Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ESP32 brennt dauernd durch.


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von Rico S. (fullmetalrico)


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Hi Leute,

ich weiß nicht genau was ich mir von der Frage erhoffe, weil es 
wahrscheinlich sehr schwer ist auf die Ferne den Fehler zu finden, aber 
ich will es trotzdem mal probieren.

Hintergrund:
Ich versuche momentan meine LED Beleuchtung (SK6812 [5V, Din, GND]) für 
mein Smarthome neu zu gestalten und habe dafür einen Teil, ca. 200 LED's 
als Band, demontiert und wollte sie mithilfe eines externen Netzteils 
(5V) testen. Das selbe habe ich hier bereits in größer hängen und alles 
funktioniert einwandfrei, also unwissend bin ich nicht.

Aufbau:
ESP32 ist über einen AMS1117 3V3 verbunden (Vin und GND) und mit Pin 13 
am LED Strip am Din Eingang. Das Netzteil ("Industrienetzteil" aus China 
mit 130W, eingestellt auf 5V) ist an einem der Minuspole mit dem GND vom 
AMS verbunden und mit 5V und GND am LED Strip.

Problem:
Es ist jetzt schon 3 mal vorgekommen, dass wenn ich das Netzteil 
einschalte danach nichts mehr geht. Nach Untersuchung habe ich dann 
festgestellt, dass 3V3 und GND am ESP32 kurzgeschlossen sind danach 
(davor hat alles einwandfrei funktioniert). Ich habe sogar das Netzteil 
schon am Oszi gecheckt, ob vielleicht eine Spannungsspitze entsteht beim 
einschalten, aber der läuft sauber auf 5V hoch und bleibt stabil.
Nach auslöten des ESP Chips und einlöten eines neuen geht dann alles 
wieder bis ich das Netzteil einschalte. Mit anderen Netzteilen habe ich 
dieses Problem bisher nie gehabt. Ich weiß wirklich nicht was das sein 
könnte. Vielleicht hat ja jemand eine Idee.
Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.

LG,
Rico

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Rico S. schrieb:
> Aufbau:
> blablabla...
Könntest du da bitte mal einen Schaltplan zeichnen. Schaltpläne sind 
schlechthin das angesagte Kommunikationsmittel von Elektronikern.

von Andras H. (kyrk)


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Schon mal das Ausschaltverhalten beobachtet? Manche Netzteile könnten da 
eventuell etwas ungewolltes machen.

von Rico S. (fullmetalrico)


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> Könntest du da bitte mal einen Schaltplan zeichnen.

Hier bitte. Hatte gerade kein vernünftiges Tool zur Hand, hoffe das 
reicht.

von Rico S. (fullmetalrico)


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Andras H. schrieb:
> Schon mal das Ausschaltverhalten beobachtet? Manche Netzteile könnten da
> eventuell etwas ungewolltes machen.

Ich habe sowohl Ein- als auch Ausschalten am Oszi gescheckt, alles super 
...
Trotzdem danke für den Tipp.

von Robin (Gast)


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Das funktioniert so? Ich hätte jetzt einen Transistor zwischen GPIO13 
und DIN erwartet, denn die LEDs erwarten wohl ein typischen high Pegel 
von >=3.4V.

von Oliver S. (phetty)


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Wozu ein zusätzliches 9V-Netzteil?
Das kann man doch alles direkt aus dem anderen erbrüten.

von Rico S. (fullmetalrico)


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Robin schrieb:
> Das funktioniert so? Ich hätte jetzt einen Transistor zwischen GPIO13
> und DIN erwartet, denn die LEDs erwarten wohl ein typischen high Pegel
> von >=3.4V.

Ja, funktioniert bei den montierten 5m absolut problemlos seit über 
einem Jahr.

von Rico S. (fullmetalrico)


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Oliver S. schrieb:
> Wozu ein zusätzliches 9V-Netzteil?
> Das kann man doch alles direkt aus dem anderen erbrüten.

Ich habe auch schon alles nur vom 5V Netzteil betrieben. Das war der 
zweite Versuch und dabei ist der ESP ebenfalls durch gebrannt. Die 
Skizze ist der momentane Aufbau, da der einfacher zu betreiben ist auf 
dem Steckbrett. Vielleicht kaufe ich einfach ein anderes Netzteil ...

von Jim M. (turboj)


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Ich löse auf: Am 9V Netzteil ist kein PE.

Wenn man das zuerst anz Netz stecket, dann wobbelt GND um 125VAC rum. 
Denn da sind Y-Kondensatoren zur Funkenstörung verbaut.

Steckt man dann das dicke Teil ein, wird GND von 125 VAC plötzlich 
runter auf PE (=0V) gezogen. Dabei kann dann auch schon mal was kaputt 
gehen.

Ich würde auch einfach das 9V Netzteil weglassen...

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Rico S. schrieb:
> Hatte gerade kein vernünftiges Tool zur Hand

Prima. Papier und Bleistift wäre auch gut genug gewesen.

Dein Plan sieht OK aus. Hat dein 3,3V Spannungsregler die im Datenblatt 
vorgeschriebenen Kondensatoren? Wenn nicht, könnte das die Ursache sein.

: Bearbeitet durch User
von Rico S. (fullmetalrico)


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Jim M. schrieb:
> Ich löse auf: Am 9V Netzteil ist kein PE.
>
> Wenn man das zuerst anz Netz stecket, dann wobbelt GND um 125VAC rum.
> Denn da sind Y-Kondensatoren zur Funkenstörung verbaut.
>
> Steckt man dann das dicke Teil ein, wird GND von 125 VAC plötzlich
> runter auf PE (=0V) gezogen. Dabei kann dann auch schon mal was kaputt
> gehen.
>
> Ich würde auch einfach das 9V Netzteil weglassen...

Ich werde es wohl auf Risiko noch mal testen ohne das zweite Netzteil. 
Vielleicht war ja bei Test 2 ohne das 9V Netzteil bereits irgendwas 
kaputt.
Das werde ich aber wohl erst morgen probieren können, weil mir die Chips 
ausgegangen sind :(
Vielen Dank für den Tipp

von Rico S. (fullmetalrico)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Rico S. schrieb:
>> Hatte gerade kein vernünftiges Tool zur Hand
>
> Prima. Papier und Bleistift wäre auch gut genug gewesen.
>
> Dein Plan sieht OK aus. Hat dein 3,3V Spannungsregler die im Datenblatt
> vorgeschriebenen Kondensatoren? Wenn nicht, könnte das die Ursache sein.

Ich habe schon seit Jahren glaube ich keinen Stift und Papier mehr in 
der Hand gehabt, außer in Klausuren :)

Der AMS1117 ist auf einer fertigen Platine und wird ins Steckbrett 
eingesteckt (kommt aus nem Arduino Bausatz). Da sind alle nötigen 
Kondensatoren drauf und intakt. Bei meinem eigenen System ist er selber 
verlötet, aber auch mit den Kondensatoren.

: Bearbeitet durch User
von my2ct (Gast)


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Rico S. schrieb:
> Es ist jetzt schon 3 mal vorgekommen, dass wenn ich das Netzteil
> einschalte danach nichts mehr geht.

Welches von den beiden Netzteilen ist "das Netzteil"?

p.s.
Dein Schaltplan ist ein ziemliches Wirrwarr.
Übersichtlicher wird es, wenn die Spannungen von oben nach unten 
sortiert dargestellt werden und der Signalfluss von links nach rechts.

Beitrag #6458176 wurde von einem Moderator gelöscht.
von M. K. (Gast)


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Der ESP ist hat auf den 3v3 Kurzschluss, der AMS1117 ist aber okay, 
ebenso die LEDs.
Da vermute ich mal das der Fehler im Aufbau liegt wo wir ihn nicht sehen 
können.

Wenn z.B. auf der GND Leitung zwischen AMS und ESP auch der LED Strom 
fliesst, kann es auf der GND Leitung einen Spannungsabfall geben, der 
sich auf die ESP Versorgung aufsummiert.

Steckbretter haben auch oft schlechte Kontakte.
Erstmal alles sauber verkabeln und zwischen GPIO13 und LED String einen 
330R einfügen.
Die GPIOs dürfen max 12mA treiben. Nicht das noch was darüber kommt.

Zwei Netzteile ist auch immer schlecht, weil die unterschiedlich schnell 
starten. Ohne strombegrenzenden Widerstand am GPIO könnte der dann in 
der Zeit die Leds Treiben, was dem GPIO nicht gefallen wird.

Mess mal bei einem defekten ESP den GPIO13 mit dem Diodentester nach GND 
und 3V3 durch.
Du solltest die Body Dioden der Pintreiber Mosfets messen können, aber 
keinen Kurzschluss.

Ich habe schon Kurzschlüsse auf der VCC gesehen, die über durchlegierte 
Mosfets an den Pin Treibern zustande kamen.

von ><> (Gast)


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ESP32 sind laut Datenblatt nicht 5V tolerant.
Da gehört entsprechend ein Level-Shifter oder zumindest ein 
Angstwiderstand zwischen ESP32 und Din. Notfalls kann mann auch die 
erste RGBW LED mit ca. 4V3 zu betreiben, dann stimmen die Signalpegel 
halbewgs zur Spezifikation...
https://hackaday.com/2017/01/20/cheating-at-5v-ws2812-control-to-use-a-3-3v-data-line/
Das dürfte aber eher nicht den ESP retten, sondern Probleme mit 
Farbmustern lösen.

Vorsicht ist auch mit dem 1117er geboten. Diese älteren LDO Designs sind 
recht anfällig auf unpassenden ESR des Ausgangskondensators. Prüfe daher 
besser die 3V3 bei Power-On. Wenn die Spannungsversorgung schwingt, kann 
dir das (gleich wie zu hohe GPIO Spannungen) interen Schutzstrukturen 
triggern und dein Chip latched.

Deine Fehlerbild passt durchaus zu einem EOS Schaden. Also halte dich an 
das Datenblatt und achte darauf, dass der Chip nicht über einen IO-Pin 
"fremdversorgt" wird oder zu viel Spannung sieht.
https://esp32.com/viewtopic.php?t=877

wie schon geschrieben wurde:
zweites Netzteil weg, bzw. (Schottky)Diode ergänzen, damit der ESP 
sicher eine Versorgungsspannung hat, wenn an den IOs Spannung anliegt.
Levelshifter &| Schutzwiderstand

von Rico S. (fullmetalrico)


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my2ct schrieb:
> Dein Schaltplan ist ein ziemliches Wirrwarr.
> Übersichtlicher wird es, wenn die Spannungen von oben nach unten
> sortiert dargestellt werden und der Signalfluss von links nach rechts.

Wenn ich nicht gerade Paint benutze sehen meine Schaltpläne für 
gewöhnlich auch besser aus :)

<> schrieb:
> zweites Netzteil weg, bzw. (Schottky)Diode ergänzen, damit der ESP
> sicher eine Versorgungsspannung hat, wenn an den IOs Spannung anliegt.
> Levelshifter &| Schutzwiderstand

M. K. schrieb:
> Erstmal alles sauber verkabeln und zwischen GPIO13 und LED String einen
> 330R einfügen.
> Die GPIOs dürfen max 12mA treiben. Nicht das noch was darüber kommt.
>
> Zwei Netzteile ist auch immer schlecht, weil die unterschiedlich schnell
> starten. Ohne strombegrenzenden Widerstand am GPIO könnte der dann in
> der Zeit die Leds Treiben, was dem GPIO nicht gefallen wird.
>
> Mess mal bei einem defekten ESP den GPIO13 mit dem Diodentester nach GND
> und 3V3 durch.
> Du solltest die Body Dioden der Pintreiber Mosfets messen können, aber
> keinen Kurzschluss.

Vielen Dank für die Hinweise. Ich werde morgen mit einem modifizierten 
Aufbau nochmal testen, ob ich es zum laufen bekomme ohne weitere Chips 
zu grillen.

von Mister A. (mratix)


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><> schrieb:
> otfalls kann mann auch die
> erste RGBW LED mit ca. 4V3 zu betreiben, dann stimmen die Signalpegel
> halbewgs zur Spezifikation...
> 
https://hackaday.com/2017/01/20/cheating-at-5v-ws2812-control-to-use-a-3-3v-data-line/
An gleiches habe ich auch gedacht :)
Gab es da nicht die gleiche Schematic, nur mit einem fetten 1000uF 
Tantal.

Rico S. schrieb:
> Der AMS1117 ist auf einer fertigen Platine und wird ins Steckbrett
> eingesteckt (kommt aus nem Arduino Bausatz).
Dann darf der Vout an den 3V3 Pin, statt Vin.

Welche Spannung steht denn jetzt am 3.3V Pin des ESP32 an? bzw. am 
GPIO13 high?

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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><> schrieb:
> ESP32 sind laut Datenblatt nicht 5V tolerant.
> Da gehört ... zumindest ein Angstwiderstand zwischen ESP32 und Din.

Wieso das denn?
Din ist ein Eingang am LED Streifen, da kommen keine 5V heraus.

Deiner Empfehlung bezüglich Level-Shifter stimme ich zu.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich denke, der Knackpunkt ist:

Rico S. schrieb:
> Der AMS1117 ist auf einer fertigen Platine und wird ins Steckbrett
> eingesteckt

M. K. schrieb:
> Wenn z.B. auf der GND Leitung zwischen AMS und ESP auch der LED Strom
> fliesst, kann es auf der GND Leitung einen Spannungsabfall geben, der
> sich auf die ESP Versorgung aufsummiert.
> Steckbretter haben auch oft schlechte Kontakte.

Zeige mal Fotos vom Aufbau. Ich möchte gerne alle Leitungen und 
Verbindungen der Stromversorgung sehen.

: Bearbeitet durch User
von M. K. (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Wieso das denn?
> Din ist ein Eingang am LED Streifen, da kommen keine 5V heraus.

Ungeschütze logig Pins über längere Strecken als wenige cm PCB Track in 
die Welt zu führen, ist meist eine schlechte Idee.

Es gibt parasitäte Strukturen in Halbleitern, die sehr unschöne Effekte 
auslösen können. z,B. https://de.wikipedia.org/wiki/Latch-Up-Effekt

Das alles kann man sich ersparen, wenn man einfach den Angswiderstand 
einfügt, der ganz nebenbei auch noch die HF Störungen der steilen 
Pegelanstiege bekämpft.
Lohnt nicht den Cent zu sparen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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M. K. schrieb:
> Ungeschützte logik Pins über längere Strecken ... in
> die Welt zu führen, ist meist eine schlechte Idee.
> Lohnt nicht den Cent zu sparen.

Das sehe ich auch so. Und zwar unabhängig von der 3,3V versus 5V 
Thematik.

von M. K. (Gast)


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Rico S. schrieb:
> Vielen Dank für die Hinweise. Ich werde morgen mit einem modifizierten
> Aufbau nochmal testen, ob ich es zum laufen bekomme ohne weitere Chips
> zu grillen.

Fang mal mit der Messung am defekten ESP an.
Immer weiter zu machen und weiter zu grillen weil man das Problem nicht 
verstanden hat ist nicht die klägste Variante.

Zeig aussagekräftige Bilder vom Aufbau der Probleme macht, beherzige die 
Tipps die dann kommen und wenn dann alles mögliche abgeklärt ist, gehts 
weiter.

Du fährst doch auch nicht mit dem Auto so lange gegen die Wand, bis dann 
das Problem an den bremsen irgendwann nicht mehr da ist.
Das ist Technik, nicht Zauberei und Technik ist verstehbar wenn man da 
überlegt rangeht.
Nur weil der ESP billig ist, muss man ja nicht erst 20Stück himmeln.

von my2ct (Gast)


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Rico S. schrieb:
> my2ct schrieb:
>> Dein Schaltplan ist ein ziemliches Wirrwarr.
>> Übersichtlicher wird es, wenn die Spannungen von oben nach unten
>> sortiert dargestellt werden und der Signalfluss von links nach rechts.
>
> Wenn ich nicht gerade Paint benutze sehen meine Schaltpläne für
> gewöhnlich auch besser aus :)

Was hat das Programm mit der Anordnung der Baugruppen/Signale zu tun?

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Din ist ein Eingang am LED Streifen, da kommen keine 5V heraus.

Pullup-Widerstand?

von Rico S. (fullmetalrico)


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Hi Leute da bin ich wieder nach leichter Verzögerung.

Ich habe mich jetzt nach der neuen Lieferung der Chips noch einmal ran 
gewagt und den Aufbau erst einmal umgebaut.

Als erstes habe ich alles abgebaut, außer dem großen Netzteil und den 
AMS Aufbau durch einen NodeMCU Chip getauscht auf dem bereits alles 
nötige verbaut ist inklusive eines AMS1117.

Dann nur per USB Kabel an den PC angeschlossen und den Netzteil V- über 
das Breadboard an GND vom NodeMCU. Kein LED Streifen oder irgendwelche 
andere Logik. An keinem der Pins vom ESP ist etwas angeschlossen, auch 
kein LED Streifen.

Jetzt zum neuen Problem:
Wenn ich bei eingeschaltetem Netzteil und PC + angeschlossenem ESP jetzt 
auf den ESP zugreife ist alles super. Sobald ich aber das Netzteil 
abschalte über einen Wippschalter oder den Stecker komplett ziehe und 
dann das Netzteil erneut anschließe verliere ich die Verbindung zum ESP 
und muss das USB Kabel ziehen und erneut anstecken. Dann geht aber alles 
wieder und es geht auch nichts kaputt. Ich würde ich ersten Moment 
vermuten, dass es sich hierbei um Ausgleichsladungen zwischen PC GND und 
Netzteil GND handelt, allerdings sind ja beide Geräte an der Selben 
Steckerleiste und beide haben einen PE.

Wenn ich das Netzteil eingeschaltet lasse und GND im laufenden Betrieb 
verbinde funktioniert alles problemlos.

Zudem habe ich einen neuen Aufbau gestartet und mithilfe von 
Logik-Shifter, Widerstand am GPIO und mit nur einem Netzteil wieder 
einen LED Streifen in Betrieb genommen und da geht jetzt auch alles.

Bei dem einen LED Streifen habe ich auch bemerkt, dass GND und Din 
kurzgeschlossen waren, das wird wohl auch ein Problem gewesen sein.

Wenn ich den ESP fertig programmiere und dann alles über das eine 
Netzteil laufen lasse sollte dann hoffentlich jetzt alles funktionieren. 
Seltsam ist das ganze jedoch trotzdem.

Vielen Dank nochmal an die ganzen hilfreichen Tipps.

LG,
Rico

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Rico S. schrieb:
> Wenn ich das Netzteil eingeschaltet lasse und GND im laufenden Betrieb
> verbinde funktioniert alles problemlos.

Aua!

GND sollte man niemals irgendwo im laufenden Betrieb unterbrechen, weil 
sich alle Spannungen auf GND beziehen.

Rico S. schrieb:
> Bei dem einen LED Streifen habe ich auch bemerkt, dass GND und Din
> kurzgeschlossen waren,

Das fällt dir aber spät auf. Der kann ja nie funktioniert haben!

: Bearbeitet durch User
von Rico S. (fullmetalrico)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> GND sollte man niemals irgendwo im laufenden Betrieb unterbrechen, weil
> sich alle Spannungen auf GND beziehen.

Ja ist nicht optimal ich weiß, aber es funktioniert halt ... soll ja 
auch kein Dauerzustand sein

> Das fällt dir aber spät auf. Der kann ja nie funktioniert haben!

Der erste LED Streifen den ich genutzt habe wurde ja aus meinem 
laufenden Projekt ausgebaut, hat also zu 99.9% vorher funktioniert.

Ich habe nach den letzten Versuchen einfach zur Sicherheit alle LED 
Streifen durch gemessen, um die Fehlerquelle auch ausschließen zu 
können.

von Rico S. (fullmetalrico)


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Rico S. schrieb:
> Jetzt zum neuen Problem:
> Wenn ich bei eingeschaltetem Netzteil und PC + angeschlossenem ESP jetzt
> auf den ESP zugreife ist alles super. Sobald ich aber das Netzteil
> abschalte über einen Wippschalter oder den Stecker komplett ziehe und
> dann das Netzteil erneut anschließe verliere ich die Verbindung zum ESP
> und muss das USB Kabel ziehen und erneut anstecken.

Ich habe eben mal den bootloader des ESP neu geflasht und auf einmal 
funktioniert alles problemlos und ich muss GND nicht mehr im Betrieb 
umstecken ...

Dieses Projekt treibt mich noch in den Wahnsinn :)

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Rico S. schrieb:
> Ich habe eben mal den bootloader des ESP neu geflasht

Glaube ich dir nicht. Der Bootloader ist unveränderlich. Vermutlich hast 
du das Programm hochgeladen.

von malsehen (Gast)


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Rico S. schrieb:
> Jetzt zum neuen Problem:
...

Jede Katastrophe beginnt mit einer Vermutung!

von Rico S. (fullmetalrico)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Rico S. schrieb:
>> Ich habe eben mal den bootloader des ESP neu geflasht
>
> Glaube ich dir nicht. Der Bootloader ist unveränderlich. Vermutlich hast
> du das Programm hochgeladen.

Ne, ich hab über das esptool mit der original Firmware von espressif den 
bootloader neu geflasht mit der bootloader.bin :)

Und nein, die ist nicht unveränderlich
(Wenn es jemand besser weiß, soll er mich gerne eines besseren belehren)

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Rico S. schrieb:
> Ne, ich hab über das esptool mit der original Firmware von espressif den
> bootloader neu geflasht mit der bootloader.bin

Es gibt zwei Bootloader: einen unveränderlichen im ROM, und einen 
zweiten veränderlichen im Flash. Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass 
der zweite auch Bootloader heißt, sonst hätte ich mich klarer 
ausgedrückt.

Beim Firmware-Upgrade via seriellem Port kommt der Bootloader im ROM zum 
Einsatz. Deswegen kann man den Chip immer retten, egal wie viel Müll im 
Flash steht.

Der Bootvorgang des ESP32 funktioniert mehrstufig ähnlich einem PC (BIOS 
-> Grub -> Linux):

Beim Reset startet zuerst der interne unveränderliche Bootloader aus dem 
ROM. Er kann die Firmware von unterschiedlichen Quellen laden, je nach 
Beschaltung der I/O Pins. In deinem Fall lädt er sie vom Flash Speicher.

Innerhalb des Flash befindet sich der Einstiegspunkt an Adresse 0x1000, 
dort hast du bootloader.bin hin geladen. Dieses kleine Programm liest 
die Partitionstabelle und entscheidet, welches Anwendungsprogramm 
starten soll.

Das Anwendungsprogramm ist z.B. die AT-Firmware esp-at.bin, oder dein 
Arduino Sketch.

https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/latest/esp32/api-guides/partition-tables.html
https://docs.espressif.com/projects/esp-at/en/latest/Get_Started/Downloading_guide.html
https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/latest/esp32/api-guides/bootloader.html

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von Udo S. (urschmitt)


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Rico S. schrieb:
> Ich habe mich jetzt nach der neuen Lieferung der Chips noch einmal ran
> gewagt und den Aufbau erst einmal umgebaut.
> ...

Das erste und größte Problem ist dass du keinen Schalt und 
Verdrahtungsplan hast.
Den machst du nicht um ihn uns zu zeigen. Den machst du um zu wissen was 
du tust. Für DICH!

Und dass du Jahrelang keinen Stift und Papier benutzt hast ist keine 
Leistung, sondern das Manko hier. Denn nichts geht schneller als eine 
Skizze auf Papier. Und die hilft einem selbst Fehler schon im Ansatz zu 
erkennen.
Vor allem auch wenn man schnell mal was rechnet bzw. überschlägt.

von Rico S. (fullmetalrico)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Innerhalb des Flash befindet sich der Einstiegspunkt an Adresse 0x1000,
> dort hast du bootloader.bin hin geladen. Dieses kleine Programm liest
> die Partitionstabelle und entscheidet, welches Anwendungsprogramm
> starten soll.

Genau so hab ich das auch verstanden, dann sind wir uns ja einig und 
hatten beide irgendwie recht :)

Udo S. schrieb:
> Und dass du Jahrelang keinen Stift und Papier benutzt hast ist keine
> Leistung, sondern das Manko hier.

Ich hatte nirgends behauptet, dass das eine Leistung ist. Und übrigens, 
nur weil man keinen Stift und Papier nutzt kann man trotzdem auch eben 
schnell digital Skizzen auf einem Touchscreen machen mit Stylus ;)
Ich werde bei der nächsten Frage direkt nen Schaltplan mitgeben und gut 
ist.

Da mein Problem sich ja jetzt scheinbar auch dank eurer Hilfe erledigt 
hat ist ja alles top, vielen Dank dafür nochmal, besonders an Stefan und 
M.K..

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Rico S. schrieb:
> nur weil man keinen Stift und Papier nutzt kann man trotzdem auch eben
> schnell digital Skizzen auf einem Touchscreen machen mit Stylus ;)

Das würde für mich auch unter den altmodischen Begriff "Papier und 
Bleistift" fallen.

> Ich werde bei der nächsten Frage direkt einen
> Schaltplan mitgeben und gut ist.

Das wäre auch jeden Fall besser, es vermeidet falsche Vermutungen 
aufgrund fehlender Infos.

: Bearbeitet durch User

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