Guten Tag! Ich bastel mir gerade einen EPROM Brenner auf Basis eines Arduino UNO. Der EPROM braucht verschiedene Spannungen zum brennen und zum lesen (12,75V, 6,4V, 5V) die mir ein Step Up Wandler erzeugt. Versorgt wird der Step Up vom UNO. Nun habe ich eine Frage zu den Masseverbindungen: Der EPROM bekommt zur Zeit seine Masse vom Step UP. Die Massekette ist also: UNO ==> Step UP ==> EPROM. Sollte ich noch zusätzlich eine direkte Masseverbindung vom EPROM zum UNO herstellen? Oder handel ich mir dadurch Probleme ein? Danke fürs Lesen. Beste Grüße Zur Verdeutlichung hab ich ein Diagramm beigefügt.
Ich würde sagen Nein. Denn du hast ja quasi durch das verbinden alle auf dem selben Massniveau.
OK, ich muss meine Frage präzisieren: Es gibt eine Masseverbindung vom UNO zum StepUp. Diese Masse ist beim StepUp durchgeschleift und geht dann zum EPROM. Es sind also alle Massen verbunden. Meine Frage war: Sollte es vom EPROM zum UNO noch zusätzlich eine kurze Verbindung geben?
Christoph S. schrieb: > OK, ich muss meine Frage präzisieren: Es gibt eine Masseverbindung vom > UNO zum StepUp. Diese Masse ist beim StepUp durchgeschleift und geht > dann zum EPROM. Es sind also alle Massen verbunden. Meine Frage war: > Sollte es vom EPROM zum UNO noch zusätzlich eine kurze Verbindung geben? Die Frage ist aber auch: Warum sollte es diese zusätzliche Verbindung geben müssen? Falls Du ein Unsicherheitsgefühl hast, versuche doch bitte das zu konkretisieren. Dann kann man es rational bestätigen oder widerlegen. Wenn ich das mit Verlaub so sagen darf: Masseverbindungen sind keine Zauberei. :-)
Warum diese zusätzliche Verbindung? Mir kommt die Kette über den StepUP etwas lang vor. Ich liebe kurze Masseverbindungen, gerade bei flotten Digitalschaltungen. Das spräche für eine zusätzliche Verbindung. Auf der anderen Seite bekomme ich so eine Masseschleife. Masseschleifen sind gefährlich. Daher bin ich hin und hergerissen. Und frage also im Forum.
Ach so, noch etwas zur Präzisierung: Ich werde den StepUp mit etwas Distanz zum Rest der Schaltung aufbauen. Der StepUp arbeitet mit mehreren Mhz Schaltfrequenz und das strahlt mir in die Schaltung und führt zu Fehlern. Die Verbindung ist also lang.
Üblicherweise hast Du auf Deiner Platine eine Massefläche (ground plane, Äquipotentialfläche), auf der jeder Massepunkt mit jedem anderen Massepunkt möglichst niederimpedant verbunden ist. Ersatzweise, wenn Du keine komplette Fläche opfern kannst, hast Du ein Massegitter (ground mesh) mit möglichst engen Maschen. Ausnahmen gibt es bei Leistungselektronik oder bei sehr hochohmigen Systen (Röhrenverstärker). Da kann es sinnvoll sein, die Rückströme der einzelnen Schaltungsteile durch sternförmige Masseführung zu trennen. Das sind aber Spezialfälle.
Ja, Masseflächen kenn ich. Jedoch das Ganze findet auf einer Lochrasterplatine statt ...
Christoph S. schrieb: > Ja, Masseflächen kenn ich. Jedoch das Ganze findet auf einer > Lochrasterplatine statt ... Da baust Du ein Gitter aus Silberdraht.
Christoph S. schrieb: > [...] Masseschleife [...] Ah. Nun, dann mache einfach keine zusätzliche Verbindung und vermeide damit eine Masseschleife. Offen gesagt halte ich den Ausdruck "Präzisierung", wie Du ihn hier verwendest, für einen Euphemismus. "Vollständigkeit" wäre korrekter. :-) Was ist denn das für ein DCDC-Wandler? Welcher Typ? Warum hast Du gerade den gewählt? Warum diese hohen Wandlerfrequenzen? Du hast offenbar eine ganz andere Frage: 1. Wie entwerfe ich eine Schaltung in der ich mehrere Spannungen benötige? Linearregler wären eine Alternative, oder?
Ok, Du hast Recht. Ich bin zu maulfaul. Der StepUp ist ein SX1308 Modul, der grad in der Grabbelkiste lag. Die Idee war das Ganze möglichst einfach aufzubauen, ohne zusätzliche Stromversorgung. Dabei bin ich in die Falle mit der hohen Frequenz getappt und hab nun den Salat. Entweder werden die Masseverbingungen zu lang oder ich bekomme Einstrahlungen und damit Fehler im Digitalteil. Vermutlich werde ich um eine gescheite Stromversorgung mit Netzteil und getrennten Linearreglern für die verschiedenen Spannungen nicht drumrum kommen.
Christoph S. schrieb: > Sollte ich noch zusätzlich eine direkte Masseverbindung vom EPROM zum > UNO herstellen? Du hast weniger Störungen, wenn du Masse vom Uno zum Eprom führst, als wenn du Masse vom step up zum Eprom führst. Christoph S. schrieb: > Der StepUp arbeitet mit mehreren Mhz Schaltfrequenz und das strahlt mir > in die Schaltung und führt zu Fehlern. Dann hast du ein anderes Problem, zu grosse EMV Empfindlichkeit der Restschaltung. Christoph S. schrieb: > Jedoch das Ganze findet auf einer > Lochrasterplatine statt ... Tja. Um so mehr muss man sich über korrekte Leitungsführung Gedanken machen.
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