Ich habe bis dato nur 1.6mm FR4 benutzt.
Das ist mit der Laubsaege nur schwer zu bearbeiten.Deshalb meine Frage
wie stabil die Boards noch sind mit z.B. 0.8mm Dicke
Bei Elecrow gibt es ja folgende Auswahl:
0.6/0.8/1/1.2/1.6 und 2mm
Ich verwende nur die Eagle Free version fuer Schaltpan und Board-Layout
was bedeutet,dass alle meine Projekte mit weniger als 100mm*80mm
auskommen.
Die Boards werden mechanisch nicht sonderlich beansprucht-reine
"Tischprojekte",moechte aber auch nicht,dass sie sich wie Papier
verbiegen lassen....
Kann mir jemand dazu Infos geben?
MaWin schrieb:> Egal welche Dicke, FR4 Epoxy ruiniert deine Laubsägeblätter schnell.
Zuerstmal Danke fuer die Links.
Aber mal vom Saegen abgesehen:Wie sieht es allgemein der Stabilitaet bei
geringen Dicken aus?
Ich ordere Platinen von Elecrow - selbst erstellen (Hartpapier)mache ich
schon seit Jahren nicht mehr....
Toxic schrieb:> wie stabil die Boards noch sind mit z.B. 0.8mm Dicke>> was bedeutet,dass alle meine Projekte mit weniger als 100mm*80mm> auskommen.> Die Boards werden mechanisch nicht sonderlich beansprucht-reine> "Tischprojekte"
Unter den Umständen merke ich praktisch keinen Unterschied zwischen 1.6
und 1.0mm. Noch dünner war mir immer zu teuer.
> https://m.banggood.com/de/Minleaf-ML-MS1-220V-480W-Mini-Portable-Table-Saw-> Multifunctional-Handmade-Woodworking-Bench-Saws-Cutting-Tool-p-1692626.h tml
Das hat m.W aber nur ein HSS-Sägeblatt mit Durchmesser 60x8 mm (habe ich
von einem deutschen Anbieter gekauft, 61 Euro). Dafür gibt es m.W keine
HM-Sägeblätter.
Bauform B. schrieb:> Unter den Umständen merke ich praktisch keinen Unterschied zwischen 1.6> und 1.0mm. Noch dünner war mir immer zu teuer.
Das ist ne Antwort mit der ich leben kann......werde naechstens mal auf
1mm uebergehen...
Eben gecheckt: 0.6mm - 1.6mm gleicher Preis.Bei 2mm wird es allerdings
richtig teuer:statt 5€ muss man 25€ berappen ......
0.6 bzw. 0.5 mm dicke Leiterplatten, 1-seitig selber geätzt lassen sich
mit einer stabilen Schere bearbeiten.
Das Material selber ist immer noch sehr stabil aber nicht mehr steif, es
lässt sich biegen, biegt sich aber auch wieder zurück. Biegeradius
vielleicht bei 3-4 cm.
"Stabilität" ist wohl der falsche Begriff. In die Steifigkeit einer
Platte geht die Dicke in der dritten Potenz ein, d.h. 1 mm hat ca. 1/4
der Steifigkeit von 1,6 mm Dicke, 0,8 mm noch ca. 1/8.
MaWin schrieb:> Egal welche Dicke, FR4 Epoxy ruiniert deine Laubsägeblätter schnell.
Stimmt, weil die Laubsägeblätter heute nichts mehr taugen. Früher hat
ein Laubsägeblätter in FR4 locker 1 Meter geschafft und sogar 10 cm in
1.5 mm Kohlefaser. Dann konnte man mit einem Blatt 5 Edelstahlschrauben
M4 durchsägen.
Heute ist ein Laubsägeblatt in FR4 schon nach paar Zügen platt, die
restlichen paar cm muss man würgen. Kohlefaser geht nicht mal mehr ein
Zehntel mm, dann sind die Zähne rund. Die M4 Edelstahlschraube kann man
gerade mal ankratzen, dann streicht man die Geige.
Aber wir wollten ja alle billig. Also nicht meckern.
Denn die früheren Laubsägeblätter kosteten richtig Kohle.
Sägezahn schrieb:> Die M4 Edelstahlschraube kann man> gerade mal ankratzen, dann streicht man die Geige.
Mit Instrumentenbau kenne ich mich nicht aus, aber wenn ein
Laubsägeblatt mit so kleinen Edelstahlschrauben nicht klarkommt, nimmt
man die falschen Blätter. Metallblätter Zahnung 0 sollten passen. Öl
hilft.
FR4 mache ich aber auch mittlerweile lieber mit der Oberfräse als mit
Laubsäge. VHM-Fräser spiralverzahnt 1,6mm.
Sägezahn schrieb:> Also nicht meckern.> Denn die früheren Laubsägeblätter kosteten richtig Kohle.Sägezahn schrieb:> Früher hat ein Laubsägeblätter in FR4 locker 1 Meter geschafft und sogar> 10 cm in 1.5 mm Kohlefaser. Dann konnte man mit einem Blatt 5> Edelstahlschrauben M4 durchsägen
Warum sollte man "richtig Kohle" ausgeben um vier Schrauben zu kürzen
oder 10cm CFK zu sägen?
Das war früher genauso dämlich wie heute, da ändert die Qualität der
Sägeblätter nix.
Es gibt für jedes Material das passende Werkzeug, heute sicher mehr als
früher.
Christoph Z. schrieb:> Das Material selber ist immer noch sehr stabil aber nicht mehr steif, es> lässt sich biegen, biegt sich aber auch wieder zurück.
Wenn man da ausschöpft, sind Haarrisse bei draufgelöteten Bauelementen
vorprogrammiert.
Die Stabilität ist von der Größe, der Montageart und den verwendeten
Bauteilen stark abhängig, ausgebaute 1,6mm Eurokarten mit geringer
Bauteildichte kann man problemlos über die Länge verwinden. Eine 1mm
Leiterplatte welche mit geringen Abständen verschraubt ist kann auch
problemlos als Backplane mit VG-Leisten verwendet werden.
Ich persönlich weiche nur von den 1,6mm ab, wenn es wirklich notwendig
ist, 1,6mm kann eigentlich jeder Fertiger und ist ein Standardprozess
Zur Sägeproblematik, wir haben Nutzen welche in Streifenform gefertigt
werden, je nach Anwendung werden mal mehr oder weniger Nester verbaut,
wir Sägen uns die notwendige Menge mit einer normalen Metall-Bügelsäge
heraus und glätten die Sägekanten mit einer Feile, funktioniert
problemlos. Natürlich ist der Verschleiß an Sägeblättern höher als bei
der reinen Metallverarbeitung, bei der geringen Häufigkeit an zu
sägenden Leiterplatten fällt das nicht wirklich ins Gewicht.
Besorge dir FR-2 oder CEM-1.
Klärt deine Probleme mit der Säge.
Preiswerter ist es kaum.
Reicht für die meisten Anwendungen. Ist aber empfindlicher beim Löten.
Für LED ist mein Favorit CEM-1, da es schön weiß ist.
Toxic schrieb:> Ich habe bis dato nur 1.6mm FR4 benutzt.> Das ist mit der Laubsaege nur schwer zu bearbeiten.Deshalb meine Frage> wie stabil die Boards noch sind mit z.B. 0.8mm Dicke
Beim Chinesen kannst du dir fertig Platinen (auch in 0.8mm Dicke) fertig
gefräst für $2 bestellen und brauchst nicht mal eine Laubsäge :)
Aber zur eigentlichen Frage - ich hab ein paar 0.8mm Boards und sie
lassen sich schon leichter biegen. Aber instabil würde ich das nicht
nennen.
Kommt halt auch darauf an, was sie aushalten müssen.
Bernd Z. schrieb:> Eine Oberfräse wie im Link? Wie soll das denn gehen?> Da ist die Laubsäge aber um einiges praktischer und preiswerter.
Nein, wie in dem Link:
http://dl1dow.de/artikel/zweitspindel/Kresshalter_01_1024.jpg
Preiswerter ist die Laubsäge. Aber wenn man das andere halt gerade da
hat...
(Edit: Falsches Bild verlinkt)
Walter T. schrieb:> Preiswerter ist die Laubsäge.
Preiswerter ist gut. Mit Kanonen auf Spatzen schießen passt besser.
Die Laubsäge ist hier das Mittel der Wahl. Bleibt das Problem mit der
unterirdischen Qualität der Laubsägeblätter. Aberwitzig, dass die Kinder
damals bedeutend besseres Material in Händen hatten, wie heute die
Erwachsenen in der großartigen Neuzeit.