Hallo Zusammen, verstehe ich die Welt nicht mehr oder bin ich von den Chinesen reingelegt worden. Ich habe vor ca. 1 Jahr dieses Zangenampere/Volt/Ohmmeter gekauft. Nur zwei-dreimal mit gemessen, dann lange nicht benutzt. Jetzt ist es defekt (?) Das Ohmmeter misst nur im Durchgangsprüfmodus und zeigt dann 10-20% falsch an. Im Ohmbereich geht es gar nicht. Im Voltbereich zeigt es schon bei Anlegen von 1V OL (Overload) an und piept. Das andere Bild zeigt den Zustand bei 0,0V. Da piept es nicht. Das NCV reagiert richtig bei elektrischen Feldern. Der Kalibriermodus reagiert (Select + Hold drücken, dann Einschalten)und macht irgendwas. Eine Überlastung hat nach bestem Gewissen nie statt gefunden. Frage: Kennt jemand dieses Problem? Gibt es eine Resetmöglichkeit? (Batterien raus hilft nichts.) Ist es evtl. doch ein Hardwareproblem? Ist das geplante Obsoleszens und ich darf es entsorgen..?
Dietmar P. schrieb: > Batterien raus hilft nichts. Sind die Batterien denn ok? Batterien nicht ohne Last messen;-) Batterien über Nacht entfernt? Dietmar P. schrieb: > Ich habe vor ca. 1 Jahr dieses Zangenampere/Volt/Ohmmeter gekauft. Neu? Gewährleistung?
Jörg R. schrieb: > Batterien über Nacht entfernt? Auf diese Weise habe ich auch schon Geräte "repariert". Einfach mal für eine gewisse Zeit die Batterie raus, und dann: Neues Spiel, neues Glück.
Gewährleistung habe ich nicht. Direkt in China gekauft. Ich habe noch komische Bauelemente gefunden. 2 Stück SOT23 SMD Transistorgehäuse, Aufdruck Y1. Das wären 11V Zenerdioden. Aber der 3te Anschluss des Gehäuses muss mit irgendwas verbunden sein, sonst geht es in der Schaltung nicht weiter. Die beiden Zenerdioden, wenn es welche wären, sind antiparallel geschaltet, hängen dann aber in der Luft. An der Anode-Kathode (Basis-Collector) messe ich 0 Ohm. Wenn die Teile raus sind, ist der Fehler unverändert. Irgendwie kann dass keine Zenerdiode sein. Ein NPN Transistor SS8050 wird auch unter Y1 aufgeführt...
Hi >Das wären 11V Zenerdioden. Aber der 3te >Anschluss des Gehäuses muss mit irgendwas verbunden sein, sonst geht es >in der Schaltung nicht weiter. Eine Z-Diode besitzt nur zwei Anschlüsse, Bei einem SOT23-Gehäuse ist dann einer, meist Anschluss 2, frei. MfG Spess
Dietmar P. schrieb: > Ich habe noch komische Bauelemente gefunden. 2 Stück SOT23 SMD > Transistorgehäuse, Aufdruck Y1. Das wären 11V Zenerdioden. Aber der 3te > Anschluss des Gehäuses muss mit irgendwas verbunden sein, sonst geht es > in der Schaltung nicht weiter. Wahrscheinlicher ist, dass das antiseriell geschaltete Transistoren sind. Die BE-Strecke wirkt dann wie eine Zenerdiode mit ca. 6V. Beispiel ist aus einem UT61E
listo schrieb: > Wahrscheinlicher ist, dass das antiseriell geschaltete Transistoren > sind. Die BE-Strecke wirkt dann wie eine Zenerdiode mit ca. 6V. > Beispiel ist aus einem UT61E Dieses Beispiel ist vom UT210E;) Scheint also ein beliebtes Pattern bei den UniT Entwicklern zu sein.
Danke Stephan. Ich habe es gerade wieder zurück gelötet. Der "Kurzschluss" war durch das Layout gegeben und von Collektor zu Emitter war ausgebaut ein Zenereffekt um 7,2V zu messen, also Transistoren. Das Overlay zeigt auch Q als Bauteilbezeichnung, nicht D. Hast du ein Schaltbild...? (Die Batterien sind neu) Das war also nicht der Fehler.
Dietmar P. schrieb: > Hast du ein Schaltbild...? Hi Dietmar, jeder der g**gle bedienen kann, hat eines! Aber ich will mal nicht so sein;) VG, Stephan
Dietmar P. schrieb: > Das war also nicht der Fehler. evtl findest Du hier was?: https://www.eevblog.com/forum/testgear/a-look-at-the-uni-t-ut210e/
Besten Dank für das Schaltbild. Auf der Seite war ich schon über Youtube, habe aber nicht alle 32 Seiten durchgeackert ;) Bemerkenswert ist die letzte Seite, wo eine Kalibriermöglichkeit beschrieben ist. Aber was nützt Kalibrieren, wenn es OL anzeigt...
Stephan schrieb: > Aber ich will mal nicht so sein;) Gibt es noch eine Seite 2, ich finde nicht, wo die 1,2V erzeugt werden? Dietmar P. schrieb: > Aber was nützt Kalibrieren, wenn es OL anzeigt... Sind die 1,2V Referenzspannung am großen Käfer vorhanden?
Manfred schrieb: > Gibt es noch eine Seite 2, ich finde nicht, wo die 1,2V erzeugt werden? Pin 47 REFO des DTM0660 ist (in dieser Beschaltung) der Ausgang der eingebauten Referenzspannungsquelle. http://caxapa.ru/thumbs/794708/DTM0660---.zh-CN.en.pdf Hast du auch Probleme mit dem Ding?
Gar nicht so einfach die Referenzspannung zu finden, weil das IC keine Markierung hat wo PIN 1 ist. Nach Datenblatt aus RU ist die Ref. über einen Kondensator angeschlossen (?) Das ein Fehler in der simplen Eingangsbeschaltung wäre, ist leider auch nicht der Fall. Ich würde mal raten, dass der EEProm flüchtig geworden ist und die Daten jetzt (vom Rumliegen) falsch sind.
listo schrieb: >> Gibt es noch eine Seite 2, ich finde nicht, wo die 1,2V erzeugt werden? > > Pin 47 REFO des DTM0660 ist (in dieser Beschaltung) der Ausgang der > eingebauten Referenzspannungsquelle. > > http://caxapa.ru/thumbs/794708/DTM0660---.zh-CN.en.pdf > > Hast du auch Probleme mit dem Ding? Nein. Mein Denkansatz war, dass Dietmars Meßgerät OL anzeigt, weil die Referenz fehlt.
Dietmar P. schrieb: > Gar nicht so einfach die Referenzspannung zu finden Schaltplan plus die bilder von eevblog - es ist doch eigentlich klar wo REFO sein muss? Hmm-mm
Ich gehe davon aus,dass du die Batterie-und Schleiferkontakte(soweit vorhanden) auf Oxidation ueberprueft hast.(Bei 9V-Batterien Plastikumantelung des Batterieklipps abnehmen) Ich hab hier z.B. so ein billiges Multimeter welches eigentlich gut aufgebaut ist und sehr genau misst.Fiel mittlerweile 2 mal aus:Messergebnisse stimmten hinten und vorne nicht.Den Grund dafuer fand ich schnell:Der Schleifer des Messbereichsschalter sieht kupferfarben aus (Messing/Kupfer/Legierung - bin kein Chemiker) und die Platine mit den Schleiferbahnen ist verzinnt/versilbert. Also 2 unterschiedliche Materialien die zusammen mit Feuchtigkeit eine "Batterie" bilden und zur Zersetzung bezw. Korrosion fuehrt.Nun ja - Bahnen gereinigt:Werte sind wieder ok.Das Spielchen muss ich nun ale Jahre wiederholen Ist nur ein Tip - haengt natuerlich vom Geraet ab.....
Das mache ich noch mit der Referenzspannung. Aber, wie geschrieben, man weiss nicht wie die Pins gezählt werden, weil keine Pin 1 Markierung da ist. Dann ist das Beinchen-Spacing ca. < 1mm. Schwierig da ohne Kurzschluss was zu messen. - Jetzt mache ich das Foto und erkenne plötzlich die MArkierung. Die Batteriekontakte sind alle neuwertig. Lag ja nur unbenutzt rum. Es sind 2 x AAA Zellen drin.Es ist nichts ausgelaufen.
Dietmar P. schrieb: > weil keine Pin 1 Markierung da > ist. Sogar zweifach. Auf dem Gehäuse und im Silkscreen. Hast Du denn jetzt mal die Batterien gewechselt? Dietmar P. schrieb: > Ich würde mal raten, dass der EEProm flüchtig geworden ist und die Daten > jetzt (vom Rumliegen) falsch sind. Was für ein EEprom? Welchen Nutzen hätte so ein Instrument von einem EEprom und warum sollte sowas nach 1J seinen Inhalt verlieren? Ich glaube das Problem sitzt vor dem Gerät und stochert planlos in dessen Eingeweiden herum.
Auch nur mal so. Wenn du nicht weisst wofür ein EEProm in dem Gerät eingebaut ist, dann musst du dir das mal vorher Anschauen. https://github.com/bdlow/UT210E#readingwriting-the-eeprom-using-a-bus-pirate Batterien, Handauflegen, planloses Rumstochern und ähnliches reicht leider nicht.
Dietmar P. schrieb: > Handauflegen Handanlegen waere nun angesagt. Herausfinden wie sich der Chip auslesen laesst. Dann muesste nur noch Jemand sein funktionierendes Geraet auslesen, Dir das zukommen lassen und Du flashed das Ding neu. Lag wohl auf Fensterbank zu viel in der Sonne oder im heissen Speicher die Sommertage herum.
Zu warm ist es sicherlich nicht geworden. Aber der Main-Chip hat keinen Aufdruck. Vielleicht ist das schon gleich chinesische Ausschussware gewesen. Was will man für 20 Euro verlangen, auch wenn es ärgerlich ist.
Beitrag #8003009 wurde vom Autor gelöscht.
Mein UT211b wollte nicht mehr einschalten bzw. nur nach draufklopfen. Hatte zunächst die Kontakte vom Drehschalter in Verdacht aber die waren nicht das Problem. Also muss doch eine Fehlersuche in der Schaltung vorgenommen werden. Dabei war das hier verlinkte Schaltbild hilfreich. Zunächst habe ich zum Ankoppeln der Batterie zwei Stifte angelötet. Für einen Pol habe ich einen Messpad ausgewählt (runde, glänzende Leiterbahn). Das Lötzinn wollte darauf nicht so recht haften. Musste da etwas länger "braten" mit der Folge, dass das Pad sich von der Leiterplatte gelöst hat. Etwas zu bald meine ich. Die Leiterbahnen haften nicht besonders gut auf der Trägerplatine. Habe dann einen anderen Punkt ausgesucht, mit Krokodilklemmen die Batterie angeschlossen und mich durch Klopfen und ein schalten vorgetastet. Der Quarz hat relativ empfindlich reagiert. Wenn das Gerät nicht schaltet, schwingt der nicht. Dem Quarz ist ein 1 MOhm wiederstand parallelgeschaltet. Habe den gemessen, der war Ok. Habe dann an den Quarzkontakten gemessen und da waren es aber 25 MOhm. Oha, da gab es ein Problem. Eine Seite vom Quarz Anschluss hatte keine Verbindung zum Widertand. Habe den Quarz angelötet und mir die darunter verlaufende Leiterbahn angesehen. Die war kaum sichtbar aber von der dünnen Weiterführung zum Widerstand getrennt. Damit man das besser sieht, habe ich das Pad im Bild etwas angehoben. Der Quarz wurde von Hand gelötet, was man am Flussmittel und Lötspuren erkennen konnte. Vermutlich gab es die gleichen Probleme die ich auch (siehe oben) hatte und der Lötpad ist abgerissen. Habe den wieder mit der Leiterban mit einem dünnen Draht durchverbunden, den Quarz wieder eingelötet und siehe da, das Gerät schaltet wieder zuverlässig ein und zeigt auch keine seltsamsten Dinge im Display beim Umschalten der Messbereiche an wie nur Punkte. Vermutlich werden viele dieses Problem bekommen. Möge es dem einen oder anderen Helfen, dieses ansonsten gute und recht genaue Gerät wieder seinem Zweck zuzuführen. Der Kapazitätsmesser ist übrigens auch sehr genau.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.








