lucomotive schrieb:
> Zur zweiten Frage: wie muss so ein Luftspalt aussehen?
Er muß immer senkrecht zu den Feldlinien im Kern angeordnet sein.
> Angenommen ich habe einen Stabkern um den ich eine Spule wickle. Bisher
> habe ich nur gesehen, dass "scheiben" aus dem Stab herausgeschnitten
> wurden um einen Spalt zu erhalten.
> Hätte man den selben/ähnlichen Effekt, wenn man den Kern zb hohl machen
> würde?
Nein, einen vergleichbaren Effekt kann man mit einem hohlen Kern nicht
erreichen.
Bei dem würden sich die Feldlinien im massiven Kern nur verdichten, was
aber etwas ganz anderes ist als in einem Kern einen Luftspalt
anzuordnen.
Den Sinn von Luftspalten kannst Du Dir so vorstellen:
- Eisen od. ferritische Metalle od. Mischungen davon mit anderen Stoffen
haben so gut wie gar keinen Widerstand für den Aufbau/die Führung von
magn. Feldlinien
- befindet sich aber in einem Querschnitt ein Luftspalt, bildet der
nicht nur einen enormen Widerstand, sondern auch die Möglichkeit, sehr
hohe magn. Energie in ihm "speichern" zu können.
Weil nahezu die gesamte Magnetisierungsenergie erforderlich ist, um den
Luftspalt magnetisieren zu können.
Demgegenüber sind die Weglänge im ferritischen Kern und die Energie, um
ihm magnetisieren zu können, an sich vernachlässigbar.
Praktiziert wird die "Verwertung" von Luftspalten v.a. in Zündspulen und
MOT.
Auch Luftspaltdrosseln werden häufig verwendet - allerdings eher zur
stufenlosen Einstellung ihres Durchlaß-Widerstandes in
Wechselspannungs-Magnetisierungskreisen.