen, ob auch dieses ausfällt. Wenn du auch das OSD des Monitors durch 
das Funkgerät verlierst, brauchst du eine bessere Geräteschirmung. Wenn 
die Display schon spaltfreie Metallgehäuse haben (habe ich schon lange 
nicht mehr gesehen) kann es im schlimmsten Fall noch geschirmte 
Frontscheiben mit integriertem Mesh brauchen...
Auf jeden Fall lohnt es sich vorher zu prüfen ob/wie die 
Anschlussbuchsen angeschlossen sind und ob die Schirmung vernünftig 
abgeleitet wird.

Klappferrite am Signalkabel, möglichst nahe am Bildschirmanschluss, sind 
auf jeden Fall auch eine Versuch Wert. Wenn diese helfen, hat eventuell 
der Bildschirmhersteller gepfuscht. Aber prüfe einemal welche 
Sendeleistung eure Funkgeräte haben, und welche Störfestigkeit die 
Monitore laut Hersteller verkraften.

Bist du schon mit CU-Tape um die Schirmung der DP Stecker direkt weiter 
auf Gehäuse bzw. Schutzleiter gegangen?
Was machen die Displays wenn du daneben mit einer ESD-Pistole bzw. einem 
Piezo-Gasanzünder spielst?

p.s. es gibt aktive DP-Glasfaserkabel; k.A. ob es

von Tom (Gast)


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eventuell bekommst du die Störungen weg wenn du die Daten- und 
Netzleitungskabel jeweils mit einem Klappferrit bedämpfst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mantelwellenfilter

Beitrag #6456201 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas O. (kosmos)


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bei uns haben die Eizo's hinten komplett Weißblech welches auf PE liegt. 
Ich denke ihr habt da so Consumer Zeugs

Aber es kann auch gut sein das die Funkgeräte einfach unerlaubt zuviele 
Störungen aussenden. Ist das ne Marke wie Motorola oder eher Boafeng.

Ich hatte mal einen Markenswitch geschenkt bekommen und als ich den 
neben einem Laptop in Betrieb genommen habe, konnte ich den Mousezeiger 
mit dem Touchpad nicht mehr korrekt steuern, das Teil hat gestört ohne 
Ende.

von Gustl B. (-gb-)


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Thomas O. schrieb:
> Ich denke ihr habt da so Consumer Zeugs

Hat er im ersten Post geschrieben:
https://eneo-security.com/de/vm-uhd28m.html

Thomas O. schrieb:
> Ist das ne Marke wie Motorola oder eher Boafeng.

Hat er ebenfalls im ersten Port geschrieben:
https://www.motorolasolutions.com/de_xc/products/mototrbo/sl1600.html#tabproductinfo

Edit:
Der Monitor hat noch DVI, HDMI und VGA, teste das mal. Nur um dann zu 
wissen ob das DP oder der Monitor gestört wird.

: Bearbeitet durch User
von Manfred (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Kannst dir auch mal Alufolie kaufen

Die Funkgeräte können bis zu 3 Watt Sendeleistung und digital arbeiten - 
die genaue Variante kennen wir nicht. Wenn die dann noch im VHF senden, 
mal gut, dass ich den Kunden nicht an der Backe habe.

Da wirst Du mit Alufolie und Klappferriten wenig Erfolg haben. Ich sehe 
einzig den Monitorhersteller, Geräte mit hoher Einstrahlfestigkeit zu 
liefern.

von Gustl B. (gustl_b)


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Ja 3W sind schon viel, aber vielleicht ist es gerade an der Grenze und 
schon ein bisschen mehr Schirmung würde das Problem beseitigen.

von Lauscher (Gast)


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Matthias schrieb:
> Das Sicherheitspersonal kann mit der Betätigung seiner
> Handfunkgeräte, (...)

> Funkgeräte: Motorola SL1600

Dies ist kein BOS-Funkgerät. Security-Leute gehören nicht zur
Polizei und haben auch keinerlei polizeiliche Befugnisse. Eben
deshalb nutzen sie generell auch keine BOS-Funkgeräte.

von Karl B. (gustav)


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Matthias schrieb:
> Personal steht weniger als einen Meter von den vier Monitoren
> entfernt.

Hi,
ist ja schon fast Boshaftigkeit, so nahe ranzugehen.
Das ist dann in den meisten Fällen Direkteinstrahlung in die Platinen 
und Resonanzbildung (Stichwort Schlitz....Fresnel  etc...).
Tip:
geht mal ein wenig weiter weg beim Senden.
Ab etwa 3 m Abstand dürfte die Feldstärke allein wegen der verwendeten 
Wellenlänge (Stichwort Lambda-Bereich... Nahfeld) schon nach 
Abstands/Quadratgesetz nicht mehr Funktionsstörungen auslösen.
BTW:
Habt Ihr den Handy Smartphonetest schon gemacht?
Sind die Störungen dann auch da? Oder nur beim Funken mit den Motorolas.

ciao
gustav

von Bernhard S. (gmb)


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Matthias schrieb:
> Ich hab schon vieles ohne Erfolg getestet und bin für jede weitere Idee
> dankbar!

Hallo Matthias,

ich habe erhebliche Störungen aus meinen Monitorkabeln auf Funk 
(Amateurfunk z.B.), das ganze sehr breitbandig. Sendebetrieb habe ich 
neben dem Monitor noch nicht probiert, aber wenn es in die eine Richtung 
koppelt, dann auch in die andere. Es würde mich daher nicht wundern wenn 
meine Monitore ähnlich reagieren würden.

Ich habe ein DP auf DVI Kabel, welches Grafikkarten seitig mit DP 
angeschlossen ist und am Monitor mit DVI.

Ferrite und mit Alufolie umwickelte Kabel haben keine Verbesserung 
gebracht.

Jetzt kommt der Teil der für dich vielleicht hilfreich ist: Ich habe 
festgestellt, dass die Störungen erheblich geringer werden, wenn der DVI 
Stecker mit den beiden Schrauben guten Massekontakt hat.

Das ganze ist ein HF Problem, d.h. irgendwelche 4mm^2 Erdungssachen 
kannste dir sparen. Massekontakte müssen HF tauglich sein, um wirksam zu 
werden.

Du hast mit Mini-DP Steckern eine etwas andere Situation, aber 
vielleicht kannst du mit Alufolie, die du 30cm an jedem Ende der Kabel 
um diese wickelst, diese zum Monitor hin weiter führst, eine Verbindung 
zur Monitormasse herstellen? Die Alufolie breit auf die Rückseite des 
Monitors kleben kann kapazitiv ausreichen. Wenigstens versuchsweise um 
das Problem einzugrenzen? Bei mir scheint es Monitor seitig zu stören, 
weniger Grafikkarten seitig. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht 
gesprochen und ich suche noch nach dem optimalen Setup.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard S. schrieb:
> Ich habe ein DP auf DVI Kabel,

Sowas ist allerdings ein aktiver Umsetzer. Beide Protokolle sind 
inkompatibel und lassen sich nicht passiv ineinander überführen (wie das 
bspw. zwischen DVI-D und HDMI geht).

Insofern ist das Störpotenzial natürlich höher als bei einem rein 
passiven Kabel.

von Bernhard S. (gmb)


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Jörg W. schrieb:
> Sowas ist allerdings ein aktiver Umsetzer. Beide Protokolle sind
> inkompatibel und lassen sich nicht passiv ineinander überführen (wie das
> bspw. zwischen DVI-D und HDMI geht).

Also das Kabel sieht aus als wäre da keine Elektronik drin. Wird dann 
wohl DVI-D sein was ohne aktive Elektronik auf DP umsetzbar ist?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard S. schrieb:
> Also das Kabel sieht aus als wäre da keine Elektronik drin.

Ist trotzdem. :) Frag mal deinen Zahnarzt, ob er's dir röntgen kann …

> Wird dann wohl DVI-D sein was ohne aktive Elektronik auf DP umsetzbar
> ist?

Nein, schrieb ich doch. DVI-D und HDMI sind protokollmäßig dasselbe 
(bezüglich des Videosignals - HDMI kann ja noch mehr), DP dagegen ist 
anders.

von Bernhard S. (gmb)


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Jörg W. schrieb:
> Nein, schrieb ich doch.

Gelesen hab ich's wohl, allein mir fehlt der Glaube ;-)

Kurzes Googeln 
(https://praxistipps.chip.de/displayport-vs-dvi-das-sind-die-unterschiede_103731) 
liefert mir was anderes:

DisplayPort ist elektrisch kompatibel zu DVI. Haben Sie beispielsweise 
am PC einen DisplayPort-Anschluss und am Monitor eine DVI-Schnittstelle, 
können Sie beide Geräte mittels Adapter miteinander verbinden. Die 
Grafikkarte im Rechner erkennt das und passt die Signale entsprechend 
an.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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eine Netzleitung (Schuko und offenes Ende) nehmen
und die beiden "Strompins" abbrechen.

Die Erdungsklemmen bleiben dran.
Dann die Signalleitungen mit Alufolie umwickeln (nein , kein Alu-Hut)
;-)
und diese an den grüngelben der modifizierten Netzleitung klemmen.

hatte mal einen Monitor, der Störungen
im 2m daneben stehenden Radio erzeugt hat.
Mit Klappferriten war es dabei nicht genug.
Erst mit der Alufolie an PE ging es.

von René H. (mumpel)


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Lauscher schrieb:
> Matthias schrieb:
>> Das Sicherheitspersonal kann mit der Betätigung seiner
>> Handfunkgeräte, (...)
>
>> Funkgeräte: Motorola SL1600
>
> Dies ist kein BOS-Funkgerät. Security-Leute gehören nicht zur
> Polizei und haben auch keinerlei polizeiliche Befugnisse. Eben
> deshalb nutzen sie generell auch keine BOS-Funkgeräte.

Dann eben Betriebsfunk. Gehört aber trotzdem zu den 
UKW-Landfunkdiensten. Und wollen wir uns über Begrifflichkeiten 
streiten? 😊

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard S. schrieb:
> DisplayPort ist elektrisch kompatibel zu DVI.

Elektrisch ja, nur das Protokoll nicht.

> Haben Sie beispielsweise
> am PC einen DisplayPort-Anschluss und am Monitor eine DVI-Schnittstelle,
> können Sie beide Geräte mittels Adapter miteinander verbinden. Die
> Grafikkarte im Rechner erkennt das und passt die Signale entsprechend
> an.

OK, dann ist man aber drauf angewiesen, dass die Grafikkarte das 
wirklich kann.

Die Adapter, die ich bislang in den Fingern hatte, haben jedenfalls 
einen Chip drin …

: Bearbeitet durch Moderator
von Percy N. (vox_bovi)


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René H. schrieb:
> Dann eben Betriebsfunk. Gehört aber trotzdem zu den
> UKW-Landfunkdiensten. Und wollen wir uns über Begrifflichkeiten
> streiten?

Das kommt darauf an. Falls BOS-Geräte bestimmte Signalformen oder 
-stärken abstrahlen, die bei Betriebsfunk nicht auftreten, dann könnte 
dieser Unterschied wesentlich sein. Und umgekehrt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> OK, dann ist man aber drauf angewiesen, dass die Grafikkarte das
> wirklich kann.

Btw., das müsste man dann auch in der Software sehen können, dass sie 
von DP auf DVI/HDMI geschaltet hat.

von Stefan M. (derwisch)


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Erstmal Klappferrite an alle Leitungen, die zum Monitor gehen.
Netzkabel und Signalkabel.
Besser pro Kabel zwei Stück, jeweils am Ende des Kabels.
Oder noch mehr.
Hier gilt ausnahmsweise "viel hilft viel".

Wenn das nichts bringt können andere Fehlerquellen gesucht werden.

: Bearbeitet durch User
von Aron A. (arone)


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Das ist ein bekanntes Problem von DVI Monitoren. Gerne auch ausgelöst 
durch reinsetzen in einen Stuhl mit Gasdruckfeder.
Es werden wie schon beschrieben Klappferrite empfohlen.

https://www.reddit.com/r/pcmasterrace/comments/7p09ay/i_shit_you_not_our_office_chairs_are_turning_our/

https://support.displaylink.com/knowledgebase/articles/738618-display-intermittently-blanking-flickering-or-los

von Matthias (Gast)


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Hallo Forum,
Ihr seid spitze !
Kurzes Update:
Es läuft, Anlage ist abgenommen.
Klappferrite waren die Lösung.
Bin noch auf der Baustelle, melde mich ausführlicher sobald ich daheim 
bin.

👍👍👍👍👍

Vielen Dank
Hias

von Kilo S. (kilo_s)


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Percy N. schrieb:
> Falls BOS-Geräte bestimmte Signalformen oder -stärken abstrahlen,

Die neuen Tetra BOS Geräte haben doch kaum Leistung.
Die werden kaum stören.

von Percy N. (vox_bovi)


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Was meinte ich wohl mit "und umgekehrt"?

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Geht denn Betriebsfunk ebenfalls auf Tetra, oder bleiben die auf vier 
Meter und freuen sich über die freigewordenen Frequenzen?

von Philip S. (psiefke)


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slightly off-topic:

Displayport kann aktiv und passiv auf DVI/HDMI umgesetzt werden.
In beiden Fällen ist Elektronik im Adapter verbaut.

Der passive Adapter ist ein reiner Pegelwandler von LVDS (DP) auf 
TMDS/CML (DVI/HDMI). Die Grafikkarte wird über die Art des Adapters 
informiert und sendet auf dem DP Anschluss ein DVI/HDMI Protokoll.

Aktive Adapter verhalten sich gegenüber der Grafikkarte wie ein DP 
Monitor und wandeln das Signal nach DVI/HDMI. Solche Adapter sind selten 
und werden auch nur selten gebraucht. Ein Beispiel sind Dual-Link DVI 
Displays.

von Hmmm (Gast)


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Soul E. schrieb:
> Geht denn Betriebsfunk ebenfalls auf Tetra, oder bleiben die auf vier
> Meter und freuen sich über die freigewordenen Frequenzen?

Betriebsfunk läuft meines Wissens hauptsächlich im 2m- und 70cm-Band.

Da sich Dolphin Telecom seinerzeit mit einem öffentlichen Tetra-Netz auf 
die Nase gelegt hat, muss jeweils eine eigene Infrastruktur aufgebaut 
werden, was gerade kleinere Unternehmen abschrecken dürfte.

von Matthias (Gast)


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Hallo,
Ich bin heute morgen gleich zum Conrad und hab mich mit
einem neuen Monitor, diversen DisplayPort zu HDMI/DVI/SVGA Adaptern und 
acht Klappferitkerne ausgestattet.
Dazu noch eine Rolle Alufolie nebst doppelseitigem Klebeband und 
selbstklebender Kupferfolie.

Zuerst hab ich den neuen Monitor an einem vorhandenen miniDisplayPort 
zur DisplayPort Kabel testen wollen.

Im laufenden Betrieb das Kabel von einem der vier Monitore abgezogen.
.... die verbliebenen drei Monitore gingen gleich gleich mit auf „no 
Signal“ und kamen auch nicht wieder.
... Ups :-|

Der neue Testmonitor blieb auch auf „No source“.

Nach einem harten Neustart des Rechners waren alle Monitore an.
Die Funkgeräte konnten den Testmonitor aber auch ausschalten.

Die Montage eines Fertitkerns direkt am Monitorende des Kabels machte 
dem Spuk ein Ende.

Vielen Dank für Eure Tips!

Alle Monitore laufen jetzt ohne Probleme.
Nur wenn man die Antennen der Funkgeräte direkt auf die Monitorkabel 
hält, gehen die Monitore weiterhin aus.

Damit kann man leben ...

Viele Grüße
Hias

von Kilo S. (kilo_s)


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Percy N. schrieb:
> Was meinte ich wohl mit "und umgekehrt"?

Digitaler betriebsfunk ist was ganz anderes als BOS. Darauf wollte ich 
hinaus.

Die Geräte sind auch (Handgeräte) auf 2W beschränkt und nur die 
stationären Geräte dürfen mit entsprechenden Zulassungen bis 15W.

Ich hab jedenfalls noch keine Bildschirme mit meinen 2m/70cm Geräten 
lahmgelegt. Jedenfalls nicht mit den guten Geräten.

Ne Baofeng hat mal Störungen gemacht und wurde ausgemustert...

von René H. (mumpel)


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Kilo S. schrieb:
> Digitaler betriebsfunk ist was ganz anderes als BOS.

Technisch gesehen nicht (ganz). Nur die Anwendungsfälle unterscheiden 
sich.

von Kilo S. (kilo_s)


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René H. schrieb:
> Technisch gesehen nicht (ganz). Nur die Anwendungsfälle unterscheiden
> sich.

?

Das erklär doch jetzt mal... ich hab nähmlich noch nie 
Betriebsfunkgeräte gesehen die eine eigene Simkarte bräuchten wie das 
bei heutigen TETRA BOS geräten der fall ist.

von René H. (mumpel)


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Ich sprach von normalen Betriebsfunkgeräten.

von Philip S. (psiefke)


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"Normaler Betriebsfunk" ist heutzutage fast ausschließlich digital. Die 
Bundesnetzagentur vergibt FM Zuteilungen nur noch mit viel betteln.

Betriebsfunk macht man in Deutschland mit DMR:
https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Mobile_Radio


Die Unterschiede DMR vs. Tetra sind hier ganz nett aufgelistet:
https://www.koelnton.de/funkgeraete/funktechnik/unterschiede-dmr-tetra

von René H. (mumpel)


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Da wir schon mal bei Betriebsfunk sind:
Kennt jemand eine Seite, die sich mit dem Umprogrammieren eines 
"Teleport 9" beschäftigt? Ich hätte da gerne, falls das möglich sein 
sollte, CB-Funkfrequenzen drin. Die Betriebsfunkfrequenzen dürfen ja 
nicht (mehr) genutzt werden (Frequenznutzungserlaubnis abgelaufen). Und 
bevor ich funktionierende Geräte wegschmeisse wäre eine "Umwittmung" 
besser.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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René H. schrieb:
> Umprogrammieren eines "Teleport 9"

Mach doch lieber einen separaten Thread auf.

von Kilo S. (kilo_s)


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René H. schrieb:
> Kennt jemand eine Seite, die sich mit dem Umprogrammieren eines
> "Teleport 9" beschäftigt?

Nein.

René H. schrieb:
> Ich hätte da gerne, falls das möglich sein sollte, CB-Funkfrequenzen
> drin.

Nein ist nicht möglich.

Die gibts als 4m, 2m und 70cm Variante aber keines das auf Kurzwelle 
funktionieren würde.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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...es sei denn man meint mit "CB-Funk" Freenet (146 MHz). Ein 2m-Gerät 
sollte den Bereich abdecken können.

von Kilo S. (kilo_s)


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Soul E. schrieb:
> ...es sei denn man meint mit "CB-Funk" Freenet (146 MHz).

Freenet ist 149MHz. ;-)
Ja das dürfte es können, wenn es die 2m Variante ist.

von René H. (mumpel)


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Das ist aber Schade. Müsste die 4m-Variante sein (rote Kappe). Da schau 
ich mal weiter.

von Bernhard S. (gmb)


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Falls jemand ein ähnliches Problem hat, das mit Klappferriten nicht 
weggeht: Ich habe meine Monitore gegen neue ersetzt die direkt einen DP 
Anschluss haben und verwende nun eine Verbindung DP-DP zwischen Monitor 
und Grafikkarte. Damit sind die breitbandigen Funkstörungen weg! Danke 
auch an Jörg für den Hinweis auf die DP/DVI Sache, letztendlich hat mich 
das in die Richtung der Lösung gebracht.

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