Empfehlung für "primitive" Temperaturerfassung gesucht

#6461890
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Guten Morgen zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, daher erstmal ein 
freundliches "Hallo" in die Runde.

Ich möchte nur zwei Temperaturen erfassen und diese loggen.
(VL / RL einer Heizungsanlage)

Eine hohe Auflösung / Messgenauigkeit brauche ich da nicht unbedingt.
Das Ganze soll auf einem windowsbasierten Industrierechner laufen, der 
da für das Fernleitsystem ohnehin im Keller werkelt.

Alle "gängigen" Lösungen sind irgendwie "mit Kanonen auf Spatzen" 
schießen; ich hatte erst an eine (alte) Messkarte von Meilhaus etc. 
gedacht (der Rechner hat sogar noch einen ISA Steckplatz) - das ist 
kostenmäßig aber uninteressant - die Dinger werden ja immernoch 
gehandelt wie Goldstaub.

Für sowas eine Logo zu vergewaltigen...ist jetzt auch etwas "drüber".

Es geht nur um die reine Aufzeichnung und Darstellung der Werte, da soll 
nix geregelt werden. Anlegefühler wären ausreichend. (KISS Prinzip 
halt.. ;)   ) Hat da jemand eventuell einen Tipp?

Danke im Voraus!
Gast #6461937
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Holger schrieb:
> Und wie hast du dann deine 1-Wire Sensoren am PC angeschlossen?

Ich habe genau wie der TO einen alten Rechner dafür am laufen, einer 
mit seriellem Anschluss. Am seriellen Anschluss kannst du direkt die 
Sensoren im Parasit-Modus anschliessen und mit LogTemp auslesen.
Ein kleinbisschen Hühnerfutter am seriellen Port und los gehts.

Wenn gewünscht, poste ich den Schaltplan....wobei Plan völlig 
übertrieben ist für das bisschen Zeugs.

Bittechön:
Sebastian S. schrieb:
> (der Rechner hat sogar noch einen ISA Steckplatz) -

Das bietet sich geradezu an.
#6466193
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Guten Morgen zusammen und vielen Dank für den zahlreichen Input!

Ich glaube, ich werde das mit der "direkt-an-rs232" Variante mal 
austesten.
Hintergrund bei der ganzen Nummer ist übrigens auch der Lerneffekt: mein 
10 jähriger Sohn ist immer sehr interessiert an solchen Projekten und 
ich bin der Meinung, daß es nie schaden kann, die Basics, die alte 
Technik auch mal kennengelernt zu haben und sie zu verstehen.

Wir sind ja auch Funkamateure und in diesem Metier gehört das 
Experimentieren und die damit verbundene Eigenausbildung ja zum täglich 
Brot. ;)

Also, vielen Dank nochmal, ich bestelle mir die Dinger mal.
#6466201
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Wenn Du noch einen unbenutzen VGA-Port hast, kannst Du den als I2C-Port 
missbrauchen. Das I2C da wird üblicherweise benutzt, um die Videotimings 
aus einem kleinen EEPROM im Monitor auszulesen.

Pin 15: SCL
Pin 12: SDA
Pin 5: Ground für I2C
Pin 9: +5V (meistens jedenfalls)

Unter Linux ist der I2C direkt aus dem Userspace als /dev/i2c? 
zugänglich, bei WIndows ist es komplizierter.

Das geht prinzipiell auch bei HDMI und DVI, nicht aber bei DisplayPort.

fchk
Gast #6466262
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Sebastian S. schrieb:
> Ich glaube, ich werde das mit der "direkt-an-rs232" Variante mal
> austesten.

Du kannst dir auch eine Ausleseroutine selbst schreiben unter Verwendung 
von digitemp, z.B.:
https://www.digitemp.com/software.shtml

hier ein Beispiel wie es jemand umgesetzt hat: 
https://loetmeister.de/computer/digitemp.htm

Viel Spass und (Lern)Erfolg damit.

Noch nachschieb: Der 1-Wire-Bus braucht kein Koaxialkabel, jedoch sollte 
das Kabel geschirmt sein.
Ich hatte das Problem, dass ein in der Nähe platzierter 
Frequenzumrichter den Bus massiv gestört hatte.
Gast #6466401
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Klaus R. schrieb:
> Mein PC hat aber keine serielle Schnittstelle mehr.
> mfg Klaus

Es gibt USB zu ser. Adapter

Dabei muss man aber eines beachten, der ser. Port eines PCs sendet Pegel 
von ca. 12V und erwartet auch in etwa solche.
Ein USB arbeitet aber nur mit 5V was zu wenig ist für den Parasit-Mode.

Deshalb empfiehlt sich beim Betrieb mit USB dem Sensor als dritte Ader 
eine VCC von dauerhaft 5V zu liefern.
Gast #6466452
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Udo S. schrieb:
> Vieleicht möchtest du das in einen kleinen Artikel packen oder in
> Projekte und Code?

Hallo Udo, danke für die netten Worte :-)

Diese von mir geposteten Verfahren sind uralt, davon gibt es noch ganz 
viele Seiten im Netz. Auch das Proggi LogTemp gibt es schon seit ewigen 
Zeiten.

Ich habe jetzt nur nochmal alles zusammen gesucht, weil die Mimik bei 
mir bis zum heutigen Tag im Einsatz ist.

Ich habe unzählige dieser DS18b20 in Hülsen versenkt und im ganzen Haus 
verteilt, auch Kesseltemperaturen messe ich damit, Solarspeicher etc., 
siehe Fotos.
Angehängte Dateien:
#6466519
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Was um alles in der Welt kann man mit Vorlauf- und Rücklauftemperatur 
anfangen?
Ohne den Durchfluss zu kennen?

Klar, man kann schöne, bunte Linien malen, eine großziffrige 
Digitalanzeige mit Lebenszeichen füllen - und das gleich zweimal - aber 
sonst?
Wird schnell genug gemessen, kann man auch eine halbe Platte, pro Jahr, 
mit Messdaten füllen. Aber wozu?

Das ein Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur besteht, 
sollte eigentlich jedem, mit etwas Bildung/Phantasie, klar sein.
Und das selbst noch nach längerer Zeit im Stillstand.
Gast #6466521
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Ums komplett zu machen:

Man muss nicht unbedingt einen Rechner bemühen um den 18b20 auszulesen.
Wer nur eine Anzeige braucht, der ist auch damit gut bedient:
https://www.ebay.de/itm/0-56-DS18B20-Digital-Thermometer-Waterproof-Temperature-Sensor-Probe-DC-12V-24V-/143354683608?var=&hash=item21609ae0d8

Solche kleinen Module habe ich auch in Betrieb, z.B. in meiner Sauna.

Grosser Vorteil des 18b20 ist, dass das Kabel so gut wie beliebig lang 
sein kann.
#6466795
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Sebastian S. schrieb:
> Was um alles in der Welt kann man mit Vorlauf- und Rücklauftemperatur
> anfangen?
> Ohne den Durchfluss zu kennen?[...]
> Das ein Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur besteht,
> sollte eigentlich jedem, mit etwas Bildung/Phantasie, klar sein.

Naja, so eine Anlange ist ein schwingendes System... Die Erfassung der 
Spreizung bei unterschiedlichen Anlagenzuständen oder bei 
Temperaturanforderung etc. pp. ist recht interessant. Steuerung der 
Rücklaufanhebung oder so. Sollte eigentlich jedem mit etwas Bildung klar 
sein.


PS: Die Durchflußmenge wird bereits gemessen. ;)
Gast #6466895
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Wolfgang schrieb:
> Wie meinst du das?
> Im Parasite power Mode muss die Eingangsspannung des DS18B20 lt. DB
> mindestens 3.0V betragen.

Ja und das wird nicht zuverlässig erreicht am USB-ser. Converter.

Sebastian S. schrieb:
> Naja, so eine Anlange ist ein schwingendes System... Die Erfassung der
> Spreizung bei unterschiedlichen Anlagenzuständen oder bei
> Temperaturanforderung etc. pp. ist recht interessant. Steuerung der
> Rücklaufanhebung oder so. Sollte eigentlich jedem mit etwas Bildung klar
> sein.

Klar, solche Aufzeichnungen sind sehr interessant, da gibt es eine Menge 
Parameter zu bewerten, was garnicht so einfach ist.

Der Durchfluss ist dynamisch, der ändert sich ständig.
Viele dieser Umwälzpumpen sind druckgesteuert, nicht volumengesteuert.
Je nachdem wieviele Heizkörper aufgedreht werden, ändert sich das 
Volumen.

Das ist jetzt aber wieder ein ganz anderes Thema, welches an sich 
bestimmt wieder einen endlosen Faden hier im Forum ergeben würde, 
deshalb gehe ich da nicht näher drauf ein.

Warum und wozu eine solche Aufzeichnung gewünscht ist, ist auch nicht 
Gegenstand der Diskussion hier.

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