Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu Masseverbindung


von Christoph S. (155christo)


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Guten Tag!

Ich bastel mir gerade einen EPROM Brenner auf Basis eines Arduino UNO.
Der EPROM braucht verschiedene Spannungen zum brennen und zum lesen 
(12,75V, 6,4V, 5V) die mir ein Step Up Wandler erzeugt. Versorgt wird 
der Step Up vom UNO. Nun habe ich eine Frage zu den Masseverbindungen:
Der EPROM bekommt zur Zeit seine Masse vom Step UP. Die Massekette ist 
also: UNO ==> Step UP ==> EPROM. Sollte ich noch zusätzlich eine direkte 
Masseverbindung vom EPROM zum UNO herstellen? Oder handel ich mir 
dadurch Probleme ein?

Danke fürs Lesen.

Beste Grüße

Zur Verdeutlichung hab ich ein Diagramm beigefügt.

von Russianr (Gast)


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Alle Gnds miteinander verbinden.
Aber definiert!

von Blue (Gast)


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Ich würde sagen Nein.
Denn du hast ja quasi durch das verbinden alle auf dem selben 
Massniveau.

von Christoph S. (155christo)


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OK, ich muss meine Frage präzisieren: Es gibt eine Masseverbindung vom 
UNO zum StepUp. Diese Masse ist beim StepUp durchgeschleift und geht 
dann zum EPROM. Es sind also alle Massen verbunden. Meine Frage war: 
Sollte es vom EPROM zum UNO noch zusätzlich eine kurze Verbindung geben?

von Theor (Gast)


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Christoph S. schrieb:
> OK, ich muss meine Frage präzisieren: Es gibt eine Masseverbindung vom
> UNO zum StepUp. Diese Masse ist beim StepUp durchgeschleift und geht
> dann zum EPROM. Es sind also alle Massen verbunden. Meine Frage war:
> Sollte es vom EPROM zum UNO noch zusätzlich eine kurze Verbindung geben?

Die Frage ist aber auch: Warum sollte es diese zusätzliche Verbindung 
geben müssen?

Falls Du ein Unsicherheitsgefühl hast, versuche doch bitte das zu 
konkretisieren. Dann kann man es rational bestätigen oder widerlegen.

Wenn ich das mit Verlaub so sagen darf: Masseverbindungen sind keine 
Zauberei. :-)

von Christoph S. (155christo)


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Warum diese zusätzliche Verbindung? Mir kommt die Kette über den StepUP 
etwas lang vor. Ich liebe kurze Masseverbindungen, gerade bei flotten 
Digitalschaltungen. Das spräche für eine zusätzliche Verbindung. Auf der 
anderen Seite bekomme ich so eine Masseschleife. Masseschleifen sind 
gefährlich. Daher bin ich hin und hergerissen. Und frage also im Forum.

von Christoph S. (155christo)


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Ach so, noch etwas zur Präzisierung:
Ich werde den StepUp mit etwas Distanz zum Rest der Schaltung aufbauen. 
Der StepUp arbeitet mit mehreren Mhz Schaltfrequenz und das strahlt mir 
in die Schaltung und führt zu Fehlern. Die Verbindung ist also lang.

von Soul E. (Gast)


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Üblicherweise hast Du auf Deiner Platine eine Massefläche (ground plane, 
Äquipotentialfläche), auf der jeder Massepunkt mit jedem anderen 
Massepunkt möglichst niederimpedant verbunden ist. Ersatzweise, wenn Du 
keine komplette Fläche opfern kannst, hast Du ein Massegitter (ground 
mesh) mit möglichst engen Maschen.

Ausnahmen gibt es bei Leistungselektronik oder bei sehr hochohmigen 
Systen (Röhrenverstärker). Da kann es sinnvoll sein, die Rückströme der 
einzelnen Schaltungsteile durch sternförmige Masseführung zu trennen. 
Das sind aber Spezialfälle.

von Christoph S. (155christo)


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Ja, Masseflächen kenn ich. Jedoch das Ganze findet auf einer 
Lochrasterplatine statt ...

von Soul E. (Gast)


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Christoph S. schrieb:
> Ja, Masseflächen kenn ich. Jedoch das Ganze findet auf einer
> Lochrasterplatine statt ...

Da baust Du ein Gitter aus Silberdraht.

von Theor (Gast)


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Christoph S. schrieb:
> [...] Masseschleife [...]

Ah.

Nun, dann mache einfach keine zusätzliche Verbindung und vermeide damit 
eine Masseschleife.


Offen gesagt halte ich den Ausdruck "Präzisierung", wie Du ihn hier 
verwendest, für einen Euphemismus. "Vollständigkeit" wäre korrekter. :-)

Was ist denn das für ein DCDC-Wandler? Welcher Typ? Warum hast Du gerade 
den gewählt? Warum diese hohen Wandlerfrequenzen?

Du hast offenbar eine ganz andere Frage: 1. Wie entwerfe ich eine 
Schaltung in der ich mehrere Spannungen benötige?

Linearregler wären eine Alternative, oder?

von Christoph S. (155christo)


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Ok, Du hast Recht. Ich bin zu maulfaul.
Der StepUp ist ein SX1308 Modul, der grad in der Grabbelkiste lag. Die 
Idee war das Ganze möglichst einfach aufzubauen, ohne zusätzliche 
Stromversorgung. Dabei bin ich in die Falle mit der hohen Frequenz 
getappt und hab nun den Salat. Entweder werden die Masseverbingungen zu 
lang oder ich bekomme Einstrahlungen und damit Fehler im Digitalteil. 
Vermutlich werde ich um eine gescheite Stromversorgung mit Netzteil und 
getrennten Linearreglern für die verschiedenen Spannungen nicht drumrum 
kommen.

von MaWin (Gast)


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Christoph S. schrieb:
> Sollte ich noch zusätzlich eine direkte Masseverbindung vom EPROM zum
> UNO herstellen?

Du hast weniger Störungen, wenn du Masse vom Uno zum Eprom führst, als 
wenn du Masse vom step up zum Eprom führst.

Christoph S. schrieb:
> Der StepUp arbeitet mit mehreren Mhz Schaltfrequenz und das strahlt mir
> in die Schaltung und führt zu Fehlern.

Dann hast du ein anderes Problem, zu grosse EMV Empfindlichkeit der 
Restschaltung.

Christoph S. schrieb:
> Jedoch das Ganze findet auf einer
> Lochrasterplatine statt ...

Tja. Um so mehr muss man sich über korrekte Leitungsführung Gedanken 
machen.

von Christoph S. (155christo)


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Danke MaWin. Das hilft mir weiter.

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