Forum: PC-Programmierung Wie macht ihr Variantenmanagement?


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von Danish (Gast)


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Wir arbeiten an einer Software, die sich nun in mehrere 
projektspezifische Varianten entwickelt hat.

Aktuell ist das gelöst, indem jede Variante als eine vollständige Kopie 
des Projekts modelliert ist.  Das ist natürlich extrem unschön und 
aufgrund der wiederholten Redundanz wird die Wartbarkeit auch nicht 
gerade besser.

Wir sind sicherlich nicht die ersten, die diesem Problem entgegenstehen 
- daher die Frage: Wie habt ihr das gelöst?

: Verschoben durch Admin
von Le X. (lex_91)


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Kommt auch immer auf die Möglichkeiten der Versionsverwaltung an.

In git könnte man einen generischen Software-Teil als submodule 
referenzieren (Achtung: Submodul-Handling ist hässlich!) und 
projektspezifische Dateien oder Konfigurationen im jeweiligen 
Kundenprojekt ablegen.

Wenn die Unterschiede zwischen Varianten sehr gering sind (z.B. sich nur 
wenige Werte unterscheiden, nicht aber Programmcode) sind zerteilte, 
sich referenzierende Repositories aber Overkill, dann könne schon ein 
zusätzliches Build-Target reichen.

von Operator S. (smkr)


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Danish schrieb:
> vollständige Kopie

Autsch - Das wird euch in der Zukunft noch einholen...

In welcher Sprache macht ihr das denn?

Am besten die Software in logische Teile zerlegen und daraus jeweils 
unabhängige Bibliotheken machen.
Für die Projekte jeweils ein eigenes Softwareprojekt erstellen und darin 
die Bibliotheken referenzieren. Hat den Vorteil, das spätere Bugfixes 
von den Bibliotheken besser verteilt werden können.

Alles was nicht so gehandelt werden kann, über ein config File im 
projektspezifischen Projekt einstellen.

Edit: Von Submodulen (git) oder Externals (subversion) rate ich auf 
jeden Fall ab. Das führt praktisch immer zu problemen.

Sag mal deine Arbeitsumgebung (Sprache, Versionsverwaltung, Toolchain, 
Buidlautomatisierung falls vorhanden)

: Bearbeitet durch User
von Danish (Gast)


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Operator S. schrieb:
> Sag mal deine Arbeitsumgebung (Sprache, Versionsverwaltung, Toolchain,
> Buidlautomatisierung falls vorhanden)

Matlab & Simulink.

"Deployment" über Codegenerierung.  Ein Build-Tool gibt es daher nicht.
Das Handling von Binärdaten mit git ist auch nicht gerade ideal (Patches 
können nicht angewandt werden, Diffs gehen nicht, etc...).

Wir arbeiten mit git.

von Irgendwer (Gast)


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Naja, 3 Varianten, das ist ja nix. Da gibt es ganz andere Konstellation, 
wo's wirklich hässlich wird.

Aber 3 Varianten sind einfach:

Es gibt nur ein "Projekt" bzw. Repo. Daraus werden immer die drei 
Varianten gebaut. Die Architektur der Software ist eben an diesen 3 
Varianten ausgerichtet. Es gibt einen Kern, den alle Varianten 
verwenden, und den Variantenspezifischen Code.

Mein (schmerzhaft) gemachte Erfahrung:

Drei Kopien die sich in Details unterscheiden, sind eine Garantie für 
absolutes Chaos. Werdet ihr in Zukunft noch merken. Wird mit der Zeit 
immer schlimmer. Bis keine Wartung mehr möglich ist. Horror pur.

Auch der Ansatz mit Bibliotheken etc. verkompliziert das ganze Handling 
nur ungemein. Unterm Strich arbeitet man dennoch nur an einem großen 
"Projekt" das nun über unterschiedlichen Bibliotheken und den drei 
Varianten verteilt ist. Eine wirkliche Unabhängigkeit existiert nicht.

Die Realität sieht so aus: Bug tritt in Variante A auf. Die 
Wahrscheinlichkeit dass der Bug in einer Bibliothek ist, ist umso 
größer, je weniger sich die Varianten unterscheiden. Also wird man 
meistens an den gemeinsamen Bibliotheken arbeiten. Dabei hat man viel 
schlechtere Testmöglichkeiten, da jedes mal die geänderte Bibliothek 
irgendwie in die aktuelle Variante importiert werden muss, mit der man 
gerade arbeitet. Overhead ohne Ende. Wenn dann die Bibliothek gefixt 
wurde, und die aktuelle Arbeits-Variante darauf angepasst wurde, muss 
man die geänderte Bibliothek nun in die verbleibenden anderen Varianten 
integrieren.

Mit den Bibliotheken gewinnt man nix, außer ein Riesenaufwand für nix. 
Am Ende vom Tag muss man eh immer alle drei Varianten gemeinsam 
bearbeiten. Von daher kann man sich diesen Aufwand sparen.

Bibliotheken funktionieren witzigerweise dann am besten, wenn sich 
Bibliotheks-Team und Anwendungs-Team nicht kennen, geschweige denn 
gegenseitig beeinflussen können. Dann macht das Bibliotheks-Team was es 
will, und das Anwender-Team muss die Bibliothek fressen, so wie sie ist.

Aber bei Varianten in einem Unternehmen existiert diese Trennung nicht. 
Das ist der Kern des Problems.

von MosFeratu (Gast)


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Danish schrieb:
> Wir sind sicherlich nicht die ersten, die diesem Problem entgegenstehen
> - daher die Frage: Wie habt ihr das gelöst?

Kommt darauf an was für Varianten und in welcher Sprache, wie 
umfangreich usw.

In dem Moment wo eine Kopie gezogen und getrennt weiter gecoded wird 
gibt es keine Varianten mehr. Das hat sich dann erledigt.

Selber mache ich das per Unit(s), Das wird in im VCS als branch 
behandelt. Aber da geht es auch nur um unterschiedliche Geräte in C.

Bei größeren Projekten kommt man um Strukturen/Mamagement in der 
Architektur nicht herum. Aber das ist so banal wie zu allgemein.

von cppbert3 (Gast)


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Ich würde auf jeden Fall die gleichen Teile in eine gemeinsam nutzbare 
Form bringen, am besten einen 3-way merge ueber die 3 quellstände machen

Sich damit vertraut machen welche Möglichkeit zu etwas generischeren 
Programmierung in deiner Umgebung vorhanden ist

Auch wenn es vielleicht nur wenig Code ist würde ich das so schnell wie 
möglich machen
alles andere ist Chaosvorbereitung für die Zukunft

Was ist denn der Umfang und wie viele arbeiten an dem Code

von sid (Gast)


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Danish schrieb:
> Wir sind sicherlich nicht die ersten, die diesem Problem entgegenstehen
> - daher die Frage: Wie habt ihr das gelöst?

mit nem headerfile das die Variante bestimmt
und if conditionen die den spezifischen abhängigen Code (oder seine 
Ersetzung) zur Kompilation freigibt

das ist je nach Projektgrösse dann wieder variabel,
manchmal sind komplette includes so ausgeklammert oder eben 
inkludiert...
manchmal nur eine funktion oder es ändert sich nur ein Wert

'sid

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