Powerbank zerstörungsfrei öffnen

Gast #6470885
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Ich habe hier eine Powerbank, deren Ausgangsbuchsen vermutlich auf der 
Platine abgerissen sind. Sie lässt sich zwar laden, aber man bekommt 
nichts mehr heraus.

Anbei Fotos von drei Schmalseiten. An beiden Seiten ist eine Fuge, die 
darauf schließen lässt, dass es sich um zwei Halbschalen handelt.

Nun stellt sich die Frage: wie kann man das Gehäuse öffnen, ohne es 
dabei zu zerstören?

Hat jemand Erfahrung damit?
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Gast #6470895
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Üblicherweise ist das Gehäuse der Powerbank entweder verschraubt (hier 
scheinbar nicht der Fall) oder verklebt. Ich hjabe ganz gute Erfahrungen 
damit gemacht, mit einer schmalen, dünnen Metallklinge es in der Fuge 
langsam aufzuhebeln. Üblicherweise kriegt das Gehäuse aber dabei ein 
paar Kratzer ab. Wenn es sich langsam aufhebeln lässt, deutet es darauf 
hin, dass Ober- und Unterseite mit dem Akku verklebt sind.

Rechne nicht damit, dass das Gehäuse danach noch schick aussieht, aber 
zumindest bekommt man es so auseinander und kann sich das Innenleben 
angucken.
#6470934
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Ich hatte auch schon, das die Endkappen sowas verriegeln, oder Aufkleber 
sind und die Schrauben verstecken (wobei das bei diesen eher nicht der 
Fall sein wird).

Sieh es so: jetzt ist es unbenutzbar, du kannst nur gewinnen.
Steck mal eine dünne Klinge in eine der Endkappen und schau, ob du einen 
der Deckel abheben kannst. Evtl. geht da was.
Gast #6470977
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Es sieht so aus, als sei das Mistding verklebt. Man kann den seitlichen 
Spalt von vorne her etwas aufhebeln, aber weiter in der Mitte geht 
nichts mehr.

Wenn man an Ober- und Unterseite klopft, kling es ab dem Bereich, wo es 
sich nicht weiter aufhebeln lässt, auch anders.
Moderator Persönliche Seite #6470995
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Taucher schrieb:
> Es sieht so aus, als sei das Mistding verklebt.

Verklebte Netzteile säge ich immer mit diesen 
Mini-Proxxon-Kreissägeblättern vorsichtig auf. Muss man natürlich 
gefühlvoll machen, damit man nicht zu tief reinschneidet (die 
obligatorische "Diese Akkus können gefährlich werden!"-Warnung kam ja 
schon), außerdem genügend Abkühlpausen lassen, weil sonst der Krempel 
aufschmilzt und nur noch am Sägeblatt kleben bleibt.

Sowas in der Art hier:

https://www.reichelt.de/minisaegeblaettersatz-16-22-mm-0-1-mm-federstahl-mm-3-teilig-proxxon-28830-p30217.html?&trstct=pos_4&nbc=1

ps: Ja, ich weiß, "zerstörungsfrei" ist das nicht, aber man kann's 
hinterher wieder zukleben.

Dass es nicht ohne Spuren gehen wird, ist ja ohnehin klar.
Gast #6471104
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So, ich habs mit zwei Schraubendrehern sehr vorsichtig aufgehebelt. Man 
muss wirklich sehr aufpassen, dass man die Akku-Hüllen nicht beschädigt.

Es waren nur die beiden Halbschalen mit doppelt klebendem Band an die 
Akkus geklebt. Die Schalen selbst sind verhakt und Front- und 
Hinterplatte steckten nur in den Halbschalen.

Ich werde die Laschen am Deckel abschneiden und das Ding dann einfach 
mit zwei Kabelbindern zusammenschnüren – dann geht es einfacher wieder 
auf.
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Gast #6471132
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Die untere Schale ist noch angeklebt, da verrutscht so leicht nichts.

Allerdings hat beim Hochstellen der Platine die Punktverschweißung des 
Pluspols der Akkus aufgegeben – da stellt sich natürlich gleich die 
nächste Frage, wie man das wieder dran bekommt, ohne die Akkus zu 
schädigen.
Gast #6471171
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Anbei das Foto. Die Schärfe lässt zu wünschen übrig, aber man kann es 
erkennen…

Auf die Kontaktflächen auf der Platine ist je ein kleines Stück Blech 
aufgelötet, auf das die separat zusammenpunktierten Polbänder der Akkus 
geschweißt sind. Der rot eingekringelte Kontakt ist los.
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Moderator Persönliche Seite #6471174
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Das sollte sich löten lassen (und war möglicherweise auch schon 
gelötet). Das Nickelband führt nur so wenig Wärme Richtung Akku ab, dass 
da keine Gefahr ist, dass du den überhitzt.

Natürlich sollte das Lötwerkzeug brauchbar sein, also nicht etwa 
fehlende Wärmeleistung durch zu hohe Temperatureinstellung ausgleichen 
müssen.
Gast #6471997
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michael_ schrieb:
> Ich nehme da SW Isolierband.

Woher soll ich wissen, was in deinem Kontextlexikon gerade aktiv ist? Es 
könnte ja auch eine Bezeichnung für ein spezielles Fabrikat oder 
Qualität sein…

> Sieht man kaum.

Auf der grauen Gehäuseschale? Wenn du dazugeschrieben hättest "bei 
Dunkelheit" hätte man es vielleicht erraten können…
Gast #6472080
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michael_ schrieb:
> Immer noch besser als abstehende Kabelbinder.

Was soll dieser Blödsinn? Du weißt doch gar nicht, wozu die PB verwendet 
wird.

Merke: implizite Voraussetzungen, fehlendes Wissen und fehlender 
Beratungsbedarf sind schlechte Voraussetzungen für nützliche Ratschläge.
Gast #6476213
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Kurze Frage: Kann man solche Experimente nicht deutlich ungefährlicher 
durchführen, wenn man die Powerbank vorher entlädt? Dann ist schon mal 
grundsätzlich viel weniger Energie drin, die (in welcher Form auch 
immer) unerwünscht frei werden kann.
#6476277
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Dietäh schrieb:
> Kurze Frage: Kann man solche Experimente nicht deutlich ungefährlicher
> durchführen, wenn man die Powerbank vorher entlädt? Dann ist schon mal
> grundsätzlich viel weniger Energie drin, die (in welcher Form auch
> immer) unerwünscht frei werden kann.

Theoretisch schon, praktisch reagiert Lithium aber trotzdem mit 
Sauerstoff.

O.T
Mir fiel auf der Arbeit mal mein Smartphone aus der tasche als ich in 
den Radlader eingestiegen bin, nach dem ich dann dummerweise mit einem 
14T Radlader drüber fuhr habe ich die Reste zerlegt um den akku separat 
zu entsorgen. Natürlich nicht ohne vorher zu testen was passiert wenn 
man so einen Akku "Anpiekt".
Bei ca. 65% Ladezustand war zwar kein Feuer zu sehen nach dem ich mit 
einem Hammer ein Loch in den akku schlug. Aber er dämpfte fröhlich vor 
sich hin für ca. Zwei Stunden.

Das dürfte aber deutlich davon abhängig sein wie viel Lithium in den 
Zellen steckt.

Also besser nicht nachmachen und IMMER einen Eimer Sand in der Nähe 
haben für den fall das doch was passiert.
Moderator Persönliche Seite #6477182
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Kilo S. schrieb:
> praktisch reagiert Lithium aber trotzdem mit Sauerstoff.

Ist nur keins drin in einem Li-Ionen-Akku. Darum heißt es ja "Li-Ionen".

Anders sieht das bei Li-Primärzellen aus, und die können durchaus 
gefährlich werden bei Misshandlung.

Heißt nicht, dass Li-Ionen-Akkus ungefährlich wären, aber ihre 
wesentliche Gefahr geht dennoch von der darin vorhandenen Ladungsmenge 
aus.
Gast #6482163
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Das Mistding hat immer noch extreme Wackelkontakte auf beiden 
USB-Ausgangsbuchsen. Je nach dem, wie der Stecker gerade drin ist, kommt 
volle Spannung raus, oder auch mal nur 3,5 V, manchmal auch gar nichts 
und die PB schaltet ab.

Auf der Platine sind beide Stecker ordentlich und sehr solide verlötet, 
es ist also ein Kontaktproblem in den Buchsen und es tritt mit allen 3 
Kabeln auf, die ich probiert habe und mit dem USB-Tester.

Wie der Beschriftung am Boden zu entnehmen ist, ist Out1 für 1 A und 
Out2 für 2,4 A spezifiziert. Meine Last zieht 1,56 A. Es scheint egal zu 
sein an welchem Ausgang, ich sie anschließe, in günstiger 
Steckerposition kommen 4,99 oder 5,00 V und 1,56 A, in ungünstiger 
bricht die Spannung ein und wenn es ganz dumm kommt, gibt es gar keinen 
Kontakt. Das lässt sich aber durch wackeln / ziehen am Stecker wieder 
beheben.

Gibt es irgend welche bewährten Tricks, solche Fehler zu beheben?
Moderator Persönliche Seite #6482929
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Taucher schrieb:
> Wo kriegt man denn sowas?

Die Frage ist eher, welche es denn genau ist. Es gibt wohl gefühlt 
42358 verschiedene dieser Art. :/

Zur Not halt bei Mouser (gibt's hier 'ne Sammelbestellung im 
Markt-Forum) eine suchen, die der verbauten mechanisch am nächsten 
kommt. So eine Suche kann leider schnell mal zwei Stunden in Anspruch 
nehmen, weil man sich von den groben Katalogbildern nur begrenzt eine 
Vorstellung machen kann, und dann jeden Artikel einzeln mit Datenblatt 
und Maßzeichnung begutachten muss.

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