Ersatz für Schottky SB 3200?

OP #6562782
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Hallo liebes Forum. Bei einem Schaltnetzteil von einem Philips 42 
PFL5405H Fernseher ist die SB3200 defekt. Gemessen auf Durchgang beide 
Richtungen. Bevor ich jetzt neue bestelle wollte ich fragen, ob ich 
welche aus meiner Grabbelkiste verwenden kann? Ich habe eine BYT 03 400, 
MSC60S10, FES8DT, PBYR1040, BYW 29-200 hier rumliegen. Problem ist, ich 
weis nicht worauf es im Datenblatt ankommt. Könnte mir dabei jemand 
helfen?
Angehängte Dateien:
Gast #6562798
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T. L. schrieb:
> rumliegen

Keine deiner rumliegenden Dioden ist eine Schottky mit 200V (die sind 
auch selten).

Eventuell tut es eine ultrafast Diode (BYW oder FES 200V) die 5 oder 
mehr Ampere aushält. Ihre Verluste sind höher, sie muss besser gekühlt 
werden, das Gehäuse ist dafür ja auch gebaut, der Wirkungsgrad des 
Netzteils sinkt, aber vermutlich hält sie als Flickwerk durch.
#6562893
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T. L. schrieb:
> der Unterschied einer Schottky und einer "normalen" nur in der
> niedrigeren Flussspannung und den damit geringeren Verlusten? L.G.

Im wesentlichen ja. bei den "normalen" gibt es eher lahme 50 Hz Dioden 
und schnelle bis sehr schnelle, welche auch für Schaltnetzteile geeigent 
sind. Der entscheidende Parameter lautet trr, reverse recovery time, 
sprich, wie schnell kann die Diode bei vollem Vorwärtsstrom abschalten, 
wenn die Spannung umgepolt wird. Schnelle Dioden liegen unter 100ns, die 
guten unter 50ns. Olle Gurken wie 1N4001 bei 4us oder mehr ;-)
Wenn man eine schnelle Siliziumdiode als Ersatz nimmt, dann eine mit der 
gleichen oder nicht wesentlich höheren Sperrspannung. Denn Dioden mit 
hoher Sperrspannung haben etwas mehr Flußspannung, welche wieder 
Verlustleistung erzeugt.
#6562898
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T. L. schrieb:
> Liegt
> der Unterschied einer Schottky und einer "normalen" nur in der
> niedrigeren Flussspannung und den damit geringeren Verlusten?



Schottkys haben auch schnelleres Umschalten  nach einem Stromdurchgang 
als PN.

PN-Dioden lassen gerade nach hohen Strömen nach dem Nulldurchgang der 
Sromkurve Rückstrom fließen.

In Zusammenhang mit (Streu) induktivität können dann hohe 
Spannungsimpulse im µs-Bereich entstehen (Stichwort: Trägerstaueffekt)

Bei Schaltnetzteilen mit ihrer hohen Schaltfrequnez kann es sein, dass 
eine PN-Diode nur noch schlechte Gleichrichterwirkung hat und hohe 
Verluste.

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