Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Interne weiterbewerben


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von biom (Gast)


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Hallo,
es ist ja so das Firmen interne Stellenausschreibungen haben, mit 
welchem Zweck? Sollen sich wirklich bereits beschäftigte drauf bewerben?

Und die nächste Frage, wie läuft das ab man bewirbt sich und steht zwei 
Jahre nach seinem Bewerbungsgespräch und Einstellung vor den selben 
Personallern?

Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern 
weiterbewerben will? Was wenn es nicht klapp? Und werden/dürfen die 
Personaler den Chef Kontaktierung und sagen das sich ihr MA bei uns 
bewirbt und wie er sich angestellt hat?

von Reinhard S. (rezz)


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biom schrieb:
> Hallo,
> es ist ja so das Firmen interne Stellenausschreibungen haben, mit
> welchem Zweck? Sollen sich wirklich bereits beschäftigte drauf bewerben?

Wofür sind sie sonst da?

> Und die nächste Frage, wie läuft das ab man bewirbt sich und steht zwei
> Jahre nach seinem Bewerbungsgespräch und Einstellung vor den selben
> Personallern?

Wenn die nicht gewechselt haben wahrscheinlich ja.

> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
> weiterbewerben will?

Wäre natürlich guter Stil, genauso wie man das idealerweise vor einer 
Kündigung macht.

> Was wenn es nicht klapp?

Dann hast du weiterhin deinen alten Posten.

> Und werden/dürfen die
> Personaler den Chef Kontaktierung und sagen das sich ihr MA bei uns
> bewirbt und wie er sich angestellt hat?

Frag das deinen Datenschutzbeauftragten. Dem jetzigen Chef kann es ja 
eigentlich egal sein, wie er sich angestellt hat.

von oerks (Gast)


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> genauso wie man das idealerweise vor einer Kündigung macht.

Lol.
Man sollte eher noch genug Resturlaub haben, dass man nach Einwurf
des Schreibens den Laden nicht mehr betreten muss.

Alles andere nur gegen aussertarifliche Zahlungen von $GELD.

von Reinhard S. (rezz)


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oerks schrieb:
>> genauso wie man das idealerweise vor einer Kündigung macht.
>
> Lol.
> Man sollte eher noch genug Resturlaub haben, dass man nach Einwurf
> des Schreibens den Laden nicht mehr betreten muss.

Nutzt halt nix, wenn der nicht genehmigt wird. Ich sprach jetzt auch 
eher von Kündigungen, die nicht wegen zu schlechter Bedingungen in der 
Firma zustande kommen.

> Alles andere nur gegen aussertarifliche Zahlungen von $GELD.

Wenn du keinen Tarif hast ist eh alles außertariflich.

von Nick M. (Gast)


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Wer stellt sicher, dass HR nicht nur wissen will wer als Nächster 
gefeuert werden soll, weil er jetzt schon nicht mehr mag?

von Manfred (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
>> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
>> weiterbewerben will?
>
> Wäre natürlich guter Stil, genauso wie man das idealerweise vor einer
> Kündigung macht.

Oder auch nicht: Ich kenne es aus meinem Umfeld, dass der aktuelle Chef 
dem Jungfacharbeiter so heftig Honig ums Maul geschmiert hat, dass er 
auf die Bewerbung verzichtet hat. War halt unerfahren, der interne 
Wechsel hätte ihm eine weitaus bessere Perspektive geboten!

Meine Kündigung habe ich nicht mit dem Chef besprochen, ich habe ihn 
informiert, bevor ich das Schreiben der Personaltante übergeben habe. 
Das gehört sich so, auch, wenn kein Freiraum für Diskussionen oder 
Änderungen mehr gegeben ist.

von ZF (Gast)


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biom schrieb:
> Hallo,
> es ist ja so das Firmen interne Stellenausschreibungen haben, mit
> welchem Zweck? Sollen sich wirklich bereits beschäftigte drauf bewerben?
Natürlich, die werden nicht aus Langeweile ausgehängt. Wird gemacht, 
wenn innerbetriebliche (oder innerhalb des Unternehmens) gewünscht ist 
oder wenn die Gesamtzahl der Mitarbeiter (erstmal) nicht steigen soll.

> Und die nächste Frage, wie läuft das ab man bewirbt sich und steht zwei
> Jahre nach seinem Bewerbungsgespräch und Einstellung vor den selben
> Personallern?
Hängt davon ab, wie die Personalabteilung organisiert ist. Kann aber gut 
sein und ist doch nicht schlimm.

> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
> weiterbewerben will?
Kommt drauf an. Grundsätzliche Entwicklungsvorstellungen sollten sowieso 
als Teil des regelmäßigen Mitarbeitergesprächs diskutiert werden. Kein 
Chef will gute Leute verlieren, aber frustrierte Mitarbeiter die sich 
gerne verändern würden sind auch keine Lösung. Bei gutem und 
vertrauensvollem Unternehmensklima kannst Du das problemlos ansprechen. 
Dann erfährt der Chef das auch nicht hintenrum.

> Was wenn es nicht klapp?
Dann klappt es halt nicht und Du bleibst (erst mal) wo Du bist. Auch der 
Chef weiß, dass nur ein Bewerber ausgewählt wird.

> Und werden/dürfen die
> Personaler den Chef Kontaktierung und sagen das sich ihr MA bei uns
> bewirbt und wie er sich angestellt hat?
Hängt von den jeweiligen Gepflogenheiten ab. Idealerweise nur für den 
Bewerber, der es werden soll.

von Udo (Gast)


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> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
> weiterbewerben will?
Das halte ich nicht für sinnvoll. Wenn das Weiterbewerben nicht 
funktioniert, hast du umsonst die Pferde scheu gemacht und deine 
Position unnötig geschwächt. Erst die neue Stelle unter Dach und Fach 
bringen, dann zügig den aktuellen Chef über die Veränderung informieren. 
Die Information sollte der Fairness halber rechtzeitig erfolgen und er 
sollte es zuerst von dir und nicht von der Personalabteilung hören.

von Rudi Radlos (Gast)


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Keine verbrannte Erde hinterlassen. Man trifft sich immer 2x im Leben.

Wenn Stellen ausgeschrieben werden, dann sollte man wissen warum. Manche 
Ausschreibung könnte auch gefakt sein oder der vorherige Kollege wegen 
schlechtem Klima verschwunden sein?

von ZF (Gast)


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Rudi Radlos schrieb:
> Keine verbrannte Erde hinterlassen. Man trifft sich immer 2x im Leben.
Richtig

> Wenn Stellen ausgeschrieben werden, dann sollte man wissen warum. Manche
> Ausschreibung könnte auch gefakt sein oder der vorherige Kollege wegen
> schlechtem Klima verschwunden sein?
Es gibt Arbeitgeber, da ist innerbetriebliche Mobilität der Mitarbeiter 
ausdrücklich gewünscht, man muss nicht immer das Schlimmste annehmen. 
Warum die Stelle frei ist und wie die Lage in der Abteilung ist, sollte 
man innerbetrieblich eigentlich herausfinden können.

von ;) (Gast)


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Habe ich mal gemacht und schon war das Vertrauensverhältnis gestört,
weil man wohl annahm, dass man innerlich schon gekündigt hatte, was
man wohl zu Recht annehmen konnte.
Würde mich nicht wundern, wenn man das von der HR genauso geplant
hatte. Was für eine Dreckstruppe.

Ich habe mich mal vor Kurzem bei einer Firma beworben, von der ich
annahm das dort seriöser Personalbedarf bestand.
Die Absage kam innerhalb einer Woche und jetzt der Hammer:
Jetzt sucht die gleiche Firma nach nur wenigen Wochen der Suche einen 
Auszubildenden für die gleiche Tätigkeit.
Nachdem ich Verdacht geschöpft hatte, habe ich mir mal
Offerten von Ausbildungsplätzen angeschaut.
Viele kamen mir da verdammt bekannt vor.
Interessant war auch, dass die Ausbildungsplätze meist keine
typische Ausbildungsberufe waren, sondern Spezialisierungen von
Ausbildungsberufen.
Aus eigener Erfahrung sind Berufsausbildungen nur aufgebläht um
eine billige Arbeitskraft zu bekommen.
Das was man braucht, kann man sich in sechs bis zehn Monaten aneignen
(inkl. Berufsschule). Alles andere ist nur Ausbeutung.
Verboten ist es ja nicht, aber Verboten sollte es sein.

von Udo (Gast)


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Rudi Radlos schrieb:
> Wenn Stellen ausgeschrieben werden, dann sollte man wissen warum. Manche
> Ausschreibung könnte auch gefakt sein oder der vorherige Kollege wegen
> schlechtem Klima verschwunden sein?

Ich habe mich bisher 2x intern beworben und vorher mit Kollegen, die 
dort arbeiten gesprochen. Die Kollegen kannte ich jew. von früher.
Man sollte nicht zu skeptisch sein - i.d.R. sind gute Leute willkommen 
und das Einarbeiten bindet sich die aufnehmende Abteilung ja auch nicht 
einfach so ans Bein.
Ein gesundes Netzwerk in der Firma hilft weiter.

von Arbeitsamt (Gast)


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Udo schrieb:
>> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
>> weiterbewerben will?
> Das halte ich nicht für sinnvoll. Wenn das Weiterbewerben nicht
> funktioniert, hast du umsonst die Pferde scheu gemacht und deine
> Position unnötig geschwächt. Erst die neue Stelle unter Dach und Fach
> bringen, dann zügig den aktuellen Chef über die Veränderung informieren.
> Die Information sollte der Fairness halber

Setzt voraus, dass der eigene Chef auch fair ist. Das ist nicht immer 
der fall ;-) Es gibt auch ein "Übersprechen" zwischen den Chefs und der 
Personalabteilung. Zumindest muss man damit rechnen. Oft läuft sehr viel 
hintenrum. Wenn der Chef ne fiese Socke ist, hilft weder ein Vorgespräch 
(Dann wird dir der Kopf gewaschen, warum du wechseln willst. Das legt 
bitteschön immer noch der Chef fest ;-)) noch eine Bewerbung (wenn die 
scheitert erfährt das der Chef und dir wird wieder der Kopf gewaschen, 
warum du Fahnenflucht begehen wolltest.)
Die richtig guten Stellen landen eh nicht auf dem internen Stellenmarkt 
bzw. sind dort nur pro forma ausgeschrieben.

von Joachim B. (jar)


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biom schrieb:
> es ist ja so das Firmen interne Stellenausschreibungen haben, mit
> welchem Zweck? Sollen sich wirklich bereits beschäftigte drauf bewerben?

ja und bei mir weil mein Chef mich gelinkt hatte!
Neue Abteilung neuer Chef!

> Und die nächste Frage, wie läuft das ab man bewirbt sich und steht zwei
> Jahre nach seinem Bewerbungsgespräch und Einstellung vor den selben
> Personallern?

Die waren nicht eingebunden bei mir, nur Kollegen die vorher in der 
alten Abteilung waren und dann in der neuen Abteilung waren und die 
meinen (und ihren) alten Chef kannten!

> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
> weiterbewerben will?

natürlich nicht, auch das soll eine Überraschung werden und eine 
Rückkopplung zu seinem Verhalten!

> Was wenn es nicht klapp? Und werden/dürfen die
> Personaler den Chef Kontaktierung und sagen das sich ihr MA bei uns
> bewirbt und wie er sich angestellt hat?

och keine Sorge der erfährt es schon.
Der Wechsel ging bei mir nicht schnell aber etwas später.
als ich denn wieder in der alten Abteilung gebraucht wurde habe ich nur 
auf meine Bedingungen bestanden und nach zähem hin und her auch 
erhalten!
Ich hätte aber auch die Kündigung akzeptiert und das klar kommuniziert!

von Udo (Gast)


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Arbeitsamt schrieb:
> warum du wechseln willst. Das legt
> bitteschön immer noch der Chef fest

Sehe ich komplett anders - wenn ich weg will, gehe ich - Punkt.

von Ultimate Qwertz (Gast)


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Udo schrieb:
> Sehe ich komplett anders - wenn ich weg will, gehe ich - Punkt.

Der Typ nennt sich "Arbeitsamt". Das erklärt doch einiges.

von Joachim B. (jar)


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Arbeitsamt schrieb:
> Setzt voraus, dass der eigene Chef auch fair ist. Das ist nicht immer
> der fall ;-) Es gibt auch ein "Übersprechen" zwischen den Chefs und der
> Personalabteilung.

das stört doch nicht, der alte Chef erfährt es sowieso und soll er auch!

> Wenn der Chef ne fiese Socke ist

deswegen will man ja wechseln!
Intern ist kein Problem wenn man Drähte zu anderen Abteilungen hat!

> (Dann wird dir der Kopf gewaschen, warum du wechseln willst. Das legt
> bitteschön immer noch der Chef fest ;-))

der alte Chef? nicht immer, jeder Chef hat andere Gewichtungen!
Wenn der Neue stärker ist :)

> Die richtig guten Stellen landen eh nicht auf dem internen Stellenmarkt
> bzw. sind dort nur pro forma ausgeschrieben.

Klar die verlassen sich auch auf den Buschfunk und schauen sich um und 
befragen Kollegen die schon wechselten!
Das kann helfen wie bei mir!
Dann muss man nicht mal intern ausschreiben!

: Bearbeitet durch User
von Arbeitsamt (Gast)


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Ultimate Qwertz schrieb:
> Der Typ nennt sich "Arbeitsamt". Das erklärt doch einiges

Was erklärt das?

von Arbeitsamt (Gast)


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Ultimate Qwertz = Ultimate Honk

von A. S. (achs)


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biom schrieb:
> bewirbt sich und steht zwei Jahre nach seinem Bewerbungsgespräch und
> Einstellung vor den selben Personallern?

Nein, i.d.R brauchst du für HR nur eine proforma Bewerbung. Entschieden 
wird fachlich.


> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
> weiterbewerben will?
Natürlich. Erfahren wird er es so oder so.

Wie willst Du Dich sonst entwickeln? Dein Leben lang einen uC 
malträtieren oder nur LED-Vorwiderstände berechnen?

Was glaubst Du, wo die Leute aus Q, Zulassung, Vertrieb, Inbetriebnahme 
herkommen?

Was wenn es nicht klapp?

Dann beim nächsten Mal. Dein know how bleibt doch in der Firma, wird 
einfach nur breiter.

von Udo (Gast)


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A. S. schrieb:
>> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
>> weiterbewerben will?
> Natürlich. Erfahren wird er es so oder so.

Ich habe bisher mit den aufnehmenden Abteilungen stille Vorgespräche 
geführt und auch fürs Erste Stillschweigen vereinbart. Sobald die aber 
signalisiert haben, dass sie mich nehmen, habe ich meinen aktuellen Chef 
eingebunden.
Dann haben wir zu dritt die Terminschiene abgestimmt.

von Joachim B. (jar)


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Udo schrieb:
> Ich habe bisher mit den aufnehmenden Abteilungen stille Vorgespräche
> geführt und auch fürs Erste Stillschweigen vereinbart.

logisch

> Sobald die aber signalisiert haben, dass sie mich nehmen,
> habe ich meinen aktuellen Chef eingebunden.

das kann man auch den Chefs überlassen, ab wann der Neue mich nimmt und 
ab wann der Alte mich gehen lassen kann.

Das sollen die mal schön unter sich machen!
Ist ja keine Aufgabe vom Wechselwilligen!

: Bearbeitet durch User
von A. S. (achs)


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Udo schrieb:
> Ich habe bisher mit den aufnehmenden Abteilungen stille Vorgespräche
> geführt und auch fürs Erste Stillschweigen vereinbart.

Klar sind die ersten Flirts relativ unverbindlich. Sobald man aber 
seinen Hut offiziell in den Ring wirft, sollte es der Chef wissen. Nur 
für den Fall, dass es nicht klappt.

Beitrag #6571297 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Abc (Gast)


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Incel 4 life schrieb im Beitrag #6571297:
> Ich möchte auch darlegen wieso es mit den Frauen nicht so klappt:
>
> bin magersüchtig
> habe akne
> bin 1,69m groß
> sehe mit 30 aus wie ein schulkind
> das letzte mal im dönerladen hab ich haribos bekommen
> der einzige sex war mit einer prostituierten, die hat sich anfangs
> geekelt. mit genügend geld hat es dann geklappt.
>
> -> muss millionär werden um frau zu finden.

Finanzberater, bist du es?

von Queraussteiger (Gast)


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biom schrieb:
> Hallo,
> es ist ja so das Firmen interne Stellenausschreibungen haben, mit
> welchem Zweck? Sollen sich wirklich bereits beschäftigte drauf bewerben?
Im Konzern ist das üblich weil der Betriebsrat das so durchgesetzt hat. 
Interne first, wenn dann keiner gefunden wurde wird extern gesucht.

> Und die nächste Frage, wie läuft das ab man bewirbt sich und steht zwei
> Jahre nach seinem Bewerbungsgespräch und Einstellung vor den selben
> Personallern?
Vermutlich. Ist das ein Problem? Mit dem hast du erst mal wenig zu tun, 
die Bewerbung wird an die Abteilung weitergereicht dann gibts dort ein 
VG und wenns ne Zusage wird wandert man zum Personalbüro und 
unterschreibt dort den neuen Vertrag oder er kommt mit der Hauspost.

> Bespricht man das erst mit seinem Chef, das man sich intern
> weiterbewerben will?
Ja wenn man nicht der Vollarsch ist.

> Was wenn es nicht klapp?
Dann hat es nicht geklappt und der Chef ist froh dass er kein neues 
Personal anfordern muss.

> Und werden/dürfen die
> Personaler den Chef Kontaktierung und sagen das sich ihr MA bei uns
> bewirbt und wie er sich angestellt hat?

Problem sind m.E. eher die Kollegen. Wenn die spitz bekommen dass man 
sich bei einer intern "verfeindeten" Abteilung beworben hat nehmen die 
es einem eher Krum als der Chef. Aber was juckt mich das, das ist mein 
Arbeitsplatz nicht der Spielplatz um Freunde zu finden. Meist hockt man 
dann ganz woanders, evt. auch in einem anderen Bau aufm Werksgeländer 
oder am anderen Ende der Stadt,... und läuft sich nie mehr übern Weg und 
wenn dann ist es auch egal, mit der Zeit gewöhne die sich daran oder 
wandern selber früher oder später ab, wer bleibt heute noch vom ersten 
Tag bis zur Rente in der selben Firma?

Problematisch wird es wenn sich Kollegen von der selben Abteilung für 
den neuen Job bewerben, dann wird es dann auch mal hässlich.

von Eierkopf (Gast)


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Bei den meisten internen Stellenausschreibungen handelt es um fiktive 
Ausschreibungen, für die es bereits einen Nachfolger gibt. Zumindest 
beim OEM ist es so, dass Stellen ausgeschrieben werden müssen, obwohl 
man hierfür schon einen Kandidaten hat. Es soll ja jeder das Gefühl 
haben, dass er eine Chance auf die Stelle hatte.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Queraussteiger schrieb:
> Aber was juckt mich das, das ist mein Arbeitsplatz nicht der Spielplatz
> um Freunde zu finden

Ich finde, es sollte möglichst beides sein. Immerhin verbringt man sehr 
viel Zeit mit seinen Arbeitskollegen, da ist es sehr von Vorteil, wenn 
das gleichzeitig auch Freunde sind, mindestens aber gute Kumpel.

> Meist hockt man dann ganz woanders, evt. auch in
> einem anderen Bau aufm Werksgeländer oder am anderen Ende der Stadt,...
> und läuft sich nie mehr übern Weg und wenn dann ist es auch egal

Man sieht sich häufig mehrmals im Leben. Ich halte nichts von einer 
Politik der verbrannten Erde.

> wer bleibt heute noch vom ersten Tag bis zur Rente in der selben
> Firma?

Ob es klappt, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich habe das genauso 
vor (wobei mit Rente eher nicht das reguläre Renteneintrittsalter 
gemeint ist, aber kein Wechsel mehr zu einem anderen Arbeitgeber).

von Manfred (Gast)


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Senf D. schrieb:
>> Aber was juckt mich das, das ist mein Arbeitsplatz nicht der Spielplatz
>> um Freunde zu finden
>
> Ich finde, es sollte möglichst beides sein. Immerhin verbringt man sehr
> viel Zeit mit seinen Arbeitskollegen, da ist es sehr von Vorteil, wenn
> das gleichzeitig auch Freunde sind, mindestens aber gute Kumpel.

Zweimal Nein. Zuerst werde ich dafür bezahlt, ordentliche Arbeit 
abnzuliefern. Natürlich bemüht man sich, anständig miteinander 
umzugehen, redet mal über die Kinder, das Haus oder sonstwas. Das heißt 
aber nicht, dass man sich zu Gartenpartys oder sonstwas treffen muß oder 
diese gar zu sich nachhause einlädt.

Wenn sich die Beteiligten darüber im klaren sind, darf man sich im Sinne 
der Firma auch kräftig hauen, geht aber 10 Minuten später beim Rauchen 
oder beim gemeinsamen Essen in der Kantine trotzdem anständig 
miteinander um - Differenzierung, Job ist Job, Bier ist Bier. Ich pisse 
die nicht perönlich ans Knie, aber die Aufgabe im Sinne des Produktes 
erfordert Durchsetzung gewisser Dinge.

Auch mit Kunden habe ich mal eine Plausch über die Weinernte auf dem Hof 
seiner Eltern oder über eine Segelregatta gehalten, wir sind Menschen. 
Ändert aber nichts daran, dass wir vielleicht unterschiedliche Ansichten 
zu einem Problem haben und diese geklärt werden müssen.

>> Meist hockt man dann ganz woanders, evt. auch in
>> einem anderen Bau aufm Werksgeländer oder am anderen Ende der Stadt,...
>> und läuft sich nie mehr übern Weg und wenn dann ist es auch egal
>
> Man sieht sich häufig mehrmals im Leben. Ich halte nichts von einer
> Politik der verbrannten Erde.

Natürlich, aber es gibt halt Kollegen oder Chefs, die man außerhalb 
nicht treffen will und, wenn doch, sich auf Abstand hält.

>> wer bleibt heute noch vom ersten Tag bis zur Rente in der selben
>> Firma?
>
> Ob es klappt, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich habe das genauso
> vor (wobei mit Rente eher nicht das reguläre Renteneintrittsalter
> gemeint ist, aber kein Wechsel mehr zu einem anderen Arbeitgeber).

Das scheint zunehmend seltener zu werden, aber es gibt sowas, der Herr 
xxx (externer Partner) ruft mich an und stellt mir seinen Nachfolger vor 
- von der Lehre bis zur Rente war er in der selben Firma.

von A. S. (achs)


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Eierkopf schrieb:
> Zumindest
> beim OEM ist es so, dass Stellen ausgeschrieben werden müssen, obwohl
> man hierfür schon einen Kandidaten hat. Es soll ja jeder das Gefühl
> haben, dass er eine Chance auf die Stelle hatte.

Das ist ein echtes Problem: Der Kollege aus der Nachbarabteilung ist 
perfekt, ... und dann kommt ein Konzernbeamter aus dem letzten Winkel 
und steht mit für BR und HR besseren Daten da. Da wurde dann auf einmal 
"Russisch" verpflichtende Qualifikation.

Das geht auch andersrum, ... der Konzernbeamte soll den Posten haben. 
Dann fehlt halt eine Nummer zufällig im Verteiler, ... kann passieren. 
(Am schwarzen Brett bei HR hab ich die fehlende Nummer dann doch mal 
entdeckt).

von Senf D. (senfdazugeber)


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Manfred schrieb:
> Zweimal Nein. Zuerst werde ich dafür bezahlt, ordentliche Arbeit
> abnzuliefern. Natürlich bemüht man sich, anständig miteinander
> umzugehen, redet mal über die Kinder, das Haus oder sonstwas. Das heißt
> aber nicht, dass man sich zu Gartenpartys oder sonstwas treffen muß oder
> diese gar zu sich nachhause einlädt.

Es "muss" natürlich gar nichts Privates stattfinden, aber warum bist du 
so kategorisch dagegen? Hast du nur Spaßbremsen als Kollegen? Oder du 
selbst musst mal den Stock aus dem Hintern nehmen.

Die Arbeit macht schließlich noch viel mehr Freude, wenn man sich gut 
versteht. Jetzt mal abgesehen vom Corona-Lockdown ist es doch super, 
wenn man zusammen mit den Kollegen auch mal Geburtstag feiert, einen 
Whisky-/Poker-Abend veranstaltet oder zusammen im Garten grillt. 
Natürlich auch zu Hause in gemütlicher Umgebung.

von Whatever (Gast)


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Manfred schrieb:
> Zweimal Nein. Zuerst werde ich dafür bezahlt, ordentliche Arbeit
> abnzuliefern. Natürlich bemüht man sich, anständig miteinander
> umzugehen, redet mal über die Kinder, das Haus oder sonstwas. Das heißt
> aber nicht, dass man sich zu Gartenpartys oder sonstwas treffen muß oder
> diese gar zu sich nachhause einlädt.
> Wenn sich die Beteiligten darüber im klaren sind, darf man sich im Sinne
> der Firma auch kräftig hauen, geht aber 10 Minuten später beim Rauchen
> oder beim gemeinsamen Essen in der Kantine trotzdem anständig
> miteinander um - Differenzierung, Job ist Job, Bier ist Bier. Ich pisse
> die nicht perönlich ans Knie, aber die Aufgabe im Sinne des Produktes
> erfordert Durchsetzung gewisser Dinge.

Darum gibt es im traurigen Deutschland viel mehr Einzelkämpfer als in 
den meisten anderen Ländern in denen ich gearbeitet habe. Und man ist 
sogar Stolz darauf. Darum ist alles so langsam hier. Alleine kann man 
nicht viel bewegen. Da kommen ausländische Kollegen auf Dienstreise nach 
Deutschland und wundern sich wie wenig gastfreundlich der deutsche 
Standort ist, während sie selbst den deutschen Kollegen bei Dienstreise 
in ihre Heimat den roten Teppich ausgerollt haben. Aber ne, in 
Deutschland geht es pünktlich um 16 Uhr Heim und zum Essen wird auch 
nicht eingeladen.

von Workaholic (Gast)


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The German is a grim hun.

von D. Trump (Gast)


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So true. Especially A. Merkel.

von A. S. (achs)


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Whatever schrieb:
> Aber ne, in Deutschland geht es pünktlich um 16 Uhr Heim und zum Essen
> wird auch nicht eingeladen.

Ich kenne das nur so: wenn man neu ist (Lehre, Studium, nach dem 
Studium, neuer Ort, neugegründete Abteilung) dann schließt man auch neue 
Freundschaften, die oft auch jahrelang halten.

Kommt man mit gesetteltem sozialen Umfeld in eine andere, bestehende 
Abteilung/Firma/Gruppe, ist es eher seltener.

von Whatever (Gast)


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A. S. schrieb:
> Kommt man mit gesetteltem sozialen Umfeld in eine andere, bestehende
> Abteilung/Firma/Gruppe, ist es eher seltener.

Habe ich in Norddeutschland auch beobachtet, aber in Franken laden dich 
die Kollegen schon den zweiten Monat auf auf ihre Hochzeit ein, bzw. die 
ganze Abteilung. Im Ausland konnt ich das auch beobachten. In 
Norddeutschland gehen dann 40 Mann einmal chic essen und nennen das 
Hochzeit. Diese Leute machen dann natürlich wenig mit lange bestehenden 
Kollegen, noch weniger mit neuen Kollegen und gar nichts mit 
ausländischen Kollegen auf Dienstreise. Muss man auch nicht, aber 
gastfreundlich geht anders. Wenn man sich nur beruflich notgedrungen 
akzeptieren (muss), arbeitet man auch ganz anders miteinander als wenn 
man sich auch privat mal trifft und ein fast freundschaftliches 
Verhältnis hat. Jemand der dich nur duldet wird für dich nie durchs 
Feuer gehen. Ich war schon in vielen Ländern, aber spontan fällt mir 
keine noch weniger hilfsbereite Gesellschaft als die Deutsche ein (außer 
die Franken). Das ist natürlich nur meine Erfahrung und Ausnahmen 
bestätigen die Regel.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Whatever schrieb:
> aber in Franken laden dich die Kollegen schon den zweiten Monat auf auf
> ihre Hochzeit ein, bzw. die ganze Abteilung.

Das stimmt. :-)

von Reinhard S. (rezz)


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Senf D. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Zweimal Nein. Zuerst werde ich dafür bezahlt, ordentliche Arbeit
>> abnzuliefern. Natürlich bemüht man sich, anständig miteinander
>> umzugehen, redet mal über die Kinder, das Haus oder sonstwas. Das heißt
>> aber nicht, dass man sich zu Gartenpartys oder sonstwas treffen muß oder
>> diese gar zu sich nachhause einlädt.
>
> Es "muss" natürlich gar nichts Privates stattfinden, aber warum bist du
> so kategorisch dagegen?

Die Schnauzen, die ich auf Arbeit sehe, will ich nach Feierabend nicht 
mehr ertragen müssen. Und die Schnauzen, mit denen ich die Zeit nach 
Feierabend verbringe, will ich nicht in meine Arbeit einbinden :)

> Die Arbeit macht schließlich noch viel mehr Freude, wenn man sich gut
> versteht.

Definitiv. Nichtsdestotrotz muss das nicht heißen, das man nach der 
Arbeit auch noch was zusammen macht.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Reinhard S. schrieb:
> Die Schnauzen, die ich auf Arbeit sehe, will ich nach Feierabend nicht
> mehr ertragen müssen.

Das spricht aber dafür, dass du deine Kollegen nicht wirklich magst, und 
sie vermutlich dich daher auch nicht. Ich treffe viele meiner Kollegen 
auch gerne privat. Ich kann diese extrem strenge Trennung von 
Arbeitsleben und Privatleben nicht nachvollziehen. Es klingt fast wie 
ein Prinzip, als wenn es generell ein Problem darstellt, wenn man das 
nicht sauber trennt?!

von Psychopath (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Ich kann diese extrem strenge Trennung von
> Arbeitsleben und Privatleben nicht nachvollziehen.

Ich auch nicht, sich etwas privat ebenfalls näher zu kommen sind 
exzellente Gelegenheiten um etwas Intel zusammenzutragen, nur nicht von 
sich selbst zu viel preisgeben oder bewusst Falschinformationen streuen. 
Wer weiß wann man solch ein Dossier man mal beruflich brauchen kann in 
Konkurrenzsituationen.

von Reinhard S. (rezz)


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Senf D. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Die Schnauzen, die ich auf Arbeit sehe, will ich nach Feierabend nicht
>> mehr ertragen müssen.
>
> Das spricht aber dafür, dass du deine Kollegen nicht wirklich magst, und
> sie vermutlich dich daher auch nicht.

Würd ich nicht sagen, ich arbeite durchaus gerne mit manchen zusammen 
und denke, das ich nicht immer, aber oft genug, auch gute Arbeit 
abliefere. Aber privat ist halt privat und Dienst ist Dienst.

> Ich treffe viele meiner Kollegen
> auch gerne privat. Ich kann diese extrem strenge Trennung von
> Arbeitsleben und Privatleben nicht nachvollziehen. Es klingt fast wie
> ein Prinzip, als wenn es generell ein Problem darstellt, wenn man das
> nicht sauber trennt?!

Für mich ja. Ich denk da dann zuviel an die Arbeit. Fürs Private gibts 
andere Leute.

von Joachim B. (jar)


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Reinhard S. schrieb:
> Würd ich nicht sagen, ich arbeite durchaus gerne mit manchen zusammen
> und denke, das ich nicht immer, aber oft genug, auch gute Arbeit
> abliefere. Aber privat ist halt privat und Dienst ist Dienst

also in meiner Industriezeit waren wir ein gutes Team, alle ähnlich alt 
mit ähnlichen Interessen /ausgenommen das ich der einzige AtariST User 
war, die Anderen Amiga User) und haben uns gemeinsam gegenseitig zur 
Hochzeit eingeladen, waren zusammen Eisstockschiessen o.ä.
Nicht im Übermaß aber so ab und an.

Später in anderen Dienststellen gab es die Nähe nicht mehr, schade 
eigentlich.

Alles hat seine Zeit und man wird ja auch älter.
Gute Freunde aus der Schulzeit und aus dem Studium haben sich genauso 
entfernt, ich denke es liegt am Alter und den Interessen.

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