https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.unfall-in-sindelfingen-reifen-unterschiedlicher-groesse-montiert-auto-landet-in-zaun.bfb7439a-b150-4dee-bb48-beb1b067f772._amp.html Weil auf der Hinterachse Reifen unterschiedlicher Größe montiert waren, entstand eine Unwucht. Dies hatte zur Folge, dass die Schrauben des rechten Hinterreifens brachen und sich das Rad löste. Dadurch kam das Fahrzeug ins Schleudern und nach rechts von der Fahrbahn ab.
Bisschen irritierend ist, wenn du bei einem solchen Event daneben stehst und das live mitkriegst. Beim Einbiegen in den Parkplatz trennten sich die Wege von Auto und Vorderrad. Zum Lohn gabs ein paar bedröppelte Gesichter zu sehen.
2 Zaunelemente 4000€. Schön.
Kann ich mir nicht vorstellen, wieso sollte eine dermaßen hohe Unwucht auftreten, die die Schrauben abreißen lässt? Eher schlecht angezogene... Heinz R. schrieb: > Weil auf der Hinterachse Reifen unterschiedlicher Größe montiert waren, > entstand eine Unwucht. Das ist reine Mutmaßung...
Gast
#6537612
Heinz R. schrieb: > unterschiedliche Größe ... Unwucht > Hinterreifen > Schrauben brachen Ist das allein Polizeierkenntnis oder evt. von einem Journalisten formuliert?
Mani W. schrieb: >> Weil auf der Hinterachse Reifen unterschiedlicher Größe montiert waren, >> entstand eine Unwucht. > > Das ist reine Mutmaßung... genau so steht es im Artikel... egal wie unterschiedlich die Reifen sind - deshalb wird nie eine Unwucht entstehen Und wenn ein Fahrzeug von der Straße abkommt weil die Radschrauben brechen wird das Rad nachher sicher nicht noch im Radkasten liegen... In dem Fall ist das Rad ganz klar bei der Kollision mit dem Bordstein abgebrochen Die Polizeiberichte werden immer reißerischer - ich glaub die schauen zu viel Cobra 11...
Heinz R. schrieb: > egal wie unterschiedlich die Reifen sind - deshalb wird nie eine Unwucht > entstehen Eben! > Und wenn ein Fahrzeug von der Straße abkommt weil die Radschrauben > brechen wird das Rad nachher sicher nicht noch im Radkasten liegen... Eher würde der Wagen hochkatapultiert, wenn das Rad im Radkasten landet! > > In dem Fall ist das Rad ganz klar bei der Kollision mit dem Bordstein Das denke ich auch... Darum schrieb ich Mutmaßung!
Gast
#6537655
Mani W. schrieb: > Heinz R. schrieb: >> egal wie unterschiedlich die Reifen sind - deshalb wird nie eine Unwucht >> entstehen > > Eben! > Seh ich auch so. Sonst könnte man niemals an einem Auto ein Notrad verwenden. Was ich mir noch vorstellen könnte, dass an der Hinterachse Spurlatten zur Verbreiterung montiert waren und keine längeren Radbolzen sondern die Originalen weiterverwendet wurden. Die greifen dann nur noch ein paar wenige Gewindegänge und die Gefahr ist dann recht gross, dass sie sich lösen oder brechen.
Cihan S. schrieb: > 2 Zaunelemente 4000€. Schön. Soviel hätte ich auch mal gerne für 1/2 Stunde mit dem Vorschlaghammer Zaunpfosten wieder geradekloppen ;-D
> genau so steht es im Artikel...
Das ist immer sooo geil...
Hab ich im Internet gelesen, also stimmts auch! **lach**
Vielleicht sollte uns nur mitgeteilt werden, dass die Schrauben, mit denen der Reifen am Rad befestigt waren, schlecht verteilt waren ... "Dies hatte zur Folge, dass die Schrauben des rechten Hinterreifens brachen und sich das Rad löste."
Gast
#6537786
Hm, ich muss zugeben, dass ich seit über 15 Jahren nichts mehr mit Drehimpuls und Trägheitsmoment gerechnet habe, aber ich verstehe nicht, wie eine Unwucht entstehen kann, wenn links und rechts unterschiedliche Reifen(-durchmesser) montiert werden. Müsste denn nicht das Differentialgetriebe (sofern die E-Klasse Heckantrieb hat) die Drehzahldifferenz denn nicht ausgleichen? Ich verstehe das nicht!
Marek N. schrieb: > Müsste denn nicht das Differentialgetriebe (sofern die E-Klasse > Heckantrieb hat) die Drehzahldifferenz denn nicht ausgleichen? Exakt. Die Vorstellung der Polizei oder der Presse, die beiden Räder wären quasi fest über eine Achse verbunden ist amüsant kindlich. Bei einem Diff macht das gar nichts und eine Unwucht entsteht da nicht. In der Realität sind beide Räder ja nie exakt gleich groß. Allein der unterschiedliche Reifendruck kann da die Größe verändern. Ganz zu schweigen von Noträdern. Da entsteht auch keine Unwucht. Typischer Bullshit Artikel. Man merkt erst, wie schlecht und falsch Pressemeldungen sind wenn man sich mit der dort behandelten Materie auskennt. Beim Rest merkt es meist nicht, man kann aber deren Qualität dann hochrechnen. Und das ist dann schon erschreckend.
Ne Unwucht dürfte es nicht gegeben haben, aber die ABS/ESP/Reifendruckkontrolle müsste Amok gelaufen sein.
Bin selber schon mal eine Woche mit unterschiedlichen Vorderreifen gefahren, die aber festgezogen waren (einen 175/70 R13 und meine normalen 165/60 R14). Nix mit Unwucht, alles bestens. Zum TÜV sollte man so nicht fahren, aber gehen tut das. Thomas G. schrieb: > aber die > ABS/ESP/Reifendruckkontrolle müsste Amok gelaufen sein. Sowas hat mein Auto nicht. Aber warum sollte das Amok laufen?
Matthias S. schrieb: > Sowas hat mein Auto nicht. Aber warum sollte das Amok laufen? Weil ein eventueller Reifendruckverlust über die ABS/ESP Drehzahlsensoren in den Rädern ermittelt wird. D.h. es könnte der Reifendruckalarm losgehen. Es könnte auch sein, bei extremer Abweichung, das ESP funktioniert gar nicht mehr und das Warnlicht dafür leuchtet dann dauerhaft. Amok würde ich das auch nicht gerade nennen.
Naja, Amok meinte ich jetzt im Sinne von Alarm schlagen.
Gast
#6538020
Wart mal ab, bis die Sache mit der Unwucht gerichtlich festgestellt wird. Das wird lustig wenn die Jurs über den Naturgesetzen steht. :-))
Gast
#6538668
Cyblord -. schrieb: > Weil ein eventueller Reifendruckverlust über die ABS/ESP > Drehzahlsensoren in den Rädern ermittelt wird. Es gibt zwei Methoden für TPS / TPMS (Tire Pressure Sensor / Tire Pressure Monitoring System). Die sind seit 2012 in neuzugelassenen Fahrzeugen Pflich. Das indirekte System, das keine Drucksensoren im Rad selbst hat, kann sogar ein lockeres Rad feststellen. https://de.wikipedia.org/wiki/Reifendruckkontrollsystem "Unterschiedliche Größe" kann aber auch bedeuten, dass mit unterschiedlicher ReifenBREITE gefahren wurde.
Nick M. schrieb: > Das indirekte System, das keine Drucksensoren im Rad selbst hat, kann > sogar ein lockeres Rad feststellen. Und um DAS System geht es hier ja.
Cyblord -. schrieb: > Und um DAS System geht es hier ja. Bei Mercedes? Ach was!
Gast
#6538687
Cyblord -. schrieb: > Und um DAS System geht es hier ja. Wir wissen beide nicht, welches System der Unfallfahrer hatte. Ich darf dich erinnern, dass du von Druckverlust geschrieben hast. Den können beide Systeme feststellen. Bei dem Unfall geht es darum, dass Radschraube(n) abgerissen sind aufgrund der durch unterschiedliche Reifengrößen entstehenden behaupteten und völlig unsinnigen Unwucht. Die abgerissenen Schrauben ("lockeres Rad") würde das indirekte System erkennen. Nicht das ABS/ESP. Das indirekte TPMS-System verwendet dafür eigens Schwingungsaufnehmer.
Percy N. schrieb: > Cyblord -. schrieb: >> Und um DAS System geht es hier ja. > > Bei Mercedes? Ach was! Nö es ging allgemein darum ob das Auto "Amok laufen" könnte wenn man stark unterschiedliche Räder montiert. Das hatte ich für das ESP basierte Druckkontrollsystem ausgeführt.
Gast
#6538693
Percy N. schrieb: > Bei Mercedes? Ach was! Ach das war ein Merzedes? Das ist an mir vorbeigegangen, sorry! Mercedes verwendet lt. WiKi ausschließlich das direkte System. Also ein Drucksensor der im Rad montiert ist und den Druck per Funk überträgt.
Nick M. schrieb: > Bei dem Unfall geht es darum, dass Radschraube(n) abgerissen sind > aufgrund der durch unterschiedliche Reifengrößen entstehenden > behaupteten und völlig unsinnigen Unwucht. Ohne es gesehen zu haben verwette ich eine Kiste Bier das da gar keine Radschrauben gerissen sind - die sind alle noch drin da ist einfach die Achsaufhängung beim Aufprall auf den Bordstein gebrochen...
Heinz R. schrieb: > Nick M. schrieb: >> Bei dem Unfall geht es darum, dass Radschraube(n) abgerissen sind >> aufgrund der durch unterschiedliche Reifengrößen entstehenden >> behaupteten und völlig unsinnigen Unwucht. > > Ohne es gesehen zu haben verwette ich eine Kiste Bier das da gar keine > Radschrauben gerissen sind - die sind alle noch drin > > da ist einfach die Achsaufhängung beim Aufprall auf den Bordstein > gebrochen... Soweit man das vorhandene Bildmaterial überhaupt beurteilen kann, steht die rechte hintere Bremsscheibe noch (halbwegs) normal, das entsprechende Rad steht aber um 45° quer wird aber nur noch durch die Verkeilung unter Karosserie/Kotflügel unter dem Fahrzeug gehalten. Aber wer nicht einmal die vorhandenen Informationen ansieht und eine fiktive Bierkiste für Unsinn verwettet, hat eh ein (anderes) Problem. ---- Schlimm ist aber insb., an was für einem Scheiss sich manche aufhängen und am liebsten das ganze "System" in Frage stellen. Irgendein armer überstundenschiebender Polizist muss durchnässt noch eine Meldung schreiben, ein anderer macht daraus eine Pressenotiz und gewerbliche Polizeinewsportale wie Presseporteil, Blaulichtreport formulieren noch etwas um und schicken es gegen Kleingeld an alle Medien.. Irgendwo in der Kette hat jemand von dem Thema keine Ahnung von der Materie, aber schon kommt die Meute von Kritikern, die gleich von Lügenpresse, Polizeilügen, Politiklügen, Stasi, CoR u.ä. fabulieren. Einfach nur irre, insb. dass die Irren inzwischen auch hier vertreten sind.
Ralf X. schrieb: > Schlimm ist aber insb., an was für einem Scheiss sich manche aufhängen > und am liebsten das ganze "System" in Frage stellen. > Irgendein armer überstundenschiebender Polizist muss durchnässt noch > eine Meldung schreiben, immer dran denken -wer bezahlt den Unsinn? Und durchnässt und überstundenschiebend war hier sicher niemand - eher gelangweilt...
Heinz R. schrieb: > immer dran denken -wer bezahlt den Unsinn? Natürlich derjenige, der die Musik bestellt, also der normale neugierige Durchschnittsbürger, der genau informiert werden möchte, was Polizei, Feuerwehr und Notarztwagen wann und warum wo zu suchen hatten, wenn er nicht selber per Actioncam filmen und auf Tuchfühlung gehen darf, und wenn nicht, sofort eine VT vermutet. Und deswegen sind die örtlichen Behörden gehalten, quasi unmittelbar nach jedem Scheiss einen Kurzbericht für die Medien zu verfassen. > Und durchnässt und > überstundenschiebend war hier sicher niemand - eher gelangweilt... Während der Unfallaufnahme regnete es und war kalt.. Und m.W. gibt es in DE so gut wie keinen Polizeibeamten, der nicht Überstunden vor sich her schiebt/schieben muss.
Ralf X. schrieb: > Und m.W. gibt es in DE so gut wie keinen Polizeibeamten, der nicht > Überstunden vor sich her schiebt/schieben muss. Lass mich raten - Du bist bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert?
Heinz R. schrieb: > Ralf X. schrieb: >> Und m.W. gibt es in DE so gut wie keinen Polizeibeamten, der nicht >> Überstunden vor sich her schiebt/schieben muss. > > Lass mich raten - Du bist bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert? Die sind mir (in der Mehrzahl) viel zu primitiv und versoffen. Wenn es bei mir mal brennt, hoffe ich inständig, dass da die Berufsfeuerwehr anrückt.
Gast
#6539005
Ah, jetzt ist auch klar, wie die Polizei das direkt vor Ort herausgefunden hat: 3 Alk-Felgen, ... und ein Notrad. https://www.krzbb.de/img_13348395L_13_sdmgdettenmeyer.jpg Mit der Unwucht vermute ich, dass der Fahrer genau das gesagt hat. Kurz bevor die letzte Schraube sich verabschiedet hat. Oder kann man da wirklich sehen, dass die gebrochen sind?
Ralf X. (ralf0815) >Soweit man das vorhandene Bildmaterial überhaupt beurteilen kann, steht >die rechte hintere Bremsscheibe noch (halbwegs) normal, das >entsprechende Rad steht aber um 45° quer wird aber nur noch durch die >Verkeilung unter Karosserie/Kotflügel unter dem Fahrzeug gehalten. Ich frage mich, wo Du eine halbwegs normal stehendes Bremsscheibe siehst. Ich sehe eher einen hellen Fleck zw. zwei Speichen des Hinterrads, was nicht unbedingt nach der Nabe des Rades aussieht, sondern vielleicht nach Teil des Bremssattels.