Hallo zusammen,
da meine lieben HomematicIP Hersteller der Meinung sind, dass man keine
externen Smart Home Lösungen unterstützen will, stelle ich mich langsam
auf eine Umstellung für Home Assistant ein. Da dachte ich mir schauste
mal, was es auf dem Markt so gibt. Die ESPs sind ja schon genial nur
leider etwas gierig dank Wlan, aber da hat sicher schon jemand was für
Zigbee gebaut. Tja... Pustekucken, irgendwie sieht der Markt recht mager
aus. Außer die Xbees, welche schon obsolet sind, hab ich nicht viel
gefunden. Sieht es um den Zigbee Markt echt so mager aus? Wenn die Aqara
oder Ikea-Teile für unter 10€ über die Ladentheke gehen, dann kann es
doch nicht so teuer sein? Hab ich was übersehen? Bastelt man sich was
mit dem CC253x zusammen?
Vllt suche ich auch nach den falschen Begriffen im Netz?
Danke
Die Frage ist tatsächlich was man zusammenbasteln soll wenn man
Thermometer, Bewegungsmelder und Leuchtmittel für jeweils um die 10€
bekommt.
Das einzige was man dann noch braucht ist zigbee2mqtt mit dem USB-Dongle
um die Sachen wirklich intelligent anzusteuern ohne die seltsamen
Bridges der jeweiligen Anbieter verwenden zu müssen.
Oliver S. schrieb:> Die Frage ist tatsächlich was man zusammenbasteln soll wenn man> Thermometer, Bewegungsmelder und Leuchtmittel für jeweils um die 10€> bekommt.
Absolut genau das. Ich habe in jedem Raum die Zigbee Thermometer für
nichmal 10 € und bin sehr zufrieden. Für den Preis geht selber bauen
nicht. Als zigbee Bridge habe ich Sonoff zigbee (15€) mit Tasmota
Firmware zu MQTT.
Hallo und Danke für die Rückmeldungen,
vor Allem an r2d2 für die ausführliche Link-Zusammenstellung. Das sich
da ein Selbstbau aus Sicht der Finanzen nicht lohnt ist mir schon klar,
aber geht ja auch ein bisschen um den Spaß bei der Sache. Gestern hab
ich mein Hue-Gateway ausstecken können und das war schon irgendwie cool
(jetzt läuft der ConBee II am RPi, mache es aber direkt mit der
Deconz-Integration).
Mit dem ESP8266 hab ich mir zB. einen kleinen Multisensor gebastelt
(Helligkeit, BME680, kleines Display, PIR-Sensor und LED), welcher dann
in jeden Raum soll. Wenn ich z.B. Aqara nehme, ist halt der "Charme" ein
wenig verloren.
Es gibt von NXP einen Zigbee Controller. Sieht dann so ähnlich auch wie
eine der ESP Briefmarken, halt nur mit ZigBee als Funkstandard. Kostet
aber locker 8 bis 12 Euro pro Platine und liegt somit deutich über den
Kosten für einen ESP.
Chris K. schrieb:> Es gibt von NXP einen Zigbee Controller. Sieht dann so ähnlich auch wie> eine der ESP Briefmarken, halt nur mit ZigBee als Funkstandard. Kostet> aber locker 8 bis 12 Euro pro Platine und liegt somit deutich über den> Kosten für einen ESP.
Die Controller sind auch deutlich billiger zu bekommen. Ebyte hat
reichlich Module mit den verschiedensten Controllern im Angebot.
http://www.ebyte.com/en/product-class.html?cid=4&pid=8
Bei Aliexpress üblicherweise so 2-5€ pro Modul. Aber ohne Software nutzt
das halt überhaupt nix.
Hermann K. schrieb:> Für die Einbindung in Home Assistant kann ich> https://www.zigbee2mqtt.io/ empfehlen. Hol dir aber kein CC253x-Board> als Coordinator. Die sind zu schwach.
Es gibt noch einen Nachteil der CC253x Sticks: Man kann sie nicht ohne
Zusatzhardware flashen. Meiner wurde nach Monaten tadelloser Funktion,
vermutlich durch irgendein Home Assistant Update (kann aber auch purer
Zufall oder schlechtes Timing gewesen sein) in einen Zustand versetzt,
der ihn unbrauchbar machte. Es gibt diverse bug reports, die ähnliches
beschreiben.
Ein neuer Stick (diesmal mit CC2652RB) lief kostenmäßig auf das selbe
heraus und kann einfach über seine USB Schnittstelle mit neuer Firmware
versehen werden.
Interessanterweise scheint bei diesem neuen Stick aber die Latenz etwas
größer zu sein als beim alten. Meine Leuchtmittel scheinen träger zu
reagieren.
Hermann K. schrieb:> Aber ohne Software nutzt das halt überhaupt nix
Software gibt es bei nxp zum Download. Damit kann man das Teil dann
selber programmieren. Ich habe mir daraus HUE kompatibel Lampen
gebastelt.
Chris K. schrieb:> Software gibt es bei nxp zum Download. Damit kann man das Teil dann> selber programmieren. Ich habe mir daraus HUE kompatibel Lampen> gebastelt.
Interessant. Hast du das irgendwo öffentlich abgelegt (z.B. GitHub,
GitLab)?
hallo zusammen,
ich habe auch wochenlang Verschiedenes getestet.
Zwei Lösungen haben gut funktioniert: ESP und CC2530
Siehe Anlage.
Leider habe ich auf die neue Version 1.17 geupdatet,
https://github.com/koenkk/zigbee2mqtt
jetzt geht nix mehr.
Clever wie nun mal bin habe ich natürlich die alte Version gelöscht.
Vielleicht sie ja noch jemand?
Gruß Stefan
Stefan G. schrieb:> Clever wie nun mal bin habe ich natürlich die alte Version gelöscht.> Vielleicht sie ja noch jemand?
Du hast das Github-Repo verlinkt – da lassen sich alte
Entwicklungsstände/Versionen laden:
https://github.com/Koenkk/zigbee2mqtt/releases/tag/1.16.2 (unten sind
die Quellcode-Archive verlinkt)
Die NRF-Controller nRF52833 und nRF52840 können neben Bluetooth auch
Zigbee.
Als Module kosten die beim Chinamann auch keine 4 Euro.
Der Cortex-M4 in den Controllern läßt sich frei programmieren.
John Doe schrieb:> Die NRF-Controller nRF52833 und nRF52840 können neben Bluetooth auch> Zigbee.> Als Module kosten die beim Chinamann auch keine 4 Euro.> Der Cortex-M4 in den Controllern läßt sich frei programmieren.
Ich habe nun einen nRF52840 Stick. Ist ganz nett für Bluetooth, aber
Zigbee Anwendungen finde ich keine!
Marcus H. schrieb:> Ein neuer Stick (diesmal mit CC2652RB) lief kostenmäßig auf das selbe> heraus und kann einfach über seine USB Schnittstelle mit neuer Firmware> versehen werden.
Es gibt ja auch den CC2652P mit 20dBm. Macht der als coordinator bei
dem 'Consumer' Nodes einen Unterschied?
Die CCx Sticks lassen sich prima flashen und als Coordinator oder Router
einsetzen. CC25x leider nur bis 20 Endgeräten, die anderen mehr.
Reichweite ist eigentlich egal, da jedes Zigbeegeräte also auch jede
Hue-Lampe als Router das Signal weiterleitet. Ich habe einen CC2531
Stick auf niedrigster Sendeleistung getestet und alle Geräte bis in den
Keller waren erreichbar.
Das Problem ist dass es nur eine 4wöchige Testperiode für die
Entwicklungsumgebung gibt. Dann sind in der einfachsten Version etwa
1000€ zu zahlen. Entwickler kaufen eher ein Testboard mit SW für über
3000€ (Falls ich das richtig verstanden habe)
Einfache Anwendungen wie Eingänge abfragen gibt es noch fertig zum
flaschen, wenn man aber ein Programm schreiben will das z.B. Neopixels
ansteuert geht das nicht.
Da müsste man extra nochmal einen µC dranhängen der z.B. per I2c über
den CC2530 kommuniziert.
Stefan G. schrieb:> Die CCx Sticks lassen sich prima flashen und als Coordinator oder Router> einsetzen. CC25x leider nur bis 20 Endgeräten, die anderen mehr.
der CC2538 kann - je nach benutzter Firmware - 100-200 Geräte...
Jan L. schrieb:> der CC2538 kann - je nach benutzter Firmware - 100-200 Geräte...
Braucht aber leider wieder einen anderen Programmer als die kleineren
Versionen.
Vielleicht für den einen oder anderen auch noch interessant:
https://diyruz.github.io/
E18-MS1-PCB + CR2032, fertig ist der Zigbee-Sensor für die Schalterdose
Oliver S. schrieb:> Jan L. schrieb:>> der CC2538 kann - je nach benutzter Firmware - 100-200 Geräte...>> Braucht aber leider wieder einen anderen Programmer als die kleineren> Versionen.
Ich habe tatsächlich gar keinen Programmer gebraucht, sondern einfach
per gewöhnlichem UART-USB-Adapter geflasht (mit cc2538-bsl). Geht
allerdings nur bei ‚fabrikneuen‘ CC2538-Modulen, und falls man später in
dieser Art mal updaten möchte, muss man die Firmware leicht patchen.
Gibt‘s mittlerweile aber bereits fertig...