Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Gibt es einen Bit-Aufsatz für ein Potentiometer?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Helpneeded (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

ja, richtig dämliche Frage...
Das Potentiometer von meinem Gefrierschrank klemmt. Der Drehknopf ist 
gebrochen und das Loch ist zu schmal um einen neuen metallenen Drehkopf 
einzusetzen. Auch die Spitz oder Flachzange ist nicht erfolgreich, das 
Ding ist entweder völlig hinüber oder festgefrohren.
Also bleibt mir als einzige Idee mit einem speziellen Schraubendreher 
Bit das Potentiometer wieder zu lockern. Gibt es sowas?
Wie im Bild ist es leider ein Zylinder mit einer abgeschliffenen Seite. 
Mir wäre nicht bekannt, dass es sowas gäbe.

Danke euch!

von michael_ (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Helpneeded schrieb:
> um einen neuen metallenen Drehkopf
> einzusetzen.

Kann ein Sicherheitsproblem sein.
Das Poti kann unter Netzspannung stehen.

Aber Drehknöpfe für sowas gibt es.

von Mani W. (e-doc)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Helpneeded schrieb:
> das
> Ding ist entweder völlig hinüber oder festgefrohren.

Ausbauen und durch ein neues ersetzen!

Festgefroren wird es wohl nicht sein...

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Helpneeded schrieb:
> Das Potentiometer von meinem Gefrierschrank klemmt. Der Drehknopf ist
> gebrochen und das Loch ist zu schmal um einen neuen metallenen Drehkopf
> einzusetzen. Auch die Spitz oder Flachzange ist nicht erfolgreich, das
> Ding ist entweder völlig hinüber oder festgefrohren.

"im Leben nicht" wird das ein (elektrisches) Potentiometer sein. Das 
sind mechanische Komponenten, und wenn die so eingefroren wären, das die 
sich nicht drehen lassen, dann wäre echt was im Argen.

Kühlschrank-Thermostate sehen typischerweise so aus:

ebay 230754537606

Viele voon denen haben eine abgeflachte Achse.

Was du brauchst, ist kein Bit, sondern eine Achsverlängerung, z.B. Ebay 
292181991104. Die Madenschraube brauchst du ja nur grade so weit rein zu 
drehen, das die Hülse sich auf der alten Achse drüber schieben lässt.

Damit solltest du dein "Poti" drehen könne. Du solltest aber 
normalerweise die Plastik-Abdeckung des Thermostats abnehmen könenn, 
denn du willst dieses ja möglicherweise tauschen ...


Anstelle der Achsverlängerung kannst du dir auch einfach eine 
Achskupplungs-Hülse besorgen, und an dem einen Ende da dran schrauben 
was auch immer du willst. Am anderen Ende halt wieder die Madenschraube 
nur halb reindrehen.

https://www.conrad.de/de/p/mentor-720-64-achskupplung-1-st-183745.html

von Mani W. (e-doc)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Möglich wäre auch, dass die Achse festgerostet ist...

von Helpneeded (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
danke für eure raschen Antworten!

Das mit der Achsenkupplung könnte klappen. Danke für den Hinweis.

Dass das Teil vermutlich ein gesamter Thermostat mit Poti ist, wusste 
ich nicht. Das macht das ganze etwas kritischer, auch, wenn da 
potenziell Netzspannung dran ist.
Ich wollte alles daran setzen ein Einbaugefrierschrank nicht ausbauen zu 
müssen :(

Ob das teil wirklich eingefroren ist, kann ich nicht sagen. Leider ist 
der Gefrierschrank derzeit auf maximum gestellt, deshalb dachte ich an 
die Möglichkeit.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Hilfebenötigender.

Helpneeded schrieb:

> Das mit der Achsenkupplung könnte klappen.

Ja.

> Dass das Teil vermutlich ein gesamter Thermostat mit Poti ist, wusste
> ich nicht. Das macht das ganze etwas kritischer, auch, wenn da
> potenziell Netzspannung dran ist.

Das ist auch kein "Poti". Der Thermostat hat einen langen Fühler, der 
aus einem dünnen biegsamen Rohr besteht, das mit Öl oder Alkohol oder 
irgend so einer Substanz gefüllt ist.
Bei Erwärmung dehnt es sich aus, und drückt im Thermostat auf eine 
Membran und bewegt diese gegen eine Feder. Die Position wird über einen 
mit Feder und Hysterese versehenen Schnappmechanismus festgestellt, und 
in Abhängigkeit dieser Position löst der Mechanismus aus und schaltet 
einen Kontakt ein oder aus.

Woran Du drehst ist eine Schraube, mit dem Du eine Federvorspannung oder 
eine Position für den Schnappmechanismus einstellst.

Ein Potentiometer im Sinne eines einstellbaren elektrischen Widerstandes 
für eine elektronische Regelung wäre ein sehr seltener Fall.
Einen solchen Aufwand mit einer elektronischen Regelung würde man nur 
für Spezialkühlschränke mit sehr präziser Regelung oder Fernsteuerung 
oder ähnlichem einsetzten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Potentiometer

Was "zum Drehen" hast Du dort aber wohl, und die Ausgestaltung der Achse 
mit einer Abflachung dient zur einfachen Herstellung eines Formschlusses 
mit dem Drehknopf, damit der nicht durchrutscht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verbindungstechnik#Formschluss

> Ich wollte alles daran setzen ein Einbaugefrierschrank nicht ausbauen zu
> müssen :(

Das ist der riesen Nachteil von Einbaumöbeln generell. Immer bedenken: 
Wenn was kaputtgeht, wie komme ich dran zum reparieren?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Bernd (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd W. schrieb:
> Das ist der riesen Nachteil von Einbaumöbeln generell. Immer bedenken:
> Wenn was kaputtgeht, wie komme ich dran zum reparieren?
Bei Einbaudingern hat man ja oft schon Probleme um überhaupt an den 
Netzstecker zu kommen...

von W.S. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Helpneeded schrieb:
> Dass das Teil vermutlich ein gesamter Thermostat mit Poti ist, wusste
> ich nicht. Das macht das ganze etwas kritischer, auch, wenn da
> potenziell Netzspannung dran ist.

Wenn es ein üblicher Kapillar-Thermostat ist, dann liegt es auf PE. Aber 
es schaltet dann tatsächlich Netzspannung. Aber Alu oder ein Poti ist 
beim Thermostat eher recht ungebräuchlich.

Du solltest zu allererst ein paar Tropfen von irgend etwas fettendem 
bzw. Gleitfähigkeit machendem auf die Stelle tun, wo die Achse im 
Gehäuse verschwindet. Also ein Öl oder Petroleum oder irgend sowas 
kriechölartiges.

Wenn da wirklich Aluminium dabei ist, dann ist das Ganze nur 
festgefressen. Dann brauchst du das auch gar nicht auszubauen, sondern 
nur irgendwie nachzuölen und vorsichtig etwas hin und her zu bewegen, 
dann kommt es wieder in Gang.

W.S.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.