Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Unterschied Säulenbohrmaschine / Fräse


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von Mathias Braun (Gast)


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Hallo Leute, ich habe aktuell eine Bosch PBD 40 Säulenbohrmaschone. So 
ein mini grünes Teil. Das Gerät ist Ok, allerdings suche ich nach etwas 
kraftvollerem. Zum Einen um etwas genauer arbeiten zu können, zum 
Anderen auch mit etwas mehr Kraft. Mit der PBD 40 hatte ich z.B. 
Probleme durch Edelstahl zu bohren.

Bereits vor einer Weile spiele ich mit dem Gedanken mir eine Optimum 
Fräse anzuschaffen. Ich liebäugle etwas mit der MH 22 VD. Kosten rund 
2,5k€.

Jetzt wäre die Frage, ob die Fräse tatsächlich ein Ersatz für eine 
Ständerbohrmaschine ist oder nicht. Wenn ich mir mal so die Preise 
anschaue, gibt es die Billig-Marken um die 200€. Und bei Optimum fängt 
der Spaß auch um die 200€ an und geht tatsächlich gefühlt bis ins 
unendliche. OPTIdrill B 24HV gibt es z.B. auch für 2,5k, wie auch einige 
400V Varianten.

Jetzt wäre die Frage: Was brauche ich denn?? Reicht die Fräse aus, wenn 
ich hauptsächlich Holz bearbeite (Aktuelles Problem ist, dass wenn ich 
einen Kreisschneider verwende, das Bohrfutter hin und her springt und 
die Maschine bei OSB Platten ab und an sogar stehen bleibt.

Ab und an muss ich Löcher in Stahl bohren. Und der Vorteil einer Fräse 
wäre, dass ich ein paar Stücke, die ich aktuell im 3D Drucker drucke, 
dann aus Alu herstellen könnte.

von Kobold (Gast)


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Am besten Fräse und Bohrmaschine, erspart lästiges umrüsten.

von Blackbird (Gast)


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Der Frästisch einer Fräse ist nicht gerade für grobe Arbeiten per Hand 
gedacht. Auch mögen die Führungen keinen Holzstaub.
Dann lieber eine kräftige Bohrmaschine mit großen Tisch.
Eine Bohrmaschine kann aber nicht zum Fräsen verwendet werden, da das 
Futter nicht angeschraubt ist sondern nur gesteckt (B10- oder 
B16-Kegel).
Das fällt dann bei Querbelastung (beim Fräsen) ab.

Besser 2 Maschinen, eine Bohrmaschin und eine Fräsmaschine (wenn die 
wirklich gebraucht wird).

Blackbird

von MaWin (Gast)


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Mathias Braun schrieb:
> Jetzt wäre die Frage, ob die Fräse tatsächlich ein Ersatz für eine
> Ständerbohrmaschine ist oder nicht.

Ja.

Ich habe beides, Fräsmaschine und Bohrmaschine auf Bohrständer, und 
nutze nur die Fräsmaschine, auch zum bohren.

Das beginnt beim leiseren Motor statt dem Gekreische des 
Handbohrmaschinen-Reihenschlussmotors, geht über Kreuztisch mit DRO 
statt miesem KlapperSchraubstock, und endet nicht an der präzisen 
Führung auf der Fräse wo der Bohrer weder nach links oder rechts noch 
nach oben oder unten Spiel hat, und mehr Wumms hat sie auch, und wenn 
man mit scharfen Fräsern bohrt, bekommt man saubere gratfreie Löcher in 
Plastik und senkrechte Löchet in schräge Flächen oder Rundstangen, was 
mit den biegsamen Bohrern in der klapprigen Bohrmaschine nie klappte. 
Und wenn mal 10 x 10 Löcher zu bohren sind, nutze ich CNC der Fräse.

von Experte (Gast)


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Mathias Braun schrieb:
> ich habe aktuell eine Bosch PBD 40 Säulenbohrmaschone.

Mein herzliches Beileid. Das Ding sieht halt hauptsächlich gut aus, ist 
aber ein ganz schönes Klappergestell, das einem China-Kracher ebenbürtig 
ist (meine Meinung).


> Jetzt wäre die Frage, ob die Fräse tatsächlich ein Ersatz für eine
> Ständerbohrmaschine ist oder nicht.

Jein.

Holz auf der Fräse = großer Mist. Eine Fräse ist hauptsächlich ölig. Du 
willst Führungen und Tisch immer ölig halten, damit das lange lebt. 
Öl+Holzstaub ist eine einzige Pampe. Ausnahmsweise zweimal im Jahr kann 
man das machen. Aber ständig, das will man nicht.

Zweite wichtige Einschränkung: Bei den meisten günstigeren Fräsen ist 
der Pinolenhub deutlich kürzer als bei einer Standbohrmaschine. Damit 
kommt man zwar zurecht, kann aber je nach Bohrarbeiten ganz schön lästig 
sein.

Wenn Du hauptsächlich Bohren willst, kauf eine ordentliche Tisch- oder 
gar Standbohrmaschine und dazu einen ordentlichen Kreuztisch.

> Aktuelles Problem ist, dass wenn ich
> einen Kreisschneider verwende, das Bohrfutter hin und her springt

Kreisschneider sind so eine Sache. Wenn Du da ein wenig Ausladung hast, 
brauchst Du ruck-zuck eine richtig schwere Maschine die bombenfest mit 
dem Boden verschraubt ist. So kleine Fräsen mit 150kg hüpfen mit einem 
Kreisschneider auch durch die Gegend.

Alternativ baust Du Dir einen gewuchtete Kreisschneider. Dann geht auch 
mit einer kleinen Maschine viel.

Kauf halt das, was Du brauchst: Willst Du viel Bohren, brauchst Du eine 
ordentliche Bohrmaschine. Willst Du dicke Löcher in Stahl bohren, 
brauchst Du eine korrekte Bohrmaschine. Willst Du Fräsen, brauchst Du 
eine Fräse. Willst Du auch Stahl fräsen, brauchst Du eine stabile Fräse.

von michael_ (Gast)


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MaWin schrieb:
> Das beginnt beim leiseren Motor statt dem Gekreische des
> Handbohrmaschinen-Reihenschlussmotors, geht über Kreuztisch mit DRO
> statt miesem KlapperSchraubstock, und endet nicht an der präzisen
> Führung auf der Fräse wo der Bohrer weder nach links oder rechts noch
> nach oben oder unten Spiel hat,

Erstens hat er keinen Bohrständer mit Handbohrmaschine.
Und dann mußt du viel Kraft haben.
Ich möchte nicht viele Löcher mit dem Bohrfräsständer (Proxxon) machen.
Sehr kraftaufwendig.

Löcher mit der Bohrmaschine und Fräsungen mit einer Fräse.
Sonst hätte man eines davon nicht erfinden müssen.

von Mathias Braun (Gast)


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Experte schrieb:
> Kauf halt das, was Du brauchst: Willst Du viel Bohren, brauchst Du eine
> ordentliche Bohrmaschine. Willst Du dicke Löcher in Stahl bohren,
> brauchst Du eine korrekte Bohrmaschine.

Ok, dann bleiben wir mal bei der normalen Bohrmaschine. Was nimmt man 
denn da? Denn das ist der Kreisschneider, den ich habe, bei dem meine 
momentan Probleme macht:

https://www.feinewerkzeuge.de/kreisschneider.html

Bevor ich mir die PBD 40 geholt habe, habe ich mir eine Einhell-Maschine 
gekauft. Mit dem Problem, dass der Fi die ganze Zeit flog, als ich die 
Maschine eingeschaltet habe. Und Einhell wollte, dass ich die Maschine 
auf meine Porto-Kosten einschicke und die dann 6 Wochen weg ist. 
Nagelneues Gerät. Ging dann zurück im Rahmen des Widerrufsrechts. Und 
die Bosch gab es eben im Baumarkt.

von michael_ (Gast)


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Mathias Braun schrieb:
> Ok, dann bleiben wir mal bei der normalen Bohrmaschine. Was nimmt man
> denn da? Denn das ist der Kreisschneider, den ich habe, bei dem meine
> momentan Probleme macht:

Welche?

von MaWin (Gast)


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michael_ schrieb:
> Erstens hat er keinen Bohrständer mit Handbohrmaschine.

Doch, hat er, die PBD40 ist nichts anderes als ein üblicher 
Handbohrmaschinenmotor mit dem üblichen Handbohrmaschinenlager und 
Handbohrmaschinenbohrfutter in einem Handbohrmaschinenständer.

Doch während eine Handbohrmaschine wenigstens noch universell wäre, man 
könnte die Handbohrmaschine rausnehmen und irgendwo benutzen, was 
anderes in den Bohrständer klemmen, z.B. Punktschweisspitzen zum 
Akkuverschweisseen, ist bei der PBD40 alles ein Plastikklumpen.

> Und dann mußt du viel Kraft haben.

Wozu ? Um die  Wabeco F1200 zu tragen ? Nicht nötig, die steht auf einem 
Tisch mit Rollen.

von MaWin (Gast)


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Experte schrieb:
> Holz auf der Fräse = großer Mist

Ja, zugegeben, man soll Holz nicht mit einer Metallbearbeitungsmaschine 
bearbeiten, der Staub bindet Öl so dass sie nicht mehr geschmiert ist, 
und es rostet angeblich.

Ich mach's trotzdem, oft auch weil ich nicht nur in Holz etwas bohren 
will, sondern fräsen will, und mach die Maschine hinterher halt wieder 
sauber.

von Heiner W. (Gast)


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Experte schrieb:
> Mathias Braun schrieb:
>> ich habe aktuell eine Bosch PBD 40 Säulenbohrmaschone.
>
> Mein herzliches Beileid. Das Ding sieht halt hauptsächlich gut aus...

Das schwindsüchtige Teil mit dem seltsamen Lenkrad sieht gut aus?
Da haben andere Mütter schönere Töchter.

Auch von mir ein herzliches Beileid.

von Matthias L. (limbachnet)


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Ich hab' im Keller auch nur begrenzt Platz und stand vor der Frage, ob 
ich neben der Tischfräse noch eine Bohrmaschine brauche. Tja, manchmal 
ist die Arbeitshöhe unter der Fräse etwas knapp. Dann muss ich eben doch 
auf die Handbohrmaschine freihand ausweichen - ansonsten mach' ich das 
wie MaWin, bearbeite auch Holz mit der Fräse und muss sie dann hinterher 
eben putzen und ölen. Mit einer Fräse kann man halt AUCH bohren, mit 
einer Bohrmaschine aber nicht fräsen.

Wenn du öfter mal große (also hohe) Werkstücke zu bearbeiten hast, dann 
wirst du aber ohne zusätzliche Bohrmaschine nicht glücklich.

Für die bei dir offenbar häufiger nötigen Kreise würde ich aber eher zur 
Oberfräse greifen. Also EINMAL vorher eine Schablone aussägen und dann 
mit Schablone und Distanzring die "echten" Kreise mit der Oberfräse 
herauskreischen - das wird IMHO sauberer...

von Udo S. (urschmitt)


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MaWin schrieb:
> Ich mach's trotzdem, oft auch weil ich nicht nur in Holz etwas bohren
> will, sondern fräsen will

Was benutzt du da für Fräser um in Holz zu bohren, bzw. einzutauchen und 
zu fräsen?

von Mathias Braun (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Für die bei dir offenbar häufiger nötigen Kreise würde ich aber eher zur
> Oberfräse greifen. Also EINMAL vorher eine Schablone aussägen und dann
> mit Schablone und Distanzring die "echten" Kreise mit der Oberfräse
> herauskreischen - das wird IMHO sauberer...

Ich habe die Festool OF 1400 als Oberfräse und eine Einhell Oberfräse 
baue ich mir dieses Jahr noch zum Frästisch um. Außerdem habe ich noch 
den Dremel Trio als mehr oder weniger Oberfräse.

Nur nehmen wir mal eine Aufgabe, die ich zuletzt hatte. Ich hatte ein 
Stück OSB-Platte, 240x240mm und musste da ein 200mm Kreis reinbekommen. 
Bei der Säulenbohrmaschone befestige ich das Werkstück an den Rändern 
bzw. den Ecken, wobei es eher dazu ist, dass es sich nicht mitdreht.

Bei einer Oberfräse ist es nicht so einfach. Entweder muss ich mit 
doppelseitigem Klebeband das Werkstück irgendwo drauf kleben oder mir 
eine Schablone bauen, in die ich das Werkstück einlegen kann, damit ich 
plan mit der Oberfräse drüber fahren kann. Außerdem brauche ich dann 
noch ein Opferstück Holz. Okay, brauche ich beim Kreisschneider auch. 
Aber bei der Oberfräse geht bei der abgetragenen Menge auch nichts mehr 
ohne Absaugung.

von Mathias Braun (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Was benutzt du da für Fräser um in Holz zu bohren, bzw. einzutauchen und
> zu fräsen?

Wo ist denn das Problem da normale Bohrer zu verwenden? Es gibt ja für 
die MK2 Aufnahme ja auch Bohrfutter. Entweder diese Teile von der 
Bohrmaschine mit 1mm-12mm oder solche die nur 1-2mm Größenunterschied 
haben.

von MaWin (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Was benutzt du da für Fräser um in Holz zu bohren, bzw. einzutauchen und
> zu fräsen?

Normale Nutenfräser, zum Eintauchen über Mitte schneidend, ob HSS oder 
VHM, was halt da ist und passt.

Was hab ich denn mal gemacht:

Fingerzinken: Quer durch das Ende vom Brett fräsen mit 12er Fräser. 
Eintauchen nicht nötig, aber spannende Aufspannung weil der Fräskopf um 
90 Grad gekippt war.

Falz am Rand eines Bretts für eine Schachtel : Eintauchen nicht notig,

Tasche für Topfscharnier in einer Grösse für die ich keinen Lochbohrer 
da hatte (die zudem eine lästig lange Spitze in der Mitte haben mit der 
ich mit schon 2 mal ein Brett versaut habe, meist flex ich nun die 
Spitze kürzer): Kleineren (war wohl 10er)  Fingerfräser per Mach3 CNC 
Wizard eine zylinderförmige Tasche ausfräsen lassen.

von Matthias L. (limbachnet)


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Mathias Braun schrieb:
> Ich hatte ein
> Stück OSB-Platte, 240x240mm

Nun, bei solchen Werkstück-Größen musst du schon sorgfältig schauen, wo 
du die bei Standbohrmaschine und/oder Fräse festgespannt bekommst, bei 
noch größeren Platten erst recht...

von Karl (Gast)


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Mathias Braun schrieb:
> (Aktuelles Problem ist, dass wenn ich
> einen Kreisschneider verwende, d

Wie wäre es einfach mit einer Lochkreissäge statt Kreisschneider?

von Ryven (Gast)


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Naja Holz auf der Fräse geht schon gut. Halt gründlich putzen.
Der Phiolenhub ist nicht so entscheidend. Wenn man in Z eh Vorschub hat 
ist man fein raus.
Aber mit Lochsägen kann man sich auch prima auf der Fräse die Bohrfutter 
schrotten. Gerade die Getriebefräsen bringen kann sehr sehr viel 
Drehmoment.

Da gehen Kreisschneider besser. In der Metallausführung dann halt 
Wohlhaupter ;-)
Die UPA6 sind glaub bis 500 mm Durchmesser zugelassen. Aber halt SK50 
oder vergleichbares.

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