Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Bett bauen: welches Material?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Holzwurm (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Eigentlich bin ich ja auch eher im Bereich Elektronik und 
Metallbearbeitung unterwegs, aber jetzt wollte ich mich doch mal an den 
Bau eines Bettes aus toten Bäumen wagen.
Hintergrund ist, dass wir übergroße Matratzen haben, für die es nur ganz 
wenige fertige Betten gibt, die noch dazu meist sehr sperrig über die 
Matratzengröße hinaus sind, super teuer (1000€ aufwärts) und wir bislang 
auch nichts schönes gefunden haben. Und jetzt für ein halbgares Bett 
1500 Euro bezahlen ist nicht sonderlich reizend.
Daher dachten wir daran, ein einfaches Bett aus Holz zu machen. Ein 
Rahmen, Auflageleisten, eine Mittelleiste, Füße, fertig. Eventuell auch 
gleich ohne Füße sondern nur ein breiter Bettkasten.

Welches Material kann man für diese Anwendung sinnvoll nutzen? 
Buchenleimholz? Es sollte halt stabil sein, sich nicht verziehen und es 
muss auch nicht unbedingt zwei Tonnen wiegen. Jetzt gibt es natürlich 
noch Tischlerplatten und die diversen Arten von laminierten Spanplatten. 
Geht das auch, oder wird man da nicht froh bezüglich Stabilität und 
Formbeständigkeit? Ich kann hier natürlich auch keine gefrästen 
Spannsysteme verwenden, sondern wollte mit normalen Holzdübeln, 
Schrauben und Bettbeschlägen auskommen. Bekomme ich da bei 
Tischlerplatten / Faserplatten Probleme?

Zudem: wie bekommt man denn bei den Echtholzfurnieren die Schnittkanten 
wieder verschlossen?

von Holzwurm (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> aber jetzt wollte ich mich doch mal an den
> Bau eines Bettes aus toten Bäumen wagen

Auch dafür gibt es Foren.

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Stäbchenverleimte Buchenholzplatten gibt es in jedem Baumarkt in 18 und 
28mm. Das Zeug ist inzwischen recht preiswert.
Zugeschnitten bekommst du es auch. Dübelhilfe und Möbelverbinder.
Oder statt verdeckte Möbelverbinder mit einem Forstnerbohrer versenkte 
Schrauben mit Inbuskopf.
Wer es etwas exclusiver will nimmt z.B. säbchenverleimtes Bambus.

Spanplatten sind schwerer als alles andere bei weniger Festigkeit.
Wenn dann Tischlerplatten, aber dann musst du furnieren.
Kanten kann man mit Aufbügelfurnier abdecken. Das kann durchaus 20 jahre 
halten, wenn keiner dran rumgrubbelt.

gegen Verzug hilft eine kastenförmige Konstruktion.

Wegen der Stabilität geht auch Fichte/Tanne. Das ist leicht und leicht 
zu bearbeiten, hat aber eine sehr empfindliche weiche Oberfläche und es 
spreisselt viel stärker beim Sägen und Bohren.

: Bearbeitet durch User
von kenny (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Ich kann hier natürlich auch keine gefrästen
> Spannsysteme verwenden, sondern wollte mit normalen Holzdübeln,
> Schrauben und Bettbeschlägen auskommen. Bekomme ich da bei
> Tischlerplatten / Faserplatten Probleme?

Faserplatten wie zb MDF oder Multiplex könnte zu schwer werden.
Je nach Konstruktion kannst du Tischler- oder Stäbchenplatte nutzen.

>
> Zudem: wie bekommt man denn bei den Echtholzfurnieren die Schnittkanten
> wieder verschlossen?
Dafür gibt es Echtholz Umleimer.

von opitmist 3000 (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Buchenleimholz?

Lastverteilung und Stabilität erreicht man nicht durch Drachenleistchen. 
Breites Buchenleimholz ist schon mal ein guter Anfang. Allerdings gibt 
es Foren die mehr Infos haben. Auch Pflanzenroller als Unterbau wurden 
schon gesichtet.

von MaWin (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Zudem: wie bekommt man denn bei den Echtholzfurnieren die Schnittkanten
> wieder verschlossen?

Vergiss Funier.
Massivholz ist viel robuster und damit langlebiger, eine Scharte führt 
nicht gleich dazu dass man das Eingeweide sieht und abschleifen kann man 
Massivholzmöbel auch besser.

Als mir mal jemand sagte, er hat kein Geld, will aber seine Matratze 
nicht auf den Boden legen, sind wir in den Baumarkt gefahren. Dort gab 
es eine 2400x800x30 Buchenplatte für günstige 40 EUR, eine Dose 
Leinölfirnis, 4 Bettwinkel (Einhängebleche) und ziemlich viele 
Dachlatten.

Vom Brett liessen wir vor Ort 2m in 4 20cm Streifen zersägen, davon 2 
auf 146cm kürzen, den Rest in 4x11cm und 4x8cm Streifen. Mit den 
Bettbeschlägen zusammengehalten und die 40cm Stücke als Beine, 2 
Dachlatten als Auflage und 40 quer als Lattenrost und fertig war das 
Bett, robust zum drauf rumhüpfen, und noch heute schick, und das alles 
für unter 100 EUR, billiger als jeder Spanplattenramsch aus dem 
Möbelladen und ohne Holzwerkstatt baubar.

Heute gibt es Buche wohl nicht mehr so billig, aber Eichebohlen werden 
hier gerade günstig angeboten - man bräuchte bloss eine Abrichte..

von Gerald K. (geku)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich würde als Material für mein Bett Zirbenholz verwenden.

Anregungen und Erklärungen siehe :

https://bauer-holz.at/konstruktionsholz/zirbenholz/

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im alpenländischen Raum ist Zirbenholz beim Bettbau das ultimative 
Material!
Esoterisch angehauchte Geister bauen sich dann auch Betten ohne 
Metall;-)

Google einfach mal! Irgendwo bei YouTube hab ich auch mal filmchen zum 
Selbstbau mit Zirbe gesehen

von Manuel (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wieso nicht aus Metall? Kann man wunderbar zerlegbar machen z.B. mittels 
Rohrverbinder im Gerüstbau...

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Gerald K

Sorry - hatte deinen Beitrag zu spät gesehen

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Eine Buchenleimholzplatte für die Küchenmöbel (Arbeitsplatte) kann man 
sich im Baumarkt zusägen lassen. Angebote gibt es öfters zu finden 
zwischen 2,2-2,8m Länge im Baumarkt. Wirklich viel Zeit zum Ausmessen 
nehmen. Immer berücksichtigen, dass die Säge eine Schnittbreite hat und 
zum genauen Sägen auf Breite eine Seite als Anschlagseite benötigt wird.
Nicht vergessen später die Kanten rund zu schleifen. Tut sonst höllisch 
weh, wenn Du ran stößt.

von Sebastian S. (amateur)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Spanplatten sind so ziemlich das billigste was zu haben ist, aber echt 
beschissen zu bearbeiten. Ausnahmen sind natürlich die Breitseiten.
An den Kanten besteht das Zeug nur noch aus "Krümeln". Versuch da doch 
mal einen Stift, wie er zum Verleimen verwendet wird, passgenau zu 
versenken. Klar kein Problem mit einer Schablone zur Führung des 
Bohrers.

Da das Teil irgendwie in Richtung Kasten tendieren wird, also außen 
herum Bretter hochkant, sollte es mit der Stabilität, außer es geht um 
eine Zuladung oberhalb von 4 Zentnern, keine Probleme geben. Allerdings 
haben auch breite Bretter, bei einer Länge von 2 Metern, die Tendenz zur 
Seite auszuweichen auch wenn die ganze Familie auf der Kante stehen 
könnte. Also wenigstens eine Querverbindung.

Ein Bett, das unmittelbar auf dem Boden steht hat einen echt miesen WAF.
"Wie soll man denn da staubsaugen". Stehst Du aber auf geschlossene 
Räume, so bilde den unteren Bereich als eine riesige Schublade (auf 
Rollen) aus. Da kannst Du dann bequem alles Mögliche verstauen. Z.B. die 
Sommerbettausstattung oder so.

Hast Du keinen gut sortierten Maschinenpark zur Verfügung, so solltest 
Du von Konturen und abgerundeten Kanten Abstand halten. Sonst heißt es 
Tagelang schleifen mit meist mittelprächtigem Ergebnis.

: Bearbeitet durch User
von Johannes M. (johannesm)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es etwas exotischer sein soll, sieht Bambus "Leimholz" (eigentlich 
ein Gras) ganz nett aus. Habe alle meine Tische selber gebaut, 2 davon 
aus Bambus.
Mit Hartöl oder Hartwachsöl kann man dann ein schickes Finish machen.

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sebastian S. schrieb:
> Hast Du keinen gut sortierten Maschinenpark zur Verfügung, so solltest
> Du von Konturen und abgerundeten Kanten Abstand halten.

Zum abrunden von Kanten reichen aber billige Oberfräsen aus China, die 
man in Baumärkten für deutlich unter 100€ findet

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Manuel schrieb:
> Wieso nicht aus Metall? Kann man wunderbar zerlegbar machen z.B. mittels
> Rohrverbinder im Gerüstbau...

Man könnte auch was schönes aus verzinkten Rohren aus den Klempnerbedarf 
bauen.
Brauchst du nur einen Gewindeschneider für die Enden, Winkel gibt es so 
zu kaufen.
Musst nur noch für die Lattenroste ein paar Winkel einschweißen.
Am Ende pulverbeschichten lassen und du hast was tolles.
Rückenteil kann man dann auch noch mit schönem Holz gestallten.

von Reinhard S. (rezz)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Hintergrund ist, dass wir übergroße Matratzen haben, für die es nur ganz
> wenige fertige Betten gibt, die noch dazu meist sehr sperrig über die
> Matratzengröße hinaus sind,

Was hast du für eine Übergröße? 220x180 (für 2 Matratzen) mit schmalem 
Rand hab ich für ~300€ gekauft. Ohne Matratzen und Lattenroste.

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich denke Buche dürfte am stabilsten sein!

Holzwurm schrieb:
> Zudem: wie bekommt man denn bei den Echtholzfurnieren die Schnittkanten
> wieder verschlossen?

komische Frage von einem "Holzwurm"
Es gibt Echtholzfurniere zum aufleimen, aufbügeln.

Holzwurm schrieb:
> Ein
> Rahmen, Auflageleisten, eine Mittelleiste, Füße, fertig. Eventuell auch
> gleich ohne Füße sondern nur ein breiter Bettkasten.

mach doch, es gibt Bretter!
es gibt Möbelverbinder
https://www.selbst.de/assets/sites/default/files/pictures/step_by_step_bauanleitung/moebelverbinder-10.jpg

ZIPBOLT™ System Spannverbinder
https://www.knapp-verbinder.com/produkte/moebelbau-und-holzkonstruktionen/

https://www.lignoshop.de/verbindungsbeschlag/korpus-moebelverbinder/Zargenverbinder-DUO-62-15.html

zusätzlich zu den schon genannten Holzdübeln.

glauben wir mal das es kein Trollthread ist!

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Welches Material kann man für diese Anwendung sinnvoll nutzen?

Mal eine kleine Zusammenstellung:
- Bretter aus dem Baumarkt - aus billiger Fichte etc. = leicht, aber 
ieks.
- Spanplatten: sauschwer und setzen sich mit der Zeit, wenn man nicht 
mit passenden Leisten etwas dagegen unternimmt, auch ieks.
- Multiplex-Platten (quasi besseres Sperrholz): konstruktiv sehr gut, 
auch für den Laien zu verarbeiten, das Aussehen der Flächen ist 
Geschmackssache, aer die Kanten sehen eher nicht gut aus. Das kann man 
hinkriegen, indem man auf die Kanten eine passable Leiste klebt - aber 
wieviele Verleimzwingen hast du bereits?
- echtes Vollholz: Finger weg, das sieht zwar am schönsten aus und ist 
auch eine sehr stabile und durable Sache- aber nur, wenn das vom 
Schreiner fachgerecht angefertigt ist. Beim Laien ohne 
Schreinerwerkstatt: aussichtslos.
- Leimholz: ist OK, ist auch (fast) massiv, ist recht formstabil - aber 
nicht aus dem Baumarkt. Dort gibt es nur keilverzinktes Zeug, also wo 
zuerst eine "Endlos"-Latte erzeugt wird und aus dieser dann die Fläche 
zusammengeleimt wird.
Suche lieber nach Leimholz aus durchgehenden Streifen. Und nach 
Anbietern, die dir die Platten gleich auf die gewünschten Maße 
zuschneiden und liefern.
Siehe zum Beispiel sowas da:
https://www.deppe24.de/konfigurierbare-leimholzplatten
Die haben Buche, Eiche, Erle, Esche, Nußbaum. Das sollte dir ausreichen. 
Ach ja, "Wildeiche" ist Eiche mit häßlichen Fehlern. Nur für Leute, die 
auf "alternativ" stehen. Entsprechendes gilt für alle "Wild"blabla 
Hölzer.

W.S.

von Jasmin Buchholz (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Fichte oder Kiefer ist stabil genug, lässt sich gut bearbeiten und wiegt 
auch nicht so viel.

von Joachim B. (jar)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> - echtes Vollholz: Finger weg, das sieht zwar am schönsten aus und ist
> auch eine sehr stabile und durable Sache- aber nur, wenn das vom
> Schreiner fachgerecht angefertigt ist. Beim Laien ohne
> Schreinerwerkstatt: aussichtslos.

sehe ich nicht so, mit etwas Sorgfalt kann man schon einiges selber gut 
machen!

Gute Werkbank (ich hatte sogar nur eine billige 50,-€), 
Ständerbohrmaschine da geht einiges.

Für die schräge unsichtbare Verschraubung brauchte ich nicht mal eine 
Schablone.

von Holzwurm (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
220x100, also 220x200 fürs Doppelbett und mit Lattenrost der nach unten 
übersteht, also nicht vollflächig aufliegen kann (Motor).
Wir hatten erst eines aus dem Möbelhaus, sauteuer, da hat sich nach 7 
Jahren dann die Oberfläche aufgelöst. War so ein dämliches Kunstleder. 
Sauklobig, sauschwer, nie wieder!

von Holzwurm (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zirbenholz klingt ja ganz gut, aber das gibt's doch nicht als 220m 
Platten, oder? Außerdem bin ich mir nicht sicher, dass das wirklich so 
gesund ist. Die ausdünstenden Terpene wären böse VOC, wenn es ein 
künstliches Material wäre. Bei Nagetieren ist das ja ein akutes Problem:
https://www.afrma.org/pineproblem.htm

von Gerald K. (geku)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich würde verleimtes Vollholz und keine Spannplatten verwenden. 
Spannplatten dünsten Formaldehyd und andere giftige Substanzen aus, 
denen man dann die ganze Nacht ausgesetzt ist.

von MaWin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Walter K. schrieb:
> Zum abrunden von Kanten reichen aber billige Oberfräsen aus China, die
> man in Baumärkten für deutlich unter 100€ findet

Uff, Feile, Handhobel und Schleifpapier sind aus der Mode gekommen, ihr 
könnt keinen Finger mehr bewegen ohne die teure Unterstützung mit dem 
schicksten was euch die Werbung letztens als unverzichtbar anpries ?

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Uff, Feile, Handhobel und Schleifpapier

wenn das auch erst gekauft werden muss für ein Bett ist es doch egal!
Wird auch nicht billiger.

Nur Sandpapier auf Kork ist billiger!

von Heiner (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Ich kann hier natürlich auch keine gefrästen
> Spannsysteme verwenden, sondern wollte mit normalen Holzdübeln,
> Schrauben und Bettbeschlägen auskommen. Bekomme ich da bei
> Tischlerplatten / Faserplatten Probleme?

In Spanplatte und anderen Plattenwerkstoffen wie z.B. MDF kann schrauben 
oder dübeln ein Problem sein, in Vollholz (egal ob Leimholz, irgendetwas 
Furniertes oder in anderer Form) ist das unproblematisch.

Allerdings würde ich von Holzdübeln und Schrauben für die 
Eckverbindungen abraten. Es ist nicht so einfach, das so zu gestalten, 
dass das Bett dauerhaft nicht knarrt. Die üblichen Beschläge sind die 
bessere Wahl, viele kann man schrauben, die versenkbaren, für die man 
ausfräsen oder -stemmen muss, sind tatsächlich nicht unbedingt für den 
Einsteiger. Für die Auflageleisten sind Schrauben aber völlig in 
Ordnung.

Das Projekt würde ich in Buche Leimholz geölt selbst in eher einfacher 
Ausführung bei 200-300 € sehen. Hübscheres Leimholz, ein anständiges 
Kopfteil, clevere Ablagesysteme, die Anschaffung von Werkzeug jenseits 
von Verbrauchsmaterial o.ä. ist für den Preis aber nicht drin.

Bei einer noch einfacheren Konstruktion aus gehobelten Kanthölzern wird 
es vielleicht noch billiger, wobei ich diese "Ersparnis" dann wohl eher 
nutzen würde, um im Holzhandel ein schöneres Holz in besserer Qualität 
zu kaufen.

Dazu kommt die eigene Arbeitszeit und ggf. benötigte Werkzeuge. Wirklich 
gespart ist da wenig, d.h. wenn man an dem Projekt selber keinen Spaß 
hat oder es wirklich auf ein paar Euros ankommt, macht das keinen Sinn. 
Mit dem Wechsel auf eine übliche Matratzengröße würde man sich dauerhaft 
das Leben einfacher machen, man merkt das auch bei der Bettwäsche.

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Heiner schrieb:
> Das Projekt würde ich in Buche Leimholz

denke ich auch, die bekommt man als Arbeitplatten auch in 2,20m wenn die 
Länge gebraucht wird

Heiner schrieb:
> geölt

muss man halt selber machen, ölen schleifen ölen schleifen immer wieder 
das kann toll werden.

Heiner schrieb:
> Es ist nicht so einfach, das so zu gestalten,
> dass das Bett dauerhaft nicht knarrt.

stimmt, das kenne ich zur Genüge, habe schon einiges versucht, Auflagen 
für den Lattenrost mit Flies gepolstert, die Holzdübel gefettet, aber 
die Stirnseiten der Seitenbretter zu den Bettpfosten knarren noch immer, 
vielleicht muss man da auch mal ein Flies einlegen!

Vermutlich knarren dann die Last tragenden Holzdübel von Seitenteil zu 
den Pfosten!
Wenn halt Holz auf Holz reibt und das wird es immer irgendwo knarren wo 
es beweglich bleibt!

von Holzwurm (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das ist ein super Tipp! Welche Beschläge helfen denn gegen das Knarren?

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Welche Beschläge helfen denn gegen das Knarren?

ich würde versuchen als Tragelemente statt Holzdübel Metall zu nehmen, 
da reibt schon mal nicht Holz auf Holz!
An den Bettpfosten gibt es Einhänger aus Metall, ich glaube ich sah die 
schon in den genannten Links

https://www.amazon.de/Gedotec-M%C3%B6belverbinder-Korpusverbinder-Bettverbinder-Einh%C3%A4nge-Verbinder/dp/B07R4N2STK

z.B. und die schön gefettet dürfte zumindest Holzknarren nicht mehr 
auftreten.

https://www.dds-online.de/technik/unsichtbar-selbstspannend-und-zerlegbar/
https://www.forumholzbau.com/pdf_14/nl86_knapp.pdf

von L. H. (holzkopf)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> 220x100, also 220x200 fürs Doppelbett und mit Lattenrost der nach unten
> übersteht, also nicht vollflächig aufliegen kann (Motor).

Welches Bett es sein soll ist letztlich eine Geschmacksfrage bzw. eine 
Frage dessen, was man gerne haben will.

Grundsätzlich stellt sich bei Doppelbetten auch noch die Frage ob die 
Matratze einstückig sein soll.

Ansonsten hat sich nicht von ungefähr eine bestimmte Bauform bewährt.
Nämlich die eines Stollenbettes:
https://www.google.com/search?q=stollenbett&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiFt4HPh-rsAhWK_qQKHXtFC8cQ_AUoAXoECAsQAw&biw=1366&bih=635#imgrc=QdbWpUnZ-b0mFM

Im Bild siehst Du, daß die Eckstollen "sparsam" ausgeführt sind, weil 
sie nur aus rechtwinkelig verleimten Brettern bestehen.
Erheblich besser ist es aber, wenn man die Stollen in das Kopf- und 
Fuß-Teil verlegt und die beiden seitlichen Längsteile in sie einhängen 
kann.
So, wie das z.B. hier ausgeführt ist:
https://www.google.com/search?q=stollenbett&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiFt4HPh-rsAhWK_qQKHXtFC8cQ_AUoAXoECAsQAw&biw=1366&bih=635#imgrc=pIE4ZKD7H2YieM

Ansonsten brauchst Du zum Bettbau nur Holz (am besten massiv), Leim, 
Schraubzwingen, einen Stechbeitel (zum Versenken der acht 
Einhänge-Beschläge aus Metall), ein paar Nägel und einen Schraubenzieher 
(für die 16 Senk-Schlitzschrauben der Beschläge).
Sowie zur Endbearbeitung:
- Schleifpapier Korn 40, 80, 100 und für evtl. Zwischenschliff v.a. bei 
Lackeinsatz 220.
- Öl, Wachs od. Lack + Verdünnung (zur Oberflächenbehandlung)

Bei den Beschlägen gibt es auch solche zweiteilige, bei denen der 
Stollenbeschlag zwei Langlöcher und der Beschlag an den Seitenbrettern 
zwei konisch geformte Haken hat.
Diese Beschläge haben sich deshalb bewährt, weil durch die konischen 
Haken enorme Zusammenspann-Kräfte beim Einhängen der Seitenbretter 
entstehen.
Alternativ kannst Du natürlich auch vier Winkeleisen (evtl. abgesenkt 
und innenliegend) verschrauben.

Seitenbretter:
- Stärke mindestens 20, besser 25mm
- Höhe mindestens 200mm
- Auflagelatten für den Lattenrost am besten bis zur Unterkante der 
Seitenbretter ausführen, weil das die Seitenbretter aussteift

Stollenstärke: mindestens 30, besser 40mm

von georg (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zitat aus 
https://www.manuela-stengl.de/was-ein-echtes-feng-shui-bett-ausmacht/

"Eines der wunderbarsten Hölzer für Bettrahmen ist übrigens 
unbehandeltes Zirbenholz."

Georg

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> Zum abrunden von Kanten reichen aber billige Oberfräsen aus China, die
>> man in Baumärkten für deutlich unter 100€ findet
>
> Uff, Feile, Handhobel und Schleifpapier sind aus der Mode gekommen, ihr
> könnt keinen Finger mehr bewegen ohne die teure Unterstützung mit dem
> schicksten was euch die Werbung letztens als unverzichtbar anpries ?

Das ist schon richtig! Aber Kanten mit bis zu 2,20m Länge auf z.B. 10mm 
Radius abrunden - mit Handhobel und Schleifpapier? Das will ich sehen - 
wie das aussieht, wenn einer nicht vorher ne Tischlerlehre gemacht hat - 
und zum erstenmal n Hobel in der Hand hat!

von Joachim B. (jar)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Grundsätzlich stellt sich bei Doppelbetten auch noch die Frage ob die
> Matratze einstückig sein soll.

kann ich nur abraten, Einer dreht sich der Andere hüpft mit, nicht 
wirklich entspannend, kommt aber aufs Alter, Verliebtheit und Gewicht 
an.

Früher konnte ich auch engumschlungen schlafen und musste nicht nachts 
raus :)

: Bearbeitet durch User
von falker (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim B. schrieb:
> Früher konnte ich auch engumschlungen schlafen und musste nicht nachts
> raus :)

Wie wahr, stell den Pott unters Bett, nicht den Feuerwehrhelm

von Dübelhorst (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Holz ist nebensächlich...wenn ihr schon übergrosse Matratzen braucht 
dann bettet ihr wohl übergrosse Leiber. Geh zu ATU, 4x 
Stossdämpferfedern, unter jede Ecke vom Bett eine und es läuft wie von 
selbst wenn die Fuhre einmal angeschoben hast, auch jenseitz der 2 
Zentner pro Abtropfgewicht pro Backenhaelfte. Der Hybridantrieb des 
Knick-Knack sozusagen, und Bitte Bitte an dieser Stelle, weil auch wenn 
du es noch nicht realisiert hast, du wirst es mir danken.

von Holzwurm (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mein Bettkasten s. Anhang.

von A. K. (foxmulder)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vor einigen Jahren hatte ich das gleiche Problem und hatte Bretter 27 x 
195 mm² aus Fichte genommen: 
https://www.possling.de/preisliste/Bau-_und_Tischlerholz_rau%7Cgehobelt/Bretter_und_Bohlen%2C_gehobelt/Fichte/Bretter_Fichte_gehobelt/katalog/511659/galerie/1/artikel.php 
Jeweils zwei übereinander mit ein bisschen Abstand (gut für die 
Belüftung) und die Eckpfosten aus 50 x 50 mm² Kantholz. Je zwei Dübel 
pro Brett und Ecke und ein paar lange Schrauben für unruhigen Schlaf ;-)

Die Bretter bestehen aus verleimtem Stabholz, verziehen sich nicht und 
lassen sich gut lasieren und/oder mit Klarlack streichen.
Die gezeigten Bretter sind in Folie verpackt und wurden mir auf Anfrage 
passend abgelängt: saubere, rechtwickelige Schnittkante. Für die Dübel 
hatte ich eine Schablone aus Alu verwendet.

von A. S. (achs)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> http://www.zabex.de/site/ehebett.html

Whow! Das sieht nach Arbeit aus. Und es spricht für Deine Frau, dass Du 
mit groben OSB-Platten anfängst und sie Dich trotzdem weiter machen 
lässt ;-)

Eine Frage zum Lack: Der Unterschied ist wirklich nur die Spritzpistole? 
Sonst alles gleich?

von Erdstrahlen & Wasseradern (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

von Walter T. (nicolas)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> http://www.zabex.de/site/ehebett.html

Wenn bei Zabex kein WAF vermerkt ist, ist das verdächtig.

von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Ansonsten hat sich nicht von ungefähr eine bestimmte Bauform bewährt.
> Nämlich die eines Stollenbettes:

Warum hat sich das "bewährt"?
Es ist lediglich die einfachste und damit billigste Bau- und 
Konstruktionsmöglichkeit.
Die Beine stören bei der typischen Zwischendurchreinigung, egal ob 
saugen, fegen oder wischen.
Am allerschlimmsten ist allerdings die Gefahr, sich daran den kleinen 
Zeh zu stossen oder sogar zu brechen.
Bei meinem 2 x 2m Eigenbau sind die Lattenrostträger mit ihren Füssen 
jeweils 35cm von Kopf- und Fussende Richtung Mitte entfernt und die 
Füsse selber seitlich um 20cm nach innen versetzt.
Der Aussenrahmen muss damit nur sich selber tragen und die 
Matratzen/Laken daran hindern, von den Lattenrosten runterzuwandern, 
Kopf- und Fusswange etwas erhöht, damit dort nichts nichts vom 
Kopfkissen oder Bettdecke abwandert.
Damit reichten dafür auch 18mm Möbelbauplatten mit Spankern, aber 
Echtholzfunier auch der jetzt oben liegenden gerundeten Langkanten.
Hält alles seit über 30 Jahren und hat nicht einmal geknarrt..  :-)

von Anarchist (Gast)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Ich würde als Basis Euro-Paletten nehmen, und da die Matratze drauf 
legen.
Bei günstiger Anordnung wirken die Paletten gleich noch als Lattenrost.
Wenn der Anblick nicht zusagt, kannst an die Seiten noch dünnes 
Furnierholz nageln.

von Joseph Jausenvetter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Welches Material kann man für diese Anwendung sinnvoll nutzen?

Pappe, dann hat man auch keine Probleme beim Umzug:
https://www.bz-berlin.de/berlin/das-ruckzuck-bett-aus-pappe
https://www.wohnnet.at/produkt-der-woche/pappbett-9242207

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Für die Stabilität eines Bettes brauch man nicht viel.

Wichtig ist nur eins. Man nehme KEINE Auflageleisten. Die müssen nämlich 
in der Seitenwand des Bettes halten. Und das taugt nicht immer was.

Meine Schwester sind im billigen Kieferbett (< 100 Euro) 2 x Leisten 
raus gebrochen, weil getackert. Ich habe die Leisten dann komplett 
abgetrennt und 6  5x5 cm Holzblöcke montiert. 1 in jede Ecke und je 1 in 
die Mitte des Bettes. Auf diesen Blöcken liegt der Sprungrahmen.

Die billigen Kieferbretter der Seitenteile haben nun überhaupt keine 
Belastung mehr.

Also such dir ein Holz aus, was dir gefällt. Mache so "Stempel" für den 
Rahmen als Beine. Und wenn du ein Bettkasten willst, bau dir einen aus 
Holz mit 4-6 Rädern und schiebe ihn zwischen die Beine. Wenn du das 
vordere Brett breiter machst siehst du nicht einmal die Beine und es 
sieht wie ein Boxspringbett aus.

von Frank B. (frank501)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es nicht unbedingt Holz sein muss und auch etwas mehr kosten darf, 
kann man für ein Bett auch Alukonstruktionsprofile verwenden.
Für die Seiten empfiehlt sich 120x40 mit einem 40x40-Profil als Träger 
für die Lattenroste.
Und wer etwas "kinky" unterwegs ist, kann ein paar Einschubmuttern in 
die T-Nuten schieben, um später irgend welches Spielzeug daran zu 
befestigen.
SCNR

von MaWin (Gast)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Schlaumaier schrieb:
> und es sieht wie ein Boxspringbett aus.

Ach du Scheisse, wer ist denn so fremdgesteuert durch Werbung dass er 
dem aktuell von Marketingfuzzies herbeigeredetem Modetrend nach klobig 
schweren und zudem schlechten Betten sich auch noch freiwillig ins Haus 
stellt.

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Anarchist schrieb:
> Ich würde als Basis Euro-Paletten nehmen, und da die Matratze drauf
> legen.

Das ist genial - und wenn Du unter dem Bett Saubermachen willst, dann 
kannst Du alles mit nen Hubwagen oder nen kleinen Stapler anheben ;-)

Auch das Umräumen in der Wohnung geht dann fix ;-)

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Ach du Scheisse, wer ist denn so fremdgesteuert durch Werbung dass er
> dem aktuell von Marketingfuzzies herbeigeredetem Modetrend nach klobig
> schweren und zudem schlechten Betten sich auch noch freiwillig ins Haus
> stellt.

Ich nicht. Aber durch meine Konstruktion ist man Trendy ohne das Elend 
eines festen Rahmens. ;) Und wenn man den Rahmen anstatt frei zu lassen, 
mit irgend welchen Stoff/Teppich bespannt/beklebt hat man sogar ein 
"modernes" Tarndesign. ;)

Da mein Bett an der Wand ist, habe ich mir 2 x 1 Meter schwarzen 
Messeteppich gekauft und an die Wand geklebt (Doppelseitiges Klebeband 
und Tackernadeln).  Das sieht super geil und cool aus.

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Erdstrahlen & Wasseradern schrieb:
> Dieses Holz wird gerne für derbe anspruchslose Bauernmöbel verwendet.
> Mental eher schlicht struktuierte Hinterwäldler schlucken Zirbe auch
> in flüssiger hochprozentiger Form:

Schon klar, du bevorzugst eher Presspan mit schön einheitlicher 
Kunststoffoberfläche.
Und statt hochprozentiges holst du dir den Schuss durch die Ausgasungen 
deiner "Möbel".

;)

Dübelhorst schrieb:
> Holz ist nebensächlich...wenn ihr schon übergrosse Matratzen braucht
> dann bettet ihr wohl übergrosse Leiber. Geh zu ATU, 4x
> Stossdämpferfedern, unter jede Ecke vom Bett eine und es läuft wie von
> selbst wenn die Fuhre einmal angeschoben hast

Typisch Horst in vollendeter Form. Dass "übergroß" auch bedeuten kann 
dass das Bett länger als 2m ist geht nicht so ganz in deine Nusschale 
zwischen den Ohren?

von Dübelhorst (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Udo S. schrieb:
> Typisch Horst in vollendeter Form. Dass "übergroß" auch bedeuten kann
> dass das Bett länger als 2m ist geht nicht so ganz in deine Nusschale
> zwischen den Ohren?

Laber nicht, das ist Stefan E. kein Zweifel, vor 15 Jahren das Bad bei 
seinen Eltern renoviert, inzwischen ist der ausgezogen und seine Perle, 
ach was sag ich, sein Perlmuttball ist ganz in Familientradition 
angebandelt, und jetzt renoviert der Stefan das Schlafzimmer...meine 
Meinung.

von Onkel Hotte (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzdübel, kleine Zargenverbinder, Excenter-Beschläge etc.: Alles 
No-Go's im Bett. Kleine Google-Hilfe: Berliner Bettbeschlag bzw. 
Berliner Betthaken.

von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Onkel Hotte schrieb:
> Holzdübel, kleine Zargenverbinder, Excenter-Beschläge etc.: Alles
> No-Go's im Bett. Kleine Google-Hilfe: Berliner Bettbeschlag bzw.
> Berliner Betthaken.

Wer richtig Spass an einem Stollenbett aus richtig dickem 
Holz/Holzpfosten an den Ecken hat, dazu eine Oberfräse mit reichlich 
(Spezial-) Zubehör und jede Menge Zeit hat und sein Bett regelmässig 
zerlegen und wieder schnell neu aufbauen möchte, für den sind die 
Berliner Betthaken natürlich ideal.. :-))

von A. S. (achs)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Onkel Hotte schrieb:
> Holzdübel, kleine Zargenverbinder, Excenter-Beschläge etc.: Alles
> No-Go's im Bett. Kleine Google-Hilfe: Berliner Bettbeschlag bzw.
> Berliner Betthaken.
Und was soll an den alten Ausführungen jetzt so viel besser sein?

von MaWin (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
A. S. schrieb:
> Und was soll an den alten Ausführungen jetzt so viel besser sein?

Taugt einfach.

Die Frage ist eher, warum ständig unzureichendes Zeug auf den Markt 
geschmissen wird, schlechter als das Alte.

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Die Frage ist eher,

ist doch schon längst beantwortet, kaufen kaufen kaufen und ewiges 
Wirtschaftswachstum!
Geld regiert, was lang hält ist schlecht!

von A. S. (achs)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Taugt einfach.

aber es wurden doch hier deutlich modernere und bessere verlinkt. Dann 
sollte man schon sagen, warum die nicht taugen.

von Christobal M. (c_m_1)


Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Fichte, Eigenbau, etwa 20 Jahre alt, 160x200.
Knarzt nun etwas, was aber nichts ausmacht weil ich keine Turnübungen 
darauf mache.
Kleines plus: Lastenrollen als Füsse, zwei davon arretierbar. Sehr 
Praktisch beim Bett neu beziehen.

Edit:
Die untere Ecke hat durch Katzenkrallen etwas gelitten - Fichte ist halt 
ein weiches Holz. Macht mir aber auch nichts aus...Beim schlafen hab ich 
die Augen zu und sehe das nicht.

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> A. S. schrieb:
>> Und was soll an den alten Ausführungen jetzt so viel besser sein?
>
> Taugt einfach.
>
> Die Frage ist eher, warum ständig unzureichendes Zeug auf den Markt
> geschmissen wird, schlechter als das Alte.

Jedes Teil "taugt einfach", WENN es sinnvoll eingesetzt wird.
Tatsache ist nun einmal, dass der Laie mit den Berliner Betthaken total 
überfordert ist und selbst bei sachgerechter handwerklicher Ausführung 
die übrigen Materialstärken und Gestaltungsmöglichkeiten massiv 
eingeschränkt werden.

Heute(!) natürlich praktisch für den Hobbyisten, der endlich mal seiner 
Frau die Anschaffung der Dreiachsen-CNC-Fräse plausibel machen kann und 
ihr im Gegenzug auch die Töpferschreibe und den Brennofen kauft. :-)

von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Christobal M. schrieb:
> Knarzt nun etwas, was aber nichts ausmacht weil ich keine Turnübungen
> darauf mache.
> Kleines plus: Lastenrollen als Füsse, zwei davon arretierbar. Sehr
> Praktisch beim Bett neu beziehen.

Hättest Du "Berliner Betthaken" benutzt, würde  Dein Rahmen bei jedem 
Vorziehen auseinander fallen.. :-)

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf X. schrieb:
> Hättest Du "Berliner Betthaken" benutzt, würde  Dein Rahmen bei jedem
> Vorziehen auseinander fallen.. :-)

Nur bei einer Verkanntung von ca. 30°. Mein Bett hat die nämlich. Ab ca. 
30° reisen die nämlich raus.

Die Teile halten super. Aber wenn man die mir 4 mm Schrauben die 6 mm 
ins Kiefernholz gehen festschraubt taugt das nun mal sehr wenig.

Bei den Schrott-Bett meiner Schwester habe ich die mit M-Schrauben fest 
gemacht = Durch gebohrt durch das Holz und am anderen Ende eine 
Hutmutter gesetzt.  War aus der Not geboren aber sieht mega cool aus.

von L. H. (holzkopf)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf X. schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Ansonsten hat sich nicht von ungefähr eine bestimmte Bauform bewährt.
>> Nämlich die eines Stollenbettes:
>
> Warum hat sich das "bewährt"?
> Es ist lediglich die einfachste und damit billigste Bau- und
> Konstruktionsmöglichkeit.

Nein, das ist nicht die einfachste Bauart, sondern die solideste von 
zerlegbaren Betten und wohl auch am höchsten belastbare, sofern richtig 
gebaut.

Die einfachste Bauart ist diese:
- es gibt nur einen Bettrahmen ringsum mit Brettern 20x200mm
- die Bretter sind an den Ecken per Holzzinken verleimt
- unter den Latten für den Lattenrost sind an den Ecken die vier Stollen 
fest verleimt
- solche Betten sind zwar nicht zerlegbar aber dennoch ganz gut 
brauchbar

Früher wurden Betten übrigens vom Dorfschreiner angefertigt.
Der fragte auch nur, wie es am Kopf- und Fußende gewünscht ist und wie 
seine Oberfläche farblich aussehen soll.
Denn die Bettgröße war eh klar:
Alle Betten waren 1x2m groß, und Ehebetten bestanden aus zwei 
nebeneinander stehenden Betten.
War keine schlechte Lösung. ;)

von malsehen (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Alle Betten waren 1x2m groß, und Ehebetten bestanden aus zwei
> nebeneinander stehenden Betten.
> War keine schlechte Lösung. ;)

YMMN!

von Dübelhorst (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Ok ich geb doch noch einen Geheimtipp zum Holz ab...Europaletten! 
Guenstig und stabil...die Stablerfahrerbibel sagt 2000kg Traglast, das 
sollte es tun, ob statisch oder dynamisch. Gernormt sind die Dinger 
auch, quasi ein Lattenrost im Profil, und wenn doch Ersatz noetig ist 
leich zu beschaffen.
Und wenn Mutti oder Vatti doch mal in die Klinik muss...das 
Hubwaegelchen greifft direkt ein, will mal sagen....wie gemacht fuer die 
Sache, was willst du mehr. Dank nicht mir, dank der DIN Norm, oder wie 
auch immer! Und was macht das Bad? Rutschen die 5-Pfuender Einlagen nun 
durch?

von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schlaumaier schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Hättest Du "Berliner Betthaken" benutzt, würde  Dein Rahmen bei jedem
>> Vorziehen auseinander fallen.. :-)
>
> Nur bei einer Verkanntung von ca. 30°. Mein Bett hat die nämlich. Ab ca.
> 30° reisen die nämlich raus.

Der "normale Mensch" hebt ein Möbel vorne an, wenn er es vorziehen 
möchte.
Macht man das bei einer Berliner Betthaken Konstruktion am eingehängten 
Brett, kann sich die Verbindung unkalkulierbar ein- oder zweiseitig 
lösen.
Und da "solide" Betten aus alter Zeit auch kräftig was auf die Waage 
brachten, wurden die noch festsitzende Seite regelmässig rausgerissen.
Oder die schweren Kopf-/Fussteile kippten weg und machten das ähnlich 
auf der hinteren Seite.
Meine Grosseltern mütterlichseits wussten das noch und bestellten in den 
60ern zum zweimal jährlichen Hausputz die gesamte Familie ein.
Nicht zum Putzen, sondern zur Hilfe beim Bettzerlegen und Wiederaufbau.
Dazu bedurfte es immer min. vier Personen, damit das solide Bett nicht 
wieder vom Schreiner repariert werden musste.
Mein Vater hatte das schwere Fussteil zu halten, meine Mutter das 
Fussteil, ich und meine Schwester mussten jeweils eine Seite der zu 
entnehmenden Wange mithalten, während Opa mit dem dicken Hammer die 
Berliner Verbindung löste, bzw. später wieder einkloppte.
Zwischen Auskloppen und Einkloppen durften Mutter und Oma den 
Unterdembettbereich putzen, Vater und Opa tranken Schnaps und wir Kiddys 
durften in den Garten..
Zweimal im Jahr.. :-(((

> Die Teile halten super. Aber wenn man die mir 4 mm Schrauben die 6 mm
> ins Kiefernholz gehen festschraubt taugt das nun mal sehr wenig.

Die Grundbleche haben bis zu 5mm Stärke und auch heute noch 16mm Breite 
und mehr.
Und früher wurde das immer per Beitel gemacht, also je nach Geschick 
bedeutend tiefer das Material geschwächt, bis die Teile bündig wurden.
Bei einem 10er Bettpfosten und 4er Hart-Vollholzwangen kein Thema.
Solange bei Verzug der Schlitzschraubenkopf nicht abriss..

Heute findet sich die integrierte Berliner Betthakenverbindung oft bei 
ganz modernen Stahlrohrgestellen ab 49,99..
Da wiegt das ganze Bett keine 20kg mit Rollrost und Matratze und kommt 
per Post.

> Bei den Schrott-Bett meiner Schwester habe ich die mit M-Schrauben fest
> gemacht = Durch gebohrt durch das Holz und am anderen Ende eine
> Hutmutter gesetzt.  War aus der Not geboren aber sieht mega cool aus.

Jede Konstruktion sollte daran (u.a.!) ausgerichtet sein, was dem 
Betrachter gefällt.
Aber der Kostrukteur muss auch wissen, welche Verbindung zu was geeignet 
ist.
Fragile, weiche und dünne Materialien und  Berliner Betthakenverbindung 
vertragen sich nun einmal nicht, falls es etwas tragen und aushalten 
soll.
(Nicht nur) Ikea gibt Abermillionen dafür aus, dennoch etwas an der 
Konstruktion einzusparen.
Einzelbett aus Stahlrohr mit Berliner Betthaken für 29,99 hat sich nicht 
durchsetzen können.

von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> L. H. schrieb:
>>> Ansonsten hat sich nicht von ungefähr eine bestimmte Bauform bewährt.
>>> Nämlich die eines Stollenbettes:
>>
>> Warum hat sich das "bewährt"?
>> Es ist lediglich die einfachste und damit billigste Bau- und
>> Konstruktionsmöglichkeit.
>
> Nein, das ist nicht die einfachste Bauart, sondern die solideste von
> zerlegbaren Betten und wohl auch am höchsten belastbare, sofern richtig
> gebaut.

Den eigenen Widerspruch hast Du nicht bemerkt?
..."von zerlegbaren Betten"..
Warum müssen Betten (einfach?) zerlegbar sein, zerlegbar ist jedes 
Möbel.
Wer alle naslang sein Bett woanders aufstellen möchte, sollte über ein 
Reise-(Klapp?)bett, Luftmatratze, o.ä. nachdenken.
Isomatten sind noch solider und Platzen bei betttypischer 
Höchstbelastung nicht.

> Die einfachste Bauart ist diese:
> - es gibt nur einen Bettrahmen ringsum mit Brettern 20x200mm

Ab 21x201mm wird es wieder schwächer?

> - die Bretter sind an den Ecken per Holzzinken verleimt

Zinken/Verzinkung herzustellen ist einfach?

> - unter den Latten für den Lattenrost sind an den Ecken die vier Stollen
> fest verleimt

Die vom Schwerpunkt der Last weitentferntesten Punkte sind die 
Optimalen?
Und Verleimung die beste Verbindungstechnik, die Du kennst?

> - solche Betten sind zwar nicht zerlegbar aber dennoch ganz gut
> brauchbar

Ganz gut brauchbar?
Mag sein. :-)
Aber liegen die Leute auf den Rahmen oder hast Du da nur etwas 
vergessen?

> Früher wurden Betten übrigens vom Dorfschreiner angefertigt.

Tja, vor Ikea, Möbelhäusern, Internet, etc. war vieles anders.
Ich bin aber überzeugt, dass es auch früher Leute gab, die ihre Betten 
selber gebaut haben.

> Der fragte auch nur, wie es am Kopf- und Fußende gewünscht ist und wie
> seine Oberfläche farblich aussehen soll.

Da konnte das der Kunde bestimmen?

> Denn die Bettgröße war eh klar:
> Alle Betten waren 1x2m groß, und Ehebetten bestanden aus zwei
> nebeneinander stehenden Betten.

Ab wann gab es die Norm?
Gerade in alten Schlössern, Burgen, Museen finden sich Betten unter 
1,70m Länge und 0,7m Breite.
Mein Jugendbett mit 1,90 x 0,90 habe ich auch noch jahrelang noch durchs 
Studium geschleppt, das erste "Ehebett" hatte auch nur 1,90 x 1,80.
Darf man fragen, wie alst Du bist und was Du beruflich machst?

> War keine schlechte Lösung. ;)

Seit Elektrosägen hat sich das erledigt.

von L. H. (holzkopf)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Dübelhorst schrieb:
> Ok ich geb doch noch einen Geheimtipp zum Holz ab...Europaletten!
> Guenstig und stabil...die Stablerfahrerbibel sagt 2000kg Traglast, das
> sollte es tun, ob statisch oder dynamisch. Gernormt sind die Dinger
> auch, quasi ein Lattenrost im Profil, und wenn doch Ersatz noetig ist
> leich zu beschaffen.
> Und wenn Mutti oder Vatti doch mal in die Klinik muss...das
> Hubwaegelchen greifft direkt ein, will mal sagen....wie gemacht fuer die
> Sache, was willst du mehr.

Hör doch bitte mal mit Deinen Geheimtips auf. :)
Europaletten + Hubwagen im Schlafzimmer??

Außerdem paßt doch das Format 80x120cm kaum zum Bettbau.
Oder wie willst Du Paletten sinnvoll für ein Bett aggregieren?

Joachim B. schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Grundsätzlich stellt sich bei Doppelbetten auch noch die Frage ob die
>> Matratze einstückig sein soll.
>
> kann ich nur abraten, Einer dreht sich der Andere hüpft mit, nicht
> wirklich entspannend, kommt aber aufs Alter, Verliebtheit und Gewicht
> an.

Was willst Du dazu groß raten:
Die Leute werden schon wissen, was sie haben wollen. ;)

Dazu fällt mir immer die Geschichte ein, wo der Bischof (B) bei einem 
neuen Pastor (P) mal ein wenig kontrollieren wollte ob alles i.O. ist.

Bei der Besichtigung der Pastorwohnung kochte die Haushälterin gerade in 
der Küche etwas.

B fragte P:
Sind Sie denn mit der von Ihrem Vorgänger übernommenen Haushaltshilfe 
auch zufrieden?
P: Ja, paßt schon alles.

Bei der Besichtigung des Schlafzimmers war B verblüfft:
Da standen nämlich zwei Betten nebeneinander drin mit einem Holzbrett 
zwischen ihnen.

B fragte P:
Was soll das denn da sein?
P: Im rechten Bett schlafe ich und im linken die Haushälterin.
Wozu sollen wir mit dem Schlafen lang herummachen:
Irgendwo müssen wir ja schlafen.

B fragte P:
Und was macht Ihr wenn die Versuchung über Euch kommt?
P: Dann nehmen wir das Holzbrett dazwischen halt raus.

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf X. schrieb:
> Einzelbett aus Stahlrohr mit Berliner Betthaken für 29,99 hat sich nicht
> durchsetzen können.

Weil Stahlrohr Mist ist. Ich hatte ein Klappbett aus Stahlrohr. Die 
Auflage habe ich heute noch. Das Bett hat keine Nacht überlebt, dann 
sind die Rohr geknickt.

Allerdings habe ich auch Angst im Bett. Wer 2 x in einer Nacht aus 
tiefsten Schlaf im Bett zusammen gekracht ist, versteht mich. 
Heut-zu-Tage würde ich das nicht überleben. Damals hatte ich nur von den 
Schock Herzschmerzen.

Ich hab schon 1 Hotelbett und 2 in einen Möbelcenter zerlegt. Nur durch 
kräftiges reinlegen. Man wie soll ich da in einen modernen Bett 
"Freizeitaktivitäten" machen ?!!!?

Ach ja, ich penne seit dem = seit 30 Jahren auf den Boden. Die Matratze 
wird 1 x die Woche gewendet.  Dem schei** Bett habe ich die Beine 
abgesägt, und der Rahmen mit Kopfteil liegt auf den Boden um die 
Matratze.

Und so nebenbei. Ich würde mir erst wieder ein Bett bauen, wenn ich mein 
Rahmen aus meiner Kinderzeit wieder bekomme. Das meine Mutter den Weg 
geworfen hat, treibt mir heute noch die Tränen in die Augen. Sein 
Nachfolger war ein Stahlrahmen mit Fischnetz und 5 Brettchen die bei 
jeder "Aktivität" raus gefallen sind.

Den Rahmen den ich vermisse und wieder habe will, hatte ein DICKEN 
Holzrahmen, schwere Ketten, mächtige Federn und 5 Stahlträger. ICH HASSE 
BETTENWERBUNG.

Mich kotzt schon an, das ich keine neue Matratze bekomme wie ich sie 
will.
Meine aktuelle ich in der Bauform nicht lieferbar. Und in geschäumtes ÖL 
leg ich mich nicht rein.

von Reinhard S. (rezz)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Dübelhorst schrieb:
>> Ok ich geb doch noch einen Geheimtipp zum Holz ab...Europaletten!
>> Guenstig und stabil...die Stablerfahrerbibel sagt 2000kg Traglast, das
>> sollte es tun, ob statisch oder dynamisch. Gernormt sind die Dinger
>> auch, quasi ein Lattenrost im Profil, und wenn doch Ersatz noetig ist
>> leich zu beschaffen.
>> Und wenn Mutti oder Vatti doch mal in die Klinik muss...das
>> Hubwaegelchen greifft direkt ein, will mal sagen....wie gemacht fuer die
>> Sache, was willst du mehr.
>
> Hör doch bitte mal mit Deinen Geheimtips auf. :)
> Europaletten + Hubwagen im Schlafzimmer??

Palettenmöbel sind jetzt nicht unbedingt neu. Im Schlafzimmer hab ich 
die allerdings auch noch nicht gesehen. Sehe ich da auch eher als 
Nachteil, weil man drunter schlecht putzen kann...

> Außerdem paßt doch das Format 80x120cm kaum zum Bettbau.

80x240 klingt doch super als Einzelbett.

> Oder wie willst Du Paletten sinnvoll für ein Bett aggregieren?

160x240 wäre geil. Aber ne "Halterung" für die Matratzen muss man dann 
trotzdem basteln. Und halt passende Matratzen finden.

von Holzwurm2 (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm schrieb:
> Mein Bettkasten s. Anhang.

Ich bin's noch mal, Holzwurm2.

@ Holzwurm I

Sich selber ein Bett bauen zu wollen, ist eine gute Idee. Aber dann 
würde ich noch einen Schritt weitergehen. In meinem Bett z. B. gibt es 
kein nächtliches Fressen und Schmatzen mehr. Keine Millionen 
Husstaubmilben,
die es sich in meiner Matratze gut gehen lassen. Schon beizeiten hatte 
ich diesem Unwesen ein Ende gesetzt.

Meine Matratze ist entkernt bis auf die bloßen Metallspiralen. Daran 
beißen sich Parasiten die Zähne aus bzw. entwickeln erst gar nicht.

Die 4-teilige Schaumstoffumrandung, der Matratzenbezug, die Decken (auch 
die beiden einzelnen im Zudeck) sind waschbar, passen in die 
Waschmaschine.

Im Bettkasten liegt ein Rahmen mit quergenagelt auf Abstand gesetzten 
Brettern. Dicken Brettern!!! So ein Rahmen wurde weiter oben schon von 
jemandem angesprochen. Er hatte mal schwere metallne Querträger,
die ich aber durch Querbretter ersetzt habe. Belastbar das Ganze jetzt 
bis etwa 3,5 Kalmuth - praktisch unzerstörbar.
Da knarzt auch nichts!! Nie!

Darauf zum Liegen kommen dann die Spiralen, darüber Kartonmaterial vom 
Flachbildfernseher (Umzugskarton ginge auch), darüber ein handgeknüpfter 
schmaler Läufer und dann kommen die Decken. Es schläft sich sehr gut 
darauf, vor allen Dingen, hygienisch einwandfrei...und es ist warm!!! 
Meine Wärmflache hat sogar morgens noch gut Temperatur.

Allergiker könnten zudem immer wieder mal die durch den Bezug 
heraubfallenden Hautschuppen auf Teppich und Kastenboden mit dem 
Staubsauger absaugen. Alles gut zugänglich....falls jemand 
überempfindlich ist.

Nie wieder eine Matratze vom Bettenfritzen!

Hotelmatratzen sind für mich ein Albtraum; ebenso uringetränkte 
Krankenhausmatratzen. Mein Schwager lag da letztens. Dem hat's mächtig 
gestunken.

Wer nicht an Milben glaubt, der kann ja spaßhalber mal seine gebrauchte 
Matratze in eine luftundurchlässige Plane wickeln und zwei Nächte lang 
drauf schlafen. Die Milben (im Roßhaar bzw. Schaumstoff der Matratze) 
melden sich dann mit üblestem Gestank: "Man möchte doch bitte die Folie 
wieder abmachen, wir ersticken!"

Nur zu! So ein gutes Stück hält für immer und ist zudem noch vererbbar.



LG  Holzwurm2

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holzwurm2 schrieb:
> ebenso uringetränkte
> Krankenhausmatratzen

Die gibt es nicht mehr. Die Matratze in meinen KH besteht aus einer 
super dicken Folie mit Schaumstoff-Füllung. Die wird einfach in ein 
Hoch-Leistungs-Dampfbad geschoben und fertig.

Aber ansonsten gebe ich dir Recht. Was ich schon in Hotels (meist 3-4 
Sterne 100 Euro / Nacht) erlebt habe. Da waren Jugendherbergen sauberer.

von MaWin (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Reinhard S. schrieb:
> Palettenmöbel sind jetzt nicht unbedingt neu.

War vor ein paar Jahren, als Paletten rar und teuer waren, gross in 
Mode. Inzwischen kann man ja noch billiger extra für Möbelzwecke 
lackiert produzierte Wackelpaletten noch teurer im Möbelgeschäft kaufen.

>  Im Schlafzimmer hab ich
> die allerdings auch noch nicht gesehen.

Ich schon, in 2en.

> Sehe ich da auch eher als
> Nachteil, weil man drunter schlecht putzen kann...

Naturlich. Aber was interessiert der Mode Nachlaufende die 
Praktikabilität.

von Alex (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Moin,

So viel Text für ein Bett, puh... einfach Skizze machen und bauen!

Meins hält seit ~11 Jahren und habe ich gebaut nachdem ich bei Ikea von 
Preis/Leistung mehr als enttäuscht war.
Die tragenden Balken bei mir sind 56x56 Kanthölzer. Mit Schlossschrauben 
sind außen umlaufend billige Möbelbauplatten (Spanplatten im Buchelook) 
angeschraubt. Könnte man mit geringem Aufwand auch schöner bauen - war 
mir damals wie heute aber wurscht. Die Lattenroste sind recht günstige 
aber wertige Rollroste.
Material müsste mit Lattenrosten so ~200€ gewesen sein.
Sägen war bei Obi damals für dort gekaufte Ware kostenlos vom 
"Schreiner" vor Ort. Wenn man Glück hatte konnte der das dort sogar 
ohne, dass man helfen musste. Dann zuhause nur noch Löcher bohren und 
zamschrauben.

schönen Gruß,
Alex

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Alex schrieb:
> .. einfach Skizze machen und bauen!

ah wieder ein kleiner Zeh Killer
das hatten wir doch schon!

Beitrag #6467104 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Reinhard S. (rezz)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
>>  Im Schlafzimmer hab ich
>> die allerdings auch noch nicht gesehen.
>
> Ich schon, in 2en.

Du sollst nicht ständig zu anderen Frauen gehen :D

Wenn man die Zwischenräume mit Schubkästen oder so ausfüllt könnte das 
optisch vielleicht sogar was hermachen. Das Problem mit dem Dreck in den 
Zwischenräumen bleibt aber.

von Alex (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim B. schrieb:
> ah wieder ein kleiner Zeh Killer

Du musst einfach trainieren bis dein Zeh härter ist als der Bett-Fuß!

von A. S. (achs)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Alex schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> ah wieder ein kleiner Zeh Killer
>
> Du musst einfach trainieren bis dein Zeh härter ist als der Bett-Fuß!

Da gab's doch hier Abhilfe: Socken mit Protektoren für den kleinen 
Onkel.

von Lustig (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Dübelhorst schrieb:
> Ok ich geb doch noch einen Geheimtipp zum Holz ab...Europaletten!
> Guenstig und stabil...die Stablerfahrerbibel sagt 2000kg Traglast

Bist nur 50 Postings zu spät. Ach so, stimmt, das ist beginnende 
Alsheimer ...

L. H. schrieb:
> Außerdem paßt doch das Format 80x120cm kaum zum Bettbau.
> Oder wie willst Du Paletten sinnvoll für ein Bett aggregieren?

Doch beim Horst passt das schon. 160 x 100 cm und fast ne Tonne 
lebendgewicht.
Irgendwo muss der Kasten Bier pro Tag ja bleiben.

von quotendepp (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. S. schrieb:
> Socken mit Protektoren für den kleinen Onkel.

gibts schon, nennt sich sicherheitsschuh oder zumindest schlapfen...

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Europaletten. Am besten noch mit unklarer Historie, was die Dinger so 
alles akkumuliert haben...

von Ralf X. (ralf0815)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
● Des I. schrieb:
> Europaletten. Am besten noch mit unklarer Historie, was die Dinger so
> alles akkumuliert haben...

Echte Freaks lassen sich die Paletten fürs Bett vom Schreiner aus 
frischem Zirbenholz anfertigen. :-)

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
FH Volldepp schrieb im Beitrag #6467104:
> schlaf auf dem
> boden

Mache ich gerne seit Ewigkeiten. Und ich habe nach den ersten 3 Tagen 
keine Rückschmerzen mehr beim Aufstehen.

Ein Freund von mir, hat sein Rahmen rausgeworfen und ein Brett mit 
Löchern rein getan. Den sein Rücken brauchte 2 Wochen sich zu erholen.

Also lästere nicht. Das ist eine sehr gesunde Schafweise. Frag man die 
Japaner.

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Reinhard S. schrieb:
> Wenn man die Zwischenräume mit Schubkästen oder so ausfüllt könnte das
> optisch vielleicht sogar was hermachen. Das Problem mit dem Dreck in den
> Zwischenräumen bleibt aber.

nö. Das kann man leicht verhindert. Unter den Schubkasten machst du 5 
Rollen. 4 an jede Seite und 1 in die Mitte damit der Boden bei der Größe 
nicht durch hängt. Das hintere Brett des Kasten muss so 
berechnet/Montiert werden das es ca 5 mm über den Boden ist. Dann an das 
Brett seitlich überstehend ein Türbesen montieren.

Türbesen : Die Teile die man an eine Tür unten schraubt, damit es nicht 
rein zieht.

Bei raus ziehen des Kasten wird der ganze Siff mit raus gefegt. ;) und 
beim zurückschieben bleibt er vor den Bett liegen. ;)

von Reinhard S. (rezz)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schlaumaier schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Wenn man die Zwischenräume mit Schubkästen oder so ausfüllt könnte das
>> optisch vielleicht sogar was hermachen. Das Problem mit dem Dreck in den
>> Zwischenräumen bleibt aber.
>
> nö. Das kann man leicht verhindert. Unter den Schubkasten machst du 5
> Rollen. 4 an jede Seite und 1 in die Mitte damit der Boden bei der Größe
> nicht durch hängt.

Ok, ich bin jetzt naiverweise davon ausgegangen, das man nicht die 
komplette Palettenbreite für den Schubkasten nutzt. Das würde bei mir im 
Schlafzimmer zu eng werden :)

> Das hintere Brett des Kasten muss so
> berechnet/Montiert werden das es ca 5 mm über den Boden ist. Dann an das
> Brett seitlich überstehend ein Türbesen montieren.

Durchaus pfiffig, aber gibt halt noch genug andere Flächen und Ritzen, 
wo der Dreck sich sammeln kann.

von Andi... (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schlaumaier schrieb:
> FH Volldepp schrieb im Beitrag #6467104:
>> schlaf auf dem
>> boden
>
> Mache ich gerne seit Ewigkeiten. Und ich habe nach den ersten 3 Tagen
> keine Rückschmerzen mehr beim Aufstehen.
>
> Ein Freund von mir, hat sein Rahmen rausgeworfen und ein Brett mit
> Löchern rein getan. Den sein Rücken brauchte 2 Wochen sich zu erholen.
>
> Also lästere nicht. Das ist eine sehr gesunde Schafweise. Frag man die
> Japaner.

Na ja, andere Leute, andere Rücken. Ich kenne selbst Leute, die auf dem 
Boden schlafen und endlich erholt aufwachen.  Für meinen Rücken ist der 
harte Boden der Tod. Also, bitte, schert die Leute nicht über einen 
Kamm.

von Schlaumaier (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi... schrieb:
> Für meinen Rücken ist der
> harte Boden der Tod.

Für meinen auch.  Da liegt ja noch die überdicke Matratze dazwischen.

Das Problem ist nicht die Matratze (hab H4) sondern der Rahmen. Der ist 
einfach entweder falsch oder zu nachgiebig oder was auch immer. 
Jedenfalls verformt er die Matratze was die Kuhlenbildung stark 
verstärkt. Und ist da erst mal eine Kuhle drin, beginnen die 
Rückenschmerzen.

Deshalb sagen Experten das man die Matratze alle 2 Jahre tauschen soll. 
Allerdings gehen die von "selbst gezüchteten" Matratzen und miesen 
Sprungrahmen aus. Und mies ist fast alles unter 800 Euro.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.