Forum: Haus & Smart Home Stiebel Eltron 80L-Boiler: richtiger Anschluß seiner Opferanode ?


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von L. H. (holzkopf)


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Hallo,

derzeit ändere ich den gen. Boiler in seiner Einbau-Gesamthöhe auf 110cm 
(incl. 90°-Winkelabgängen an den 1/2"-Wasserrohren) ab und überhole ihn 
auch, damit er wieder genutzt werden kann.

Der Hintergrund ist dabei der, daß ich den Boiler in den 1980er-Jahren 
(als unsere Kinder geboren waren) ausbaute und stattdessen einen 
AEG-300L-Warmwasser-Standspeicher im Keller einbaute.

Den 80L-Boiler hob ich natürlich auf, weil mir klar war, daß irgendwann 
der umgekehrte Austausch stattfinden wird. ;)

Der 80L-Boiler ist also sozusagen ein "alter Hund".
Wie lange wir den vorher in Betrieb hatten, weiß ich schon gar nicht 
mehr.
Spielt aber auch keine großartige Rolle, weil diese alten Hunde sowieso 
nahezu "das ewige Leben" haben.
Auch ohne Erneuerung der Opferanoden nach z.B. jeweils 5 Jahren.

Typschild ist zwar aufgeklebt, jedoch so verblaßt, daß man nichts mehr 
lesen kann.
Spielt aber auch keine Rolle, weil derartige Boiler unverändert 
identisch aufgebaut sind:
Unterseitig die beiden 1/2"-Wasserrohre sowie Drehschalter o.ä. und alle 
el. Anschlüsse.
Auch der el. Anschluß der Opferanode, um den es mir nun geht.

Denn seinerzeit baute ich das gesamte unterseitige Zeug aus, um den 
Rohrheizkörper ausbauen zu können, damit der nicht evtl. vergammelt.
Zimperlich bin ich bei sowas nicht:
Alles, was im Weg ist, wird abgeklemmt, abgeschnitten usw., weil es ggf. 
sowieso neu verdrahtet und mit neuem Relais bestückt wird.
Drehknöpfe und derlei Mist brauche ich an einem Boiler ohnehin nicht.

Denn der wird über eine Zeitschaltuhr per Relais ein- und ausgeschaltet, 
heizt nachts (mit NT) auf und zwar nur bis unter 60°C, damit die 
Verkalkung minimiert wird.

Kurzum:
An der Opferanode hing nur noch ein abgezwicktes Kabel grün/gelb.
Bei der Suche nach richtigem el. Anschluß der Opferanode stieß ich 
wiederholt auf isolierten Anschluß von ihr.
So war das aber nicht - ganz im Gegenteil war nach seitlichem Anbohren 
und  Absprengen der letzten festgerosteten und untersten außenliegenden 
M8-Mutter (zur Befestigung der Opferanode) unter ihr ein geschlossener 
Sicherungsring auffindbar, der ringsum mit Krallen bestückt ist, welche 
el. Kontakt zum Boiler sicherstellen können.

In der Durchgangsbohrung für die M8-Verlängerung der Opferanode war auch 
kein Isoliermaterial vorhanden.
Das hier:
https://www.energie-experten.org/heizung/heizungstechnik/warmwasserspeicher/opferanode
gibt auch nicht so recht Aufschluß darüber, wie früher Opferanoden 
richtig angeschlossen wurden.

Definitiv handelt es sich bei der zu erneuernden Opferanode um keine mit 
integriertem Signalgeber.
Ist folglich ihr Anschluß (nur) an Erde richtig, hinreichend gut genug 
und somit völlig ausreichend, um ihren Zweck erfüllen zu können?

Wenn das nämlich richtig ist, braucht man sich keine 
"Spezial-Opferanoden" zu kaufen, sondern kann sie nach ihrem 
"Opfervolumen" auswählen, das sie "bieten" können. ;)

Stinknormale Opferanoden gibts für 80L-Boiler in div. D und Längen.
Und einfach absägen kann man nur scheinbar zu lange auch.
Zu einfach gedacht?

von hinz (Gast)


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L. H. schrieb:
> Ist folglich ihr Anschluß (nur) an Erde richtig, hinreichend gut genug
> und somit völlig ausreichend, um ihren Zweck erfüllen zu können?

Ja.


> Wenn das nämlich richtig ist, braucht man sich keine
> "Spezial-Opferanoden" zu kaufen, sondern kann sie nach ihrem
> "Opfervolumen" auswählen, das sie "bieten" können. ;)

Isolierte Montage , und dann Anschluss über Kabel, hat den Vorteil, dass 
man die Wirksamkeit ohne Ausbau messen kann.


> Stinknormale Opferanoden gibts für 80L-Boiler in div. D und Längen.
> Und einfach absägen kann man nur scheinbar zu lange auch.
> Zu einfach gedacht?

Nein.

von L. H. (holzkopf)


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hinz schrieb:
> Isolierte Montage , und dann Anschluss über Kabel, hat den Vorteil, dass
> man die Wirksamkeit ohne Ausbau messen kann.

Danke für Deine Antworten, v.a. die zitierte.
Das werde ich dann so verändern, was auch ohne weiteres machbar ist.

Denn die Durchgangsbohrung für das M8-Gewinde der Opferanode hat einen D 
von 9,0mm.
M8-Gewinde haben einen aD von 7,8 bis 7,9mm, und notfalls kann man den 
auch noch etwas abzupfen, um Platz für Isoliermaterial zu schaffen.

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