Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Stereomikroskop löten


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von Jut (Gast)


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Ich wollte mal fragen ob jemand dieses Mikroskop kennt und es zum SMD 
löten empfehlen kann?

https://www.amazon.de/dp/B07K9DNSTG/ref=cm_sw_r_em_api_i_dlC_Bs-NFbJCCF7GH?_encoding=UTF8&psc=1

von oszi40 (Gast)


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Nur für Heimwerker oder richtige Arbeit?
Auch Licht und optische Tiefenschärfe sind Auswahlkriterien, da Bauteile 
eine Höhe haben.

von g457 (Gast)


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> Ich wollte mal fragen ob jemand dieses Mikroskop kennt und es zum
> SMD löten empfehlen kann?

Ja. Taugt, allerdings ist das Sichtfeld sehr winzig. Etwas richtig 
taugliches wie z.B. Amscope sm-3/sm-4 kostet grob das Doppelte.

von PlatinenLöter (Gast)


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Habe das Teil auch und kann nicht meckern.
Die Rezensionen die dort zu lesen sind kann ich bestätigen.

Für mich wichtig ist freie Höhe unter der Optik um dort
mit Werkzeug arbeiten zu können.

Mikroskop wird sehr sogfältig verpackt geliefert, viel Styropor.
China-Produkt, nicht immer gut aber diesmal schon.

von Manfred (Gast)


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PlatinenLöter schrieb:
> Habe das Teil auch und kann nicht meckern.
> Die Rezensionen die dort zu lesen sind kann ich bestätigen.

Rezensionen, na ja ...

Auf dem Bild scheint es baugleich dem Bresser Biorit, was man 
anderweitig um 260 Euro bekommt und es wohl mehrere Leute aus dem Forum 
haben (auch ich).

> Für mich wichtig ist freie Höhe unter der Optik um dort
> mit Werkzeug arbeiten zu können.

Bei 10x genügt die, mit 20x kann ich nicht arbeiten.

Wenn das Geld lockerer säße, würde ich mir ein Mikroskop mit stufenloser 
Verstellung der Vergrößerung wünschen.

> Mikroskop wird sehr sogfältig verpackt geliefert, viel Styropor.
> China-Produkt, nicht immer gut aber diesmal schon.

Jou, genau so erwartet Amazon seine Rezensionen und der Chinahändler 
schickt einen Gutschein.

Es könnte sich lohnen, eine Internetsuche nach "Amscope" zu machen, 
Amazon ist problemarm, aber leider nicht immer der billigste.

von PlatinenLöter (Gast)


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Manfred schrieb:
> Jou, genau so erwartet Amazon seine Rezensionen und der Chinahändler
> schickt einen Gutschein.

Hab mit keinem was zu tun ... aber so wird einem als ehrlicher
Beitragsschreiber das Wort im Mund herumgedreht. Danke dafür.

Also wie man es macht ist es verkehrt. Da braucht man gar nix
mehr schreiben. So gesehen ist jeder Beitrag auf die Frage
des TO für die Katz. Nochmals Danke.

von Gerald K. (geku)


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Ich habe dieses Gerät seit kurzem in Verwendung und bin sehr zufrieden 
damit. Ich verwende nur die 10 fache Vergrößerung.

Vorteile :

- sehr gute Standfestigkeit, da sehr schwer
- gute Ausleuchtung des Arbeitsfeldes und damit gute räumliche 
Darstellung, keine Schatten.
- großer Abstand zum Arbeitsfeld macht Lötarbeiten und Kontrolle 
einfach. Das war bei meiner
 LED-Lupenleuchte nicht gegeben und störte mich am meisten. Auch die 
Verzerrung des Arbeitsfeldes ist wesentlich geringer als bei der 
Lupenleuchte und erleichter das Aufsuchen der Lötstelle mit der 
Lötkolbenspitze.
- scharfes 3d Bild, bin gespannt wie sich Lötdämpfe darauf auswirken
- nicht zuletzt ließ mich der gute Preis zum Kauf dieses Gerätes 
bewegen. Ich habe es bis jetzt nicht bereut.

von PlatinenLöter (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Ich habe es bis jetzt nicht bereut.

Vorsicht, wenn du so positiv schreibst bist auch du in den
Augen des Beitrags-Schreibers >Manfred< sofort ein bezahlter
Rezensions-Knecht von Ali, Amazon und allen China-Anbietern.

von Gerald K. (geku)


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PlatinenLöter schrieb:
> Vorsicht, wenn du so positiv schreibst

Bedenken habe ich mit der Verschmutzung der Linsen. Welches Auswirkung 
hat die Reinigung dieser auf die Bildqualität, da mit der Reinigung 
vermutlich die Beschichtung der Glasoberfläche zerstört wird. Das war 
bei der Lupenleuchte kein Problem.
Hat jemand Erfahrung damit. Um dies zu Beurteilen besitze ich des Gerät 
zu kurz.

Bei wesentlich teueren Geräten tritt das Problem vermutlich genau so 
auf, oder?

: Bearbeitet durch User
von Zeno (Gast)


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Das Mikroskop habe ich selber und kann es weiter empfehlen. Positiv ist 
der relativ große Abstand zwischen Objektiv und Objekt, wodurch man 
genügend Platz zum Hantieren hat, das Arbeiten mit dem Lötkolben unter 
dem Mikroskop ist also kein Problem. Negativ ist, wie schon erwähnt, das 
nicht allzu große Bildfeld, wodurch man genötigt ist das Objekt zu 
verschieben, was dann auch in aller Regel ein leichtes Nachregulieren 
der Schärfe erfordert, weil Tiefenschärfe einen Tacken zu gering ist. 
Dies wäre ein 2. Minus.

Dennoch läßt es sich mit 10facher Okularvergrößerung (die 20fache habe 
ich noch ne gebraucht) gut arbeiten. Das Preis-/Leistungsverhältnis 
Gerätes ist in Ordnung und für Privat ist es definitiv ausreichend. Wer 
hingegen den ganzen Tag am Mikroskop sitzen muß der sollte ein paar 
Euros mehr in die Hand nehmen, aber dann ist man auch schnell mehr als 
beim Doppelten des Preise. Ein gutes Steromikroskop von Zeiss bekommt 
man gebraucht für ca. 700€, die sind natürlich top.

von Gerald K. (geku)


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PlatinenLöter schrieb:
> Die Rezensionen die dort zu lesen sind kann ich bestätigen.

Wichtig ist es mit den negativen Rezensionen zu lesen zu beginnen. Sind 
das Ausreißer bzw. Montagsgeräte oder gibt es Designschwächen. 
Vielleicht beginnt mit der Zeit meine Euphorie abzuklingen. Aber ich 
habe mir schon sehr oft die Finger unter der Lupenleuchte verbrannt.

von oszi40 (Gast)


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Manfred schrieb:
> Es könnte sich lohnen, eine Internetsuche nach "Amscope" zu machen,

Der Daten-Vergleich zeigt, daß dieses Amsc*pe stufenlos einstellbar ist 
und eine Ringleuchte als Beleuchtung hat. Für mehr Geld also mehr 
Leistung. Ob ein Heimwerker das für 532€ wirklich braucht?

von Manfred (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Der Daten-Vergleich zeigt, daß dieses Amsc*pe stufenlos einstellbar ist
> und eine Ringleuchte als Beleuchtung hat. Für mehr Geld also mehr
> Leistung. Ob ein Heimwerker das für 532€ wirklich braucht?

Ich finde z.B. das:
https://www.hogetex.de/optik/mikroskope-und-zubehor/stereomikroskop-mit-auflichtbeleuchtung-und-extralangem-arbeitsabstand-st-50

von Gerald K. (geku)


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Manfred schrieb:
> Ich finde z.B. das:
> 
https://www.hogetex.de/optik/mikroskope-und-zubehor/stereomikroskop-mit-auflichtbeleuchtung-und-extralangem-arbeitsabstand-st-50

1 cm Gesichtsfeld ist nicht viel.

Wobei das  vom TO angegebene Mikroskop bei 10x Vergrößerung auch nur 1,5 
cm Gesichtsfeld bei einem Arbeitsabstand von 22cm aufweist.
Beim ST-50  könnte ich keine Angaben über den Arbeitsabstand finden.

: Bearbeitet durch User
von Jut (Gast)


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Danke euch vielmals für die vielen Infos. Kann mir jemand sagen wie groß 
die Tiefenschärfe ist?

Kann für meine Hobbyansprüche ansonsten nichts negatives lesen oder gibt 
es eine bessere und günstigere Alternative? Mir reicht theoretisch eine 
6x Vergrößerung.

Danke und VG

von Percy N. (vox_bovi)


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Jut schrieb:
> Kann mir jemand sagen wie groß die Tiefenschärfe ist?

Vermutlich nicht, zumal Du kein Kriterium mitgeteilt hast.

von Jut (Gast)


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Naja sagen wir mal bei 10x Vergrößerung.

von Percy N. (vox_bovi)


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Das besagt immer noch nicht, wie groß das tolerierbare 
Beugungsscheibchen sein darf. Im Prinzip beträgt die Schärfentiefe 
regelmäßig etwa 0.

von HildeK (Gast)


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Jut schrieb:
> Kann mir jemand sagen wie groß
> die Tiefenschärfe ist?

Tiefenschärfe und Gesichtsfeld sind direkt abhängig von der 
Vergrößerung. Bei hohen Vergrößerungen ist da schnell bei 1mm Schluss. 
Schon deshalb würde ich eine Zoom-Variante wählen.
Ich habe leider keines, wünschen würde ich mir das AmScope SM-4B mit der 
0.5x Vorsatzlinse (leider dann ca. 450€). Damit ist der 
Vergrößerungsbereich 3.5-22.5, wobei man den Bereich um 20fach fast 
nicht mehr braucht.
Diese Erfahrung habe ich mit einem Leica M60 aus meiner aktiven Zeit 
gewonnen.

von Gerald K. (geku)


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Jut schrieb:
> Kann mir jemand sagen wie groß die Tiefenschärfe ist?

Ich kann es anhand des begefügten Fotos beschreiben.

Lötstellen und Aufdrucke von SMD Bauelemente auf der Baisleiterplatte 
werden scharf dargestellt und sind sehr gut lesbar.

Die Aufschrift des gesockelten MSP430 ist gerade noch lesbar ohne den 
Fokus anzupassen.

Bauelemente auf dem Submodul mit 8266-1 sind unscharf.

Die Bezeichnung AL2G4-B passt gerade noch ins Gesichtsfeld.

Die Tiefenschärfe ist um einiges schlechter als beim Foto.

Fazit : zum Löten und Beurteilung der Lötstellen reichen Tiefenschärfe 
und Gesichtsfeld bei weitem aus.

von Gerald K. (geku)


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HildeK schrieb:
> Schon deshalb würde ich eine Zoom-Variante wählen.

Fürs Hobby ist die Zoomvariante leider zu teuer, aber auch nicht 
wirklich notwendig. Statt zu zoomen kann man sehr leicht die Ebene der 
scharfen Abbildung verschieben. Da das Mikroskop schwer ist kann man das 
leicht durchführen, ohne dieses mit der anderen Hand zu halten. Der 
Gesichtsfeldausschnitt bleibt erhalten.

von Mücke (Gast)


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PlatinenLöter schrieb:

> Die Rezensionen die dort zu lesen sind kann ich bestätigen.

Danke für Deine Warnung vor dem Kauf.

Bewertung Zitat: imposible ajustar

von Gerald K. (geku)


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Percy N. schrieb:
> Das besagt immer noch nicht, wie groß das tolerierbare
> Beugungsscheibchen sein darf. Im Prinzip beträgt die Schärfentiefe
> regelmäßig etwa 0.

Wird die Tiefenschärfe nicht auch durch die Ausleuchtung des Objekts 
bestimmt?
Die Pupille des Auges wirkt als Blende. Je heller das Objekt, umso 
kleiner die Pupille und umso größer die Tiefenschärfe.

Die beiden Ledleuchten links und recht vom Objekt leuchten dieses sehr 
gut aus.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jut schrieb:
> Ich wollte mal fragen ob jemand dieses Mikroskop kennt und es zum SMD
> löten empfehlen kann?

10fache Vergrößerung ist schon ein bisschen groß.

Habe hier den Luxus eines Zoom-Objektivs und arbeite meistens nur 
4,5fach.

Aber richtig, Zoom ist schon etwas teurer.

Gerald K. schrieb:
> Bedenken habe ich mit der Verschmutzung der Linsen.

Auf Arbeit haben wir das Problem, aber interessanterweise gar nicht so 
sehr am Objektiv, sondern vor allen innen am Prisma. Das lässt sich aber 
mit etwas Platinenreiniger und einem Stück Küchentuch gut reinigen.

von Spess53 (Gast)


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Hi

>10fache Vergrößerung ist schon ein bisschen groß.

Deshalb habe ich mir für das Bresser Biorit noch ein 0,5er Objektiv 
zugelegt. Zusammen mit den 10er Okularen kommt man auf 5 fache 
Vergrößerung.

MfG Spess

von Gerald K. (geku)


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Spess53 schrieb:
> Bresser Biorit

23 cm Arbeitsabstand vom Sockel sind gut. Aber wie groß ist der Abstand 
vom Objektiv zur Arbeitsfläche?

Das Swift SS-41 Stereomikroskop hat 17 cm Arbeitsabstand vom Sockel und 
einen Abstand zum Objektiv von 22 cm!

von Spess53 (Gast)


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Hi

> Aber wie groß ist der Abstand vom Objektiv zur Arbeitsfläche?

Beim Biorit ebenfalls 22cm.

MfG Spess

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wobei – je nach Körpergröße – zu viel Abstand auch wieder nicht so gut 
ist: man muss dann den Stuhl höher stellen, als es ergonomisch sinnvoll 
ist. Mit irgendwas um die 10 … 15 cm kann man durchaus problemlos 
arbeiten, ohne dass man mit dem Lötwerkzeug die ganze Zeit gegen das 
Mikroskop fuchtelt.

von Gerald K. (geku)


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Jörg W. schrieb:
> Wobei – je nach Körpergröße – zu viel Abstand auch wieder nicht so gut
> ist: man muss dann den Stuhl höher stellen, als es ergonomisch sinnvoll
> ist.

Ja, dass ist richtig ich muss den Bürosessel auf die höchste Stufe 
stellen. Damit passen die Füße nicht unter den Schreibtisch. Ist 
gewöhnungsbedürftig, aber kein essentieller Nachteil. Ich würde sagen 
der Vorteil des größeren Arbeitsabstand wiegt den Nachteil auf, zumal 
die Absaugeineichung besser wirkt.

von HildeK (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Fürs Hobby ist die Zoomvariante leider zu teuer, aber auch nicht
> wirklich notwendig. Statt zu zoomen kann man sehr leicht die Ebene der
> scharfen Abbildung verschieben.

Zu teuer, leider ja, da stimme ich dir zu.
Aber mit dem Zoom veränderst du die Vergrößerung, nicht die 
Schärfeebene. Die ist auch bei einem ohne Zoom verstellbar, einfach 
durch eine Höhenverstellung des Mikroskops. Und die sollte jedes Teil 
haben.

von Gerald K. (geku)


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HildeK schrieb:
> Zu teuer, leider ja, da stimme ich dir zu.
> Aber mit dem Zoom veränderst du die Vergrößerung, nicht die
> Schärfeebene. Die ist auch bei einem ohne Zoom verstellbar, einfach
> durch eine Höhenverstellung des Mikroskops. Und die sollte jedes Teil
> haben.

Genauso so ist es, da bei ich leider unverständlich ausgedrückt.

Gerald K. schrieb:
> Statt zu zoomen kann man sehr leicht die Ebene der
> scharfen Abbildung verschieben.

Bleibt beim Zoomen, die Ebene der maximalen Schärfe unverändert, oder 
muss man die zusätzlich nachjustieren?

HildeK schrieb:
> Die ist auch bei einem ohne Zoom verstellbar, einfach
> durch eine Höhenverstellung des Mikroskops. Und die sollte jedes Teil
> haben.

Das lässt sich bei diesem Gerät, mittels beidseitiger Rändelschrauben, 
leicht verstellen. Die Bildgröße und Ausschnitt bleibt unverändert.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerald K. schrieb:
> Bleibt beim Zoomen, die Ebene der maximalen Schärfe unverändert, oder
> muss man die zusätzlich nachjustieren?

Bei einer guten Optik im Prinzip ja (wie bei Kamera-Zoom-Objektiven 
üblich). Leider scheint das bei Mikroskopen nicht so gut zu 
funktionieren. Mein eigenes (explizit als "parafokal" bezeichnetes) 
schafft es nur fast, bei dem bei uns in der Firma muss man doch ein 
bisschen mehr nachjustieren. Ich vermute, wenn man eine Größenordnung 
mehr an Geld investiert, funktioniert es auch dahingehend ordentlich. 
:-)

von Gerald K. (geku)


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Jörg W. schrieb:
> Ich vermute, wenn man eine Größenordnung
> mehr an Geld investiert, funktioniert es auch dahingehend ordentlich.

Da muss man mit einen 4 stelligen Eurobereich rechnen.
Und man weiß es im Vorhinein nicht ob es zufriedenstellend funktioniert. 
Erst nach dem Kauf wird man schlauer.

Jörg W. schrieb:
> Auf Arbeit haben wir das Problem, aber interessanterweise gar nicht so
> sehr am Objektiv, sondern vor allen innen am Prisma. Das lässt sich aber
> mit etwas Platinenreiniger und einem Stück Küchentuch gut reinigen.

Dazu muss man die Optik zerlegen. An die Optik und schon gar nicht bei 
einer Zoomoptik trau ich mich nicht heran. Wird auch vom Hersteller 
ausdrücklich abgeraten.

Ich hatte einem einen russischen Militärfeldstecker 50x20.
War gut zum Beobachten des Sternenhimmels. Den habe ich gereinigt, mit 
dem Erfolg, dass ich jetzt doppelt so viele Sterne am Himmel sehe.

Daher habe ich, im Gegensatz zur Elektronik oder Software, scheue an 
einer Optik herum zu schrauben.

: Bearbeitet durch User
von wendelsberg (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Da muss man mit einen 4 stelligen Eurobereich rechnen.
> Und man weiß es im Vorhinein nicht ob es zufriedenstellend funktioniert.
> Erst nach dem Kauf wird man schlauer.

In dem Preisbereich sollte man einen Haendler finden, bei dem man das 
vorher testen kann.

wendelsberg

von oszi40 (Gast)


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wendelsberg schrieb:
> einen Haendler finden, bei dem man das vorher testen kann.

Dann sollte man gleich mehrere nebeneinander sitzend testen. Es ist ja 
nicht nur die optische Qualität. Die Arbeitshöhe sollte ja so sein, dass 
die Füße noch den Boden erreichen, da sonst auf Dauer die Durchblutung 
der Beine leidet.

Gerald K. schrieb:
> Bleibt beim Zoomen, die Ebene der maximalen Schärfe unverändert, oder
> muss man die zusätzlich nachjustieren?

Das hängt etwas von der benutzten Brennweite und ausreichend guter 
Beleuchtung ab. Schärfentiefe verbessert sich bei viel Licht. 2 
LED-Funzeln als Lichtzange sind da kaum ausreichend. Ringleuchte ist 
besser.
Bevor Ihr als Heimwerker viel Geld in ein Mikroskop investiert, solltet 
Ihr eine bessere GLAS-Lupe mit LED haben (12€). Das hilft schon in 
leichten Fällen und an Orten, wo man sonst mit dem Mikroskop nie hin 
kommt.

von Gerald K. (geku)


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wendelsberg schrieb:
> In dem Preisbereich sollte man einen Haendler finden, bei dem man das
> vorher testen kann.

Und dann hoffen, dass das verpackte Gerät genauso gut wie das 
Vorführgerät ist. Darum habe ich bei Monitore immer das Vorführgerät 
genommen, um mich dann nicht mit Pixelfehler herum streiten zu müssen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerald K. schrieb:
>> Auf Arbeit haben wir das Problem, aber interessanterweise gar nicht so
>> sehr am Objektiv, sondern vor allen innen am Prisma. Das lässt sich aber
>> mit etwas Platinenreiniger und einem Stück Küchentuch gut reinigen.
>
> Dazu muss man die Optik zerlegen.

Nö, zumindest nicht bei den beiden, die ich kenne. Ja, man muss ein paar 
Schrauben lösen, aber mehr nicht. Man nimmt dann den ganzen 
Okularaufsatz raus und das Prisma kommt zum Vorschein. Die Zoom-Mimik 
bleibt in sich als "Black box" komplett zusammen.

von Gerald K. (geku)


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oszi40 schrieb:
> Ihr eine bessere GLAS-Lupe mit LED haben (12€). Das hilft schon in
> leichten Fällen und an Orten, wo man sonst mit dem Mikroskop nie hin
> kommt.

Ich habe vor dem Stereomikroskop schon eine GLAS-Lupe mit LED-Ring 
gehabt.
War für Lötarbeit mehr oder weniger unbrauchbar. Der Arbeitsabstand war 
zwischen 5 und 10 cm. Die Lupe war immer schräg zum Objekt und damit 
waren die Verzerrungen sehr groß. Ich habe mir nicht nur einmal die 
Finger beim Löten verbrannt.

von Gerald K. (geku)


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Jörg W. schrieb:
> Die Zoom-Mimik
> bleibt in sich als "Black box" komplett zusammen.

Also kein Problem mit der optischen Achse, die gerade bei 
Stereo-Mikroskope und Feldstecher sehr wichtig ist.

von oszi40 (Gast)


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Gerald K. schrieb:
> Die Lupe war immer schräg zum Objekt und damit waren die Verzerrungen

Ja, es gibt verschiedene Lupen. Meine alte Zeiss-Lupe mit Ständer auf 
Arbeit hat echtes Glas und die Heimwerker-Plaste-Lupe von Westfalia ist 
auch riesengroß und hat dagegen optische "Qualitäten" wie Sandkörner und 
am Rand total verzerrt.

von sepp222 (Gast)


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Wenn man öfter in E--y nachsieht findet man ein Zoom Stereomikroskop.
Habe ein Meiji für 150 E gefunden,mit Vorsatzlinse 150-180 mm Abstand.
Leider waren die Prismen leicht verdreckt aber nach Reinigung ist nun 
alles
OK.Habe eine 0,5 + 0,3 Vorsatzlinse preiswert erworben.Zum Schutz vor
Flussmittelspritzern eine Mikrowellenfolie übergespannt.
                                   Gruß  Hans

von Percy N. (vox_bovi)


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Gerald K. schrieb:
> Ich hatte einem einen russischen Militärfeldstecker 50x20.

Und womit hast Du die Sterne beleuchtet?

von Gerald K. (geku)


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Percy N. schrieb:
> Und womit hast Du die Sterne beleuchtet?

Die leuchten bekanntlich von selbst.

von Percy N. (vox_bovi)


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Gerald K. schrieb:
> Die leuchten bekanntlich von selbst.

Für 50×20 sollten die aber schon ein ganz klein bisschen heller sein ...
SCNR

von Jens H. (jensh22)


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Obwohl explizit nach einem Mikroskop gefragt wurde und ich stand auch 
mal kurz vor dem Kauf eines solchen, habe ich mich nach langem Lesen für 
eine binokulare Lupenbrille entschieden, eine Eschenbach 2.5x. Für SMD 
paßt das für mich. Das Teil ist nicht ganz billig, erlaubt aber einen 
ermüdungsfreien Arbeitsabstand mit normaler Kopfhaltung, hält den Tisch 
frei und kann flexibel an die Augen angepaßt werden. Gutes Licht ist 
natürlich Pflicht, insbesondere für ältere Augen wie mein. High-end 
Stereomikroskope kenne ich aus der Firma und da störte mich immer das 
begrenzte Sichtfeld. Die Brille kann man auch schnell mal woanders 
einsetzen. Kann ich uneingeschränkt empfehlen.

von Gerald K. (geku)


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Die Bewertungen streuen sehr stark:

https://www.conrad.at/de/p/eschenbach-162451-max-detail-lupenbrille-vergroesserungsfaktor-2-x-813977.html#rating

Aber vielleicht ein brauchbare Kompromis. Gutes Gelingen mit der Brille, 
viel Spass am Hobby.

: Bearbeitet durch User
von Jens H. (jensh22)


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Gerald K. schrieb:
> Die Bewertungen streuen sehr stark:
>
> 
https://www.conrad.at/de/p/eschenbach-162451-max-detail-lupenbrille-vergroesserungsfaktor-2-x-813977.html#rating
>
> Aber vielleicht ein brauchbare Kompromis. Gutes Gelingen mit der Brille,
> viel Spass am Hobby.

Danke, habe ich. Allerdings mit der ridoMed:
https://www.eschenbach-sehhilfen.com/de-DE/278/produktuebersicht/detail/61/ridoMED
Hätte ich dazuschreiben sollen.

von Gerald K. (geku)


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Macht einen stabilen Eindruck. Augenabstand und Dioptrie sind 
justierbar. Wie sieht es mit der optischen Achse aus?

von Thomas W. (goaty)


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Die ridoMed hatte ich mal, das Sichtfeld war mir etwas zu eingeengt, 
trotz viel herumprobieren. Jetzt eine EyeMag Pro von Zeiss, das sind 
Welten dazwischen, leider auch im Preis.

Mikroskop hab ich ein XTL-300 aus China, funktioniert gut mit 
stufenloser Verstellung. Arbeitsabstand ist ok, aber nicht riesig.

von Gerald K. (geku)


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Im beiliegen Foto habe ich den Arbeitsabstand des Swift SS-41 
Stereomikroskopes ausgemessen. Sie beträgt bei 10x ca. 22cm.

: Bearbeitet durch User

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