Hallo
Habe ein tragbares UKW Radio.
Wenn ich es mit Batterie betreibe und die
Antenne ausgefahren ist, habe ich guten Empfang.
Wenn ich nun den Netztrafo anschliesse, so wird
der Empfang um einiges besser. Egal ob es eingesteckt
ist oder nicht. Ist das normal bei Radios ? Dachte
dafür ist die Antenne da.
Klaus schrieb:> Hallo> Habe ein tragbares UKW Radio.> Wenn ich nun den Netztrafo anschliesse, so wird> der Empfang um einiges besser. Egal ob es eingesteckt
Das hängt bei UKW auch von den örtlichen Gegebenheiten ab und kann auch
wesentlich schlechter werden - Glück gehabt!
Bär schrieb:> Es gibt Mobilfone mit UKW-Radio die aber Kopfhörer voraussetzen. Rate> wozu.
Du hast anscheinend nicht ganz verstanden um was es geht.
Im Smartphone selbst gibt es keine antenne für UKW das Radio hingegen
hat eine eigene. Daher muss beim Smartphone halt das Kabel der Kopfhörer
herhalten.
Die Aussage das beim einstecken des Netzteil das Kabel als zweiter
dipolschenkel dient ist mit Sicherheit absolut richtig.
Den selben Effekt (teste das doch mal) erzielt er wahrscheinlich auch
mit einem Stück Draht am minuspol des batteriefach.
Mit dem Dipol klinkt logisch.
Das Netzteil ist ein Wechselstrom Netzteil.
Der Gleichrichter sitzt im Gerät. Müßte der nicht
den Empfang über das Kabel sperren ?
An den Minuspol der Batterie komme ich so nicht direkt
dran, kann es so nicht testen ob das damit auch geht.
Klaus schrieb:> Das Netzteil ist ein Wechselstrom Netzteil.> Der Gleichrichter sitzt im Gerät. Müßte der nicht> den Empfang über das Kabel sperren ?
Nö, ist so zu sagen mit Masse verbunden.
Aber mit einem Dipol an Kofferradios war es nicht so toll.
Praktisch war es keine wesentliche Verbesserung.
Die Industrie hatt das auch erkannt. Wurden dann nur noch mit einem Stab
hergestellt.
Klaus schrieb:> Müßte der nicht> den Empfang über das Kabel sperren ?
Nein. Abgesehen davon geht HF manchmal seltsame Wege.
Du kannst auch mal schauen ob du einen alten Kopfhörer findest.
Da kneift du die Spitze und den mittleren Ring ab, an der Masse solltest
du jetzt wie beim Netzteil mit einem Stück Kabel den gleichen Effekt
haben.(müsste auf Batterie Minus liegen, bzw. allgemein auf GND genauso
wie der gleichrichter)
Wenn du ganz geschickt bist kannst du auch einen Nagel im gleichen
Durchmesser abknipsen (spitze) und damit den Kontakt herstellen.
Sollte alles den gleichen Effekt haben. Also wenn es dich interessiert
einfach mal ein paar Versuche machen.
michael_ schrieb:> Die Industrie hatt das auch erkannt. Wurden dann nur noch mit einem Stab> hergestellt.
Wie mit externen Antenneneingängen. Gibts heute auch nur noch bei
weltempfänger und radios die bei UKW DX'ern gefragt sind.
Kilo S. schrieb:> Wie mit externen Antenneneingängen. Gibts heute auch nur noch bei> weltempfänger und radios die bei UKW DX'ern gefragt sind.
Muss man auch oft selber nachrüsten.
Auch bei DAB+ Radios fehlt der Externe Anschluss auch immer.
In den DAB+ Radios haben die Hersteller ein Coax Kabel vom Modul zur
Antenne verlegt und die Abschirmung im inneren mit der eingeklebten
Kupferfolie verbunden.
Kilo S. schrieb:> Wie mit externen Antenneneingängen. Gibts heute auch nur noch bei> weltempfänger und radios die bei UKW DX'ern gefragt sind.
Das Problem dabei ist wohl, das für Geräte mit Antennenbuchsen
verschärfte Störempfindlichkeitsregeln gelten. Diese Kosten
möchten sich die Hersteller gern sparen.
Harald W. schrieb:> Das Problem dabei ist wohl, das für Geräte mit Antennenbuchsen> verschärfte Störempfindlichkeitsregeln gelten. Diese Kosten> möchten sich die Hersteller gern sparen.
Das kann gut sein.
Michael M. schrieb:> Muss man auch oft selber nachrüsten.
Ich rede von echten Weltempfängern, nicht von taschenradios die sich so
nennen nur weil sie für überall auf der Welt theoretisch den passenden
Frequenzbereich haben. ;-)
Mein Grundig hat sogar einen Synchrondeterktorausgang. (Satellit 700)
Weltempfänger in richtig guter Qualität bekommst du heute auch nicht
mehr neu, dafür aber teils echt brauchbare SDR im taschenformat. Bzw.
mit OTG und SDR Stick bist du heute auch schon mit einem Tablet oder
handy recht gut gerüstet. Das größte ist da immer noch der upconverter
den man teils benötigt wenn man kein Direkt Sampling verwendet.
Klaus schrieb:
...
> Antenne ausgefahren ist, habe ich guten Empfang.> Wenn ich nun den Netztrafo anschliesse, so wird> der Empfang um einiges besser. Egal ob es eingesteckt> ist oder nicht. Ist das normal bei Radios ? Dachte> dafür ist die Antenne da.
Interessant. Das ist eine Sache, die mich jetzt schon längere Zeit
beschäftigt.
Ich habe mir einen kleinen AM-Sender gebaut.
Wenn ich den über Batterie betreibe, ist die Reichweite gering.
Aber wenn ich die Stromversorgung über das LNG einrichte, wird sehr viel
mehr an Energie abgestrahlt. Ebenso, wenn ich nur Batteriebetrieb mache
aber zugleich das Oszi (10MOhm) an die Antenne anschließe. Dann wiederum
vergrößert sich die Reíchweite erheblich.
Das Oszi betreibe ich ohne Netzmasse. Da muß wohl auf irgendeine Weise
die HF ihren Weg über den Trafo im Oszi ins Lichtnetz finden??
Ich habe mal einen kleinen Kondensator genommen und den zwischen
Steckdosenmasse und Batterieplus geschaltet. Dann ist wieder hohe
Abstrahlung des Senders möglich.
Seltsam, wie doch die HF recht sonderbare Wege geht??
Wenn eine Doppelnutbuchse für das Netzteil verbaut ist,
muss man das Kabel bestimmt entfernen,
um Empfangs-Unterschiede an der Batterieklemme zu erkennen.
In den Buchsen ist oft ein kleiner Umschalter drin,
der die Batteriespannung trennt, wenn das Kabel angeschlossen ist.
Die Batteriespannung wird nicht unterbrochen
wenn ein Netzteil eingesteckt wird.
Darüber kann man ja auch einen Akku laden, wenn
er im Gerät eingelegt wird.
Klaus schrieb:> Die Batteriespannung wird nicht unterbrochen> wenn ein Netzteil eingesteckt wird.> Darüber kann man ja auch einen Akku laden, wenn> er im Gerät eingelegt wird.
gut, dass man das Modell kennt :-)
juergen schrieb:> Da muß wohl auf irgendeine Weise die HF ihren Weg über den Trafo im Oszi> ins Lichtnetz finden??
Nicht nur das ist möglich.
Der AM sender wird ja irgendwo im LW/MW Bereich arbeiten, da ist
zusätzlicher Draht als antenne natürlich immer besser.
Je näher du mit der antennenlänge an L/4, L/2 usw.. kommst um so stärker
die Abstrahlung. Da kann eine hausverkabelung schon einiges helfen.
Kannst die antenne ja mal testweise mit einem koppelkondensator an PE
hängen. Oder an die Dachrinne, Blitzableiter oder die Heizungsrohre.
Man schaue sich einfach mal die Antennen bei einem MW Rundfunksender an.
(Google z.B. "Reusenantenne für MW").
Wenn man das sieht, wird klar, welche Dimensionen eine angepasste
Antenne für MW haben kann.
Für UKW gilt das Dipol-Prinzip (wurde ja schon geschrieben).
Die Teleskopantenne im Kofferadio ist immer nur eine Hälfte eines
Dipols.
Es wird ein Gegengewicht benötigt.
Also entweder eine zweite Dipolhälfte (75cm Draht an Masse) oder eine
gut leitfähige Unterlage.
Auf einem Garagendach aus Blech wird Dein Kofferradio auch ohne Netzteil
guten Empfang haben.
Beim Auto wird die Masse durch die Karosserie gebildet.
juergen schrieb:> Ich habe mal einen kleinen Kondensator genommen und den zwischen> Steckdosenmasse und Batterieplus geschaltet. Dann ist wieder hohe> Abstrahlung des Senders möglich.>
Ich habe was Falsches geschrieben. Das muß ich noch korrigieren:
Kleinen Kondensator (630V mit wenig nF) mit Außenleiter Lichtnetz
verbinden und mit der anderen Seite an die Batterie gehen.
Ob an B+ oder B-, weiß ich jetzt im Augenblick nicht mehr.
Antenne war, wie gehabt, etwa 2m lang.
Das hat eine ganze Menge mehr Abstrahlung gebracht.
Ich wohne im Miethaus oben unterm Dach. Ich denke, der lange Außenleiter
vom Lichtnetz bis nach unten hat zur erhöhten Sendeleistung beigetragen.
Wie jemand weiter oben schon geschrieben hat, wird der Außenleiter dann
wohl als Gegenstück zur eigentlichen Antenne wirksam werden.
@TO
Kannst' ja mal für deinen Fall ausprobieren; ob der Empfang bei dem
Versuch besser wird. Ich glaube nicht, daß mit einem 630V-Kondensator
sehr geringer Kapazität dein Empfänger Schaden nimmt.
Das Ergebnis würde mich interessieren.
LG Jürgen