Ich möchte für ein Projekt einen "Einplatinencomputer" bauen. Stellt euch das nicht all zu groß vor, ich brauche aber einen soc, der groß genug ist um ein normales linux laufen zu lassen. Aber ich kann leider nur manuell also mit Lupe und heißluft löten. Auf das Board soll dann noch ein fpga, aber das ist dann eine andere Story. Wäre schön, wenn es hauptsächlich um das soc gehen würde. 😉 Vielen Dank im Voraus
Moin, Allwinner A13 ist in einem selber-loet-freundlichen Gehaeuse. Keine Ahnung, ob das Linux, was auf dem laeuft, "normal" genug fuer dich ist. Und ob du genuegend Doku dazu herkriegst. Gruss WK
Zumindest als prototyp könnte ich das machen. Ich glaub das ist auch das einfachste. Eigentlich war der Plan, dass es so klein leicht und energiesparend wie möglich wird.
Stefan S. schrieb: > Zumindest als prototyp könnte ich das machen. > Ich glaub das ist auch das einfachste. > Das ist bestimmt das billigste und schnellste. Am besten gleich irgendein Board mit FPGA mit eingebautem ARM-Gedoens. Dann muss man das FPGA nicht noch extra dranbasteln. > Eigentlich war der Plan, dass es so klein leicht und energiesparend wie > möglich wird. so "irgendwas wie moeglich" ist immer ein Scheiss-Plan. Gruss WK
Es geht drum, dass wir das als Mainboard für eine Drohne benutzen wollen... Und da ist jedes gramm wertvoll. Garantiert wäre ein fpga mit einem CPU Kern und RAM drauf das beste. Aber auch da hab ich keinen richtigen Überblick was es gibt.
Dann nimm einen NanoPi NEO Air-LTS Der hat alles was du brauchst.... SPI I2C USB Seriell Linux + WLAN 8 Gramm und alles ist fertig https://www.friendlyarm.com/index.php?route=product/product&path=69&product_id=151 Gruß Thomas
Stefan S. schrieb: > Aber ich kann > leider nur manuell also mit Lupe und heißluft löten Wenn Du bisher nicht anders Löten kannst, empfiehlt es sich das zu lernen. SoCs sind fast alle in BGA, DRAM genauso. Du schränkst Deine Möglichkeiten sonst extrem ein. Hier ist ein sehr guter Artikel zu dem Thema mit Vergleich der verschiedenen SoCs, Anforderungen, Designprozess etc.: https://jaycarlson.net/embedded-linux/
Wenn du einen SoC und ein FPGA brauchst, würde ich dir empfehlen einen Xilinx (Zynq) oder Altera SoC (Cyclone V Soc) zu nehmen. Diese vereinen ein ARM-SoC mit einem FPGA in einem Chip. Aber da ist quasi nichts bastlerfreundlich. Alles im BGA. Für ein Linux, das auch Spaß machen soll, brauchst du auch einiges an RAM. Es ist zwar theoretisch möglich ein Linux auf ein paar MB abzuspecken, aber das ist einfach kein Linux mehr, imho. Mindestens 128 MB RAM sollten es schon sein. Die gibt es dann auch wiederum nur im BGA. Und das Routing ist nicht 100 % trivial. Wenn man sichetwas an die Dev Boards hält, kann man auch mit recht überschaubarem Aufwand ein Beispiellinux für ein eigenes Board umbiegen. Wenn du dir zutraust so ein Board zu designen und manuell zu bestücken (Haben wir an der Uni gemacht: Cyclone V SoC + DDR3 RAM) kann das schon gehen, macht aber auch eher wenig Freude. Lieber bestücken lassen. Um das System kennenzulernen ist sowieso ein Dev-Board ratsam, um mögliche HW-Defekte auszuschließen und mit der SW zu spielen. Ein embedded Linux auf custom hardware braucht sehr viele Nerven. Wenn du wiklich was selbst basteln willst, wäre es bspw. auch möglich dir ein SoM (System on Module) mit einem ARM + RAM + SDKarte / Flash zu kaufen und dieses Modul auf eine eigene Platine zu stecken auf der dann ein kleinerer FPGA sitzt. Sowas wäre so ein System on Module: https://www.variscite.de/product/system-on-module-som/cortex-a9/var-som-solo-cpu-nxp-imx6 Soll es doch ein SoC FPGA (Zynq oder ä.) sein bieten auch verschiedene Hersteller Module an: Bsp: https://shop.trenz-electronic.de/en/TE0715-04-15-1I-SoC-Module-with-Xilinx-Zynq-XC7Z015-1CLG485I-1-GByte-DDR3L-4-x-5-cm Alternativ: Ein Raspberry Pi Zero + FPGA?
Stefan S. schrieb: > Eigentlich war der Plan, dass es so klein leicht und energiesparend wie > möglich wird. Stefan S. schrieb: > Es geht drum, dass wir das als Mainboard für eine Drohne benutzen > wollen... Und warum muss das ganze für den Einsatz in einer Drohne möglichst energiesparend sein? Es gibt doch wohl kaum eine andere Anwendung, bei der man so viel Energie und frische Luft zur Kühlung im Überfluss hätte. "Möglichst energiesparend" bedeutet heutzutage, die Leistungsaufnahme von Mikrowatt oder Milliwatt auf Nanowatt oder darunter zu drücken. Das bedeutet im konkreten Fall, unnötige Einschränkungen bei der Auswahl eines SoC oder FPGA zu machen. Ich schlage auch vor, ein fertiges Zynq-Aufsteckmodul von Trenz o.ä. zu verwenden. Die hierfür nötigen Fine-Pitch-Buchsenleisten im 0,5mm-Raster kann man noch ganz gut per Hand unter dem Mikroskop löten.
100Ω W. schrieb: > Warum nimmst du kein Rpi-Compute-Module? Thomas schrieb: > Dann nimm einen NanoPi NEO Air-LTS Stefan S. schrieb: > Eigentlich war der Plan, dass es so klein leicht und energiesparend wie > möglich wird. Hast du denn einen Plan, wie du es noch kleiner und energiesparender hinbekommen willst? Du wirst dich bei einem Eigenbau wohl auch an der Entwicklung des Linux Kernels beteiligen müssen, denn der schreibt sich nicht von selbst. Warum willst du denn Linux verwenden? Ist dir bewusst, dass Linux nur sehr bedingt Echtzeittauglich ist? Die Steuerung der Antriebe dürfte damit extrem schwierig werden.
Stefan ⛄ F. schrieb: > Du wirst dich bei einem Eigenbau wohl auch an der > Entwicklung des Linux Kernels beteiligen müssen, denn der schreibt sich > nicht von selbst. Naja. Wenn der Chip grundsätzlich unterstützt wird ist das lediglich ein grafisches kongfigurieren + devicetree zusammenkopieren. In der Regel wird bei Uboot mehr Aufwand fällig.
Stefan ⛄ F. schrieb: > Warum willst du denn Linux verwenden? Ist dir bewusst, dass Linux nur > sehr bedingt Echtzeittauglich ist? Die Steuerung der Antriebe dürfte > damit extrem schwierig werden. Naja, auf vielen Mehrkern-ARMen kann man ja mittels OpenAMP usw. einen Prozessorkern vom Linux-System abkoppeln und darauf eine separate Software laufen lassen. Allerdings ist das ganze nicht unbedingt eine Programmierübung für Anfänger.
Stefan ⛄ F. schrieb: > Warum willst du denn Linux verwenden? Ist dir bewusst, dass Linux nur > sehr bedingt Echtzeittauglich ist? Die Steuerung der Antriebe dürfte > damit extrem schwierig werden. Der FPGA neben dem SoC ist definitiv echtzeitfähig.
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