Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Sicherung für Li-Po 18650 gesucht


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von Peter K. (peter_kg)


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Hallo Forum,

ich habe an mehreren Stellen im Internet gelesen, dass man an das 
TP4056-Lademodul ohne Probleme zwei Li-Ion-Akkus (Typ: 18650) parallel 
anschließen kann. Das Laden dauere dann nur entsprechend länger. 
Beispiel hier: http://www.youtube.com/watch?v=GMgi2y3LgrY

Für das Balancing würden einfache Drahtbrücken reichen - oder evtl auch 
Widerstände. Einen besonderen Tipp habe ich in irgendeinem Forum 
gelesen: Wenn ein Akku das Ende seiner Lebenszeit erreicht habe, würde 
er zum Leiter und den anderen Akku kurzschließen. Dagegen helfe eine 
einfache Feinsicherung.

Nun habe ich nach Feinsicherungen gesucht und finde nur unbrauchbare 
Angaben, wie zum Beispiel: 3A, 250V 115°C.

Die Temperatur ist materialabhängig, Stromstärke und Spannung sind 
Spitzenwerte. Damit kann ich nicht rechnen. Die fehlende Angabe lautet: 
maximale Last, gemessen in Watt. Doch die steht auf keiner Sicherung!

Ich habe mir nun "auf Verdacht" eine 2A-250V-Feinsicherung gekauft und 
möchte wissen, ob die denn nun auch durchbrennen würde, wenn ein 
Li-Po-Akku kurzgeschlossen würde.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Peter K. schrieb:
> Ich habe mir nun "auf Verdacht" eine 2A-250V-Feinsicherung gekauft und
> möchte wissen, ob die denn nun auch durchbrennen würde, wenn ein
> Li-Po-Akku kurzgeschlossen würde.

Mit Pauken und Trompeten brennt die durch!

Ja, die 250 V sind die Maximalspannung, aber die 2 A sind die 
Bemessungsstromstärke.

Beim Kurzschluss einer 18650-Zelle fließen locker 50 oder 100 A, die 
2-A-Sicherung ist also innerhalb von ein paar Millisekunden verdampft.

Aber hast du denn auch eine (Dauer-)Last von maximal 2 A?

von Peter K. (peter_kg)


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Danke, das ist hilfreich. An die Akkus kommt ein ESP32, mit ein paar 
Zusatzmodulen, rechnerisch komme ich auf knapp 400 mA für alles 
zusammen.

von Peter K. (peter_kg)


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Einen wichtigen Tipp hatte noch der Verkäufer meiner Sicherung in der 
Artikelbeschreibung. Bei 140° Schmelztemperatur kann man die Sicherung 
NICHT LÖTEN! Eigentlich klar, aber ich hätte sonst nicht dran gedacht. 
Da muss ich mir auch noch irgendwas einfallen lassen...zur Not crimpen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Peter K. schrieb:
> An die Akkus kommt ein ESP32, mit ein paar Zusatzmodulen, rechnerisch
> komme ich auf knapp 400 mA für alles zusammen.

Dafür genügt die 2-A-Sicherung.

Peter K. schrieb:
> Da muss ich mir auch noch irgendwas einfallen lassen.

Normalerweise baut man die Sicherungen ja auswechselbar, und dafür gibt 
es dann Sicherungshalter.

https://www.reichelt.de/sicherungshalter-c7659.html?&nbc=1

von Peter K. (peter_kg)


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Die von mir erworbene Sicherung hat Drähte, so wie diese hier:
Ebay-Artikel Nr. 224025026176

Noch eine Frage zu etwaigen Widerständen, ist das empfehlenswert, 
optional, kokoloris? Die würden halt den Strom zwischen den beiden Lipos 
begrenzen, jedoch auch beim Laden.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Peter K. schrieb:
> Die von mir erworbene Sicherung hat Drähte, so wie diese hier:

Sowas kannste natürlich direkt einlöten. Du musst ja nicht minutenlang 
an den Anschlüssen herum braten.

Die von dir gezeigte scheint kombiniert Übertemperatur- und Überstrom 
abzusichern. Kann man machen, Übertemperatur hättest du nicht gebraucht. 
Wenn deine Akkus 125 °C heiß werden, ist irgendwas foul … Solche 
thermischen Sicherungen baut man eher in Kaffeemaschinen, 
Wasserkochtöpfe etc. rein (dort natürlich mit größeren 
Strom-Tragfähigkeiten), um im Falle einer blockierten Endabschaltung die 
Brandgefahr zu beseitigen.

> Noch eine Frage zu etwaigen Widerständen, ist das empfehlenswert,
> optional, kokoliris? Die würden halt den Strom zwischen den beiden Lipos
> begrenzen, jedoch auch beim Laden.

Du willst die Zellen parallel schalten, oder?

Dann fließt da einmalig ein Ausgleichsstrom. Wenn beide die gleiche 
Vorgeschichte und einigermaßen den gleichen Ladezustand haben, dann 
wenig und nur kurz. Danach benehmen sich beide wie eine einzige Zelle 
höherer Kapazität.

In klassischen Laptopakkus sind typisch immer zwei Zellen parallel (und 
davon dann drei in Reihe). Die sind alle mit Nickelblechen miteinander 
verschweißt. Abgesichert wird erst von da nach draußen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Peter K. (peter_kg)


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Ahh, okay, danke. Meine Zellen sind übrigens wirklich aus einem alten 
Laptop-Akku. Sie haben also das gleiche Alter. Dann lasse ich die 
Wiederstände weg.

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