Hi, in Signalverarbeitungen werden Korrelationen oft durchgeführt. Frage: wie hängt die Qualität der Korrelation von der Bandbreite ab? Nach meinem Verständnis je grösser desto besser, oder?
Gast
#6506588
Wenn du eine Beschraenkung der Bandbreite im Freqenzbereich als die Multiplikation mit einem Rechteck interpretierst, dann entspricht das im Zeitbereich einer Faltung mit einer sinc-Funktion, die umso breiter ist je schmaler dein Rechteck im Frequenzbereich ist. D.h. eine Begrenzung der Bandbreite fuehrt zu einer Verschmierung im Zeitbereich, die zeitliche Aufloesung wird reduziert.
Korrelationen werden ja primär benutzt, um aus Daten Muster wiederzuerkennen, auch wenn sie verrauscht oder verschmiert sind. Vielleicht genau deswegen, weil die Bandbreite praktisch immer begrenzt ist?
Dafür habe ich ein Beispiel, s. Anhang. Hier wird 20 MHz Bandbreite benötigt, um Pre-correlation durchzuführen, was zur höheren Genauigkeit führt. Vielleicht erklärt jemand hier, der sich mit GPS auskennt, was die Pre-correlation bringt.
Gast
#6516993
Hier hat mal einer diesen Zusammenhang von Bandbreite und Korrelation ganz gut demonstriert: http://www.panoradio-sdr.de/correlation-for-time-delay-analysis/ Mfg
Gast
#6517012
Jo T. schrieb: > Hi, > > in Signalverarbeitungen werden Korrelationen oft durchgeführt. Frage: > wie hängt die Qualität der Korrelation von der Bandbreite ab? Nach > meinem Verständnis je grösser desto besser, oder? Ich finde die Frage zu ungenau, um darauf eine präzise Antwort geben zu können. Was ist die Qualität der Korrelation? Was ist "die Bandbreite"? Welches Signal korrelierst du mit welchem? Nimm als Beispiel die Pulskompression bei Radarsystemen: https://de.wikipedia.org/wiki/Pulskompressionsverfahren#Arbeitsweise_eines_Radars_mit_Pulskompression Hier kann man sagen: Je höher die Bandbreite des Sende-Signals, desto "schärfer" (Zieltrennbarkeit = Breite der Sinc-Hauptkeule) ist die Zielantwort nach der Pulskompression / Korrelation.
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