Forum: Offtopic Beim Lüften die Heizung abdrehen?


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von Roman K. (jupiter2648)


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Es wird ja immer gesagt, dass man für die 5-10 Minuten Stoßlüften die 
Heizung abdrehen soll.

Man heizt sonst sozusagen beim Fenster raus (falls die Heizung direkt 
unter dem Fenster ist, was sie bei mir zbsp nicht ist).

Ich finde das ganze aber dennoch zu übertrieben.

Es gibt zwar zwischenzeitlich schon smart home mit Fensterkontakten, 
aber bei der geringen Heizleistung die da zum Fenster rausgeht, muss das 
Ding schon 10 Jahre halten, bevor ich die gesparten Heizkosten drinnen 
hab.

Hat sich das schon jemand ausgerechnet? Geht das überhaupt?

von Ben S. (bensch123)


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Bei einer Fußbodenheizung gebe ich dir recht. Aber bei dem Umfang mit 
dem aktuell manche Lüften (jeder weiß warum), lohnt es sich schon gar 
nicht erst zu heizen.

von Asko B. (dg2brs)


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Roman K. schrieb:
> Man heizt sonst sozusagen beim Fenster raus (falls die Heizung direkt
> unter dem Fenster ist, was sie bei mir zbsp nicht ist).

Die meisten (fast alle) elektronischen Heizkörperthermostate
besitzen eine sogenannte "Fenster-offen-Funktion".
Bei schlagartigem Temperaturabfall schalten die Dinger erst mal
auf "taub".

Bei rein Mechanischen Thermostaten ist das natürlich nicht so.
Aber bei 5min. Stoßlüftung dürfte nur ein unwesentlicher
Wärmeanteil "verlustig" gehen.

Frei nach dem Motto: Wer das eine will, muss das andere mögen!

von Claus M. (energy)


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Elektronische Thermostate sind Müll. Manches war halt ohne Elektronik 
schon ausgereift.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Hast du schonmal überlegt wie  träge eine Heizung reagiert?

Selbst wenn du nur einen einzelnen Heizköroper betrachtest, dann wir dir 
auffallen, dass die Trägheit so gross ist, dass der Heizkörper während 
der Fensteröffnung noch fleissig Wärme abgibt und während das Fenster 
schon lange wieder geschlossen ist, diesen Wärmeverlust nachholen muss.

was hast du wohl gewonnen? garnichts, ganz im Gegenteil, während der 
Heizkörper wieder auf Temp kommen will, kühlt der Raum noch mehr aus.

von Mani W. (e-doc)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Selbst wenn du nur einen einzelnen Heizköroper betrachtest, dann wir dir
> auffallen, dass die Trägheit so gross ist, dass der Heizkörper während
> der Fensteröffnung noch fleissig Wärme abgibt und während das Fenster
> schon lange wieder geschlossen ist, diesen Wärmeverlust nachholen muss.
>
> was hast du wohl gewonnen? garnichts, ganz im Gegenteil, während der
> Heizkörper wieder auf Temp kommen will, kühlt der Raum noch mehr aus.

Gebe Dir recht!

Außerdem lüftet es sich schneller, denn warme Luft strömt oben raus und
unten die kühlere Luft nach, je wärmer, umso schneller ist die
Luftbewegung und damit der Austausch von Raumluft...

von Heinz R. (heijz)


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alles totaler Quatsch


schaltet man das Licht 50% der Zeit aus hat man 50% gespart

Will man aber die Heizung zu 50% auschalten - in den anderen 50% 
trotzdem 21° haben - man hat keine 5% gespart

von Mani W. (e-doc)


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Heinz R. schrieb:
> alles totaler Quatsch

Solche Ansagen sollte man sich bei einer gepflegten Diskussion sparen!

von Heinz R. (heijz)


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Mani W. schrieb:
> Solche Ansagen sollte man sich bei einer gepflegten Diskussion sparen!

nein, da stehe ich ganz offen dazu

Ich habe viel Geld, Zeit usw für so Heizungsautomatisierung ausgegeben - 
viel ausgewertet, dazu gelernt

Da wird dem "Consumer" eingeredet - mach die Heizung 20% des Tages aus 
dann hast Du 20% gespart...

Ich bleibe dabei

alles totaler Quatsch


Und jetzt bin ich gespannt warum Du meinen Kommentar verurteilst?

von Mani W. (e-doc)


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Heinz R. schrieb:
> Ich bleibe dabei
>
> alles totaler Quatsch
>
> Und jetzt bin ich gespannt warum Du meinen Kommentar verurteilst?

Danke für die Rückmeldung...


Ich habe weder Dich noch Deinen Kommentar verurteilt, auch nicht
negativ bewertet!


Und ich schrieb:

Mani W. schrieb:
> Solche Ansagen sollte man sich bei einer gepflegten Diskussion sparen!

TOTALER QUATSCH

von Jan H. (j_hansen)


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Heinz R. schrieb:
>
> nein, da stehe ich ganz offen dazu
> Ich habe viel Geld, Zeit usw für so Heizungsautomatisierung ausgegeben -
> viel ausgewertet, dazu gelernt
>
> Da wird dem "Consumer" eingeredet - mach die Heizung 20% des Tages aus
> dann hast Du 20% gespart...
>
> Ich bleibe dabei
>
> alles totaler Quatsch
>
> Und jetzt bin ich gespannt warum Du meinen Kommentar verurteilst?

Wer hat dir das denn eingeredet mit den 20%? So einen Unsinn habe ich ja 
noch nie gehört. Schade für dein versenktes Geld, aber ein bisschen 
etwas wird's ja gebracht haben und wenn du auch noch etwas dabei gelernt 
hast dann hat es ja auch etwas Gutes.

von Peter D. (peda)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Hast du schonmal überlegt wie  träge eine Heizung reagiert?

Das ist nicht der Punkt. Es geht darum, daß beim Lüften der Thermostat 
nicht auf volle Pulle stellt und die Heizung nach dem Lüften nicht 
kochend heiß ist.
Daß sie sich beim Lüften nur wenig abkühlt, ist doch klar.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Peter D. schrieb:
> Es geht darum, daß beim Lüften der Thermostat nicht auf volle Pulle

Vor allem, wenn vergessen wird das Fenster nicht wieder rechtzeitig zu 
schließen.

Die Trägheit spielt schon ein Rolle, weil die Heizung nicht wie das 
Licht sofort aus ist. Eine Ausnahme wäre der Heizlüfter mit Gebläse, der 
natürlich schnell abgeschaltet werden kann.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Peter D. schrieb:
> Es geht darum, daß beim Lüften der Thermostat
> nicht auf volle Pulle stellt und die Heizung nach dem Lüften nicht
> kochend heiß ist.

Genau das ist erwünscht, wenn du eine konstante Temp im Raum haben 
willst.

Du entlässt eine ganze Menge Energie beim Lüften und wenn du nicht 
möchtest, dass der Raum dabei auskühlt, muss der Heizkörper genau diese 
Energie nachliefern.

von Heinz R. (heijz)


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Wenn so ein Heizkörper in einer durchschnittlichen Wohnung den ganzen 
Tag 50 Grad hat, somit, als Beispiel, dauernd 1KW abgibt, also pro Tag 
24 kWh

- wenn er jetzt mal 15 Min lang 60 Grad hat, somit beispielsweise 1,3 
kWh abgibt,

dann sind das 300Wh Mal 15 Minuten - 75Wh vergeudet- entsprechen bei 10 
Cent pro kWh ca. 0,75 Cent

Phasenschieber S. schrieb:
> Du entlässt eine ganze Menge Energie beim Lüften und wenn du nicht
> möchtest, dass der Raum dabei auskühlt, muss der Heizkörper genau diese
> Energie nachliefern.

Das wird der Heizkörper bei weitem nicht schaffen, er wird bei offener 
Tür die Raumtemperatur nicht halten können

Aber auch das ist kein Problem, selbst wenn die Luft immerhalb kurzer 
Zeit komplett getauscht würde, die Wärmekapazität der Luft ist nichts 
gegen die der Möbel, Wände usw

Aber ich kenne auch Leute die sich die ganze Bude mit irgendwas 
vollstellen und dann behaupten:

"Je mehr Dinge in der Wohnung sind um so weniger Raum muss ich beheizen"

von Sven B. (scummos)


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Heinz R. schrieb:
> Wenn so ein Heizkörper in einer durchschnittlichen Wohnung den ganzen
> Tag 50 Grad hat, somit, als Beispiel, dauernd 1KW abgibt, also pro Tag
> 24 kWh
>
> - wenn er jetzt mal 15 Min lang 60 Grad hat, somit beispielsweise 1,3
> kWh abgibt,

Und wenn er 10.000 kW hat, wäre es mehr Geld. Das Beispiel hilft ja nix 
-- den Dreisatz beherrscht hier jeder.

Woher also kommen die Zahlen? Mir kommt 1 kW Leistung zu niedrig vor.

von Heinz R. (heijz)


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Sven B. schrieb:
> Woher also kommen die Zahlen? Mir kommt 1 kW Leistung zu niedrig vor.

Das waren jetzt grobe Zahlen aus meinen Kopf

Aber so ganz falsch ist es nicht, habe gerade mal geschaut - gestern für 
EG und Keller 45 kWh - OG 23 kWh - also bei 15 Heizkrpern deutlich unter 
1 kWh pro Stück

Hier mal Tabellen zu aktuellen Heizkörper:
https://www.hornbach.de/projekte/raeume-heizen/

so falsch ist also meine Schätzung nicht


Und um beim 3Satz zu bleiben - setzte Deine Heizung irgendwo bei 75 - 
95% Wirkungsgrad an, schau am Gas- oder Stromzähler was Du pro Tag 
verbraucht hast, rechne es um ...

Ok, bei Öltank oder Holzpellets nicht ganz so einfach

von A. S. (achs)


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Die Probleme in Summe:

A) die kalte Luft stellt auf volle Pulle

B) die heiße Luft geht direkt raus (weil die Heizung unterm Fenster ist)

C) vergisst man das schließen, passiert nichts, wenn abgedreht. Im 
Gegenteil: wenn die Heizung an bleibt, merkt man u.U. nicht, dass das 
Fenster noch immer auf ist, die Heizung schmeisst das Geld halt stärker 
zum Fenster raus, notfalls mehrere KW.

Das läppert sich.

Hinzu kommt der psychologische Effekt: wenn es heißt, es macht nix aus, 
dann bleibt das Fenster irgendwann auf Kipp. (Sollte doch ähnlich sein 
wie alle 2h weit auf ...)

von A. S. (achs)


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Heinz R. schrieb:
> Aber so ganz falsch ist es nicht, habe gerade mal geschaut - gestern für
> EG und Keller 45 kWh - OG 23 kWh - also bei 15 Heizkrpern deutlich unter
> 1 kWh pro Stück

bei Temperaturen über 0 ist das ganze natürlich relativ egal. Und 
momentan ist es bei uns eher im Bereich von 10°. Wenn Du in D lebst, 
solltest Du mit Deinen Überlegungen noch ein wenig warten.

von Asko B. (dg2brs)


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Heinz R. schrieb:
> Aber auch das ist kein Problem, selbst wenn die Luft immerhalb kurzer
> Zeit komplett getauscht würde, die Wärmekapazität der Luft ist nichts
> gegen die der Möbel, Wände usw

Das kommt noch dazu. Man hat ja schließlich nicht nur kahle Wände.
Die "Inhalte" der Schränke stellen ja auch einen kleinen "Wärmespeicher" 
dar.
Die haben ja über längere Zeit die Wärme gespeichert, und geben die
auch danach langsam wieder ab.

Ich kenn noch den Spruch meiner Oma (zum Thema lüften):
"Frische Luft erwärmt sich schneller".
Aber das war noch zu Zeiten von Kohleheizungen.

Ich habe bei mir eine Fußbodenheizung, und vier einzelne 
Plattenheizkörper.
Die Fußbodenheizung lasse ich generell durchlaufen, da sie ja sehr träge 
ist.
Die anderen 4 Räume mit Plattenheizkörpern muß ich jedoch nicht
während meiner Abwesenheit weiterhin auf Idealtemperatur halten.
Deswegen sind da elektronische Heizkörperthermostate dran.
Die gehen 1,5 Stunden vor meiner vorraussichtlichen Heimkehr von
Default (+16C°) auf die Wohlfühltemperatur von +21C°.
Das hat sich jetzt über 2 Jahre lang bewährt.
Sollte ich wissen, das ich eher nach Hause komme, kann ich von Unterwegs
die Einstellung ändern.

Aber das muss vermutlich jeder mit sich selber ausmachen und selber
ausprobieren. Dazu braucht man mindestens eine Heizperiode.

Gruss Asko

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Heinz R. schrieb:
> Wenn so ein Heizkörper in einer durchschnittlichen Wohnung den ganzen
> Tag 50 Grad hat, somit, als Beispiel, dauernd 1KW abgibt, also pro Tag
> 24 kWh

Ein völlig unrealistischer Fall, deine Zahlen kannst du wegstecken.

50°C haben meine Heizkörper eventl. wenn es draussen -20°C sind und 
selbst dann nicht 24h lang.

Dann weiters, 15min. lüften ist deutlich zu lang, Stosslüften ist das 
Zauberwort.

Heinz R. schrieb:
> - wenn er jetzt mal 15 Min lang 60 Grad hat, somit beispielsweise 1,3
> kWh abgibt,

Was hast du denn für eine Heizung?
60°C im Heizkörper?

...und wie kommst du denn auf die Leistungsberechnung?

Um die abgegebene Leistung zu berechnen bedarf es einiger mehr Parameter 
als nur die Heizkörpertemperatur, z.B. Fläche des Heizkörpers, Delta T 
zwischen Ein-und Auslass, Temp-Unterschied zwischen Heizkörpertemp und 
Raumtemp, Konvektion muss beachtet werden....

Mann, du solltest nichtnur dringend deine Heizung upgraden.

von Heinz R. (heijz)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Was hast du denn für eine Heizung?
> 60°C im Heizkörper?
>
> ...und wie kommst du denn auf die Leistungsberechnung?

hab doch extra den Link zu Hornbach mit eingefügt, Heizkörperleistungen 
werden halt normal bei 55°C Vorlauftemperatur angegeben

klar waren das nur grobe Beispiele

60°C halte ich jetzt auch nicht für abwegig

Phasenschieber S. schrieb:
> Um die abgegebene Leistung zu berechnen bedarf es einiger mehr Parameter
> als nur die Heizkörpertemperatur, z.B. Fläche des Heizkörpers, Delta T
> zwischen Ein-und Auslass, Temp-Unterschied zwischen Heizkörpertemp und
> Raumtemp, Konvektion muss beachtet werden....

schon klar, aber so wird es halt nun mal angegeben, um überhaupt 
vergleichen zu können

Phasenschieber S. schrieb:
> Mann, du solltest nichtnur dringend deine Heizung upgraden.

weder die Heizung noch sonst was wird upgegradet, funktioniert wie sie 
soll, aber du solltest dich glaub ein bischen mehr bilden....

von Claus M. (energy)


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Phasenschieber S. schrieb:
> 50°C haben meine Heizkörper eventl. wenn es draussen -20°C sind und
> selbst dann nicht 24h lang.

Dann musst du schon ein sehr gut gedämmtes Niedrigenergiehaus haben... 
55 Grad Vorlauftemperatur sind normal beim Neubau. Altbau eher 75 bis 90 
grad.

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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Claus M. schrieb:
> Dann musst du schon ein sehr gut gedämmtes Niedrigenergiehaus haben...
> 55 Grad Vorlauftemperatur sind normal beim Neubau. Altbau eher 75 bis 90
> grad.

Es war wie gesagt ein Rechenbeispiel - das bei mir so aber auch 
realistisch ist

Haus ist aus den 80ern, vor 12 Jahren umgebaut, Heizkörper sind 
eigentlich viel zu großzügig dimensioniert, aber wollte ich absichtlich 
so haben

von Wolle G. (wolleg)


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Claus M. schrieb:
> Dann musst du schon ein sehr gut gedämmtes Niedrigenergiehaus haben...
> 55 Grad Vorlauftemperatur sind normal beim Neubau. Altbau eher 75 bis 90
> grad.

Wie hoch die Vorlauftemperatur sein muss, bestimmt zunächst das 
Verhältnis Heizkörpergröße zu Wärmebedarf. Je größer der Heizkörper, 
desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein. Weiterhin spielt die 
gewünschte Wohlfühltemperatur eine wichtige Rolle.

von Heinz R. (heijz)


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Wolle G. schrieb:
> Weiterhin spielt die
> gewünschte Wohlfühltemperatur eine wichtige Rolle.

selbst das funktioniert nur in einem "idealen" Haus - man treibt die 
Vorlauf-Temperatur usw an die Grenze, möglichst niedrig

Aber was spart man sich dadurch? Wenn ich alle 3 Wochen meine Werkstatt 
oder Garage heizen will dann muss das sofort gehen - deshalb habe ich 
eine höhere VL-Temperatur als notwendig

Meine Therme hat jetzt z.B. 70° statt der eigentlich nur notwendigen 50° 
- aber habe ich jetzt wirklich was verschwendet? Die ganzen 
Heizungsrohre laufen eh durch beheizte Bereiche

von Wolle G. (wolleg)


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Ob man den Heizkörper beim Lüften abdrehen soll ist m.E. auch abhängig 
von der Fahrweise der Anlage.
Stellt man bei den Heizkörpern den Volumenstrom mittels der 
Voreinstellung ein, dann kann der Durchfluss sich nicht ändern und damit 
verriecht sich der Mehrverbrauch, der notwendig, um die Raumluft 
(geringe Wärmekapazität) wieder aufzuheizen.
Etwas anders ist es, wenn der Volumenstrom über das Thermostatventil 
(befindet sich zumeist unter dem Fenster) geregelt wird. In diesem Fall 
wird die Kaltluft die gemessene Temperatur am Fühler verringern, was 
dazu führt, dass das Ventil solange weiter öffnet, bis die Temperatur am 
Fühler wieder die Solltemperatur erreicht hat. --> etwas Mehrverbrauch
Deshalb hier vor dem Lüften evtl. den Heizkörpern abstellen und nach dem 
Lüften und einer Pause wieder öffnen.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Claus M. schrieb:
> 55 Grad Vorlauftemperatur sind normal beim Neubau. Altbau eher 75 bis 90
> grad.

Mann....was hast du nur für eine Heizung!

75-90 Grad...ich fasse es nicht und  55 Grad beim Neubau...

Dann pass mal auf, dass nicht jemand aus Versehen deinen Heizkörper 
berührt, derjenige könnte sich massiv verbrennen.

Heutzutage werden fast nurnoch Brennwertsysteme installiert und selbige 
verlieren ihren Brennwert bei VL-Temperaturen über 55°, das ist also die 
absolute Obergrenze für Brennwertsysteme.
Dann muss es aber schon mächtig kalt sein draussen und es bedarf auch 
keines Niedrigenergiehauses.

Mein Haus ist Baujahr 1978 und hat 210 m² Wohnfläche, Aussenwände nicht 
gedämmt, ich fahre eine VL-Temp von maximal 55°C wenn es draussen gegen 
-10°C geht. Innentemp durchschnittlich 23°C.
Über 55°C war ich eigentlich noch nie solange ich hier wohne.

von Claus M. (energy)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Heutzutage werden fast nurnoch Brennwertsysteme installiert

Ja, aber hast du schon mal Anlagen im Bestand angeguckt? Gerade die 
alten Schätzchen sind so robust, dass sie auch heute noch nach 
Jahrzehnten im Keller ihren Dienst verrichten. Vor allem in 
Mietskasernen.

Wie schon jemand schrieb, es hängt halt auch von der Dimension der 
Heizkörper ab. Aber 75 grad sind wirklich auch heutzutage nichts 
ungewöhnliches und oft auch nötig, um die Bude bei minus 10 Grad noch 
warm zu bekommen.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Claus M. schrieb:
> Ja, aber hast du schon mal Anlagen im Bestand angeguckt? Gerade die
> alten Schätzchen sind so robust, dass sie auch heute noch nach
> Jahrzehnten im Keller ihren Dienst verrichten. Vor allem in
> Mietskasernen.

Nicht-Brennwertsysteme werden immer noch verbaut.
Wenn ich wegen der Brennwertheizung den Schornstein ändern muss wird 
sich die Brennwertheizung nie amortisieren. Genausowenig wenn ich einen 
Altbau habe, den ich mit höherer Temperatur fahren muss.
Oder (wie hier) einen Edelstahlkamin, an dem mehrere Gas-Etagenheizungen 
hängen. Denn da müsste man alle Heizungen gleichzeitig austauschen und 
den Schornstein modifizieren.

Aber egal, das ist nicht das Thema hier.
Prinzipiell geht beim kurzen Stosslüften nicht viel Energie zusätzlich 
verloren. Aber wenn der Heizkörper unter dem Fenster ist dann stört er 
eigentlich die Zirkulation beim Stosslüften, denn er erzeugt einen 
warmen Luftstrom der von unter dem Fenster nach oben steigt.
Eigentlich hat man aber bei offenem Fenster und niedrigeren 
Aussentemperaturen einen Luftstrom der an der unteren Fensterhälfte von 
aussen nach innen strömt, und oben vom Zimmer nach draussen.
Das verschlechtert der Heizkörper mit einer Art Strömungsvorhang. Das 
unterbindet natürlich nicht den Luftaustausch, macht ihn aber eher 
schlechter.

Ideal wäre also den Heizkörper erst auszudrehen, dann 15Min zu warten 
bis er seine Rstwärme abgegeben hat, zu lüften, je nach Aussentemperatur 
reichen 3 Min (draussen unter 0°C) oder auch mal 10 min. (draussen 
15°C), und erst nach dem Schliessen des Fensters den Heizkörper wieder 
aufzudrehen.
Aber das mach ich auch nur in Ausnahmefällen, normalerweise ist es ein 
automatischer Handgriff: Heizung aus, Fenster auf und später umgekehrt.

: Bearbeitet durch User
von Jan H. (j_hansen)


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Heinz R. schrieb:
> Aber was spart man sich dadurch? Wenn ich alle 3 Wochen meine Werkstatt
> oder Garage heizen will dann muss das sofort gehen - deshalb habe ich
> eine höhere VL-Temperatur als notwendig
>
> Meine Therme hat jetzt z.B. 70° statt der eigentlich nur notwendigen 50°
> - aber habe ich jetzt wirklich was verschwendet? Die ganzen
> Heizungsrohre laufen eh durch beheizte Bereiche

Das kommt sehr auf deine Heizung an. Grob gesagt: je moderner, desto 
mehr bläst du bei hohen Vorlauftemperaturen anteilig durch den 
Schornstein raus. Also schon vor deinen Heizungsrohren.

Eventuell zahlt es sich aus, die Vorlauftemperatur nur alle drei Wochen, 
wenn es denn notwendig ist, hochzudrehen.

von Weingut P. (weinbauer)


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also für alle 2 Wochen mal n Raum schnell hoch zu heizen die VL 
permanent 20° über Soll zu betreiben ist Unfug.
Man verliert einfach über den Kamin (Abgastemperatur) permanent. Da kann 
es sinnvoller sein sich für den Fall nen Heizlüfter hin zu stellen und 
den dann mal ne Stunde rennen zu lassen als die permanenten Verluste zu 
monetarisieren.

von Forgoden  . (forgoden)


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Ich würd lieber Aluminiumfolie um dein Körper wickeln. Das heizt dein 
Körper sehr schnell und brauchst überhaupt keine Heizung mit Gefummle.

Wenn Nordstream 2 gestoppt wird, wird auch Nordstream 1 gestoppt und 
Deutschland sitzt im Kalten. Schon mal nachgedacht?

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