Forum: Offtopic Aliexpress, jetzt wird es ernst


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von Oliver S. (phetty)


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Lockdown ab 1.1.2021 wird allenthalben propagiert. Womit sollte man sich 
noch eindecken bevor der große Zollhammer kommt?
Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Steckverbinder?
Module, Sensoren, breadboard?
Kabel?
Bastelei wie Augen, Minikompasse oder so?

: Verschoben durch Moderator
von Oliver S. (oliverso)


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In dem Fall: Aluhüte

Der Warenverkehr von und nach England könnte für eine Weile etwas 
harzen, aber was für Lockdowns siehst du "allenthalben propagiert", die 
chinesichen Elektrokleinkram betreffen?

Oliver

von Ntldr -. (ntldr)


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Der "große Zollhammer" wurde verschoben. Das gilt jetzt erst ab 01.06.

Stand jetzt ist, dass das Ganze so wie bisher laufen soll, nur dass du 
dich beim Zoll registrieren kannst, um dann eine Rechnung über die 
Einfuhrumsatzsteuer zu erhalten. Bei den üblichen Chinawarenwerten wird 
das dann eben ein paar Cent teurer. Immernoch deutlich günstiger als 
hier in Deutschland zu kaufen.

Für mich wird das eher dazu führen, dass ich mehr aus China kaufen 
werde. Bisher verzichte ich noch teils darauf, wenn der Warenwert über 
25€ ist, weil ich wenig Lust habe zum Zoll zu fahren (auch wenn die 
Jungs hier top sind, meist nichts los und wenn doch mal gewartet werden 
musste gabs (pre-Corona) kostenlosen Kaffee, CE interessiert die auch 
weniger als einige Kollegen).

von Dirk K. (merciless)


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Oliver S. schrieb:
> Lockdown ab 1.1.2021 wird allenthalben propagiert. Womit sollte man sich
> noch eindecken bevor der große Zollhammer kommt?

Klopapier!

merciless

von Cyblord -. (cyblord)


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Oliver S. schrieb:
> Womit sollte man sich
> noch eindecken bevor der große Zollhammer kommt?
> Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Steckverbinder?
> Module, Sensoren, breadboard?
> Kabel?
> Bastelei wie Augen, Minikompasse oder so?

Unsinn. Da beim letzten Lockdown Hefewürfel knapp wurden, und sogar 
Wochen danach (als es schon wieder Klopapier in Hülle und Fülle gab) 
immer noch vergriffen waren, habe ich vor bei diesem Lockdown zum 
Hefewürfel-Paten aufzusteigen.
Ich habe vorsorglich 50.000 Hefewürfel (EK 46,20 EUR) geordert und baue 
gerade ein Vertriebsnetzwerk mit Zwischenhändlern, Dealern, und 
natürlich Typen fürs Grobe auf.

von Gerd E. (robberknight)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich habe vorsorglich 50.000 Hefewürfel (EK 46,20 EUR) geordert und baue
> gerade ein Vertriebsnetzwerk mit Zwischenhändlern, Dealern, und
> natürlich Typen fürs Grobe auf.

Sehr gute Idee!

Hast Du auch schon an Panzerkühlwagen gedacht um die bald so wertvolle 
Hefe zu Deinen Kunden zu bringen? Nicht daß Du noch Opfer von Heferaub 
auf offener Straße wirst.

von Dietmar S. (didi2)


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Ntldr -. schrieb:
> Der "große Zollhammer" wurde verschoben. Das gilt jetzt erst ab 01.06.
>
> Stand jetzt ist, dass das Ganze so wie bisher laufen soll, nur dass du
> dich beim Zoll registrieren kannst, um dann eine Rechnung über die
> Einfuhrumsatzsteuer zu erhalten. Bei den üblichen Chinawarenwerten wird
> das dann eben ein paar Cent teurer.

Ein paar Cent + 6 Euro.

Niemand holt Cent-Artikel beim Zoll ab. Und die Post verlangt für die 
Lieferung 6 Euro Auslagenpauschale, was dann laut diesem Bericht künftig 
für alle Sendungen gilt:
https://www.paketda.de/news-zollfreigrenze-22-euro-abgeschafft.html
https://www.paketda.de/news-6-euro-verzollung.html

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerd E. schrieb:
> Hast Du auch schon an Panzerkühlwagen gedacht um die bald so wertvolle
> Hefe zu Deinen Kunden zu bringen? Nicht daß Du noch Opfer von Heferaub
> auf offener Straße wirst.

Das kann passieren. Ich rechne mit regelrechten Hefe-Kriegen zwischen 
rivalisierenden Kartellen.

von (prx) A. K. (prx)


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Für Alis ernst würde es dabei:
"Amazon & Co. sollen für gefährliche Produkte von Händlern haften"
https://www.heise.de/news/Amazon-Co-sollen-fuer-gefaehrliche-Produkte-von-Haendlern-haften-4931771.html

von Marek N. (bruderm)


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Du musst die Hefe aber blau einfärben, quasi als Qualitätsmerkmal.

von Mathias A. (mrdelphi)


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Dietmar S. schrieb:
> Ein paar Cent + 6 Euro.

Dachte gerade das mit den 6 Euro fällt dann weg...und steht so auch in 
dem einen verlinkten Artikel:

> Neu ab 2021: Privatkunden werden ihre Auslandspakete digital beim Zoll anmelden 
können. Dann entfällt die Abfertigung via Deutsche Post DHL und man spart sich die 
Auslagepauschale.

Oder?

von Stephan S. (uxdx)


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Ich habe schon seit Jahren eine EORI-Nummer, damit fällt die 
Dienstleistung bei der Post/DHL/UPS etc auch weg und ich wickle direkt 
mit dem Zoll ab.

Eine EORI-Nummer bekommt man auch als Privatperson.

von Kurt A. (hobbyst)


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Cyblord -. schrieb:
> Da beim letzten Lockdown Hefewürfel knapp wurden, und sogar Wochen
> danach (als es schon wieder Klopapier in Hülle und Fülle gab) immer noch
> vergriffen waren,

Da hatte ich keine Probleme Ich habe Bekannte die arbeiten einer 
Hefefabrik.

von Helmut -. (dc3yc)


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Kurt A. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Da beim letzten Lockdown Hefewürfel knapp wurden, und sogar Wochen
>> danach (als es schon wieder Klopapier in Hülle und Fülle gab) immer noch
>> vergriffen waren,

Ich trinke Hefeweizen. Da kann ich dann wählen: nehme ich den Hefesatz 
zum Backen oder gebe ich die Hefe ins Bier und trinke sie. Denn Hefe 
macht ja bekanntlich schön ;)

von Dietmar S. (didi2)


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Mathias A. schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> Ein paar Cent + 6 Euro.
>
> Dachte gerade das mit den 6 Euro fällt dann weg...und steht so auch in
> dem einen verlinkten Artikel:
>
>> Neu ab 2021: Privatkunden werden ihre Auslandspakete digital beim Zoll anmelden
> können. Dann entfällt die Abfertigung via Deutsche Post DHL und man spart sich 
die
> Auslagepauschale.
>
> Oder?

Ah danke, jetzt sehe ich es auch. Ich hatte nur den ersten Artikel 
aufmerksam gelesen, den zweiten mehr überflogen. Dann bin ich ja 
beruhigt.

Dann zur Vollständigkeit noch dieser Artikel:
https://www.paketda.de/news-zoll-paket-anmelden-privatkunden.html

: Bearbeitet durch User
von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Dietmar S. schrieb:
> Dann zur Vollständigkeit noch dieser Artikel:
> https://www.paketda.de/news-zoll-paket-anmelden-privatkunden.html

ziemlich mies - das heißt dann auch für Beträge unter 22 Euro gilt diese 
Anmeldung ebenfalls, die ist nämlich nicht davon ausgenommen.
War schon klar, das so etwas kommen würde ... bravo, so behindert man 
den Handel :(

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Mathias A. schrieb:
> Dachte gerade das mit den 6 Euro fällt dann weg...und steht so auch in
> dem einen verlinkten Artikel:
>
>> Neu ab 2021: Privatkunden werden ihre Auslandspakete digital beim Zoll anmelden
> können. Dann entfällt die Abfertigung via Deutsche Post DHL und man
> spart sich die
> Auslagepauschale.
>
> Oder?

genau andersherum - wenn Du Deine 1,50 Euro China-Direktbestellung nicht 
beim Zoll anmeldest, kommen einfach 6 Euro als Gebühr dazu ... so kann 
man auch Geld machen ):

PS: nicht bei jedem liegt das Zollamt vor der Haustür ):

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Danke übrigens für die Negativbewertung, lieber Spaßvogel :p

von Ralf X. (ralf0815)


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Robert K. schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> Dann zur Vollständigkeit noch dieser Artikel:
>> https://www.paketda.de/news-zoll-paket-anmelden-privatkunden.html
>
> ziemlich mies - das heißt dann auch für Beträge unter 22 Euro gilt diese
> Anmeldung ebenfalls, die ist nämlich nicht davon ausgenommen.
> War schon klar, das so etwas kommen würde ... bravo, so behindert man
> den Handel :(

Es ist ja nicht nur die MwSt/USt, mit der die böse Politik den Handel 
behindert.
Was ist mit den Unternehmenssteuern/Einkommensteuern, Gewerbesteuern, 
Mindestlohn, Begrenzung der Arbeitszeit, Feiertage, Gewährleistung, 
Sicherheitsbestimmungen, usw...
Ganz schlimme Sache..

von H-G S. (haenschen)


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Robert K. schrieb:
> genau andersherum - wenn Du Deine 1,50 Euro China-Direktbestellung nicht
> beim Zoll anmeldest, kommen einfach 6 Euro als Gebühr dazu ... so kann
> man auch Geld machen ):

Wie ermitteln die den korrekten Warenwert ?

von A. O. (a-o)


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Ralf X. schrieb:
> Es ist ja nicht nur die MwSt/USt, mit der die böse Politik den Handel
> behindert.
> Was ist mit den Unternehmenssteuern/Einkommensteuern, Gewerbesteuern,
> Mindestlohn, Begrenzung der Arbeitszeit, Feiertage, Gewährleistung,
> Sicherheitsbestimmungen, usw...
> Ganz schlimme Sache..
Meinst du wirklich, es wird künftig noch einen ernstzunehmenden Handels- 
und Produktionsumfang im Inland geben, wenn der derzeitige idiotische 
Zirkus mal endlich rum sein sollte? Ob dann noch derartige "... ganz 
schlimme Sachen ..." ins Gewicht fallen werden bleibt abzuwarten.
Wie man vernehmen kann, stabilisiert sich der chinesische Binnenmarkt 
gerade wieder. Allerdings merken sie dort nun auch, daß ihnen sämtliche 
Außenmärkte weggebrochen sind. Unserer löst sich gerade zusehends in 
Qualm auf.

H-G S. schrieb:
> Wie ermitteln die den korrekten Warenwert ?
Natürlich sehr großzügig, denn die Politik braucht den Zunder.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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H-G S. schrieb:
> Wie ermitteln die den korrekten Warenwert ?

wenn die Zollfreigrenze von 22 Euro flach fällt, muß man bei jeder 
Klein-Klein-Bestellung das Formular ausfüllen ... und wehe es passiert 
mal ein Fehler, dann kassiert die Post +6 Euro.
Anhand einer Stichprobe kann man natürlich auch den Warenwert 
überprüfen, wenn dem Zoll das Formular unehrlich vorkommt, etc.
Du kannst davon ausgehen, daß gerade private Kleinbesteller ab Juli 2021 
Probleme haben werden - gegen die ist das gerichtet ... die großen 
gewerblichen Besteller hingegen nicht - für die ist das sehr gut, die 
können jetzt 200% Aufschlag besser wahrnehmen.
Größer 22 Euro gelten die Zolleinfuhrbestimmungen sowieso - d.h. da 
fällt dann immer Zoll, Einfuhrumsatz, etc. an.
So kann man einem das Hobby auch vermiesen.

von Dieter W. (dds5)


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Robert K. schrieb:
> So kann man einem das Hobby auch vermiesen.

Wieso? Ist einkaufen in China dein Hobby?

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Dieter W. schrieb:
> Wieso? Ist einkaufen in China dein Hobby?
elektronische Bauteile sind da nun mal preiswerter - warum soll ich denn 
200% Aufschlag zahlen?

von Ralf X. (ralf0815)


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Robert K. schrieb:
> Dieter W. schrieb:
>> Wieso? Ist einkaufen in China dein Hobby?
> elektronische Bauteile sind da nun mal preiswerter - warum soll ich denn
> 200% Aufschlag zahlen?

Wer hindert Dich denn daran, weiterhin in China einzukaufen und nur die 
16/19% Aufschlag zu bezahlen?

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Ralf X. schrieb:
> Wer hindert Dich denn daran, weiterhin in China einzukaufen und nur die
> 16/19% Aufschlag zu bezahlen?

Ganz einfach: Wegfall der Zollfreigrenze ... d.h. ich muß ab Juli 2021 
für z.B. 1,50 Euro Warenwert dieses Formular ausfüllen ): Sonst kostet 
es satte 6 Euro Aufschlag pro Bestellung.
Das ist doch reine Schikane und noch dazu ein Bürokratiemonster!

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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(prx) A. K. schrieb:
> Für Alis ernst würde es dabei:
> "Amazon & Co. sollen für gefährliche Produkte von Händlern haften"
> 
https://www.heise.de/news/Amazon-Co-sollen-fuer-gefaehrliche-Produkte-von-Haendlern-haften-4931771.html

Da wird nichts ernst.

Heute:

Viel Spaß beim Verklagen eines kleinen chinesischen Händlers in China.

Dann, falls es kommt:

Viel Spaß beim Verklagen eines chinesischen Milliardenkonzerns in China.

von (prx) A. K. (prx)


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Robert K. schrieb:
> bravo, so behindert man den Handel :(

Nur wen du aufgrund des horrende Aufwands und der unbezahlbaren MwSt auf 
den Kauf verzichtest. Andernfalls behindert man lediglich 
Steuervermeidung, und die Benachteiligung deutscher Händler gegenüber 
chinesischen.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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H-G S. schrieb:
> Wie ermitteln die den korrekten Warenwert ?

Der Zoll hat die Möglichkeit selbst zu recherchieren.
Aber wenn der Wert plausibel dargelegt werden kann spart er sich die 
Mühe.

Plausibel darlegen heißt bei meinem Zoll: eine auf Papier ausgedruckte 
Rechnung und ein ebenso ausgedruckter Zahlungsbeleg, z.B. von Paypal, 
aus dem Online-Banking oder Kreditkartenabrechnung. E-Mails auf dem 
Handy zeigen reicht nicht.

Natürlich ließe sich das beliebig manipulieren und ich habe mal explizit 
nachgefragt, wieso er es ausgedruckt glaubt, online aber nicht :-)
Konnte er nicht sagen, hat aber behauptet: das zu glauben wäre schon 
Entgegenkommen von seiner Seite. Die Alternative wäre, dass er den Wert 
selbst recherchiert.

Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen finde ich im übrigen nicht schlimm, das 
ist nur fair gegenüber den hiesigen Verkäufern.
Was mich mehr am Zoll stört ist deren arrogantes Auftreten und dass sie 
sich auch schon mal geweigert haben, mir Ware auszuhändigen.
Dass man Zoll auch auf die Versandkosten bezahlt finde ich auch komisch.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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(prx) A. K. schrieb:
> Nur wen du aufgrund des horrende Aufwands und der unbezahlbaren MwSt auf
> den Kauf verzichtest. Andernfalls behindert man lediglich
> Steuervermeidung, und die Benachteiligung deutscher Händler gegenüber
> chinesischen.
Das ist absoluter Unsinn - es gab 'immer' eine Zollfreigrenze - IMMER 
und jetzt schafft man sie unter einem Vorwand ab, um natürlich 
Hobbyisten, etc. rauszukicken und auch das letzte Quentchen 
Steuerfreiheit abzusaugen ... das ist einfach nur erbärmlich!
Es geht auch nicht allein um den Aufwand, sondern auch um die Drohung - 
wenn Formular weg, etc. dann einfach +6 Euro ... das ist unverschämt.

von (prx) A. K. (prx)


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Tilo R. schrieb:
> Dass man Zoll auch auf die Versandkosten bezahlt finde ich auch komisch.

Wirklich Zoll, oder doch eher die EUSt? Innerdeutscher Versand ist nicht 
steuerbefreit, weshalb sollte es internationaler Versand sein?

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Tilo R. schrieb:
>> Dass man Zoll auch auf die Versandkosten bezahlt finde ich auch komisch.
>
> Wirklich Zoll, oder doch eher die EUSt? Innerdeutscher Versand ist nicht
> steuerbefreit, weshalb sollte es internationaler Versand sein?

Du hast recht, EUSt. Insofern - wie du schreibst - ist das ok.

von (prx) A. K. (prx)


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Robert K. schrieb:
> Das ist absoluter Unsinn - es gab 'immer' eine Zollfreigrenze - IMMER

Und sie war genau genommen noch nie fair. Nur spielte das aufgrund des 
geringen Gesamtvolumens vor 50 Jahren noch keine nennenswerte Rolle, 
zudem wäre der Aufwand grösser als der Ertrag gewesen.

Heute ist das Gesamtvolumen nicht mehr vernachlässigbar und man hat die 
Möglichkeit, es fair abzuwickeln. Also tut man es.

> und auch das letzte Quentchen Steuerfreiheit abzusaugen

Wieso sollte der chinesische Händler von einer Steuerfreiheit 
profitieren, die Pommesbude ums Eck aber nicht? Steuerfreiheit für alle 
vor-Ort Einkäufe bis 22€?

: Bearbeitet durch User
von Jürgen E. (juergen1958)


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sollte eigentlich bei Aliexpress rein:

Zu den Neuregelungen gehört der Wegfall der Zollfreigrenze von 22 Euro. 
Das sollte eigentlich zum 1. Januar 2021 passieren, wurde aber auf den 
1. Juli 2021 verschoben. Bis dahin sind Sendungen von außerhalb der EU 
frei von Einfuhrabgaben, wenn der Gesamtwert 22 Euro nicht überschreitet 
(private Geschenksendungen sind bis 45 Euro erlaubt). Erst bei höheren 
Beträgen werden 19% Einfuhrumsatzsteuer fällig; das entspricht der 
deutschen Mehrwertsteuer.

: Bearbeitet durch User
von Kybernetiker X. (kybernetiker)


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>> und auch das letzte Quentchen Steuerfreiheit abzusaugen
>
> Wieso sollte der chinesische Händler von einer Steuerfreiheit
> profitieren, die Pommesbude ums Eck aber nicht? Steuerfreiheit für alle
> vor-Ort Einkäufe bis 22€?

Steuerfreiheit profitiert der Käufer, nicht der Verkäufer. Wenn Steuern 
eingeführt werden, kann der Verkäufer eh Steuern absetzen. Das heisst 
letzlich DU zahlst mehr. Du bist der arme Schlucker. Der Bürger muss 
jetzt tiefer in Taschen greifen.

von (prx) A. K. (prx)


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Kybernetiker X. schrieb:
> Steuerfreiheit profitiert der Käufer, nicht der Verkäufer.

Wer dank Steuerfreiheit billiger verkaufen kann, verkauft mehr. Und das 
soll kein Vorteil sein?

von H-G S. (haenschen)


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Vielleicht ist das eine gute ABM und es können viele Zoll-Bearbeiter 
eingestellt werden.

von (prx) A. K. (prx)


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H-G S. schrieb:
> Vielleicht ist das eine gute ABM und es können viele Zoll-Bearbeiter
> eingestellt werden.

Sozusagen. Sie werden negativ eingestellt, aka entlassen, weil das 
Verfahren automatisiert ist.

Sinnvoller wäre es allerdings, das nun von unnützen Kleinscheiss 
entlastete Personal dort einzusetzen, wo der Beschiss in grossem Stil 
erfolgt.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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(prx) A. K. schrieb:
> Innerdeutscher Versand ist nicht steuerbefreit,
> weshalb sollte es internationaler Versand sein?

Es geht doch nichts über die profunden Kenntnisse hier im Forum, keine 
Ahnung von allem - Anhang.

von (prx) A. K. (prx)


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Wenn du diese Briefmarke auf eine Sendung klebst und als Versandkosten 
deinem Kunden in Rechnung stellst, dann musst du die MwSt für die 
Gesamtsumme erheben, einschliesslich der Marke.

von Mani W. (e-doc)


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Oliver S. schrieb:
> Lockdown ab 1.1.2021 wird allenthalben propagiert. Womit sollte man sich
> noch eindecken bevor der große Zollhammer kommt?

Einige Hämmer und Nägel, damit Du Deine Bude zuplanken kannst!

;-)

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Robert K. schrieb:
>> Das ist absoluter Unsinn - es gab 'immer' eine Zollfreigrenze - IMMER
>
> Und sie war genau genommen noch nie fair. Nur spielte das aufgrund des
> geringen Gesamtvolumens vor 50 Jahren noch keine nennenswerte Rolle,
> zudem wäre der Aufwand grösser als der Ertrag gewesen.

Mittlerweile wurden die Karteikästen durch Elektronische 
Datenverarbeitung ersetzt, da kann man so eine Kosten-Nutzen-Abwägung 
durchaus mal neu bewerten.

Beim Zollamt gibt es noch eine weitere Bagatellgrenze, und zwar für das 
Inkasso. Abgaben unterhalb fünf Euro werden zwar festgestellt, aber 
nicht einkassiert. Damit sind Sendungen zwischen EUR 22,- und EUR 26,25 
bei Abholung im Zollamt(!) faktisch ebenfalls abgabenfrei. Auf 
Verzollung durch Dienstleister, Paketdienste, Speditionen trifft das 
m.W. nicht zu, die kassieren ab dem ersten Cent (und packen ihre 
Gebühren obendrauf).

Mal sehen ob das auch abgeschafft wird.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und sie war genau genommen noch nie fair. Nur spielte das aufgrund des
> geringen Gesamtvolumens vor 50 Jahren noch keine nennenswerte Rolle,
> zudem wäre der Aufwand grösser als der Ertrag gewesen.
>
> Heute ist das Gesamtvolumen nicht mehr vernachlässigbar und man hat die
> Möglichkeit, es fair abzuwickeln. Also tut man es.
Bist Du eigentlich Beamter?
Jedenfalls bestellst Du nichts aus China, insofern kannst Du eigentlich 
nicht mitreden.
Alles was über 22 Euro unterlag und unterliegt weiterhin der 
Einfuhrumsatzsteuer.
Das 'Fairplay' an dieser neuen Regelung ist, daß sich das 
DAX-Unternehmen Deutsche Post jetzt noch mehr Gewinne reinschaufeln kann 
... und die Post bzw. DHL-Preise sind mit die höchsten Preise in Europa.
Die Angestellten von DHL oder sagen wir besser die über Subunternehmen 
eingestellten Zeitarbeiter sehen von den Mehreinnahmen gar nichts ... 
das ist also fair für Dich, prima!

von Cyblord -. (cyblord)


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Robert K. schrieb:
> Das 'Fairplay' an dieser neuen Regelung ist, daß sich das
> DAX-Unternehmen Deutsche Post jetzt noch mehr Gewinne reinschaufeln kann
> ... und die Post bzw. DHL-Preise sind mit die höchsten Preise in Europa.
> Die Angestellten von DHL oder sagen wir besser die über Subunternehmen
> eingestellten Zeitarbeiter sehen von den Mehreinnahmen gar nichts ...
> das ist also fair für Dich, prima!

Aber die Frage ist doch: Kann man das Verhindern? Wenn z.B. eine eigene 
EORI Nummer das Problem löst, dann geht das ja noch.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Soul E. schrieb:
> Beim Zollamt gibt es noch eine weitere Bagatellgrenze, und zwar für das
> Inkasso. Abgaben unterhalb fünf Euro werden zwar festgestellt, aber
> nicht einkassiert. Damit sind Sendungen zwischen EUR 22,- und EUR 26,25
> bei Abholung im Zollamt(!) faktisch ebenfalls abgabenfrei. Auf
> Verzollung durch Dienstleister, Paketdienste, Speditionen trifft das
> m.W. nicht zu, die kassieren ab dem ersten Cent (und packen ihre
> Gebühren obendrauf).
>
> Mal sehen ob das auch abgeschafft wird.

Wenn ich die Zollfreigrenze <22 Euro aufhebe, dann ist der Graubereich 
mit +5 Euro mehr inklusive Versand sowieso aufgehoben.
Es wird jetzt alles besteuert, auch Warenwert von 1 Euro, etc. und wenn 
die Steuer auch nur 0,1 Cents beträgt - Formular immer notwendig, der 
Papiertiger geht ab Juli 2021 richtig los.
Effekt wird eine neue Handelsbarriere sein bzw. eine Verschiebung des 
Warenwertes werden ... d.h. unter 25 Euro wird sich das niemand mehr 
antun + die Abschreckung dann bis zum Zollamt fahren zu müssen, wenn die 
den Weiterversand blockieren, etc.

: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (uxdx)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber die Frage ist doch: Kann man das Verhindern? Wenn z.B. eine eigene
> EORI Nummer das Problem löst, dann geht das ja noch.

siehe mein Post von gestern 
Beitrag "Re: Aliexpress, jetzt wird es ernst"

von Cyblord -. (cyblord)


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Stephan S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Aber die Frage ist doch: Kann man das Verhindern? Wenn z.B. eine eigene
>> EORI Nummer das Problem löst, dann geht das ja noch.
>
> siehe mein Post von gestern
> Beitrag "Re: Aliexpress, jetzt wird es ernst"

Genau. Darauf bezog ich mich ja auch.
Man muss sich eben der Mittel des System sinnvoll bedienen anstatt zu 
versuchen gegen das System zu kämpfen.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber die Frage ist doch: Kann man das Verhindern? Wenn z.B. eine eigene
> EORI Nummer das Problem löst, dann geht das ja noch.
Ich verstehe nicht weshalb das überhaupt geändert werden mußte?
Es geht bestimmt nicht um die läppischen Zolleinnahmen, sondern um den 
Mehr-Gewinn für die DHL ... also mal wieder ein Lobbyist, der im 
Hintergrund das Sagen hatte.
Was aber verschwiegen wird ist, daß die gewerblichen Anbieter ganz 
andere Konditionen bei DHL bezüglich Preise immer schon hatten ... 
sollen sie doch denen das Geld abknöpfen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Robert K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Aber die Frage ist doch: Kann man das Verhindern? Wenn z.B. eine eigene
>> EORI Nummer das Problem löst, dann geht das ja noch.
> Ich verstehe nicht weshalb das überhaupt geändert werden mußte?

Das spielt keine Rolle. Dein Gemecker hilft dir nicht. Es ist 
beschlossen und es kommt so.

> Es geht bestimmt nicht um die läppischen Zolleinnahmen, sondern um den
> Mehr-Gewinn für die DHL ... also mal wieder ein Lobbyist, der im
> Hintergrund das Sagen hatte.

VTs bringen dich auch nicht weiter. Und, wie gesagt, mit EORI wickelst 
du selber ab und DHL eben nicht.
Außerdem habe ich das heute schon oft selbst beim Zoll geregelt und auch 
dort hat DHL nichts kassiert. Also krieg dich wegen DHL mal wieder ein.
Das ganze ist gegen den China-Privatimport gerichtet und nicht um DHL 
reich zu machen.

> Was aber verschwiegen wird ist, daß die gewerblichen Anbieter ganz
> andere Konditionen bei DHL bezüglich Preise immer schon hatten ...
> sollen sie doch denen das Geld abknöpfen.

Also bitte! Du kannst mit DHL ebenfalls beliebige Konditionen 
aushandeln. Wenn du das entsprechende Volumen abnimmst, kannst du 
ÜBERALL spezielle Konditionen aushandeln. Was soll also so ein 
populistisches Stammtischgejammer?

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Cyblord -. schrieb:
> Genau. Darauf bezog ich mich ja auch.
> Man muss sich eben der Mittel des System sinnvoll bedienen anstatt zu
> versuchen gegen das System zu kämpfen.
Letzten Endes wird das so laufen, daß jetzt irgendein Eu-Land zum 
Zwischenhändler wird und genau daran verdienen wird ... und DHL guckt 
dann wieder in die Röhre.

von Cyblord -. (cyblord)


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Robert K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Genau. Darauf bezog ich mich ja auch.
>> Man muss sich eben der Mittel des System sinnvoll bedienen anstatt zu
>> versuchen gegen das System zu kämpfen.
> Letzten Endes wird das so laufen, daß jetzt irgendein Eu-Land zum
> Zwischenhändler wird und genau daran verdienen wird ... und DHL guckt
> dann wieder in die Röhre.

Du bist echt auf DHL fixiert.
ICH mache mir keine Gedanken was DHL verdient oder nicht verdient, 
sondern wie ICH am besten meine China Importe abwickeln kann. Weder 
interessieren mich DHL Großkunden, noch andere EU-Länder. Konzentrier 
dich mal ein bisschen auf deine Probleme und weniger auf die von DHL.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Cyblord -. schrieb:
> Das spielt keine Rolle. Dein Gemecker hilft dir nicht. Es ist
> beschlossen und es kommt so.
das ist schon richtig - gefällt es Dir denn? Mir jedenfalls nicht.
Und man kann sich auch in schwacher Form ganz demokratisch wehren ... 
noch geht das, oder auch nicht!

>
>> Es geht bestimmt nicht um die läppischen Zolleinnahmen, sondern um den
>> Mehr-Gewinn für die DHL ... also mal wieder ein Lobbyist, der im
>> Hintergrund das Sagen hatte.
>
> VTs bringen dich auch nicht weiter. Und, wie gesagt, mit EORI wickelst
> du selber ab und DHL eben nicht.
Haha, das ist reine Schikane und das weißt Du auch.
Man hätte gar nichts ändern müssen - das ist reine Willkür und kommt von 
oben ... ABER: Du hast recht, meckern lohnt nicht; anpassen ans System 
und mitlaufen.

> Außerdem habe ich das heute schon oft selbst beim Zoll geregelt und auch
> dort hat DHL nichts kassiert.
das ist schön für Leute wie Dich, die in Nähe des Zollamtes wohnen!

> Also krieg dich wegen DHL mal wieder ein.
> Das ganze ist gegen den China-Privatimport gerichtet und nicht um DHL
> reich zu machen.
sowohl als auch - wenn das Formular fehlt, etc. ist das doch schön für 
DHL +6 Euro pro Sendung, das lohnt sich dann schon.

> Also bitte! Du kannst mit DHL ebenfalls beliebige Konditionen
> aushandeln. Wenn du das entsprechende Volumen abnimmst, kannst du
> ÜBERALL spezielle Konditionen aushandeln. Was soll also so ein
> populistisches Stammtischgejammer?
das geht als GEWERBLICHER aber nicht als Privater Abnehmer und jeder, 
wirklich jeder weiß das auch - die Regeln macht nämlich DHL, also bitte 
erzähl keinen Unsinn.
Für Private ist Volumenstaffelung überhaupt nicht vorgesehen nach DHL 
Regelwerk und das kannst Du sogar nachlesen ... Du brauchst also einen 
Gewerbeschein bzw. mußt Deinen privaten Kram über Gewerbe abwickeln.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Cyblord -. schrieb:
> Du bist echt auf DHL fixiert.
> ICH mache mir keine Gedanken was DHL verdient oder nicht verdient,
> sondern wie ICH am besten meine China Importe abwickeln kann. Weder
> interessieren mich DHL Großkunden, noch andere EU-Länder. Konzentrier
> dich mal ein bisschen auf deine Probleme und weniger auf die von DHL.

ja, siehe oben - entweder über Gewerbebetrieb bestellen oder man wohnt 
in Zollamt-Nähe oder ab Juli dann über EU-Zwischenhändler ... kannst Du 
Dir dann aussuchen.
Mir sind die DHL-Preise als privater Endabnehmer in der Regel zu hoch 
... ich muß sie nämlich als Privater zahlen; vielleicht läuft das bei 
Dir ja gewerblich, da sind die Preise offenbar besser und deshalb 
interessieren Sie Dich auch nicht, kann schon sein.
Natürlich werde ich auch nach einer System-Lösung suchen :-)

von Ralf X. (ralf0815)


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Robert K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Du bist echt auf DHL fixiert.
>> ICH mache mir keine Gedanken was DHL verdient oder nicht verdient,
>> sondern wie ICH am besten meine China Importe abwickeln kann. Weder
>> interessieren mich DHL Großkunden, noch andere EU-Länder. Konzentrier
>> dich mal ein bisschen auf deine Probleme und weniger auf die von DHL.
>
> ja, siehe oben - entweder über Gewerbebetrieb bestellen oder man wohnt
> in Zollamt-Nähe oder ab Juli dann über EU-Zwischenhändler ... kannst Du
> Dir dann aussuchen.
> Mir sind die DHL-Preise als privater Endabnehmer in der Regel zu hoch
> ... ich muß sie nämlich als Privater zahlen; vielleicht läuft das bei
> Dir ja gewerblich, da sind die Preise offenbar besser und deshalb
> interessieren Sie Dich auch nicht, kann schon sein.
> Natürlich werde ich auch nach einer System-Lösung suchen :-)

Du bist echt eteas arg schräg drauf und/oder arg egoistisch.
Ich habe seit Anfang der 80er gewerblich Elektronik aus Asien importiert 
und neben Qualität und ggf. Preisstaffel immer die VSK im Auge gehabt.
"Damals" ging es um Container und was man noch in einem 20" oder 40" 
Container noch reinpacken kann, ohne die VSK zu erhöhen.
Also wurden Mitbesteller gesucht und/oder Angebote durchforstet, was man 
ggf. sonst noch brauchen oder an einen anderen Händler weiterleiten 
kann.
Erst recht, als China immer mehr "brauchbare" Produkte lieferte (und 
fürn Appel und Ei produzierte).

Das Postsystem in Europa war schon ewig subventioniert, besonders auch 
für Auslandssendungen.
Nochmals mehr in den internationalen Abkommen für Post aus China u.a.
Jeder deutsche Steuerzahler und Inlandskunde zahlt diese Subventionen 
mit.

Um von diesen Postsubventionen zu profitieren, kommen immer mehr 
Gewerbetreibene/Unternehmen auf die Idee, bloss keine Grössen- und 
Gewichtsklassen zu überschreiten.
Und wenn man mal dabei ist, kann man auch dafür sorgen, die Zollgrenzen 
zu unterschreiten und Zoll-/Einfuhrumsatzssteuerabgaben, sowie Kontrolle 
zu sparen.
Es gibt Software, dass das ganz automatisch aufteilt...
Und dann hat die Post, DHL, etc. ggf. für lau eben 1000 einzelne 
Briefsendungen zu sortieren und zuzustellen, statt einem einzigen dicken 
Paket.

Es geht nicht um kleine Aluhutträger wie Dich, der tatsächlich bereit 
ist, 6 Wochen auf einen wichtigen Artikel aus China zu warten, nur weil 
er von dort billiger zu bekommen ist.
Oder bestellst Du per Airmail?

Beitrag #6463508 wurde vom Autor gelöscht.
von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Ralf X. schrieb:
> Du bist echt eteas arg schräg drauf und/oder arg egoistisch.
wer ist das nicht?
> Ich habe seit Anfang der 80er gewerblich Elektronik aus Asien importiert
> und neben Qualität und ggf. Preisstaffel immer die VSK im Auge gehabt.
> "Damals" ging es um Container und was man noch in einem 20" oder 40"
> Container noch reinpacken kann, ohne die VSK zu erhöhen.
> Also wurden Mitbesteller gesucht und/oder Angebote durchforstet, was man
> ggf. sonst noch brauchen oder an einen anderen Händler weiterleiten
> kann.
> Erst recht, als China immer mehr "brauchbare" Produkte lieferte (und
> fürn Appel und Ei produzierte).
siehe oben, ich mache das aber nicht gewerblich, sondern zum 
Privatvergnügen ... Hobby eben.

>
> Das Postsystem in Europa war schon ewig subventioniert, besonders auch
> für Auslandssendungen.
> Nochmals mehr in den internationalen Abkommen für Post aus China u.a.
> Jeder deutsche Steuerzahler und Inlandskunde zahlt diese Subventionen
> mit.
na und - wird es jetzt mit Einführung des neuen Systems etwa preiswerter 
- mitnichten!
DHL behält mögliche Gewinne für sich und die werden kommen, weil Fehler 
passieren werden bzw. ja schon vorprogrammiert sind - Du siehst als 
privater Endverbraucher gar nichts an Preisvergünstigungen, im 
Gegenteil:
die Subventionen für das Dax-Unternehmen werden natürlich nicht 
eingestellt .... nein, die fließen sogar weiter trotz Aufhebung der 
Zollfreigrenze!
Soviel zu Deinem Steuerzahler, zu dem ich ja auch gehöre :-)

>
> Um von diesen Postsubventionen zu profitieren, kommen immer mehr
> Gewerbetreibene/Unternehmen auf die Idee, bloss keine Grössen- und
> Gewichtsklassen zu überschreiten.
Daran siehst Du ja, daß der Postversand hierzulande zu teuer geworden 
ist.
Deutschland ist da nicht Weltmeister, sondern im untersten Drittel von 
Europa.

> Und wenn man mal dabei ist, kann man auch dafür sorgen, die Zollgrenzen
> zu unterschreiten und Zoll-/Einfuhrumsatzssteuerabgaben, sowie Kontrolle
> zu sparen.
warum Altbewährtes immer negativ verändern ?!

> Es gibt Software, dass das ganz automatisch aufteilt...
> Und dann hat die Post, DHL, etc. ggf. für lau eben 1000 einzelne
> Briefsendungen zu sortieren und zuzustellen, statt einem einzigen dicken
> Paket.
na und, die Einsparungen werden aber nicht an den Endverbraucher 
weitergereicht und auch nicht an die Post-Angestellten an vorderster 
Front.
Die Gewinne landen ganz woanders ):

>
> Es geht nicht um kleine Aluhutträger wie Dich, der tatsächlich bereit
> ist, 6 Wochen auf einen wichtigen Artikel aus China zu warten, nur weil
> er von dort billiger zu bekommen ist.
> Oder bestellst Du per Airmail?
1. bin ich kein Aluhutträger, ich bin auch kein Idioten-Konsument, der 
sein hart verdientes Geld zum Fenster rauswirft.
2. richtig, ich warte lieber 6 oder 10 Wochen bis der Artikel eintrift 
... ich mache das nicht gewerblich, sondern privat - ich habe Zeit und 
ich will es billig haben.
3. richtig, Geiz ist geil - Vorstandsposten/Shareholder muß ich nicht 
mitfinanzieren ... und vor allen Dingen muß ich die Neuregelung nicht 
'gut' fínden - kein Vorteil, nur Nachteile für den Endverbraucher!

von Manfred P. (pruckelfred)


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Ralf X. schrieb:
> 6 Wochen auf einen wichtigen Artikel aus China zu warten, nur weil
> er von dort billiger zu bekommen ist.

Als Bastler: Weil er dort überhaupt zu bekommen ist. Meine ersten zwei 
China-Bestellungen 2015 waren Elektronikbauteile, die ich bei den 
deutschen Bastelversendern nicht bekomme. Dass die Preise so erheblich 
günstiger liegen, war mir damals noch nicht klar - das nehme ich 
natürlich gerne mit.

Dein Posting muß man genau anschauen:
Ralf X. schrieb:
> Ich habe seit Anfang der 80er gewerblich Elektronik aus Asien importiert

Du gehörst also zu den Leuten, die eine Importverhinderung gegen private 
Kleinkunden begrüßen!

von (prx) A. K. (prx)


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Robert K. schrieb:
> Bist Du eigentlich Beamter?
> Jedenfalls bestellst Du nichts aus China

Wieso bestellen Beamte nie etwas aus China?

Fred P. schrieb:
> die eine Importverhinderung gegen private
> Kleinkunden begrüßen!

Inwiefern wird der Import verhindert? Wird nun die Beschaffung in D 
billiger als in China?

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Fred P. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> 6 Wochen auf einen wichtigen Artikel aus China zu warten, nur weil
>> er von dort billiger zu bekommen ist.
>
> Als Bastler: Weil er dort überhaupt zu bekommen ist. Meine ersten zwei
> China-Bestellungen 2015 waren Elektronikbauteile, die ich bei den
> deutschen Bastelversendern nicht bekomme. Dass die Preise so erheblich
> günstiger liegen, war mir damals noch nicht klar - das nehme ich
> natürlich gerne mit.

Was denkst Du, warum das so ist?
Als ich anfing Bauteile aus China zu ordern, ging es PRO Typ um vier- 
bis fünfstellige Mengen, im Direktverkauf an Privat orientierten wir uns 
u.a. an den Preisen von "C" & Co.
Aufschläge von weit über 1000% (tausend Prozent) waren harmlos, 
überwiegend bedeutend höher.
Buchhalterisch war das aber immer reines Verlustgeschäft.
Aber dass WIR das vor Ort hatten, holte Kunden in die Läden!
Besser/preiswerter als jede Anzeigenwerbung, etc.
Damals!

Den Versandhandel (was HEUTE darunter verstanden wird) mochte ich nie.
Aber ab 2010??? oder früher konnte sich kein Händler mehr erlauben, 
mögliche Exoten als Lagerware zu führen.
Oder wurde automatisch als Wucherer bekannt.

> Dein Posting muß man genau anschauen:
> Ralf X. schrieb:
>> Ich habe seit Anfang der 80er gewerblich Elektronik aus Asien importiert
>
> Du gehörst also zu den Leuten, die eine Importverhinderung gegen private
> Kleinkunden begrüßen!

Keineswegs.
HEUTE bin ich (weitgehend *gg) privat, aber bin natürlich weiterhin 
"Kosten- und Aufwandsoptimierer".
ebay, Amazon und Ali bieten mir bessere 
Vergleiche/Vergleichsmöglichkeiten, als ich es selber könnte.
Ich bestelle heute also privat und beachte die 22,-€ Grenze ODER 
riskiere auch mal die Überschreitung.
Bisher hats immer geklappt und dennoch kamen meine meisten Bestellungen 
dennoch aus EU-Ländern, bzw. UK, auch wenn China angegeben war.

Dennoch finde ich es absolut richtig, dass dem "Missbrauch" endlich 
Einhalt zu bieten ist.
Wo soll denn das Problem sein, wenn ich für die China-Schaltung 16/19% 
MwSt zahlen muss, wenn in DE schon das verwendete Lötzinn mehr kosten 
würde? :-)

von A. O. (a-o)


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Ralf X. schrieb:
> Es geht nicht um kleine Aluhutträger wie Dich, der tatsächlich bereit
> ist, 6 Wochen auf einen wichtigen Artikel aus China zu warten, nur weil
> er von dort billiger zu bekommen ist.
Und warum werden diese dann durch die Änderungen überproportional zur 
Kasse gebeten? Auf wen zielt das ganze denn ab?

Du kannst ja deine 100k€ Containerimporte wohl kaum mit einem kleinen 
Bastler, Modellbauer oder Privatbesteller von Kinderluftballons 
vergleichen. Willst du uns etwa weis machen, daß du als gewerblicher 
Importeur die Steuern und Gebühren aus eigener Tasche bezahlst und nicht 
deine (End)Kunden, die dir deinen Gewinn, dein Auskommen und damit dein 
Häuschen finanzieren? Das ist eine gänzlich andere Hausnummer und deine 
Argumentation hier irgendwie fehl am Platz.

Ich frage mich ohnehin, wie es gewerbliche Anbieter bei den doch schon 
strengen Regelungen und Kontrollen schaffen können, ihren 
Auslandseinkauf an der Steuer vorbei schleusen zu können. Sowas muß doch 
mindestens bei der Buchprüfung auffallen, wenn Ware verkauft wird, die 
nicht im EK erscheint. Wenn da mal 5 Arduinos vorbei gehen ist das ja 
noch erklärbar, aber wie soll das denn im ganz großen Stil möglich sein? 
Wie sollen sich die daherfabulierten massiven Steuerausfälle denn bei 
sowas errechnen? Es zielt ganz klar auf den Endkunden ab. Passend zur 
aktuellen Verbotsstrategie von allem, was Spaß und Freude bringt.

Immerhin werden die Internetmarktplätze doch schon lange vom 
Bundeszentralamt für Steuern - BZSt - überwacht. Selbst Mütter, die ab 
25  gebrauchte Kindersachen pro Monat bei Kleinanzeigen oder eby 
verkaufen, werden plötzlich als gewerblich handelnd beschuldigt *). Wie 
können da angeblich so immens große unversteuerte Positionen bei 
gewerblichen Händlern nicht auffallen?
Post und Zoll haben doch bestimmt eine automatisierte Adressenerfassung. 
Wieso können die dann nicht wenigstens grob zwischen privatem und 
gewerblichem Empfänger unterscheiden? Läßt der gewerbliche dann seine 
1000 Sendungen an 1000 Privatadressen schicken?
Also wen genau sollen die neuen Regelungen nochmal treffen?

*)
https://www.recht.help/lg-hanau-5-o-51-06/
https://www.recht.help/lg-berlin-103-o-75-06/

von Ralf X. (ralf0815)


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A. O. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Es geht nicht um kleine Aluhutträger wie Dich, der tatsächlich bereit
>> ist, 6 Wochen auf einen wichtigen Artikel aus China zu warten, nur weil
>> er von dort billiger zu bekommen ist.
> Und warum werden diese dann durch die Änderungen überproportional zur
> Kasse gebeten? Auf wen zielt das ganze denn ab?

Absolute Kosten betreffen Kleinabnehmer, -Kunden, -Produzenten an sich 
immer stäker, wenn da keine Sozialisierung der Kosten greift.

> Du kannst ja deine 100k€ Containerimporte wohl kaum mit einem kleinen
> Bastler, Modellbauer oder Privatbesteller von Kinderluftballons
> vergleichen. Willst du uns etwa weis machen, daß du als gewerblicher
> Importeur die Steuern und Gebühren aus eigener Tasche bezahlst und nicht
> deine (End)Kunden, die dir deinen Gewinn, dein Auskommen und damit dein
> Häuschen finanzieren? Das ist eine gänzlich andere Hausnummer und deine
> Argumentation hier irgendwie fehl am Platz.

Als (ehemaligem) Unternehmer ging es mir in der Richtung gar nicht viel 
anders, als jedem Arbeitnehmer/Menschen.
Der Arbeitnehmer ist besser abgesichert als der Arbeitgehmer, wenn der 
Kunde nicht zahlt, die Kalkulation nicht stimmte, mit der technischen 
Entwicklung nicht schrittgehalten werden konnte, etc..
Unternehmer sind auch nicht alle raffgierige Kapitalisten.

> Ich frage mich ohnehin, wie es gewerbliche Anbieter bei den doch schon
> strengen Regelungen und Kontrollen schaffen können, ihren
> Auslandseinkauf an der Steuer vorbei schleusen zu können.

Mit 22,-€ Freigrenze doch ein Leichtes..

> Sowas muß doch
> mindestens bei der Buchprüfung auffallen, wenn Ware verkauft wird, die
> nicht im EK erscheint. Wenn da mal 5 Arduinos vorbei gehen ist das ja
> noch erklärbar, aber wie soll das denn im ganz großen Stil möglich sein?
> Wie sollen sich die daherfabulierten massiven Steuerausfälle denn bei
> sowas errechnen? Es zielt ganz klar auf den Endkunden ab. Passend zur
> aktuellen Verbotsstrategie von allem, was Spaß und Freude bringt.

Unsinn hoch drei!
Ich habe mehrere Steuerprüfungen hinter mir, ggf. auch weil ich bei der 
ersten keinerlei Kompromiss einging (weil ja JEDER hinterzieht).
Fehler waren vorhanden, aber der FA-Prüfer fand natürlich nur die zu 
meinen Ungunsten und es wurden dann absteigend diverse Prozente an 
nachträgliche Nachzahlungen angeboten.
Im Endeffekt lief das immer auf eine Erstattung raus, vorher wurde 
gedroht bis zum geht nicht mehr.
Nicht alle Unternehmer sind Betrüger und FA-Leute machen auch keine 
spezielle Jagd auf Elektronikbastler.

> Immerhin werden die Internetmarktplätze doch schon lange vom
> Bundeszentralamt für Steuern - BZSt - überwacht. Selbst Mütter, die ab
> 25  gebrauchte Kindersachen pro Monat bei Kleinanzeigen oder eby
> verkaufen, werden plötzlich als gewerblich handelnd beschuldigt *). Wie
> können da angeblich so immens große unversteuerte Positionen bei
> gewerblichen Händlern nicht auffallen?
> Post und Zoll haben doch bestimmt eine automatisierte Adressenerfassung.
> Wieso können die dann nicht wenigstens grob zwischen privatem und
> gewerblichem Empfänger unterscheiden? Läßt der gewerbliche dann seine
> 1000 Sendungen an 1000 Privatadressen schicken?
> Also wen genau sollen die neuen Regelungen nochmal treffen?
>
> *)
> https://www.recht.help/lg-hanau-5-o-51-06/
> https://www.recht.help/lg-berlin-103-o-75-06/

Warum verbreitest Du so einen Stuss?
Im technischen Wandel werden Gesetze oft vorschnell geändert, 
Abmahnanwälte sind schnell bei der Sache.
Und die schauen halt, wen sie abzocken können.

Wenn der Absock-Abmahnanwalt Daten sammelt und damit etwas nachweist, 
ist das so.
Und dann geht es um das Zivilrecht der Abmahnung, an der der RA und sein 
(oft) Pseudo-Anwalt richtig verdient.
Insb., wenn der Gegner irgendwann noch einmal gegen die 
Unterlassungserklärung verstösst.

Aber du hast recht.
Ohne Aluhut wird man permanent geblitzt oder muss man zumindest an der 
Ampel und am Fahrstuhl lange warten.
Oft hilft dann alt + trump

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wieso bestellen Beamte nie etwas aus China?
Beamte sind in aller Regel Gutverdiener+Jobsicherheit ... da spielen +6 
Euro nun auch nicht aus deren Sichtweise nicht so die Rolle; andere 
betrifft es aufgrund Ihres Gehalts sehr wohl - Du würdest wahrscheinlich 
auch sauer werden, wenn Dir aus fadenscheinigen Gründen einfach mal mehr 
berechnet wird ?!

>
> Fred P. schrieb:
>> die eine Importverhinderung gegen private
>> Kleinkunden begrüßen!
>
> Inwiefern wird der Import verhindert? Wird nun die Beschaffung in D
> billiger als in China?
Ganz einfach, es wird jetzt Zwischenhändler in der EU geben, die wegen 
der Neuregelung mitverdienen.
Das Risiko +6 Euro mehr zu zahlen wegen einer direkten Kleinbestellung 
aus China ist einfach zu groß.
Man kippt jetzt eine Freigrenze, die schon seit Kaiserreich-Zeiten gilt 
- und das ohne Not!
Oder haben wir die lausigen Mehreinnahmen an Einfuhrsteuer wirklich so 
nötig ?!

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Ralf X. schrieb:
> Absolute Kosten betreffen Kleinabnehmer, -Kunden, -Produzenten an sich
> immer stäker, wenn da keine Sozialisierung der Kosten greift.
die Kosten betreffen in erster Linie Kleinbesteller, die unterhalb von 
22 Euro bleiben.
Als Gewerbetreibender habe ich andere Möglichkeiten.

>
> Als (ehemaligem) Unternehmer ging es mir in der Richtung gar nicht viel
> anders, als jedem Arbeitnehmer/Menschen.
dann hast Du hoffentlich das Klein-Gewerbe eingestellt, wenn es sich 
doch gar nicht lohnt ?!

> Der Arbeitnehmer ist besser abgesichert als der Arbeitgehmer, wenn der
> Kunde nicht zahlt, die Kalkulation nicht stimmte, mit der technischen
> Entwicklung nicht schrittgehalten werden konnte, etc..
dann ist Unternehmertum eben nichts für Dich - es muß ja nicht jeder 
Unternehmer werden.
> Unternehmer sind auch nicht alle raffgierige Kapitalisten.
Du hast es ja weiter oben geschrieben - 1000% Aufschlag ist schon ein 
netter Schluck aus der Pulle.

>
> Mit 22,-€ Freigrenze doch ein Leichtes..
Dann könnte man es ja auch so lassen wie es ist oder von mir aus senken 
auf 10 Euro?
Wieso braucht der Staat jetzt auf einmal 10 Cents Mehreinnahmen durch 
Einfuhrzoll unterhalb von 22 Euro?
Ich dachte immer wir wären ein reiches Land ?

> Unsinn hoch drei!
> Ich habe mehrere Steuerprüfungen hinter mir, ggf. auch weil ich bei der
> ersten keinerlei Kompromiss einging (weil ja JEDER hinterzieht).
falsche EINSTELLUNG! Du unterstellst, daß das jeder macht - weißt es 
aber gar nicht und bist letztendlich sauer weil viele Kleinbesteller 
genau diese Lücke erkannt haben und eben nicht Deine 1000% Aufschlag 
zahlen möchten.

> Fehler waren vorhanden, aber der FA-Prüfer fand natürlich nur die zu
> meinen Ungunsten und es wurden dann absteigend diverse Prozente an
> nachträgliche Nachzahlungen angeboten.
> Im Endeffekt lief das immer auf eine Erstattung raus, vorher wurde
> gedroht bis zum geht nicht mehr.
> Nicht alle Unternehmer sind Betrüger und FA-Leute machen auch keine
> spezielle Jagd auf Elektronikbastler.
Unternehmertum ist eben schwierig und als Klein-Gewerbetreibender mit 
wenig oder variablen Monatsumsatz steht Du sowieso unter massiven Druck, 
weil die Politik Dich zugunsten der Big-Player einfach weg haben will 
... aber dann mußt Du Dich genau dort beschweren und nicht auch noch 
Fehler gut heißen ?!
Dir geht es dreckig aufgrund der Regelungen und deswegen soll es anderen 
bitte auch dreckig gehen - das findest Du also 'gut' ?!

>
> Aber du hast recht.
> Ohne Aluhut wird man permanent geblitzt oder muss man zumindest an der
> Ampel und am Fahrstuhl lange warten.
> Oft hilft dann alt + trump
Offenbar verwechselst Du dieses Forum hier mit einem Politikforum?
Wenn Dir Aluhüte, VT und der ganze Mist so zusagt, dann bewirb Dich doch 
als Journalist - da gehört genau diese Meinung zum Einstellungskriterium 
... vielleicht hast Du ja Glück :-)

von S. R. (svenska)


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In Schweden ist so ein System seit ein paar Jahren im Einsatz. Die 
Verzollung (25%, wie schwedische MwSt) wird von PostNord erledigt, die 
dafür dann 80 SEK (8€) unabhängig vom Warenwert nehmen. Nach zwei Wochen 
wird die Ware entsorgt (keine Ahnung, ob zurückgeschickt oder 
vernichtet).

Folge 1: Innerhalb von wenigen Tagen platzen sämtliche Verteilzentren 
von PostNord in Schweden sowie das Hauptlager in Kopenhagen, weil die 
Leute für Kleinkram nicht ein Vielfaches des Warenwerts bezahlen wollen. 
Extremes Chaos, weil PostNord mit der Abfertigung nicht klarkommt, die 
Auslieferer überfordert sind, Pakete verschwinden komplett oder werden 
erst nach Wochen zugestellt, Trackingsystem funktioniert nicht, etc. 
Nach ungefähr einem halben Jahr normalisiert sich das wieder.

Folge 2: Bestellungen mit Lieferung direkt aus China gehen deutlich 
zurück. Wish macht ein Abkommen mit PostNord und legt die Steuern (und 
die Gebühr!) indirekt auf den Preis um. Aliexpress lässt sich nicht 
erpressen und ist trotz Gebühren oft günstiger.

Folge 3: Bestellungen mit Lieferung aus EU-Ländern nehmen zu. Wie die 
chinesischen Händler das machen, weiß ich nicht im Detail.

Folge 4: Amazon kommt nach Schweden. Seit der Umstellung habe ich online 
meist über amazon.de bestellt, viele Schweden nehmen lieber über 
amazon.co.uk wegen der Sprache. Diesen Herbst öffnete dann amazon.se.

Also wer da jetzt glaubt, dass die einheimischen Händler den großen 
Reibach machen, weil die chinesische Konkurrenz weg ist, liegt falsch. 
Gewinnen tut Amazon.

Im Übrigen: Mich stört daran übrigens nicht die Steuer, die ist 
gerechtfertigt - mich stört die fixe Gebühr, die allein aus dem Grund 
erhoben wird, um den Handel zu behindern.

von Ntldr -. (ntldr)


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S. R. schrieb:
> Folge 3: Bestellungen mit Lieferung aus EU-Ländern nehmen zu. Wie die
> chinesischen Händler das machen, weiß ich nicht im Detail.

Da wird dann ein großer Container per Seefracht in ein EU Lager 
verschifft. Der Container wird da "verzollt" (wobei meist ein deutlich 
zu niedriger Wert angegeben wird, das klappt bei Containergröße 
natürlich deutlich besser als bei ner Einzelsendung). Vor Ort übernimmt 
den Weiterversand dann irgendein Logistikpartner für relativ kleines 
Geld. Dank Seefracht und Falschdeklarierung kaum teurer als Luftpost, 
insbesondere aktuell.

Solange das ganze vom Zoll so wie angedacht funktioniert, mache ich mir 
da keine Sorgen. DHL bekommt dann keine 6€ und es wird nur 19% teurer, 
erfordert eine Überweisung und eine Formulareingabe. Das ist zu 
verschmerzen.

: Bearbeitet durch User
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Beitrag #6464828 wurde von einem Moderator gelöscht.
von A. O. (a-o)


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Ist es eigentlich innovationsfördernd oder -hemmend, wenn dann z.B. den 
Schülern, Azubis, Studenten und Hobbybastlern der Weg zur Ware, die es 
in vielen Fällen in Europa gar nicht gibt, mindestens erschwert, dazu 
verteuert und verkompliziert oder gar ganz abgeschnitten wird? Wie 
rechnet sich dann das erhoffte Steuermehraufkommen durch Kleinimport bei 
der künftigen Wirtschaftsschrumpfung und damit einher gehendem 
Innovationsstillstand? Werden nicht gerade Studenten immer vordergründig 
zum Erfinden neuer Technologien angehalten? Wie geht das zusammen?
Kein Wunder, daß die Asiaten in vielen Technologiebereichen an Europa 
rasend vorbei ziehen.

von A. O. (a-o)


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Ntldr -. schrieb:
> Solange das ganze vom Zoll so wie angedacht funktioniert, mache ich mir
> da keine Sorgen. DHL bekommt dann keine 6€ und es wird nur 19% teurer,
> erfordert eine Überweisung und eine Formulareingabe. Das ist zu
> verschmerzen.
Meine Bank will künftig 0,4 € pro Überweisung, Tendenz eher steigend. 
Also auch zum Billigsensor oder BluePill etc. aufaddieren.

von Hardy F. (hardyf)


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A. O. schrieb:
> Kein Wunder, daß die Asiaten in vielen Technologiebereichen an Europa
> rasend vorbei ziehen.

Du hast dir die Antwort darauf schon selbst gegeben.

Beitrag #6464981 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Tobias N. (technick2)


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Nun, zusammen mit dieser Meldung, wird es wohl demnächst noch mehr 
private Importeure geben, die für 149,- einkaufen und es dann 
weiterverkaufen.
https://www.paketda.de/news-zoll-paket-anmelden-privatkunden.html

von (prx) A. K. (prx)


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Es wäre übersichtlicher, wenn Paketda im Text zwischen Zoll und EUSt 
unterscheiden würde.

von Ralf X. (ralf0815)


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(prx) A. K. schrieb:
> Es wäre übersichtlicher, wenn Paketda im Text zwischen Zoll und EUSt
> unterscheiden würde.

Warum und an welcher Stelle?
DER Zoll hat DEN ggf. auf die einzelnen Waren anfallenden Zolltarif UND 
die anfallende EUSt zu erheben.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Ralf X. schrieb:
> Warum und an welcher Stelle?
> DER Zoll hat DEN ggf. auf die einzelnen Waren anfallenden Zolltarif UND
> die anfallende EUSt zu erheben.
das ist richtig und genauso wird es laufen selbst wenn es sich nur um 1 
Cent an Steuern handelt ... Papier ist schließlich geduldig :-)
Man will verschlimm-bessern und man macht es dann auch.

von A. O. (a-o)


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Hat zufällig jemand Einblick, ob das demnächst auch in den 
Anrainerländern so oder ähnlich geplant ist? Vielleicht lohnt sich für 
den einen oder anderen Bastler eine Adresse bei Bekannten in 
Nachbarländern, mit denen man sich dann alle paar Wochen zum 
Bastelnachmittag treffen kann.

PS.: Gerade habe ich wieder selbst feststellen dürfen, daß PaPal bei 
Fremdwährungsumrechnung mindestens 4% Preisaufschlag berechnet. Kommt 
also noch zu eingerechneten PP Verkäufergebühren, 19% EUSt und 0,40€ 
Bankgebühr oben drauf.

Wer ist hier eigentlich so sinnentleert und verteilt die ganzen 
Minuspunkte, z.B. für den Eröffnungsbeitrag?

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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A. O. schrieb:
> Hat zufällig jemand Einblick, ob das demnächst auch in den
> Anrainerländern so oder ähnlich geplant ist?

Ist wohl EU-weit.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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A. O. schrieb:
> Hat zufällig jemand Einblick, ob das demnächst auch in den
> Anrainerländern so oder ähnlich geplant ist? Vielleicht lohnt sich für
> den einen oder anderen Bastler eine Adresse bei Bekannten in
> Nachbarländern, mit denen man sich dann alle paar Wochen zum
> Bastelnachmittag treffen kann.

Sorry was rauchst du eigentlich? Wird das dann eine Therapierunde für 
Leute die es intellektuell nicht schaffen Waren zu importieren? Dürfen 
eure Betreuer mit oder büchst ihr aus?

von (prx) A. K. (prx)


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von (prx) A. K. (prx)


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A. O. schrieb:
> Gerade habe ich wieder selbst feststellen dürfen, daß PaPal bei
> Fremdwährungsumrechnung mindestens 4% Preisaufschlag berechnet. Kommt
> also noch zu eingerechneten PP Verkäufergebühren, 19% EUSt und 0,40€
> Bankgebühr oben drauf.

Paypal- und Bankgebühren haben bestimmt unsere Regierung und die EU zur 
Schikanierung der darbenden Hobbybastler beschlossen. ;-)

A. O. schrieb:
> Ist es eigentlich innovationsfördernd oder -hemmend, wenn dann z.B. den
> Schülern, Azubis, Studenten und Hobbybastlern der Weg zur Ware, die es
> in vielen Fällen in Europa gar nicht gibt, mindestens erschwert, dazu
> verteuert und verkompliziert oder gar ganz abgeschnitten wird?

Streichung von Steuerausnahmen und Subventionen werden regelmässig von 
allen gefordert. Ausser natürlich, wenn es einen selbst betrifft!

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6471213 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jürgen S. (avus)


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A. O. schrieb:
> Wer ist hier eigentlich so sinnentleert und verteilt die ganzen
> Minuspunkte, z.B. für den Eröffnungsbeitrag?
Keine Ahnung. Meine Beiträge werden vom schnöden Volk aber geliebt und 
hochpositiv bewertet. Das liegt daran, daß ich die Haare schön habe. 
Kämmt euch halt anständig.

von Forgoden  . (forgoden)


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A. O. schrieb:
> Wer ist hier eigentlich so sinnentleert und verteilt die ganzen
> Minuspunkte, z.B. für den Eröffnungsbeitrag?

Das sind so Mobbing-Proleten die es witzig finden, den Threadersteller 
an den Pranger zu stellen und damit Tomaten (=Negativbewertungen) zu 
bewerfen.

von Jürgen S. (avus)


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Krampfdrohne  . schrieb:
> Das sind so Mobbing-Proleten die es witzig finden, den Threadersteller
> an den Pranger zu stellen und damit Tomaten (=Negativbewertungen) zu
> bewerfen.
Zum einen. Zum anderen sind es solche, die ungewaschen und mit 
verfilzten Haaren vor dem Rechner sitzen. Diese haben eine starke Lobby, 
und verfälschen und verzerren das Bewertungssystem, wie man sieht. 
Schrecklich!
Da hilft nur eins: Die Lagerbestände von aliexpress bezüglich 
Hygieneartikeln leerzukaufen. Kämme, Bürsten, Haargel, Kopflausentferner 
etc..

von Thomas O. (kosmos)


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hier mal eine Mail die ich auf Nachfrage bezüglich der Registrierung vom 
Zoll bekommen habe.
Im Rahmen der Umsetzung des Mehrwertsteuerdigitalpakets wird zum 1. Juli 2021 unter anderem die derzeit vorgesehene Umsatzsteuerbefreiung für die Einfuhr von Kleinsendungen mit einem Wert bis 22 Euro, wie sie insbesondere im E-Commerce vorkommen, entfallen.

Mit der Fachanwendung ATLAS-IMPOST können Unternehmen, aber auch Privatpersonen, welche sich bei der zoll- und ein-fuhrumsatzsteuerrechtlichen Abwicklung für ihre bestellten Sendungen nicht vertreten lassen wollen, auf elektronischem Wege Informationen austauschen. 

Für Privatpersonen wird die Möglichkeit zur Erfassung des neuen Zollanmeldungstyps IPK (Internetanmeldung für Post- und Kuriersendungen mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro) über eine Internetplattform geschaffen, welche über das BuG (Bürger- und Geschäftskundenportal) zugänglich sein wird.
Als Zugangsmittel zu diesem Portal ist E-Mail und Passwort, ELSTER oder Personalausweis möglich.
https://www.zoll-portal.de/bug-frontend-idpp/startseite/MID00_01_Startseite_BenutzerAnmelden.xhtml

Die Informationen in dieser Rubrik dienen einem ersten Überblick und sind als nicht abschließend und vorläufig zu betrachten.
 
Soweit die vorstehende Antwort fachliche Ausführungen enthält, begründen diese keine Rechtsansprüche.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag ....

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