Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Motorsteuerung mit L296


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Stefan H. (alve89)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Servus allerseits!

Ich habe mir hier einen kleinen Schaltkreis gebastelt. Dieser besteht 
letztlich aus drei Teilen:

Pink: Spannungsreduktion von 12 V auf 3.5 V

Blau: Steuerung eines Motors (I max. 0,4 A, da plane ich noch eine 
Sicherung einzubauen) mittels L296 auf Grundlage von Signalen eines 
ESP8266. Die verbauten Transistoren zur Signalübergabe vom ESP an den 
Motortreiber (L296) sowie zur Schaltung der Stromversorgung des L296. 
Letztlich sind die Pins des ESP (J3 Pins 2+3 entsprechen GPIO2 + GPIO0) 
dauerhaft HIGH (da sie diesen Zustand während des Bootens brauchen) und 
somit der Collector von U5 LOW. Bei einem LOW-setzen der Pins schaltet 
U5 auf HIGH und der Treiber bekommt Strom. Die Transistoren Q1 und Q2 
senden die entsprechenden Signale an den Treiber, so dass der Motor 
entweder vorwärts oder rückwärts läuft.

Cyan: Das ist ein zweiter ESP8266, der die Signale aus zwei 
Reed-Schaltern annimmt. Die beiden Pins sind standardmäßig mittels Pull 
up HIGH wg. Bootvorgang.

Bisher verbaut und funktionstüchtig sind Pink und Blau, Cyan ist bisher 
lediglich geplant.

Nun stellen sich mir zwei Fragen:
1. Müssen die Collectors von Q1 und Q2 mittels Pull down auf LOW gezogen 
werden, um standardmäßig (bis zum Umschalten) ein definiertes LOW zu 
haben? Wie groß müssten diese Widerstände sein?
2. Können die physischen Pull ups in Cyan durch die ESP-internen Pull 
ups mittels INPUT_PULLUP ersetzt werden? Wenn nicht - sind die 4,7k 
ausreichend dimensioniert?

Falls jemand von euch den Thread schon auf SE gesehen haben sollte, 
bitte nicht über ein Doppelposting beschweren - dort hat mir für das 
Verstehen der Kommentare insbesondere das elektrotechnische Fachwissen 
gefehlt (bin absoluter Neueinsteiger in dem Gebiet). Sollten sonst noch 
Dinge auffallen, bin ich für jeden Hinweis dankbar!

: Verschoben durch Moderator
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan H. schrieb:
> Pink: Spannungsreduktion von 12 V auf 3.5 V
Die blaue LED wird nicht leuchten.
Aber das ist auch gut so, denn wenn sie leuchtet, brennt sie dir mit dem 
hohen Strom von 16mA fast das Augenlicht weg...

> 1. Müssen die Collectors von Q1 und Q2 mittels Pull down auf LOW gezogen
> werden, um standardmäßig (bis zum Umschalten) ein definiertes LOW zu
> haben?
Kommt drauf an, wo sie angeschlossen sind.

> Wie groß müssten diese Widerstände sein?
So, dass dort definierte Pegel anliegen. Im Zweifelsfall irgendwas um 
4k7.

> 2. Können die physischen Pull ups in Cyan durch die ESP-internen Pull
> ups mittels INPUT_PULLUP ersetzt werden?
Kommt auf die Länge der Leitung an. Und was dort für Störungen 
eingekoppelt werden können.
> Wenn nicht - sind die 4,7k ausreichend dimensioniert?
Passt.


BTW: wenn schon englische Kommentare, dann bitte halbwegs korrekt...
"Need for ...?"
"Substitutable by ..."
Ansonsten kannst du ja einfach deutsche Kommentare hinschreiben.

: Bearbeitet durch Moderator
von Stefan H. (alve89)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lothar M. schrieb:
> Die blaue LED wird nicht leuchten.
> Aber das ist auch gut so, denn wenn sie leuchtet, brennt sie dir mit dem
> hohen Strom von 16mA fast das Augenlicht weg...

Die war im Test tatsächlich noch nicht enthalten, sondern soll jetzt 
erst auf die Platine. Aber warum sollte die nicht leuchten? Den 
Vorwiderstand habe ich mir mittels 
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm ermittelt.

> Kommt drauf an, wo sie angeschlossen sind.
Die sind an IN1 und IN2 dieses Moduls angeschlossen: 
https://ae01.alicdn.com/kf/HTB1Mz5zVirpK1RjSZFhq6xSdXXaq/L298N-fahrer-bord-modul-L298N-schrittmotor-smart-roboter-breadboard-peltier-High-Power-L298-DC-Motor-Treiber.jpg_Q90.jpg

> Kommt auf die Länge der Leitung an. Und was dort für Störungen
eingekoppelt werden können.
Wie kann ich denn den Einfluss der Leitung ermitteln? Die Leitung wird 
ca. 2,5 m lang sein.

> Ansonsten kannst du ja einfach deutsche Kommentare hinschreiben.
War wie gesagt vorher auf SE gepostet, das ist nun mal englischsprachig 
- aber danke für die Korrektur!

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan H. schrieb:
> Die war im Test tatsächlich noch nicht enthalten, sondern soll jetzt
> erst auf die Platine. Aber warum sollte die nicht leuchten?
Die ist "falsch herum" eingebaut.
Strom fließt in Pfeilrichtung von + nach -
Und in diese Richtung muss auch der diodenpfeil zeigen, dass sie leitet 
und leuchtet.

> Den Vorwiderstand habe ich mir mittels
> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm ermittelt.
Schon, aber warum nimmst du da so viel Strom? 2mA reichen locker. 
Wetten?

> Wie kann ich denn den Einfluss der Leitung ermitteln? Die Leitung wird
> ca. 2,5 m lang sein.
Dann mach die Beschaltung ein wenig aufwändiger:
1
                 Vcc
2
                 o  
3
                 |  
4
                4k7 
5
                 |  
6
     .---470R----o------- µC
7
     |           | 
8
  Schalter      === 100n
9
     |           |
10
     '-----------o-------
11
                 |
12
                GND

>> Kommt drauf an, wo sie angeschlossen sind.
> Die sind an IN1 und IN2 dieses Moduls angeschlossen
Also Datenblatt des L298 anschauen. Dort findet sich ein Leckstrom von 
10µA für einen Low-Pegel. Du bist also für den Pulldown mit den 
"üblichen" 4k7 auf der sicheren Seite.

: Bearbeitet durch Moderator
von s.c.n.r. (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich würde den Schaltplan noch mit Wildwiesenblümchenmuster hinterlegen, 
damit er ein bisschen bunter rüber kommt ;-)

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan H. schrieb:
> Den Vorwiderstand habe ich mir mittels
> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm ermittelt.
Lass solche Tools weg.
Überleg dir einfach diese unheimlich simplen und grundlegenden Dinge 1x 
von vorn bis hinten durch und rechne dann den Widerstand schnell im 
Kopf:
Du hast 12V. Davon gehen 3V weg für die LED, bleiben 9V für den 
Widerstand. 2mA Strom reichen locker für eine Status-LED. Damit ist die 
Rechnung 9V/2mA und somit kommen 4,5 kOhm heraus. Da passt der 4k7 
Widerstand schon wieder... Toll.

: Bearbeitet durch Moderator

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.