Hallo Zusammen,
ich möchte drei in Reihe geschaltete Keramikkondensatoren nutzen, um
eine Teleskop-Fangspiegelheizung zu betreiben. Ich habe folgende Modelle
zur Hand: CB5JB50R0 von digikey.com
Welche Spannung und welchen Strom muss ich anlegen, um z.B. 25°C damit
zu erreichen? Eventuell kann mir jemand da helfen.
Mike schrieb:> Eventuell kann mir jemand da helfen.
Warum dämmt man Häuser ?
Damit man es mit weniger Heizleistung warm bekommt.
Auch du solltest also seit dem Kleinkindalter wissen, dass es nicht auf
die Heizleistung, sondern den Wärmewiderstand zur Umgebung ankommt.
Und der ist unbekannt.
Hat's geholfen ?
Der Spiegel soll im Winter nicht beschlagen oder vereisen. Üblicherweise
sollte die Temperatur der Widerstände in etwa 20-30°C betragen. Eine
konstruktive Antwort wäre hilfreich. Belehrungsbeiträge brauche ich
nicht und sind an dieser Stelle auch nicht wirklich hilfreich.
Mike schrieb:> ich möchte drei in Reihe geschaltete Keramikkondensatoren nutzen, um> eine Teleskop-Fangspiegelheizung zu betreiben. Ich habe folgende Modelle> zur Hand: CB5JB50R0 von digikey.com
Glücklicherweise sind die CB5JB50R0 keine Keramikkondensatoren, sondern
50Ω/5W-Widerstände. Mit Kondensatoren geht da nämlich überhaupt nichts!
Mike schrieb:> Welche Spannung und welchen Strom muss ich anlegen,
Bei den Werten der Bauelemente darfst du an die drei in Reihe liegenden
Widerstände max. 45V anlegen. Dann sind in etwa die 5W pro Widerstand
erreicht, mehr vertragen sie nicht. Nur für <5s darfst du auch das
doppelte anlegen.
Den Rest dazu hat dir MaWin schon erklärt.
Mike schrieb:> Welche Spannung und welchen Strom muss ich anlegen, um z.B. 25°C damit> zu erreichen? Eventuell kann mir jemand da helfen.
Bei 25°C Umgebungstemperatur kannst Du Spannung und Strom weglassen.
Nachtrag: nach dem Strom hattest du auch gefragt.
Der stellt sich selber ein, an 45V wären es dann 0.3A.
Alternativ kannst du auch die drei Widerstände parallel schalten. Dann
brauchst du nur 15V, dafür aber 0.9A.
Die 45V oder die 15V sind die Maximalwert, wie ich oben schon sagte.
In wie weit das einen total unbekannten Gegenstand auf eine bestimmte
Temperatur bringt, kann dir niemand sagen.
Oder weiß nur ich nicht, was ein Teleskop-Fangspiegel ist, wie groß der
ist, aus welchem Material der besteht und in welcher Umgebung der
betrieben wird?
Du kannst das also nur ausprobieren.
Mike schrieb:> Belehrungsbeiträge brauche ich> nicht und sind an dieser Stelle auch nicht wirklich hilfreich.
Offensichtlich schon, denn ...
MaWin schrieb:> dass es nicht auf> die Heizleistung, sondern den Wärmewiderstand zur Umgebung ankommt.
... ist wesentlich für die Berechnung der notwendigen Heizleistung. Und
dieser Wärmenwiderstand deines zu beheizenden Objekt ist uns nicht
bekannt.
Die Frage ist ungefähr so sinnvoll wie "wieviel Leistung brauche ich, um
200km/h fahren zu können"?
Bei einem Motorrad wird das weniger sein als z.B. bei einem Zug.
Es sollte Keramikwiderstand heißen und nicht Keramikkondensator ;)
Ich möchte nicht den SPiegel auf 25°C sondern wollte einfach nur eine
Richtung wissen, wie ich berechnen kann, welche Spannung ich anlegen
muss, um die Widerstände selbst auf ewtwa 25-30°C zu bringen.
Wenn ich I=U/R rechne, dann ergibt sich bei einer Spannungsversorgung
von 12V und 500 Ohm ein Strom von 0,24A. Wenn ich also 12V*0,24A rechne,
erhalte ich 2,88Watt.Das wäre die Leistung, die ich in dem Fall
geliefert bekommen würde. Dann musste ich nur messen, welche Temperatur
dabei herauskommt.
Mike schrieb:> sondern wollte einfach nur eine> Richtung wissen, wie ich berechnen kann, welche Spannung ich anlegen> muss, um die Widerstände selbst auf ewtwa 25-30°C zu bringen.
Man sagte es doch schon: du hast maximal 15W an Heizleistung zur
Verfügung. Wenn du das in einer gut isolierten Box betreibst, dann wird
das fast beliebig warm - bis der Widerstand kaputt geht.
Betreibst du das aber auf z.B. einem Blechdach, dann passiert praktisch
gar nichts. Die erzeugte Wärme geht auf Grund des fast perfekten
Kühlkörpers in die Umgebung und erwärmt das Dach nur um Bruchteile von
Grad.
Es hängt einfach davon ab, wie die erzeugte Wärme in die Umgebung
abtransportiert wird.
Nochmal: probiere es doch einfach aus!
Darauf antwortest du ja nicht auf diese und ähnliche Bemerkungen:
HildeK schrieb:> Oder weiß nur ich nicht, was ein Teleskop-Fangspiegel ist, wie groß der> ist, aus welchem Material der besteht und in welcher Umgebung der> betrieben wird?
So ist nicht mal eine ganz grobe Einschätzung möglich.
Mike schrieb:> Das wäre die Leistung, die ich in dem Fall> geliefert bekommen würde. Dann musste ich nur messen, welche Temperatur> dabei herauskommt.
Und das hängt nun mal zu 100% davon ab, wie effizient die Wärme von den
Widerständen abgeführt wird. Darauf wollten die die ganzen Antworten
hinweisen.
Dein Widerstand alleine hat ganz grob einen Wärmewiderstand von
200K/5W (abgeschätzt aus seiner Power Derating Curve). Mit 2,88W käme
das Innere deines Widerstands (der eigentliche Heizleiter) also auf ca.
100K gegenüber seiner Umgebung. Die Oberfläche des Widerstands wäre aber
schon kühler. Und der Wert sagt leider so ziemlich gar nichts darüber
aus, auf welche Temperatur du dein Teleskop damit heizen kannst. Das
wird vom "Wärmewiderstands" deines Teleskops festgelegt.
Mike schrieb:> Wenn ich I=U/R rechne, dann ergibt sich bei einer Spannungsversorgung> von 12V und 500 Ohm ein Strom von 0,24A
50Ohm, nicht 500Ohm.
Mike schrieb:> Wenn ich I=U/R rechne, dann ergibt sich bei einer Spannungsversorgung> von 12V und 500 Ohm ein Strom von 0,24A. Wenn ich also 12V*0,24A rechne,> erhalte ich 2,88Watt.Das wäre die Leistung, die ich in dem Fall> geliefert bekommen würde. Dann musste ich nur messen, welche Temperatur> dabei herauskommt.
Ja, das ist fast richtig (außer: es sind 50Ω Widerstände, aber wohl
Typo).
Fast deshalb: oben redest du von drei Rs in Reihe, gerechnet hast du mit
einem an 12V.
Drei 50Ω Widerstände in Reihe an 12V sind insgesamt 0.96W, es fließen
0.08A.
Drei 50Ω Widerstände parallel liefern 3*2.88W=8.6W, es fließen
3*0.24A=0.72A.
Aber dann hast du die Temperatur des Widerstands, der soll ja irgendwas
uns unbekanntes erwärmen. Und dieses Unbekannte führt Wärme ab; der
Widerstand wird also dann nicht mehr so warm.
Hallo
Es ist doch erkennbar das der TO so gut wie kein Wissen im Bereich der
E-Technik hat.
Also sollte man als Mensch der Umgangsformen erlernt hat und nur
minimalen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen hat erst mal erklären das
es sich nicht um Kondensatoren (eventuell auch nur ein Freud'scher
Versprecher da es ja um die Kondensation auf den Fangspiegel bzw. im
Teleskop geht) sondern um Widerstände handelt.
Und erklärt man das man zu einer (in der Praxis wirklich kaum möglichen
Berechnung) halt verschiedene Größen benötigt, die der TO halt mitteilen
muss.
Mit Hilfe diese Werte können dann eventuell Abschätzungen durch
Erfahrungen in ähnlichen Gebieten erfolgen (Tau- und Kondensation soll
ja an vielen Stellen verhindert werden).
An den TO selbst:
So etwas ist in der Praxis, mit all den Störgrößen letztendlich nicht zu
berechnen - vor allem wenn man so enge Vorgaben setzt (obwohl du hast
z.B. geschrieben - was ein Beispiel ist will aber so mancher nicht
verstehen...).
Lass dir aber sagen 5W Wärmeleistung auf kleiner Fläche ist schon jede
Menge.
Zur Information an die Leute mit "hilfreichen" Kommentaren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelteleskophttps://www.teleskop-express.de/shop/index.php/cat/c91_Selbstbau-----Optiken---Spiegel--Linsen-.html
Da anzunehmen ist das der TO kein Teleskop mit Spiegel in Metergröße
nutzt sollten die Links schon erst Informationen für die
"Superschlauen" MaWins bieten.
TO mein Empfehlung:
Stell deine Frage in einen Astroforum - da haben wohl 90% keine tiefere
Ahnung von E-Technik aber 99,X % wissen wie man sich benimmt und haben
vernünftige Umgangsformen so das du dort letztendlich mehrere hilfreiche
Antworten erhalten wirst.
Hier haben 80% und mehr tief gehende Ahnung von E-Technik, aber viele
keinen blassen Schimmer über vernünftigen Sozialen Umgang und wie man
nach weiteren Informationen freundlich(!) und den zu vermutenden
Background des Fragenden entsprechend Rückfragen stellt...
Hennes
Mike schrieb:> Üblicherweise sollte die Temperatur der Widerstände in etwa> 20-30°C betragen.
Das ist der falsche Ansatz. Ohne Heizung kühlt der Fangspiegel durch
Strahlung unter die Umgebungstemperatur ab. Das ist erstmal nicht
schlimm, solange seine Oberflächentemperatur über dem Taupunkt liegt.
Und genau das ist das Kriterium für die Heizung - nicht die absolute
Temperatur des Heizelements.
Wenn ich mich vage an diverse Fragen der "Teleskop-Freunde" erinnere,
dann gibt es in diesem Bereich alles professionell und käuflich. Selbst
gebaut wird aus unterschiedlichsten Gründen - wie überall sonst auch.
Was ich sagen will, ist, dass es sicher auch Spiegelheizungen geben
wird, die man als Ausgangspunkt für eine Eigenkonstruktion nehmen kann.
Vielleicht sollte der TO erst einmal in diese Richtung denken...
Gruß Rainer
Peter D. schrieb:> Ich würde mal sagen, ein Fangspiegel 170mm braucht mehr Leistung, als> einer mit 35mm.
Ich könnte mir auch gut vorstellen das solche Teile recht empfindlich
darauf sind, wenn man die nur Punktuell erhitzt und nicht gleichmäßig.
Erstmal Gedanken machen wie man die Wäre der drei Wiederstände
gleichmäßig über Fläche verteilt bekommt und kann man mal anfangen sich
Gedanken über die Wärmeabstrahlung, die Raumtemperatur, die
Solltemperatur usw. machen. Irgendwann kommt man dann auch zu der
Heizleistung die man benötigt
Als Elektroniker ist man mit dem Thema vor allem für Kühlkörper befasst.
Dort gibt es Angaben zur Kühlwirkung:
https://www.fischerelektronik.de/fileadmin/fischertemplates/download/Katalog/kuehlkoerper.pdf
PDF-Seiten 25-26 erläutern ein paar Formeln. Die Kühlkörperdaten werden
in Kelvin pro Watt angegeben.
Wir haben einen Widerstand, der 5 Watt auf seine Anschraubfläche abgibt,
und dort z.B: +20°C hat. Der Kühlkörper verteilt diese 5 Watt
gleichmäßig auf seine Oberfläche. Wenn die Null Grad beträgt, dann hat
der Kühlkörper 20 Kelvin/5 Watt = 4K/W
Mike schrieb:> Ich möchte nicht den SPiegel auf 25°C sondern wollte einfach nur eine> Richtung wissen, wie ich berechnen kann, welche Spannung ich anlegen> muss, um die Widerstände selbst auf ewtwa 25-30°C zu bringen.
Also: falls es noch nicht klar sein sollte:
Dies kann unmöglich pauschal beantwortet werden, denn die Antwort ist
kein fixer Wert (wie bereits gesagt, wenn die Umgebung bereits 25-30°C)!
Die benötigte Heizleistung hängt ab von:
1) Temperaturunterschied zwischen Umgebung und Solltemperatur des
"Spiegels"
2) Thermischer Widerstand (in °C/Watt) zwischen "Spiegel" und Umgebung
(diesen kann man nur empirisch ermitteln).
Daraus lässt sich direkt berechnen, wieviel Watt (in deinem Fall
anzulegende U^2/R oder R*I^2) nötig sind, um den Spiegel um X Grad
gegenüber der Umgebung wärmer zu halten...
Falls du keine Regelung bauen möchtest, bleibt nur das Anschliessen an
ein einstellbares Labornetzteil und von Hand nachregeln, wenn es zu warm
oder zu kalt wird...
Also, die Temperatur ist eigentlich egal, die Spiegel sollen nicht
beschlagen. Probier's einfach aus. Mit einem Laborpowersupply wird das
schon gehen. Die Heizleistung sollte minimal sein, sonst erzugst du
Turbulenzen.
Ich wuerd allerding andere Widerstaende nehmen. Sie sollten guten
Kontakt zum Spiegel machen. Man kann keramiwiderstaende mit einem Epoxy
auf die Ruckseite kleben und lockale Warmstellen erzeugen, welche dann
das Bild verzerren. Ich wuerd eher ein Metallbleck mit einem Fett am
Spiegel kontaktieren. Auch hier nicht kleben wegen den Verspannungen.
Auf ein Blech passt am Besten ein Aluwiderstand mit Schraubflansch, ab
2W.
GHz N. schrieb:> 1) Temperaturunterschied zwischen Umgebung und Solltemperatur des> "Spiegels"
Was verstehst du unter "Umgebungstemperatur" und was hat die mit dem
Spiegel zu tun?
Bei klarem Himmel - und genau da wird man das Teleskop wohl am ehesten
benutzen, kühlen Glasscheiben wegen der FIR-Abstrahlung in den Weltraum
und der schlechten Wärmeleitfähigkeit des Glases aus. Ziel ist es, die
Solltemperatur des Spiegels über dem Taupunkt zu halten.
Und dafür muss man am besten die rel. Luftfeuchte an der
Spiegeloberfläche kennen. Taupunkthygrometer regeln beispielsweise die
Luftfeucht auf 100%, indem sie die Spiegeltemperatur steuern. Den
Fangspiegel würde man entsprechend auf eine niedrigere rH regeln.
Problematisch ist auch noch, die Wärme der Widerstände auf den Spiegel
zu übertragen, ist denn die Rückseite des Spiegels plan, dann wäre
Wärmeleitpaste angebracht oder ist sie konkav/konvex, dann hast Du
schlechtere Karten.
Warum hast Du ausgerechnet diese Widerstände gekauft und nicht welche
z.B. von Vitrohm, wie kommst Du auf 50 Ohm, 5 Watt und warum 3 Stück?
Wie gross ist denn der Spiegel?
GHz N. schrieb:> Mike schrieb:>> Ich möchte nicht den SPiegel auf 25°C sondern wollte einfach nur eine>> Richtung wissen, wie ich berechnen kann, welche Spannung ich anlegen>> muss, um die Widerstände selbst auf ewtwa 25-30°C zu bringen.
P=U^2/R wurde ja schon genannt. Bleibt die Frage, wieviel Leistung man
denn größenordnungsmäßig braucht.
Nehmen also an, die Widerstände seien sinnvollerweise thermisch ziemlich
gut an den Spiegel gekoppelt. Dann hängt es praktisch nur vom Spiegel
und seiner Aufhängung ab und nicht mehr vom Bauteil selbst.
>> einfach nur eine Richtung wissen, wie ich berechnen kann,[...]
Eine Richtung wäre die Abschätzung über Boltzmann:
[https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Gesetz]
P = A * T^4 * \sigma.
Gilt gleichermaßen für abgestrahlte Leistung (T ist dann die Temperatur
des Spiegels, vielleicht 273K oder so) und ebenso für die eingestrahlte
Leistung (T ist dann die "Umgebungstemperatur" - bei perfekter Isolation
zur Umgebung und Fokussierung auf schwarzen Nachthimmel wäre das im
Extremfall nur 3K, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.)
Bei angenommenen 100cm^2 Spiegelfläche braucht man im Extremfall also
höchstens um die 3-5W (bei Dir: 140-200mA), um die Abstrahlungsverluste
auszugleichen. Bei weniger perfekter Isolation entsprechend weniger.
Um die Temperatur um 1K zu erhöhen kann man nun Störungsrechnung
bemühen:
P \approx A 4 T^3 * {\Delta T} * \sigma
(Da sind wir dann auch wieder beim Konzept der Wärmewiderstände -
Konvektion würde ich bei diesem Einsatzgebiet mal als hinreichend
unterdrückt annehmen.)
Dann braucht man dann für diese Fläche zwischen 40 und 60mW pro Kelvin
Temperaturdifferenz. (Im Vergleich dazu geben Kühlkörpertabellen für
diese Maße das ungefähr 3...5-fache an Leistung an, aber da ist auch
Konvektion berücksichtigt, oder ich habe mich schlicht verrechnet.)
Das sind über den sehr breiten Daumen die Größenordungen: mit 5W wärst
Du also für einen 100 cm^2 großen Fangspiegel von der Größenordnung her
ganz vernünftig aufgestellt. Wie groß ist der denn tatsächlich?
Wolfgang schrieb:> Taupunkthygrometer regeln beispielsweise die> Luftfeucht auf 100%, indem sie die Spiegeltemperatur steuern. Den> Fangspiegel würde man entsprechend auf eine niedrigere rH regeln.
... und um eine Regelung wird man aus bereits genannten Gründen
sinnvollerweise nicht herumkommen. Notfalls indem man regelmäßig
händisch misst und nachstellt.
Wie groß ist der Spiegel denn tatsächlich?
(re)
Mike schrieb:> ich möchte drei in Reihe geschaltete Keramikkondensatoren nutzen, um> eine Teleskop-Fangspiegelheizung zu betreiben.
Das klingt ausgesprochen dämlich, ich denke solche Optiken sollen
möglichst spannungsfrei sein damit die wiedergabe nicht verzerrt wird,
was willste da mit einer dreipunktheizung, da verzerrt es dir nur die
Optik.
Joseph Jausenvetter schrieb:> was willste da mit einer dreipunktheizung
kommt darauf an
Ein Laserrohr hatte ich mit 2 Kupferhalbschalen darum und verteilte R im
TO220 Gehäuse auf den Kupferhalbschalen beheizt, das ganze gut in
Styrpor eingepackt und die Temperatur auf 45°C gehalten um
Längenänderungen vom Glasrohr zu meiden Sommer wie Winter im Labor, die
Labortemperatur konnte +-10K nicht gehalten werden, aber ich den Laser
so halt eingepackt!
Was er nun beheizen muss und wie kann nur er wissen, das Teleskop, den
Spiegel?
Keine Ahnung Details nannte er ja nicht!
...---...---...---... schrieb:> ich werfe mal eine Peltier-Folie in die Diskussion
Ist denn die Kühlfunktion wichtig um durch die symmetrische Regelung die
Überschwinger beim Heizen rasch ausregeln zu können? Ich hatte die
Vorstellung, dass eine sehr langsame Regelung auch reichen müsste und
außerdem weniger mechanisceh Spannungen erzeugt, so dass ...
Carlo schrieb:> Polyimid Heizfolie ?!
... völlig adäquat wäre, lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Vielleicht erfahren wir ja noch, wie groß denn der Spiegel eigentlich
ist, um mal Butter bei die Fische zu bekommen.
(.-. .)
...---...---...---... schrieb:> mit einem Peltier-Element kann man nicht nur kühlen
Sicher, abhängig von der Stromrichtung heizt die eine Seite das weg, was
die andere kühlt (und noch 'etwas' mehr). Und weil man die Stellgröße
somit in beiden Polaritäten applizieren kann, kann man ziemlich rasch
auf einen sehr engen Toleranzkanal einschwingen.
Die Frage war nur, ob sich dieser Luxus hier lohnt, oder es eine
prollige Heizfolie nicht genauso tun würde, wenn man sowieso nur langsam
heizen will.
(re)
Wolfgang schrieb:> Und warum soll ein Peltier-Element zum Heizen irgendwelche Vorteile> gegenüber einem Widerstand haben?
weil EVU daran mehr verdienen, das ist ein Vorteil für Aktieninhaber.
Joachim B. schrieb:> weil EVU daran mehr verdienen, das ist ein Vorteil für Aktieninhaber.
äh... wegen der Funktion als "Wärmepumpe" ist das Peltier höchstens
sogar etwas effizienter als der Widerstand, intuitiere ich mal.
Wolfgang schrieb:> Und warum soll ein Peltier-Element zum Heizen irgendwelche Vorteile> gegenüber einem Widerstand haben?
s.o. ;-)
Und es zwingt einen dazu, sich lehrreiche Gedanken darüber zu machen,
wie man die auf der anderen Seite des Elements nun gekühlte Luft ohne
viel Aufwand turbulenzfrei vom Fangspiegel wegbekommt.
@TO: Oder ist das ein Offset-Spiegel, der gar nicht im Strahlengang des
Hauptspiegels ist?
(re)