Forum: Offtopic Neu Akkus 3,527V


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von Bernhard F. (bernhard_f759)


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Hallo zusammen,

ich habe bei Reichelt 10 neue Lithium Ionen Akkus bestellt.
Sind sind heute angekommen und ich hab gleich mal sie Spannung gemessen.

Das kuriose: Alle 10 Akkus haben 3,526 - 3,528 V mit einer 
Standardabweichung von 0,5mV.

Also wenn ich das nächste Mal eine genaue Referenzspannungsquelle 
brauche bestelle ich neue Akkus. :D

Es wundert mich nur das die Akkus fast leer ausgeliefert werden. 
Optimaler wären ja 3,8 - 4 V
Alt können die Akkus ja nicht sein, da sie sonst viel weiter 
Auseinandergedriftet wären.

Meint ihr 3,5V sind noch ok oder ist das schon zu wenig?

Gruß
Bernhard

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard F. schrieb:
> Es wundert mich nur das die Akkus fast leer ausgeliefert werden.

Mach's mal halblang: sie sind (ca.) halb voll.

> Optimaler wären

Optimal kennt keine Steigerung. ;-)

Man sagt, dass Li-Ionen-Akkus bei ca. 60 % Ladezustand am besten 
gelagert werden. Das ist weit genug davon weg, dass sie durch 
Selbstentladung zu schnell in gefährlich niedrige Bereiche kommen, aber 
100 % stresst den Akku mehr als „halbvoll“.

Von diesen 60 % sind sie zumindest nicht sehr weit entfernt.

von Bernhard F. (bernhard_f759)


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Jörg W. schrieb:
> Mach's mal halblang: sie sind (ca.) halb voll.

Ich hab grade mal schnell eine mit 1A entladen und noch ca. 0,7Ah raus 
bekommen bis 2,5V. Das sind bei einer 3,4 Ah Zell ca. 20% und nicht 50%.
Eine Zelle mit 3,5V hat vielleicht noch 50% wenn man sie mit 1C entlädt 
aber nicht mit Leerlaufspannung...

Jörg W. schrieb:
> Optimal kennt keine Steigerung. ;-)


Der Optimale Zustand wären 60% Ladezustand.
Eine Zelle mit 50% Ladung hat definitiv einen optimaleren Zustand als 
eine mit 40% Ladung. Man könnte Sagen sie ist dem optimalen Zustand 
angenäherter.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard F. schrieb:

> Ich hab grade mal schnell eine mit 1A entladen und noch ca. 0,7Ah raus
> bekommen bis 2,5V.

Das ist in der Tat dürftig.

> Jörg W. schrieb:
>> Optimal kennt keine Steigerung. ;-)
>
> Ich habe nirgendwo versucht Optimal zu steigern.

Doch, hatte ich zitiert (hast du weggeschnitten), war aber eh nur eine 
Randbemerkung, muss man nicht weiter auswalzen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Jörg W. schrieb:
> Mach's mal halblang: sie sind (ca.) halb voll.

Das interessiert mich aber jetzt.
Ich mein, das sind LiIon, nicht LiPo, aber "die haben ja nur 0,1V mehr 
Ladeschlussspannung".
LiPo werden bei 3,7V mit je nach Quelle 10-20% Inhalt angegeben, 3,8V 
wäre 30%.
Sind LiIon und LiPo so verschieden?

Jörg W. schrieb:
> Man sagt, dass Li-Ionen-Akkus bei ca. 60 % Ladezustand am besten
> gelagert werden. Das ist weit genug davon weg, dass sie durch
> Selbstentladung zu schnell in gefährlich niedrige Bereiche kommen

LiPo sollen möglichst leer sein, damit im Fehlerfall "keine" Energie 
mehr da ist.
60% ist viel zuviel, da altert der Akku zu schnell, und da ist zu viel 
Energie drin.
Wenn der Akku keine Elektronik drin hat ("Protected Cells", oder ein BMS 
z.B.) hat der keine Selbstentladung, oder er ist eh schrottreif.
Die 60% sind nur für Fälle mit Elektronik drin, weil die natürlich 
geringfügig Strom braucht und einen 10%-Akku in einigen Monaten 
zerstört.
Obwohl ich auch da sagen würde: 40% sind schon genug.

Bernhard F. schrieb:
> Optimaler wären ja 3,8 - 4 V

Das wäre ja quasi fast voll. Da kannst du sie im Grunde direkt 
wegwerfen, wenn sie nicht noch warm aus der Fertigungsmaschine gefallen 
sind.

von Bernhard F. (bernhard_f759)


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Jens M. schrieb:
> Sind LiIon und LiPo so verschieden?

Nein wie ich geschrieben habe hatten sie auf die schnelle getestet mit 
3,5V noch ca. 20% ihrer Kapazität.
Was auch gut zum Datenblatt passt.
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D500/PAN18650B_DS-EN.pdf

Jens M. schrieb:
> LiPo sollen möglichst leer sein, damit im Fehlerfall "keine" Energie
> mehr da ist.

Das ist ein gern gemachter Fehler. Der Energieinhalt eines LiPo Akkus 
hat nur sehr geringfügig etwas mit der Restladung zu tun, sondern wird 
von der chemischen Energie des brennbaren Elektrolyten dominiert.
In Feuer geworfen brennt ein Lipo mit 100% Ladung genau so stark wie ein 
tiefentladener.

Sie sollen möglichst leer sein damit es gar nicht erst zum Fehlerfall 
kommt. Stichwort Penetration des Separators durch Dendriten.
Aber auch ein LiPo mit 10% Restkapazität wird brennen wenn man einen 
Nagel hindurchtreibt.

Der oben verlinkte Akku ist aber für ganz andere Anwendungsfälle 
gemacht. Die LiPos die du im Blick hast haben oft Entladeströme von 20 - 
100C um eine Drohne abheben lassen zu können.

Mein Akku ist nur für 2C spezifiziert, kann also viel weniger Energie 
bereitstellen. Ich räume ihm sogar gute Chancen ein nicht einmal zu 
brennen wenn ich ihn kurzschließe.
Dafür hat er eine höhere Kapazität was ihn für meine Anwendung 
(Temperaturmessung mit ESP866 alle 1 min für 3 Monate) wesentlich 
geeigneter macht.

Jens M. schrieb:
> Das wäre ja quasi fast voll. Da kannst du sie im Grunde direkt
> wegwerfen, wenn sie nicht noch warm aus der Fertigungsmaschine gefallen
> sind.

Das ist extrem Übertrieben. Wie viele Handy stecken 50% ihrer Lebenszeit 
am Ladegerät ohne dadurch zerstört zu werden?
Sie altern natürlich stärker können aber trotzdem alt werden.
Temperatur und Unterladung bzw. Überladung sind deutlich schlimmer!

Zum Glück sind meine Akkus aber eh warm aus der Fertigungsmaschine 
gefallen. Anders kann ich mir die geringe Abweichung in den Spannungen 
nicht erklären.

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