Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Desktop Injektionsmaschinen


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von Kybernetiker X. (kybernetiker)


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Warum gibt es solche Desktop Injektionsmaschinen nicht auf dem Markt zum 
kaufen?
Neben 3D-Drucker und CNC-Maschinen wollen Leute sowas auch gerne kaufen.

https://www.youtube.com/watch?v=_gJ0PDWs0iU

Man müsste nur Abgußform aus Alu fräßen und dann einbauen.

Ich finde sowas genial und würde gerne viel Plastik herstellen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Kybernetiker X. schrieb:
> Warum gibt es solche Desktop Injektionsmaschinen nicht auf dem Markt zum
> kaufen?

Weil es keinen Markt dafür gibt.

> Neben 3D-Drucker und CNC-Maschinen wollen Leute sowas auch gerne kaufen.

Du bist also "Leute"?

> https://www.youtube.com/watch?v=_gJ0PDWs0iU

Feine Sache.... Wenn man sehr viele Serienteile braucht.

> Man müsste nur Abgußform aus Alu fräßen und dann einbauen.

Wo, in den Brotkasten in der Küche?
Da wird man wohl etwas mehr fräsen müssen als nur die Pressform.

> Ich finde sowas genial und würde gerne viel Plastik herstellen.

Dann Bau Dir so ein Ding.... Oder lass bauen, wenn Du den Safe voller 
Kohle hast.
Ich könnte das sogar (ok, den uC müsste ich programieren lassen), doch 
bei meinem Preis würden Dir die Hosen runterfallen.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Kybernetiker X. (kybernetiker)


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Doch das wird einen Riesenmarkt! Schau dir die Klickzahlen dieser Videos 
auf Youtube an. Du solltest das für Serienproduktion entwickeln. Das 
bringt Millionen € rein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder damit 
Legobausteine produzieren wird. Die werden das auf Ebay-Marktplatz 
überfluten. Auch für die Modelleisenbahnliebhaber ein Traum.

von Feine Sache (Gast)


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Kybernetiker X. schrieb:
>. Auch für die Modelleisenbahnliebhaber ein Traum.

Da hast Du vollkommen Recht. Danke für den interessanten Link.

von MosFeratu (Gast)


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Die ist ja süüüß, haben wollen.

Kybernetiker X. schrieb:
> Warum gibt es solche Desktop Injektionsmaschinen nicht auf dem Markt zum
> kaufen?

Biete Sie doch an, sieht sehr ausgereift aus.

von Nikolaus S. (Firma: Golden Delicious Computers) (hns)


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Also extrem teuer wäre die Maschine nicht. Wenn man schaut, was eine 
TVM802 Bestückmaschine aus China kostet, dann könnte ich mir vorstellen 
dass sowas in China für weniger als einen Tausender zu bekommen sein 
könnte.

Aber ich denke es gibt einen völlig anderen Grund warum sich das (noch?) 
nicht groß verbreitet: der Formenbau.

Formenbau braucht zum einen Erfahrung und zum anderen ist jede Form ein 
Einzelstück für deren Herstellung man einen Maschinenpark braucht der 
ein Vielfaches der Größe der Spritzmaschine hat. Und wenn ein Fehler 
drin ist kann man sie nur bedingt nacharbeiten.

Und noch schlimmer: bei 2D oder 3D-Druck schickt man einfach Postscript 
oder gcode an den Drucker und es geht los. Hier gibts keine 
"Digitalisierung".

D.h. was es erst noch bräuchte ist ein 3D-Drucker der Spriztzgußformen 
drucken kann. Und idealerweise so Dinge wir Formschrägen oder 
Spritzkanäle zu dem 3D-Modell das man eigentlich haben will 
vollautomatisch hinzufügt.

Vielleicht noch etwas abstrakter betrachtet: Spritzguß ist ein 
Vervielfältigungsverfahren. Und kein Drucker der Daten in Objekte 
wandelt. Daher für den Schreibtisch, Hobbybastler, Entwicklungslab, 
Prototypenbau etc. nicht sehr attraktiv.

Also wenn es eine ähnlich unkomplizierte Tischlösung für den Formenbau 
gibt, dann steigt mein Interesse rapide an (wäre für Kleinserien bis 50 
oder 100 Stück eine tolle Sache, wenn man Wandstärken und Qualität von 
Spritzguß hinbekäme wo 3D meist scheitert).

: Bearbeitet durch User
von MosFeratu (Gast)


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Nikolaus S. schrieb:
> Also wenn es eine ähnlich unkomplizierte Tischlösung für den Formenbau
> gibt, dann steigt mein Interesse rapide an (wäre für Kleinserien bis 50
> oder 100 Stück eine tolle Sache, wenn man Wandstärken und Qualität von
> Spritzguß hinbekäme wo 3D meist scheitert).

Es gibt mittlerweile 3D Druck für Spritzguss, auch in Kunststoff.

Google 3d printed injection mould form

von N. M. (mani)


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Ich vermute stark, dass sobald das Objekt etwas größer wird das Ganze 
auch nicht mehr so einfach ist.
Du musst die Masse heis genug Einspritzen (bis in die letzte Ecke) damit 
du ein schönes Ergebnis hast. Auf der anderen Seite musst du es aber 
auch schon so weit abkühlen, das es beim öffnen der Form seine Form 
möglichst genau beibehält.

In einer Firma in der ich früher gearbeitet habe hatten sie eigene 
Abteilungen dafür (Formenbau, Prozessoptimierung) um das zu 
gewährleisten.
Da wurde mit >100 Bar das flüssige Plastik eingespritzt. Die Form wurde 
zyklisch aktiv gekühlt/gewärmt.
Das Objekt war dabei gerade Mal 10cm groß. Klar war da die Zykluszeit 
deutlich kleiner. Aber ich glaube so einfach ist das ab einer gewissen 
Größe nicht mehr.

Außerdem, wer will für jedes neue Teil eine neue Form bauen?

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nikolaus S. schrieb:
> Also extrem teuer wäre die Maschine nicht. Wenn man schaut, was eine
> TVM802 Bestückmaschine aus China kostet, dann könnte ich mir vorstellen
> dass sowas in China für weniger als einen Tausender zu bekommen sein
> könnte.

Ja, wenn die zigtausende davon herstellen und verkaufen könnten. Doch 
bei etwas mehr Nachdenken, wer will sowas?

> Formenbau braucht zum einen Erfahrung und zum anderen ist jede Form ein
> Einzelstück für deren Herstellung man einen Maschinenpark braucht der
> ein Vielfaches der Größe der Spritzmaschine hat. Und wenn ein Fehler
> drin ist kann man sie nur bedingt nacharbeiten.

Genau das ist der Knackpunkt!

> Also wenn es eine ähnlich unkomplizierte Tischlösung für den Formenbau
> gibt, dann steigt mein Interesse rapide an (wäre für Kleinserien bis 50
> oder 100 Stück eine tolle Sache, wenn man Wandstärken und Qualität von
> Spritzguß hinbekäme wo 3D meist scheitert).

Mit einer CNC-Fräse kann mn schon einiges an Formen bauen, doch die muss 
dann also auch noch beschafft und hingestellt werden. Dann muss man das 
CAD bemühen die Form zu fertigen, vorher viel rechnen (Kunststoff 
schrumpft etwas beim abkühlen). Wahrscheinlich haut die erste Form nicht 
hin (nach Murphy ganz sicher), also noch mal....

In der Zeit hat ein 3D-Drucker schon Dutzende Teile gefertigt und vor 
allem viel billiger....

Old-Papa

von Nick M. (muellernick)


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Das geht einfacher. Die Maschine im Video ist natürlich fein und könnte 
von mir sein. :-)))
Hier die einfache Lösung:
https://gingerybookstore.com/InjectionMoldingMachine.html

Es gibt auch einfache Teile, bei denen man wenig KnowHow braucht um eine 
Form herzustellen die auch funktioniert.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nick M. schrieb:
> Das geht einfacher. Die Maschine im Video ist natürlich fein und könnte
> von mir sein. :-)))

... oder von mir ;-)

> Hier die einfache Lösung:
> https://gingerybookstore.com/InjectionMoldingMachine.html

Da darf ich für 16 Euro ein Buch kaufen, ist das dann ein 
Überraschungsei?

> Es gibt auch einfache Teile, bei denen man wenig KnowHow braucht um eine
> Form herzustellen die auch funktioniert.

Einfache Teile kann man auch einfacher herstellen. ;-)
Pressen hat ja gerade bei filigranen/komplizierten Teilen Sinn.

Old-Papa

von Nick M. (muellernick)


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Old P. schrieb:
> Da darf ich für 16 Euro ein Buch kaufen, ist das dann ein
> Überraschungsei?

Du kannst gerne ausnahmsweise dein Hirn einschalten und mit den jetzt 
bekannten Begriffen damit auf YouTube weitersuchen ...

: Bearbeitet durch User
von MWS (Gast)


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Nick M. schrieb:
> könnte von mir sein.

Nachdem bislang nichts in der Art von Dir hier im Forum zu sehen war, 
darf das angezweifelt werden.

von MaWin (Gast)


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Kybernetiker X. schrieb:
> Warum gibt es solche Desktop Injektionsmaschinen nicht auf dem Markt zum
> kaufen?

Na ja, es gibt Babyplast
https://youtu.be/2-F8IaH9gfw
die sind nicht viel grösser, nur halt seriöser.

Im Hobbybudget trotzdem nicht.

Der Hobbyist kann sich preislich eher eine alte ausgenudelte Boy oder 
Arburg kaufen, wenn er eine Garage hat in die die reinpasst, oder eine 
Arburg C1.

Eine Maschine zu bekommen ist also nicht das Problem, der Kostenfaktor 
ist die Form. Gerade Lego ist übrigens übel: senkrechte Wände.

Dein Video zeigt zwar was funktionierendes, aber ehrlich gesagt glaube 
ich nicht was taugliches. Damit keine Luftblasen mehr im Plastikteil 
sind, muss hoher Druck aufgewendet werden, und damit es nicht zuerst an 
der Formenwand fest wird, muss schnell eingespritzt werden. Beides kommt 
mit bei den gebastelten Maschinen zu gering vor.

Er sagt auch einfach: fail https://youtu.be/RPgES_GrHjc

von Gerd E. (robberknight)


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Scheint als ob jemand solche Maschinen als Markt erkannt hat:
https://www.micro-molder.com/

Auf Youtube gibts nen paar Videos von denen:
https://www.youtube.com/channel/UCc0WB-25HAhd6q4CaEF_feQ

von Nick M. (muellernick)


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Gerd E. schrieb:
> Scheint als ob jemand solche Maschinen als Markt erkannt hat:

Augenwischerei!
Wenn die Kiste, so wie sie beworben wird (mit den Kunststoff-Formen), 
irre 20 Teile pro Stunde ausspuckt, dann muss man schon völlig 
verblödeter Hardcore-Maker sein.

Hint: Beobachte mal den Kunststoff-Faden der gezogen wird beim 
Auswerfen. Und dann wundere dich, wieso der immer plötzlich 
verschwindet.

von Hospitant (Gast)


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Die gezeigten Maschinen halte ich für nicht besonders praktisch, da man 
neben dem bereits genannten Nachteil der benötigten Werkzeuge, auch in 
der Form und Größe der Teile limitiert ist (Spritzdruck, Schließkraft 
usw.)

Zudem sind mit den gezeigten Werkzeugen nur wirklich einfache Teile ohne 
Hinterschneidungen oder Ähnliches machbar. Ich würde sagen ein 
3D-Drucker bietet deutlich mehr Vorteile.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nick M. schrieb:
>
> Du kannst gerne ausnahmsweise dein Hirn einschalten und mit den jetzt
> bekannten Begriffen damit auf YouTube weitersuchen ...

Und warum hast Du dann mit Deinem Hirn nicht gleich auf YT verlinkt?

Old-Papa

von Nick M. (muellernick)


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Old P. schrieb:
> Und warum hast Du dann mit Deinem Hirn nicht gleich auf YT verlinkt?

Na, Du könntest dir doch die Maschine sowieso besser bauen. Und du 
bist ja auch nicht der TO, warum sollte ich dir mit meiner Antwort 
helfen?

Und falls ich auf YT verlinke, kommst du mit der Frage daher, wo es denn 
gefälligst den Bauplan gibt. Also, machs dir selbst recht, ich 
jedenfalls nicht.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Gerd E. schrieb:
> Scheint als ob jemand solche Maschinen als Markt erkannt hat:
> https://www.micro-molder.com/

Kickstarter.... Die haben nur erkannt, dass man Leuten selbst mit Fakes 
Geld abluchsen kann.

Old-Papa

von Graveyard (Gast)


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Old P. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Scheint als ob jemand solche Maschinen als Markt erkannt hat:
>> https://www.micro-molder.com/
>
> Kickstarter.... Die haben nur erkannt, dass man Leuten selbst mit Fakes
> Geld abluchsen kann.
>
> Old-Papa

Für ein Fake existieren aber viele reale Bilder und Videos.

von Stefan . (xin)


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Finde ich genial. Bedauerlich, das hier nur wenige in der Lage sind, 
über ihren eigenen, beschränkten Tellerrand zu schauen.

von Stefan . (xin)


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[youtube]
Desktop injection molding machine.
Machine parameters - volume of injection 2cm3
Compression force 1 ton
Cycle time 6-15 sec depends on mold and product
Power 250W
weight 35kg
The size of the connecting plates 120x120mm
Moving plate stroke 150mm
Price without delivery 3500 USD
Send questions to andk_0@mail.ru
[/youtube]

von Sebastian S. (amateur)


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Nachdem Onkel Vielgeld das Zeitliche gesegnet hat, kann ich mir sogar 
eine "echte" Spritzgussmaschine kaufen.
Wie den meisten unter uns, nützt mir das aber nichts.
Der Formanbau ist nämlich eine Wissenschaft für sich. Also nicht nur 
mächtig viel Fräsen, sondern auch das Wissen darum, wie sich flüssiger 
Kunststoff verhält. Wie man eine Form "richtig" kühlt und wie man das 
Teil aus der Form herausbekommt. Bösartigerweise fallen die nicht 
einfach so raus – außer Sonntagnachmittag bei schönem Wetter. Und, und, 
und.
Stellt man das Teil im Hackerraum unter eine Glasglocke, so macht es 
bestimmt was her. Mit einer 08/15-Form (wie im Film) und nach einer 
Wartezeit von einer ¾ Stunde (die benötigt Heinz der Heizer), kann man 
auch allen zeigen, was für ein tolles Teil das ist. Wenn das Granulat 
noch da ist und nicht zusammenbappt.

von Experte (Gast)


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Natürlich ist dafür ein Markt da, und der dürfte erheblich sein. Man 
muss sich nur mal anschauen, was mit dem 3D-Druck die letzten Jahren 
passiert ist.

Wie war das am Anfang mit den kleinen Desktop-CNC-Maschinen? Alles nur 
ein Nischenmarkt und sauteuer. Heute? Riesiges Angebot und selbst Kinder 
haben schon mit solchen Maschinen Kontakt.

Das spannende am Spritzguss ist die Kombi mit den 3D-gedruckten Formen. 
Das ist durchaus "explosiv". Gerade auch die Entwicklung der 
Resin-Drucker. Vor ein paar Jahren noch absolute Nische, heute für 500,- 
Euro ein absolut passables Gerät inkl. Zubehör erhältlich. Auch die 
Entwicklung der Resins selber wurde und wird dadurch angekurbelt. Es 
gibt echt tolle Resins zu kaufen.

Auch wenn die 3D-Druckform nur 100 Schuss hält. Und natürlich ist die 
Größe begrenzt. Es gibt aber soviel Bedarf für kleinere Plastikteile in 
Kleinserie. Deshalb läuft der 3D-Druck ja auch so gut.

Wenn ich mir anschaue, wieviele Unternehmen alleine ich hier in der 
Gegend kenne die kleine Plastikteile benötigen und mit 3D-Druck 
experimentieren oder auch arbeiten.

Nur weil heute noch Firmen ganze Abteilungen für den Spritzguss haben, 
heißt das noch lange nicht dass da so bleibt. Am Anfang war für den 
Betrieb eines ollen Computers der ein paar Lochkarten  verarbeitete, 
auch eine ganze Abteilung mit Experten notwendig. Und heute? Jeder hat 
ein für ein paar hundert Euro in der Tasche das die Leistung der 
damaligen Firmen-Abteilungen um den Faktor Millionen übersteigt.

Es ist die Kombination verschiedener Entwicklungen, die Märkte schaffen. 
Im Internet kann ein Hersteller ein Online-Shop betreiben und eine 
Marktnische bedienen. Moderne Software macht es heute jeden möglich, 
nach einer Woche Einarbeitungszeit 3D-Konstruktionen zu erstellen. 
Selbst wenn man eine Aluform benötigt: Zwei Aluplatten mit 6cm 
Kantenlänge lässt man in Internet fräsen.

Es ist die Kombination von Möglichkeiten, die gerne von alt 
eingesessenen Firmen und Personen übersehen wird.

von Sebastian S. (amateur)


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@Experte
Du solltest Verkäufer werden! So Du es nicht schon bist.
Ein tolles Betätigungsfeld wäre der Verkauf von "Injektionsmaschinen".
Warum haben denn die meisten Leute - trotz blauem Himmel - einen 
Regenschirm über dem Kopf? Paintshop abgestürzt?

von MaWin (Gast)


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Experte schrieb:
> Natürlich ist dafür ein Markt da, und der dürfte erheblich sein. Man
> muss sich nur mal anschauen, was mit dem 3D-Druck die letzten Jahren
> passiert ist.
>
> Wie war das am Anfang mit den kleinen Desktop-CNC-Maschinen? Alles nur
> ein Nischenmarkt und sauteuer. Heute? Riesiges Angebot und selbst Kinder
> haben schon mit solchen Maschinen Kontakt.
>
> Das spannende am Spritzguss ist die Kombi mit den 3D-gedruckten Formen.
> Das ist durchaus "explosiv". Gerade auch die Entwicklung der
> Resin-Drucker. Vor ein paar Jahren noch absolute Nische, heute für 500,-
> Euro ein absolut passables Gerät inkl. Zubehör erhältlich. Auch die
> Entwicklung der Resins selber wurde und wird dadurch angekurbelt. Es
> gibt echt tolle Resins zu kaufen.

Oje oje so ein Ahnungsloser.

3d gedruckte Formen ? Klar doch, warum sollte der Spritzgussling dann 
glatter sein, als ein im 3d-Druck erzeugtes PLastikteil ?

Von billigem FD-Druckern kann man also völlig absehen, aber selbst 
Stereolithograthie-3d-Druck erzeugt rauhe Oberflächen, die sind Gift für 
Spritzguss, schliesslich soll das gespritze Teil auch wieder rausgehen.

Und selbst wenn ein Anycubic Photon nur 250 EUR kostet, so schlägt das 
Resin rein, es ist nämlich nicht lange lagerfähig, man verbraucht also 
pro Teil (in dem Fall also Spritzgussform) 1 Liter. Denn bis der 
Hobbyist die nächste Form braucht, ist das Epoxy gehärtet.

Leider ist die Form nicht glatt genug, es steht also noch eine 
aufwändige Prozedur ins Haus, die Form zu glätten. Da kann man sie 
gleich fräsen, aus ordentlichem Alu.

Und ja, weil für den Hobbyisten Zeit kein Geld ist, kann er sie mit 
einer kleinen Portalgraviermaschine fräsen (lassen) aus dem 3d Modell, 
dann spart er sich den ganzen Schritt der 3d-Druck Form, ist stabiler 
und schneller auch noch. Auch die Aluform muss übrigens poliert werden, 
das kann aber die Portalgraviermaschine nach Werkzeugwechsel.

Experte schrieb:
> Nur weil heute noch Firmen ganze Abteilungen für den Spritzguss haben,
> heißt das noch lange nicht dass da so bleibt.

Es heisst noch lange nicht, daß nun jeder Hobbyiste sich solche eine 
Abteilung ins Zimmer stellt. Bei Leiterplatten hört man in diesem Forum 
landauf landab "ich bin froh daß es die Chinesen  machen" aber bei 
3d-Druck (und nun gar Spritzguss) soll es plötzlich genau andersrum sein 
? Wie widersinnig, wie denkabstrus. Ja, Firmen werden zunehmend die 
Fertigung der Spritzgussformen ausser Haus geben, als protolabs.de und 
Ähnliche weil die die besseren MouldMaker Maschinen haben. 3d-Druck kann 
man heute schon problemlos ausser haus geben, shapeways.com & Co. machen 
das gerne für dsich, haben die besseren Maschinen und das Rsin wird bei 
ihnen auch nicht hart.

Es ist also völlig abwegig, von einer stärkeren Verbreitung der 
Spritzgussmaschinen in die Hobbyistenräume auszugehen, wenn man 
gleichzeitig die immer geringere Verbreitung von einfacher 
Leiterplattenfertigung sieht, und 3d-Drucker zu 99% auch nur Spielerei 
waren die im Keller landete.

Ja, die Industrie 4.0 on demand Fertigung von 3d-Drucken und 
Spritzgussformen muss billiger werden, so wie es auch bei Platinen in 
Einzelstückzahlen geschehen ist und gerade bei der SMT Fertigung 
inklusive Materialbeschaffung passiert, denn letztlich ist es eine 
Geldfrage, und grösser kann mehr automatisieren und skaliert hier 
besser.

von Nick M. (muellernick)


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Experte schrieb:
> Es ist die Kombination verschiedener Entwicklungen, die Märkte schaffen.

Ja, günstige 5-Achs-Fräsmaschinen die tatsächlich was taugen und aus USA 
kommen (der Rotz kommt aus CN). Mit denen man Spritzgussformen für 
kleinere Stückzahlen aus Alu fräst. Evtl. auf einer Boy*) spritzt (die 
es seit Dekaden gibt) oder auf dem Desktop-Dings aus Russland.

Ansonsten zeugt dein Lobgesang von völliger Verblendung.

*) Ein Spezl in Österreich hat eine Boy. Der entwickelt Spritzgussformen 
im Auftrag die irgendein gewünschtes Teil spritzen können. Wenn die 
Prototypen laufen, verkauft er die Formen oder die Zeichnungen dazu. Der 
macht aber vertrackte Sachen, die kaum einer hinbekommt.

von Hospitant (Gast)


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Experte schrieb:
> Nur weil heute noch Firmen ganze Abteilungen für den Spritzguss haben,
> heißt das noch lange nicht dass da so bleibt. Am Anfang war für den
> Betrieb eines ollen Computers der ein paar Lochkarten  verarbeitete,
> auch eine ganze Abteilung mit Experten notwendig. Und heute? Jeder hat
> ein für ein paar hundert Euro in der Tasche das die Leistung der
> damaligen Firmen-Abteilungen um den Faktor Millionen übersteigt.

Doch, das wird noch "sehr lange" so bleiben.
Der Vergleich zum Computer ist mehr als abwegig, die Technik des 
Spritzgießens existiert nämlich schon seit guten 100 Jahren und ist 
damit auch schon entsprechend ausgereift. Ein standfestes Werkzeug das 
vernünftige Teile produziert, die für mehr als irgendwelche Spielereien 
dienen kommt sicher nicht aus dem 3D-Drucker.
Für die genannten "Spielereien" die den Bastler interessieren kann 
dieser sein gewünschtes Teil auch direkt 3D-Drucken ohne den Umweg über 
eine Form zu gehen. Der Vorteil der höheren Ausbringungsmenge in in 
kurzer Zeit interessiert den Bastler nicht, zudem lassen sich durch 
3D-Druck Teile herstellen, die im Spritzgussverfahren gar nicht 
realisierbar sind, schon gar nicht durch solch primitive Werkzeuge die 
Du Dir vorstellst.

Experte schrieb:
> Im Internet kann ein Hersteller ein Online-Shop betreiben und eine
> Marktnische bedienen. Moderne Software macht es heute jeden möglich,
> nach einer Woche Einarbeitungszeit 3D-Konstruktionen zu erstellen.
> Selbst wenn man eine Aluform benötigt: Zwei Aluplatten mit 6cm
> Kantenlänge lässt man in Internet fräsen.

Stimmt, nach einer Woche Einarbeitungszeit ist es heute jedem möglich 
ein Klötzchen in einem CAD-Programm zu erstellen und der Schritt zum 
funktionierenden Spritzguss-Werkzeug ist ja dann ein Kinderspiel.

Ich empfehle Dir mal Dich mit einem Werkzeugbauer zu unterhalten, aus 
Spaß beschäftigt der sicher keine "ganzen Abteilungen" wo doch jeder 
weiß, dass man "nach einer Woche Einarbeitungszeit" 3D-Konstruktionen 
erstellen kann.

Ich sehe schon, Dein Benutzername ist Programm Herr "Experte"...

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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MaWin und Nick haben ja schon einiges dazu geschrieben.

Zu den heutzutage erhältlichen Maschinen:
Die BabyPlast ist schon in die Jahre gekommen und hat einige Nachteile 
(u.a. spezielle Formgrundkörper), liegt aber auch bei knapp 20k€. Ich 
würde für das Geld zur Boy XXS greifen, in der man normale 
Plattenwerkzeuge verwenden kann und die viel mehr Ausbaumöglichkeiten 
hat. Die steht allerdings nicht mehr auf einem Tisch. Aber die passt 
durchaus noch im Keller neben die Waschmaschine ;-) und nimmt sich nach 
dem Warmlauf weniger als 0,5kW (selbst gemessen).

Zu den physikalischen Bedingungen:
Einspritzdrücke von deutlich über 1000bar sind nicht ungewöhnlich, 
2000bar ein guter Mittelwert. Dazu gehören dann Zuhaltekräfte im höheren 
Tonnenbereich. Und wer sich mal angeschaut hat, welche Parameter in den 
Maschinen einstellbar sind (und sein müssen), um vernünftige Teile zu 
erhalten, der weiß auch, dass die obige Maschine nur einen sehr 
beschränkten Einsatzrahmen hat. 2g Schussgewicht ist halt quasi nichts.
Hydraulik bestimmt solche Maschinen mit all ihren Komponenten: Aggregat, 
(Servo-)Hydraulikventile usw. - auch wenn es schon rein elektrische 
Maschinen gibt (die aber noch teurer sind). Nur die Normalien einer 96er 
Form liegen schon bei knapp 500€.

Der Bau eines Vollautomaten ist nicht soooo schwer, aber man benötigt 
schon einen ordentlichen Maschinenpark. Der kritische Teil (abgesehen 
von der Form) ist die Einspritzeinheit, wobei die richtige Geometrie der 
Plastifizierschnecke alleine eine Kunst für sich ist. Gut, dass wir die 
nicht brauchten (wir verarbeiten LSR-Derivate). Einfach mal auf der K 
oder nächstes Jahr auf der Fakuma umsehen.

Nach all den etwas ernüchternden Texten gibt es für den Hobbyisten aber 
auch gute Nachrichten: es muss kein Vollautomat sein - insbesondere 
nicht in Hinblick auf die sich daraus ergebenden komplexen 
Werkzeugformen. Und als Draufgabe kann man damit dann sogar Teile 
herstellen, die vollautomatisch nicht möglich sind.

Man verwendet dazu einfach eine senkrechte Version der 
Einspritzmaschine.
Morgan industries hat davon einige im Angebot:

https://www.toolots.com/morgan-industries-morgan-press-the-injection-molding-machine-4-oz-g-100t.html

Das (alte) Prinzip bei diesen Maschinen ist (Nicks Buch kenne ich nicht, 
eventuell ist das dasselbe Prinzip), dass das Granulat in einen 
beheizten Zylinder fällt und dort aufgeschmolzen wird. Über einen großen 
Pneumatikzylinder wird ein Stempel dort hineingefahren, der dann das 
aufgeschmolzene Substrat nach unten hin durch die Düse auspresst. Die 
Formen darunter (per Kniehebel an die Austrittsdüse gepresst) werden von 
Hand zusammengesetzt und zerlegt, was auch sonst unmögliche 
Hinterschneidungen aber auch Inlays etc. sehr einfach möglich macht - 
bei gleichzeitig deutlich einfacherer Form. Es gibt von der Firma ein 
sehr gutes Buch, in dem die Prinzipien erläutert sind (muss man direkt 
dort bestellen):
"Cutting costs in short-run plastics injection molding."

Alu- und Epoxydformen dieser Art sind durchaus im Bereich des Möglichen 
für Hobbyanwender und der Aufbau der Maschinen selbst ist nicht wirklich 
komplex, so dass auch das für Hobbyisten möglich sein sollte.

: Bearbeitet durch Moderator
von Nick M. (muellernick)


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Chris D. schrieb:
> Nicks Buch kenne ich nicht, eventuell ist das dasselbe Prinzip.

Genau das Prinzip, und etwas schlauer als die von MaWin verlinkte 
Indische Version (die unnötigerweise nach horizontal umlenkt).

Wer sich das Ding nachbauen will, kauft sich das Buch ohne zu jammern. 
Ich hab das Buch, weil es mich vor Jahren einfach mal interessiert hat. 
Gebaut hab ich die nie, weil ich solche Teile (leider) nicht brauche.
Das Maschinchen lässt sich fast schon mit einer Feile und einer 
Bohrmaschine bauen. Gingery ist bekannt für seine rustikal primitive 
Bauart. :-))

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nick M. schrieb:
> Wer sich das Ding nachbauen will, kauft sich das Buch ohne zu jammern.
> Ich hab das Buch, weil es mich vor Jahren einfach mal interessiert hat.
> Gebaut hab ich die nie, weil ich solche Teile (leider) nicht brauche.
> Das Maschinchen lässt sich fast schon mit einer Feile und einer
> Bohrmaschine bauen. Gingery ist bekannt für seine rustikal primitive
> Bauart. :-))

Ist geordert :-)

von dec (Gast)


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Hallo,

Wie wird denn bei den (ich nenne sie jetzt so) Intrusionsmaschinen ein 
halbwegs sinnvoller Spritzdruck oder Nachdruck aufgebaut? Hat sich damit 
schon wer beschäftigt? Auf welche Werte kommt man da? Gibt es 
Erfahrungswerte wie hoch der Massestrom beim Befüllen der Form ist?

Ich stelle es mir auch schwierig vor, ganz ohne Werkzeugtemperierung 
halbwegs gleichmäßige Bedingungen zu haben.

Grüße
Sascha

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Hmmm,
der Vergleich von Spritzguss für Hobbyisten und 3D-Druck für Hobbyisten 
hinkt aber gewaltig!

Beim 3D-Druck setzt man sich hin und entwirft ein Teil, anschließend 
wird gedruckt. Mit Erfahrung ist das dann brauchbar.

Beim Spritzguss setzt man sich hin, entwirft ein Teil (fertigt 
vielleicht einen Prototypen in 3D-Druck) und dann beginnt die 
eigentliche Arbeit! Man muss eine Form bauen, dabei sich Gedanken 
machen, aus wievielen Teilen diese besteht, wo mögliche Trennstellen 
sind, wie man die Wiederholgenauigkeit beim erneuten zusammensetzen 
sichert, wie man ein halbwegs blasenfreies Befüllen bewerkstelligt 
(Luftauslasskanäle...), wie und wo man nötigenfalls Auswerfer/Auszieher 
ansetzen lässt und und und.
Also setzt man sich wieder ans CAD und entwirft das Ganze nochmal, 
allerdings in mindestens zwei Halbteilen. Dabei vielleicht noch einen 
Ticken größer, weil der Kunststoff beim Erkalten etwas schrumpft.
Das ist eine GAAAANZ andere Liga!

Es ist nicht unmöglich, auch für Hobbyisten, doch einen Massenmarkt sehe 
ich dafür nicht.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Nick M. (muellernick)


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Chris D. schrieb:
> Ist geordert :-)

Müsste Camden (England) lagernd haben. Dann geht's schneller.

https://www.camdenmin.co.uk/

von Stefan . (xin)


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> Beim Spritzguss setzt man sich hin, entwirft ein Teil (fertigt
> vielleicht einen Prototypen in 3D-Druck) und dann beginnt die
> eigentliche Arbeit! Man muss eine Form bauen, dabei sich Gedanken

Sagt wer ?
Das Werkzeug kann man auch extern fertigen lassen; macht man bei der 
Fremdherstellung ja auch. *Eben von jemandem, der sich damit auskennt*.
Nur, weil ich einen Bestückungsautomaten habe, fange ich ja auch nicht 
an, die Pastenbleche selbst zu lasern.
Wer bspw. kleine Teile in vielen verschiedenen Farben benötigt, kann 
diese einigermaßen flexibel selbst herstellen. Beim Serienhersteller ist 
das immer eine große Sache.
Gerade bei einfachen, durchaus nicht großen Teilen ist bei uns bspw. 
immer mehr das Lagern das Problem. Das Teil wird gebraucht, aber eben 
nicht in Unmengen. Schon 5.000 Teile brauchen Platz. 40 x 5.000 Teile 
werden problematisch.
Flexibel auch mal Kleinmengen auflegen zu können, ist sicher für das ein 
oder andere Gewerbe reizvoll.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Stefan . schrieb:

> Sagt wer ?
> Das Werkzeug kann man auch extern fertigen lassen; macht man bei der
> Fremdherstellung ja auch. *Eben von jemandem, der sich damit auskennt*.

Und der macht das für nen Appel und nen Ei? Ich dachte, wir reden hier 
von Hobbykollegen.... Für kommerzielle Massenfertigung ist das eine ganz 
andere Nummer.

> Nur, weil ich einen Bestückungsautomaten habe, fange ich ja auch nicht
> an, die Pastenbleche selbst zu lasern.

Geht damit auch nur sehr schlecht ;-)

> Wer bspw. kleine Teile in vielen verschiedenen Farben benötigt, kann
> diese einigermaßen flexibel selbst herstellen.

Z. B. im 3D-Druck. So viele verschiedene Farben gibt es nicht, dass man 
sich jedesmal für (ganz sicher) Hunderte Euro eine Spritzgussform 
fertigen lässt.

> Gerade bei einfachen, durchaus nicht großen Teilen ist bei uns bspw.
> immer mehr das Lagern das Problem. Das Teil wird gebraucht, aber eben
> nicht in Unmengen. Schon 5.000 Teile brauchen Platz. 40 x 5.000 Teile
> werden problematisch.

Also doch kommerziell.

> Flexibel auch mal Kleinmengen auflegen zu können, ist sicher für das ein
> oder andere Gewerbe reizvoll.

Gewerbe....

Old-Papa

von MaWin (Gast)


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Old P. schrieb:
> . im 3D-Druck. So viele verschiedene Farben gibt es nicht, dass man sich
> jedesmal für (ganz sicher) Hunderte Euro eine Spritzgussform fertigen
> lässt.

Das schöne beim Spritzguss: man braucht nicht pro Farbe eine Form, 
sondern es tut eine Form für alle Farben.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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MaWin schrieb:

> Das schöne beim Spritzguss: man braucht nicht pro Farbe eine Form,
> sondern es tut eine Form für alle Farben.

Das ist klar, doch beim 3D-Druck braucht man überhaupt keine Form ;-)

Old-Papa

von Nick M. (muellernick)


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Old P. schrieb:
> Das ist klar, doch beim 3D-Druck braucht man überhaupt keine Form ;-)

Hat aber dann auch nicht wirklich eine Form.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nick M. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Das ist klar, doch beim 3D-Druck braucht man überhaupt keine Form ;-)
>
> Hat aber dann auch nicht wirklich eine Form.

Doch! Als ich mein RPG (uTracer) abgeholt habe, hat der Mann mir ein 
paar seiner 3D-Drucke gezeigt, absolut beeindruckend! Ganz feine 
Strukturen und Oberflächen, sehr wertiges und massives Gefühl beim 
Anfassen!

Ich kenn das ja auch anders, doch er hat (mir) gezeigt, dass es durchaus 
geht.

Old-Papa

von Nick M. (muellernick)


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Old P. schrieb:
> Ganz feine
> Strukturen und Oberflächen, sehr wertiges und massives Gefühl beim
> Anfassen!

Vermutlich hast du vom vielen Unsinn-schreiben so eine Hornhaut an den 
Fingern, dass du ein 36er Schleifpapier für einen Kinderpo hältst.

von Indreas (Gast)


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>Beim Spritzguss setzt man sich hin, entwirft ein Teil (fertigt
>vielleicht einen Prototypen in 3D-Druck) und dann beginnt die
>eigentliche Arbeit!

Gibts denn gute Literatur zu dem Thema? Wie man ein Spritzgusswerkzeug 
konstruiert? Fallstricken, Tipps ...

von soso... (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Vermutlich hast du vom vielen Unsinn-schreiben so eine Hornhaut an den
> Fingern, dass du ein 36er Schleifpapier für einen Kinderpo hältst.

Man soll nicht von sich auf andere schliessen.
Ich lese erst seit kurzem von Dir überhaupt etwas, seit dem aber ständig 
und zu jedem Mist und eigentlich fällst Du nur durch zwei Dinge 
besonders auf:
1. Überschäumende Darstellung der eigenen Großartigkeit.
2. Ätzender und destruktiver Umgangston.

Ist Dir langweilig, hat man Dich wegen Deiner Art aus den anderen Foren 
geworfen, Corona Koller oder was stimmt nicht mit Dir?

von Nick M. (muellernick)


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soso... schrieb:
> Man soll nicht von sich auf andere schliessen.

Toll, ein namenloser Feigling stänkert rum. Ich bin ernsthaft 
eingeschüchtert.

Aber damit du siehst dass ich sehr wohl weiß, wovon ich spreche 
bezüglich diesen 3-D-Geschichten. Das gilt auch für den Alten Papa:

https://www.youtube.com/watch?v=3tAyqxw_pak

von Jack V. (jackv)


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Nick M. schrieb:
> Aber damit du siehst dass ich sehr wohl weiß, wovon ich spreche
> bezüglich diesen 3-D-Geschichten. Das gilt auch für den Alten Papa:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=3tAyqxw_pak

Das ist irgendwie was ganz Anderes, als Injection Molding oder auch 
3D-Druck. Entsprechend ist’s irgendwie nicht vollkommen nachvollziehbar, 
wie du aufgrund der Tatsache, vor Jahren mal irgendwas gegossen zu 
haben, nun Leuten, die so mit gehobeneren Maschinen gedruckte Teile in 
der Hand hatten, die Wahrnehmungsfähigkeit absprechen möchtest.

Bei einem meiner Messgeräte ist der Sondengriff offensichtlich auch im 
FDM-Verfahren entstanden – der fühlt sich massiv und wertig an, und die 
Strukturen sind fein aufgelöst, btw. – das ist kein Hexenwerk. Dein Anet 
vom großen C, oder was auch immer du da haben solltest, wenn du 
überhaupt sowas hast, ist halt nicht direkt der Maßstab …

: Bearbeitet durch User
von Nick M. (muellernick)


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Jack V. schrieb:
> Das ist irgendwie was ganz Anderes, als Injection Molding

Gravity Molding. Nur weniger Druck. Ich weiß schon, wie das Zeug fließt 
und wie man Fehler korrigiert. Auch wenn die Temperaturen und die 
Viskosität eine Andere ist.

Jack V. schrieb:
> oder auch 3D-Druck.

Nur nicht additiv. Die Ansprüche an die Oberfläche sind gleich. Und ich 
weiß, dass das mit 3D-Druck nicht geht. Ich hab mir die Dinger immer 
wieder mal angesehen. Ist ja auch kein Wunder, dass diese 
3D-Würsteldrucker nichts taugen können, weil sie nur eine Strategie 
haben: Schichtenweiser Aufbau. Bei 3D-Fräsen gibt es aber deutlich mehr 
Strategieen die man innerhalb eines Teils wechselt.
Aber klar, ich hab ja keine Ahnung.

Jack V. schrieb:
> Entsprechend ist’s irgendwie nicht vollkommen nachvollziehbar,
> wie du aufgrund der Tatsache, vor Jahren mal irgendwas gegossen zu
> haben,

Ich mach das nach wie vor. Zinkguss in 3D-gefrästen Kokillen ( = 
Graugussformen). Da siehst du jede einzelne Bahn im Abguss, wenn die 
Form nicht perfekt ist. Und sowas kann ich nicht abliefern.
https://www.youtube.com/watch?v=gEULENlmRRU
Bastler sind halt froh wenn sie was hinbekommen. Leider taugt das dann 
aber nicht als Maßstab.

Jack V. schrieb:
> nun Leuten, die so mit gehobeneren Maschinen gedruckte Teile in
> der Hand hatten, die Wahrnehmungsfähigkeit absprechen möchtest.

Ein gehobener 3D-Drucker für 250 € mit einer Auflösung von 0.05 mm? Wo 
ein Schrittmotor irgendwas auf 10er Wellen durch die Gegend schubst?
Scherzkeks!

Ich versteh die Überheblichkeit der Leute nicht, die ein zu Hause 
hingepfuschtes 3D-Teil mit einem professionell gegossenen Teil, in dem 
Tage an Arbeit in der Form stecken, überhaupt nur vergleichen wollen.

von Jack V. (jackv)


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Nick M. schrieb:
> Nur nicht additiv. Die Ansprüche an die Oberfläche sind gleich.

Und die Oberfläche lässt sich nachbearbeiten. Ein Bekannter hat ein 
gedrucktes Teil als Form zum Gießen genommen – warum auch nicht?

Nick M. schrieb:
> Ein gehobener 3D-Drucker für 250 € mit einer Auflösung von 0.05 mm?

Wo schrieb ich davon? Wer schrieb überhaupt davon? Die gehobene Klasse 
fängt im fünfstelligen Bereich an und wird von kommerziellen Fertigern 
genutzt.

Nick M. schrieb:
> Ich versteh die Überheblichkeit der Leute nicht

Deine Arroganz versteht hier offensichtlich auch keiner so recht. So 
what?

von Sascha S. (dec)


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Indreas schrieb:
>>Beim Spritzguss setzt man sich hin, entwirft ein Teil (fertigt
>>vielleicht einen Prototypen in 3D-Druck) und dann beginnt die
>>eigentliche Arbeit!
>
> Gibts denn gute Literatur zu dem Thema? Wie man ein Spritzgusswerkzeug
> konstruiert? Fallstricken, Tipps ...

Hallo,

hattest du mit Spritzgießen schon Berührungspunkte?
Falls nein, dann empfehle ich mal online das eine oder andere Uni-Skript 
durchzusehen. Kostet nichts und bringt einen ganz guten Überblick in den 
Spritzguss. Der Formenbau explizit wird da meist nicht extrem vertieft, 
das liegt daran, dass viele ihre Werkzeuge nicht selbst konstruieren 
sondern das (oft gleich inkl. der Fertigung) extern vergeben.
Ich kann im Laufe der Woche mal den Schrank durchschauen, was man 
empfehlen kann. Leider ist die Fachliteratur teuer und kommt beim 
Verleih selten zurück...
Wir machen nur (noch) CIM.

Grüße und n schönen Sonntag
Sascha

von René H. (mumpel)


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Kybernetiker X. schrieb:
> Auch für die Modelleisenbahnliebhaber ein Traum.

Das bezweifle ich sehr stark.

von Nick M. (muellernick)


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Jack V. schrieb:
> Wo schrieb ich davon? Wer schrieb überhaupt davon? Die gehobene Klasse
> fängt im fünfstelligen Bereich an und wird von kommerziellen Fertigern
> genutzt.

Also das Ende der günstigen 3D-Drucker zu Hause, die sind offensichtlich 
ungeeignet. Und selbst die Profis müssen nacharbeiten, das Teil hängt 
länger im 3D-Drucker wie in der Fräsmaschine, weil der 3D-drucker nur 
eine Strategie kennt. Und nachgearbeitet muss immer noch werden.
Wo genau ist jetzt der Vorteil? Im Ungeeigneten Material für das Modell 
/ die Form?

Und das Ergebnis ist dann ein Teil, nicht eine Gußform für viele 
Teile.
Nur zur Erinnerung: Es ging um eine Spritzguss-Maschine und die Formen 
dafür. Alles Andere habt ihr euch dazuphantasiert.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nick M. schrieb:

> Toll, ein namenloser Feigling stänkert rum. Ich bin ernsthaft
> eingeschüchtert.

Musst Du nicht...

> Aber damit du siehst dass ich sehr wohl weiß, wovon ich spreche
> bezüglich diesen 3-D-Geschichten. Das gilt auch für den Alten Papa:

Das kenne ich gut, bin ja seit Jahren (Jahrzehnten?) in der CNC-Ecke 
aktiv. Von dort kenne ich Dich auch anders (zumindest einen 
Namensvetter... ;-))

Dennoch: Man kann 3D-Druck in saumäßiger Qualität machen (ich habe ein 
Teil bekommen, wo sich die einzelnen Druckfäden wieder lösen ließen) 
oder eben auch in sehr fein. Alles eine Frage des Könnens... (ich kann 
nicht, habe gar kein Auto... ähm 3D-Drucker) Und Ja, etwas sieht man die 
Struktur immer, doch das stört zu 99% kaum.

Old-papa

von Nick M. (muellernick)


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Old P. schrieb:
> Und Ja, etwas sieht man die Struktur immer, doch das stört zu 99% kaum.

Paar Postings weiter oben waren das noch Top-Teile, jetzt ist die 
Struktur sichtbar und dich stört es nur noch kaum.
Weil du Pfusch gewohnt bist?

von Rote T. (tomate)


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Ein paar wenige Teile aus Alu/Stahl/Bronze etc brauch ich öfters, dafür 
hab ich diverse CNC-Fräsen, Stossmaschine und Drehbank.
Nur für was zum Teufel brauch ich 1000+ identische Plastikteile???
Hatte da noch nie wirklich Bedarf für. Und wenn ich das wirklich einmal 
bräuchte, ists äusserst wahrscheinlich billiger, den Kram bei jemandem 
in Auftrag geben, als mir eine Spritzgussmaschine zu kaufen. So ähnlich 
als ob ich mir ein Sägewerk kaufe, um alle 50Jahre mal neue Balken fürs 
Haus zu sägen.....

von Stefan . (xin)


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> Gibts denn gute Literatur zu dem Thema? Wie man ein Spritzgusswerkzeug
> konstruiert? Fallstricken, Tipps ...

Für den Einstieg ist das hier schon mal eine gute Basis:
https://www.protolabs.de/ressourcen/design-tipps/
https://www.hintsteiner-group.com/blog/konstruktionsleitfaden-fuer-spritzgussteile

von Jack V. (jackv)


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Nick M. schrieb:
> Nur zur Erinnerung: Es ging um eine Spritzguss-Maschine und die Formen
> dafür.

Zu deiner Erinnerung: nein. Keiner hat in diesem Kontext behauptet, die 
Formen dafür wären mit ’nem FDM-Drucker besser zu machen, als sie zu 
fräsen – das hast du dir herbeiphantasiert. Der Teil mit dem 3D-Druck, 
auf den du dich bezogst, begann dort:

Old P. schrieb:
>> Wer bspw. kleine Teile in vielen verschiedenen Farben benötigt, kann
>> diese einigermaßen flexibel selbst herstellen.
>
> Z. B. im 3D-Druck. So viele verschiedene Farben gibt es nicht, dass man
> sich jedesmal für (ganz sicher) Hunderte Euro eine Spritzgussform
> fertigen lässt.

… und dort ging es um das Werkstück selbst, nicht um die Formen. Also 
bitte demnächst erstmal gucken, worum’s geht, bevor aufgrund falscher 
Annahmen wild rumgehampelt wird. TIA

: Bearbeitet durch User
von Indreas (Gast)


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>hattest du mit Spritzgießen schon Berührungspunkte?
Nicht wirklich. Hab aber die ganzen Whitepapers von Protolabs mal 
durchgelesen.

von MaWin (Gast)


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Indreas schrieb:
> Gibts denn gute Literatur zu dem Thema? Wie man ein Spritzgusswerkzeug
> konstruiert? Fallstricken, Tipps ...

Natürlich, z.B. 
https://www.hanser-fachbuch.de/buch/1000+Konstruktionsbeispiele+fuer+den+Werkzeug+und+Formenbau+beim+Spritzgiessen/9783446448209

Braucht der kleine Mann aber nicht, der kommt mit 10 Regeln aus und baut 
nur einfache zweiteilige Formen.

von Nick M. (muellernick)


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Jack V. schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Nur zur Erinnerung: Es ging um eine Spritzguss-Maschine und die Formen
>> dafür.
>
> Zu deiner Erinnerung: nein.

Natürlich nicht. In deiner Welt!

Ging schon in der ersten Antwort los (vom Chef-Nörgler):

Old P. schrieb:
>> Man müsste nur Abgußform aus Alu fräßen und dann einbauen.
>
> Wo, in den Brotkasten in der Küche?
> Da wird man wohl etwas mehr fräsen müssen als nur die Pressform.

Dann ging es so weiter:
Nikolaus S. schrieb:
> Formenbau braucht zum einen Erfahrung und zum anderen ist jede Form ein
> Einzelstück für deren Herstellung man einen Maschinenpark braucht der
> ein Vielfaches der Größe der Spritzmaschine hat. Und wenn ein Fehler
> drin ist kann man sie nur bedingt nacharbeiten.

Und im gleichen Posting ging es auch mit dem Formenbau im 3D-Druck los:

Nikolaus S. schrieb:
> D.h. was es erst noch bräuchte ist ein 3D-Drucker der Spriztzgußformen
> drucken kann. Und idealerweise so Dinge wir Formschrägen oder
> Spritzkanäle zu dem 3D-Modell das man eigentlich haben will
> vollautomatisch hinzufügt.

Ich hab darauf hingewiesen, dass der schrottig ist. Old-Papa hat das 
dann als Vorlage genommen , umformuliert und nochmal gepostet.

Soweit ist dein eingangs zitierter Text "Zu deiner Erinnerung: nein." 
nachweislich falsch.

Willst du jetzt noch weitermachen oder liest du den thread nochmal 
aufmerksam durch bevor du dich hier weiterhin erblödest?

von Nick M. (muellernick)


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Rote T. schrieb:
> Nur für was zum Teufel brauch ich 1000+ identische Plastikteile???

Wieso gibt es überhaupt Kunstoff-Spritzguss, den brauchst du doch nicht.
Krauss-Maffei müsste schon längst pleite sein. Für deren 
Monster-Maschinen gibt es keinen Markt.

KRAUSS MAFFEI 1300-1800-6100 MX Injection molding machine 1300t
https://www.youtube.com/watch?v=2-0_HGGUHlQ
Auf solchen Dingern werden die Verkleidungen der Kernspinn-Tomografen 
von Siemens gespritzt. Braucht auch keiner!

von Frank (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Für deren Monster-Maschinen gibt es keinen Markt.

Richtig. Im privaten Bereich gibts da keinen Markt für. Hast du richtig 
bemerkt.

von Rote T. (tomate)


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Nick M. schrieb:
> Nur für was zum Teufel brauch ich 1000+ identische Plastikteile???
Für Leute die irgendwelche Grossserien fertigen, vieleicht?
Und da machts auch Sinn, für viel Geld Form entwickeln, fräsen etc, 
damit man nachher gutes Resultat hat.

Nur fertige ich halt keine Grossserien, brauch auch keine 1000 gleiche 
Plastikteile und seh auch nicht so recht, wieso man das ausserhalb von 
Grossserienfertigung bräuchte, daher ist Spritzgussmaschine im Keller 
aus meiner Sicht ziemlich schwachsinnig.

Dann noch lieber gute Elektronik bzw Metallwerkstatt, Gussofen, 
Schmiedeofen mit Lufthammer..... da hat man im realen Leben mehr davon.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nick M. schrieb:

> Wieso gibt es überhaupt Kunstoff-Spritzguss, den brauchst du doch nicht.
> Krauss-Maffei müsste schon längst pleite sein. Für deren
> Monster-Maschinen gibt es keinen Markt.

Nun komm mal wieder runter!
Im Ausgangspost ging es um ein ganz offensichtlich selbst gebautes 
Hobbygerät und eben um die Frage nach den Formen.
Es geht hier nicht um Tausende Serienteile und auch nicht um 
Maschinen/Formen in der Tonnenklasse.

In der Industrie hat das Verfahren völlig zu Recht einen guten Platz, 
auf dem Hobbytisch darf man durchaus zweifeln. Vor allem, wenn der 
Hobbyist die Formen in Auftrag geben müsste.

Darum geht es und nicht um mehr.

Old-Papa

von MaWin (Gast)


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Rote T. schrieb:
> So ähnlich als ob ich mir ein Sägewerk kaufe, um alle 50Jahre mal neue
> Balken fürs Haus zu sägen.....

Ähm, kann lohnen.

Eine portable Bandsäge auf Schienen (Leiiter)
https://m.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeigen/deutschland/blockbands%C3%A4ge/c0-l0
um Baumstämme aus dem eigenen Wald in Bohlen und Balken zu zersägen 
haben viele Waldbesitzer, weil es sich lohnt. Schon weil man den 
kompletten Stamm ungerne transportiert ist es besser, ihn vor Ort zu 
zersägen. Allerdings muss man ihn komplett nutzen, auch den Verschnitt 
zumindest als Brennholz, beim Sägewerk geht der in Spanplatten.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Indreas schrieb:
> Gibts denn gute Literatur zu dem Thema? Wie man ein Spritzgusswerkzeug
> konstruiert? Fallstricken, Tipps ...

Ein gutes Buch für Einsteiger ist:

Rainer Dangel
"Spritzgießwerkzeuge für Einsteiger"
Erschienen bei Hanser

Das Buch fängt wirklich ganz unten an

Für händische Spritzgussformen würde ich das weiter oben erwähnte von 
Morgan Industries empfehlen.

Pfiffige Lösungen finden sich in dem Buch von MaWin. Es ist immer gut, 
anderen über die Schulter schauen zu können.

Vielleicht noch zum einfachen Filament-3D-Druck:
Er hat seine Anwendungen. Stabil sind solche Teile auf jeden Fall, dazu 
auch noch sehr leicht. Klar, die Oberfläche könnte besser sein, aber bei 
rein technischen Teilen ist das egal. Dafür hat man in der Konstruktion 
alle Freiheiten. Und wenn die Oberfläche wirklich gut sein muss, kann 
man noch mit Füller und/oder Schleifstiften nachhelfen. Damit lassen 
sich dann durchaus gute Gusspositive für Epoxydformen für Spritzguss 
herstellen.
Hier ist 3D-Filamentdruck eine durchaus oft genutzte Ergänzung des 
sonstigen Werkzeugsportfolios.

: Bearbeitet durch Moderator
von Nick M. (muellernick)


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Frank schrieb:
> Im privaten Bereich gibts da keinen Markt für.

Ist das das Thema des Threads? Steht da echt "Desktop 
Injektionsmaschinen für den privaten Bereich"?
So langsam müssten euch doch selbst die allerblödesten Argumente 
ausgegangen sein.

von MaWin (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Auf solchen Dingern werden die Verkleidungen der Kernspinn-Tomografen
> von Siemens gespritzt. Braucht auch keiner

Na ja, am Kernspintomographen möchte man kein Blech, wie an Auto oder 
Waschmaschine für die grossflächigen Teile genutzt.

Die gewählte Teileanfertigung trägt aber auch zum hohen Preis eines 
Tomographen bei, ABS im Vakkum Tiefziehen wäre billiger  aber Preisdruck 
besteht in der Branche nicht, zahlt ja alles der Krankenversicherte.

von Nick M. (muellernick)


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Rote T. schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Nur für was zum Teufel brauch ich 1000+ identische Plastikteile???
> Für Leute die irgendwelche Grossserien fertigen, vieleicht?

Das hab ich nie geschrieben. Lern erst mal zitieren.

von Rote T. (tomate)


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MaWin schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Auf solchen Dingern werden die Verkleidungen der Kernspinn-Tomografen
>> von Siemens gespritzt. Braucht auch keiner

Oder einfach aus GFK, Form dafür kann jeder gute Schreiner fertigen. Was 
da in der Gesundheits und Rüstungsbranche abgeht, ist ohnehin eine 
Frechheit, nach dem  Motto, der Steuerzahler zahlts ja.

von Rote T. (tomate)


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Nick M. schrieb:
> Das hab ich nie geschrieben. Lern erst mal zitieren.

Dann sag mir doch einfach mal eine Anwendung, für was ich eine 
Spritzgussmaschine im Keller brauchen kann. Und am besten eine, wo ich 
damit noch gut Geld verdiene.....

von Nick M. (muellernick)


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Rote T. schrieb:
> Oder einfach aus GFK, Form dafür kann jeder gute Schreiner fertigen.

Also ich weiß, dass die gespritzt werden, da ich das selbst gesehen 
habe. Aber egal.

Rote T. schrieb:
> Dann sag mir doch einfach mal eine Anwendung, für was ich eine
> Spritzgussmaschine im Keller brauchen kann.

Wenn Du keine brauchst, dann brauchst Du keine. Ich brauch auch 
keine. Das bedeutet aber nicht, dass die ganze Welt keine braucht.
Dafür überleg ich mir schon länger, eine für Zink zu bauen, brauchst 
Du auch nicht, darum bau ich lieber keine, sonst bekomm ich noch Ärger 
mit dir.

Ich zitier mich nochmal selbst:
"So langsam müssten euch doch selbst die allerblödesten Argumente
ausgegangen sein."

von Nick M. (muellernick)


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Old P. schrieb:
> Nun komm mal wieder runter!
> Im Ausgangspost ging es um ein ganz offensichtlich selbst gebautes
> Hobbygerät

Das im Ursprungsposting gezeigte Gerät (wohl inzischen verfeinert) kann 
man kaufen. Schreib einfach eine eMail an: andk_0@mail.ru
Blöde Behauptung #1 widerlegt.

Old P. schrieb:
> und eben um die Frage nach den Formen.

Komisch, andere sagen, es geht nicht um die Formen.

Old P. schrieb:
> Es geht hier nicht um Tausende Serienteile

Wo genau im Ursprungsposting steht was von einer Stückzahl.
Blöde Behauptung #2 widerlegt.

Old P. schrieb:
> und auch nicht um Maschinen/Formen in der Tonnenklasse.

Und natürlich geht es um eine Desktop-Maschine. Ich hab sogar eine 
preiswerte Alternative verlinkt. War aber schon zu komplex für dich das 
zu realisieren.
Blöde Behauptung #3 widerlegt.

Schon komisch, dass deine ständige Nörgelei nur immer wieder dir selbst 
auf die Füße fällt.

Ich find die gezeigte Maschine interessant. Hätte ich Bedarf für solche 
Teile, würde ich mir eine bauen. Hat sogar einen Microkontroller. Also 
kein Grund sich darüber aufzuregen oder Argumente dagegen an den Haaren 
herbeizuziehen. Ausser Sonntags. Und mit paar Berufs-Nörglern.

von Rote T. (tomate)


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Nick M. schrieb:
> Hätte ich Bedarf für solche Teile, würde ich mir eine bauen.

Darf man nach dem fertigen Produkt fragen? Ist nicht böse gemeint, würde 
mich einfach interessieren, für was sich so ein Ding lohnt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Rote T. schrieb:
> Dann noch lieber gute Elektronik bzw Metallwerkstatt, Gussofen,
> Schmiedeofen mit Lufthammer..... da hat man im realen Leben mehr davon.

Aber wenn man das doch alles schon hat? :-D
Warum haben Modellbauer ganzen CNC-Zentren im Keller stehen, warum 
Kantbänke im Tonnenbereich? Weil man Spaß an den Dingen hat.

Rote T. schrieb:
> Dann sag mir doch einfach mal eine Anwendung, für was ich eine
> Spritzgussmaschine im Keller brauchen kann. Und am besten eine, wo ich
> damit noch gut Geld verdiene.....

Oh, da gibt es einige. Ich kenne zumindest einen, der eine Boy XXS im 
Keller stehen hat und die Produktion darauf als Dienstleistung anbietet 
- und der Mann hat sehr gut zu tun. Insbesondere im LSR-Bereich gibt es 
nicht so viele Kapazitäten und da ist man froh, wenn das überhaupt 
jemand macht.
Sind mit knapp 35k Investition (LSR-Option ist eben teuer) kein 
Pappenstiel, aber - ganz ehrlich: bevor ich mir ein Auto für 35k 
anschaffe, würde ich lieber in so etwas investieren :-}
Wir produzieren zwar auch im Silikongummibereich, allerdings abgespeckt, 
schon weil LSR-Formen nochmal deutlich präziser gefertig sein müssen als 
Formen für Thermoplasten. Bei unserm Prinzip reicht die normale 
Genauigkeit aus, die ich hier gut fertigen kann (zumal es eh nur um 
Rotationskörper geht).

Das wird einfach mit der Zeit ein Selbstläufer, so wie mit einem 
CNC-Drehautomaten: wenn die Leute wissen, dass Du so etwas hast, dann 
kommen die Anwendungen dafür von ganz alleine. Mittlerweile ist das ein 
sehr einträglicher Geschäftszweig: wir kümmern uns um die technische 
Umsetzung und die Kunden kennen ihren Markt. Geplant war das alles nie, 
die Maschine sollte nur unsere Produkte (und Spritzgussformen) 
herstellen.

Aber ganz ähnlich läuft das dann auch bei Spritzgussmaschinen: ist den 
Kunden einmal bekannt, dass Du so etwas hast, kommen sie in Scharen an 
:-D

Und natürlich verlässt man da langsam aber sicher den Hobbybereich.

: Bearbeitet durch Moderator
von Nick M. (muellernick)


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Rote T. schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Hätte ich Bedarf für solche Teile, würde ich mir eine bauen.
>
> Darf man nach dem fertigen Produkt fragen?

Was ist denn das für eine blöde Frage? Ich hab keinen Bedarf, also weiß 
ich auch nicht welche Teile ich machen würde. Ist das zu einfach?

Ich mach halt Metall. Darum gieße ich auch. Ich hab momentan 600 gleiche 
Gussteile in einer Kiste (von mir in 2 Tagen in der Freizeit gegossen) 
die ich noch bearbeiten muss.
Ich plane einen bestimmten Vergaser nachzugießen. Wenn ich 600 € für das 
Stück bekomme, hab ich meine Kosten schnell wieder herinnen. Aber leider 
sind da keine Plastikteile dran.
Düsen hab ich für den Vergaser schon 3 verschiedene jeweils 200 Stück 
gedreht. Da steh ich einen Tag an der Drehe pro Typ. Und die 4 € pro 
Stück sind dann mein Geld. Schon längst verkauft die Düsen.
Dafür hab ich mir einen Linearwechsler für die Drehe gebaut. Ist initial 
viel Arbeit, spart später gewaltig Zeit. So bin ich sogar schneller als 
mit Revolver.
#1: https://www.youtube.com/watch?v=pb-OaT8GO4E
#2: https://www.youtube.com/watch?v=gRzgfAMsIgo


Weil hier aber beinahe nur Leute diskutieren deren Horizont beim Hobby 
aufhört das ein einziges Teil habwegs hinbekommt, kann so eine 
Spritzgussmaschine nur der blanke Unsinn sein. Wie alles andere, das auf 
professionelle Ergebnise abziehlt.
Wenn Sie mit selbst produzierten minderwertigen Zeug zufrieden sind, 
aber über Chinesen-Schrott jammern ist mir klar wo es bei denen fehlt.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nick M. schrieb:

> Das im Ursprungsposting gezeigte Gerät (wohl inzischen verfeinert) kann
> man kaufen. Schreib einfach eine eMail an: andk_0@mail.ru
> Blöde Behauptung #1 widerlegt.

Nö, bis jetzt steht da im Video nix von kaufen können, selbst Kommentare 
sind blockiert!
Nun wiederlege das auch noch...

> Komisch, andere sagen, es geht nicht um die Formen.

Doch, der TO, er schrieb:
"Man müsste nur Abgußform aus Alu fräßen und dann einbauen."

> Wo genau im Ursprungsposting steht was von einer Stückzahl.
> Blöde Behauptung #2 widerlegt.

Nirgends! Nur im weiteren Verlauf wurde das und sogar verschiedene 
Farben je Teil als Vorteil hervorgehoben.

> Und natürlich geht es um eine Desktop-Maschine. Ich hab sogar eine
> preiswerte Alternative verlinkt. War aber schon zu komplex für dich das
> zu realisieren.
> Blöde Behauptung #3 widerlegt.

Nö, Du hast einen Buchtitel verlinkz!

> Schon komisch, dass deine ständige Nörgelei nur immer wieder dir selbst
> auf die Füße fällt.

Dito... ;-)

> Ich find die gezeigte Maschine interessant. Hätte ich Bedarf für solche
> Teile, würde ich mir eine bauen. Hat sogar einen Microkontroller. Also
> kein Grund sich darüber aufzuregen oder Argumente dagegen an den Haaren
> herbeizuziehen. Ausser Sonntags. Und mit paar Berufs-Nörglern.

Ich finde sie auch interessant (schrieb ich schon) und hätte ich Bedarf, 
würde ich sie bauen. Und nun?
Ich habe überhaupt keine Argumente gegen die Maschine, nur zu bedenken 
gegeben, dass eine benötigte Form eben nicht "mal nur so eben" gefertigt 
ist, mehr nicht. Und nun?

Old-papa

Beitrag #6484810 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6484824 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6484826 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan . (xin)


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Ich hab' da 'nen Vorschlag für eine Erweitrung der Forensoftware:
Ich würde gern in meinem Profil definieren können, von welchen Usern ich 
die Beiträge nicht angezeigt bekomme. Sozusagen eine persönliche 
Blacklist für all die wiederkehrenden Spinner, die fortlaufend 
unsachlich "argumentieren" und auch nicht davor zurückscheuen, andere 
persönlich unter der Gürtellinie anzugreifen.
Darüber hinaus würde es der Diskussionskultur, speziell in diesem Forum, 
gut tun, wenn es endlich einen Zwang geben würde einen Usernamen zu 
registrieren und beim Posten auch zu verwenden.

von René H. (mumpel)


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Old P. schrieb:
> nur zu bedenken
> gegeben, dass eine benötigte Form eben nicht "mal nur so eben" gefertigt
> ist, mehr nicht.

Genau das ist ein Argument gegen die von "Kybernetiker X" erwähnten 
Modelleisenbahner. Kosten für die Maschine, Kosten für die Form und 
Kosten für das Druckmaterial sind wohl kaum etwas für den normalen 
Modelleisenbahner der nur einmal eine Form benötigt. Für das Geld kann 
man Säckeweise fertige Formen (Häuserwände usw.)kaufen. Für die 
Modellbahn-Kollegen in der Speicherstadt, die öfterst mal Ersatz 
brauchen, wäre das vielleicht etwas anderes (die könnten damit 
vielleicht "auf die Schnelle" etwas ausbessern).

von Stefan . (xin)


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Zu den Kosten: die im eingangs genannten Video gezeigte Maschine kostet 
so um die 3500 €. Da muss man als privater Anwender schon sehr 
ambitioniert sein, um sich diese Investition zu leisten. Vom Nutzen der 
vielfach hergestellten Kunsstoffteile, im Privatbereich, einmal ganz 
abgesehen.
Gewerblich kann sich das eingentlich auch niemand hinstellen. Es sei 
denn, man räumt es jedesmal weg, wenn sich die Berufsgenossenschaft 
ankündigt.
Bei Alibaba werden schon ganz passabel aussehende Maschinen zwischen 6-9 
k€ angeboten. Mir persönlich ist es allerdings das Risiko einer 
Chinesischen Maschine, in diesem Investitionsbereich, nicht wert. 
Ersatzteile mag es ja noch eine ganze Weile lang geben, aber wer tauscht 
die ggf. aus und wer haftet anschließend dafür, das auch alles wieder 
wirklich sicher betrieben werden kann. Wie gesagt, gewerblich ist das 
immer eine ganz andere Nummer.
Dazu kommt, das ich die Einsparung -abseits spezieller Anwendungen- 
einfach nicht erkennen kann.
Wir zahlen für Werkzeuge einfacher Komplexität so um die $900-1200 
(Stahlwerkzeug mit einer Standzeit von 500.000 Schuss). Komplexere, 
größere -jedoch immer noch ohne Schieber o.ä.- gehen schon in Richtung 
$2400. Die Werkzeuge für die kleinen Maschinen sind sicher allemal 
billiger, aber um mir den Stress der in-house-Fertigung und Lagerung der 
Werkzeuge anzutun, müsste ich schon erhebliche Vorteile aus der neuen 
Fertigungstiefe ziehen.

von René H. (mumpel)


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Stefan . schrieb:
> Gewerblich kann sich das eingentlich auch niemand hinstellen. Es sei
> denn, man räumt es jedesmal weg, wenn sich die Berufsgenossenschaft
> ankündigt.

So schlecht? Dann dürften wir uns das im Modellbahnverein auch nicht 
hinstellen. Also wirklich nichts für Modellbahnvereine die an UVV & Co. 
gebunden sind.

von Stefan . (xin)


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Hast Du dir das Video bei Youtube mal angeschaut? Die offenen Antriebe, 
die Riemen, der vollkommen ungesicherte Verschlussbereich im 
Werkzeugraum, ...
Ist halt wie bei den Lasermarkierern, die bei Aliexpress verscherbelt 
werden. Privat ist das evtl. in Ordnung, das mus jeder für sich 
entscheiden. Gewerblich geht's gar nicht. Das ist auch der Grund, 
warum's dann so billig ist. Ein Gehäuse und Schutzeinrichtungen kosten 
nun mal Geld und machen der Versand auch nicht preiswerter ...

von Irgendwer (Gast)


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Die Diskussion ob etwas fürs Hobby zu teuer ist oder nicht, ist müßig.

Es gibt den 17jährigen Bastler, der noch zu Hause wohnt, für den ist 
möglicherweise alles ab 1000,- € unerreichbar, und es gibt auch den 
45jährigen Bastler der die berufliche Karriereleiter ein ganze Stück 
hochgeklettert ist und für sein Hobby 25.000,- € jährlich locker macht, 
und es gibt noch die, die nur noch Hobby machen, und die, die ihr Hobby 
von 50,- € monatlich bestreiten (müssen).

Die persönlichen Umstände sind zu unterschiedlich. Von daher sollte man 
nicht immer von sich auf andere schließen.

von MaWin (Gast)


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Stefan . schrieb:
> Hast Du dir das Video bei Youtube mal angeschaut? Die offenen Antriebe,
> die Riemen, der vollkommen ungesicherte Verschlussbereich im
> Werkzeugraum, ...

Schon mal von einem Deckel gehört ?
Einfach drüberstellen, Schalter dran der beim öffnen die Maschine 
anhält, und alles ist in Ordnung.

Stefan . schrieb:
> Wir zahlen für Werkzeuge einfacher Komplexität so um die $900-1200
> (Stahlwerkzeug mit einer Standzeit von 500.000 Schuss).

Das allerdings ist günstig, solche Preise kenn ich nur von Aluformen. Da 
$ wohl nicht in Deutschland in Auftrag gegeben.

von Nick M. (muellernick)


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Stefan . schrieb:
> Die offenen Antriebe,
> die Riemen, der vollkommen ungesicherte Verschlussbereich im
> Werkzeugraum, ...

Dann bau dir halt noch eine Umhausung dazu. 2 m^2 Blech, 0.5 m^2 PC und 
1 Tag Arbeit.

An meiner Drehe kann ich beide Türen offen lassen und sie läuft dennoch. 
Aber wehe ich klapp den Futterschutz hoch! Oh, Moment! Dann gehen noch 
300 UpM. Ist ja praktisch nix bei einem 250er Futter.

Und die ist so zulässig.

von René H. (mumpel)


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MaWin schrieb:
> Schon mal von einem Deckel gehört ?
> Einfach drüberstellen, Schalter dran der beim öffnen die Maschine
> anhält, und alles ist in Ordnung.

Privat mag das reichen. In Betrieben reicht das längst nicht mehr.Da 
gehört mindestens noch ein Totmannschalter mit rein, der muss auch 
funktionieren ohne das man erst den Deckel öffnen muss.

: Bearbeitet durch User
von Nick M. (muellernick)


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René H. schrieb:
> Da
> gehört mindestens noch ein Totmannschalter mit rein, der muss auch
> funktionieren ohne das man erst den Deckel öffnen muss.

Wir reden aber schon beide von einer Lokomotive?
Auch wenn es hier um Spritzgussmaschinen geht die ganz gut alleine 
laufen können.
Lass dich von deiner Unwissenheit nicht abhalten, das mit der Lok ist 
schon richtig.

von René H. (mumpel)


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Nick M. schrieb:
> Auch wenn es hier um Spritzgussmaschinen geht die ganz gut alleine
> laufen können.

Das interessiert die UVVen/GUV-Vorschrift(en) nicht. Die gehen immer vom 
schlimmsten Fall aus (ob das aus unserer Sicht Sinn ergibt interessiert 
auch nicht). Denn man kann nie wissen...

: Bearbeitet durch User
von Nick M. (muellernick)


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René H. schrieb:
> Das interessiert die UVVen/GUV-Vorschrift(en) nicht.

Ah ich verstehe!
Die Maschine könnte also völlig alleine laufen. Dafür haben die auch 
eine Deckenförderung für das Granulat, damit das nicht ausgeht über 
Nacht. Aber damit das sicherer wird, muss alle 10 Sekunden einer an die 
Maschine hingehen und einen Taster drücken. Das ist dann viel sicherer 
als wie wenn niemand da wäre. Zumindest in deiner Welt.

Es gibt sowas wie lichtlose Schichten.
Im Englischen nennt sich das "Lights out".
https://en.wikipedia.org/wiki/Lights_out_(manufacturing)
Besonders witzig ist die Variante bei Fanuc (in obigen Text).

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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René H. schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Auch wenn es hier um Spritzgussmaschinen geht die ganz gut alleine
>> laufen können.
>
> Das interessiert die UVVen/GUV-Vorschrift(en) nicht. Die gehen immer vom
> schlimmsten Fall aus (ob das aus unserer Sicht Sinn ergibt interessiert
> auch nicht). Denn man kann nie wissen...

Ja, man muss absichern.

Allerdings ist ein Totmannschalter ein einer Spritzgussmaschine echter 
Unsinn und ich kenne auch keinen Hersteller, der die anbietet. Solch 
eine Maschine wäre schlicht unverkäuflich.

Diese Maschinen sind genau dafür gemacht, vollkommen autonom zu 
arbeiten, bestenfalls über Wochen - so wie CNC-Drehautomaten zur 
Stangenverarbeitung usw.

Da reicht in der Tat ein Schalter für die Wartungsklappe der Einhausung 
und genau so wird es auch gemacht (plus Not-Halt-Pilz natürlich). Wenn 
zu Wartungszwecken irgendetwas verfahren werden muss, dann geschieht das 
bei geöffneter Klappe eben nur in minimaler Geschwindigkeit und bei 
minimalen Drücken.

Davon abgesehen: die BG interessiert sich nur für die Arbeitssicherheit, 
wenn Du dort auch versichert bist. Für einen Teil meiner Maschinen 
interessiert sie sich bspw. überhaupt nicht, weil nur ich da dran 
arbeite und die in einem abschließbaren Extra-Raum stehen und mein MA 
unterschreiben musste, da nicht dranzugehen. Das waren die einzigen 
Vorgaben der BG. Genau so läuft es bei 1-Mann-Spritzgussbetrieben. 
Niemand hindert einen daran, das Teil aus dem Eröffnungsbeitrag genau so 
zu verwenden, solange keine gesetzliche Unfallversicherung im Spiel ist 
(was regelmäßig der Fall ist, wenn man keine MA hat).

: Bearbeitet durch Moderator
von René H. (mumpel)


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Für die Dummen wäre das aber gut, und davon gibt es reichlich...

von Nick M. (muellernick)


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René H. schrieb:
> Für die Dummen wäre das aber gut, und davon gibt es reichlich...

OK, verstanden. Deine Waschmaschine hat einen Totmannschalter.

von MaWin (Gast)


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René H. schrieb:
> Privat mag das reichen. In Betrieben reicht das längst nicht mehr.Da
> gehört mindestens noch ein Totmannschalter mit rein, der muss auch
> funktionieren ohne das man erst den Deckel öffnen muss.

Unsinn.

von René H. (mumpel)


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Nick M. schrieb:
> OK, verstanden. Deine Waschmaschine hat einen Totmannschalter.
Jetzt hör(t) doch auf so dumm zu tun. Es gibt keinen Grund zu 
übertreiben.

: Bearbeitet durch User

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