Forum: Offtopic RPi4 im Gehäuse


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von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Ein einfaches Notebook wäre vermutlich sinnvoller.
Vermutlich wird sich das Teil nicht durchsetzen, denn Tablets sind viel 
moderner und besser zum angeben...

: Bearbeitet durch User
von Rainer S. (enevile) Benutzerseite


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100Ω W. schrieb:
> Ein einfaches Notebook wäre vermutlich sinnvoller.
> Vermutlich wird sich das Teil nicht durchsetzen, denn Tablets sind viel
> moderner und besser zum angeben...

Auch zum Basteln für Projekte mit Steckbrett?

Habe ein ähnliches aufgebaut nur das er hinter dem Bildschirm hängt und 
die GPIO auf einem Steckbrett mit Beschriftung raushängt. Maus & 
Tastatur kabellos.

: Bearbeitet durch User
von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Rainer S. schrieb:
> Auch zum Basteln für Projekte mit Steckbrett?

Das geht mit der gennanten Hardware nicht mehr, aber an wie viel Prozent 
davon werden die GPIOs eigentlich verwendet und wie viele davon landen 
danach in einem Schrank und werden vergessen?

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Na ja, sowas wie den "User-Port" als Buchsenleiste rausführen wäre nicht 
verkehrt gewesen.

von (prx) A. K. (prx)


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100Ω W. schrieb:
> denn Tablets sind viel
> moderner und besser zum angeben...

Anderer Markt. Diesen modernisierten Brotkasten nimmst du nicht 
unterwegs mit und zu Hause ist nicht weit her mit angeben.

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas G. schrieb:
> Na ja, sowas wie den "User-Port" als Buchsenleiste rausführen wäre nicht
> verkehrt gewesen.

Was ist der "User-Port"? Die Pinleiste ist rausgeführt.

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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(prx) A. K. schrieb:

> Was ist der "User-Port"? Die Pinleiste ist rausgeführt.

Ach, sorry. Hatte ich auf den Handybildern auf die Schnelle nicht 
gesehen. Mit User-Port meinte ich natürlich die Pinleiste.

von A. N. (bastelmaniac)


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Keine Ahnung, wer diese ominösen Schüler sein sollen, denen man solche 
Dinge verkaufen will.

Arme Schüler? Es gibt tonnenweise gebrauchte PCs in der gleichen 
Preisklasse, die erheblich mehr Performance besitzen.

Schüler in armen Ländern, die zusätzlich eine schlechte Stromversorgung 
haben? Dann ist das inkonsequent zu Ende gedacht, wenn der Monitor 
erheblich mehr als der rPI 400 verbraucht.

Schüler, die Elektronik lernen möchten? Irgendwie doofe Idee, wenn der 
"User Port" dazu führen kann, dass gleich der gesamte PC zerstört wird, 
weil der Schüler einen Fehler gemacht hat.

Irgendwie ist dieses Schülerdings nur ein Alibi. Nur für was?

Ich finde den rPI 400 durchaus interessant, sogar als Mini-Server, der 
gleich das Meiste dabei hat, um vor Ort Einfluss nehmen zu können. Als 
kleine Terminal-Lösung für einfache Einsatzzwecke, klasse! Als fast 
All-In-One-Bastel-PC im Sinne, dass der "User Port" die altgedienten 
Seriellen und Parallelschnittstellen ersetzt, in Tradition des C64 usw., 
auch gut! Usw. usf.

Aber Schüler? Hä?

von Matthias S. (da_user)


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A. N. schrieb:
> Als
> kleine Terminal-Lösung für einfache Einsatzzwecke, klasse!

Wenn darauf die entsprechenden Fernwartungstools (VNC, RDP, Moolight) 
vernünftig laufen, wäre das ein interessantes Terminal um von "überall" 
auf der Welt her auf seine Work-/Gamestation daheim zuzugreifen.

von Le X. (lex_91)


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Thomas G. schrieb:
> Mal wieder was Neues:
> 
https://www.heise.de/tests/Raspberry-Pi-400-im-Tastaturgehaeuse-nicht-nur-fuer-Schueler-4942922.html

Find ich prinzipiell gut gelungen.
Wobei ich persönlich die Tastatur nicht bräuchte.

Ich warte ja schon lange auf ein vernünftiges Gehäuse um aus dem Pi eine 
saubere Settop-Box mit akzeptablen WAF zu bauen (mit integriertem 
aktiven Hub, Massenspeicher, und, ganz wichtig, einem Ein-/Ausschalter).

Das verlinkte kommt dem noch am nächsten aber wie gesagt, die Tastatur 
brauch ich nicht.
Trotzdem, gute Idee.

: Bearbeitet durch User
von S. R. (svenska)


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100Ω W. schrieb:
> Ein einfaches Notebook wäre vermutlich sinnvoller.

An meinem (dummen) Fernseher hängt ein antikes Notebook, dem ich das 
(zerbrochene) Display abmontiert habe, für vertrauenswürdiges Streaming.

Dafür wäre das Teil ein wunderbarer Ersatz. Habenwill. ;-)

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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von Johannes S. (jojos)


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Le X. schrieb:

> Ich warte ja schon lange auf ein vernünftiges Gehäuse um aus dem Pi eine
> saubere Settop-Box mit akzeptablen WAF zu bauen

https://www.reichelt.de/gehaeuse-fuer-raspberry-pi-4-alu-m2-schwarz-rpi4c-argon-m2-p291214.html?search=argon

Habe noch den Vorgänger ohne m.2, sehr schicke Lösung.

von Marek N. (bruderm)


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Nett, erinnert mich an den ZX81-Türstopper mit dem ich programmieren 
gelernt hab.

von Le X. (lex_91)


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Johannes S. schrieb:
> 
https://www.reichelt.de/gehaeuse-fuer-raspberry-pi-4-alu-m2-schwarz-rpi4c-argon-m2-p291214.html?search=argon
>
> Habe noch den Vorgänger ohne m.2, sehr schicke Lösung.

Hi Johannes,
ja, der ist wirklich sehr schick.
Bisher kannte ich nur:
https://www.amazon.de/SB-Components-Raspberry-Integrierter-Fernbedienung/dp/B00SEGYY7C
Das war jahrelang das einzige auf den Markt, habs aber aufgrund mancher 
durchwachsener Kommentare nie gekauft.

Muss aber meine Aussage revidieren:
Mit dem Erscheinen des Pi4 hat sich wohl einiges getan.
Mittlerweile findet sich wirklich eine brauchbare Auswahl an 
vorzeigbaren Gehäuse mit integrierter Elektronik.
Sommer letzten Jahres als das Thema bei mir wieder aktuell war war die 
Luft da noch dünn.

Einziger Wermutstropfen:
Den kleinsten Intel NUC gibts teilweise schon günstiger als einen Pi4 
mit vergleichbarer Ausstattung.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (da_user)


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Le X. schrieb:
> Den kleinsten Intel NUC gibts teilweise schon günstiger als einen Pi4
> mit vergleichbarer Ausstattung.

Der dürfte dann ein bisschen mehr Power haben?

Was ich vermisse, ist so eine richtige "unsichtbar hinter dem 
Bildschirm"-Lösung. Also auch technisch unsichtbar:
Hinten an den Bildschirm ranhängen, einmal Strom hinziehen, ggf. noch 
Netzwerk, Tastatur/Maus anklemmen und den RasPi mit dem Bildschirm ein- 
und ausschalten.

von Le X. (lex_91)


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Matthias S. schrieb:
> Was ich vermisse, ist so eine richtige "unsichtbar hinter dem
> Bildschirm"-Lösung. Also auch technisch unsichtbar:
> Hinten an den Bildschirm ranhängen, einmal Strom hinziehen, ggf. noch
> Netzwerk, Tastatur/Maus anklemmen und den RasPi mit dem Bildschirm ein-
> und ausschalten.

Es gibt VESA-Halterungen für den Raspi, aber diese haben halt die 
gleichen Nachteile wie die unzähligen Wald-und-Wiesen-Gehäuse: kein 
Netzteil, kein robuster Massenspeicher, kein aktives USB, kein 
Power-Schalter usw...
Das müsste man alles selber ranpappen, und dann schauts halt wieder aus 
wie Arsch-und-Friedrich.
Aber vielleicht kommt ja da noch was, im Bereich Settop-Boxen hat sich 
ja auch noch viel getan wie ich zu meiner Freude feststellen durfte.
Allerdings: bis ich aus dem Pi eine saubere, robuste und 
wohnzimmertaugliche Lösung gebaut habe ist der preisvorteil definitiv 
zusammengeschmolzen.

Ich bin mittlerweile soweit dass ich den Pi nur noch verwende wenn ich 
zwingend dessen Schnittstellen brauche (z.B. die SPI zur Ansteuerung 
meines Ambillight.
Für Bastelleien wie kleine Server, Mediaplayer etc. lege ich nen Zwanni 
drauf und nehm nen NUC.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (da_user)


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Le X. schrieb:
> Für Bastelleien wie kleine Server, Mediaplayer etc. lege ich nen Zwanni
> drauf und nehm nen NUC.

Mit einem NUC würde ich sowas sogar noch bevorzugt nehmen.

Le X. schrieb:
> Ich bin mittlerweile soweit dass ich den Pi nur noch verwende wenn ich
> zwingend dessen Schnittstellen brauche (z.B. die SPI zur Ansteuerung
> meines Ambillight.

Ambilight sollte doch auch mit einem per USB angestöpselten Arduino 
klappen?

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Also wenn ich mir den 400er so anschaue könnte ich schon wieder ins Holz 
beißen. Viele Sachen richtig gemacht, z.B. das Kühlblech unter die 
Tastatur um das Ding passiv zu kühlen, alle Schnittstellen auf einer(!) 
Seite, Aus-/Einschaltfunktion vorhanden. Aber dann waren sie wieder zu 
blöd es komplett richtig zu machen: Warum bitte verbaut man micro HDMI? 
Bei einem Raspberry der nur irgendwo verbaut wird oder rumliegt kann das 
ja noch passen, aber eine Tastatur wird zwischendurch auch bewegt und 
dafür sind die micro Anschlüsse bei den Querkräften absolut ungeeignet. 
Das normale HDMI Kabel verbreiteter sind, muss man da noch nichtmal 
erwähnen. Aber welcher Trottel bitte kommt auf die Idee Wlan unter das 
Kühlblech zu frickeln? Eine kleine Antenne etwas außerhalb wäre da 
deutlich besser gewesen, aber nein. Und warum hat man auf PoE 
verzichtet? Ich stelle mir gerade vor die Dinger werden irgendwo in 
einem Klassenzimmer benutzt, wie lange dauert es wohl bis die ersten 
Netzteile geklaut sind?

: Bearbeitet durch User
von Markus M. (mmvisual)


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Tim T. schrieb:
> Also wenn ich mir den 400er so anschaue...

Ich hatte hier ein RPi3 B+ rum liegen und dachte ich verwende diese in 
einem Gerät, dann habe ich mir doch noch ein RPi4er gekauft weil mehr 
RAM und ich brauche kein SWAP anlegen.
Als ich das dann tauschte durfte ich erst mal feststellen dass der 
Netzwerkstecker auf der anderen Seite ist - passte dann natürlich nicht 
in mein Gehäuse. Hätte man das nicht gleich lassen können?

Ansonsten bin ich mit dem RPi4er voll und ganz zufrieden. Lazarus 
übersetzte meine EXE in einem RPi3er in 6,5 Minuten, der RPi4 brauchte 
nur noch 2,5 Min.

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> Ich hatte hier ein RPi3 B+ rum liegen und dachte ich verwende diese in
> einem Gerät, dann habe ich mir doch noch ein RPi4er gekauft weil mehr
> RAM und ich brauche kein SWAP anlegen.

Ich hab mittlerweile einen 1B+, 2B, 3B, 3B+ und 4B rumliegen, von mir 
gekauft wurde dabei nur der 1B+, der Rest kam zu mir weil die 
Vorbesitzer doch nicht wirklich was damit anfangen konnten.

> Als ich das dann tauschte durfte ich erst mal feststellen dass der
> Netzwerkstecker auf der anderen Seite ist - passte dann natürlich nicht
> in mein Gehäuse. Hätte man das nicht gleich lassen können?

Tja, genau solche Sachen gehen einem dabei dann auf den Sack; aber durch 
die Micro-HDMI brauchten die eh neue Gehäuse da konnten sie auch das 
Netzwerk an eine für sie günstigere Position routen. Abgesehen davon 
wird das Ding eh so warm, dass es in die üblichen Gehäuse nicht 
eingebaut werden kann; wieder so eine Fehlentwicklung.

> Ansonsten bin ich mit dem RPi4er voll und ganz zufrieden. Lazarus
> übersetzte meine EXE in einem RPi3er in 6,5 Minuten, der RPi4 brauchte
> nur noch 2,5 Min.

Naja, dafür gibts Crosscompiler. Und wenn ich überlege das mein NanoPC 
mit N3700 auch nur 6W braucht, steht die Sinnhaftigkeit des RPi4 doch 
auf wackeligen Beinen. Weil im Ernst, wofür sollen die Dinger gut sein?
Wenn man sich die üblichen Verwendungszwecke anschaut, sieht man immer 
wieder die Unzulänglichkeiten:

-NAS -> Geht mit einem Richtigen NAS besser, schneller und hat noch ein 
ordentliches Gehäuse.
-Mediaplayer -> Sollten mittlerweile alle TV können, im Zweifelsfall nen 
FireTV Stick mit Sideload.
-Arbeitsrechner/Terminal -> NUC
-Hardwarebastelkram/Embedded System -> Oft reicht da ein AVR oder PIC, 
und für den Rest ist der RPi3+/4 mittlerweile am Ziel vorbei weil sie 
einfach zu viel Strom brauchen.

von (prx) A. K. (prx)


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Tim T. schrieb:
> Naja, dafür gibts Crosscompiler. Und wenn ich überlege das mein NanoPC
> mit N3700 auch nur 6W braucht, steht die Sinnhaftigkeit des RPi4 doch
> auf wackeligen Beinen.

Je nach Einsatzzweck kann ein PC beim Stromverbrauch günstiger 
ausfallen, als ein RasPi. Für Backups verwende ich einen alten Zwerg-PC, 
der mit 10W idle und ~20W aktiv (LUKS ohne AES-NI) zwar weit über dem 
RasPi liegt, meist aber nur einige Minuten am Tag eingeschaltet ist.

Denn das kann der RasPi ohne passende Zusatzhardware nicht: Sich unter 
eigener Kontrolle zeitgesteuert einschalten und nach getaner Arbeit 
wieder runterfahren. Ein PC jedoch schon. Auch Wake-on-LAN können heute 
die meisten PCs, nicht aber die RasPis.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Tim T. schrieb:
> -NAS -> Geht mit einem Richtigen NAS besser, schneller und hat noch ein
> ordentliches Gehäuse.
> -Mediaplayer -> Sollten mittlerweile alle TV können, im Zweifelsfall nen
> FireTV Stick mit Sideload.
> -Arbeitsrechner/Terminal -> NUC
> -Hardwarebastelkram/Embedded System -> Oft reicht da ein AVR oder PIC,
> und für den Rest ist der RPi3+/4 mittlerweile am Ziel vorbei weil sie
> einfach zu viel Strom brauchen.

Wie sieht es aus, wenn man eine vollwertige grafische Oberfläche haben 
und trotzdem direkt (selbstentwickelt) hardwarenah arbeiten möchte?

Gibt es da Besseres?

von Johannes S. (jojos)


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Chris D. schrieb:
> Gibt es da Besseres?

Meiner Meinung nach ein PC + μC per USB oder Ethernet angebunden. Die 
Raspi IO wären mir zum Basteln zu empfindlich und Erweiterungsboards 
kosten dann wieder soviel wie ein μC Board.
Ein einfacher NUC ist auch günstig und klein.

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Chris D. schrieb:
> Wie sieht es aus, wenn man eine vollwertige grafische Oberfläche haben
> und trotzdem direkt (selbstentwickelt) hardwarenah arbeiten möchte?

Treffer erwischt. Interessanterweise hat mich genau das auchmal zum 
Raspberry gezogen weil eben genau das die Lücke war, wo ich mit AVR und 
Co nicht hinkam.

In der Regel sehen die Lösungen mittlerweile dann aber oft so aus, dass 
man eine vorhandene Oberfläche Smartphone/Tablet/PC einfach mitbenutzt.

> Gibt es da Besseres?

Grundsätzlich nein, im Speziellen aber dann doch einer der gefühlt 1000 
anderen ARM/Atom Einplatinenrechner.

Aber mal aus Interesse, was für ein Projekt wäre es denn das eine 
vollwertige grafische Oberfläche braucht? Und ist damit X gemeint oder 
reicht der Framebuffer?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Johannes S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Gibt es da Besseres?
>
> Meiner Meinung nach ein PC + μC per USB oder Ethernet angebunden.

Ja, aber das ist dann auch schon wieder eine Zwischenschicht mehr - und 
auch deutlich langsamer.

> Die Raspi IO wären mir zum Basteln zu empfindlich

Hier werden die über simple Optokoppler entschärft. Geht durchaus 
zufriedenstellend.

> und Erweiterungsboards
> kosten dann wieder soviel wie ein μC Board.

> Ein einfacher NUC ist auch günstig und klein.

Aber immer noch deutlich größer - als der Zero W sowieso.

Und: den Zero W gibt es für 'nen Zehner.

Als kleine Maschinensteuerung mit Touch, direktem I/O und 
Fernwartbarkeit über WLAN/Bluetooth habe ich noch nichts Besseres 
gefunden.

Aber wie geschrieben: nur zu gerne hätte ich Alternativen im Bereich 
nackter Einplatinen-PCs

von Johannes S. (jojos)


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War auch erstmal nur so eine These...
Die RPi sind so günstig das sie schnelle uC ersetzen und die uC sind so 
fett geworden das sie auch schnell e Steuerungen inclusive Visu können. 
Und dann noch die Zwitter mit Dual Core M7/M4, A?/M4 der M/A+FPGA. Das 
ist schon die Qual der Wahl. Ich sehe es so das es vielfach auch durch 
die Verfügbare Manpower entschieden wird: jede Plattform ist nur so gut 
wie der Programmierer der die PS auch auf die Straße bringen kann.
Die Cortex-A haben sicher Vorteile durch embedded Linux was GUI angeht, 
die -M bei den vielfältigen Interfaces. GUI können die mittlerweile auch 
sehr gut, aber sowas wie touchGFX ist schon aufwändig und möchte für 
Änderungen neu kompiliert werden.
Und ich finde es spannend wie sich die X86 gegen die aufstrebenden ARM 
wehren können.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Besser gefallen hat mir aber im Vergleich zum Raspberry Pi 400 das 
Pt-Top 3 Gehäuse. Leider geht das nur für den Raspi 3 und nicht mehr für 
den Raspi 4. Angeblich wird daran gearbeitet.

https://www.pi-top.com/products/pi-top-3
https://knowledgebase.pi-top.com/knowledge/compatibility
https://blog.pi-top.com/how-to-connect-a-raspberry-pi-4-to-your-pi-top-3-franken-3-build

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Tim T. schrieb:
>> Gibt es da Besseres?
>
> Grundsätzlich nein, im Speziellen aber dann doch einer der gefühlt 1000
> anderen ARM/Atom Einplatinenrechner.
>
> Aber mal aus Interesse, was für ein Projekt wäre es denn das eine
> vollwertige grafische Oberfläche braucht? Und ist damit X gemeint oder
> reicht der Framebuffer?

Das sind recht verschiedene Projekte. Ein Raspi steckt bspw. in meiner 
Steuerung für den Spritzgussautomat. Da kann und muss man Steuerzeiten, 
Drücke usw. einstellen können bis hin zum Verwiegen der fertigen Teile - 
insgesamt einige Parameter. Da ist eine grafische Oberfläche mit 
Touchfunktion wirklich sinnvoll. Dazu kommt dann noch eine Kamera zur 
Überwachung und VPN-Zugriff auf den Büroserver (der dann gesichert 
wird).

Als kleines Goodie kann ich mir die grafische Oberfläche hier oben auf 
den Bildschirm holen und die Maschine bedienen. Und selbstredend kann 
ich die grafischen Oberflächen von der Ferne aus direkt auf dem 
Zielsystem erstellen. Und ich kann mir jederzeit einen umfassenden 
Überblick über meine Maschinen und ihren Zustand verschaffen, sowohl 
über die aktuellen Daten als auch optisch.

Ein anderes Projekt realisiere ich gerade bei meinem 
CNC-Feindrehautomaten. Da geht es natürlich auch um Überwachung, aber 
hauptsächlich möchte ich an die alte Steuerung (Sinumerik 810) einen 
kleinen PC mit Touchscreen und vernünftiger Tastatur anflanschen, an dem 
ich viel einfacher meine Programme editieren, verwalten und sichern 
(dann auch per VPN auf unserem Büroserver) kann. Die Kommunikation mit 
der Maschine läuft über eine simple RS-232.

Beim Raspi bekommt man eben das ganze Paket für "umme" mitgeliefert: 
SSH, VPN, WLAN, Bluetooth, USB, X11-Umleitung usw. - und hat trotzdem 
eine sehr nahe Hardwareanbindung. Im einfachsten Fall sind das 
tatsächlich vier Optokoppler und Schieberegister (74HCT595 etc.) inkl. 
ULN und schon hat man mit zwei, drei Bauteilen eine robuste 
Hardwareschnittstelle für Schütze und Relais.

Und da sind die Bluetooth-Kopfhörer noch gar nicht drin, die ich über 
den Raspi am Automaten mit Radio oder Hörbüchern/Doku versorgen möchte, 
um die Zeit während der CNC-Produktion sinnvoller als durch Drücken von 
"Spannen" und "Start" zu nutzen ;-) Im Prinzip könnte man so auch 
Video-Dokus schauen.

Es ist die Summe der positiven Eigenschaften. Dazu kommt natürlich, dass 
wir hier ausschließlich in einer Linux-Infrastruktur arbeiten (LinuxCNC 
usw.). Andere Betriebssysteme gibt es nur in der VB.

Dieter D. schrieb:
> Besser gefallen hat mir aber im Vergleich zum Raspberry Pi 400 das
> Pt-Top 3 Gehäuse.

Gefällt mir sehr gut - erscheint mir aber noch etwas zu teuer. Endlich 
bestünde die Chance, seinen Laptop selbst aufzurüsten und man müsste ihn 
nicht komplett entsorgen

: Bearbeitet durch Moderator
von Le X. (lex_91)


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Chris D. schrieb:
> Beim Raspi bekommt man eben das ganze Paket für "umme" mitgeliefert:
> SSH, VPN, WLAN, Bluetooth, USB, X11-Umleitung usw. - und hat trotzdem
> eine sehr nahe Hardwareanbindung. Im einfachsten Fall sind das
> tatsächlich vier Optokoppler und Schieberegister (74HCT595 etc.) inkl.
> ULN und schon hat man mit zwei, drei Bauteilen eine robuste
> Hardwareschnittstelle für Schütze und Relais.

Dass der Pi für seine Nischen sehr gut ist und viel Features für wenig 
Preis mitbringt denke ich bestreitet niemand.

Allerdings ist er, m.M.n. nicht mehr die Wunderwaffe die er 2011 noch 
war.
Leistungstechnisch hat er sich zwar massiv weiterentwickelt, in den 
Bereichen wo ich ihn benutze spielt Leistung aber nur ne untergeordnete 
Rolle.

Ab dem Modell 2 konnte man damit recht gute Medienspieler und 
Retroconsolen bauen (mangels vernünftigem Gehäuse damals aber mit sehr 
niedrigem WAF).
Das ist heute nicht mehr nötig denn an meinen Fernseher kann ich alles 
nativ einstöpseln, Streamen geht in höherer Qualität und von mehr 
Quellen.

Außerdem hab ich den Pi gerne als Miniserver missbraucht, z.B. für 
ioBroker, nextCloud, PiHole.
Das Problem: der Pi braucht soviel Zusatzhardware (Speicher, Netzteil, 
Gehäuse etc.) das sich schon ab dem zweiten Server schon ein NUC lohnen 
würde.
Und der ist halt leistungsmäßig ne ganz andre Liga, inklusive 
komfortableren Handling usw., von der Robustheit garnicht erst zu reden.

Heutzutage sehe ich den Pi eigentlich nur noch bei hardwarenahen 
Anwendungen wo man zusätzlich Netzwerk (ssh), ein Filesystem und evtl. 
ne GUI möchte.
Also im Prinzip bei deiner CNC ;-)

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Le X. schrieb:
> Außerdem hab ich den Pi gerne als Miniserver missbraucht, z.B. für
> ioBroker, nextCloud, PiHole.
> Das Problem: der Pi braucht soviel Zusatzhardware (Speicher, Netzteil,
> Gehäuse etc.) das sich schon ab dem zweiten Server schon ein NUC lohnen
> würde.
> Und der ist halt leistungsmäßig ne ganz andre Liga, inklusive
> komfortableren Handling usw., von der Robustheit garnicht erst zu reden.

Natürlich :-)
Ich käme auch nicht auf die Idee, einen Raspi als Hauptserver 
einzusetzen. Da sind die NUCs (ich kannte die noch nicht) offenbar 
deutlich besser. Hier ist der Hauptserver ein älteres passiv gekühltes 
Mini-ITX-Board im passenden Gehäuse: vernünftige Stecker, gutes 
Netzteil, leise und deutlich unter 10W Leistungsaufnahme. Und das läuft 
jetzt schon sicherlich 10 Jahre.

> Heutzutage sehe ich den Pi eigentlich nur noch bei hardwarenahen
> Anwendungen wo man zusätzlich Netzwerk (ssh), ein Filesystem und evtl.
> ne GUI möchte.
> Also im Prinzip bei deiner CNC ;-)

Genau da sehe ich ihn auch. Tim meinte ja zuerst, dass der Raspi 
eigentlich mittlerweile überflüssig ist. Ich habe dann nur auf diese 
Nische hingewiesen :-)

Allerdings hat das Laptop-Gehäuse von Dieter durchaus etwas Reizvolles. 
Die Leistung würde mir persönlich vermutlich ausreichen. Die Chance, das 
Gerät aber selbst warten, um- und aufrüsten zu können, finde ich sehr 
interessant.

Und man muss natürlich auch sehen, dass gerade solche Gehäuse einfach 
Stückzahl brauchen, um überhaupt wirtschaftlich darstellbar zu sein. Es 
mögen andere Einplatinenrechner besser sein, aber der Raspi sticht da 
einfach mit der schieren Anzahl seiner Benutzer.

: Bearbeitet durch Moderator
von Le X. (lex_91)


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Chris D. schrieb:
> Tim meinte ja zuerst, dass der Raspi
> eigentlich mittlerweile überflüssig ist. Ich habe dann nur auf diese
> Nische hingewiesen

Ne, überflüssig ist er sicher nicht.
Aber ich setze ihn aus diversen Gründen nicht mehr so oft ein wie seit 
2011.

Chris D. schrieb:
> Es
> mögen andere Einplatinenrechner besser sein, aber der Raspi sticht da
> einfach mit der schieren Anzahl seiner Benutzer.

Da hast du Recht.
Wenn ich eine Anwendung für den Pi habe dann wird auch das Original 
eingesetzt und keines der dutzend Clones mit nem Core oder etwas RAM 
mehr.
Einfach aufgrund der Community-Größe und des Supports.

Frage aus Interese:
welches Display hast du an der CNC und mit welchem Toolkit hast du die 
GUI erstellt?
Reicht die Leistung des Zero?

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Le X. schrieb:
> Frage aus Interese:
> welches Display hast du an der CNC

Das ist sogar ein "originales" 7"-Display:
https://www.rasppishop.de/Raspberry-Pi-7-Touchscreen-Display

Hatte ich damals gewählt, weil man das schön in unser Edelstahlgehäuse 
einpassen konnte.

> und mit welchem Toolkit hast du die
> GUI erstellt?

Ganz einfach mit Tcl/Tk - damit erstelle ich schon seit vielen Jahren 
eigentlich alle meine Oberflächen, schon weil man dort Elemente im 
laufenden Programm ändern kann. Und: Tcl/Tk ist sehr schlank.
Man darf sich da auch nicht durch "sieht altbacken aus" älterer 
Tk-Programme verwirren lassen. Seit 8.x hat man - natürlich - "native 
look and feel" und kann die Oberfläche auch ansonsten sehr einfach an 
die jeweilige Oberfläche anpassen. Es gibt für Tcl auch entsprechende 
Libs, um die Raspi-Hardware direkt ansprechen zu können.

> Reicht die Leistung des Zero?

Den gab's damals noch nicht - das ist ein normaler Raspi 3B :-)

Aber ja, die Leistung reicht locker.
Schön ist natürlich auch, dass die Raspis wirklich sehr flott starten 
(kann man auch noch optimieren).

Bei meinem CNC-Automaten werde ich wohl auch einen "großen" Raspi 
einsetzen, einfach um eine vernünftige Video-Option und USB-Anschlüsse 
zu haben (17-Zoll-Touchscreen und USB-Tastatur). Man muss sich ja nicht 
kaputtsparen :-)

von Johannes S. (jojos)


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Das hier sieht nach interessanter Alternative aus:
https://www.crowdsupply.com/quantum-engineering/hackboard
Wobei ein RPi4 schon reichlich Power und Speicher für ein Embedded 
System hat.

von (prx) A. K. (prx)


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Le X. schrieb:
> Das ist heute nicht mehr nötig denn an meinen Fernseher kann ich alles
> nativ einstöpseln, Streamen geht in höherer Qualität und von mehr
> Quellen.

Wäre da nicht die Neugierde der Hersteller dieser Fernseher. Den 
einschlägigen Berichten zufolge gucken da immer zwei zu, einerseits du 
und andererseits die Datenerhebung von Samsung, LG, ...

von Joachim B. (jar)


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falscher Titel, das verwirrt doch nur!

Ein RPi400 ist kein RPi4!
Ein RPi400 hat KEINE 3,5mm Klinkenbuchse somit scheidet Kopfhörer aus.
Wieder mal ein Beispiel überlegener Entwicklungskunst. Als Audio 
Lieferant kommen also nur noch HDMI Geräte mit Lautsprecher in Frage, 
nicht mal DVI Monitore mit extra Klinkeneingang und alte TV mit FBAS/CAV 
3x Cinch auch nicht.

: Bearbeitet durch User
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