Stromleitende Abstandsbolzen - Kontaktkorrosion vermeiden

Gast #6514693
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Hi Leute :)

Ich möchte eine Leiterplatte mit vier M5x15mm Abstandsbolzen auf eine 
Aluplatte montieren. Die Abstandsbolzen sollen dabei gleichzeitig als 
Masseverbindung fungieren und insgesamt bis zu 100A dauerhaft bzw. 200A 
kurzzeitig zur Aluplatte hin ableiten.

Welche Materialkombinationen wären da am sinnvollsten zu wählen, damit 
es zu keiner Kontaktkorrosion kommt? Eventuell mit Zuhilfenahme 
spezieller Unterlegscheiben, Zahnscheiben oder ähnlichem? Welche 
Leiterplattenoberfläche bietet sich an? ENIG?

Messing scheint sich nicht mit Alu zu vertragen, Edelstahl leitet 
schlecht...

Mir fällt es ein wenig schwer, diese Thematik ausreichend zu 
durchblicken. Bedanke mich daher schon mal recht herzlich für euren Rat!

Liebe Grüße
Angehängte Dateien:
(Firma: nix) #6514715
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Mit Unterlegscheiben kommst Du nicht weiter, wenn das Gewinde ebenfalls 
im Alu sitzt. Ich würde eine extra Masseleitung legen, massives 
Kupfergeflecht (z. B. Masseband vom Auto) und das gut verschraubt. 
Früher hat man Bleifolie zwischengelegt, verzinnte Kabelschuhe sollten 
aber reichen.
Nur über die M5er Bolzen sind 200A schon sportlich.

Old-Papa
Gast #6514718
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>Die Abstandsbolzen sollen dabei gleichzeitig als Masseverbindung fungieren
>und insgesamt bis zu 100A dauerhaft bzw. 200A kurzzeitig zur Aluplatte hin
>ableiten.

Grauenhafte Idee.
Ich würd immer die Befestigung von der eletrischen Schaltung isolieren.
Denk doch nur mal an Testbarkeit im ausgebauten Zustand.
Gast #6515087
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hinz schrieb:
>> M5x15mm Abstandsbolzen
> Gibts auch aus Aluminium.
Vertragt sich das mit ENIG Oberfläche? Weiß das jemand?

Old P. schrieb:
> Nur über die M5er Bolzen sind 200A schon sportlich.
Pro Bolzen 55mm² Querschnitt, in Summe also 220mm². Bei Kupfer oder Alu 
würde ich rein vom Querschnitt absolut kein Problem sehen... Stahl oder 
andere Materialien müsste ich mir nochmal genauer ansehen.

masse schrieb:
> Denk doch nur mal an Testbarkeit im ausgebauten Zustand.
Die betreffende Elektronik kann ohnehin nur im eingebauten Zustand 
sinnvoll getestet werden und das Gehäuse liegt auch auf Massepotential 
(sehr gute Anbindung), daher lag die Überlegung nahe

Marco K. schrieb:
> Und was ist mit so was:
> https://www.we-online.de/katalog/de/em/redcube_terminals
> Die sind dafür gemacht worden.
Solche sind ohnehin schon vorhanden (Versorgung, etc.) jedoch würde ich 
die Masseverkabelung gerne wegsparen, wenn irgendwie technisch sinnvoll 
umsetzbar
Gast #6515169
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schraube schrieb:
> Welche Materialkombinationen wären da am sinnvollsten zu wählen, damit
> es zu keiner Kontaktkorrosion kommt?

Kontaktkorrosion entsteht durch Elektrolyse, und dafür braucht es 
Wasser, bzw. Feuchtigkeit. Wenn Alles schön trocken bleibt, musst Du Dir 
nur noch Gedanken über den elektrischen Widerstand machen.
(Firma: nix) #6515191
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schraube schrieb:

> Pro Bolzen 55mm² Querschnitt, in Summe also 220mm². Bei Kupfer oder Alu
> würde ich rein vom Querschnitt absolut kein Problem sehen...

Du gehst von Idealvorstellungen aus! Ein alter Technikerspruch lautet: 
"je mehr Teile, desto mehr Nachteile"!
Und wie weiter oben schon geschrieben wurde: Wenn Du daran was 
ändern/reparieren/vermessen musst, schraubst Du wahrscheinlich ab und 
häkelst eine Masseleitung provisorisch dran. Unschön!
Unschön ist auch, dass Du auf M5 Muttern/Bolzen deutlich weniger 
Drehmoment aufbringen kannst, als auf je eine potente M8er (besser 
M10er) Schraube/Mutter um ein mögliches Masseband anzusemmeln. Und bei 
200A brauchst Du schon ordentlich angezogene Verbindungen.

> Stahl oder
> andere Materialien müsste ich mir nochmal genauer ansehen.

Vergiss das! Zumindest für Hochstrom ist Stahl ungeeignet.

Wie schon geschrieben wurde, solange da nichts feucht werden kann, ist 
zumindest Korrosion kein Thema.

Old-Papa

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