Wirkungsgrad Wasserkocher

#6570559
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In diesem Video werden Wasserkocher auf ihre Effizienz untersucht:

https://www.youtube.com/watch?v=JX1deiMk7Sw

Dass die Wasserkocher so schlecht abschneiden liegt an der verzögerten 
Abschaltung nachdem der Siedepunkt schon erreicht ist.
Wer nun auf den Stromzähler schaut stellt fest dass selbst beim 
Erreichen des Siedepunktes das gerät nicht nah an 100% rankommt und 
damit sogar schlechter abschneidet als dieses Innovative-Lifestyle 
Product, das trotz Verlusten im Leistungsteil scheinbar über 95% 
Effizient ist.

Woran liget das?
#6570855
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A. B. schrieb:
> Woran liget das?

Schlechte Werbung für miesen Kocher.

Der schaltet GAR NICHT ab wenn es kocht, sondern man muss das manuell 
abschätzen, und er wird dann verglichen mit Kochern die automatisch (aus 
SIcht des Vergleichenden zu spät) abschalten, was für ein 
haarsträubender Humbug.

Wasserkocher mit Heizspirale im Wasser haben quasi (ja auch da muss die 
Heizwendel mitaufgeheizt werden, so wie der Metallpod in diesem Ding) 
100% Wirkungsgrad ohne den ganzen Aufstand dieses Hipsterprodukts, man 
muss halt das Wasser nutzen wenn es kocht, nicht erst wenn die 
Notabschaltung greift.
Gast #6570877
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Joe G. schrieb:
> Mein Wasserkocher hat einen Wirkungsgrad von exakt 100%. Die gesamte
> elektrische Energie wird in Wärmeenergie umgewandelt.
In einem Ottomotor (über Umwege) auch. Trotzdem wird dessen Wirkungsgrad 
mit etwa 30% angegeben. ;-)
Der Wasserkocher erwärmt auch den Kocher selber mit, was oft nicht 
genutzt wird. Der Wirkungsgrad von Energiezufuhr zu Nutzenergie ist also 
nicht ganz 100%.
Gast #6570926
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A. S. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Der schaltet GAR NICHT ab wenn es kocht,
>
> Ist das wahr? Das wäre ja idiotisch.

Hier steht aber das sei "perfekt temperiert" und von innen gemesssen.
https://de.heatle.de/overview
Wäre ja  bischen Richtung irreführende Beschreibung des Betreibers, wenn 
man das tatsächlich selbst abschätzen müsste. Also Automatische 
Abschaltung? oder zeigt nur Temp. an?  oder beides nicht?
#6570972
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Joe G. schrieb:
> Glaubt man dem 2. HS. der Thermodynamik (ich mache das), so wird aus
> "dicht" "exakt" :-)

Die definition eines Wirkungsgrades ist aber m.E. etwas anders.
Klar, im Winter "nutzt" du die Wärme des Wasserkochers noch zum Heizen.
Trotz allem ist der primäre Nutzen des Wasserkochers erwärmtes Wasser.
Und da dürfte nicht ganz 100% der aufgewandten Energie hingehen.
Gast #6571048
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------ schrieb:
> Hier steht aber das sei "perfekt temperiert" und von innen gemesssen.
> https://de.heatle.de/overview
> Wäre ja  bischen Richtung irreführende Beschreibung des Betreibers, wenn
> man das tatsächlich selbst abschätzen müsste. Also Automatische
> Abschaltung? oder zeigt nur Temp. an?  oder beides nicht?

Ich denke auch, er schaltet ab. Wofür sonst die Funkverbindung.

Ich denke sogar, man kann eine beliebige (Tee-)Temperatur einstellen. 
Und das Gespann wird in den nächsten 3 Jahren (genauer: Sobald die 
ersten Nachbauten kommen) den Verkauf von Wasserkochen zusammenbrechen 
lassen.

Topf, Flötenkessel, Tauchsieder, Wasserkocher, ... und jetzt halt die 
nächste logische Evolutionsstufe. Nur für kurze Zeit, dann wird das in 
die Induktions-Kochfelder direkt mit integriert.
#6571164
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Ein hübsches Gimmick, was man ein paar mal benutzt und dann in die Ecke 
stellt und wieder zum bequemen Wasserkocher greift. Die paar Watt mehr 
bei Kleinmengen interessieren niemanden.
Der Wasserkocher nimmt zwar Wärme auf, das Wasser kühlt daher aber auch 
nicht so schnell aus. Und er hat einen isolierten Griff, so daß man sich 
nicht verbrüht. Auch ist er robuster als eine Glaskanne.
Man bringt ja nicht den Kaffee/Tee zum Kochen, sondern braucht immer ein 
extra Kochgefäß zum aufgießen.
Gast #6571289
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Peter D. schrieb:
> Man bringt ja nicht den Kaffee/Tee zum Kochen, sondern braucht immer ein
> extra Kochgefäß zum aufgießen.

Das ist vermutlich der Grund, warum wir beide nie reich wurden. Weil wir 
die Genialität nicht erkennen.

Doch, Tee-Beutel-Tee, Babymilch, Kakao, ... werden glasweise warm 
gemacht. In der nächsten Version geht das selbst mit Essen (breiter und 
eher stangenartig) und irgendwann ersetzt es sogar die Mikrowelle.. Und 
da nützt es nichts, Tee-Beutel-Tee-Trinker zu verunglimpfen, sie sind am 
Ende einfach mehr.

Wenn die Firma 100 Mio bewertet wäre, würde ich sofort einsteigen.
#6571351
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Joe G. schrieb:
> Nun, dann vielleicht so:
> Es wurde experimentell noch nie beobachtet

es wurde auch noch nie das NICHTS bewiesen und ob alle el. Energie 100% 
in Wärme umsetzbar ist, also die Verluste 0% sind kann nur theoretisch 
bewiesen werden.

OK ich glaube aber daran, weil ich nur innerhalb unserer Physik daran 
glauben kann. (aber Probleme in der Meßtechnik kenne ich)
(Firma: Hobbytheoretiker) #6571488
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Das ist alles ein alter Hut. Auf Grund des Wirkungsgrades gab es früher 
Wasserkocher, da waren die Behälter aus Glas (Glas ist ein schlechter 
Wärmeleiter) und ein Heizstab (ähnlich einem Tauchsieder, der aber nur 
unten heiß wurde) wurde seitlich in das Wasser eingetaucht, so dass die 
Konvektion auch noch gut war. Diese Erwärmung hatte eigentlich einen 
besseren Wirkungsgrad.
#6572060
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Peter D. schrieb:
> Ein hübsches Gimmick, was man ein paar mal benutzt und dann in die Ecke
> stellt und wieder zum bequemen Wasserkocher greift. Die paar Watt mehr
> bei Kleinmengen interessieren niemanden.

Dafür aber ~200€ mehr Anschaffungspreis. Wenn ich also jedes mal nur 
eine Tasse Wasser brauche und 50% Energie spare, muss ich >1.333 Tassen 
Wasser erhitzen bevor ich Geld spare.
Gast #6572173
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Mike R. schrieb:
> Dafür aber ~200€ mehr Anschaffungspreis. Wenn ich also jedes mal nur
> eine Tasse Wasser brauche und 50% Energie spare, muss ich >1.333 Tassen
> Wasser erhitzen bevor ich Geld spare.

Die 150€ jetzt sind halt für die Avantgarde: Trendige chicke leere 
Küchen mit stylisch unbequemen Stühlen und halt diesem Wasserkocher. 
Also 100.000 in Deutschland.

In 3 Jahren für 59€ dann als Alternative für Jedermann und in 6 Jahren 
auch für die Geizhälse so wie mich für 19€ bei Kodi.
#6572461
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Was mir noch eingefallen ist:

Wie soll der Wirkungsgrad von fast 100% zustande kommen, wenn der 
Metallstab in der Mitte doch selbst Energie schluckt. Denn nicht nur das 
Wasser ist heiß, sondern auch der Stab.

Ganz andere Frage: Wie viele Tees soll man sich damit zubereiten damit 
die höhere Energie zur Herstellung des Geräts (Halbleiter, Spule etc.) 
wieder gut gemacht wird. Gegenüber einem Wasserkocher z.b. Deutlich 
weniger Einzelteile usw.
#6572983
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Weil mir gerade mal langweilig war habe ich meinen Wasserkocher am 
Energiekostenmessgerät ausprobiert

0.02644 brauchte er für 250mA von 20 auf 100 GradC
das sind 88% Wirkungsgrad, also weit weg von den 50%
die die schlechte Werbung so schlecht redet.

Der einzige Trick war: Den Wasserkocher ausschalten,
wenn das Wasser Kochgeräusche macht. Die Restwärme reicht
dann gerade zum aufkochen.

Mit etwas genauerem Timing hätte ich den Wirkunsgrad
wohl noch deutlich erhöhen könne, aber der Wasserkocher
muss je jedesmal abkühlen.

Lässt man ihn nicht abkühlen, erreichte die nächste
Fuhre 96% Wirkunsgrad.
Gast #6573162
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Wenn Du elektrische Wasserkocher meinst: 100%

Der Große Teil geht ins Wasser, der Rest ist Wärmestrahlung. War da 
nicht auch mal was seitens der EU? Wasserkocher auf 1000W begrenzen? 
Dann dauert es halt mehr als doppelt so lange, bis das Wasser heiß ist, 
aber das hat von denen keiner verstanden. Bei Staubsaugern hatte ich ja 
noch Verständnis, da kann man nacharbeiten, aber bei einem Wasserkocher? 
Die Physik lässt sich auch von der EU nicht überlisten.

Ich selber trinke täglich Tee (echten Tee, keine Beutel) und hab daher 
auf dem Ölofen immer einen Wasserkessel so stehen, dass er bzw. der 
Inhalt etwa 80'C hat. Kost mich nix extra, ist eh Abwärme und der Raum 
warm genung.

Grüße, Serge
Persönliche Seite #6573174
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Serge W. schrieb:
> Der Große Teil geht ins Wasser, der Rest ist Wärmestrahlung. War da
> nicht auch mal was seitens der EU? Wasserkocher auf 1000W begrenzen?

Tauchsieder dürften eine geringere Wärmestrahlung produzieren. Und wenn 
hell gefärbt sind dürfte die Wärmestrahlung noch geringer sein.

https://www.elektronik-kompendium.de/news/warum-sind-kuehlkoerper-und-kuehlbleche-meistens-schwarz/
#6573321
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Serge W. schrieb:
> Der Große Teil geht ins Wasser, der Rest ist Wärmestrahlung. War da
> nicht auch mal was seitens der EU? Wasserkocher auf 1000W begrenzen?
> Dann dauert es halt mehr als doppelt so lange, bis das Wasser heiß ist,
> aber das hat von denen keiner verstanden.

und wenn es länger dauert hat man auch mehr Wärmeverluste bis man das 
Ergebnis hat! (mal abgesehen von der verschenkten Restlebenszeit wo man 
auf das heisse Wasser wartet!)
Gast #6575265
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> ... und wenn es länger dauert hat man auch mehr Wärmeverluste bis
> man das Ergebnis hat! (mal abgesehen von der verschenkten
> Restlebenszeit wo man auf das heisse Wasser wartet!)

Vorteil aber:
Wenigstens in der (leider kurzen) Zeit, wo man auf die heisse
Plörre wartet, braucht man sich nicht über bestimmte
Koryphäen/Innen/IXXe etc. zu ärgern.
Besonders nicht über solche,
die mit einzigartigen, prinzipiell unwiderlegbaren Erkentnissen,
betreffend z.B.

Energie-im-Netz-Speicherung via Kobolden; Gigabytes an elektrischer
Leistung; 'alternativlosen' Abschaltungen von ehemals als 
Energielieferungsgaranten definierten AKW nach EINEM singulären Tsunami;
u.a.

"ihre" Untertanen/Innen/IXXE etc. in Richtung Mainstream geleiten
wollen
(Verschwörungspraktiker würden zur Entlastung der betreffenden
Individuen annehmen: sollen?).
Persönliche Seite #6575335
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Wie uns die Stoffdaten von Wasser zeigen [1] springt die spezifische 
Entropie bei 99.63°C und Normdruck von 1.303 kJ/(kgK) auf 7.359 
kJ/(KgK). Wenn man also einen hippen Wasserkocher bauen möchte, sollte 
man sehr exakt und schnell (kleine Wärmekapazität des Sensors) die 
Temperatur messen und dann abschalten. Noch hipper wird es, wenn man die 
Wärmekapazität des Gefäßes und der Heizung ermittelt, um die Restwärme 
zu nutzen. Also was für „Jugend forscht“ und mindestens mit ESP32 
gesteuert  ;-)

[1] https://www.chemie.de/lexikon/Wasser_%28Stoffdaten%29.html
Gast #6575605
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Joe G. schrieb:
> Noch hipper wird es, wenn man die
> Wärmekapazität des Gefäßes und der Heizung ermittelt, um die Restwärme
> zu nutzen. Also was für „Jugend forscht“ und mindestens mit ESP32
> gesteuert  ;-)

Natürlich kann das auch ein Jugend-forscht. Du kannst Dir aber sicher 
sein, dass die Mess- und Verfahrenstechnik in dem Metallteil auch ohne 
ESP32 (aber jedenfalls mit BlueTooth) drin ist.

Wenn Du 20 Kurven bei verschiedenen Füllständen und Materialen 
aufgenommen hast, findest Du da ganz passable Näherungen. Der größte 
Verlust dürfte dadurch entstehen, dass Du (durch die Geschwindigkeit) 
eine Menge Wasserdampf-Blasen rauspustest. Also kommt bald der 
Magnetrührer mit rein.
Gast #6576078
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> Der größte Verlust dürfte dadurch entstehen, dass Du
> (durch die Geschwindigkeit)
> eine Menge Wasserdampf-Blasen rauspustest.

Wenn Wasserdampf-Blasen bereits entstanden sind, ist der
max. Wirkungsgrad im Eimer!            ;-)
Gast #6576123
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U. B. schrieb:
> Wenn Wasserdampf-Blasen bereits entstanden sind, ist der
> max. Wirkungsgrad im Eimer!

Da hat Du Recht. Doch was blubbert dann im Video? Wie vermeiden die 
siedeverzug? Steine oder gesinterte Oberfläche wie im Labor kann es ja 
nicht sein, das wäre nicht sauber zu kriegen.

Am Ende einfach gelogen? Sollen das alle Techniker einfach ausprobieren 
für 149€ und kostenlos Werbung machen?

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