Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik was ist das für eine LED-Konstantstromquelle?


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von Germanter (Gast)


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Hallo an alle,

ich habe vor kurzem einen Thread gehabt bzgl. meiner defekten LED-Lampe, 
nun baue ich diese um mit einem Meanwell LED-Treiber und die Sache ist 
gegessen.

Nun habt mich dieses Thema LED-Konstantstromquelle aber mal gepackt und 
habe verschiedene Lösungen gefunden wies denn eigentlich gemacht wird.
Ich habe hier 2 kleine G9 LED´s mal aufgemacht um zu sehen wie es die 
großen Hersteller machen.

Die im Bild linke LED setzt auf Reihenschaltung. Rückseite ein 
Gleichrichter vom Typ MB10F und vorderseite ein Jfet mit passenden 
Widerstand um den Konstantstrom einzustellen - soweit ganz bekannt.

Die im Bild rechte LED ist mir von der Schaltung aber ein Rästel: Hier 
auch Reihenschaltung, Rückseite ein Gleichrichter Typ MB10F und 
vorderseite ein Kondensator + Widerstand parallel geschalten zwischen 
einer Phase und GND. (Siehe 2. Bild im Anhang)

Wie nennt sich so eine Schaltung und wie funktioniert diese als 
Konstantstrom?


Grüße
Germanter

von Audi10 (Gast)


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Wird ein "Kondensatornetzteil" sein. Allerdings wäre dann das Schema 
falsch gezeichnet. Kondensator und Widerstand müssten in Reihe zu den 
LEDs sein.

von Germanter (Gast)


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Hallo,

das Schema ist richtig aufgezeichnet. Die Leiterbahnen auf dem Pcb sind 
gut erkennbar habs unter dem Mikroskop nochmal überprüft ist genauso wie 
auf dem Schema abgebildet geschälten, ist mir ein Rätsel wie das Teil 
funktioniert...


Mfg

von Ingo W. (uebrig) Benutzerseite


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Sieht mir nach einer Greinacher-Verdopplerschaltung aus. Würde bedeuten, 
dass die Flussspannung aller LED deutlich über 320V liegt. und dürfte 
auf Grund des schmalen Stromflusswinkels auch arg flimmern.

von Achim S. (Gast)


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Germanter schrieb:
> das Schema ist richtig aufgezeichnet. Die Leiterbahnen auf dem Pcb sind
> gut erkennbar habs unter dem Mikroskop nochmal überprüft

überprüfe es noch ein weiteres mal. So, wie von dir gezeichnet, ergibt 
die Schaltung keinen Sinn. Mit der angehängten Modifikation wäre es die 
Standardschaltung (einfachste Version eines Kondensatornetzteils, bei 
dem alles weggelassen wurde, was weggelassen werden kann).
https://www.mikrocontroller.net/articles/LED-%22Birnen%22#Betrieb_von_Standard-LEDs_an_230V

von Audi10 (Gast)


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Ingo W. schrieb:
> Greinacher-Verdopplerschaltung

Mit einem einzelnen C über einer Diode? Eher nein. Ich glaube aber auch, 
dass in der Schaltung definitiv was falsch abgezeichnet wurde. Stimmen 
auch die Anschlüsse am Gleichrichter so wie du sie gezeichnet hast?

von K. S. (the_yrr)


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Germanter schrieb:
> Die im Bild linke LED setzt auf Reihenschaltung. Rückseite ein
> Gleichrichter vom Typ MB10F und vorderseite ein Jfet mit passenden
> Widerstand um den Konstantstrom einzustellen - soweit ganz bekannt.

Das ist zu 99% ein spezieller LED Treiber und kein JFet. Zur Anderen 
wurde schon alles gesagt.

von Germanter (Gast)


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Achim S. schrieb:
> überprüfe es noch ein weiteres mal. So, wie von dir gezeichnet, ergibt
> die Schaltung keinen Sinn.

Audi10 schrieb:
> Ich glaube aber auch,
> dass in der Schaltung definitiv was falsch abgezeichnet wurde. Stimmen
> auch die Anschlüsse am Gleichrichter so wie du sie gezeichnet hast?

Also ich habe es nochmal überprüft und komme immer noch zum gleichen 
Ergebnis...?! Hab sogar mal mit dem Multimeter durchgeprüft, so wie ich 
es gezeichnet habe...
Ein Bild im Anhang vom PCB mit eingezeichneter Leiterbahnführung.


LG
Germanter

von Achim S. (Gast)


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Germanter schrieb:
> Also ich habe es nochmal überprüft und komme immer noch zum gleichen
> Ergebnis...?! Hab sogar mal mit dem Multimeter durchgeprüft, so wie ich
> es gezeichnet habe...
> Ein Bild im Anhang vom PCB mit eingezeichneter Leiterbahnführung.

was du jetzt im Bild eingezeichnet hat entspricht nicht dem Schaltplan, 
den du im Eröffnungsthread gezeigt hast (dort gingen beide netzpins 
direkt auf den Gleichrichter, im Bild ist es nur noch ein netzpin).

in deinem neuen Bild ist nur noch eine Brücke zuviel (von via 2 nach via 
3)

von Jens G. (jensig)


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>was du jetzt im Bild eingezeichnet hat entspricht nicht dem Schaltplan,

So isses. Plötzlich ist selbst im neuen Bild die RC-Kompination in Reihe 
zw. Eingang und Gleichrichter. Im Schaltplan ist das nicht der Fall.
@TO: Noch mal prüfen und messen.
Und wenn da wirklich eine Brücke ist zw. Via 2+3, dann ist das 
vielleicht eine durchlegierte Diode im Gleichrichter ... (ging die Lampe 
überhaupt noch bis kurz vorm Zerlegen?)

von MaWin (Gast)


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Germanter schrieb:
> Also ich habe es nochmal überprüft und komme immer noch zum gleichen
> Ergebnis

Ich nicht. Ist doch eindeutig anders als dein erster Schaltplan, sondern 
entspricht dem von Achim vermuteten.

Eine schrecklich mit 100Hz flimmernde Lampe. Kopfschmerzlicht frei Haus.

von Germanter (Gast)


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Jens G. schrieb:
> So isses. Plötzlich ist selbst im neuen Bild die RC-Kompination in Reihe
> zw. Eingang und Gleichrichter. Im Schaltplan ist das nicht der Fall.
> @TO: Noch mal prüfen und messen.
> Und wenn da wirklich eine Brücke ist zw. Via 2+3, dann ist das
> vielleicht eine durchlegierte Diode im Gleichrichter ... (ging die Lampe
> überhaupt noch bis kurz vorm Zerlegen?)

Hups jetzt sehe ich es selbst.... ^^
Ok erwischt also, das was in meinem 2.Bild nun eingezeichnet ist stimmt, 
habs nochmal überprüft, mein Schaltplan hat einen Fehler gehabt.
Auf die Frage zur Funktionstüchtitkeit: die LED ist sogar noch neu 
gewesen, hab so viele davon rumliegen da wir viele Lampen im Haus haben 
die diese Birnen verwenden.


Lg

von Jens G. (jensig)


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>habs nochmal überprüft, mein Schaltplan hat einen Fehler gehabt.

Nicht nur einen, sondern zwei (im Foto mit den eingezeichneten 
Verbindungen). Denn warum soll da eine Brücke zwischen zwei Pins des 
Gleichrichters sein (VIA2+3)? Macht überhaupt keinen Sinn ...

von Germanter (Gast)


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Jens G. schrieb:
> Nicht nur einen, sondern zwei (im Foto mit den eingezeichneten
> Verbindungen). Denn warum soll da eine Brücke zwischen zwei Pins des
> Gleichrichters sein (VIA2+3)? Macht überhaupt keinen Sinn ...

Hab ich mir auch erst gedacht, Tatsache ist aber das diese Brücke 
wirklich da ist, optisch zu erkennen und Nachgemessen ebenfalls, der 
Sinn bleibt mir auch rätselhaft...


Lg

von Hp M. (nachtmix)


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Germanter schrieb:
> Denn warum soll da eine Brücke zwischen zwei Pins des
>> Gleichrichters sein (VIA2+3)?




Vielleicht hast du da einen Kurzschluss, z.B. eine defekte Diode im 
Gleichrichter, aber vermutlich  bist du beim Umdrehen und Messen nur mit 
den Vias und Diodenanschlüssen durcheinandergekommen.

An der Schaltung ist jedenfalls nichts geheimnisvolles:

Ich beziehe mich auf das linke Bild (vorn) und nenne mal den linken 
Steckkontakt L und den rechten N.

Am Gleichrichter sind unten die ~ Anschlüsse, links oben ist - und 
rechts oben +

N geht direkt zum Gleichrichter und L über die RC-Kombination. Via3 
dient nur dazu von der RC-Kombination auf die andere Seite zum 
Gleichrichter zu kommen.
Der 1M-Widerstand dient zum Entladen *) des Kondensators (0,5µF?).


Da die vordere Diodenreihe rechts direkt vom Pluspol des Gleichrichters 
gespeist wird, muss ihr linkes Ende mit Via1 auf die Rückseite gelangen 
um mit den dortigen Dioden hintereinandergeschaltet zu werden.
Die Diodenreihe der Rückseite wechselt an ihrem negativen Ende bei Via2 
wieder auf die Vorderseite und geht von dort zum Minuspol des 
Gleichrichters.




*) Das Entladen des Kondensators soll nicht nur vermeiden, dass man an 
den Anschlüssen der Lampe einen Schlag bekommt, wenn man sie im 
passenden Moment aus der Fassung gezogen hat, sondern vor allem um den 
Impulsstrom durch die LEDs zu reduzieren, falls der noch geladene 
Kondensator beim Einschalten auf  entgegengesetzte Polarität der 
Wechselspannung trifft.

von Forist (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Ich beziehe mich auf das linke Bild (vorn)

Ein Link wäre zu einfach?
Meinst du dieses:
Germanter schrieb:
> IMG_20201030_161758.jpg

von Jens G. (jensig)


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>Ein Link wäre zu einfach?

Und warum setzt Du keinen Link, wenn Du doch schon einen vermeintlichen 
Fehler bemängelst?

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