Hallo,
ich suche einen "Schlitten" für meinen Motor zum Brunnenbohren (Beispiel
angehängt), leider habe ich keine Idee nach was ich suchen muss bzw. wo
ich soetwas beziehen kann.
Danke und Gruß
Brunnenbohrer
Suchst du ein Gestell oder einen Schlitten den man in mehreren Stufen
einstellen kann oder beides?
Ich frage weil ich da keinen Schlitten erkennen kann.
Mit Schlitten meinte ich die Führung auf welcher der Motor montiert ist,
quasi eine Platte mit zwei "Rohren" an der Seite.
Sowas suche ich, allerdings schon fertig geschweißt.
Gibts sowas fertig? Den Schlitten wirste einzeln kaum bekommen, Ist ja
nicht gerade ein Normteil.
Ansonsten: Was spricht dagegen das nachzubauen? Sonderlich genau muss
die Konstruktion ja nicht werden. Da reichen Bohrschrauber, Flex und
Elektrodenschweißgerät doch aus.
Brunnenbohren schrieb:> ich suche einen "Schlitten" für meinen Motor zum Brunnenbohren (Beispiel> angehängt), leider habe ich keine Idee nach was ich suchen muss bzw. wo> ich soetwas beziehen kann.
Denke am besten suchst Du mal nach "Linearvorschub Brunnenbohrmaschine"
o.ä.
In Bildern dazu findest Du dann Maschinen unterschiedlicher
"Kampfklassen".
Worauf Du bei einer Brunnenbohrmaschine achten solltest, läßt sich mit
ein paar Kernpunkten beschreiben:
1) die Lafette muß fest mit drei Auslegern verbunden sein.
a) weil sie (möglichst unverrückbar) vertikal ausrichtbar sein muß und
b) so festgesetzt (mit Erdspießen und/od. Erdschnecken o.ä.) werden
können muß, daß sie die Bohr-Drehmomente ans Erdreich vollständig
ableiten kann
2) auf der Lafette (z.B. einem Doppel-T-Träger) sollte ein "Hund" sehr
schnell laufen und auch festgesetzt werden können.
a) Schnell-Lauf des Hundes kann am besten per Drahtseil erreicht werden,
das oben an der Lafette über eine Umlenkrolle läuft und hinter ihr auf-
und abgespult werden kann
b) Schnell-Lauf ist deshalb erforderlich, weil Du spätestens ab der
Schlickerschicht nicht mehr mit Schnecken arbeiten kannst, weil Dir
sonst die Pampe (beim Hochziehen) aus der Schnecke herauslaufen kann.
Ab dann mußt Du mit einer sogen. "Kiespumpe" weiterbohren.
Die hat mit einer Pumpe nur so viel zu tun als man mit ihr ein Gemisch
aus Wasser, Sand und Kies/Gestein aus dem Bohrloch herauspumpen kann.
Ansonsten ist das auch eine Schnecke, die allerdings (von unten her auf
einer Länge von bis zu 30cm hoch) mit einem Rohr umhüllt ist und in
ihrem Eintritts- bzw. Schürfbereich eine Klappe aus Leder oder Gummi
hat.
Schürft man unter Vortrieb, öffnet sich durch das feste Material die
Klappe und es kann in die Schneckengänge befördert werden.
Beendet man den Vortrieb und dreht die Schnecke kurz gegenläufig
schließt sich die Klappe. (Meistens). ;)
Und hindert dadurch das Abgeschürfte daran, wieder aus der Schnecke
(durch Wasserspülung) austreten zu können.
All das findet unter Wasser statt.
Die Klappe dichtet aber NICHT mit 100%.
Weshalb es dann darauf ankommt, die Kiespumpe möglichst schnell
hochziehen zu können, damit das Wasser möglichst wenig aus ihr
herausspülen kann.
Danach sofort Eimer unter die Schnecke stellen, um sie entleeren zu
können.
Oder sie "abhängen" und nebendran (umgestülpt) entleeren zu können.
c) Festsetzen des Hundes muß auch möglich sein, weil man manchmal auch
mit Zwangs-Vortrieb der Schnecke(n) arbeiten muß.
Woraus sich ergibt:
3) Der eigentliche Linearvortrieb (bei festgesetztem Hund) für den
Vorschub des Getriebemotors muß gar nicht mal recht lang sein:
20 bis 30cm reichen völlig aus.
Oder anders ausgedrückt:
Die Höhe der Ummantelung der Kiespumpe.
4) Ausnahmslos ALLE mechanischen Koppelungen an die Antriebswelle des
Getriebemotors MÜSSEN einfach und SCHNELL lösbar sein.
Magst Du mal etwas dazu sagen, wie die Bodenbeschaffenheit ist und ob Du
weißt, wo sich der Grundwasserpegel (unter OK Boden) befindet?
Denn Brunnenbohrungen sind prinzipiell IMMER mit dem Risiko behaftet,
daß ein größerer Steinbrocken jeglichen Vortrieb recht schnell beenden
kann.
Auch das sollte man bei einem derartigen Vorhaben m.E. schon bedenken:
Wie soll es dann weitergehen?
Mit Dia-Bohrkronen, die mit ganz anderen Umfangs-Geschwindigkeiten
arbeiten als Schnecken.
Wie viel U/min hat Dein Getriebemotor an der Ausgangs-Welle?
Und welchen D soll das Bohrloch haben?
"Frei" gebohrt oder mit gleichzeitigem Hüllrohr-Vortrieb?
Ganz abgesehen davon, daß traditioneller Brunnenbau ggf. durchaus eine
Alternative zum Brunnenbohren sein kann:
Wie sieht es denn bei Dir mit der Zulässigkeit aus, überhaupt einen
Brunnen bauen zu dürfen?
Welchen Standpunkt hat das Wasserwirtschaftsamt dazu?
Oder willst Du das etwa illegal machen?
So ganz einfach ist das insgesamt nämlich nicht. :)
Zu Deinem angehängten Bild:
Linearführung per zwei Säulen od. Rohren macht man beim Brunnenbohren
prinzipiell nicht.
Und schon gleich gar nicht ohne jegliche Abstreifer an Führungsstangen!!
Weil Brunnenbohren immer mit mehr oder weniger "Sauerei" verbunden ist:
Was glaubst Du denn, was mit der Zuverlässigkeit der im Bild gezeigten
Führungen los ist, wenn da nur ein paar Sandkörner in die offenen
Lagerschlitze "einsäuseln"?
Nein - man macht das generell nur mit einer einzigen Lafette, auf der
ein Hund läuft.
Der kann auch auf Hartgummi-Lagerungen laufen, die auch Sandkörner
"schlucken" können - ohne jegliche evtl. "Lagerfresser"-Gefahr.
Spielt alles gar keine Rolle:
Hauptsache der Hund ist aus den gen. Gründen festsetzbar.
Aus dem Bild kann ich auch nicht entnehmen, wie diese
"Zwei-Stangen-Lafette" eigentlich Bohr-Drehmomente ans Erdreich
übertragen kann.
Normalerweise sind die drei Ausleger von Lafetten möglichst nahe an der
OK des Bodens angeordnet.
Damit den Bohr-Drehmomenten keinerlei kontraproduktive Hebelwirkungen
"eingeräumt" werden. ;)
Erstmal ganz herzlichen Dank an alle für die Hilfe
@holzkopf: Wahnsinn, vielen, vielen Dank für die ausführliche
Rückmeldung, ich versuche mich einmal an der Antwort. Vorweg noch: ich
habe bereits minimale Erfahrung im Brunnenbau, vor 3 Jahren habe ich
unserem Nachbarn beim Bau geholfen, allerdings alles von Hand. Da ich
dazu leider gesundheitlich nicht mehr in der Lage bin, wollte ich mir
einen entsprechenden Bohrer bauen.
Das wichtigste Vorab: mit unserer Verbandsgemeinde stand ich bereits in
Kontakt, es gibt keine Einwände den Brunnen zu bohren.
Die wasserführende Schicht befindet sich in ca. 9m Tiefe wobei in 5m
eine Sandsteinschicht ist. Diese hatten wir beim letzten Mal mühsam mit
einer Stahlkugel am Seil zertrümmert... das war sehr langwierig und
kräftezerrend, hier würde ich diesmal gerne mit einer entsprechenden
Bohrkrone arbeiten. Der Boden an sich ist sehr lehmig und schwer.
Zum Bohren verwende ich einen FU geregelten 400V Motor mit 1,5kW
Leistung, drehzahlgeregelt bis 1450 Umdrehungen / Minute. Das Bohrloch
soll am Ende 150mm Durchmesser haben, ein entsprechendes Hüllrohr ist
geplant.
Zur Übertragung des Drehmomentes wollte ich ein einfaches Dreibein aus
Stahlträgern bauen, sämtliche Kupplungen werden als Kardankupplungen
ausgeführt, auch um eine Montage der einzelnen Bohrelemente zu
erleichtern.
Danke für deine Info zu dem Bild, im Nachgang macht es natürlich Sinn:
der Ganze Dreck bleibt in den Linearführungen hängen und reibt oder
verstopft alles. Habe ich aber in dem Moment gar nicht dran gedacht und
mich im Nachgang sicherlich tierisch geärgert!
Nun muss ich aber einmal ganz dumm fragen: was meinst du mit einem Hund?
Aus dem Kontext würde ich sagen eine Laufkatze? Sorry aber ich bin
leider nicht vom Fach ;)
Ansonsten nochmal vielen, vielen Dank für deine Hilfe und die
ausführliche Beschreibung!
1450 Umdrehungen, das mag vielleicht mit der Bohrkrone gehen, wobei ich
die Eignung für den Zweck bezweifle. Wie willst du den Bohrkern aus der
Bohrung rausbringen? Aber fürs normale Bohren, da wirst du dich eher im
Bereich von
20-50 Umdrehungen bewegen. Kommt drauf an, welchen Durchmesser du
brauchst,
keine Ahnung ob der schon irgendwo stand. Du bräuchtest eher irgendeinen
Schneckengetriebemotor der in diesem Bereich dreht. Den kannst du bis
vielleicht nem Drittel der Nenndrehzahl runterdrehen, nach oben ist auch
noch vielleicht um die Hälfte mehr drin. Mehr geht schon wegen der
Kühlung nicht. Am besten fragst du wegen sowas. irgendnen
Schrotthändler, ich hab vorletztes jahr erst 2 weggegeben, weil die
schon etliche Jahre rumlagen und sicher nie mehr gebraucht werden.
Brunnenbohren schrieb:> ich> habe bereits minimale Erfahrung im Brunnenbau, vor 3 Jahren habe ich> unserem Nachbarn beim Bau geholfen, allerdings alles von Hand.
Damit hast Du aber auch schon speziellere Erfahrungen, die Dir bei
Deinem Vorhaben zugute kommen können:
- Wie war das beim Schneckenvortrieb im lehmigen und schweren Boden?
- Lief die Schnecke allein durch Drehung im Boden weiter voran oder
mußte auch noch Druck auf sie ausgeübt werden?
- Anfangsdruck, bis die Schnecke jeweils wieder (nach ihrem Herausziehen
und Entleeren) "griff"?
- welchen D hatte die Schnecke und wie lang war sie?
- Weißt Du noch, in welchem Monat Nachbars Brunnen gebohrt wurde?
- Wie dick war die Sandsteinschicht ca.?
- War sie innerlich einigermaßen homogen oder bröselig?
Wie weit ist Nachbars Brunnen von Deinem geplanten entfernt?
Und wie "ergiebig" ist Nachbars Brunnen bzw. was kann er im Sommer
dauerhaft entnehmen ohne daß die Pumpe im Leeren "gurgelt"?
In welcher Tiefe sitzt Nachbars Pumpe (bitte möglichst genau)?
Planst Du einen ganz bestimmten Ort Deiner Brunnenbohrung oder könntest
Du sie auf Deinem Grundstück ohne weiteres auch max. entfernt von
Nachbars Brunnen setzen?
> mit unserer Verbandsgemeinde stand ich bereits in> Kontakt, es gibt keine Einwände den Brunnen zu bohren.
Ist sehr gut. :)
Stimm Dich am besten mit der Verbandsgemeinde ab, was Du zu tun hast, um
den Brunnenkopf so "abschotten" zu können, daß nichts Unerwünschtes in's
Grundwasser eindringen/einsäuseln kann.
Denn aus nachvollziehbaren Gründen wird allergrößter Wert darauf gelegt,
das Grundwasser zu schützen.
In der BRD wird das wohl überall so sein, und ich habe nur einen
teilweisen Überblick in BW und BY darüber:
- Hüllrohre von Brunnen sind am besten bis über OK des Bodens
herauszuführen
- Und am besten mit Lehmpackungen abzudichten
> Die wasserführende Schicht befindet sich in ca. 9m Tiefe wobei in 5m> eine Sandsteinschicht ist. Diese hatten wir beim letzten Mal mühsam mit> einer Stahlkugel am Seil zertrümmert... das war sehr langwierig und> kräftezerrend,
Kann mir lebhaft vorstellen, was das für ein "Theater" war. ;)
Deshalb auch w.o. die Frage nach dem Gefüge der Sandsteinschicht.
> hier würde ich diesmal gerne mit einer entsprechenden> Bohrkrone arbeiten. Der Boden an sich ist sehr lehmig und schwer.> Zum Bohren verwende ich einen FU geregelten 400V Motor mit 1,5kW> Leistung, drehzahlgeregelt bis 1450 Umdrehungen / Minute. Das Bohrloch> soll am Ende 150mm Durchmesser haben, ein entsprechendes Hüllrohr ist> geplant.
Hier mal ein Rechner für v_U:
http://www.vondercrone.de/berech/umdreh.html
Gibst Du bei dem den D 150mm und die 1450U/min ein, "landest" Du bei
einer v_U von ca. 11m/s.
Was aber viel zu hoch ist.
Vergleichswert von Beton-Kernbohrungen liegt bei ca. 2 bis 6m/s.
Je höher der Kiesanteil, desto niedriger ist die v_U.
Nun hast Du aber Sandstein, also ein hoch abrasives Material, das es Dir
erlaubt - verglichen mit Beton - mit höheren v_U bohren zu können.
Geschätzt vielleicht mit 7 bis 8m/s.
Kann sein, daß Du dies mit der FU-Drehzahl hinbekommen kannst.
Ob Du aber auch die Schnecken-v_U damit hinbekommst, wirst Du probieren
müssen.
Falls nicht, Zahnrad-Getriebemotor auf den Hund packen.
Welche Gründe hast Du, ein 150mm Hüllrohr einzusetzen?
Und welches Material willst Du dafür verwenden?
Spielt alles eine Rolle, mit welchem Bohrkronen-D Du am besten den
Sandstein durchbohren solltest.
Was die Bohrkrone anbelangt:
So gut wie alle Bohr-Unternehmen fahren ihre Bohrkronen bis an die
Verschleißgrenze des St-Grundkörpers.
Heißt - sie löten (autogen) immer wieder neue Dia-Segmente auf.
Teils auch in gemischter Härte, um optimal damit bohren zu können.
An Deiner Stelle würde ich mal Kontakt zu solchen Unternehmen aufnehmen.
Denn was Du an sich nur brauchst ist eine (fast) "beendete" Bohrkrone
mit harten Segmenten (weil Sandstein hoch abrasiv ist und sich deshalb
die Segmente sowieso permanent "aufschärfen").
Red einfach mit denen und frag nach, was sie dafür bezahlt haben wollen.
Harte Segmente für "Trockenschnitt" haben die natürlich auch, wenn nicht
sogar überwiegend solche.
> Zur Übertragung des Drehmomentes wollte ich ein einfaches Dreibein aus> Stahlträgern bauen, sämtliche Kupplungen werden als Kardankupplungen> ausgeführt, auch um eine Montage der einzelnen Bohrelemente zu> erleichtern.
Du meinst damit ein stehendes Dreibein, das ganz oben punktartig
zusammengeführt ist?
Kardankupplungen brauchst Du an sich nicht.
Linear steckbare reichen dazu völlig aus.
Kraft-Übertragung kann auch z.B. durch ineinander steckbare Quadratrohre
erfolgen, die nur per Sicherungsstift davon abgehalten werden
"auseinander" fallen zu können.
Die Sicherungsstifte sind dabei an der Kraftübertragung völlig
unbeteiligt.
> Danke für deine Info zu dem Bild, im Nachgang macht es natürlich Sinn:> der Ganze Dreck bleibt in den Linearführungen hängen und reibt oder> verstopft alles. Habe ich aber in dem Moment gar nicht dran gedacht und> mich im Nachgang sicherlich tierisch geärgert!
Wieso das denn?
Das eingangs im Anhang Gezeigte hast Du doch gar nicht.
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
> was meinst du mit einem Hund?> Aus dem Kontext würde ich sagen eine Laufkatze?
Laufkatzen und Laufhunde werden meistens an Doppel-T-Trägern eingesetzt.
Der Unterschied zwischen beiden ergibt sich daraus, wo (genau) sie
laufen.
Laufkatzen laufen im Zwischenraum von Ober- und Untergurt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gurt_(Bauteil)
Genau genommen meistens auf Rollen, die in den Zwischenraum hineinragen
können und NUR auf dem Untergurt laufen.
Laufhunde können dagegen oberhalb und unterhalb von Ober- und Untergurt,
also auf den Flächen der Träger, laufen.
Nur scheinbar ist der "Unterhalb-Fall" eines Laufhundes identisch mit
einer Laufkatze, weil er nämlich von unten her mit Druck belastet werden
kann, was bei einer Laufkatze so nicht möglich ist.
Der "Oberhalb-Fall" eines (Lauf-)Hundes dürfte aber für Dich viel
interessanter sein.
Denn im einfachsten Fall kannst Du Dir einen Doppel-T-Träger (100x100mm)
holen und an den unten drei Hebelarme von mindestens 1m Länge (in ca.
120° zueinander angeordnet) so anschweißen, daß du ihn vertikal stehend
dort hinstellen kannst, wo Du bohren willst.
Auf die Gurtfläche (die zum Bohrloch gerichtet ist) packst Du dann einen
Hund drauf.
Das ist nichts weiter als eine rechteckige Platte die auf dem Gurt mit
Gleitreibung laufen kann.
Damit sie nicht herunterfallen oder sich verdrehen kann, reicht es aus,
wenn Du an den vier Ecken Untergriffe unter den Gurt setzt.
Das "Lagerspiel" kannst Du großzügig ansetzen:
1mm Luft spielt dabei gar keine Rolle; denn in dem Moment, in dem Kraft
vom Motor ausgehend auf den Hund ausgeübt wird, wird auch das Spiel auf
0 gedrückt.
Auf den Hund kannst Du einen kurzen Linearvorschub setzen, wenn Du
überhaupt einen brauchst und auf den dann den Antriebsmotor.
Wie lang der Träger sein muß hängt natürlich von der Länge der Schnecken
und der Hüllrohre ab.
Brunnenbohren schrieb:> Schlitten meinte ich die Führung auf welcher der Motor montiert ist,
Vorsicht, dass sich dieser Schlitten nicht wie ein Propeller um das Loch
dreht wenn es mal hakt. Gut fixieren!
Uli S. schrieb:> ... Wie willst du den Bohrkern aus der> Bohrung rausbringen? ...
In dem Fall geht das noch relativ einfach, weil der Kern nur auf ca. 5m
Tiefe ist.
Bevor man mit der Bohrkrone anfängt, bohrt man ca. in der Mitte von ihm
ein Loch für einen Bolzenanker:
https://www.hausunddach.de/Upat-Bolzenanker-IMC-Schwerlastduebel?curr=EUR&gclid=EAIaIQobChMIsJK3572c7gIVbkeRBR2ZvQinEAQYBCABEgJUg_D_BwE
Auf den Bolzenanker schraubt man dann eine Langaugenmutter auf:
https://www.yacht-steel.com/langaugenmutter-m8-19mm-p-1323.html?gclid=EAIaIQobChMImsOBiMCc7gIVH0CRBR09Yw8xEAQYAiABEgJ7y_D_BwE
Zunächst aber nur bis ca. zur Hälfte der Mutter (die andere Hälfte
braucht man zum Anziehen des Konus).
Das befestigt man seitlich an einer Dachlatte so, daß man damit den
Bolzen ins Loch stecken kann und auch so, daß dann, wenn man die Mutter
mit der Dachlatte anzieht, die Verbindung platzt oder aufreißt.
Nach dem Herausziehen der Dachlatte schiebt man ein Stück Quadratrohr,
das an ein Rundrohr oder Baustahl angeschweißt ist, über die
Langaugenmutter und zieht sie damit voll an.
Danach kann man den Kern ausbohren und nach dem Ziehen der Bohrkrone in
die Langaugenmutter einen Haken (mit Seil) einhakeln, mit dem man dann
den Kern herausziehen kann.
@ Brunnenbohren:
Zum D der Bohrkrone für den Sandstein mußt Du berücksichtigen, daß er so
groß sein muß, daß Du das unterste Hüllrohr, das ganz unten mit einer
soliden Abscher-Vorrichtung ausgestattet sein sollte, weiter nach unten
durchschieben können mußt.
Bedingt durch die Abscher-Vorrichtung hast Du ganz unten den größten D.
Dahinter sitzt dann auf ca. 2m Länge das ums Rohr gewickelte
Filtervlies, das die Vielzahl der ins unterste Rohr gebohrten Löcher
überdeckt sowie Sandkörner daran hindert, ins Rohr eindringen zu können.