Forum: Platinen Fädeldraht Ersatz gefunden


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von Johannes (Gast)


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Irgendwo in den Untiefen hier wurde schon mal angesprochen, dass es die 
Fädeldrähte von Vero Wire nicht mehr zu kaufen gibt. Leider sind die 
normalen CuL Drähte von z.B. Reichelt kein adäquater Ersatz, da sie sich 
einfach nur bescheiden löten lassen. (Ja ich hatte den durchlötbaren 
Draht, ja der Lötkolben war heiß genug. Entweder die Isolierung geht 
nicht ab wegen zu niedriger Temperatur oder das Flussmittel verbrennt 
und benetzt den Draht nicht wegen zu hoher Temperatur. Oder beides 
gleichzeitig.)

Bei Farnell gibt es entsprechende Fädeldrähte 
(https://de.farnell.com/pro-power/rrp-g-105/einzelader-34m-1-0-15mm-kupfer/dp/146183), 
allerdings preislich mindestens so abgehoben wie die von Vero Wire und 
nur an gewerbetreibende.

Nach einiger Recherche bin ich aber über dieses Angebot gestolpert:

http://www.modellbahn-alstertal.de/epages/62437818.sf/de_DE/?ObjectID=64541667

http://www.modellbahn-alstertal.de/epages/62437818.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62437818/Products/%22DO%20LD15-0-7%22

Habe mir das Sortiment bestellt. Die Lötbarkeit ist fast besser als das 
Original, vielleicht wegen der Versilberung. Preislich deutlich 
günstiger, kann ich also nur empfehlen!

: Verschoben durch Admin
von egberto (Gast)


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Danke, guter Tipp!

von Olaf (Gast)


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> Bei Farnell gibt es entsprechende Fädeldrähte
> 
(https://de.farnell.com/pro-power/rrp-g-105/einzelader-34m-1-0-15mm-kupfer/dp/146183),

Nicht schlecht! Wundert mich das die Chinesen da noch nix bei Alibaba 
anbieten.


> Nach einiger Recherche bin ich aber über dieses Angebot gestolpert:

Die Rollen sehen aber ziemlich leer aus. Aber sieben Farben ist cool.

Olaf

von Johannes (Gast)


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Die Drähte sind von Donau-Elektronik, man findet sie auch in anderen 
Onlineshops. Aber der hier war der günstigste.

Ja die Farben sind sehr schön. Vcc in Rot und Gnd in Blau ist schon 
dekadent :D

von Winne (Gast)


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Also ich verwende schon seit langem den Draht von Trafos oder Relais.

Die sind nicht so teuer und lassen sich auch gut löten.

Bei Verwendung von farbigen Fädeldrähten (grün usw.) habe ich 
festgestellt, dass relativ viel Zunder (verbranntes Material) an den 
Lötstellen entsteht.

Winne

von Gerald B. (gerald_b)


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Hier mal etwas interessanter Lesestoff, umzielgerichtet suchen zu 
können:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kupferlackdraht
https://www.maier-kupferdraht.de/produkte-lieferprogramm/kupferlackdraht
Nun wissen wir, das wir lötbar V155, bzw. V180 brauchen.
Nun mal bei TME, die auch an privat verkaufen, geguckt, was die so 
haben:
https://www.tme.eu/de/katalog/wickeldrahte_100610/?visible_params=669%2C2%2C529%2C665%2C662%2C657%2C32%2C672%2C840%2C423&mapped_params=669%3A1587923%2C1587928%3B
...und noch den bereits angesprochenen versilberten CuL von Donau 
Elektronik
https://www.tme.eu/de/katalog/silber-kupferdraht_100571/?visible_params=2%2C529%2C665%2C662%2C840%2C32%2C74%2C672%2C5%2C423&mapped_params=2%3A236%3B

von Johannes (Gast)


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Jep, alles schon durch. Nach deckender Erfahrungen vieler Leute im Netz 
ist das Problem leider nur, dass die Spezifikation vom Draht (V155, V180 
usf.) nicht so arg viel über die praktische Lötbarkeit aussagt. (Naja 
ok, V180 kann man zum Fädeln halt völlig vergessen, das ist sicher.)

Man möchte das Ding ja nicht nur irgendwie löten, sondern es soll 
schnell und angenehm gehen. Wenn man von lötbarem Fädeldraht spricht, 
dann will man einen Draht, der nicht nur maschinell lötbar ist. Man will 
das Ding nach dem Entlacken nicht in ein Lötbad tauchen müssen, und man 
will auch kein spezielles Flussmittel verwenden müssen.

Im Spulen/Trafobau, wo V155 und V180 verwendet wird, ist es dagegen z.B. 
kein Problem die Beinchen mal kurz in ein ständig bereitstehendes Lötbad 
zu halten.


Für die praktische Verarbeitbarkeit mit dem Lötkolben gibt es leider 
keine Spezifikationen. Daher ist es auch so schwer guten Draht zu 
finden.

Schlacke konnte ich bei dem Draht jetzt auch nicht wirklich feststellen.

von Pille (Gast)


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...der Preis ist grenzwertig, nichts desto trotz habe ichs mal bestellt.
IMHO ist 0,15mm auch dünner als angebracht, 0,20..0,30 halte ich für 
besser (aus Erfahrung). Ich habs bestellt um bi- oder trifilare 
Wicklungen auf Ringkerne oder Doppellochkerne zu fädeln, da ist das 
praktischer, besonders weil der Draht behauptet unter der Isolation 
versilbert worden zu sein. Schaunmermal.

Pille

von Stefan F. (stefanus)


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Winne schrieb:
> Also ich verwende schon seit langem den Draht von Trafos oder Relais.

Dito. Ich habe dafür noch nie Draht dafür kaufen müssen.

von Teo (Gast)


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Pille schrieb:
> Ich habs bestellt um bi- oder trifilare
> Wicklungen auf Ringkerne oder Doppellochkerne zu fädeln

Das nennt man für allgemein "Wickeln".... Und dafür ist dieser Draht 
eher nicht gedacht.

Hier gets ums sowas:
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4deltechnik#/media/Datei:Platine-1.jpg

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Danke für den Link!
Es versiegt ja nicht nur deine Quelle.
Bisher hatte ich den Lackdraht von Mayerhofer Modellbau bei Völkner 
bestellt.
Den haben die aber nicht mehr im Sortiment.

von Dieter W. (dds5)


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Pille schrieb:
> IMHO ist 0,15mm auch dünner als angebracht...

Ich hab gerade mal "echten" Vero Fädeldraht nachgemessen - der hat auch 
nur 0,15mm.

von Franz (Gast)


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Johannes schrieb:
> Irgendwo in den Untiefen hier wurde schon mal angesprochen, dass es die
> Fädeldrähte von Vero Wire nicht mehr zu kaufen gibt.

Wer sagt das?
https://www.verotl.com/verowire-accessory-spools-of-wire-qty-4---2-gold-2-pink-part-number-79-19038

von michael_ (Gast)


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Winne schrieb:
> Bei Verwendung von farbigen Fädeldrähten (grün usw.) habe ich
> festgestellt, dass relativ viel Zunder (verbranntes Material) an den
> Lötstellen entsteht.

Grün kenne ich als Backlackdraht.
Evtl. deshalb der Zunder.

von Schlaumaier (Gast)


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Pille schrieb:
> Schaunmermal.

Kannst ja mal hier sagen wie er sich löten lässt. Besonders wie sauber 
der Lack bei welcher Temperatur ab geht.

Weil ich habe vor 40 Jahren es mal versucht und das Ergebnis war sehr 
beschi**en. Seit dem benutzt ich entweder Silberdraht oder verdrahte mit 
Litzen.

von Stefan F. (stefanus)


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Ich habe bei Aliexpress Rollen mit dünner Litze gekauft, die man 
zufällig auch gut löten kann, ohne die Enden abzuisolieren. Die 
Isolation zieht sich von alleine einen halben Millimeter zurück, wenn 
man den Lötkolben dran hält.

von Schlaumaier (Gast)


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Nachtrag:

Aber trotzdem DANKE für die Seite.

Da habe ich einen Maschinenschraubstock gefunden, der auf meinen gerade 
bestellten China-Kreuztisch (27 Euro) prima passen sollte, und nur 9 
Euro kostet. froi

von Johannes (Gast)


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@Franz

Sind halt leider nur noch Restbestände. Die großen Distributoren sind 
alle schon ausverkauft. Siehe z.B. hier: 
https://uk.rs-online.com/web/p/test-lead-wire/5080792/ - "Discontinued 
Product". Reichelt hats auch nicht mehr.


Wenn ich mich richtig erinnere hat das Original mit 160m (4x40m) damals 
20€ bei Reichelt gekostet (8m/€). Die 100m Spule aus dem Link im Eingang 
kostet 8€/100m (10m/€). Ist nicht viel günstiger, aber was soll man 
machen.

von winne (Gast)


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michael_ schrieb:
> Winne schrieb:
>> Bei Verwendung von farbigen Fädeldrähten (grün usw.) habe ich
>> festgestellt, dass relativ viel Zunder (verbranntes Material) an den
>> Lötstellen entsteht.
>
> Grün kenne ich als Backlackdraht.
> Evtl. deshalb der Zunder.

Nein das war tatsächlich Fädeldraht von Vero. Ist aber schon gefühlte 20 
Jahre her.

Backlackdraht gibt es nicht nur in grün.

von Uli S. (uli12us)


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Vor gefühlt 50 Jahren hatte ich zum Lackentfernen ne Tablette Aspirin. 
Draht drauf, Lötkolben mit Lotperle drüber, am Draht gezogen, fertig. 
Kann sein, dass ich mich da falsch dran erinnere, ich bilde mir ein, 
damals war diese Allerweltspille deutlich billiger wie heute. Ich muss 
mir mal welche aus Amerika
mitbringen lassen, da kostet so eine Kaugummiflasche nen lächerlichen 
Dollar.
Ich weiss bloss nicht mehr, wieviele da drin waren.

von knu (Gast)


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ich nutze schon immer den Draht von gewickelten Induktivitäten. Einfach 
das klebeband abmachen und schon hat man eine Rolle gut lötbaren 
Kupferlackdrahtes.

Pro-Tip: Um die Isolierung von Lackdraht zu entfernen hält man den 
Lötkolben mit etwas Lötzinn genau an die Schnittfläche, denn dort liegt 
das Kupfer frei und die Wärme fließt schön in den Draht. Dann noch etwas 
hin und her reiben und der Lack ist ab.

von Johannes (Gast)


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Ich glaube hier herrschen ganz unterschiedliche Vorstellungen von "gut 
lötbar" vor. Wenn man größere Sachen fädelt muss es halt wirklich 
reproduzierbar schnell gehen.
Tropfen an den Lötkolben (aber auch nicht jedes mal, würde ja einen 
Haufen Zinn verschwenden), den Fädeldraht ein..zwei Sekunden an die 
Lötspitze halten, dann muss das Ding blank und verlötbar sein. Dann kurz 
den Lötpunkt warm machen, Draht rein, fertig.

Alles andere ist ein Krampf. Klar geht's auch mit den CuL vom Reichelt, 
aber man braucht ewig pro Lötpunkt. Teo hat weiter oben ein Beispielbild 
gepostet - für solche Sachen muss es einfach schnell und vor allem 
reproduzierbar von der Hand gehen.

Es reicht auch nicht nur die Drahtenden zu löten, häufig zieht man eine 
Leitung über mehrere Lötpunkte.

von Johannes (Gast)


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Ist gar nicht so einfach Videos dazu zu finden. Also so hier geht es 
definitiv nicht!

https://www.youtube.com/watch?v=tVQGo0Ho9hI

Ist zwar ein Fädelstift, aber der Herr im Video ist viel zu lange mit 
dem Verzinnen vom Draht beschäftigt. Mit dem passenden Draht geht das um 
Größenordnungen schneller.

von michael_ (Gast)


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winne schrieb:
>> Grün kenne ich als Backlackdraht.
>> Evtl. deshalb der Zunder.
>
> Nein das war tatsächlich Fädeldraht von Vero. Ist aber schon gefühlte 20
> Jahre her.
>
> Backlackdraht gibt es nicht nur in grün.

Klar.
Ich habe hier auch so einen Stift mit originalen Fädeldraht unbekannter 
Herkunft.
Lässt sich beschissen löten.
Hab da eine Spule mit Draht aus einem Relais bewickelt, geht wunderbar.
Die original Spulen sind ja sündhaft teuer.

von Pille (Gast)


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Teo schrieb:
> Pille schrieb:
>> Ich habs bestellt um bi- oder trifilare
>> Wicklungen auf Ringkerne oder Doppellochkerne zu fädeln
>
> Das nennt man für allgemein "Wickeln".... Und dafür ist dieser Draht
> eher nicht gedacht.
>
> Hier gets ums sowas:
> https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4deltechnik#/media/Datei:Platine-1.jpg

Ja Teo..mag sein, aber Du wirst mir doch bitte eine eigene Einschätzung 
der möglichen Verwendungen zubilligen..oder muß ich jetzt damit 
unbedingt Platinen fertigen?

Pille

von Soul E. (Gast)


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Johannes schrieb:

> Tropfen an den Lötkolben (aber auch nicht jedes mal, würde ja einen
> Haufen Zinn verschwenden), den Fädeldraht ein..zwei Sekunden an die
> Lötspitze halten, dann muss das Ding blank und verlötbar sein. Dann kurz
> den Lötpunkt warm machen, Draht rein, fertig.

Das hilft Dir aber nur am Anfang und am Ende des Netzes. Bei den 
Zwischenstationen wickelt man den Draht 1-2x um den IC-Pin und lötet ihn 
fest. Da muss der Lack wirklich während des Lötvorgangs abschmelzen, 
ohne separaten Arbeitsgang zur Verzinnung.

von Pat R. (fremdkraft)


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Uli S. schrieb:
> ... Ich muss
> mir mal welche aus Amerika
> mitbringen lassen, da kostet so eine Kaugummiflasche nen lächerlichen
> Dollar.
> Ich weiss bloss nicht mehr, wieviele da drin waren.

100 Stück für 0,98 € kriegste auch hier. Wirst sie bloß einzeln aus der 
Blisterverpackung rauspopeln dürfen....

Schöne Grüße,
Patrick

von Johannes (Gast)


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Ich löte IC Pins eigentlich wie beschrieben. Erst das IC einlöten, dann 
noch mal warm machen und den verzinnten Draht rein. Spart das 
Rumwickeln.

Aber hat natürlich jeder andere Arbeitsweisen. Ich arbeite so wie es 
sich für mich über die Jahre als praktisch erwiesen hat, darf ja jeder 
wie er will. Bisher ist auch noch nix kaputt gegangen, ICs kommen bei 
mir eh immer in einen Sockel.

von Rainer V. (a_zip)


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Wie von den meisten richtig bemerkt, sind die Kollegen, die mit den 
Drahtenden in irgendwelchen Bädern herumstochern, quasi die Hobbyfreunde 
unter den Fädlern. Einige Fotos zeigen ja schön, dass meist ein ganzer 
Pfad gefädelt werden muß und das kann nur mit einem Draht klappen, der 
an jeder Stelle ohne irgendwas auch immer verlötet werden kann. Auch ich 
verwende schon seit längerem "gebrauchten" dünnen Kupferlackdraht, der 
bei richtiger Temperatur wie abisoliert gelötet werden kann. Nach 
verschiedenen Farben hatte ich nie Sehnsucht :-)
Gruß Rainer

von Joachim B. (jar)


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Johannes schrieb:
> Irgendwo in den Untiefen hier wurde schon mal angesprochen, dass es die
> Fädeldrähte von Vero Wire nicht mehr zu kaufen gibt.

zumindest das habe ich letztes Jahr noch bekommen
https://www.reichelt.de/de/en/hookup-pin-wire-wrap-tool-faedelstift-ww-p220367.html

Ich hoffe doch orignal bestückt!
Reicht eh ne Weile, sonst tun es doch auch Lackdrähte müssen halt 
abgebrannt werden.

: Bearbeitet durch User
von Tomas pk. (Gast)


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wieso wurde der hier eigentlich empfohlen?!
http://www.modellbahn-alstertal.de/epages/62437818.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62437818/Products/"DO%20LD15-0-7";


Der ist ab 350° Lötbar...also völlig unbrauchbar als Ersatz..entspricht 
normalem Kupferlackdraht :-(
HAt jemand sonst noch Quellen?
BEi RS Components gibt es auch nichts mehr.
Echt nervig, aber ich sollte mir wohl bald ein neues Hobby suchen, immer 
mehr Dinge mit denen man Jahre gut arbeiten konnte, werden aus dem 
Sortiment genommen:-(

von my2ct (Gast)


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Tomas pk. schrieb:
> BEi RS Components gibt es auch nichts mehr.
> Echt nervig, aber ich sollte mir wohl bald ein neues Hobby suchen ...

Viele Platinenfädler sind hobbymäßig auf 
richige-Platinen-in-China-produzieren-lassen umgestiegen.

von Markus M. (adrock)


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Also was ich so in der Historie des Internets gefunden habe 
(Diskussionen zwischen MaWin und Holger Bruns von 2004 :-), war auch der 
Vero Draht schon immer nur normaler Lackdraht mit entsprechend hohen 
Temperaturen zum Schmelzen der Isolierung.

Ich habe hier auch noch original Vero Lackdraht von '92, und da muss ich 
die Temperatur auch immer auf >=380 Grad hochdrehen damit er sich gut 
löten lässt.

von Johannes (Gast)


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Tomas pk. schrieb:
> wieso wurde der hier eigentlich empfohlen?!
> 
http://www.modellbahn-alstertal.de/epages/62437818.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62437818/Products/"DO%20LD15-0-7";;
>
> Der ist ab 350° Lötbar...also völlig unbrauchbar als Ersatz..entspricht
> normalem Kupferlackdraht :-(
> HAt jemand sonst noch Quellen?
> BEi RS Components gibt es auch nichts mehr.
> Echt nervig, aber ich sollte mir wohl bald ein neues Hobby suchen, immer
> mehr Dinge mit denen man Jahre gut arbeiten konnte, werden aus dem
> Sortiment genommen:-(

Das stimmt doch gar nicht. Ich hab den Draht da, der ist genau so gut 
lötbar wie Fädeldraht von Vero Wire.

Häufig gibt es 2 Angaben zur Temperatur: Ab wann der Lack schmilzt 
(155°C), und mit welcher Lötkolbentemperatur der Draht gut zu 
verarbeiten ist (350°C).

von Johannes (Gast)


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Ist schon echt schade, dass ein Zahlenwert irgendwo auf der Seite, 
völlig aus dem Zusammenhang gerissen, bei einigen Leuten mehr 
Stellenwert hat als geschilderte, echte Erfahrungswerte.

von Olaf (Gast)


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> Ich habe hier auch noch original Vero Lackdraht von '92, und da muss ich
> die Temperatur auch immer auf >=380 Grad hochdrehen damit er sich gut
> löten lässt.

Den hab ich auch noch. Gab es damals im 4Rollen Paket mit drei 
unterschiedlichen Farben. Aber ich loete den ganz normal mit 370Grad, 
meiner normalen Arbeitstemperatur. Kein grosses Problem. Funktioniert 
seit 30Jahren so.

Olaf

von michael_ (Gast)


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Polyesterdraht würde auch über 400°C brauchen.

von Markus M. (adrock)


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Olaf schrieb:
>> Ich habe hier auch noch original Vero Lackdraht von '92, und da muss ich
>> die Temperatur auch immer auf >=380 Grad hochdrehen damit er sich gut
>> löten lässt.
>
> Den hab ich auch noch. Gab es damals im 4Rollen Paket mit drei
> unterschiedlichen Farben. Aber ich loete den ganz normal mit 370Grad,
> meiner normalen Arbeitstemperatur. Kein grosses Problem. Funktioniert
> seit 30Jahren so.

Ja, genau den :-) Von den vier Rollen habe ich immer noch dier erste 
drauf...

Normalerweise löte ich mit 320 Grad (verbleit), das ist wohl zuwenig für 
den Draht. Aber inzwischen kommt er eh kaum noch zum Einsatz, wo man 
für'n Appel und Ei die PCBs bekommt.

Beitrag #6568366 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Olaf (Gast)


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> Ja, genau den :-) Von den vier Rollen habe ich immer noch dier erste
> drauf...

Aber ich bin bei meiner letzten angekommen. Von daher waere Ersatz schon
nett. Man kann dann seine Schaffenskraft in die rote, gruene und 
kupferfarbige Dekade einteilen. Eigentlich waere mir jetzt ja mal nach 
blau. :-D

> Normalerweise löte ich mit 320 Grad (verbleit),

Auf jeden Fall zuwenig. Mit 370 geht es, aber ist IMHO schon die untere 
Grenze des machbaren.

Olaf

von MuckyFuck (Gast)


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Markus M. schrieb:
> Ich habe hier auch noch original Vero Lackdraht von '92, und da muss ich
> die Temperatur auch immer auf >=380 Grad hochdrehen damit er sich gut
> löten lässt.

Das Zeug hab ich hier auch herumliegen. Lies sich schon immer sehr 
bescheiden löten und wenn ich mir die Sicherheitshinweise anschaue macht 
man das besser draußen.

Hat schon mal jemand die Empfehlung vom Profi getestet?

https://www.spulen.com/lotzinn-und-flussmittel.html

von Ralf X. (ralf0815)


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MuckyFuck schrieb:
> Hat schon mal jemand die Empfehlung vom Profi getestet?
>
> https://www.spulen.com/lotzinn-und-flussmittel.html

Ist der Profi der Bruder vom Experten?
Und Du der Papa von beiden und für das Marketing zuständig?

von MuckyFuck (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Ist der Profi der Bruder vom Experten?
> Und Du der Papa von beiden und für das Marketing zuständig?

Gesetz dem Fall das wäre so* -was es nicht ist. Was würde das an der 
Frage ändern?

Das Patent ist übrigens ausgelaufen und es gibt dieses Lot auch von 
Felder als Stangenware.

Wenn dann diese Anwürfe hinreichend geklärt sind hat vielleicht noch 
jemand was zur Frage beizutragen.

________________________
* Meine Wenigkeit hätte kein Problem damit das, wie unter Profis üblich, 
offen zu "kommunizieren".

von Giselle K. (Gast)


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jane, is klar...
Bei den Temperaturen macht man dann aber auch jede Lochrasterplatine 
kaputt....

von Funken Frickler (Gast)


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Johannes schrieb:
> Nach einiger Recherche bin ich aber über dieses Angebot gestolpert:
>
> http://www.modellbahn-alstertal.de/epages/62437818.sf/de_DE/?ObjectID=64541667
>
> 
http://www.modellbahn-alstertal.de/epages/62437818.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62437818/Products/%22DO%20LD15-0-7%22

Alles weg?! Zur Zeit nichts Liefebar?! :-(
Habt ihr alles weggekauft?

von Markus M. (adrock)


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Giselle K. schrieb:
> jane, is klar...
> Bei den Temperaturen macht man dann aber auch jede Lochrasterplatine
> kaputt....

Das ist exakt das Problem. Dann heben sich nämlich die Lötaugen ab wenn 
man etwas zu lange mit der hohen Temperatur dran rumlötet :-(

von V155 (Gast)



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Das s.A. sind wohl die üblichen Temperaturen.

--
Der Reicheltdraht war aber teuer, vero will nur 12,60.
Selbst mit Vesrand, Steuern, Kartengebühren sollte das günstiger 
bleiben.

von Timo H. (tmh)


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Gibt es aktuell bei Amazon (diverse Anbieter und auch Amazon selbst) und 
Conrad.

Suchbegriff: "PB Fastener 079-019038G Drahtspulen-Set 1 Set"

Amazon (direkt):
https://www.amazon.de/gp/product/B003A67YXC

Conrad:
https://www.conrad.at/de/p/pb-fastener-079-019038g-drahtspulen-set-1-set-532665.html

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> "PB Fastener 079-019038G Drahtspulen-Set 1 Set"

Whow! Ist der aus Gold? Unglaublicher Preis.

Ich nutze jetzt seit 2Jahren den hier:

https://www.amazon.de/gp/product/B0722RXR65/

War aber in meiner Erinnerung auch schon mal preiswerter. Ich
mich schwach zu entsinnen da 7-8Euro fuer bezahlt zu haben.

Der braucht weniger Hitze wie der alte Vero draht, laesst sich
also leichter Loeten und ist auch duenner.

Vanye

von Joachim B. (jar)


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Markus M. schrieb:
> Giselle K. schrieb:
>> jane, is klar...
>> Bei den Temperaturen macht man dann aber auch jede Lochrasterplatine
>> kaputt....
>
> Das ist exakt das Problem. Dann heben sich nämlich die Lötaugen ab wenn
> man etwas zu lange mit der hohen Temperatur dran rumlötet :-(

falsche Löttechnik

Zuerst wickelt man den Draht um den Pin, dann wieder ab hebt den Draht 
von der Leiterplatte und verzinnt genau das Teil vom Draht welches 
angelötet werden soll, das Lötauge wird dabei nicht gestresst.

Dann wie immer weiter kurz und heiss anlöten

: Bearbeitet durch User
von Markus M. (adrock)


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Joachim B. schrieb:

>> Das ist exakt das Problem. Dann heben sich nämlich die Lötaugen ab wenn
>> man etwas zu lange mit der hohen Temperatur dran rumlötet :-(
>
> falsche Löttechnik
>
> Zuerst wickelt man den Draht um den Pin, dann wieder ab hebt den Draht
> von der Leiterplatte und verzinnt genau das Teil vom Draht welches
> angelötet werden soll, das Lötauge wird dabei nicht gestresst.
>
> Dann wie immer weiter kurz und heiss anlöten

Schon ziemlich umständlich, oder? So war der Draht ja ursprünglich wohl 
nicht gedacht. Sondern eher: Um den Pin wickeln löten, Rest abzwicken 
(oder ein paarmal hin und her biegen zum "abbrechen").

von Soul E. (soul_eye)


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Markus M. schrieb:

> Schon ziemlich umständlich, oder? So war der Draht ja ursprünglich wohl
> nicht gedacht. Sondern eher: Um den Pin wickeln löten, Rest abzwicken
> (oder ein paarmal hin und her biegen zum "abbrechen").

Deshalb hat die Isolierung von VeroWire einen niedrigeren Schmelzpunkt. 
Da kann man einfach drüberlöten.

Trafodraht müsste man vorverzinnen.

von Crazy H. (crazy_h)


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Auch der Original Vero-Draht war nicht einfach so lötbar ;-)

von Joachim B. (jar)


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Markus M. schrieb:
> Schon ziemlich umständlich, oder?

ja hat aber immer gut funktioniert, wer es anders machen will, damit 
habe ich kein Problem!

von Th S. (osszilierer)


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Ich hatte früher einen Fädelstift, bei dem habe ich die Spitze durch 
eine Spritzenkanüle ersetzt, den Draht 2-3mal um den Pin gewickelt und 
mit dem Skalpel zur Platine hin den Draht abgedrückt, dann mit dem 
Skalpel mehrmals über den Lackdraht gekratzt, danach lies er sich 
schnell löten.

Am besten war unser letzter Student, der hat den Draht abgeschnitten, 
den Pin gelötet und den Draht einfach in das heisse Lötzinn gesteckt.. 
99% fehlerhafte Verbindungen und 1% waren an der Stirnseite des Drahes 
grad mal so angelötet

von Joachim B. (jar)


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Th S. schrieb:
> Draht abgeschnitten,
> den Pin gelötet und den Draht einfach in das heisse Lötzinn gesteckt..
> 99% fehlerhafte Verbindungen

deswegen gibt es Unterweisungen, Draht legen löten und durchmessen und 
auf dem Plan abstreichen, doof halt wenn der Ausführende meint 
abzukürzen und abstreicht ohne zu messen.

von Th S. (osszilierer)


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Joachim B. schrieb:
> deswegen gibt es Unterweisungen, Draht legen löten und durchmessen

Ja, nur war es halt auch so dass die Drahtvorderkannte Kontakt hatte, 
solange bis man den Draht bewegt hat. Die Schaltung war eine komplette 
Zeitbombe

von Joachim B. (jar)


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Th S. schrieb:
> dass die Drahtvorderkannte Kontakt hatte,
> solange bis man den Draht bewegt hat.

deswegen ja die Unterweisung, hat mich aber auch schon mal 3 Stunden 
Fehlersuche gekostet wenn der Ausführende trickst und abkürzt!

von Uli S. (uli12us)


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Ich habs grade mal probiert, vor einiger Zeit hab ich mir CUL0.80 vom 
Reichelt bestellt. Der lässt sich bei 330° recht einfach verzinnen. Der 
Preis für 100g 0,15 was etwas über 500m entspricht ist grade mal 9.25€.
Natürlich kann ich nicht garantieren, dass für nen anderen 
Drahtdurchmesser, derselbe Lack verwendet wird, es ist jedoch sehr 
wahrscheinlich.
Es gibt auch einen Wickel mit 115m 0,2 was wohl, wenn ich mich nicht 
verrechnet hab gut 30 gramm entspricht um 2,60, verglichen mit dem Preis 
vom blauen Zeh ein echtes Schnäppchen, weil dort dieselbe Länge bloss 
0,15
schon über 30€ kosten soll.

von Joachim B. (jar)


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