Forum: PC Hard- und Software Festplatte voll oder doch nicht


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von Simon (Gast)


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Hi

Ich mach gerade einen Test mit einer Festplatte. Die Festplatte ist 
voll, es wird 0b Restkapazität angezeigt und es können keine Dateien 
mehr darauf kopiert werden. Ich kann jedoch eine leere txt Datei 
erstellen und später mit Text füllen. Ich hab mittelerweile einige txt 
Dateien erstellt, allesamt haben bereits über 10MB.
Wird hier nun was gelöscht, oder hat die Platte noch einen gewissen 
Puffer für solche Aktionen?

Beitrag #6485154 wurde vom Autor gelöscht.
von Jemand (Gast)


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Hallo

welches Betriebssystem?

Hier hat es auf jeden Fall unter Windows 10 und einer nicht System HD 
nicht mal für ein wenige 100kByte großes Bild gelangt als die Platte 
voll gemeldet wurde.
Allerdings wurde die HD immer "sauber" gehalten, sprich der Papierkorb 
(also nur aus dem Festplattenverzeichniss aber nicht wirklich gelöschte 
Dateien) immer richtig gelöscht.

Insgesamt gibt es aber gefühlt ;-) ein dutzend und mehr Möglichkeiten 
die verschiedensten Einstellungen (teils gar nicht bewusst oder 
irgendwann mal so angelegt und dann vergessen) zu machen wie Win10  mit 
Festplattenspeicherplatz umgeht und auch eventuell "versteckt" frei 
hält.

Jemand

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Du hast leider nicht angegeben um welches Filesystem es sich handelt.

Eine ganze Reihe von denen reserviert einen festen Bereich für die 
Dateiverwaltung (Da sind die u.a. Dateinamen und die Verweise auf die 
Position der eigentlichen Daten drin). Deine Leere Datei landet erstmal 
nur in diesem Bereich. Einge FS speichern kleine Dateien sogar ganz in 
den Verwaltungsbereich.

z.B. mal hier einlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/NTFS
https://en.wikipedia.org/wiki/Sparse_file

von Verbrauchsguttester (Gast)


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Simon schrieb:
> Die Festplatte ist
> voll, es wird 0b Restkapazität angezeigt und es können keine Dateien
> mehr darauf kopiert werden. Ich kann jedoch eine leere txt Datei
> erstellen und später mit Text füllen. Ich hab mittelerweile einige txt
> Dateien erstellt, allesamt haben bereits über 10MB.

buffered IO, es ist möglich das der Text lediglich im (RAM-) buffer 
gespeichert ist und nicht auf der Platte, ein fflush() würde scheitern.

https://docs.microsoft.com/de-de/cpp/c-runtime-library/reference/fflush?view=msvc-160

von Rolf M. (rmagnus)


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Simon schrieb:
> Ich hab mittelerweile einige txt Dateien erstellt, allesamt haben bereits
> über 10MB.

Du hast 10 MB Text geschrieben? Das ist ungefähr doppelt so viel wie die 
Bibel. Oder was hast du genau gemacht, um da 10 MB rein zu bekommen?

von (prx) A. K. (prx)


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Verbrauchsguttester schrieb:
> buffered IO, es ist möglich das der Text lediglich im (RAM-) buffer
> gespeichert ist und nicht auf der Platte, ein fflush() würde scheitern.

Die Allokation von Plattenplatz erfolgt nicht erst, wenn die Daten vom 
Puffer zur Disk wandern, sondern bereits vorneweg im RAM. Das System 
muss ja wissen, wohin das Zeug soll. Wenn es nicht reicht, dann also 
sofort, nicht verzögert.

File-Nodes sind je nach Filesystem teilweise oder vollständig 
voralloziert, brauchen also nicht notwendigerweise zusätzlich Platz. 
Leere Files brauchen auch keinen Platz für Daten. Komplexer wird es bei 
Directory-Einträgen, die auf diese File-Nodes verweisen.

: Bearbeitet durch User
von Simon (Gast)


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es ist eine Platte auf einem NAS, formatiert mit Btrfs.  Ich arbeite an 
einem W10 PC

Die Text Dateien hab ich jeweils mit ctrl-c bzw ctrl-v gefüllt. Also 
sobald eine Seite voll war diese kopiert und einige Male eingefügt, dann 
den ganzen Krempel wieder kopiert und wieder eingefügt usw.

von (prx) A. K. (prx)


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Simon schrieb:
> formatiert mit Btrfs

Das ändert so ungefähr alle Aussagen oben. COW-Filesysteme arbeiten 
deutlich anders als konventionelle.

https://ohthehugemanatee.org/blog/2019/02/11/btrfs-out-of-space-emergency-response/

Welche NAS verwendet btrfs?

: Bearbeitet durch User
von Simon (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Welche NAS verwendet btrfs?


Synology

von (prx) A. K. (prx)


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von Bauform B. (bauformb)


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Simon schrieb:
> es ist eine Platte auf einem NAS, formatiert mit Btrfs.  Ich arbeite an
> einem W10 PC

und wahrscheinlich mit smb. In der Kombination kann die Anzeige der 
Plattenbelegung vom Speichern selbst total entkoppelt sein (das war 
zumindest früher so). Zum Beispiel ist ein Verzeichnis auf der (vollen) 
root-Partition freigegeben, Windows sieht also 100%. Aber unter dem 
Verzeichnis ist eine zweite Partition gemountet und da ist noch Platz.

Man konnte deshalb in Samba ein Script einbinden, das genauere Daten 
liefern sollte. Aber dessen Ausgabe war auch fragwürdig, weil meistens 
gepuffert.

Windows cached auch heftig (wegen ein paar Dutzend MB belastet man doch 
nicht das Netzwerk) und evt. löscht der User die Dateien ja gleich 
wieder.

von oszi40 (Gast)


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Bauform B. schrieb:
> eine zweite Partition gemountet und da ist noch Platz.

Vorsicht mit solchen gemounteten Sachen. Mal nachsehen ob diese bei 
einem Backup wirklich mit gesichert wurden, wäre durchaus nützlich 
(bevor man im Störfall mit leeren Händen dasteht).

von Unbedarft (Gast)


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Nur eine Idee - Wärs eine Option, mit einer Live-CD die HDD "von der 
Seite" zu analysieren und auf Verstecktheiten zu prüfen - eingebettete 
FS in FS?

von Unbedarft (Gast)


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taking the data in those blocks, and putting it in fuller blocks so that 
you end up being able to free the less used blocks.

Das klingt nach einer sehr üblichen Prozedur.

Sokoban-Tetris-Dampfwalze macht aus Kohlenstaub Diamante

= verdichten, komprimieren, defragmentieren .. such Dir ein Wort aus

von Jemand (Gast)


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Unbedarft schrieb:
> komprimieren

Nein

> defragmentieren

Nein

von Verbrauchsguttester (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Simon schrieb:
>> formatiert mit Btrfs
>
> Das ändert so ungefähr alle Aussagen oben.

Da mal ne brauchbare deutschsprachige Kurz-Erklärung zum butter-fs:
https://www.heise.de/ct/artikel/Das-Dateisystem-Btrfs-221863.html?seite=all

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