Forum: HF, Funk und Felder WLAN für außen


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von Georg (Gast)


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Hallo,

ich möchte gerne einen Teil des Außenbereichs eines Hofs mit WLAN 
abdecken (2,4GHz) und in den nächsten Stall funken (Fläche des Stalls: 
ca.80qm quadratische Form; keine Tiere mehr darin). Der AP würde an eine 
an der Hauswand montierten Halterung einer SAT-Schüssel (ohne Schüssel) 
über den Hof (ca. 10m) in den Stall funken. Ursprünglich habe ich an 
einen TP-Link CPE210 gedacht, aber der ist ja eigentlich mehr für 
Richtfunk konzipiert und ich bin mir nicht sicher, ob der für diesen 
Zweck so geeignet ist, wenn man sich die Abstrahlcharakteristik 
anschaut. Mein nächster Gedanke war einen EAP110-Outdoor oder einen 
EAP225-Outdoor zu kaufen. Der EAP225-Outdoor deckt ja auch noch 5GHz ab, 
aber da ist es auch besonders wichtig den übrigen 5GHz Funkverkehr nicht 
zu stören, wenn man keinen Ärger haben will (gilt natürlich auch für 
2,4GHz, aber bei 5GHz kommt es eher zu Konflikten). Ich denke mit 2,4GHz 
kommt man auch ganz gut aus. Es sollen ja keine Backups oder ähnliches 
über die Verbindung gemacht werden.
Was mich aber stört ist die Cloud-Anbindung mit der Omada App.
Verstehe ich es richtig, daß die Teile ohne Cloud Account nicht 
funktionieren ?
Ich hätte am liebsten eine Lösung, wo ich völlig ohne Cloudanbindung 
auskomme bzw. der Router sollte so einzurichten sein, daß man da nicht 
über die Cloud "herein kommt". Der AP hängt ohnehin nicht in einem Mesh 
und wird nur einmalig vor Ort eingerichtet.

Welche Geräte (muss nicht TP-Link sein, aber nicht zu teuer) haltet ihr 
für diesen Zweck geeignet?

von Stefan M. (derwisch)


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Wenn es nur die eine Vorzugsrichtung zum Stall gibt, ist der TP-Link 
schon in Ordnung.
Die Richtwirkung darf man sich nicht extrem spitz vorstellen.

von Jetzt weg mit dem Troll (Gast)


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Erst mal. WLAN hat mit Cloud eigentlich nichts zu tun. Sinnvollerweise 
nimmt man WLAN Router, welche nur per Kabel ans lokale LAN angeschlossen 
sind. Dann kann man einstellen, ob, und wie die Verbindung, zum Internet 
sein soll.

Ich kenne die erwaehnten Geraete nicht. Allenfalls andere anschauen.

von Georg (Gast)


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Jetzt weg mit dem Troll schrieb:
> Erst mal. WLAN hat mit Cloud eigentlich nichts zu tun. Sinnvollerweise
> nimmt man WLAN Router, welche nur per Kabel ans lokale LAN angeschlossen
> sind. Dann kann man einstellen, ob, und wie die Verbindung, zum Internet
> sein soll.
>
> Ich kenne die erwaehnten Geraete nicht. Allenfalls andere anschauen.

Der AP wird per LAN-Kabel an den Router angeschlossen.
Was ich definitiv nicht möchte, ist daß der AP (hier z.B. der TP-Link 
EAP-225) irgendwelche Daten an den Hersteller sendet, oder sich gar wie 
es neuerdings in Mode kommt nur mit Cloud-Zwang einrichten lässt.

Deshalb meine Frage bezüglich der TP-Link Omada App.

von kenny (Gast)


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Georg schrieb:
> Der EAP225-Outdoor deckt ja auch noch 5GHz ab,
> aber da ist es auch besonders wichtig den übrigen 5GHz Funkverkehr nicht
> zu stören, wenn man keinen Ärger haben will

Wenn Du ein in Deutschland zugelassenes Gerät kaufst, hat sich der 
Hersteller bereits um diese Problematik gekümmert.

von Georg (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Wenn es nur die eine Vorzugsrichtung zum Stall gibt, ist der TP-Link
> schon in Ordnung.
> Die Richtwirkung darf man sich nicht extrem spitz vorstellen.

Ich überlege nun auch, es mit dem CPE210 zu versuchen, zumal es dafür 
auch open-wrt images gibt.
Ist dann irgendwie zukunftssicherer, da der Firmware Support von TP-Link 
meiner Erfahrung nach nicht der Beste ist.

Hat hier jemand praktische Erfahrungen im Nahbereich mit dem CPE210?

von Marcus (Gast)


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Georg schrieb:
> ich möchte gerne einen Teil des Außenbereichs eines Hofs mit WLAN
> abdecken (2,4GHz) und in den nächsten Stall funken

Ähnliches habe ich auch umgesetzt, allerdings wurde die Funkverbinung 
zwischen Haus und "Stall" letztendlich durch PowerLAN/Powerline ersetzt. 
Im Nebengebäude wird ein AP also direkt in die Steckdose gesteckt, 
dieser clont die Einstellung des Haupt-AP. Für die Endgeräte sieht es 
aus als wäre es ein großes Netz, die Umbuchung erfolgt automatisch. Ich 
würde an deiner Stelle prüfen ob eine solche gemeinsame Stromleitung in 
Haupt- und Nebengebäude vorliegt über die das WLAN erweitert werden 
kann. Falls Du kein Amateurfunker oder Kurzwellenhörer bist, ist da 
meiner Ansicht nach nichts gegen Powerline einzuwenden.

Gruß

von Georg (Gast)


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Danke, aber Powerline ist hier keine Option.

von Jetzt weg mit dem Troll (Gast)


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Das ganze LAN haengt ja irgendwo am Internet. an einem Router. Bei 
diesem einfach die Namensaufloesung von TP-Link sperren. Dann den 
Leerlauf Verkehr anschauen, ob die WLAN Router etwas von sich aus senden

von Skyper (Gast)


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Ich werfe mal den Mikrotik wAP ac ins Rennen ... nicht so teuer und kein 
Cloud zwang, Versorgung über POE und er macht 2,4GHz & 5GHz ... wenn man 
mehrer APs betreiben will, kann man das mit einer lokalen Lösung 
umsetzen...

Ich bin gerade dabei mich mit dem cAP ac zu beschäftigen... das ist die 
variante für Innen.

von Martin (Gast)


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Also ich habe den EAP225 für außen, für innen einen EAP245 und einen 
Omada Controller zur einheitlichen Konfiguration.

Damit besteht zwar die Möglichkeit, das über die Cloud zu konfigurieren 
ist aber KEIN MUSS. Funktioniert prima ohne Cloud bei mir zuhause.

von Martin (Gast)


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Nachtrag:
Und wenn du den Omada Controller weg lässt, kannst du jeden AP einzeln 
konfiguieren, auch völlig ohne Cloud.

von Dymo Fond (Gast)


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kenny schrieb:
> Wenn Du ein in Deutschland zugelassenes Gerät kaufst, hat sich der
> Hersteller bereits um diese Problematik gekümmert.

Nur auf den Hersteller vertrauen ist keine gute Idee. Diverse Hersteller 
liefern ihre Geräte mit einer für mehrere Länder zugelassenen Firmware 
aus. Da muss man sich schon selber kümmern dass die Landeseinstellung 
stimmt. Vielleicht hast du auch Pech und dein Händler dreht dir einen 
Grauimport mit nicht zulässiger Konfiguration an und du glaubst nur dass 
alles richtig eingestellt ist.

Ich erinnere mich auch Dunkel dass es in der Allgemeinzuteilung für 
einige Frequenzen noch zusätzliche Einschränkungen im Bereich um ein 
paar vorgegebene Koordinaten gibt.

von Georg (Gast)


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Martin schrieb:
> Nachtrag:
> Und wenn du den Omada Controller weg lässt, kannst du jeden AP einzeln
> konfiguieren, auch völlig ohne Cloud.

Ah ja, vielen Dank.
Wahrscheinlich "quatscht" das Ding dann dennoch mit dem Hersteller, aber 
das kann man ja zur Not im Router blocken.

von Georg (Gast)


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Dymo Fond schrieb:

> Nur auf den Hersteller vertrauen ist keine gute Idee. Diverse Hersteller
> liefern ihre Geräte mit einer für mehrere Länder zugelassenen Firmware
> aus. Da muss man sich schon selber kümmern dass die Landeseinstellung
> stimmt. Vielleicht hast du auch Pech und dein Händler dreht dir einen
> Grauimport mit nicht zulässiger Konfiguration an und du glaubst nur dass
> alles richtig eingestellt ist.
>
So etwas hatte ich auch gehört, deshalb ist bei 5GHz(noch) mehr Obacht 
drauf zu geben als bei 2,4GHz.

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Such mal nach Unifi.
https://unifi-network.ui.com/

: Bearbeitet durch User
von Georg (Gast)


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100Ω W. schrieb:
> Such mal nach Unifi.
> https://unifi-network.ui.com/

Schaue mal hier:
https://www.heise.de/news/Netzwerktechnik-Hersteller-Ubiquiti-gehackt-Jetzt-Passwort-aendern-5020809.html

Die haben sich hiermit disqualifiziert.

Und außerdem sollen sich einige Kisten von denen z.B. UDM /Pro nur mit 
Online Accountzwang betreiben lassen. Habe ich zumindest gehört.

von Georg (Gast)


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Skyper schrieb:
> Ich werfe mal den Mikrotik wAP ac ins Rennen
Klingt auch sehr spannend.
Habe mir jetzt den CPE210 geholt, da der noch günstiger ist und 5GHz 
nicht benötigt wird.
Mal schauen, wie der sich schlägt.

Danke an alle erstmal.

Beitrag #6548186 wurde vom Autor gelöscht.
von Experte (Gast)


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Georg schrieb:
> ich möchte gerne einen Teil des Außenbereichs eines Hofs mit WLAN
> abdecken (2,4GHz) und in den nächsten Stall funken

Ich würde nicht lange rummachen und einfach Glasfaser zwischen den 
Gebäuden legen und die APs dann in den jeweiligen Gebäuden per Kabel 
versorgen.

Dann können die APs nämlich so positioniert werden, dass sie die Flächen 
möglichst perfekt ausleuchten. Kanäle sind ja bei 2.4 GHz Wifi nicht im 
Überfluss vorhanden...

Und Kupfer zwischen Gebäuden, never. Glas ist so billig inzwischen.

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Experte schrieb:
> Und Kupfer zwischen Gebäuden, never. Glas ist so billig inzwischen.

Und die maximal mögliche Datenrate ist viel höher. Wenn du Glas legst 
würde ich gleich viel mehr Faser als nötig legen, denn das Verlegen ist 
sehr viel teurer als die Faser.

von Reinhard S. (rezz)


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Experte schrieb:
> Ich würde nicht lange rummachen und einfach Glasfaser zwischen den
> Gebäuden legen und die APs dann in den jeweiligen Gebäuden per Kabel
> versorgen.

Da macht man mit Aufbuddeln & Rohr verlegen aber länger rum als 2 AP an 
die Wände zu dübeln...

Nicht, das ich was gegen Glasfaser habe, aber wenn der Aufwand in keinem 
Verhältnis steht bzw. die Ansprüche gering sind gehts doch auch ohne.

von michael_ (Gast)


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Was soll das mit Glasfaser?
Es soll ja auch das Umfeld des Hofes beleuchtet werden.

Georg schrieb:
> Habe mir jetzt den CPE210 geholt, da der noch günstiger ist und 5GHz
> nicht benötigt wird.

Wird sicher funktionieren. Und der Preis ist unschlagbar.
Aber ein Gerät, was 2000m kann für 10m einsetzen, ist überdimensioniert.
Aber für 35EUR geht das schon.

P.S.:
Warum so viele Anfragen in letzter Zeit für W-LAN im Stall, Schuppen, 
Scheune?
Und Problem mit 10 - 15m? Kommt drauf an, was es werden soll.
Ein einfacher Repeater reicht doch meist.

von Oliver S. (phetty)


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Skyper schrieb:
> Mikrotik wAP

Die mikrotik sind gut aber echt keine Einsteiger Dinger. Wenn man das 
aber durchschaut hat taugen die sehr!
Kleiner Tipp für den Einstieg, eine virtuelle Maschine auf 192.168.88.10 
konfigurieren und wissen wie man das Ding resetten kann.

von Johannes W. (johannes_a_w)


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Ein Nachtrag zur allgemeinen Information bzgl. der PoE-Eigenschaften der 
EAPs (zur Optionalität Cloud wurde ja schon alles gesagt):

TP-Link legt dem EAP225-outdoor (und -indoor) passive PoE-Injektoren 
bei, alternativ benötigt man einen kompatiblen PoE-Switch (nicht alle 
funktionieren, da die APs nur einen Modus unterstützen (ich müsste 
nachschauen ob A oder B) und somit nicht 802.3af/at-konform sind). Das 
triift nicht für alle TP-Link EAPs zu, andere wie z.B. der EAP115-Wall 
sind vollständig 802.3af/at-konform (und unterstützen kein passives 
PoE).

Der EAP110 outdoor ist nur für passives PoE mittels beigelegtem Injektor 
geeignet.

Gruß,
J.

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Oliver S. schrieb:
> Die mikrotik sind gut aber echt keine Einsteiger Dinger.

Kann auch nur noch mal sagen, dass die Hardware von Mikrotik ohne 
tiefere Netzwerkkentnisse schwer einzurichten ist.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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100Ω W. schrieb:
> schwer einzurichten ist

Wer nur der Werbung vertraut ist selten gut beraten. Auch bei einem 
simplen AVM-Repeater reicht "roten Knopf" drücken nicht immer. Er muß 
auch zum System passen. Man sollte sich schon mal etwas mit dem Thema 
beschäftigen, damit man auf die Web-Oberfläche gelangt. Noch wichtiger 
ist jedoch einen optimalen STANDORT für seine Geräte zu suchen. Das 
spart manchen überflüssigen Kauf, Repeater und dessen sinnlosen 
Stromverbrauch. Eine Handy-App wie Wlan-Analyzer ist dabei recht 
nützlich.

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Schau dir Mikrotik-Webfig Demo mal an.
http://demo.mt.lv/webfig/

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