Hallo,
meine Heiungssteuerung funktioniert nicht mehr, die Elkos wurden schon
getauscht. Nun bin am Spannungsregler angekommen und frage mich, ob der
noch OK ist.
Auf dem Gehäuse steht
(National) M65AY
LM340T5
7805 P+
Da würde ich meinen, der soll 5V liefern, es sind aber ca. 7V.
Der Regler wurde ausgelötet.
Zwischen In und out messe ich in beiden Richtungen 28 Ohm.
Beim Test am Netzteil bei 8V Input zieht er ca. 20mA und liefert 7,8V.
Allerdings war das ohne irgendwelche Kondensatoren.
Das Datenblatt habe ich hier gefunden:
https://people.ece.cornell.edu/land/courses/ece4760/FinalProjects/s2008/pae26_rwc28/pae26_rwc28/LM340T5.pdf
Würde mich freuen, wenn mir hier jemand bei der Beurteilung helfen kann.
Vielen Dank!
Guten Rutsch wünscht
Heinz
>Da würde ich meinen, der soll 5V liefern, es sind aber ca. 7V.>Der Regler wurde ausgelötet.>Zwischen In und out messe ich in beiden Richtungen 28 Ohm.>Beim Test am Netzteil bei 8V Input zieht er ca. 20mA und liefert 7,8V.
Sieht nach Kaputt aus. Und die nachfolgende Schaltung wegen
Überspannungsschäden möglicherweise dann auch.
Kannste also nur testen, wie es mit neuem Regler aussieht. Bzw. die
nachfolgende Schaltung testen, wenn Du mit dem Labornetzteil direkt die
5V einspeist, wenn der Regler nicht drin ist
Danke, das mit der Einspeisung von 5V werde ich morgen versuchen.
Aber noch eine andere Frage:
Was ist der Unterschied zwischen diesem LM340 7805 Regler und einem
gewöhnlichen LM7805?
Ersteren müsste ich bestellen, den LM7805 hätte ich wahrscheinlich in
einer Kiste oder könnte ihn wo ausbauen.
So, jetzt ist Silvester. Glücklicherweise wird es auch mit einem
Kachelofen warm!
hinz schrieb:>> Was ist der Unterschied zwischen diesem LM340 7805 Regler und einem>> gewöhnlichen LM7805?>> Nur der Name.
Im Ursprung hatten die LM340 geringere Toleranzen, für die Versorgung
einer Heizungssteuerung ganz sicher unwichtig.
Heinz schrieb:> LM7805 hätte ich wahrscheinlich in einer Kiste
Dann rein damit.
MaWin schrieb:> Manfred schrieb:>> NEIN!>> Du blamierst dich, schau ins Datenblatt.
Da steht, dass er bereits intern 3,3kOhm (1,5mA) Last am Ausgang hat.
Die Blamage liegt also auf deiner Seite.
Manche dieser Regler benötigen, auch oder insbesondere beim Testen eine
gewisse Mindestlast sowie Kondensatoren ein- und Ausgangsseitig.
Wenn allerdings im weiteren Verlauf der Heizungssteuerung ein defekter,
kurzgeschlossener Tantalkondensator sitzt platzt der mitunter nicht
einfach sondern treibt den Spannungsregler in Überlast und zieht so
"nur" Spannung runter.
Daher lieber auch mal im eingeschalteten Zustand die Spannung messen.
Mit einem empfindlichen Voltmeter kann man mitunter gar bei 1A, die der
Regler liefern kann, über den Spannungsabfall an den Leiterbahnen den
Weg zum Übeltäter verfolgen.
hinz schrieb:> Da steht, dass er bereits intern 3,3kOhm (1,5mA) Last am Ausgang hat.>> Die Blamage liegt also auf deiner Seite.
Ball zurück: Da steht
Load Regulation TJ = 25˚C 5 mA ≤ IO ≤ 1.5A
d.h. die Ausgangsspannung ist erst ab 5mA Laststrom definiert.
MaWin schrieb:> hinz schrieb:>> Da steht, dass er bereits intern 3,3kOhm (1,5mA) Last am Ausgang hat.>>>> Die Blamage liegt also auf deiner Seite.>> Ball zurück: Da steht
Geblockt.
> Load Regulation TJ = 25˚C 5 mA ≤ IO ≤ 1.5A>> d.h. die Ausgangsspannung ist erst ab 5mA Laststrom definiert.
Nein, sie ist erst dann mit der sehr geringen Toleranz (ganz wenige %)
garantiert. 40% mehr Ausgangsspannung (5V-->7V) kommt nur bei Defekt
vor.
hinz schrieb:
> Da steht, dass er bereits intern 3,3kOhm (1,5mA) Last am Ausgang hat.
Interessiert aber nicht bei der Io-Angabe. Wenn da was von Io>=5mA, dann
ist das unabhängig vom internen Strompfad.
Aber bei der Frage, ob leerlauffest oder nicht, sollte man schon genau
ins DB reinschauen. Denn bei manchen Varianten steht explizit >=5mA, bei
anderen dagegen schlicht <=1A. Gilt also auch für Io=0A.
Jens G. schrieb:> hinz schrieb:>> Da steht, dass er bereits intern 3,3kOhm (1,5mA) Last am Ausgang hat.>> Interessiert aber nicht bei der Io-Angabe. Wenn da was von Io>=5mA, dann> ist das unabhängig vom internen Strompfad.> Aber bei der Frage, ob leerlauffest oder nicht, sollte man schon genau> ins DB reinschauen. Denn bei manchen Varianten steht explizit >=5mA, bei> anderen dagegen schlicht <=1A. Gilt also auch für Io=0A.
Es gibt auch Leute, die nehmen die Bibel völlig wörtlich...
Oh, so eine erhitzte Diskussion wollte ich jetzt nicht los treten.
Habe den ausgelöteten Regler jetzt wie folgt getestet:
Am Eingang des Reglers ist ein Kondensator angelötet (470uF), am Ausgang
keiner (wird laut Datenblatt nicht benötigt). Als Last wird ein
Widerstand mit 1k verwendet.
Damit messe ich folgendes (Eingang - Ausgang):
7V - 6,4V
8V - 7,4V
10V - 9,2V
12V - 11V
15V - 13,7V
Die Differenz beträgt also immer etwa eine Diodenspannung.
Der Regler ist hinüber, soviel steht fest. Einen neuen muss ich noch aus
einer alten Platine auslöten.
Ich habe aber schon mal die eigtenliche Regelung mit dem Controller mit
5V versorgt. Die LEDs blinken wild, die Anzeige zeigt nur wirres Zeug.
Sieht so aus, als ob der hinüber sei. Kein Wunder, wenn über den
defekten Regler fast die komplette Trafo-Spannung von 12V auf die
Platine geht.
Habe auch noch nachgesehen: Der Regler verwendet keine
Widerstandskombination zum Einstellen der Ausgangsspannung, so dass die
5V schon richtig wären.
Hallo,
um das hier abzuschließen:
Inzwischen bin ich mir sicher, dass die Steuerung kompletto kaputto ist.
Wenn man sie mit dem Netzteil versorgt, blinkt und klappert sie wild,
verhält sich nach jedem Einschalten anders. Das Display zeigt nur wirre
Zeichen.
Und so wird sie nächste Woche den Weg zum Elektroschrott antreten
müssen.
Trotzdem vielen Dank für alle Tips!
Grüße
Heinz