Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Eigenentwicklung mit Alexa steuern


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von Protolus (Gast)


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Hallo, ich komme aus der Entwicklung Analog- Digitalelektrink 
Mikroprozessor Hard und Software.
Ich habe meiner Frau zu ihrem Geburtstag ihren grössten Wunsch erfüllt 
und ihr eine "Alexa" geschenkt.
Das Ding ist ganz witzig und hat in mir den Wunsch geweckt, mehr damit 
zu machen.
Mein Ziel: Selbst entwickelte Elektronik mit Alexa oä steuern und zwar 
mit mehr als Licht an / Licht aus.
Habe so nebenher zu meinem Job das Aufkommen von Arduion und Co 
mitverfolgt, mich aber nie tiefer damit befasst.
Daher meine Frage:
Gibt es Literatur, Links oder Was auch immer, das erlaubt, sich 
professionell in das Thema "smart devices" incl. Arduino, Raspberry usw 
einzuarbeiten?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Protolus schrieb:
> Digitalelektrink

Hi, ich kenne auch andere die gerne trinken :-)

Das Stichwort zu deiner Anfrage ist "Skills", suche mal danach. Ein 
Anfang wäre 
https://www.homeandsmart.de/die-besten-alexa-skills-im-ueberblick

von Protolus (Gast)


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Hab mir die Skill-Programmierung schon mal angesehen. 
Programmiererfreundlich ist das nicht gerade :-(
Ich möchte eben genau eine Skillprogrammierung umgehen. Die 
Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon 
stecken, sondern in meiner Eigenentwicklung.
Wenn ich eine Lampe mit Alexa steuern will, muss ich auch nicht extra 
einen Skill aufrufen. Alexa erkennt die Lampe und dann müssen beide über 
irgend ein Protokoll Infos austauschen.
So habe ich mir das auch mit einer Eigentwicklung vorgestellt. Alexa 
erkennt mein Gerät, die sprechen miteinander und Alexa leitet dann nur 
plain die erkannten Sprachbefehle an mein Gerät weiter.
Ich suche nach einer Möglichkeit, mich in die gesamte Materie "smart 
devices" oder wie auch immer man diesen ganzen Komplex bezeichnet, 
einzuarbeiten um die Fragen: Wer kommuniziert über welche Protokole mit 
wem usw zu klären. Skills sind ja nur ein Sub-Thema von dem ganzen 
Komplex.

Beitrag #6480060 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Protolus schrieb:
> Die Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
> stecken, sondern in meiner Eigenentwicklung.

Dann musst du aber auch die gesamte Erkennung der Sprachbefehle selbst 
programmieren und auch Alexa selbst umprogrammieren. Oder zumindest den 
Fluss der Information vom Echo-Dot zu den Servern auf deinen eigenen 
Server umbiegen.
Denn das Echo-Dot hat nur genug Intelligenz, um den Sprachbefehl wie 
"Alexa!" oder "Computer!" oder sonst was zu erkennen. Der Rest wird in 
der Cloud analysiert und dekodiert. Das Ergebnis von "Licht 1 an" wird 
dann aus der Cloud wieder an die dumme Alexa geschickt - die ist nur das 
ausführende Organ. Die Intelligenz sitzt in der Cloud. Und eben diese 
müsstest du dann nachbauen.

Viel Spaß.

Du bist nicht der erste hier, der sowas bauen will.

von Cyblord -. (cyblord)


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Protolus schrieb:
> Hab mir die Skill-Programmierung schon mal angesehen.
> Programmiererfreundlich ist das nicht gerade :-(
> Ich möchte eben genau eine Skillprogrammierung umgehen.

Dann kannst du auch keine Alexa für deine Zwecke nutzen. Alexa wird mit 
Skills um Funktionalitäten erweitert. Damit kann Alexa dann eine 
Eigenentwicklung von dir Steuern.

> Die
> Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
> stecken, sondern in meiner Eigenentwicklung.

Alexa steckt nun mal in den Servern von Amazon. Wenn du selbst 
Spracherkennung machen willst und das auch noch lokal, dann reden wir 
von einer ganz anderen Hausnummer. Abgesehen davon dass du an das Alexa 
Niveau nicht rankommen wirst.

> Wenn ich eine Lampe mit Alexa steuern will, muss ich auch nicht extra
> einen Skill aufrufen. Alexa erkennt die Lampe und dann müssen beide über
> irgend ein Protokoll Infos austauschen.

Den Skill musst du nicht aufrufen, aber Alexa hat den Skill bereits 
geladen. z.B. um, HUE Leuchten zu steuern, braucht es den HUE Skill. 
Alexa erkennt dann die Sprachbefehle die spezifisch für HUE leuchte sind 
und der Skill weiß wie er mit der HUE Bridge reden muss.

> So habe ich mir das auch mit einer Eigentwicklung vorgestellt. Alexa
> erkennt mein Gerät, die sprechen miteinander und Alexa leitet dann nur
> plain die erkannten Sprachbefehle an mein Gerät weiter.

-> SKILL
Genau damit geht das. Und nur so.
Nur du musst die Befehle definieren. Nicht andersrum.
Evt. informierst du dich erstmal wie das grundsätzlich funktioniert und 
übelegst dann weiter. Du gehst grade von komischen Annahmen aus.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6480097 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6480101 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Schlaumaier (Gast)


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Naja, es gibt eine Alternative.

https://www.audeme.com/movi.html

Damit geht es ohne Alexa, und für normale Geräte reicht das. Vorteil : 
Keine Spionage. ;)

von Cyblord -. (cyblord)


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Schlaumaier schrieb:
> und für normale Geräte reicht das

Ist halt die Frage was das heißt. Will man auf eine 
Spracherkennungsqualität von 2001 zurück? Oder will man die beste 
Spracherkennung die derzeit möglich ist?
Wenn ich zuhause alltägliche Dinge per Sprache steuere, weiß ich was ich 
da wählen würde.

Beitrag #6480120 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6480122 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Le X. (lex_91)


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Ich bin etwas irritiert über Vorschläge wie "du musst die Amazon Cloud 
nachbauen" etc.

Im Prinzip musst du, wenn du ein Gerät per Alexa steuern willst, ein 
Gerät bauen was die Alexa-Schnittstelle implementiert und dadurch von 
Alexa als Schalter, Lampe oder sonstwas erkannt wird.

Oder du greifst auf ein bestehendes Framework zurück und konzentrierst 
dich auf die eigentliche Aufgabe.

Beispiel:
Ich habe daheim ioBroker als Automatisierungssoftware im Einsatz.
Dort hab ich mir ein Gerät, Typ Schalter angelegt was sinngemäß 
"Raspberry" heißt. Alexa findet diesen Schalter und ich kann damit einen 
Raspberry ein- und ausschalten.
Ganz ohne Skills oder Cloud-Nachbauten.

Das interessante daran:
Dieses "Gerät" existiert in Wahrheit garnicht sondern nur virtuell.
Wird der "Schalter" betätigt rennt ein Skript los welches die Steckdose, 
an der der Pi hängt anschaltet, wartet bis er hochgefahrne ist und ihn 
dann mit Kommandos bespaßt.
Wird der "Schalter" nochmal betätigt wird der Pi runtergefahren, nochmal 
gegenprüft und anschließend die Steckdose wieder abgeschalten.

Hinter dem "Schalter" steckt also eine etwas komplexere Logik.
Auf diese Art kann ich alles mögliche Skripten, Alexa startet dann nur 
noch das Skript (von dem "sie" "denkt" es sei ein Schalter).

von Cyblord -. (cyblord)


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Le X. schrieb:
> Ich habe daheim ioBroker als Automatisierungssoftware im Einsatz.
> Dort hab ich mir ein Gerät, Typ Schalter angelegt was sinngemäß
> "Raspberry" heißt. Alexa findet diesen Schalter und ich kann damit einen
> Raspberry ein- und ausschalten.

Wie soll Alexa mit diesem IO Broker ohne SKILL kommunizieren? Evt. ist 
der Skill eben schon defaultmäßig geladen.

Wie handhabst du Custom Kommandos für Alexa mit diesem ioBroker System?
Also was musst du zur Alexa sagen damit sie dort was tut?

Und du vergisst eine Anforderung des TO:

> Die Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
> stecken

Das ist so nicht möglich.

: Bearbeitet durch User
von Mister A. (mratix)


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von Le X. (lex_91)


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Cyblord -. schrieb:
>> Die Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
>> stecken
>
> Das ist so nicht möglich.

Jein.
Es stimm,t die Spracherkennung läuft grundsätzlich auf Amazon-Server, 
das lässt sich nicht ändern und wenn das ein No-Go ist kann man Alexa 
nicht verwenden.

Die eigentliche Logik läuft aber in meinem Netz und kann auch ohne Alexa 
auf mehrere Arten getriggert werden.
Genauso wie Amazon nicht sieht was der "Schalterdruck"  eigentlich alles 
auslöst.

Ob das für den TO reicht?
Keine Ahnung, muss er beurteilen.
Einen Denkanstoß hat er von mir gekriegt.

von Cyblord -. (cyblord)


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Le X. schrieb:
> Die eigentliche Logik läuft aber in meinem Netz und kann auch ohne Alexa
> auf mehrere Arten getriggert werden.
> Genauso wie Amazon nicht sieht was der "Schalterdruck"  eigentlich alles
> auslöst.

Naja das sollte klar sein. Grundsätzlich lässt sich jede Custom HW im 
Haus mit Alexa steuern. Die hat natürlich nichts mit Amazon zu tun.

von Johannes S. (jojos)


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Das sind dann aber x verschiedene skills die man für verschiedene Geräte 
braucht, mit ioBroker ist es einer. Ich schreibe ‚Dekolampe ein‘ in den 
ioBroker Adapter und welche Variable gesetzt werden soll. Und das kann 
dann  alles sein was der ioBroker ansteuern kann.

von Cyblord -. (cyblord)


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Johannes S. schrieb:
> Das sind dann aber x verschiedene skills die man für verschiedene Geräte
> braucht, mit ioBroker ist es einer. Ich schreibe ‚Dekolampe ein‘ in den
> ioBroker Adapter und welche Variable gesetzt werden soll. Und das kann
> dann  alles sein was der ioBroker ansteuern kann.

Najo klar. Das ist halt ein Skill extra für Custom Hardware und 
Entwicklungen. Der selbst wiederum anpassbar ist.

Ändert aber am Konzept nichts: Ein Skill wird benötigt. So oder so.

von batman (Gast)


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Kann man nicht einfach auf den Lichtschalter drücken?

von Le X. (lex_91)


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batman schrieb:
> Kann man nicht einfach auf den Lichtschalter drücken?

Es geht nicht um Licht.

von Cyblord -. (cyblord)


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batman schrieb:
> Kann man nicht einfach auf den Lichtschalter drücken?

Kann man. Aber meine Lichtschalter reden auch nur mit der HUE Bridge und 
die schaltet die Lampen. Also ist es egal ob Alexa mit der Bridge redet 
oder mein Lichtschalter oder meine App.

Falls du einen so richtig hart verdrahteten Lichtschalter meinst: Das 
20. Jahrhundert ist vorbei.

: Bearbeitet durch User
von Protolus (Gast)


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>> Die Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
>> stecken, sondern in meiner Eigenentwicklung.

Mit Funktionalität meinte ich nicht die Spracherkennung. Aber um die 
gehts mir. "Alexa, Siri und Co" repräsentieren nun mal die momentan 
beste Spracherkennung.
Wenn es eine frei verfügbare .dll zur Spracherkennung mit annähernd 
gleich guter Qualität wie Alexa gäbe, könnte ich auf Alexa verzichten. 
Dann würde ich meine Geräte damit tseuern. Ein freies, vernünftiges 
Spracherkennungs  .dll hab ich aber leider noch nicht gefunden.
Wie schon gesagt, ich habe mich biher nur am Rand mit Alexa und Co, 
smart devices usw beschäftig. Daher gehe ich wahrscheinlich auch von 
falschen Vorausetzungen aus.
Ich würde mich ja gerne tiefer in das Thema einarbeiten. Und das war 
meine ursprüngliche Frage: Wo gibts vernünftige Literatu, Links usw?

von Joachim S. (oyo)


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Protolus schrieb:
> Ich würde mich ja gerne tiefer in das Thema einarbeiten. Und das war
> meine ursprüngliche Frage: Wo gibts vernünftige Literatu, Links usw?

Die offizielle Alexa-Developer-Webseite von Amazon dürfte da mit der 
beste Anlaufpunkt sein:
https://developer.amazon.com/en-US/docs/alexa/
Die Dokumentation dort ist ausführlich, und es gibt diverse 
Schritt-für-Schritt-Tutorials, z.B. um in wenigen Minuten einen 
einfachen "Hello World"-Skill umzusetzen.

Aber vielleicht sagst Du lieber mal, was genau Du eigentlich vorhast. Je 
nachdem, was Du konkret vorhast, ist es nämlich gar nicht nötig, Dich 
mit der Entwicklung eigener Skills herumzuschlagen.

Falls Du irgendwas kommerzielles anbieten willst, dann wirst Du da 
vermutlich nicht drum herum kommen. Dann musst Du normalerweise Deinen 
eigenen, im Internet per HTTPS erreichbaren Webserver betreiben, den 
Amazon bei jedem Sprachkommando kontaktiert, oder Du verwendest 
alternativ das kostenpflichtige AWS Lambda, wofür bspw. eine Kreditkarte 
erforderlich ist. Falls Dein Skill Smart Home-Funktionalität haben soll 
(Was stark vereinfacht gesagt bedeutet, dass Du so etwas sagen kannst 
wie "Alexa, schalte die Lampe an!", statt eine umständlichere 
Formulierung wie "Alexa, sage Skill XY, dass die Lampe angeschaltet 
werden soll!" verwenden zu müssen), brauchst Du so oder so AWS Lambda.

Falls es Dir aber nur darum geht, in Deinem eigenen Haushalt ein paar 
Geräte per Sprache zu steuern oder so, dann gibt es viel einfachere 
Möglichkeiten. Dann musst Du keinen eigenen Skill entwickeln und den 
damit verbundenen Aufwand betreiben.

von Protolus (Gast)


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Wie ich schon geschrieben habe, komme ich aus der Entwicklung, habe aber 
Arduino und Co nur so am Rande wahrgenommen. Kansst Du Deine Lösung 
näher im Detail beschreiben?

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Protolus schrieb:
> Wenn es eine frei verfügbare .dll zur Spracherkennung mit annähernd
> gleich guter Qualität wie Alexa gäbe, könnte ich auf Alexa verzichten.

Du meinst, eine einfache, kostenlose DLL in der Größe von ein paar kB 
könnte das, was eine ganze Rechenfarm und eine Unmenge an Mannjahren und 
Forschungsprojekten und Patenten bewerkstelligen, ersetzen?

Ich glaube, du stellst dir das ganze ein kleines wenig zu leicht vor.

Muss es denn zwingend Alexa sein?
Auf eine Raspberry Pi ließe sich eine abgespeckte Spracherkennung 
bestimmt einrichten. Meinentwegen könnte die auch auf "Alexa" hören. Nur 
eben an die Qualität von Amazons Alexa wird das ganze bei weitem nicht 
herankommen, fürchte ich.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Joachim S. schrieb:
> Aber vielleicht sagst Du lieber mal, was genau Du eigentlich vorhast. Je
> nachdem, was Du konkret vorhast, ist es nämlich gar nicht nötig, Dich
> mit der Entwicklung eigener Skills herumzuschlagen.

So, wie ich ihn verstanden habe, will er alles das, was in der 
Amazon-Cloud passiert (also in erster Linie die Sprachverarbeitung) bei 
sich daheim auf einem Arduino (?) oder ähnlichem haben.

Protolus schrieb:
> Ich möchte eben genau eine Skillprogrammierung umgehen. Die
> Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
> stecken, sondern in meiner Eigenentwicklung.

Protolus schrieb:
>>> Die Funktionalität sollte auch nicht irgendwo in den Servern von Amazon
>>> stecken, sondern in meiner Eigenentwicklung.
>
> Mit Funktionalität meinte ich nicht die Spracherkennung. Aber um die
> gehts mir.
Offenbar geht es ihm um die Spracherkennung. Nur eben jene findet in der 
Cloud statt, wo dieses hochkomplexe Problem einfach mit einer riesigen 
Menge an Rechenleistung beworfen werden kann.
Was da so einfach und reibungslos erscheint ist in Wahrheit nämlich ein 
hochkomplexer Prozess.

Hier ist ein wenig Prosa zu der ganzen Thematik.
https://de.cloudflight.io/presse/iot-sprachsteuerung-das-geht-auch-offline-und-sehr-privat-35425/

Man kann sich so eine Rechnerfarm natürlich auch in den Keller stellen - 
ersetzt eben die Fußbodenheizung...

von Johannes S. (jojos)


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Selbst Alexa versteht mich, meine Frau oder Gäste nicht immer sofort. 
Dazu kommt das man nicht direkt aus 20 cm in ein Mikrofon spricht, 
sondern es kommen noch reichlich Störgeräusche hinzu. Und häufige 
Fehlfunktionen werden dazu führen das die Akzeptanz sinkt. Die 
Alexa/Siri/HeyGoogle Erkennungsrate wird man kaum mit einem RPi 
erreichen.

von Bernd D. (Firma: ☣ ⍵ ☣) (bernd_d56) Benutzerseite


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Johannes S. schrieb:
> Selbst Alexa versteht mich, meine Frau oder Gäste nicht immer sofort.
Ich verstehe nicht mal meine Frau, nicht sofort und  auch nach ein paar 
weiteren Minuten, wie sollte das eine Alexa können?

SCNR

von Johannes S. (jojos)


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ja, das verwirrt alle neuronalen Netze einer KI, das ist 
Forschungsbedarf für ein paar Dekaden :)

von Joachim S. (oyo)


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Protolus schrieb:
> Wie ich schon geschrieben habe, komme ich aus der Entwicklung, habe aber
> Arduino und Co nur so am Rande wahrgenommen. Kansst Du Deine Lösung
> näher im Detail beschreiben?

Du hast leider nicht geschrieben, an wen diese Zeilen überhaupt 
addressiert sind. Ich vermute jetzt einfach mal, dass Du mich gemeint 
hast, weil ich der einzige war, der seit Deinem vorherigen Posting etwas 
geschrieben hatte.

Was ich mit dieser einfacheren Lösung gemeint habe:
Mein privates Smart Home-System basiert bspw. auf der Open 
Source-Software "Node Red". Und dort ist es bspw. so, dass ein 
freundlicher Zeitgenosse aus England einen Dienst anbietet, den man als 
Node Red-Benutzer kostenlos nutzen kann, und der die Verwendung von 
Alexa für eigene Geräte besonders leicht macht: Man registriert auf 
seiner Homepage einen kostenlosen Account, loggt sich ein, und kann dort 
die Geräte, die man steuern will, als "virtuelle" Geräte anlegen. Man 
gibt jedem Gerät die Bezeichnung, mit der das Gerät in 
Alexa-Sprachkommandos referenziert werden soll, und legt noch grob fest, 
um was für eine Art von Gerät es sich handelt.
Dann aktiviert man in Alexa den von diesem freundlichen Engländer 
entwickelten zugehörigen Skill, startet eine "Gerätesuche" - und 
schwupps, schon zeigt Alexa alle virtuellen Geräte, die man eben auf der 
Homepage angelegt hat, als vermeintlich echte Geräte an.

Wenn man nun Alexa per Sprachkommando auffordert, dies oder jenes mit 
einem dieser virtuellen Geräte zu tun (z.B. "Alexa, setze 
Nachttischlampe auf 50%"), dann wird in Node Red eine entsprechende 
Nachricht mit allen relevanten Parametern erzeugt (ungefähr so etwas 
wie: {"Gerät":"Nachttischlampe", "Aktion":"Helligkeit setzen", 
"Wert":0.5}), die man dann entsprechend weiterverarbeiten und 
irgendwelche Aktionen auslösen lassen kann.

Für die Smart Home-Software "ioBroker" gibt's offenbar etwas ganz 
ähnliches, wenn ich das richtig verstehe, und für wieder andere Smart 
Home-Systeme wahrscheinlich ebenfalls.

Oder wenn es bspw. nur darum geht, ein Gerät ein-/auszuschalten, dann 
geht es noch einfacher, dann genügt häufig eine günstige WLAN-Steckdose.

Aber das sind alles nur Beispiele - solange Du nicht etwas konkreter 
wirst, was Dir so vorschwebt, ist es schwierig, da wirklich gute 
Ratschläge zu geben.

von Andreas (Gast)


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Amazon Echo Plus und Echo Show unterstützen ZigBee. Wenn dir die 
implementierten Geräteprofile ausreichen (u.a. Lampe, Lichtschalter), 
dann kommst du um das Thema Skills komplett herum. Siehe: 
https://developer.amazon.com/en-US/alexa/devices/connected-devices/development-resources/zigbee

von und jetzt (Gast)


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WAs spricht denn dagegen, Alexa auf den Raspi herunterzuladen ?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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und jetzt schrieb:
> WAs spricht denn dagegen, Alexa auf den Raspi herunterzuladen ?

Würde das irgend etwas an der cloud-basierten Funktionsweise ändern?

: Bearbeitet durch User
von Marco H. (damarco)


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Ohne Entwicklerzugang zum AWS geht gar nichts...

Du musst dich also erst mal als Entwickler anmelden und dann wirst du 
von den Möglichkeiten im AWS erschlagen.
Umsonst ist nicht einmal der Tot und Amazon möchte an allen verdienen. 
Irrend einer zahlt, auch bei HUE und Trittbrettlösungen funktionieren 
nur mit alten Geräten.

Die Sache ist an sich nicht sehr kompliziert, Geräte per MQTT etc. ins 
AWS anzubinden. Im ersten Jahr fallen auch keine Kosten an und danach 
sind die kosten für 10 Geräte z.Bsp lächerlich (ein paar Cent im Monat). 
Summiert sich aber wenn du deinen Skill veröffentlichst und auch noch 
unüberlegt die Firmware teilst.

von Marco H. (damarco)


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Still wurde es ;) Nunja der Einsieg ist relativ leicht, denn es gibt 
viele Anleitungen im Netz. An dem man sich aber auch die Beine ausreißen 
kann... Amazon selbst Dokumentiert die API schlecht oder sie ist schon 
zu alt.

Zumal muss man ein paar Amazon Eigenheiten in kauf nehmen, z.Bsp. bei 
MQTT welche so gestrickt wurde das man maximal daran verdienen kann. 
Das speichern der Zustände funktioniert über Schattengeräte und nicht 
über das MQTT Protokoll. Wie soll es auch sein das jede Änderung der 
Schatten $ auslöst.

Mein Zeug läuft seit 3 Jahren ohne Probleme, wie ich bereits erwähnte 
kostet mich der Spaß ein paar Cent im Monat. Die Möglichkeiten sind 
enorm und es lohnt sich das kostenlose Jahr umfangreich zu nutzen.

von Klaus (Gast)


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Wemo bzw. Hue Emulation geht doch ohne "Cloud" oder "Skill"!?

von Joachim S. (oyo)


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Klaus schrieb:
> Wemo bzw. Hue Emulation geht doch ohne "Cloud" oder "Skill"!?

Ja, aber das sind m.W.n. aber auch genau die beiden Ausnahmen, die es 
gibt. Ich glaube, deren direkt in Alexa integrierte Unterstützung hat 
historische Gründe.

Man kann die in Alexa integrierte Unterstützung von Hue und WeMo unter 
Umständen ausnutzen, indem man ein Smart Home Device so programmiert, 
dass es sich gegenüber Alexa als WeMo-Plug oder Hue Bridge ausgibt.

Ein solches Gerät, ist aus Sicht von Alexa dann aber halt eine (Hue) 
Lampe bzw. eine (WeMo) Steckdose, und man kann solche Geräte dann nur 
mit solchen Sprachkommandos steuern, die für eine Lampe bzw. Steckdose 
Sinn machen: Einschalten, Ausschalten und im Falle der Hue-Emulation 
vermutlich noch dimmen.

Wenn das zu steuernde Smart Home Device zum einen netzwerkbasiert ist 
und zum anderen diese 2-3 Aktionen (Einschalten/Ausschalten/Dimmen) 
ausreichen, dann ist Hue/WeMo-Emulation eine Option. Es ist keine 
Option, wenn das zu steuernde Gerät bspw. ein Türöffner ist, denn ein 
Sprachkommando wie "Alexa, öffne XY" macht bei einer Lampe bzw. 
Steckdose keinen Sinn.

Von daher ist es schwer pauschale Aussagen zu treffen ohne zu wissen, 
was genau jemand eigentlich vorhat.

Hier gibt es eine kleine Übersicht verschiedener Möglichkeiten, wie 
Geräte Alexa-fähig werden können:
https://developer.amazon.com/de-DE/alexa/devices/connected-devices/development-resources#development-options

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