Rohrkrepierer schrieb:> Du verpflichtest dich mit dem Studium ein 13 Jahre beim Bund.
Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine
Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
Tom_ing schrieb:> Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine> Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
Ob es Airbus dann noch gibt?
Tom_ing schrieb:> Rohrkrepierer schrieb:>> Du verpflichtest dich mit dem Studium ein 13 Jahre beim Bund.>> Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine> Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
Da biste dann zu alt und nach 13 Jahren beim Bund kannst du auch nicht
mehr wirklich effizient arbeiten.
Tom_ing schrieb:> Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine> Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
In der Entwicklung bekommst du nix da du in der BW Zeit nichts
entwickelst und somit keine Berufserfahrung hast. Chancen hat man eher
in mittleren Leitungsfunktionen ohne Fachknowhow wie z.B. Teamleiter im
Callcenter oder eines Reparaturteams für Handys. Für die Industrie
bringt man eigentlich vor allem Führungskompetenz mit.
TUM Elite schrieb im Beitrag #6543207:
> bundeswehr ist schmalspur ing, geh an die tum.
Denke nicht, dass ich mir ein Studium in München leisten kann. Finde
daher die Möglichkeit an der Bundeswehr Universität in München
interessanter.
Tom_ing schrieb:> Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine> Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
Wohl eher Null.
Als Zeitsoldat wirst du dann aber gerne in der Verwaltung genommen. In
den 13 Jahren warst du hauptsächlich mit dem Ausfüllen von Anträgen auf
Recycling-Papier beschäftigt und pünktlichen Erscheinen zum Dienst. Eine
Zusatzqualifikation ist die Fähigkeit zur Kontrolle ob Anträge richtig
ausgefüllt wurden und vollständig abgegeben wurden. Das prägt und
qualifiziert!
Entweder du gehst zum Bund aus Überzeugung und bleibst da, oder du lässt
es bleiben.
Ist ein Studium bei Behörden wie ZITiS besser bezahlt als ein
Werkstudentenjob in München?
https://interamt.de/koop/app/stelle?3&id=630917
"einen Studienplatz an der Fakultät für Informatik der Universität der
Bundeswehr München im Bachelorstudiengang Informatik zum Herbsttrimester
2021 mit dem Ziel eines Bachelorabschlusses (B.Sc.)
eine monatliche Studienbeihilfe in Höhe von 1.145 € (brutto) für die
Dauer der Regelstudienzeit (drei Jahre)"
Nach einem Technikstudium an einer BW-Hochschule folgt keineswegs
immer eine Verwendung als Fachoffizier. Für zahlreiche Absolventen
kommt dann der – vielfach frustrierende – Einsatz im allgemeinen
Truppendienst, etwa als (zunächst stellvertretender) Kompaniechef.
Ex-Fernmelder schrieb:> Nach einem Technikstudium an einer BW-Hochschule folgt keineswegs> immer eine Verwendung als Fachoffizier.
Kann man als Fachoffizier z.B. bei einem Nachrichtendienst in der
Entwicklung arbeiten? Zum Beispiel Detektion von Funksignalen aus dem
Ausland?
TUM Elite schrieb im Beitrag #6543238:
> aber entwicklung sehe ich da wenige möglichkeiten
Die BW entwickelt ja auch nichts. Die formulieren höchstens
Anforderungen oder überprüfen allerhöchstens ob die erfüllt wurden.
Gibts irgendwo Zahlen wie hoch der Anteil an Zivilisten z.B. in der
Erprobungsstelle Munster ist?
Ja, Munster hat nichts mit der Luftfahrt zu tun.
Manching (Nähe Ingolstadt) als Erprobungsstelle hat was mit der
Luftfahrt zu tun.
Joe schrieb:> Zum Beispiel Detektion von Funksignalen aus dem> Ausland?
Oder als Luftbildauswerter. Weil man als IT-ler die Qualifikation hat
einen PC bedienen zu können.
Tom_ing schrieb:> Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine> Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
Schlecht, denn du hast ja keine Berufserfahrung. In der BW werden nur
Mediziner fachspezifisch eingesetzt.
Du wirst als Stiefelputzer in einem Mr Minitladen enden. Stiefel putzen
lernt man beim Bund.
Es gibt ein paar Firmen (Rheinmetall) in der Rüstung die damit werben
solche Bundeswehrstudierte einzustellen, nur glaube ich kaum dass dort
viele von denen unterkommen, weil das auch fachlich passen muss, meist
passt es nicht und irgendwelche Schreibtischtäterjobs können auch
andere, jüngere machen.
Beim Verfassungschutz suchen sie immer wieder mal Leute für
nachrichtendienstliche Aufgaben (Abhören,...) aber die Bezahlung ist
absolut grauenhaft, jeder Geselle verdient mehr, in der Industrie z.T.
das Doppelt und mehr.
Der Enkel einer Bekannten war auch beim Bund, Auslandseinsätze u.a. in
Somalia, ist jetzt leicht psychisch gestört, vielleicht auch ne Masche
um da Geld rauszuleiern. Der ist nachdem er seine Pflichtzeit rum hatte
in die Industrie gewechselt aber auch nur weil der Vater in der selben
Firma arbeitet. Was er da genau macht keine Ahnung, jedenfalls hat der
lange gesucht bis er was gefunden hatte. Wenn der Vater den nicht
untergebracht hätte würde der vermutlich bei Mr. Minit arbeiten.
Bei den Amis ist das glaube ich anders, da gibts bei grösseren Firmen so
ne Art Veteranenprogramme die Firmen anbieten (müssen?) wo sie dann nach
dem Krieg unterkommen.
Ich würde es nicht machen. Zig Jahre verpflichtet man sich, in einem
normalen Job wechsle ich einfach wenn es mir nicht passt, ausserdem
steigert man in der Wirtschaft sein Gehalt in dem Zeitraum schon mal
sehr deutlich. Als Bundeswehrausgeschiedener wirst du kaum auf eine
Toppositon einsteigen, die Zeiten wo noch Altgediente ihr Personal noch
bevorzugt aus Ex-Bundis rekrutierten sind schon lange vorbei, heute sind
das eher Bemitleidenswerte die vom Bund in die Wirtschaft einsteigen
wollen.
Die meisten landen nach ihrem Dienst wohl irgendwo im ÖD, die stellen
alles ein was sich bewirbt.
Tom_ing schrieb:> Kann man Auslandsaufenthalte als Ingenieur vermeiden?
In der Regel nicht. Bereitschaft für mögliche Auslandseinsätze sind
Anforderungen, die heute an Kandidaten gestellt werden. Allerdings heißt
es häufig, das die Industrie die Führungserfahrung der Offiziere zu
schätzen wisse.
Früher gab es den verpflichtenden Wehrdienst. Heute kann man als
Freiwilliger bis zu einigen Jahren sich verpflichen. Das wäre eine
Möglichkeit zu prüfen, ob Dir das zusagt.
Anderer Weg wäre, Du machst erst eine Lehre und dann das Studium. Mit
Lehre hast Du die Chance an besser bezahlte Werkstudentenjobs zu kommen,
die auch bessere Einstiegschancen in der Industrie bieten würden.
Bruce Lees Friseur schrieb:> Bei den Amis ist das glaube ich anders, da gibts bei grösseren Firmen so> ne Art Veteranenprogramme die Firmen anbieten (müssen?) wo sie dann nach> dem Krieg unterkommen.
Bei den Amis ist es insofern anders, weil es für die die nicht zur
Oberschicht gehören nicht zahlbar ist eine vernünftige Ausbildung zu
bekommen. Das Militär ist die Schule der Nation für die Ärmeren. Das ist
der Grund, warum die so viele Soldaten haben die sich bereitwillig
opfern.
Dieter D. schrieb:> Anderer Weg wäre, Du machst erst eine Lehre und dann das Studium. Mit> Lehre hast Du die Chance an besser bezahlte Werkstudentenjobs zu kommen,> die auch bessere Einstiegschancen in der Industrie bieten würden.
Denke nicht, dass sich eine Berufsausbildung in einer Grossstadt lohnt.
Tom_ing schrieb:> bei Firmen wie Airbus eine Stelle in der Entwicklung zu bekommen
Firmen wie Airbus haben keine Entwicklung. Dort werden nur Specs
geschrieben und nach auswärts zu denen vergeben, die tatsächlich
entwickeln.
Nick M. schrieb:> Die BW entwickelt ja auch nichts. Die formulieren höchstens> Anforderungen oder überprüfen allerhöchstens ob die erfüllt wurden.
Also genau das, was Airbus auch tut.
Kommt darauf an, es werden gerade Studenten für den Bereich
Elektrotechnik gesucht. Wenn Du gut bist, kannst Du sogar Deinen Dr.
direkt im Anschluss an das Studium machen. Viele gehen nur zur UniBw
weil sie zur Bundeswehr möchten, da ist Elektrotechnik eher hinderlich
und Sportwissenschaften gefragt. Es sind aber fantastische Bedingungen
an der UniBw wenn man sich anstrengt.
Wer überprüft denn ob ein Funkgerät oder Satellit auch, dass tut was es
laut Anforderungen soll. Hierfür braucht Mann doch Experten mit
Elektrotechnik Studium bei der Bundeswehr oder übernimmt dass am Ende
ein Sportwissenschaftler?
Also die Bundeswehr hat Gewehre die nicht gerade aus schießen und
Marinehubschrauber die nicht über Wasser fliegen dürfen... Scheinen
wirklich Sportwissenschaftler zu sein, die deren technisches Gerät
konzipieren und abnehmen.
Tom_ing schrieb:> Rohrkrepierer schrieb:>> Du verpflichtest dich mit dem Studium ein 13 Jahre beim Bund.>> Wie sind die Chancen danach im Anschluss bei Firmen wie Airbus eine> Stelle in der Entwicklung zu bekommen?
Niemand hier kann 13 Jahre in die Zukunft sehen.
Ich kann dir einen Fall aus meinem Bekanntenkreis von vor über 20 Jahren
berichten. In Stichworten:
Luft- und Raumfahrt bei der BW studiert. Damit schnell vernünftig
Lametta auf der Schulter um sich nicht von jedem blöd anreden zu lassen.
Während des Studiums allgemein ein lockeres Leben. Nach dem Studium
zuerst ein paar Jahre auf diversen Dienstposten rumgegammelt und mehr
Lametta angesammelt. Schlussendlich auf einem sehr speziellen
Verwaltungsposten gelandet und sich extrem spezialisiert.
Nun gib/gab es bei der BW ein spezielles Programm zur, ich nenne es mal,
"Resozialisierung und Wiedereingliederung von Langzeitsoldaten in die
Gesellschaft". In den letzten Dienstjahren steht dem Soldaten dafür viel
Geld und Zeit zur Verfügung. Im beschriebenen Fall wurde das dazu
genutzt auf Kosten der BW einen MBA an einer bekannten MBA-Schmiede zu
machen.
Nach Ende der Dienstzeit mit Kusshand von einer großen
Beratungsgesellschaft genommen, die einen Beratungsbereich "Öffentliche
Verwaltung" hat. Jahrelang durch Behörden getingelt und beraten.
Familie, Kinder, viel Geld. Nie Entwicklung gemacht, nie in der Luft-
und Raumfahrtbranche gearbeitet. So mehr oder weniger zufrieden.
Mittlerweile aus den Augen verloren.
Tom_ing schrieb:> Liebe Community,>> lohnt sich die Laufbahn bei der Bundeswehr als Offizier der ...
xxx
Ja.
Ich habe an einer normalen Uni studiert (Dipl.-Ing.) und an der UniBwM
als externer promoviert. Dabei war ich 5 Jahre lang für die
Vordiplomsprüfungen verantwortlich. Die Studenten sind nicht besser oder
schlechter als an normalen Universitäten. Das Niveau auch nicht. Man
muss aber schneller durchs Studium durch die Trimester. Wer versagt
steht nach x Jahren mit nichts da.
Das Thema Airbus finde ich gar nicht wichtig. Wer weiß schon ob die nach
x Jahren Bedarf haben. Vorteilhaft sehe ich dass man
Personalverantwortung vorweisen kann. Ich rate daher eine
Führungslaufbahn anzustreben, wo auch immer.
> "Der Sold beträgt während des Studiums mindestens 2000 Euro netto je> Monat."
Das ist ein weiterer Vorteil. Man sammelt schon Geld für die Rente wenn
man später ausscheidet und bekommt ggfs. zusätzlich die Jahre beim IGM
Konzern beim Eintrittsdatum angerechnet.
Man kann außerdem auf dem Campus wohnen und mit Geld um sich werfen;-)
Hallo
Immer daran denken:
Die Bundeswehr von heute, eigentlich schon etwas länger hat nur wenig
mit der Bundeswehr zu Wehrpflichtzeiten gemein.
Leider (!) "spielt" ja die BW nun seit nun mehr als zwei Jahrzehnten
auch mal an einer "Front" (egal wie es auch beschönigend genannt wird
und was es streng juristisch genau ist) mit - und auch ein Techniker
findet sich auf einmal in Gegenden und Situationen wieder in dem niemand
freiwillig "hingehen" sollte.
Der ganze "Kram" der da von "Technikern" am laufen gehalten wird und
zugegeben auch technisch unglaublich faszinierend ist (keine Frage)
dient letztendlich doch zur Gewaltausübung und töten von Menschen und
vernichten von Infrastruktur -und auch "die Bösen" sind Menschen...
Mann muss definitiv nicht aktiv an solchen Aktionen teilgenommen haben
um zu erkennen das man da nicht unbedingt "mitspielen" sollte.
Geschichtsunterricht, gute Filme, Berichte von Leuten die da waren wo
"Der Bär stept" oder mal ein Gespräch mit Leuten die in Krisengebieten
leben sollten eigentlich reichen...
Praktiker
Ich hab mir das vor vielen Jahren auch überlegt, bin aber davon
abgekommen. Ganz davon abgesehen, ob man ins Ausland muss und was man
später machen kann gibt es noch im Vorfeld ein paar Fragen.
Wie gesagt ist das bei mir schon lange her, es könnte sein dass sich das
geändert hat....
Soweit ich weiß, ist das Studium in Trimester und nicht in Semester
aufgebaut. Das ist sehr anstrengend und wenn man das Studium schmeißt
sitzt man für Jahre bei der Bundeswehr fest und kommt nicht mehr raus.
Nach vielen Jahren ist es dann zu spät um auf einer normalen Uni zu
studieren. Das hat mich letztlich dazu gebracht nicht dort zu studieren.
Was es nicht besser macht
Aber ich denke wir lassen das besser, sonst wird es zu politisch und zur
einer (wichtigen) Grundsatzdiskussion die in einen E-Technikforum
trotzdem nichts zu suchen hat - schon die überzeugendsten Pazifisten
haben sich bei Diskussionen die köpfe eingeschlagen ;-)
Andreas B. schrieb:> Soweit ich weiß, ist das Studium in Trimester und nicht in Semester> aufgebaut. Das ist sehr anstrengend und wenn man das Studium schmeißt> sitzt man für Jahre bei der Bundeswehr fest und kommt nicht mehr raus.
Das ist natürlich Quatsch. Wenn man sich um nichts anderes kümmern muss,
als um sein eigenes Studium (man wird ja gut bezahlt als "Student") ist
da nix anstrengend. Klar, lernen muss man schon. Und die 13 Jahre werden
erst festgelegt, wenn man das Studium hat.
Dussel
Jürgen schrieb im Beitrag #6548357:
> die bei der bundeswehr sind doch allle homos. da gibts keine frauuen und> die männer schlafen zusammen in betten
Tja, deine Antwort war natürlich provozierend gemeint, ging aber nach
hinten los. In der Bundeswehr gibt es mittlerweile alle sexuell
möglichen Permutationen, Schwule, Lesben, Frauen die Männer waren und
umgekehrt. Die Bundeswehr ist da mittlerweile liberaler als manch
anderer Arbeitgeber.
Ein kleiner Vorgeschmack, inklusive Pimmel ab Party? Dann bitte hier:
https://www.youtube.com/watch?v=Xa4eQf8hdIY
Dussel
Stiefel schrieb:> Sind jetzt nicht unbedingt Alleinstellungsmerkmale der Legion.
Aber die nehmen nicht jeden. Super-Ösi Freddy Quinn zum Beispiel ist
bei denen durchgefallen und musste sich eine neue Identität als
heimatloser Seemann zukegen. Als Hamburger C-Promi geht er aber immer
noch durch, warum auch immer ...
Man hört ja immer wieder von Typen, die beim Bund psychisch einen Knacks
wegbekommen haben, weil sie ja nicht wussten, dass man als Soldat auch
mal andere Menschen erschießen muss und auch zurück geschossen wird.
Das sollte man sich vorher wirklich überlegen. Aber bis zu 15% der
Männer sollen psychopathische Züge haben. Von daher kann sowas schon der
perfekte Job sein.
Vielleicht hilft dir zur Entscheidungsfindung die Autobiografie von
Chris Kyle zu lesen. Das war der perfekte Soldat, der nach eigener
Aussage wohl im Gefängnis gelandet wäre, wenn er nicht als Scharfschütze
hätte legal Leute erschießen können.
... schrieb:> Vielleicht hilft dir zur Entscheidungsfindung die Autobiografie von> Chris Kyle zu lesen. Das war der perfekte Soldat, der nach eigener> Aussage wohl im Gefängnis gelandet wäre, wenn er nicht als Scharfschütze> hätte legal Leute erschießen können.
Eher nicht, von einem Einzelfall auf etwas Allgemeines schließen zu
wollen, funktioniert nicht. Sonst könnte man auch das Buch von Thomas
Reiter "Leben in der Schwerelosigkeit" empfehlen. Wer es nicht weiß,
Thomas Reiter hat als Offizier und über das Studium "Luft- und
Raumfahrtechnik" an der Universität der Bundeswehr seine Karriere
gemacht. Ich bin überzeugt, er gehört mit zu den glücklichsten Menschen
dieser Welt.
Dussel
... schrieb:> Man hört ja immer wieder von Typen, die beim Bund psychisch einen Knacks> wegbekommen haben, weil sie ja nicht wussten, dass man als Soldat auch> mal andere Menschen erschießen muss und auch zurück geschossen wird.> Das sollte man sich vorher wirklich überlegen. Aber bis zu 15% der> Männer sollen psychopathische Züge haben.
Eher selten das man heute bei der Bundeswehr über Leben und zu
entscheiden hat. Das kommt um ein vielfaches häufiger bei Ärzten,
Pflegern, Förster und Metzgern vor. Das wären ja nach der verqueren
Logic oben auch Jobs für männliche Psychopathen.
Bastelmensch schrieb:> vor allem Führungskompetenz
...müsste für konservative Konzerne sehr interessant sein; beim Bund
lernst du Untergebene durch Anbrüllen und Drohen zu führen. Es gibt
Branchen, in denen das auch heute noch so üblich ist. Da kannst du dann
sicherlich reüssieren.
Sorry aber das ist zumindest verallgemeinert
Trotz meiner sehr kritischen Einstellung war ich als
Wehrdienstpflichtger bei den "Verein" - zwar "nur" 9 Monate, aber schon
vor 26 oder 27 Jahren wurde nicht mehr angeschrien und Drohen wurde
auch nur dort angewandt wo es notwendig war und auch nicht schlimmer als
in der Schule bzw. was heute noch in so manchen Firmen abläuft.
Allerdings war ich auch bei der Luftwaffe ("Flieger" wow ...klingt
wichtig war aber gar nichts...) da soll wohl generell ein ehr
vernünftiger Umgang gegenüber anderen "Abteilungen" stattgefunden haben
Realist
Hier gibt es jetzt zwei Dussel. Nicht wundern.
Realist schrieb:> Trotz meiner sehr kritischen Einstellung war ich als> Wehrdienstpflichtger bei den "Verein" - zwar "nur" 9 Monate, aber schon> vor 26 oder 27 Jahren wurde nicht mehr angeschrien und Drohen wurde> auch nur dort angewandt wo es notwendig war und auch nicht schlimmer als> in der Schule bzw. was heute noch in so manchen Firmen abläuft.
Das kann ich von vor etwa fünfzehn Jahren auch bestätigen. Geschrien
wurde da nur, damit alle es hören und verstehen können.
Realist schrieb:> Allerdings war ich auch bei der Luftwaffe ("Flieger" wow ...klingt> wichtig war aber gar nichts...) da soll wohl generell ein ehr> vernünftiger Umgang gegenüber anderen "Abteilungen" stattgefunden haben
Ich war auch Flieger bei der Bundeswehr. Das glauben die meisten erstmal
nicht. :D
Der andere Dussel schrieb:> Geschrien> wurde da nur, damit alle es hören und verstehen können
Wie will man dann im Kriegsfall führen? Keiner rennt gerne ohne
Winterjacke in das russische MG-Feuer. In diesem Fall würde ich es nicht
verstehen und mit dem Zug nach Hause fahren. Wie führt der Offizier
dann? Mit vorgehaltener MP vielleicht?
Da du laut deinem Beitrag
Ponyhof schrieb:> beim Bund> lernst du Untergebene durch Anbrüllen und Drohen zu führen.
so tiefe Einblicke hast, kannst du dir die Frage selber beantworten.
Tom_ing schrieb:> lohnt sich die Laufbahn bei der Bundeswehr als Offizier der> Elektrotechnik?
Ich kannte mal einen U-Boot Kommandant , der nach seiner Laufbahn
Dienststellenleiter bei Ferchau wurde .
Man konnte irgendwann seine Geschichten von seiner Zeit als U-Boot
Kommandant nicht mehr hören .
Fachlich hatte er nix drauf.
Dann nach Jahren ist er bei Ferchau rausgeflogen .
Nun hat er sich bei einer anderen Zeitarbeitsfirma eingekauft,
weil er auf dem freien Markt nichts mehr gefunden hatte.
Wenn du einen ähnlichen Lebenslauf haben willst , dann lohnt es sich
bestimmt .
Kommandant ist kein Beruf.
Was hat der gelernt oder studiert?
Das war ja hier die Anfangsfrage, Studium ja/nein. Zivilversager gibt es
übrigens auch außerhalb der BW.
Ich hab e-technik beim Bund studiert. War im Feldjägerdienst während
meiner aktiven Dienstzeit. Habe anschließend eine Abteilungsleiterstelle
beim Staatlichem Bauamt angetreten. Natürlich habe ich fast nur mit
Personalführung zu tun, aber dadurch habe ich mehr Spass an meinen
elektro-hobbies. Während meiner Bundzeit war es ähnlich. Bis jetzt, bin
43 Jahre alt, habe ich's nicht bereut...
Ich finde die sog. Work-Life-Balance echt in Ordnung. Aber muss jeder
selbst wissen.
Bund schrieb:> Habe anschließend eine Abteilungsleiterstelle beim Staatlichem Bauamt> angetreten.
Was verdienst du denn jetzt so beim Bauamt? Angestellter oder Beamter?
Rene S. schrieb:> Kommandant ist kein Beruf.> Was hat der gelernt oder studiert?
Den Herrn kannte ich auch.
Er hatte E-Technik studiert und war auf der U-28.
Nach dem Bund kam dann Ferchau Mannheim.
Das Studieren/Studium (in Trimestern) bei der BW ist fast reiner
Selbstzweck und Legitimation des Rangsystems.
Weder wird das Studium jeglicher Ingenieurfachrichtungen in der BW
gebraucht bzw. lässt sich dort nutzbringend einsetzen, noch suchte schon
damals noch in Zeiten des "Mangels" die Industrie Fachingenieure, die
bei der BW studiert haben, und heute im Überangebot erst recht nicht.
Aber das Studium ist eine gute Chance, Berufssoldat zu werden und durch
Verbeamtung auf Lebenszeit den Cash sicher haben.
Sollte das aber in die Hose gehen und man muss nach 14 Jahren zurück in
die freie Wirtschaft, dann kann man sich gleich den Mannschaften und
Uffzen anschließen, den Lkw- oder Busführerschein zu machen oder als
Quereinsteiger bei der DB AG sein Glück versuchen.
Pustefix schrieb:> Sollte das aber in die Hose gehen und man muss nach 14 Jahren zurück in> die freie Wirtschaft, dann kann man sich gleich den Mannschaften und> Uffzen anschließen, den Lkw- oder Busführerschein zu machen oder als> Quereinsteiger bei der DB AG sein Glück versuchen.
Klingt nach hohem Risiko und sozialem Abstieg. Dann war das Studium ja
irgendwie umsonst.
Hallo zusammen,
Ich habe Elektrotechnik bei der Bundeswehr studiert.
Nach dem Studium gibt es natürlich verschiedene Verwendungen an
unterschiedlichen Standorten deutschlandweit.
Grundsätzlich ist Eigeninitiative wichtig um seine. Personalplaner zu
überzeugen techniknah eingesetzt zu werden. Es gibt durchaus spannde
Bereiche vor allem bei der Luftwaffe oder Marine.
War beispielsweise in der Beschaffung von Informations und
Kommunikationstechnik beschäftigt. Die Inbetriebnahme zusammen mit der
Industrie ist hier durchaus spannend. Es gibt hier auch etliche
Forschungskooperationen mit den Bundeswehr Unis, Fraunhofer und DLR
Instituten.
Zweite Station war als Lehrer für Informatik und Netzwerktechnik.
Am Ende noch techniknah bei einem Dienst (parallel MBA vom Bund bezahlt)
und anschließend in die Entwicklung zu einem Technologie-Konzern (Metall
Tarif) gewechselt. Hier auch einige Arbeit in C-Programmierung.
Aktuell in der Teamleitung.
Kurzzusammenfassung:
- Deutschlandweite Mobilität erlaubt auch spannende Verwendungen.
- Ausland kann als Techniker teilweise vermieden werden.
- Weiterbildung am Ende der SaZ Zeit ermöglicht nochmal ein Zertifikat
wie MBA.
- Viele Technologie Konzerne im Süden wissen es zu schätzen wenn ihre
Ingenieure auch die Sprache des Kunden sprechen.
Schlagt euch das ausm kopp geht im i g m unternehmen studieren und lernt
dort.
Beamter da wird man nach 3 Jahren schnüffelstoff süchtig und versucht
einen P00no auf Tesa film zu filmen.
Leite eine Abteilung mit psychisch gestörten, kommen alle nächsten Jahr
in Frühpasion
Scheiß Sauferei!!
Um den Auslandseinsatz kommt man als Ingenieur oft sowieso herum, weil
man da einfach zu nichts zu gebrauchen ist. Einen entsprechenden Ruf
haben Ingenieure dann auch bei den "echten" Soldaten :)
Also wartet in der BW selbst oft ein Sesselfurzer-Job. Manche wollen das
aber auch so. Soll natürlich nicht heißen, dass man mit genug Engagement
nicht auch interessante Tätigkeiten innerhalb der BW findet.
Wie man in der Privatwirtschaft ankommt, hat natürlich auch wieder mit
den eigenen Fähigkeiten und Engagement zu tun. Einen prinzipiellen
Vorteil hat man als BWler da normalerweise nicht. Es gibt schließlich
auch genug zivile Absolventen auf dem Markt. Vielleicht unterstellt man
einem BW-Absolventen aber mehr Fähigkeiten beim Thema Personalführung.
Den O. schrieb:> ja, warum hat jemand von der bw bessere Eigenschaft im Bereich> Personalführung?
Der hat eher Erfahrung im "sich knechten lassen" vom Offizier
(Dienstleister) ;)
Reinhard S. schrieb:> Da biste dann zu alt und nach 13 Jahren beim Bund kannst du auch nicht> mehr wirklich effizient arbeiten.
Naja, man kann sich sicher auch dienstunfähig schreiben lassen und dann
eine üppige Beschädigtenrente von der Bundeswehr kassieren.
Bis dann Rambo 4.o daheim kommt in die wolfshöhle und deine ganze Anlage
kaputt ballert, die du über 15 Jahre zusammen gelötet hast, glaube mir
danach gehen zwei in die Gummi Zelle und einer kommt raus!
Senf D. schrieb:> Was verdienst du denn jetzt so beim Bauamt? Angestellter oder Beamter?
Meine Stelle war eine A12/A13 beim Einstieg. Förderliche Zeiten wurden
mir angerechnet. Insgesamt ein paar Jahre, was sich auf den fiktiven
Dienstantritt ausgewirkt hat. Meine neue Stelle geht bis A14. Wenn die
nächsten Stellen frei werden ist die ein oder andere Bewerbung
notwendig. Wird aber noch ein paar Jahre dauern.
Ex-Fernmelder schrieb:> Warum kein Berufssoldat? Letzter Dienstgrad?
Bin als Hauptmann ausgeschieden, so wie fast jeder... Mir war eine
wirkliche heimatnahe Verwendung wichtiger als Berufssoldat und
regelmäßige Auslandsaufenthalt. Ich fahre lieber privat ins Ausland...