Netzteil Samsung S32850T Kurzschluss im Thermistor

Gast #6516599
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Hallo in die Runde,

heute hat mein Samsung Monitor im laufenden Betrieb die Sicherung 
rausgehauen, macht er seitdem auch verlässlich direkt beim einstecken.

Auseinandergebaut, links neben dem Stromanschluss blitzt es kurz aus dem 
Thermistor (wie mir das Label sagt)

Platine sieht gut aus, konnte nichts angkokeltes sehen, am Thermistor 
sind auch nur 2 schwarze punkte an der Unterseite zu sehen, sonst 
nichts.

Auf dem Ding steht:

SCK-056

Fragen:
Wofür ist das Teil?
Wieso produziert das auf einmal einen Kurzschluss?
Kann ich mir einfach Ersatz besorgen und reinlöten, oder ist das nur das 
Symptom eines anderen kaputten Bauteils?
Angehängte Dateien:
Gast #6516611
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Björn schrieb:
> Wofür ist das Teil?

Einschaltstrombegrenzung.


> Wieso produziert das auf einmal einen Kurzschluss?
> Kann ich mir einfach Ersatz besorgen und reinlöten, oder ist das nur das
> Symptom eines anderen kaputten Bauteils?

Letzteres. Da wird wohl ein Schalttransistor im Himmel sein.
Gast #6516691
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Ok Schade. Da hab ich nicht genug Wissen, Equipment jetzt das 
fehlerhafte Bauteil zu finden. Das ganze Power Board kostet auch 70€ 
wenn man es mal bekommt, ist mir etwas zu viel, das Panel hat eh noch 2 
Pixelfehler.

Also vermutlich ab zum Sperrmüll?
Gast #6516725
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Das schon, aber da sind min 4 dicke Transistoren drauf die in Frage 
kommen und noch reichlich anderer Kram, da wüsst ich gar nich wo ich 
anfangen soll.
Die fetten Dinger ohne Kollateralschaden auslöten ist vermutlich auch 
nicht so einfach, wenn man das noch nie gemacht hat.
(Firma: Funkenflug Industries) #6516941
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1. Spannungsfreiheit am Zwischenkreiselko messen (sicherheitshalber)
2. den FET mit dem dicken Kleber-Klecks an den Beinchen auf dem
   Kühlkörper beim Netzfilter prüfen (alle Pins "null Ohm"?)

Das ist der FET für die PFC-Stufe, der stirbt in Monitoren
überproportional oft. Wenn kaputt, nicht einfach austauschen,
sondern dann werden weitere Messungen nötig.
Gast #6517020
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Nicht klar ob ich das verstanden hab, was ich da wogegen messen soll, 
Netzfilter,Zwischenkreiselko, WTF ;-) Hab einfach mal den dicken 
Kondensator kurzgeschlossen, nix passiert.

Wenn ich im Bild von oben nach unten die 4 Pins der beiden FET gegnen 
den grossen Kühlkörper mit eben den 2 FET dran messe hab ich:

4,6 kOhm
0
26 Ohm
0
(Firma: Funkenflug Industries) #6517229
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> Hab einfach mal den dicken Kondensator kurzgeschlossen, nix passiert.
Sicher ist sicher, besser so als gar nichts. Und hier auch mit hoher 
Wahrscheinlichkeit egal, da der sowieso durch defekte Bauteile 
kurzgeschlossen sein dürfte. Aber ich sag das immer, nicht daß doch 
irgendwo mal ein Netzteil mit hinterhältiger Restladung wartet und der 
nicht ganz so Elektroprofi sich diese durch die Finger jucken lässt. Das 
ist nicht ungefährlich und vor allem sehr unangenehm.

Der erste FET ist kein FET, ohne drittes Beinchen ist er nur eine Diode.

Miss mal bitte die drei Pins des anderen Bausteins gegeneinander, vor 
allem der erste und dritte würde mich interessieren, am besten mittels 
Diodentestfunktion. Sind da 0mV oder "null Ohm" messbar, ist zumindest 
schon mal das Gate von dem Ding im Eimer und das wäre nicht so gut.

Zwischen dem zweiten und dritten Pin müsste in eine Richtung mittels 
Diodentest gar nichts messbar sein und (positiver Messanschluss an Pin3) 
müsste eine Diode mit etwa 400mV messbar sein.

Wenn dieser FET defekt ist, löte ihn aus und miss danach, ob immer noch 
ein Kurzschluss am Kondensator vorliegt.
Gast #6517777
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Bezogen auf das letzte Bild:

links ich nehm mal an vonu sind das Pins 123
rechts vonu sind das dann Pins 321

Dann: links

2- 3+ 453mV
2+ 3- 0L

2- 1+ 0L
2+ 1- 0L

3- 1+ 0L
3+ 1- 656mV

rechts:

2- 3+ 0V
2+ 3- 0V

2- 1+ 0,05V
2+ 1- 0,05V

3- 1+ 0,05V
3+ 1- 0,05V

Die Diode rechts hat im übrigen 475mV in eine Richtung in die andere 0L

AM dicken Kondensator ist aber kein Kurzschluss, 0L bzw 425mV

Also wenn ich es richtig vestehe, ist rechts kaputt, dann versuch ich 
den mal vom Blob zu befreien und auszulöten
Gast #6517869
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Ich vermute mal das ist das grosse Teil oben links in deinem Bild 
Vorderseite, Pins definier ich mal so:

-1
~2
~3
+4

dann:

1+2- 535
1+3- 546
1+4- 1012
2+3- 546
3+4- 540

Alles andere 0L, sieht für mich ganz aus, aber ich hab keine Ahnung.
Gast #6517970
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Mit der Erklärung von hier
https://www.werkzeug-news.de/forum/viewtopic.php?t=32161
Hab ich mit die Antwort jetzt nochmal selber bestätigt.

Verbleibende Fragen:

KF12N60 F431 gibts nur in China, Alternative (gerne auch was 
zuverlässiges) aus DE/Ebay?

Kondensator nach Ausbau des FET 0L bzw 532mV, ist das Ok? Die Dioden die 
ich als solche auf dem Board identifiziert habe, hab ich alle geprüft im 
eingebauten Zustand, tun was sie sollen.

Die kleinen dreibeinigen Dinger auf der Rückseite neben dem kaputten FET 
hab ich auch mal gemessen, Kurzschluss zwischen den Pins auf gleicher 
Seite und gegen den Pin auf der anderen Seite passiert bei beiden 
irgendwas abhängig von der Polarität zwischen 0,3 und 1,8V
(Firma: Funkenflug Industries) #6519678
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Solltest 'ne Bibel mitbestellen, denn ohne Oszi, Labornetzteil und etwas 
Ahnung ist's nicht möglich, festzustellen, ob die Ansteuerung des FETs 
intakt geblieben ist. Wenn man das durch Einbau eines Neuteils und 
Einschaltversuch testen möchte, kann ein bißchen Beten vorher nicht 
schaden.

Evtl. läuft die Möhre auch ohne diesen FET - zwar nicht ganz 
regelkonform da die PFC nicht funktioniert, aber vor einigen Jahren war 
das noch völlig normal und aktive PFC gab es nicht.

Der NTC muß aber in jedem Fall neu, den zu überbrücken sorgt für eine 
extreme Einschaltstromspitze, die weitere Teile und ggf. der 
Sicherungsautomat übel nehmen könnten.

Spende brauche ich nicht, ich helfe gerne bei sowas.
Mach Dir 'nen schönes Weihnachten.
(Firma: Funkenflug Industries) #6519812
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Man braucht dafür kein besonders gutes Oszi, nur eines was 1000V am 
Eingang ohne Schaden verträgt wäre zu empfehlen.

Die Schaltfrequenz dürfte so bei 100kHz liegen, das kann jede alte Gurke 
darstellen. Darauf kommts auch nicht an, man müsste schauen ob das mit 
bestücktem FET (aber ohne Netzspannung) ein sauberes Rechtecksignal mit 
ausreichendem Pegel an dessen Gate ist. Wenn die Treiberstufe beschädigt 
ist werden die Flanken verschliffen oder es liegt sogar konstante 
Spannung an und das führt dann zur sofortigen Zerstörung des neuen Teils 
wenn das so am Netz betrieben wird.

Ist aber alles nicht so einfach wie's klingt, man muß den PFC-Regler mit 
seiner Betriebsspannung versorgen und ggf. auch noch überreden, ohne 
anliegende Netzspannung anlaufen zu wollen. Das jetzt alles zu erklären 
führt zu wenig.

Ach ja, noch ein Einbau-Tip: Zuerst den FET an den Kühler schrauben 
(Wärmeleitpaste [in der richtigen Menge] nicht vergessen) und erst 
danach die Pins anlöten. Andersrum gibts mit hoher Wahrscheinlichkeit 
(mechanische) Spannungen und das könnte auf Dauer zu neuen Problemen 
führen.
Gast #6521017
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>Zuerst den FET an den Kühler schrauben

Ganz so doof bin ich dann doch nicht :)

Der Rest ist natürlich nicht machbar. Wenn der FET direkt wieder kaputt 
geht, hab ich dann auch wieder nen Kurzschluss im Thermistor, oder 
anders, woran merke ich ohne Profiausrüstung, dass die Reparatur nix 
gebracht hat?
(Firma: Funkenflug Industries) #6521167
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Am FET fällt in zwei Zuständen keine bzw. kaum Verlustleistung an:
vollständig gesperrt - hohe Spannung, aber kein Strom
vollständig durchgeschaltet - viel Strom, aber kaum Spannung

Der FET muß bei den schätzungsweise 100kHz, mit denen die PFC-Schaltung 
arbeitet, schnell zwischen diesen beiden Zuständen umgesteuert werden. 
Macht man das nicht bzw. verschliffene Flanken würden dazu führen, daß 
der FET nur langsam umschaltet und dabei einen linearen Bereich 
durchläuft, in dem er sehr viel Verlustleistung produziert. Das Gate 
musst Du Dir wie einen Kondensator vorstellen, der schnell ge- und 
entladen werden muß. Das geht nur mit aktiven Bauteilen (Transistoren in 
der Treiberstufe). Sind diese defekt folgt der Zustandswechsel einer 
RC-Lade/Entladekurve oder überhaupt nicht und das funktioniert dann 
nicht.

Dazu kommt, daß die PFC-Spule in Sättigung geraten kann, dann wirkt nur 
noch ihr ohmischer Widerstand (das ist verdammt wenig) und der FET sieht 
die volle gleichgerichtete Netzspannung, den Strom ebenfalls.

Ergebnis sind die oben beschriebenen Effekte. Dem FET platzt der Arsch 
obwohl er eigentlich in Ordnung war.

Wenn Du es genauer wissen möchtest, lies etwas über Step-Up-Wandler. Die 
PFC-Stufe ist im Grunde nichts anderes, nur daß sie so gesteuert wird, 
daß sich eine sinusförmige Stromaufnahme ergibt.
Gast #6523335
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So, es ist nicht direkt explodiert, irgendwas mit Oszi messen kann ich 
natürlich nicht, aber ich hab mal mit nem IR Thermometer einzelne 
Bauteile gemessen.

Der Kühlkörper wo der FET drauf ist hat so 32 Grad nach 5 min, aber die 
Hitze kommt von der Diode daneben, die ist mit 40 Grad das heißeste 
Bauteil auf der ganzen Platine (ohne Last).

Normal, oder soll ich die lieber auch noch tauschen?
Gast #7040880
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Hi zusammen,

Hab exakt das gleiche Phänomen wie Björn…

Monitor verabschiedet sich im laufenden Betrieb mit einem lauten Knall.

Thermistor ist ebenfalls durch, der ist schön aufgeplatzt.
FET mit dem Kleber habe ich gemessen, hab leider keinen Diodentester zur 
Hand. Alle 3 Beinchen haben gegeneinander (auch im ausgebauten Zustand) 
einen sauberen Kurzschluss, ist also auch durch.

Den Thermistor bekomme ich relativ einfach, den FET finde ich (wie auch 
damals schon) nur mit Lieferung aus China mit 2-3 Monaten Lieferzeit.
Hat jemand eventuell eine Idee wo ich das Teil zeitnah bekomme oder was 
ich alternativ verwenden könnte? Die alten Links gibt es leider nicht 
mehr.

…und nebenbei noch eine blöde Frage. Was hat es mit dem riesigen 
Kleberklecks auf dem dem FET auf sich? Ist der u.a. zur Isolierung der 
Beinchen gegeneinander und muss ich da wieder was drüber kleistern oder 
ist das egal?

Grüße Micha
#7656236
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Hallo zusammen,

auch wenn dieser Thread bereits etwas älter ist, hat er mir gestern geholfen, zwei weitere Monitore vom Typ Samsung S30D850T zu retten, die beide wegen defekter Halbleiterbauteile im verbauten PCB-Netzteil Typ BN44-00750A ausgefallen sind.

Da dieser Thread bei Google recht weit oben auftaucht, wenn man nach den entsprechenden Modellnummern von Netzteil oder Monitor sucht, wollte ich nochmal explizit eine Liste konkreter Bauteile beifügen, die es auch in kleinen Stückzahlen beispielsweise bei DigiKey derzeit zu kaufen gibt:

  • Leistungs-MOSFET 1 (oberes Bauteil auf abgeschrägtem Alu-Kühlkörper links von großem Kondensator: ON Semiconductor FDPF12N60NZ
  • Leistungs-MOSFET 2 (Überkopf auf Alu-Kühlkörper zwischen großem Kondensator und großer Spule): ST Microelectronics STF15NM65N
  • Gleichrichter (links außen am Board): Diodes Incorporated GBJ1506-F
  • NTC-Strombegrenzungswiderstand (links unten neben Kaltgerätebuchse):
    EPCOS / TDK Electronics B57213P0509M301 (ICL 5 Ohm, 6A)

Zudem möchte ich den versierten Helfern aus diesem Thread für ihr ehrenamtliches Engagement danken, das hilft, sinnlosen Elektroschrott zu vermeiden.

Beste Grüße

Andreas Hüller

#7865352
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Hallo. Ich bin noch sehr neu hier. Ich habe mich gerade erst angemeldet, weil ich ebenfalls Probleme mit diesem Monitor habe. Bei meinem Monitor zeigt sich das folgende Szenario: Wenn er längere Zeit nicht eingeschaltet war, springt er sofort an und funktioniert ganz normal. Doch im laufenden Betrieb schaltet er sich plötzlich aus und lässt sich dann nicht wieder einschalten. Das geht erst wenn man ihn vom Netz nimmt und ihm eine Ruhepause gönnt. Die Zeitspanne, die er arbeitet, ist nicht immer gleich. Es können mal 2 Stunden sein, mal nur 10 Minuten. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, nach dem Fehler zu suchen. Vor mir liegt jetzt exakt das oben beschriebene Netzteil mit der Codenummer L32SOX. Ich habe erst auf defekte Kondensatoren getippt, doch die Kondensatoren sehen alle optisch gut aus und reagieren auch wie erwartet, wenn man sie mit einem Multimeter durchmisst. Sollte ich sie trotzdem alle austauschen? Oft sind es ja auch Widerstände, die hochohmig werden und dann so ein Netzteil nicht durchstarten lassen. Über Tipps wäre ich dankbar. Leider findet sich kein Stromlaufplan im Netz.

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