welches Kondensator am ATMEGA8

Gast #6518072
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Roland F. schrieb:

> Die Tabelle 4 auf der Seite 27 des Handbuchs vom Atmel (b.z.w.
> Microchip) über den ATmega8 schafft Klarheit.

Nicht wirklich. Hier wird vollkommen ignoriert, dass das für diesen 
Sachverhalt wesentlich bestimmende Element der Quarz ist (und nicht der 
µC). Das taucht in diesem (diesbezüglich absolut lausigen) DB nur 
irgendwo verschämt in einem Nebensatz auf und natürlich in der 
einschlägigen AN...

Sprich: du musst noch sehr viel lernen. Auch darüber, wie man 
Datenblätter richtig liest...

Im konkreten Fall ist das so: "recommanded" ist das, wenn man die im AN 
explizit aufgelisteten Quarze verwendet. Mehr nicht...
#6518433
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Hallo,
c-hater schrieb:
> Im konkreten Fall ist das so: "recommanded" ist das, wenn man die im AN
> explizit aufgelisteten Quarze verwendet. Mehr nicht...

Da hast zwar recht, aber was bedeutet das für die Praxis? Muss man jetzt 
mit dem Aufbau einer Schaltung warten bis man genau einen der in der AN 
aufgeführten Quarztypen beschafft hat oder darf man einen vorhandenen 
Quarz einfach mal ausprobieren ob er funktioniert?

rhf
Gast #6518525
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Gruss

Ja ausprobieren, auch mal ziehen,
entsprechende Trimmer sind allerdings teuer geworden.
Da lernt man die Verhältnisse kennen.
Denke auch, dass das Datenblatt
zum Quarz dazu aussagekräftig
ist.
PS. Taktgewinnung mit digitalem und Quarz ist im Gegensatz zu
analogem ein ...

Wünsche einen schönen Advent
Dirk St
Gast #6518595
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Roland F. schrieb:
> Da hast zwar recht, aber was bedeutet das für die Praxis? Muss man jetzt
> mit dem Aufbau einer Schaltung warten bis man genau einen der in der AN
> aufgeführten Quarztypen beschafft hat oder darf man einen vorhandenen
> Quarz einfach mal ausprobieren ob er funktioniert?

Man darf ausprobieren und man muss auch nicht genau den in der AN 
angegebenen Quarztyp verwenden, nur von seinen Daten sollte er schon 
vergleichbar sein.
Im professionellen Bereich (mit Stückzahlen) bieten aber 
Quarzlieferanten an, die fertige Schaltung zu untersuchen und die 
Beschaltung zu optimieren.
Es spielen da neben der Frequenzgenauigkeit auch noch andere Dinge ein 
Rolle, z.B.:
- die Belastung des Quarzes
- das Anschwingverhalten, auch über dem vorgesehenen Temperaturbereich
Gast #6518740
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Roland F. schrieb:
> Da hast zwar recht, aber was bedeutet das für die Praxis? Muss man jetzt
> mit dem Aufbau einer Schaltung warten bis man genau einen der in der AN
> aufgeführten Quarztypen beschafft hat oder darf man einen vorhandenen
> Quarz einfach mal ausprobieren ob er funktioniert?

Zu 99% wirst du mit folgender Faustformel klar kommen:

Verdoppele die Lastkapazität vom Quarz.
Subtrahiere davon 10 pF (Kapazität der Leitungen und des IC).
Was übrig bleibt ist der Wert den die beiden Kondensatoren haben sollen.
Nimm den nächsten verfügbaren Normwert.

Nehmen wir als Beispiel den Artikel 
https://www.reichelt.de/standardquarz-grundton-8-000000-mhz-8-0000-hc49u-s-p32845.html 
mit einer angegebenen Lastkapazität von 10 pF.

10 pF x 2 = 20 pF
20 pF - 10 pF = 10 pF

Für diesen Quarz nimmst du also zwei 10 pF Kondensatoren.

Anderes Beispiel für den Artikel 
https://www.reichelt.de/standardquarz-grundton-16-000000-mhz-16-0000-hc49u-s-p32852.html 
mit einer angegebenen Lastkapazität von 32 pF:

32 pF x 2 = 64 pF
64 pF - 10 pF = 54 pF

Für diesen Quarz würde ich 47 pF verwenden.

Wenn du einen unbekannten Quarz vorliegen hast, dann versuche es mit 22 
pF, meistens klappt das.

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