Forum: Projekte & Code DAB+ Radio Optimierung


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von Martin S. (panik)


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Hallo Leute
dieses Projekt ist eigentlich nichts Großartiges. Ich möchte mehrere 
schwerwiegende Probleme der billigen DAB+ Radios (hier das DAB 
Denver-42) lösen.
Weiterhin möchte ich die Hersteller derartiger Schrotttechnik anprangern 
und hoffe auf Tipps wie man die Hersteller/Entwickler für so einen 
groben Unfug abstrafen kann.

Problem Nr.1
Man kann das Radio nicht einfach ein- bzw. ausschalten. Der Taster links 
in der oberen Reihe hat (eigentlich) diese Funktion und nennt sich 
„Power/Mode“. Leider hat die Taste eine Zweitbelegung. Das bedeutet, zum 
Einschalten muss man die Taste kurz drücken. Zum Ausschalten muss man 
die Taste länger gedrückt halten. Drückt man nur kurz drauf wechselt das 
Radio zwischen DAB- und FM-Modus. Das ist extrem nervig, man muss sich 
merken ob man jetzt kurz oder lang drücken muss. Macht man einen Fehler 
beim Ausschalten, dann ist gleich der Radio-Modus verstellt. Mit 
einfacher Bedienung hat das nichts zu tun. Mein Schwiegervater konnte 
dieses Bedienkonzept nicht fehlerfrei umsetzen. Er landete beim 
Ausschalten häufig im „FM-Modus“ und das Radio rauschte dann nur. 
Eigentlich hat er sich dieses ultramoderne Radio nur gekauft um das alte 
klapprige Küchenradio abzulösen. Mit dem neuen kam er aber nicht zurecht 
und wollte es „…aus dem Fenster schmeißen!“

Problem Nr.2
Da keine Steckdose in der Nähe ist soll das Radio mit Batterien 
betrieben werden (4xMignon). Nach dem Einlegen der Batterien lässt sich 
das Radio aber nicht wie oben beschrieben einschalten! Beim ersten 
Einschalten nach einem Batteriewechsel ist es erforderlich den Taster 
„Power/Mode“ für 4 Sekunden gedrückt zu halten. Mein Schwiegervater 
wollte das Radio erneut „…aus dem Fenster schmeißen!“
Wer jetzt meint „das ist doch nicht so schlimm, die Batterien wechselt 
man ja nicht alle paar Tage“ … dann bitte mal das Problem Nr.3 lesen:

Problem Nr.3
Schon nach 4 Tagen waren die Batterien leer obwohl das Radio nur ca. 
30min pro Tag läuft. Bei der Konfiguration habe ich eingestellt, das die 
Hintergrundbeleuchtung nach 10sec abschaltet, daran kann es also auch 
nicht liegen.
Also wieder neue Batterien eingelegt und wieder über Problem Nr.2 
gestolpert… und zack, nach 4 Tagen waren die Batterien wieder leer. Mein 
Schwiegervater wollte das Radio abermals „…aus dem Fenster schmeißen!“

Nachgemessen:
Beim Messen des Standby-Strom habe ich 20mA gemessen! Unfassbar.. damit 
ergibt sich tatsächlich eine Standby-Zeit von nur 4-6 Tagen!
Die anderen Werte sind o.k, im eingeschalteten Zustand 50mA und mit 
Display-Beleuchtung 90mA (bei Zimmerlautstärke)

Lösung:
Ich habe einen Kippschalter als Ein/Aus Schalter in das Gehäuse 
eingebaut. Diese trennt die Stromversorgung zur Batterie vollständig. 
(Standby-Problem gelöst)
Weiterhin habe ich einen Attiny13 zur Steuerung der Power/Mode Taste 
eingebaut, dieser kümmert sich um die Start-Prozedur damit das Radio 
nach dem „Einschalten“ automatisch angeht. Es ist also keine 
Taster-Orgie mehr nötig, Kippschalter betätigen und nach ca. 4 Sekunden 
dudelt das Radio 
Damit habe ich das Radio gerettet und eine vorzeitige Entsorgung 
verhindert, mein Schwiegervater ist begeistert.

Um der Rubrik „Projekte & Code“ zu entsprechen habe ich einen Schaltplan 
und den Code beigefügt. Mir ist klar, das die technische Umsetzung 
möglicherweise nicht den Komplexitätsanforderungen dieses Forums 
entspricht. Mir geht es vorrangig um Probleme mit der hoch gelobten 
modernen Technik. Der normale Anwender geht davon aus das die Technik 
immer besser wird und die Geräte kontinuierlich weiter entwickelt 
werden. In der Praxis hat man dann ein DAB-Radio in der Hand das im 
Standby-Betrieb nur 4 Tage durchhält. Auch ein „Bedienkonzept“ scheint 
nicht zu existieren. Man fragt sich wer diesen Schrott entwickelt hat 
und wer das Bedienkonzept erstellt hat. Weiterhin ist verwunderlich wie 
das Gerät von der Qualitätskontrolle des Entwicklerteams durchgewunken 
werden konnte, sitzen da tatsächlich gebildete Menschen?

Ein wichtiger Punkt ist auch die Umweltverschmutzung. Die Geräte sind 
dermaßen nervig das sie nach kurzer Nutzungsdauer entsorgt werden oder 
frustriert „ aus dem Femster geschmissen“ werden. In dieser kurzen 
Nutzungsdauer haben sie dann auch noch viele viele Batterien um die Ecke 
gebracht. Aus meiner Sicht ist das kriminell…
Wie seht ihr das?

: Bearbeitet durch User
von Ist egal... (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Ein wichtiger Punkt ist auch die Umweltverschmutzung. Die Geräte sind
> dermaßen nervig das sie nach kurzer Nutzungsdauer entsorgt werden oder
> frustriert „ aus dem Femster geschmissen“ werden. In dieser kurzen
> Nutzungsdauer haben sie dann auch noch viele viele Batterien um die Ecke
> gebracht. Aus meiner Sicht ist das kriminell…
> Wie seht ihr das?

Bin ebenfalls Deiner Meinung.

Radio MDR Sachsen Anhalt verlost seit ca. zwei oder drei Jahren im 
Abstand von einigen Wochen immer mal wieder ne' Palette von diesen 
supertollen,
modernen, rauschfreien, empfangsstarken Radioempfängern mit excellenter
Klangqualität.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Bei der Optimierung gleich auch einen Externen Antennenanschluss mit 
einplanen.
Wenn man noch alte VHF 3 Antennen auf dem Dach hat, so kann man damit 
perfekt weitere Muxe heranholen.

von Manfred (Gast)


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Ist egal... schrieb:
>> In dieser kurzen
>> Nutzungsdauer haben sie dann auch noch viele viele Batterien um die Ecke
>> gebracht. Aus meiner Sicht ist das kriminell…
>
> Radio MDR Sachsen Anhalt verlost seit ca. zwei oder drei Jahren im
> Abstand von einigen Wochen immer mal wieder ne' Palette von diesen
> supertollen,
> modernen, rauschfreien, empfangsstarken Radioempfängern mit excellenter
> Klangqualität.

Mit dem Ziel, den Westen zu unterwandern? Hier im Süd-Östlichen 
Niedersachsen findet mein DAB+-Taschenradio (Imperial Dabman 12) alle 
Regionalsender von MDR-SA, aber die eigentlich passenden NDR nur im 
Obergeschoß in Fensternähe. Schwarzwaldradio und sonstiger Müll 
interessiert mich nicht, ich will die Regionalnachrichten.

Mein Autoradio hat einen besseren Empfang, aber eine Runde um die 
benachbarten Dörfer kleiner 10km Luftlinie geht nicht ohne mehrfache 
Aussetzer. Auf UKW keinerlei Probleme!

Das DAB+ liegt auf dem Kramhaufen. Als ich es vor einer Weile mal 
benutzen wollte, längerer Stromausfall, war der Akku leer - das 40 Jahre 
UKW-Radio mit zwei Mignonzellen spielte.

von XYZ (Gast)


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Beim letzten Einkauf guckte mich auch so ein DAB-Dingens an.
Ich habe es liegenlassen.
Wie ich sehe, war das so richtig.

von Olaf (Gast)


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> Wie seht ihr das?

Kann dir nur zustimmen. Was heute so entwickelt wird ist vor allem vom
Design/Bedienung nur noch DRECK. Ich hab mich da schon mehrmals ueber
Autoradios aufgeregt. Sowas ist nicht gut fuer die Volksgesundheit weil
es unnoetig den Blutdruck steigert.

Aber es waere gut fuer die Umwelt wenn ihr alle ET-Ings seid. Ich 
jedenfalls kaufe nichts neues mehr sondern repariere einfach alles. :-)

Bloed ist das nur bei Sachen die es frueher so nicht gab. (z.B 
Autoradios mit integrierter Freisprecheinrichtung fuers Handy)

Ein weiterer Punkt der mich an diesen DAB-Radios EXTREM abtoernt, die 
aeusserst geringe Anzahl von Senderspeichern. Verstaerkt wird das ganze 
dadurch das man 1990 relativ selten einen Sender umschalten musste weil 
es damals noch keine Werbung im oeffentlichen ueberfinanzierten Radio 
gab, heute muss man das alle 10-15min machen wenn das Dummgedudel 
losgeht.

Bei meinem DAB-Autoradio (Kenwood) kommt noch hinzu das ein Umschalten 
von einem Sender auf einen anderen mehrere Sekunden braucht. Und zwar 
sowohl bei DAB wie auch bei UKW. Es gab mal Zeiten das konnten 
Programmierer zumindest die I2C-Register der PLL in Millisekunden 
umprogrammieren. Heute sind das alles unfaehige Schwachkoepfe die sicher 
bergeweise Libaries brauchen und eine Scriptsprache um selbst einen 
200Mhz Prozessor in die Knie zu zwingen.

Und wieso muessen solche Banalgeraete heute booten? 5-10s? Wieso?

Olaf

von Apollo M. (Firma: @home) (majortom)


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ich finde auch, die abschaltung von mittelwellensender ist eine 
kulturschande!

wir werden alle verhausschweint! netter begriff, habe ich vor drei tagen 
das erstemal gelesen.

von Trax (Gast)


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Olaf schrieb:
> Und wieso muessen solche Banalgeraete heute booten? 5-10s? Wieso?

Früher mussten die Röhren aufheizen, heute muss der Mikrocontroller 
booten. Es hat sich diesbezüglich also kaum was verändert.

von Helmut (Gast)


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Mittelwelle weg, kann man verkraften, gibt ja noch UKW, ABER
Wenn Spannungsausfall beim Netzversorger ist, dann funktioniert nicht 
mal mehr das Telefon mit den Super VoiceOverIP, wenn es länger andauert 
meistens auch die Handyversorgung nicht, dann kannst noch nicht mal die 
Feuerwehr oder den Notarzt rufen.

Eine Schande für die Notfall Behörden.

Haste bei den Schutzmasken/bekleidungen für das Krankenhaus und 
Altenheimen bei Corona gesehen.

Da ist eine schlechte Radioprogrammierung PillePalle....

Und noch zum Themaeröffner: Gute Arbeit, Respekt !

von Olaf (Gast)


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> heute muss der Mikrocontroller booten.

Ja, 100ms koennte ich akzeptieren.

Heute vermitteln mir viele Geraete den Eindruck als wenn da drin die 
Schluempfe wohnen und wenn man eine Taste drueckt dann spannt Papa 
Schlumpf die Pferde vor die Kutsche um damit die Audiodaten von der 
Antenne zum Lautsprecher zu transpotieren.

> Es hat sich diesbezüglich also kaum was verändert.

Doch doch. So von 1985 bis 2000 war es mal besser. Danach ging es steil 
bergab.

Olaf

von Marcus (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Ich möchte mehrere
> schwerwiegende Probleme der billigen DAB+ Radios

Tja, billig ist nun mal billig. Alle in der Kette wollen und müssen 
dennoch was verdienen. Die BOM dieses Gerätes ist natürlich noch weitaus 
niedriger als die Paar Euro fünfzig die Du da hingeblättert hast.

> Weiterhin möchte ich die Hersteller derartiger Schrotttechnik anprangern

Warum? Die Hersteller produzieren für mehrere Zielgruppen, auch für die 
die genau so etwas Billiges wollen! Irgendwie hat das Gerät ja auch den 
Weg in deine Familie gefunden!

> Mir geht es vorrangig um Probleme mit der hoch gelobten
> modernen Technik.

Was meinst Du mit moderner Technik? Die Halbleiter im Gerät? Die OFDM 
ohne die heute funktechnisch fast nichts mehr geht?  Ansonsten wirst Du 
immer billige Umsetzungen von "Technik" finden. Von der Klobrille über 
Auto bis zum Radio, in allen Zeiten. Früher wars der DKE38 oder ein 
1U11, genauso gab es auch gute und teuere Superhets. Später dann gabs 
auf der einen Seite die billigen UKW-Taschenradios und auf der anderen 
Seite richtig gute UKW-Tuner.


> Der normale Anwender geht davon aus das die Technik
> immer besser wird und die Geräte kontinuierlich weiter entwickelt
> werden.

Tut er, der Anwender, das? Ist Ihm nicht klar, das er das bekommt wofür 
er auch bezahlt? Bei der BOM deines Denvers kannst Du keine 
kontinuierliche Weiterentwicklung des Modells verlangen! Da gilt wie bei 
allen Billigprodukten "fire and forget".

> Ein wichtiger Punkt ist auch die Umweltverschmutzung. Die Geräte sind
> dermaßen nervig das sie nach kurzer Nutzungsdauer entsorgt werden

Dann kaufe die Billigprodukte doch nicht wenn Du finanziell nicht darauf 
angewiesen bist!

> Aus meiner Sicht ist das kriminell…
> Wie seht ihr das?

Nö! Es gibt eine Zielgruppe die so etwas will, also wird der Markt 
bedient. Da gehören immer zwei Seiten dazu, nämlich auch der Käufer der 
geizig nach solchen Billigsachen konstant Ausschau hält. Hatte ja schon 
geschrieben das das Gerät auch irgendwie den Weg in deine Familie 
gefunden hat! Zumindest da hat sich also jemand mit an der Sache 
schuldig gemacht, wenn Du meinst das wäre kriminell.

Gruß
Marcus

von Martin S. (panik)


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Hallo Marcus
In deiner Antwort beschreibst du das grundlegende Problem „Du kriegst 
was du zahlst“
Im Prinzip hast du recht, häufig ist billig halt Schei…

Allerdings sollte ein Entwickler ein wenig Entwickler-Ehre im Leib haben 
und grundlegende Techniken der Entwicklung beherrschen bzw. einsetzen. 
Ein batteriebetriebenes Gerät zu entwickeln das schlussendlich nicht für 
den Batteriebetrieb geeignet ist, das hat nichts mit billig kaufen zu 
tun. Der Entwickler kann die eingesetzten Chips und Displays einfach lt. 
Datenblatt in den Powerdown-Modus versetzen, das ist sein Job und hilft 
der Umwelt. Weiterhin hat auch das grottenschlechte Bedienkonzept nichts 
mit „billig“ zu tun. Die angeprangerte Funktion betrifft das EIN bzw 
Ausschalten…. und ist damit eine grundlegende Funktion nahezu jeden 
Gerätes. Grundlegende Funktionen sollten auch bei den billigsten Geräten 
funktionieren. Ich prangere nicht den abscheulichen Audio-Klang bzw. die 
schlechten Empfangseigenschaften an.

Gruß Martin

: Bearbeitet durch User
von Marcus (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Allerdings sollte ein Entwickler ein wenig Entwickler-Ehre im Leib haben
> und grundlegende Techniken der Entwicklung beherrschen bzw. einsetzen.

Das Entwickler in dem Preisbereich noch eine Entwickler-Ehre haben, 
kannst Du vergessen. Da hat der Wirtschaftler das Sagen, da geht es 
darum den BOM so niedrig zu machen, das solche Gerätepreise halt möglich 
sind.

> Ein batteriebetriebenes Gerät zu entwickeln das schlussendlich nicht für
> den Batteriebetrieb geeignet ist, das hat nichts mit billig kaufen zu
> tun.

Doch schon! Billig sind alte Chipsätze, Auslaufmodelle oder das was 
gerade günstig am Markt gekauft werden kann! Stromsparende DAB+ 
Empfängerchips die wochenlang mit einem Satz Batterien laufen gibt es 
bei den bekannten Herstellern, aber eben nicht zum Ramschpreis. 
Höherpreisige Geräte sind aber meist stationäre Radios, da sind diese 
"Stromsparer" dann auch nicht gerade relevant.

> Weiterhin hat auch das grottenschlechte Bedienkonzept nichts
> mit „billig“ zu tun.

Doch! Wenn Du in dem Bereich jeden zusätzlichen/überflüssigen Taster 
sparen kannst und möglichst zig Funktionen auf einen Taster packst und 
damit die Funktionen nur durch unterschiedlich langes Drücken erreichst, 
hast Du in der Masse reichlich gespart. Das das Bedienkonzept dann 
Schei... ist, ist halt die unmittelbare Folge von dem eben gesagtem.

> Grundlegende Funktionen sollten auch bei den billigsten Geräten
> funktionieren.

Tut es ja, nur nicht nach deinen Vorstellungen, Nutzungskonzepten oder 
Fingerfertigkeiten.

> Ich prangere nicht den abscheulichen Audio-Klang bzw. die
> schlechten Empfangseigenschaften an.

Hat die gleiche Grundlage wie die Bedienbarkeit.


Gruß

von thomas_m (Gast)


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Ich habe ein Sony XDR-V20D bekommen.
Habe erst gedacht, ah, zu teures DAB+ Radio mit integriertem Akku.
Aber dann kam der Aha Effekt.

Beim basteln im Keller habe ich 3 verschiedene DAB+ Radios (darunter 
auch ein Philips AE... das einen sehr guten Empfänger haben soll) 
versucht, ist sehr schwierig Empfang zu bekommen, geht aber an manchen 
Stellen.

Dann habe ich das Sony mit runter genommen, dabei viel mir schon auf, 
keine Aussetzer. Im Keller einfach hingestellt und spielt. Quasi egal 
wo. Dabei ist die Antenne nicht mal ausgezogen. Es ist damit schwierig 
einen Platz zu finden wo es nicht spielt.
Aber UKW Empfang ist dafür schwach, aber sunshine live kommt halt nur 
über DAB+ ;)
Mittlerweile sitzt es beim Autofahren als DAB+ Adapter auf dem 
Beifahrersitz. Funktioniert wesentlich besser als der ursprüngliche 
Adapter mit extra (Scheiben-)Antenne.

Das Gerät zeigt ständig Uhrzeit an. Nach 3Monaten könnte der Akku leer 
werden.

thomas_m

von Jens (Gast)


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Ich nehme euch gerne eure angeblich so schlechten DAB+Radios kostenlos 
ab, denn ich will nichts anderes mehr verwenden. Ich will keine 
aufwändige Dachantenne. Das Radio muss so in der Wohnung mit einfacher 
Stummelantenne funktionieren - und da sind bisher alle mir bekannten 
DAB+Radios den mir bekannten alten analogen Kisten überlegen. Ja ich 
gebs zu, ich habe keine analogen Radios für über 300 Euro.
Auch die Bedienung der digitalen Radios sagt mir mehr zu.

von Manfred (Gast)


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Jens schrieb:
> Ich nehme euch gerne eure angeblich so schlechten DAB+Radios kostenlos
> ab, denn ich will nichts anderes mehr verwenden. Ich will keine
> aufwändige Dachantenne. Das Radio muss so in der Wohnung mit einfacher
> Stummelantenne funktionieren - und da sind bisher alle mir bekannten
> DAB+Radios den mir bekannten alten analogen Kisten überlegen.

Große Schnauze und gute DAB-Abdeckung, vermutlich Berliner!

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Manfred schrieb:
> Große Schnauze und gute DAB-Abdeckung, vermutlich Berliner!

vergiß es... Das hat zu DDR-Zeiten durchaus bei Bananen und Negerküssen 
gestimmt, bei DAB+ und DVB-T jetzt aber nicht mehr.
Ich war damals schon beim Feldversuch von DAB ein wenig dabei.
Großer Vorteil sollte auch die lokale Information sein. Ja, damals 
konnte man  z.B. wirklich von einigen Kinos hier in Berlin den aktuellen 
Film nachsehen, falls man unterwegs überlegt hat, noch ins Kino zu 
fahren.
Das war dann schon mit der offiziellen Einführung Geschichte und mehr 
Werbung brauche ich nicht wirklich.

Gruß aus Berlin
Michael

von Manfred (Gast)


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Michael U. schrieb:
>> Große Schnauze und gute DAB-Abdeckung, vermutlich Berliner!
>
> vergiß es... Das hat zu DDR-Zeiten durchaus bei
> Bananen und Negerküssen gestimmt,

Nicht nur bei Bananen, ich hatte Verwandtschaft in der Nähe Berlins. Bin 
ich aber zu DDR-Zeiten nur einmal dort gewesen, die Einreise war recht 
aufwendig.

> bei DAB+ und DVB-T jetzt aber nicht mehr.

Das ist falsch. Eine Weile vor Einführung von DVB-T hatte ich ein 
Gespräch mit einem Techniker von T-Systems (?), der meine Bedenken 
teilte und es später genau so kam: Andere Standorte, reduzierte 
Sendeleistung und damit schlecht versorgte Gebiete, die jahrelang analog 
kein Problem hatten.

Mit DVB-T2 ist es hier besser geworden, aber noch immer idiotisch.

> Ich war damals schon beim Feldversuch von DAB ein wenig dabei.
> Großer Vorteil sollte auch die lokale Information sein.

Du kennst die Situation im Sendebereich des NDR abseits der Stadtkerne?
Die Abdeckung hier im südöstlichen Niedersachsen ist ungenügend, was 
nicht wundert, wenn man sich die Senderstandorte anschaut. MDR-SA bläst 
vom Brocken, NDR hat es nicht nötig, DAB vom bewährten Torfhaus zu 
senden.

Lokale Information, abhaken - das für meinen Bereich zuständige 
Landesstudio sendet nur UKW, hat keinen DAB-Sender.

> Gruß aus Berlin

Es war sicherlich unfreundlich formuliert, aber Berlin ist nicht 
Deutschland, da wurde sowohl bei DVB als auch DAB frühzeitig ausgebaut. 
Muss auch so sein, damit die xxx im Politbüro glauben, dass es 
funktioniert und weitere Gelder dafür zu verbrennen sind.

Wie ich schon anderweitig schrieb: Ich bekomme mit DAB die 16km zur 
Arbeit nicht aussetzerfrei hin, wohl aber mit UKW.

von Rubi (Gast)


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Hallo Zusammen,

könnte jemand von euch vielleicht so nett sein und den Code als Sketch 
für Arduino zur Verfügung stellen? Oder gibt es eine Lösung das bas-File 
per Arduino auf einen Attiny13a zu bringen?

Wäre euch sehr dankbar für eine Lösung, da ich selbes Radio/Problem 
besitze.

Danke!
VG Rubi

von oerks (Gast)


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Gerade im Deutschlandfunk gehoert:
"10 Jahre DAB+"
"UKW wird abgeschaltet"

Das glaube ich ja nicht.
Das DAB+ koennen sie sich sonstwohin schieben.

Fakenews: In 5 Jahren kommt DAB++.
Natuerlich voellig inkompatibel zu DAB+.
Kennt man ja.

von oerks (Gast)


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P.S.:
Wenn der "offizielle" Teil von UKW abgeschaltet wird,
brechen die besten Zeiten der Piratensender an!

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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oerks schrieb:
> P.S.:
> Wenn der "offizielle" Teil von UKW abgeschaltet wird,
> brechen die besten Zeiten der Piratensender an!

Hier im Nordwesten kann man bereits einige Piraten zu den Wochenenden 
und auch Feiertags hören.
Aber irgendwie hab ich das Gefühl, das die auch nur dasselbe spielen aus 
Hitzz und Schlager.

von oerks (Gast)


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> Aber irgendwie hab ich das Gefühl, das die auch nur dasselbe spielen aus
> Hitzz und Schlager
In meinem Autoradio steckt ein 8 GB USB-Proempel.
Der ist mit 6.5 GB nicht mal ganz voll, und reicht fuer eine
Playliste von ca. 4000 Titeln.

Dazu noch ein paar Jingles und fertig waere das Piratenradio.

Und richtig, bei den Doedelradios auf UKW kommt da hoecstens
noch nervende Werbung dazu...

Was offiziellen Stellen aber ueberhaupt nicht gefallen duerfte,
wenn dort noch jemand und noch jemand seine Meinung aeussert,
Und das voellig unreguliert. ;)

von g457 (Gast)


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> Fakenews: In 5 Jahren kommt DAB++.
> Natuerlich voellig inkompatibel zu DAB+.

Andersrum wird Fakenews draus: "DAB++ wird kompatibel sein zu DAB+". 
Aber wer braucht schon DAB - DAB in der ersten Version war 
grottenschlechte, DAB+ ist einfach nur schlecht, wie kann man da 
erwarten dass ein zukünftiger kurzlebiger DAB-Standard für mehr taugt 
als wie Kopfschmerzen - wenn UKW weg ist, dann regelt halt stattdessen 
Blauzahn.

> Wenn der "offizielle" Teil von UKW abgeschaltet wird, brechen die besten
> Zeiten der Piratensender an!

Was ändert sich durch eine Abschaltung? Ist bisher eine 
Ordnungswidrigkeit, und wird auch zukünftig eine sein. Und gar nicht mal 
so billig, ich meine bis 500k€(!). Und die GEMA meldet sich womöglich 
auch noch.

von D. J. (basteldag)


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Rubi schrieb:
> Hallo Zusammen,
>
> könnte jemand von euch vielleicht so nett sein und den Code als Sketch
> für Arduino zur Verfügung stellen? Oder gibt es eine Lösung das bas-File
> per Arduino auf einen Attiny13a zu bringen?
>
> Wäre euch sehr dankbar für eine Lösung, da ich selbes Radio/Problem
> besitze.
>
> Danke!
> VG Rubi

In der Bascom-IDE eine Hex erstellen, dann mit Arduino-IDE brennen.
Oder übersetzen, ist ja nicht viel.

: Bearbeitet durch User
von Rubi (Gast)


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D. J. schrieb:
> In der Bascom-IDE eine Hex erstellen, dann mit Arduino-IDE brennen.
> Oder übersetzen, ist ja nicht viel.

Ich hätte zwar jetzt eine HEX Datei erstellt, aber Arduino-IDE nimmt es 
so nicht an. Kannst du mir weiterhelfen?

Danke,
VG Rubi

von melder (Gast)


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von Rubi (Gast)


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von W.S. (Gast)


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Martin S. schrieb:
> In dieser kurzen
> Nutzungsdauer haben sie dann auch noch viele viele Batterien um die Ecke
> gebracht. Aus meiner Sicht ist das kriminell…
> Wie seht ihr das?

Das ist der übliche Kapitalismus.
Hier im konkreten: Der Versuch, in der Anfangszeit während eines Hypes 
mit schnell entwickelten Produkten ebenso schnelles Geld zu machen. 
Schneller Ramsch in anderen Worten.

Mit sauber und bedachtvoll konstruierten Gerätschaften hat so etwas 
wenig zu tun, was sich gerade bei DAB bzw. dem dazu inkompatiblen DAB+ 
schon im gewählten Sendeverfahren findet, das im Grunde eine Verlagerung 
von der Sendeleistung beim Programm-Sender hin zu Dekodierleistung im 
Empfänger mit sich bringt.

W.S.

von Peter D. (peda)


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Martin S. schrieb:
> Ich habe einen Kippschalter als Ein/Aus Schalter in das Gehäuse
> eingebaut. Diese trennt die Stromversorgung zur Batterie vollständig.

Dann hast Du Glück, daß sich Dein Gerät die Laustärke merkt.
Mein DAB-Radio geht nach Netzausfall immer auf Maximum.

Martin S. schrieb:
> Auch ein „Bedienkonzept“ scheint
> nicht zu existieren.

Kann ich nur bestätigen. Auch mein DAB-Radio ist in Sachen Bedienung der 
größte Mist. Eine Bedienungsanleitung gibt es quasi nicht. Die wenige 
Beschreibung ist obendrein fehlerhaft, d.h. die Tasten reagieren anders.
Favoriten kann man nicht anlegen und auch nicht ungewünschte Sender 
löschen. Da ich 2 Sender mag, habe ich mir damit beholfen, daß ich den 
einen auf DAB und den anderen auf UKW höre.

von Joachim B. (jar)


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Marcus schrieb:
> Später dann gabs
> auf der einen Seite die billigen UKW-Taschenradios und auf der anderen
> Seite richtig gute UKW-Tuner.

die im Kabel Dank Abschaltung von analog getötet wurden!
Fahrt mal mit DAB durch Thüringen, immer wenn eine Verkehrsdurchsage 
kommt, kommt auch ein Tunnel & digitale Stille, das kenne ich von UKW FM 
nicht, sicher es wird rauschig aber die Durchsage hört man noch!
Senderwechsel? bei meinem DAB sonie ab Werk muss ich erst ins Menü und 
den Kanal wechseln, nichts mit Sendersuchlauf am Lenkrad. Mir scheint 
keiner testet mehr auf Benutzerfreundlichkeit, Hauptsache die Boni & das 
Marketing blabla stimmt.

: Bearbeitet durch User
von A. B. (funky)


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Also DAB ist für mich der Rohrkrepierer schlechthin. Klar ist das 
theoretisch toll, aber praktisch hab ich da keinen regionalen Kanal. 
Bringt mir irgendwie nix.

Und von den paar Kanälen die man da hat, interessieren mich 80% 
nicht(ok, das ist nicht die Schuld von DAB+)

Auch wenns rauscht, bleibe ich da lieber bei UKW oder Internetradio

von 900ss D. (900ss)


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thomas_m schrieb:
> Aber dann kam der Aha Effekt

Danke für den Tipp. Ich hab es mir daraufhin gekauft und bin positiv 
überrascht. Selten bei den heutigen Consumergeräten.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Die einzige Optimierung die ich bei den DAB+ Empfänger vornehme ist der 
Einbau einer Externen Antennenbuchse.
Nur mit Teleskopantenne ist der Empfang oft nur sehr unbefriedigend.
Man hat selbst bei Ortssender noch Aussetzer und auch das verbaute 
Schaltnetzteil stört sehr oft den Empfang.

Mit alten TV VHF III Antennen geht da einiges.
Eine Horizontal und eine Vertikal mit Umschalter und mit Rotor geht DAB 
DX sehr gut.

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