Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug 3D Drucker "Ender 3 Pro" vs "Sidewinder X1" vs euer Vorschlag


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von Chris (Gast)


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Moin zusammen,

wollte mich mal ein bisschen mit 3D Druck beschäftigen, leider kenne ich 
niemanden mit 3D Drucker. Somit bin ich ein bisschen geprägt von 
"Influencern" :)

Hatte zunächst den Creality Ender 3 Pro ins Auge gefasst, günstig, weit 
verbreitet und vom Ergebnis scheinbar gar nicht so schlecht. Allerdings 
wird ja die ein oder andere Verbesserung schon beinahe als "Must Have" 
empfohlen.

Je mehr ich mich damit beschäftigt und mein Gebiet potentieller 
Anwendungen ausgeweitet habe bin ich auch noch auf den gerne gelobten 
Artillery Sidewinder X1 gestoßen. Der ist zwar doppelt so teuer, was mir 
aber gefällt:

- auch geeignet für flexibles Filament
- deutlich größerer Druckraum (Höhe wird wohl seltenst benötigt werden, 
Fläche ggf. schon mal)
- Verbesserungen zu Anfang kann man sich wohl erstmal sparen (einmal ein 
China-Gadget, an dem man nicht erstmal basteln muss wäre toll)
- ... und wenn man empfohlene Verbesserungen des Ender 3 Pro einrechnet 
ist der Preisunterschied dann doch schon etwas zusammengeschrumpft

Wie seht ihr das, die ihr vielleicht beide Drucker kennt? Hält der SW-X1 
was versprochen wird. Gibt es abseits dieser beiden vielleicht weitere 
unbedingte Preis/Leistungs-Empfehlungen in dem Segment?

von Johannes S. (jojos)


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Zum Ender kann ich nichts sagen, aber den X1 habe ich. Out of the box 
wird nur der Beispielwürfel gut gedruckt, der hat zB idealerweise runde 
Kanten.
Vergiss die Jubelorgien der YouTuber, es gibt mittlerweile mehr 
Umbauanleitungen damit der ordentlich druckt als positive Kritiken.
Heizbett, min. X und Z Achse sind große Schwachpunkte die viele und ich 
auch umgebaut haben.

von der nixwois (Gast)


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Ich habe den X1 auch!

Habe nach einer weile den Umbau für den 2 Endschalter der Z-Achse
durchgeführt! Also den Zahnriehmen für die Synchrone Z-Ache 
rausgeschmiessen.

Zu Anfang sollte man sich gleich einen Stabilisator für,
das Kabelband, an der X-Achse ausdrucken.
Sonst gibts irgendwann Aussetzer wegen Temperatur am HOT-End!

Dann habe ich die Glasplatte gegen ein Aluguß-Druckplatte getauscht!


Der Senkrechte aufgebauter Rahmen sollte auch noch Stabilisiert werden.

von Johannes S. (jojos)


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ich kann das Forum https://drucktipps3d.de/forum/ empfehlen, da gibt es 
auch ein Unterforum 'Kaufberatung' sowie Diskussionen zu einzelnen 
Modellen. Zu Creality und Artillery findet man da eine Menge.
Im redaktionellen Teil von drucktipps3d.de sind viele Tests, da werden 
aber meist gesponsorte Geräte getestet.

von Chris (Gast)


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OK Danke.
Gibt es denn in diesen Preislagen etwas Vielversprechenderes mit 
Direktextruder und zumindest annähernd so großem Bauraum?

Kleinere Korrekturen und Einstellarbeiten sind das Eine aber wenn ich 
dann Ersatz- und Zubehörteile aus China nebst der dazugehörigen Geduld 
brauche vergeht mir doch ein wenig die Lust.

von Johannes S. (jojos)


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gerade bei grossem Bauraum kommt es auf präzise Mechanik an, und da 
rächt sich die Verwendung billiger Bauteile. Der Aufwand steigt eher 
exponentiell mit dem Bauraum, zum Einstieg würde ich daher eher zu 
kleineren Druckern raten. Ansonsten ist der CR10, der mittlerweile auch 
deutlich weiter verbessert wurde, vielleicht noch eine Alternative. Aber 
wie geschrieben, lese dich durch die Kaufberatung im genannten Forum. 
Die ganzen Tipps basieren sehr auf persönlicher Erfahrung und zu jeder 
Empfehlung gibt es mindestens einen der dir davon abrät.
Genauso könntest du hier nach der richtigen Programmiersprache oder IDE 
fragen...
Den Direktextruder am X1 finde ich übrigens auch gut, ermöglicht TPU und 
auch Filamentwechsel sind extrem einfach, sicher und schnell. Nachteil 
ist wieder mehr bewegte Masse was zu ghosting führt. Und mit den 
billigen Rollen auf Aluprofil keine gute Konstruktion. Es muss stramm 
eingestellt werden damit nix wackelt, sonst gibt es Versatz bei den 
Lagen. Die stramme Einstellung führte bei mir aber zu viel Abrieb, und 
der hat sich auf den Rollen als Pickel festgesetzt. Damit hat der 
Druckkopf Nickbewegungen gemacht und das führt auch wieder zu Versatz in 
geraden X-Strecken. Umbau auf Linearschiene war eine der ersten 
Massnahmen.

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> wollte mich mal ein bisschen mit 3D Druck beschäftigen, leider kenne ich
> niemanden mit 3D Drucker.

Die aktuelle Stiftung Warentest hat 3D-drucker getestet....

Olaf

von Chris (Gast)


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Nunja, Druckbett krumm, nicht steif genug, Flachbandkabel Mist und dann 
noch Umbau auf Linearführung?
Das klingt ein bisschen so als wäre es sinnvoller sich eine 
Portalmechanik selber zu bauen, einen guten Extruder fertig zu kaufen 
und eine Open Source-Steuerung einzusetzen. Leider nur gerade keine Zeit 
dafür.

Hattest du dir vor dem Umbau mal Gedanken über bessere Rollen gemacht, 
da soll es ja scheinbar Unterschiede im Material geben.
Welche Art Linearführung hast du eingesetzt? Rund freitragend oder die 
richtig amtlichen mit Linearwägen.

Das andere Forum werde ich mir wohl auch noch näher ansehen müssen.

von Chris (Gast)


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Achso, CR-10: der hat ja inzwischen 2 Nachfolger. Interessanterweise 
sind die Preise nirgends so niedrig, wie in so mancher Vorstellung 
angegeben wird. Ob das jetzt an Covid19, dem bevorstehenden 11.11 oder 
sonstwas liegt - keine Ahnung.
Jedenfalls hat ja erst der V3 einen Direktextruder, der liegt aber 
preislich einfach nochmal ein deutliches Stück drüber (SW-X1 rund 340,-€ 
aus der EU)

von DoS (Gast)


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Ich kann den Ender empfehlen. Ein Werkstudent von mir hat den Ender 3 
und ist sehr zufrieden. Ich habe den Ender 5 mit Direktextruderumbau. 
Müsste ich mich noch einmal entscheiden müssen, würde ich den Ender 3 
kaufen, obwohl, beide Drucker gut sind.

von DoS (Gast)


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Ach so, ein Direktextruder ist eine bequeme Angelegenheit, aber wen man 
nur PLA und PETG druckt, gehtbdas auch ohne. Meinen Direktextruder habe 
ich gekauft, als ich TPE 70A drucken wollte. Das geht mit dem 
Bowden-Extruder nicht (ist wie der Versuch, eine Schnur zu schieben). Da 
braucht man eine DE und wenn möglich einen BMG-Extruder-Nachbau.
Nicht mehr missen wollte ich das Creality Glasbett. das ist echt klasse 
und ich habe auf dem auch Polypropylen (PP) gedruckt.
Es kommt immer darauf an, was du mit dem Drucker anstellen willst. Ich 
habe einen Vereinskolegen, der hat eine Prusa für 1000EUR. Nach einem 
halben Jahr hat er einen Ender 3 gekauft. Ergebnis: der Prusa ist 
genauer im Druck, aber der Ender macht ihm mehr Spaß und ist mit den 
Trinamic-Treibern deutlich leiser wie der Prusa (Gummirollen statt 
Linearführung).

von Johannes S. (jojos)


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Chris schrieb:
> Hattest du dir vor dem Umbau mal Gedanken über bessere Rollen gemacht,
> da soll es ja scheinbar Unterschiede im Material geben.
> Welche Art Linearführung hast du eingesetzt? Rund freitragend oder die
> richtig amtlichen mit Linearwägen.

ja, es gibt bessere PP Rollen, aber die fummelige Einstellung gefiel mir 
nicht und diese Rollen sind auch relativ teuer.
Den Umbau für die X-Achse habe ich genau so gemacht:
https://www.youtube.com/watch?v=tS-YK_HTMTA&t=469s
Die Lienearführung kostet ca. 30 €, auch ein China Teil. Die muss man 
nur ordentlich reinigen, dann laufen die ausreichend genau. Ich war auch 
erst skeptisch wegen der einseitigen Führung, aber das verkraften die 
Schienen locker. Es gibt andere Anleitungen mit Druckteil und zwei 
Schienen, ist aber aufwändiger. Die einfache Version kriegt man in 2 h 
hin, Bohrmaschine und nötiges Werkzeug vorrausgesetzt.
Weiterer Umbau war die Z-Achse: das ganze Gewicht der X-Achse liegt auf 
den zwei Z-Spindeln (gut das es schon zwei sind), und die drücken axial 
auf die Lager der Schrittmotore. Dafür sind die aber nicht ausgelegt und 
das hat viel Spiel. Ich habe die Achsen in Stehlagern die das besser 
tragen aufgehängt.
Den Extruder habe ich gelassen, die hochgelobten E3D sind ständig 
ausverkauft, das wäre noch mal eine größere Investition.
Über die Umbauten könnte ich noch mehr schreiben, habe auch einiges in 
dem genannten Forum mit Bildern beschrieben. Mittlerweile bin ich 
glücklich mit dem Drucker und ich kann remote einschalten, Druckdatei in 
Octoprint schieben und er legt los. Den Aufwand mit ABL treibe ich auch 
nicht, mit der besseren Z-Achse und besser platziertem Z-Sensor ist Z 
Null sehr gut reproduzierbar. Gerade der schlecht platziere Sensor hat 
vorher ständig andere Nullposition geliefert.

Ich habe vor Jahren einen Vellemann K8200 Bausatz zusammengesetzt und 
unzählige Stunden in die Verbesserungen gesteckt. Da dachte ich auch das 
es heute doch Drucker geben muss mit denen man sofort loslegen kann und 
wollte nicht wieder so eine Baustelle haben. Dem ist aber nicht so, die 
Drucker sind schon eine Minimalkonstruktion die möglichst günstig zu 
fertigen sind. Mit Ausnahme der >2 k€ Klasse vielleicht, da würde ich 
schon erwarten das nix mehr gebastelt werden muss. Aber an den Preis 
komme ich mit meinem X1 + Umbauten auch nicht ran.

: Bearbeitet durch User
von Christobal M. (c_m_1)


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Ich hab mir grade den Creality CR-6 SE als ablöse für meinen alten 
Drucker gekauft.
Der CR-6 dürfte wohl eine Weiterentwicklung des Ender 3 sein - 32 bit 
Board, leise (aber verlötete) Stepper Treiber, synchronisierte dual 
Z-Achsen, Auto-Bed leveling (3x3 Mesh) mit Wägezelle.

Ich habe bisher nur ein paar PETG Testdrucke gemacht, und bin bis jetzt 
zufrieden - vor allem das Auto Bed leveling ist eine feine Sache.

Das Druckbett ist eine ähnlich strukturierte Glasplatte wie bei meinem 
alten i3 Mega, und hat zumindest in Verbindung mit PETG sehr gute 
Hafteigenschaften (@80°C).
Zum "Sidewinder X1" kann ich nichts vergleichendes schreiben, da ich den 
Drucker nicht kenne.

von Johannes S. (jojos)


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Christobal M. schrieb:
> Ich hab mir grade den Creality CR-6 SE als ablöse für meinen alten
> Drucker gekauft.

der sieht auch sehr stattlich aus und man sieht die Erfahrung von 
Creality.

von Chris (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Weiterer Umbau war die Z-Achse: das ganze Gewicht der X-Achse liegt auf
> den zwei Z-Spindeln (gut das es schon zwei sind), und die drücken axial
> auf die Lager der Schrittmotore. Dafür sind die aber nicht ausgelegt und
> das hat viel Spiel. Ich habe die Achsen in Stehlagern die das besser
> tragen aufgehängt.

Das bringt ja gleich ein paar weitere Probleme mit sich. Ich nehme an 
die Halterungen für die Spindelmuttern mussten auch neu wegen 
verändertem Abstand zum Aluprofil? Hat denn da noch ein Stehlager 
zwischen Motor und Spindel gepasst und das Hotend kam dennoch noch bis 
zum Druckbett runter?

Würdest du im Nachhinein sagen solche Modifikationen lohnen sich oder 
lieber gleich mit ein paar vernünftigen Aluprofilen, 
China-Linearführungen, KGS und Lagerböcken sowie fertigem Extruder, 
Steuerung und Druckbett den Eigenbau wagen. Dann bekommt man das ganze 
auch gleich für wiederspenstigere Materialien, die einen geschützten und 
beheizten Druckraum brauchen, eingehaust. Ist bei Modifikation ja auch 
blöd, da man ja wahrscheinlich nicht unbedingt Steuerung und Treiber 
mitheizen will. Kostet halt Zeit. Für den Übergang und als Hilfsmittel 
dann doch den Ender 3 Pro oder V2.

von A. N. (bastelmaniac)


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Ich habe einen Sidewinder X1.

Der war im Auslieferungszustand heftig dejustiert. Das war nicht mit ein 
bisschen Räder besser auf das V-Profil klemmen erledigt. Ich musste den 
Drucker größtenteils auseinander bauen und neu zusammenbauen.

Seitdem druckt der aber hervorragend, ohne dass ich weiter aufgerüstet 
habe. Nach und nach kann ich mir das aber vorstellen, wenn 
Verschleißteile ersetzt werden müssen. Die Aluplatte ist m.E. nur 
notwendig, wenn man häufig sehr große Modelle mit eher schwierigem 
Material, also ABS oder so was, druckt.

von Johannes S. (jojos)


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Chris schrieb:
> Würdest du im Nachhinein sagen solche Modifikationen lohnen sich oder
> lieber gleich mit ein paar vernünftigen Aluprofilen,

das ist auch mehr Aufwand als man denkt und wenn man alles mit 
Versandkosten zusammenrechnet wird es auch nicht günstiger. Und einfach 
alles massiv bauen ist auch nicht die Lösung weil zu schwer und langsam. 
'Gewchwindigkeit brauche ich nicht, lieber genau und langsam' heisst es 
dann oft. Ja, aber lange kann bei großen Modellen richtig lange sein, 
1-2 Tage locker. Und entsprechend viel Zeit wo wieder was schief gehen 
kann. Also ein fertiger Drucker als halbwegs gute Basis ist schon nicht 
verkehrt.
Zum CR6-SE habe ich noch nichts gelesen, den gab es noch nicht als ich 
den X1 gekauft hatte. Den würde ich wirklich als Alternative ansehen, 
soviel Bauraum braucht man eher selten.

A. N. schrieb:
> Seitdem druckt der aber hervorragend, ohne dass ich weiter aufgerüstet
> habe.

Artillery hat den auch weiter verbessert, den aktuellen Stand kenne ich 
auch nicht. Aber es gibt reichlich Umbauanleitungen und unzufriedene 
User.
X und Y war bei mir auch nicht 90°, Kreise wurden oval, das ist mir auch 
erst spät aufgefallen.

von Frank G. (frank_g53)


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der nixwois schrieb:
> Sonst gibts irgendwann Aussetzer wegen Temperatur am HOT-End!

Kann ich bestätigen.
Erkannte das aber an den Lichtblitzen im Steckergehäuse, die durch 
Funkenüberschläge kamen.

Die Fixierung ausgedruckt und angeschraubt. Jetzt ist es gut.

Bin dennoch zufrieden mit dem Drucker.
Nutzte den hotsale bei Gearbest, kam für 318€ aus dem EU-Lager.

von Chris (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Die Lienearführung kostet ca. 30 €, auch ein China Teil

Frage jetzt hier nochmal, weil ich den Versuch noch nicht gewagt habe 
und es mich ja doch mal brennend interessiert:

Hälst du diese billigen China-Linearführungen so vom Eindruck her auch 
für geeignet für eine Holz-CNC-Fräse (Hobby aber kein labbriges Ding wie 
sondern schon ein bisschen mehr Zustellung in Buche + Birke MPX)

von Johannes S. (jojos)


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In Sachen Fräsen habe ich keine Erfahrung, halte die mgn15 aber für ein 
bisschen klein. Das werden andere hier besser wissen, oder in Foren wie 
Zerspanungsbude fragen.

von Horst G. (horst_g532)


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Chris schrieb:
> oder lieber gleich mit ein paar vernünftigen Aluprofilen,
> China-Linearführungen, KGS und Lagerböcken sowie fertigem Extruder,
> Steuerung und Druckbett den Eigenbau wagen.

Was willst du machen:
- willst du hobbymäßig drucken? Dann kaufe dir einen Drucker.
- willst du als Hobby 3D-Drucker bauen? Dann tue das.
- wenn du einfach nur drucken willst und keine Lust auf Gefrickel hast, 
kaufe dir einen Prusa oder eine Maschine für gewerblichen Einsatz. Ja, 
die Dinger kosten Geld, aber funktionieren einfach und tun das, was sie 
sollen, sehr gut.
- Wenn du ein wenig Basteln, auch als Teil des Lernprozesses, gut 
findest, hole dir einen Ender 3 (Pro) – lang bewährt, große Community, 
ausgereift, gutes Kosten/Nutzen-Verhältnis. Funktioniert auch out of the 
box, und du benötigst anfangs keine Modifikationen. Im Gegenteil: Sammle 
erst Erfahrung, um beurteilen zu können, welche Mods überhaupt sinnvoll 
sind und was du brauchst.

Da du keine Erfahrungen hast, gehe nicht davon aus, jetzt gleich die 
perfekte Maschine zu bauen/kaufen. Das Ganze ist ein Lernprozess.
Beginne mit Standardaufgaben, Drucken in PLA, lerne, und steigere dich 
dann. Plane nicht, innerhalb der nächsten vier Wochen die technisch 
anspruchsvollsten Materialien und Teile, die du finden kannst, drucken 
zu können – damit beschäftigen sich andernorts langjährige Experten, 
aber keine Anfänger.
Direktextruder und Linearführungen haben nicht nur Vorteile, sondern 
auch gravierende Nachteile; daher für den Einstieg preisgünstigen 
Drucker und lernen. In einem Jahr bist du dann bereit für deinen zweiten 
Drucker, bei dem du genau weißt, was du willst. Auch beim Selbstbau 
gilt, dass beim Zusammenwürfeln vermeintlich sehr guter Bauteile nicht 
zwingend ein guter Drucker herauskommt; Selbstbau braucht Erfahrung.

von Chris (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> In Sachen Fräsen habe ich keine Erfahrung, halte die mgn15 aber für ein
> bisschen klein. Das werden andere hier besser wissen, oder in Foren wie
> Zerspanungsbude fragen.

Ja die 15er sind sicher ein bisschen mickrig. Ging nur generell um die 
Teile, ob die nach dem Säubern ruckel- und spielfrei laufen.

von Chris (Gast)


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Horst G. schrieb:
> Was willst du machen:

Um ehrlich zu sein möchte ich drucken, aber auch nicht allzu viel Geld 
für so ein Ding ausgeben. So sehr mich der Bauraum des SW-X1 reizt denke 
ich gerade über den Ender-3 V2 nach, den es momentan für rund 190,-€ 
gibt uns an dem wahrscheinlich vorerst so ziemlich nichts mehr zu tun 
ist.

von Christobal M. (c_m_1)


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Chris schrieb:
> Horst G. schrieb:
>> Was willst du machen:
>
> Um ehrlich zu sein möchte ich drucken, aber auch nicht allzu viel Geld
> für so ein Ding ausgeben. So sehr mich der Bauraum des SW-X1 reizt denke
> ich gerade über den Ender-3 V2 nach, den es momentan für rund 190,-€
> gibt uns an dem wahrscheinlich vorerst so ziemlich nichts mehr zu tun
> ist.

Moin.
Wenn du wenig Geld ausgeben willst, bleib bei einem Drucker mit 
"kleinem" Druckraum (220*220* X).
Je grösser das Druckbett ist, desto mehr verzieht es sich beim 
aufheizen, und umso dringender wird ein Mesh Bed Leveling das eigentlich 
Sensorik braucht die den Drucker wieder teurer macht.
Das kann man zwar manuell machen, aber wenn du das manuell machen 
musst vergeht dir auch schnell wieder die Lust an der 3D Druckerei.

Was mich beim Ender-3 V2 abschreckt ist das er nur eine Z-Spindel hat... 
einerseits, andererseits geht das anscheinend.
Was du noch beachten solltest ist die trockene Lagerung des Filaments - 
bei Amazon gibts Silica Gel Perlen für ~12€/kg (Nicht die blauen kaufen 
wegen Cobalt).

von Bernd B. (bbrand)


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Hallo,

gleich vorweg: Ich bin hinsichtlich 3D-Druck absoluter Neuling.

Trotzdem möchte ich einen Kommentar zum Ender 3 Pro abgeben: Ich habe 
mir vor knapp 2 Wochen einen Anycubic i3 Mega S zugelegt. Der ist nicht 
nur günstiger als der Ender (173€, direkt von Anycubic bestellt und 
wurde in 2 Tagen geliefert) sondern scheint mir von der Konstruktion her 
auch deutlich stabiler zu sein. (Wiegt auch rund doppelt so viel).

Ich habe zwar bis jetzt ausser ein paar Experimenten nur ein kleines 
Gehäuse gedruckt, das war aber nahezu perfekt. Ich bin bisher sehr 
zufrieden.

Gruß,
Bernd

P.S.: Habe gerade gemerkt, dass der Preis für den Ender in Dollar 
angegeben war. Dann kommen sie wohl in etwa auf den gleichen Preis.

: Bearbeitet durch User
von O. H. (tkip)


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Andere Frage, wir verwenden den Ender 5 Plus.

Hin und wieder druckt er nicht, letztlich gab's das Problem dass das 
"Homing" Signal in der Mitte der Druckfläche aktiviert wurde. 
Mittlerweile schätze ich dass die Elektronik EMC Probleme hat und 
dadurch die drucke hin und wieder nicht starten.
Der Drucker an sich druckt zuverlässig.

Gibt es das Problem auch beim Ender 3 Pro?

von Chris (Gast)


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Moin,

nach einigem evaluieren stehen zwei Modelle zur Auswahl. Entweder der 
"Creality CR10s Pro V1" Oder der "Sovol SV01"

Beide gerne als absolut zuverlässige und von Beginn an relativ 
unkomplizierte Drucker beschrieben, an anderer Stelle tauchen dann doch 
wieder die Probleme auf.

Der Creality ist älter, bis auf schlechte Lüfter leiser, hat einen 
Bowden-Extruder und mehr Bauraum. Bis vor kurzem war er deutlich teurer 
(aktuell im Angebot für rund 350,-€ zu haben) als der Sovol es jemals 
war. Der Führung des Bettes würde ich gefühlt mehr Stabilität gegen 
Kippen (und dauerhaftes verstellen?) zutrauen.

Der Sovol hat halt den Direct Extruder, die bessere Amazon-Bewertung und 
man hat potentiell, weil man ihn auch auf Amazon bekommen kann, weniger 
Probleme, wenn halt doch mal was gar nicht passt. Viele würden aber 
sagen die Nachrüstung eines Silent-Boards ist beim Sovol Pflicht.

So spielen beide Geräte tageaktuell in einer vergleichbaren Preisklasse

Noch eine Idee wie ich zu einer Entscheidung finde? Münze werfen? :)

von Walter T. (nicolas)


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O. H. schrieb:
> Gibt es das Problem auch beim Ender 3 Pro?

Dazu kann ich nichts sagen, aber beim Ender 5 Pro ist bei mir das 
Problem in den 8 Monaten, seitdem ich ihn betreibe, nicht aufgetreten.

Besondere EMV-Empfindlichkeit habe ich beim Gerät auch noch nicht 
feststellen können, allerdings betreibe ich das Gerät auch nur per 
SD-Karte und ich habe auch nie gleichzeitig in der Werkstatt geschweißt 
(gleichzeitig Amateurfunk auf 2m/10m ist kein Problem).

Aber wir driften ins Off-Topic. Den TO scheint der Ender 5 nicht zu 
interessieren.

: Bearbeitet durch User
von bernte (Gast)


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guck dir mal den homers tevo tarantula an den gab es vor ein paar tagen 
noch für ca 150 euro, je nach lager und versandort bei den üblichen 
chinesischen verkäufern schwankt der preis extrem, je nach dem wo grad 
wieder platz benötigt wird

von bernte (Gast)


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bernte schrieb:
> guck dir mal den homers tevo tarantula an den gab es vor ein paar
> tagen
> noch für ca 150 euro, je nach lager und versandort bei den üblichen
> chinesischen verkäufern schwankt der preis extrem, je nach dem wo grad
> wieder platz benötigt wird

gibt davon schon zwei modelle:
RS unterscheidet sich von Pro wie folgt: AC-Heizbett  TMC2208  
Touchscreen  WLAN-Druck  Doppel-Leitspindel / 32-Bit-Mainboard

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