Forum: HF, Funk und Felder Frequenzverhalten von 0 Ohm SMD-Widerstände


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von Karl (Gast)


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Ich hab gestern Abend in ein altes Mobiltelefon geschaut und mir ist 
dabei ein 0 Ohm Widerstand in 0805 am Antennenausgang. Es dient als 
Brücke in einer Streifenleitung. So was habe ich auch schon bei einem 
Signalgenerator mit SMA-Anschluss gesehen.

Frage:
Wie finde ich heraus, z.b. bei Mouser, welchen SMD-Widerstand man in HF 
als Brücke nehmen kann? Die Frequenz bei dem Signalgenerator war bei max 
500 MHz, beim Telefon bei 2100 MHz.

Alternativ würde ein Stück Kupfer ja funktionieren

von Am Chiemsee (Gast)


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Karl schrieb:
> Wie finde ich heraus, z.b. bei Mouser, welchen SMD-Widerstand man in HF
> als Brücke nehmen kann?

Hier kannst Du nur in den Datenblättern der Hersteller nachschauen.
Bei Mouser ist oft ein Link zum Datenblatt mit in der 
Bauteilbeschreibung dabei.
Nur was ich bisher gesehen habe, zu so was wie, welche HF Eigenschaft 
hat das Bauteil machen die Hersteller keine Angaben.
Wer was findet gerne her damit.

Aber Grundsätzlich kannst so einen Widerstand wie eine Leitung 
betrachten.
Hier zu kann man pro mm 1nH ansetzen.
Also die Mechanische Länge des Bauteils ermitteln, dann kommst auf den 
Induktiven Anteil.

Gesehen habe ich das so auch schon, dient meist als Testpunkt nach der 
Bestückung der Leiterplatte, wird dann mit einem 0 Ohm Widerstand 
bestückt.

von kim (Gast)


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Gerüchteweise soll man mit sehr kleinen Widerständen besser fahren, z.B. 
10mOhm statt 0 Ohm, weil 0-Ohm-Widerstände in der Realität oft um die 50 
mOhm aufweisen sollen.
Habe das selber nie getestet und gebe das einfach so weiter.
Mich würde interessieren, ob andere hier das schon getestet haben und 
wie deren Erfahrungen sind.

von Volker M. (antennensimulation)


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Karl schrieb:
> Alternativ würde ein Stück Kupfer ja funktionieren

Genau. Bei den HF-Projekten, wo wir 0 Ohm einsetzen, wird damit ein 
HF-Pfad umgeroutet. Beispielsweise auf einen Meßpunkt anstatt der 
Antenne.

Die Details des 0 Ohm sind unkritisch, das ist einfach eine 
Durchverbindung.

Verbindliche Grüße
Volker

von Elektrofan (Gast)


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Auf jeden Fall sollte bzw. muss man, je höher die Nutzfrequenz ist,
den ganzen Aufbau, in dem dieser "0Ω"-Widerstand sitzt, mitbeachten
(also Geometrie d.h. u.a. Abstand zu anderen Leitern, 
Dielektrizitätskonstante des Materials dazwischen usw.).

von Arno H. (arno_h)


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Die extrem niederohmigen Widerstände gibt es auch als Metallfolie, damit 
dürfte sich einige Probleme überwinden lassen.
Erster Hersteller bei Google-Suche:
https://www.viking.com.tw/de/category/Metall-Niederohmwiderstand/Resistor-Metal-Low-Ohm-Resistor.html

Arno

von Irgendwer (Gast)


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