Moin,
a.) Nicht das richtige Unterforum ausgesucht, schon mal schlecht.
b.) Ziemlich bescheuerte Fragestellung. Aehnlich wie: Hier bietet wer
Pizza mit Thunfisch an. Schmeckt Thunfischpizza? Wie sind euere
Erfahrungen?
Was bringt dir das - der eine findet Thunfisch doof, auf Pizza
erstrecht, der andere findets extrem lecker.
Es kommt doch drauf an, ob's dir dort taugt. Wie's andere
Forumsschreiber dort finden ist doch voellig wumpe, du kennst die
nichtmal und kannst sie nicht einschaetzen.
c.) Unter smart-systems-engineering kann ich mir auf Anhieb viel weniger
vorstellen, als z.b. unter BWL, Maschinenebau, Elektrotechnik,
Informatik,...
Bei mir kanns dir ja wurscht sein, aber das wird auch fuer viele
Personaler gelten, bei denen dann deine Bewerbung landet. Da kanns ein
Problem werden.
Gruss
WK
Einer der vielen, vielen Modestudiengänge die seit der Umstellung auf
Master/Bachelor wie Pilze aus dem Boden schießen. Hochschulen versuchen
damit besonders attraktiv zu erscheinen.
Momentan steigt die Anzahl der Studienfächer alle fünf Jahre um etwas
15% - 20%. Und ehrlich, es ist fast alles nur Müll und heiße Luft. Es
wird ein aktuelles Schlagwort genommen, hier "smart systems", und eine
Bezeichnung für einen Studiengang draus gebastelt.
"Ausdifferenzieren" nennen die Fachleute das. Ja, Absolventen
differenzieren sich damit auch aus. Nämlich für welche Jobs sie späteren
Arbeitgebern als geeignet erscheinen. Je ausdifferenzierter, desto
weniger Jobmöglichkeiten.
Ausnahme: Man hat das Glück dass das gewählte Orchideenfach plötzlich
einen Boom erlebt. Allerdings ist es nicht sehr wahrscheinlich dass die
Post-Corona-Wirtschaft irgendwo boomt.
Hannes J. schrieb:> Allerdings ist es nicht sehr wahrscheinlich dass die> Post-Corona-Wirtschaft irgendwo boomt.
Und es gibt ja bald eh nur noch Dienstleistungsjobs..
Wir stehen also alle im Kreis und putzen uns gegenseitig den Arsch ab.
Wo das Klopapier herkommt ist den „Wirtschaftsentwicklern“
schnurzpiepenegal.
Schau dir einfach mal an, was in den meisten Stellenausschreibungen
drinsteht bei den Anforderungen:
Sie verfügen über ein abgeschlossenes Studium in der Fachrichtung
Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, oder ähnlich.
Studiere Maschinenbau, Informatik, oder Elektrotechnik.
Nachrichtentechnik ist schon eine Spezialisierung aber allgemein
akzeptiert. Und wenn du es richtig hart willst, dann studier
Mikrosystemtechnik, die haben da alles: Chemie, Mechanik und
Elektrotechnik sowieso.
Und studiere sowieso nur dann, wenn du für das Fach brennst. Aber halte
dich von diesen Orchideenfächern fern, damit findest du nur schwer eine
Arbeit und bist auch fachlich weder Fisch noch Fleisch.
Hannes J. schrieb:> Allerdings ist es nicht sehr wahrscheinlich dass die> Post-Corona-Wirtschaft irgendwo boomt.
Tut sie, in bestimmten Sparten gerade wegen Corona. Beispielsweise dort,
wo Alternativen zu persönlicher Zusammenkunft gefragt sind, wie
trivialerweise Meetings und Konferenzen, aber auch
Produkt-Präsentationen als Ersatz von Messen. Das kann heute eine
ähnliche virtuelle 3D-Sache sein, wie in Computerspielen und künstlichen
Welten in Filmen.
Generell sind traditionelle Grundlagenfächer durchaus sinnvoll, und
universeller als "Modefächer". Andererseits können Fächer, die
verschiedene Bereiche kombinieren oder neue Bereiche ansprechen,
durchaus sinnvoll sein.
Beispielsweise können sie motivierend wirken, Leute voranbringen, die
sich in den traditionellen Fächern nicht aufgehoben fühlen. Denen sonst
der Bezug zu persönlichen Fähigkeiten und Interessen fehlt. So
kombinieren sich im vorhin genannten 3D-Design die dahinter stehenden
Grundlagen mit kreativer Tätigkeit.
Das mag dann nicht die Tiefe eines Physik- oder Maschinenbaustudiums
erreichen, kann aber eine sinnvolle Berufsausbildung sein.
> traditionelle Grundlagenfächer
Zum Beispiel "Klassische Archäologie".
Hat auch keinen N.C.
Das ideale Studienfach für den rüstigen Rentner mit Abitur.
Die TH Bingen scheint mir eine etwas kleinere Lehranstalt zu sein.
Ich persönlich ziehe so etwas vor, da man da noch die Professoren kennen
lernen kann und eine etwas persönlichere Note herrscht. Auch ist es da
meist etwas leiser und man muss nicht X Kilometer in der Stadt
herumfahren, um von einer Vorlesung zur anderen zu kommen.
Der Name einer großen, renommierten Hochschule, in den Unterlagen, macht
zwar mehr her, aber unterm Strich ist das Geschmacksache. Es kann aber
leicht sein, das die Anzahl an Gesprächen mit den Obermackern, während
des Studiums, gegen Null geht. Bei mehreren Hundert Studierenden im
Semester ist das aber normal. Hinzu kommt derzeit (Corona) noch die
Verlagerung der Vorlesungen ins Internet, was aber nicht unbedingt ein
Größenproblem ist.
Allzu viel halte ich ja von solchen "Modestudiengängen" nicht. Auch
fallen sie zu schnell durch das Raster der Suchmaschinen/Suchanfragen.
Vor allem bei einer späteren Bewerbung per Email. Die meisten Personaler
müssten erst mal das "Kleingedruckte" lesen, um überhaupt erfassen zu
können, was das ist bzw. passt der überhaupt?
Was mir auch Sorgen bereiten würde ist: Kann eine kleine Hochschule, so
einen Studiengang, überhaupt richtig stemmen?
Oft ist es ja so, dass der neue Professor einen Schlagkräftigen Namen
für die neue Professur wählt (ist ihm gelungen – er wäre wahrscheinlich
auch ein guter Verkäufer), aber das ist ja nicht alles.
Sämtliche Randgebiete müssen ja auch besetzt werden und da könnte es,
bei einer kleinen Hochschule, leicht eng werden.
Alles in allem ist das Ganze wohl Geschmacksache.
Sebastian S. schrieb:> Kann eine kleine Hochschule, so> einen Studiengang, überhaupt richtig stemmen?
Rund 2500 Studierende sollten reichen, wenn man sie nicht auf 100 Fächer
verteilt.
Sebastian S. schrieb:> Was mir auch Sorgen bereiten würde ist: Kann eine kleine Hochschule, so> einen Studiengang, überhaupt richtig stemmen?
Wieso sollte sie das nicht können? Der Studiengang wird ja angeboten,
und nicht erst geplant - da werden sie wohl das entsprechende Personal
haben. Irgendwelche Vorlesungen aus anderen Studiengängen
zusammenwürfeln, das ist nicht schwer.
Nur wie gesagt - es ist ein Studiengag (nein, da fehlt kein 'n'), mit
allen Nachteilen und ohne Vorteil. Die klassischen Ingenieursfächer sind
an einer kleinen Hochschule meist auch klein.
Moin,
Sandokan schrieb:> Dergute W. schrieb:>> a.) Nicht das richtige Unterforum ausgesucht, schon mal schlecht.>> Wo hätte der Gute das sonst schreiben sollen
Gleich da, wo der Thread jetzt wundersamerweise steht.
Nicht im Defaultbereich "Mikrocontroller und Digitale Elektronik", wo
der Thread am Anfang stand.
Gruss
WK