E-Biker schrieb:> Was mich nicht wundert, denn erst vor kurzem meinte der Chef eines> größerer Bike-Geschäftes bei der Beratung, dass so ein 3.500 - 4.500> Euro Pedelec eine Anschaffung für 3 bis 4 Jahre wäre, dann gäbe es schon> wieder bessere Bikes und das alte kann weg. Der E-Biker der Neuzeit> sollte also über ausreichend Kleingeld verfügen.
Womit er aber nicht ganz unrecht hat. Die Entwicklung der Akkus geht mit
gigantischen Schritten voran. Und die meisten Akkus sind nach 4 Jahren
schon ziemlich platt.
Geht man von den "üblichen" 600 - 1000 Ladevorgängen aus, bedeutet das,
bei 2-3 x die Woche aufladen ist der Akku platt nach 4 Jahren. Rechnet
man noch den Verschleiß des Motors dazu, ist seine Aussage sehr
realistisch.
Was aber trotzdem gegen das "Einkleben" es Akkus spricht sind Personen
wie ich. Ich habe in meiner Garage KEIN Stromanschluss. Und es ist
einfacher und für den Akku gesünder, Ihn gemütlich in der beheizen
Wohnung auf zu laden.
Aktuell suche ich z.B. ein E-Roller mit genau den selben Problem. Kein
Strom in der Garage.
Davon abgesehen, Das wertvollste an den Rad ist der Akku. Und ich kenne
2 Leute die den zum Einkaufen immer mit in den Einkaufswagen legen. Sein
Argument. Das Rad hat 3000 gekostet aber ohne Akku klaut das eh keiner.
E-Biker schrieb:> die Unart, den Akku untauschbar zu verbauen, greift nun auch bei den> Pedelecs um sich
Ohne Elektro-Bike ist sowieso viel gesünder und schont die Umwelt
gegenüber Elektro-Anwendung.
Zitat aus einer kurzen Unterhaltung mit einem E-Biker an der Ampel:
"das ist ganz toll, du brauchst die Beine nur noch fallen zu
lassen".
Ja bloss kein Joule zu viel bei der Bewegung verbrauchen,
könnte ja gesundheitsschädlich sein. Immer schön die Pumpe
schonen.
Schlaumaier schrieb:> Und die meisten Akkus sind nach 4 Jahren schon ziemlich platt.
Dazu müssten die Leute aber auch damit fahren. Letzes Jahr waren
deutlich mehr unterwegs als dieses. Und zwar prozentual und nicht
absolut. Und im Winter sehe ich nur einen der mit so einem elektrischen
Beinbeweger unterwegs ist.
Letztes Jahr meint 2019
Joule Sparer schrieb:> Ohne Elektro-Bike ist sowieso viel gesünder und schont die Umwelt> gegenüber Elektro-Anwendung.
Das mit der Umwelt kann man notfalls noch als pauschales Argument
akzeptieren, wenn man die Tatsache ignoriert, dass die meisten Leute
sich nicht zwischen „nur Muskelkraft“ und „elektrisch unterstützt“
entscheiden, sondern zwischen „elektrisch unterstützt“ und „ach, sieht
windig aus – ich nehme lieber den 2t-Diesel“. Das „viel gesünder“ zeigt
aber, worum‘s so Leuten wie dir geht: provozieren. Mein Mitleid ist dir
gewiss, meine Aufmerksamkeit allerdings nur für diesen kurzen Moment
hier.
Was das Thema selbst angeht: verdongelte Akkus und vergossene Motoren
sind ja auch heute nicht unüblich, gerade bei höherpreisigen Sachen (mit
Kunststoffzahnrädern abseits der Standards im Getriebe, wie ich letztens
gelernt habe) – insofern gibt’s garantiert auch ‘nen Markt für Räder mit
festverbautem Akku. Bei Telephonen gibt’s das ja auch.
Demgegenüber werden aber auch in Zukunft mehr oder weniger „billige“
Anbieter stehen, bei denen der Motorsteuerung völlig egal ist, was die
Spannung und den Strom zur Verfügung stellt, und der Motor ohne Getriebe
in einer der Radnaben sitzt, wo er, wenn er denn tatsächlich mal, wie
auch immer man das geschafft hat, durch sein sollte, fast genauso
einfach wie der Akku ersetzt werden kann. Und ich muss mal ganz ehrlich
sagen: ich sehe keinen Vorteil bei den Rädern mit vollverdongeltem
Mittelmotorsystem, der den Aufpreis oder die Tatsache, dass das ganze
Rad nach wenigen Jahren ins Recycling gegeben werden muss, rechtfertigen
würde. Wenn da jemand was weiß – anders als die Elite der „Bio-Biker“
bin ich Argumenten gegenüber zugänglich.
(prx) A. K. schrieb:> Im nächsten Schritt kann man auch die Reifen nicht wechseln. Länger als> der Akku müssen sie ja nicht halten.
Naja, bei normalen Autos geht der Trend ja auch schon zu der
"Drei-Ersatzteile-Reparatur": Vorderwagen, Mittelwagen, Endwagen.
Ob man mit einem Pedelec gleich viel Beinarbeit verrichtet wie auf einem
herkömmlichen Fahrrad, hat man selbst in der Hand: In der Auswahl der
Unterstützungsstufe.
Ich betreue und warte beruflich 8 Liefer-Pedelecs, und fahre privat nur
Fahrrad. Ich habe kein Kraftfahrzeug. Die Möglichkeit, auf einem Pedelec
durch körperliche Arbeit was für die Gesundheit zu tun, besteht - wenn
überhaupt - nur in der untersten Unterstützungsstufe. Und es gibt immer
vier bis fünf davon. Und wenn ich eins von unseren Pedelecs in die Hand
bekomme, das gerade eben noch gefahren worden ist, ist die gewählte
Unterstützungsstufe immer die maximal mögliche. Ich muss immer
mindestens zwei Stufen runterschalten, um das Gefühl zu haben, es
handele sich um ein Fahrrad, und nicht um ein Motorrad.
Die Dinger fördern die Faulheit. Das ist so.
Matthias B. schrieb:> Ob man mit einem Pedelec gleich viel Beinarbeit verrichtet wie auf einem> herkömmlichen Fahrrad, hat man selbst in der Hand: In der Auswahl der> Unterstützungsstufe.
Das ist der Punkt. Zumindest ich und einige Leute aus meinem Umfeld
fahren auch gerne mal ganz ohne Unterstützung, und nutzen die erste
Stufe bei Bedarf – die entspricht meiner Empfindung nach allenfalls
einem besseren Rückenwind und ist damit ziemlich gut geeignet, um einen
konstanten Gegenwind auszugleichen.
Man kann es natürlich auch so fahren, dass die meiste Arbeit vom Motor
erledigt wird. Man muss es halt nicht. Und ich find’s ziemlich
vermessen, wenn das mal pauschal jedem Fahrer von so
elektrounterstützten Fahrrädern angedichtet wird – daher meine Reaktion
weiter oben.
Schlaumaier schrieb:> Die Entwicklung der Akkus geht mit> gigantischen Schritten voran. Und die meisten Akkus sind nach 4 Jahren> schon ziemlich platt.
Das ist auch die einzige Entwicklung, die die nehmen.
Eine 18650 hat immer noch (serioes betrachtet) dieselbe Kapazitaet wie
vor 5 Jahren, einzig die Lebensdauer ist kuerzer.
wendelsberg
Schlaumaier schrieb:> Geht man von den "üblichen" 600 - 1000 Ladevorgängen aus, bedeutet das,> bei 2-3 x die Woche aufladen ist der Akku platt nach 4 Jahren. Rechnet> man noch den Verschleiß des Motors dazu, ist seine Aussage sehr> realistisch.
Wenn man den Akku nicht voll entlädt und auch nicht voll lädt, dann
halten die Akkus ein Vielfaches länger.
Siehe Anlagen.
Ich habe über 5 Jahren viele tausende Zyklen von 18650-Zellen unter
verschiedenen Bedingungen gemessen.
Nach meinen eigenen Messungen stimmen die fremde Diagramme ziemlich
genau mit meinen Ergebnissen.
Also:
Öfter laden und niemals voll entladen!
Beste Grüße,
Thomas
Hallo
E-Biker schrieb:> Was mich nicht wundert, denn erst vor kurzem meinte der Chef eines> größerer Bike-Geschäftes bei der Beratung, dass so ein 3.500 - 4.500> Euro Pedelec eine Anschaffung für 3 bis 4 Jahre wäre,...
Der Chef weis aber schon das die 3500 Euro bis 4500 Euro nicht vom
Himmel fallen und so ein E-Bike sollte eigentlich in vielen Fällen auch
vom Preis her - bei gleichzeitig mehr Komfort als ein normales Fahrrad-
eine Alternative zum Auto und auch "Motorrad" (Roller, Moped...) sein.
Einfach nur krank wie großzügig viele Zeitgenossen mit den Geld der
anderen sind.
Beim Elektroauto sind die Hersteller aber vor allem die Werkstädten ja
jetzt schon am weinen, trotz des immer noch sehr überschaubaren
Anteils...
Persönliche Mobilität in der Zukunft nur was für die besser verdienenden
- alles unter Facharbeiter ab in den ÖPNV ?(!)
Das mag jetzt nach "Wutbürger" und Pessimist klingen - aber die Chancen
die E-Bikes bieten könnten werden wieder mal vertan - schei...
Verdongelung und mit den Scheinargument der Sicherheit und des
Umweltschutz usw. ab zocke!
Matthias B. schrieb:> Ich betreue und warte beruflich 8 Liefer-Pedelecs, und fahre privat nur> Fahrrad.
Tja und Marrias will sicherlich dafür bezahlt werden - und von wen? -
den Endnutzer.
So ist (wird) die E-Mobiltät auch nur ein nettes Spielzeug für die
besserverdienden und eben nicht eine Alternative für die Leute die am
ersten was davon hätten und wo die Umwelt (zumindest lokal) am meisten
davon hätte...
Bleibt zu hoffen das einige "No-Name Chinsen" für eine "offene"
Alternative sorgen und nicht irgendwelche Lobbyisten irgendwann für
gesetzmäßig "verdongelte" (mittels vorgeschobenen Gründen) Pedelecs usw.
sorgen.
Realist
Schlaumaier schrieb:> Geht man von den "üblichen" 600 - 1000 Ladevorgängen aus, bedeutet das,
Die 1000 Vollzyklen (4,2-2,5-4,2) bis die 80% Nennkapazität von einer
50G Zelle erreicht sind, sieht so E-Bike Akku doch eher selten, IMO.
Kalendarische Alterung (z.B. @4,2V Monate lang im warmen Heizungskeller)
ist allerdings auch nicht zu unterschätzen..
Hallo nochmal
übrigens wie der Nutzer sein Pedelec nutzt ist doch vollkommen egal und
ganz allein seine Sache.
Niemand hat das recht das zu werten - oder gar zu definieren was "faul"
ist oder sich über die "Gesundheit" von andern nach außen hin Gedanken
zu machen.
Wer nur ein über schweres Fahrrad bewegen will ist genauso in Recht wie
der wer am liebsten gar nicht treten will aber aus verschiedensten
Gründen kein E-Bike nutzen will (kann).
Realist
Realist schrieb:> Bleibt zu hoffen das einige "No-Name Chinsen" für eine "offene"> Alternative sorgen und nicht irgendwelche Lobbyisten irgendwann für> gesetzmäßig "verdongelte" (mittels vorgeschobenen Gründen) Pedelecs usw.> sorgen.
Irgendwie ist auch genau das meine größte Sorge: dass gewisse
Lobbyisten, etwa von Bosch, es letztlich doch noch schaffen, den
Politikern einzuflüstern, dass man nur mit kompletter Verdongelung einen
sicheren Betrieb sicherstellen könne, und das doch bitte gesetzlich
festgeschrieben werden müsse.
4680 Akku schrieb:> Schlaumaier schrieb:>> Geht man von den "üblichen" 600 - 1000 Ladevorgängen aus, bedeutet das,
Naja, wie gesagt ich suche ein E-Roller. Und die Angebotenen Teile gehen
bei einen (Blei-Akku) von 600 Ladezyklen aus. Jedenfalls nach Angabe der
Hersteller auf deren Webseiten.
Bei einen LI-Ionen-Akku liegen diese Werte bekanntlich höher, deshalb
meine Aussage von "üblich". Das es da sicher nach oben + unten andere
Werte bei gewissen Akkus möglich sind streite ich nicht ab.
Ach und nur so nebenbei. Laborbedingungen sind was anders als die
Strasse + User. Was bedeutet, die Akkus werden beim Fahren ETWAS
geladen. Und kein User macht ein Voll-LEER-Zyklus. Das mag höchstens in
gewissen Rahmen liegen bei Leuten die immer die selbe Strecke zu Arbeit
fahren.
Aber. bedenke ich mein Handy dann ist das so, das wenn ich dran denke
ich es auflade. (Es hält 5-6 Tage bei meiner Nutzung locker). Bei eine
E-Bike ist das sogar noch extremer. Da wird es i.d.R. aufgeladen wenn
man eine Fahrradtour machen will.
Und oft vergisst man es dann vom Ladegerät zu nehmen. Was den Akku
definitiv auf Dauer killt. Siehe mein Laptop der fast nur am Strom
hängt.
Der Akku ist nach ein 3/4 Jahr fast platt. Leider gibt es keine
Akku-Dummies für das Gerät.
E-Biker schrieb:> Hallo,>> die Unart, den Akku untauschbar zu verbauen, greift nun auch bei den> Pedelecs um sich:>> https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-verbraucherschuetzer-fuer-e-bikes-mit-austauschbarer-batterie/26764634.html?ticket=ST-24500864-OfnW6Sii1fRRjJXLxe43-ap5
Was hat der Inhalt der aktuellen dpa-Meldung mit Deinem Kommentar zu
tun?
> Was mich nicht wundert, denn erst vor kurzem meinte der Chef eines> größerer Bike-Geschäftes bei der Beratung, dass so ein 3.500 - 4.500> Euro Pedelec eine Anschaffung für 3 bis 4 Jahre wäre, dann gäbe es schon> wieder bessere Bikes und das alte kann weg.
Das meinen die meisten Chefs von "Bike-Geschäften" (Fahrradbuden) auch
bei ganz normalen Fahrrädern.
Sowohl was den Preis, als auch die Nutzungsdauer betrifft.
Viele meinen auch, mit einem Radl unter fünfstelligem NP oder älter als
2-3 Jahre würden sie sich schämen, damit vor der Eisdiele überhaupt
aufzutauchen.
> Der E-Biker der Neuzeit> sollte also über ausreichend Kleingeld verfügen.
So wie der Nerd, der jedes Jahr sein neues Samsung oder Iphone braucht,
den aktuellsten Thermomix und seine Akkuspannung niemals mit einem DMM
unter 1.000,-€ messen würde?
Realist schrieb:> Niemand hat das recht das zu werten - oder gar zu definieren was "faul"> ist oder sich über die "Gesundheit" von andern nach außen hin Gedanken> zu machen.
Ooch, dass aber doof. Kann man da nix machen?
Ich hatte mal ne Science-Fiction-Utopie gelesen, da hieß es: Jeder hat
das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu
verbreiten. Autor hab ich jetzt vergessen, ist aber ein recht bekanntes
Werk.