Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Was taugt als Plastikbügeleisen für gewellte Folien?


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von Plastikbügler (Gast)


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Hi,

ich brauch Rat von einem Spezialisten für Plastik.

Die Folie hat Sonne abbekommen und sich unter der Acrylscheibe gewellt.

Wär sie aus Papier hätt ich sie gebügelt.

Was nun - zwischen Glasplatten erhitzen und falls ja, mit welchem 
Trennmittel taugt dafür?

von Uli S. (uli12us)


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Schwierig, eventuell zwischen 2 solcher Silikonfolien für die Küche 
legen die als Backpapierersatz genommen werden. Leider sind das 
miserable Wärmeleiter.
Da wirst du wohl recht lange drauf rumbraten müssen, ehe die Wärme 
durchgedrungen ist. Eventuell geht auch einfach normales Backpapier, das 
ist vergleichsweise sehr dünn, da ist die Wärme viel schneller durch.
Persönlich würd ich mir das eher als Foto nachbauen auf Laserdrucker 
ausdrucken und auf irgendwas passend starkes als Träger aufkleben. 
Laserdrucker deshalb, weil Tintenspuckerdrucke ausbleichen.

von Reinhard S. (rezz)


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Wenn Sonne das hinbekommen hat bekommt Sonne es vielleicht auch wieder 
weg? Also nicht in der jetzigen Jahreszeit, klar.

von MaWin (Gast)


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Plastikbügler schrieb:
> Die Folie hat Sonne abbekommen und sich unter der Acrylscheibe gewellt.

Das zusammenziehen von Kunststofffolien auf Grund von Hitze "Prinzip 
Schrumpfschlauch" wirst du durch noch mehr Hitze auch nicht los.

Fertige eine neue Folie an, mit einem Tintenstrahldrucker oder so.

von Uli S. (uli12us)


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Kein Tintenspucker, das bleicht aus, weil die Tinte normalerweise keine 
Pigmente enthält.

von Plastikbügler (Gast)


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Danke für die Tips, alle sind willkommen, zögert nicht auch wenns 
Schnapsideen sind ;)

Die Folie würd ich langsam faltenfrei unter langsamer Erwärmung mit 
einem Hallogenspot glatt pressen, ein leichter Überstand von 1-2 mm am 
Rand ist akzeptabel, den kann man anpassen.

Das Problem ist, das Ankleben beim Pressen zu verhindern, Teflon vlt.?

Ich fand schon Trennmittel für Formen, jetzt such ich eines für 
Folien...

von Schlaumaier (Gast)


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Ich würde sie zwischen 2 Blatt A4-Papier legen und durch meinen 
Laminiergerät laufen lassen (125 mic.).

Danach auf einer glatten kalten Platte kurz mit Anpressen (Buch o. so) 
platt drücken.

Notfalls den Vorgang einige Male wiederholen.

Geht auch ohne Schutzblätter aber da ich das Kunststoffmaterial nicht 
kenne lieber mit.

von Plastikbügler (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> Laminiergerät

JAPP

Die Folie zwischen Durchsichtsfolien glatt laminieren wäre die Idee.

Das darf gern 1-2 mm auftragen, bis zum Acrylfenster ist genug Platz.

Manchmal denkt man einfach zuviel Umwege und hat die Lösung schon im 
Haus.

 Laminiergerät ist da, ich werd dann diverse Folien verwellen und glatt 
pressen und - gut ist ;)

Dankeschön!

von Schlaumaier (Gast)


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Plastikbügler schrieb:
> Die Folie zwischen Durchsichtsfolien glatt laminieren wäre die Idee.

NEIN. DIEMALS. !!!!

Kunststoff an Kunststoff klebt zusammen.  Ich sagte PAPIER. Ganz 
normales aus den Drucker. Das lässt genug Hitze durch und du hast 
trotzdem den nötigen Druck.

Normalerweise wird in einen Laminiergerät der Klebstoff aufgelöst durch 
die Hitze und sorgt dafür das die 2-Folien sauber zusammen kleben.

Das Problem ist. Kunststofffolie ist NICHT gleich Kunststofffolie. Und 
da deine Folie stark auf Hitze reagiert (ohne Brennglaseffekt und 
wellig) NIE mit anderen Folien zusammen erwärmen.

An PAPIER klebt keine Folie jedenfalls nicht bis 220°C.  Für den Fall 
das sich jemand fragt wieso ich das weiß. Unter die Folien für unsern 
Fotokopierer hatte immer ein Trägerblatt aus Papier und das Heizeelement 
war auf ca. 215 °C eingestellt.

von Johannes S. (jojos)


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Eine T-Shirt Presse? Also die Dinger die mit Druck und Hitze Motive auf 
T-Shirts kleben.

von Plastikbügler (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> Kunststoff an Kunststoff klebt zusammen.

Japp, aber das stört nicht und ist guter Zweck der Übung,

Die gewellte Folie ist eine Skala in einem Radio und davor sitzt in 
einige mm Entfernung das durchsichtige Acrylfenster zum Skala ansehen.

Und wenn die transparente Folie die gewellte Folie im Laminiergerät 
stabilisiert hat, darf sie gern daran kleben.

Die Idee ist, es braucht gar kein Trennmittel mehr nach dem Bügeln, weil 
die transparente Folie der Laminiertasche nicht stört, im Gegenteil.

von Peter R. (pnu)


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Das Verziehen ist dadurch entstanden, dass sich innere Spannungen in der 
Folie durch das Erwärmen ausgeglichen haben. Jeder Versuch mit Erhitzen 
dürfte die Verformung fortsetzen anstatt sie rückgängig zu machen.

Vor den Versuchen erst einmal ein Foto als backup! (ist ja schon 
gemacht) Dieses mehrfach auf Laser ausdrucken.
Mit den ausgedruckten Exemplaren kannst Du dann herumprobieren. Evtl. 
auch per Bildbearbeitung die Verformungen korrigieren.

Man kann ja auch, als Lasertransfer, das ausgedruckte Bild auf ein 
andres Medium (Blech,Glas, usw.) übertragen.

: Bearbeitet durch User
von Plastikbügler (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Eine T-Shirt Presse?

Ich habe einen Papierlaminierer um z.B. Auswaeiskarten herzustellen oder 
Wetterfeste DIN A4 Plakate.

Ich probiers mit diversen PE PP und PVC Folien + Papier mit 
Skalenschlitz nur auf der Hinterseite der Skala.

und hoffe daß sich die Vorderseite nicht allzusehr weiterverformt.

Wenn die Laminiertasche sich gerade im Schlitz mit der Hinterseite 
verklebt wird gerade da stabilisiert wo es am nötigsten ist.

Wird schon schiefgehen ;)

von Johannes S. (jojos)


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Bei so einer Presse sehe ich den Vorteil das die Fläche gleichmäßig 
erwärmt wird und am Gummi auch nix festklebt. Man muss nur jemanden 
finden der sowas hat.

von Plastikbügler (Gast)


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Peter R. schrieb:
> Vor den Versuchen erst einmal ein Foto als backup! (ist ja schon
> gemacht) Dieses mehrfach auf Laser ausdrucken.
> Mit den ausgedruckten Exemplaren kannst Du dann herumprobieren. Evtl.
> auch per Bildbearbeitung die Verformungen korrigieren.

OK, dein Wort in Gottes Ohr, dann mach ich etwas bessere Backups ohne 
Perspektivverzerrung.

von Plastikbügler (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Man muss nur jemanden finden der sowas hat.

Ich kenne eine Druckerei in der Nachbarstadt, die Industriedruck macht - 
kann dann mal ja fragen wenn mein Experiment mißlingt... ;)

von Plastikbügler (Gast)


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Uli S. schrieb:
> Persönlich würd ich mir das eher als Foto nachbauen auf Laserdrucker
> ausdrucken und auf irgendwas passend starkes als Träger aufkleben.

OK, wenns nicht klappt,

Danke für alle Idden aller Teilnehmer, bin schon etwas schlauer.

Ich lege die Folie erst unter Glas...

von Maxe (Gast)


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Plastikbügler schrieb:
> dann mach ich etwas bessere Backups ohne
> Perspektivverzerrung.
Die Perspektivverzerrung ist ja dank der hinterlegten Karos leicht zu 
beheben, schwierig wirds mit der Verzerrung durch die Wellung. Am Besten 
vor der Aufnahme sauber glaetten ;-)

von L. H. (holzkopf)


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Plastikbügler schrieb:
> Das Problem ist, das Ankleben beim Pressen zu verhindern, Teflon vlt.?

Nicht vlt. Teflon, sondern NUR so läßt sich Ankleben beim Pressen 
verhindern. :)

Das ist auch gängige Praxis wenn es darum geht, Thermoplaste, wie z.B. 
Folien, miteinander zu verschweißen:
Dabei legt man dünne Teflonfolien (gewebeverstärkte sind handelsüblich) 
sowohl unter das Heizelement (z.B. Bügeleisen), als auch unter die 
Folien.

Das so zu tun ist auch in Deinem Fall ratsam.
Denn dadurch kannst Du ohne weiteres per Bügeleisen die Folie wieder 
(zurück) umformen.
Am besten gehst Du dabei mit der Wärmezufuhr erst mal moderat ran, weil 
unklar ist, wie zuviel an Wärme auf den Aufdruck wirkt.

von Simpel (Gast)


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Falls es mit dem Glätten nix wird:
Die Design-Firmen für KFZ-Klebefolien können sowas auf auf passendem 
Material und mit UV-beständigen Farben machen.

Aber ich würds erst mal mit nem Stück Alublech aufm Herd versuchen 
(immer nur kurz einschalten und sich an die nötige Temperartur 
rantasten) und oben die Glasscheibe drauf... oder direkt aufm Ceranfeld 
mit Backpapier drunter.

von Uli S. (uli12us)


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Mit Glas kann ich mir nicht vorstellen, dass das was wird. Die 
Oberfläche nimmt dankbar jede Verschmutzung an und gibt sie nur 
widerwillig wieder her.
Dazu ist normales Glas recht empfindlich gegen lokale Erwärmung.
Da müsstest du schon schauen, dass du so ein Quarzglas wie von den 
Herden kriegst. Ist das immer noch, dass Schott die Nennung des Namens 
in irgendwelchen Foren mit Abmahnungen verfolgt?

von Schlaumaier (Gast)


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Uli S. schrieb:
> Mit Glas kann ich mir nicht vorstellen, dass das was wird.

Wird es auch nicht. Bis auf sehr wenige Ausnahmen verteilt Glas Hitze 
bzw. entzieht sie dem Objekt. Und es reagiert sehr empfindlich auf Hitze 
(Sprung / Platzen).

Ich würde NACH den Laminieren es unter Glas legen wenn vorhanden. Das 
Glas entzieht die Hitze den Objekt und durch das "glatte" Gewicht wird 
die Folie neu geformt.

von Nick M. (Gast)


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Im Laminiergerät werden aus den Wellen Falten.
 Die Rollen bringen keinen flächigen Druck, sondern linienförmigem auf. 
Frag mal Deine Frau nach Lockenwickler. :-)
Das wird nix!

von Schlaumaier (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Im Laminiergerät werden aus den Wellen Falten.

NEIN. für Falten brauchst du ein Vorknick. Was bedeutet BEIDE Teile 
müssen GLEICHZEITIG unter die Walze.

Bei einen normalen Welle wird die raus gedrückt in den die Walze die 
Welle nach oben drückt. Es ist keinen schlechte Idee wenn man die Folie 
bei so Problemen leicht auf Spannung hält bis auf die letzten 2-3 cm. 
Ansonsten kann so ein knick  passieren.

von Nick M. (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> NEIN. für Falten brauchst du ein Vorknick.

Der TO wird dann berichten ...

von Hubert M. (hm-electric)


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Ich würde das Teil mit Photopapier nachbauen, und das alte wegwerfen...
Fragt sich aber, ob sich der Aufwand lohnt bei 10 Euro...

Ebay-Artikel Nr. 143839591858

: Bearbeitet durch User
von Plastikbügler (Gast)


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Hubert M. schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 143839591858

Habs überschlafen, heute erst wieder gelesen und glatt gekauft, 
vermutlich die beste Lösung.

Kamera, Laserdrucker und Laminierer werf ich erst wieder an, wenn die 
Vorlage da ist.

Und das neuerworbene Radio mit der Plastikskala werde ich wieder 
verkaufen, nicht daß die Sonne zu heiß lacht ;)

Danke allen nochmal für alle Tipps mit oder ohne Schnapsideen.

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