Ich klebe Plexiglas (Acrylglas) normalerweise mit Acrifix 192.
Damit bin ich auch im Prinzip zufrieden.
Kennt jemand einen vergleichbaren Polyimerisationskleber der minimal
spaltfuellend ist, also kein Dichlormethan, der ein bisschen
zaehfluessiger ist wie Acrifix? Oder der sich etwas besser dosieren
laesst? Acrifix will mir etwas zu gerne/schnell aus der Tube rauskommen.
:-)
Olaf
Thomas B. schrieb:> Ist das spaltfüllend?
Probiere das zusammen mit aufgelöster Kunststoffspäne.
Könnte vielleicht funktionieren?
Oder Pattex Stabilit-Express
Wolfgang schrieb:>> Ist das spaltfüllend?> Wenn du Plexiglasspäne drin auflöst - schon.
Muss er garnicht, Acrifix 192 ist schon einigermaßen viskos, ich habe
das immer mit Klarsichtklebefilm im Spalt gehalten.
Aber guckst Du den Link im
Beitrag "Re: Plexiglas kleben", Acrifix gibt es
auch in deutlich höherer Viskosität.
> Wenn du Plexiglasspäne drin auflöst - schon.
Acrifix 192 ist im Prinzip Dichlormethan mit darin aufgeloestem
Plexiglas.
Wenn ich den Link aber oben richtig deute dann braeuchte ich wohl eine
Tube Acrifix 1200 weil das weniger duennfluessig eingestellt ist. Kurze
Suche im Internet ergab aber das dies wohl deutlich schlechter
beschaffbar ist als 192.
> Oder Pattex Stabilit-Express
Mal abgesehen davon das dies deutlich schlechter kleben duerfte als die
Polymerisationsklebstoffe dir ja am Ende ein Teil hinterlassen, sieht es
auch noch kacke aus.
> ich habe das immer mit Klarsichtklebefilm im Spalt gehalten.
Das mache ich natuerlich auch so wo es geht. Aber bei kleinen
freigeformten Dingen geht das eher nicht. Klar, es geht auch jetzt mit
192, aber ein kleines bisschen dickfluessiger waere schon nett.
Olaf
Gruss zum Sonntagmorgen
Im Modellbau wurde der Kleber
selbst hergestellt, ich meine sogar mit Chloroform(trichlormethan);
entsprechend, wie schon beschrieben, einer Mischung von
Acrylglas und Lösungsmittel.
Halt die entsprechende Komponente ergänzen.
Einen Schönen Advent wünsche ich
Euch
Dirk St
> selbst hergestellt, ich meine sogar mit Chloroform(trichlormethan);
1950 oder wann? Selbst wenn Trichlormethan gesund wie japanischer Matcha
waere und das ist sicher nicht der Fall, wieso sollte man sich nicht
einmal in 10Jahren eine Tube Klebstoff kaufen?
Ich glaub ich bleib jetzt erstmal bei Acrifix 192 und kauf mir eine
1000er Packung dieser kleinen Holzstaebchen zum Kaffe umruehren und
applizier das damit.
Oder noch besser (die Idee hatte ich gerade, ist also noch nicht
ausgearbeitet) man dreht sich einen kleinen Metaltubus der genau auf die
Acrifixtube passt und vorne nur eine sehr viel kleineres Loch hat damit
weniger auf einmal rauskommt und man es so besser dosieren kann.....
Olaf
> Mit Pattex Plastik habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Interessanterweise hab ich den sogar da. Ich hab da gerade mal
einen Versuch mit gemacht. Klebt nicht so gut/schnell wie Acrifix 192.
Vor allem ist es kein bisschen spaltfuellend.
> Hat eine lange Dosiernadel und es verschweißt auch richtig.
Bei mir war Pattex Plastik nicht ganz so gut. Aber vielleicht ist meiner
auch schon zu alt. Ich denke mal das ich den bestimmt schon 10-15Jahre
hab. Das ist ja allgemein das Problem bei diesen Klebern fuer den
Privatgebraucht. Man bekommt die nie leer und sie haben eine endliche
Haltbarkeit.
Was mir an Acrifix auch gefaellt, der Klebstoff braucht zwar nicht
unbedingt Sonnenlicht um auszuhaerten, jedenfalls haelt er auch im
trueben Winter die Sachen nach einigen Sekunden schonmal einigermassen
zusammen, aber wenn ich die dann ein paar Minuten auf meine 5W UV-Led
lege dann ist der fest. Man kann praktisch sofort weiterarbeiten.
Olaf
umfüllen in spritze mit dosiernadel sollte doch wohl helfen?
Es gibt sogar kartuschenpistolen für 10ccm spritzen mit bequemem
handhebel. das krigt man mit holzspatel lange nicht so gut aufgetragen.
Die gibt es auch intransparent gelb und schwarz
Eventuell passt die Dosiernadel der Spritze sogar direkt drauf. Müsstest
du mal messen 6% Kegel und 4mm ganz vorn. Umfüllen in eine Spritze geht
wohl schon, das Problem ist, die muss im dunkeln umgefüllt und verwahrt
werden, Auch der Auftrag muss ohne UV-Licht passieren. Sonst wird
dasselbe passieren wie mit Sekundenkleber, der ist bei mir meistens nur
ne einmal Anwendung. Bis er das nächste Mal gebraucht wird, ist der
Inhalt hart. Da sind mir die 2 oder 3ml Tuberl schon 50* zuviel.
> Eventuell passt die Dosiernadel der Spritze sogar direkt drauf. Müsstest> du mal messen 6% Kegel und 4mm ganz vorn.
Was du meinst heisst Luerkonus. Aber nein, leider hat die Tube einen
groesseren Durchmesser. Schade eigentlich, das waere eine super Loesung
gewesen.
Olaf
Olaf schrieb:> Acrifix 192 ist im Prinzip Dichlormethan mit darin aufgeloestem> Plexiglas.
Naja ... Acrifix enthält "halbfertiges" Plexiglas, die Polymerisation
wird dann per UV-Licht zuende gebracht.
Als es hier in der Gegend noch eine Firma gab, die Leuchttransparente
aus farbigem Plexiglas gebaut hat, hatte die einen eigenen Raum mit ganz
vielen UV-Leuchtstofflampen.
Wenn der Zahnarzt Kunststoffüllungen baut und per UV aushärtet, kommt
mir der Geruch der Füllmasse irgendwie bekannt vor.
> Wenn ich den Link aber oben richtig deute dann braeuchte ich wohl eine> Tube Acrifix 1200 weil das weniger duennfluessig eingestellt ist. Kurze> Suche im Internet ergab aber das dies wohl deutlich schlechter> beschaffbar ist als 192.
Nee, gucke die Daten an, Viskosität, Du willst 1R 0350 - aber auch dazu
finde ich keinerlei Internetangebote.
Thomas R. schrieb:> Pattex Stabilit-ExpressJohannes S. schrieb:> Pattex Plastik
Wer Acrifix kennt, will keine Fremdprodukte, der Klebstoff ist optimal
auf den Werkstoff abgestimmt.
Olaf schrieb:> Was mir an Acrifix auch gefaellt, der Klebstoff braucht zwar nicht> unbedingt Sonnenlicht um auszuhaerten,
Du brauchst eine Höhensonne ohne Heizung oder eine Röhre aus dem
Solarium, photochemisch wirksames langwelliges UV (A).
Wie wärs mit nem Nagellackhärter. Da sind einige Leuchtstofflampen im
UV-Bereich drin. Es gibt auch längere UV-Röhren, vermutlich so die aber
kein Schnäppchen.
Olaf, ich weiss, wie die Dinger heissen, bloss nicht ob und falls ja wie
die Tüllen der Tuben genormt sind. Falls der Unterschied nicht allzu
gross ist, könnte man sich was basteln, mit dem man die Tülle auf Luer
kalibrieren kann,
Beispielsweise sowas wie eine Rundwalze. Sonst gäbs die Möglichkeit
einen Adapter zu basteln. Die Frage ist halt, wird das so viel genutzt,
dass das ganze den Aufwand wert ist. Da ist man halt leider recht
schnell auf nem Hunni für ein paar wenige Teile. Das einfachste ist, ein
Rohr einseitig Luer, gegenüber Tubenkegel, damit kann man ne Spritze
befüllen, darf aber nur minimal mehr einfüllen, wie man benötigt. Der
verbleibende Inhalt wird am Licht innerhalb kurzer Zeit aushärten.
Wahrscheinlich auch schon dann, wenns nach der Anwendung lichtgeschützt
gelagert wird.
> Naja ... Acrifix enthält "halbfertiges" Plexiglas, die Polymerisation> wird dann per UV-Licht zuende gebracht.
Das hab ich auch mal gedacht. Scheint aber nicht so ganz zu stimmen.
Das Zeug haertet auch in meiner winterlich trueben Werkstatt aus indem
es einfach nur Loesungsmittel verdampft. Nach ein paar Minuten halten
Teile von selbst zusammen. Gut ich gebe zu das ich nicht probiert habe
was bei 100% Dunkelheit passiert, aber normale uebliche Raumbeleuchtung
reicht aus.
Ich zitiere mal von hier:
https://www.acrylic-store.de/acrifix-1r-192.html
Er ist ein Reaktionsklebstoff und härtet (polymerisiert)
bei Licht aus. Es ist kein UV-Licht notwendig damit der
Kleber aushärtet, jedoch kann die Aushärtungszeit
verkürzt werden, indem man den Kleber unter Sonnenlicht
aushärten lässt oder die Klebefläche mit einer künstlichen
Lichtquelle wie z.B. einem Baustrahler, einer Leuchtstoffröhre
oder einer UV-A Lampe bestrahlt.
Also kann man das mit einer UV-Led deutlich beschleunigen. Ich weiss
nicht ob das dann schon zu 100% ausgehaertet ist, aber immerhin so gut
das ich nach 20min zwei geklebte Teile erneut fraesen konnte ohne das
die dabei auseinander gefallen sind!
Ich mach das so das ich die Teile erstmal ein paar Minuten fixiere, wenn
sie dann selbst in Position bleiben lege ich sie auf meine UV-Led.
Olaf