Forum: Offtopic Interessant: Lasst uns Paste tanken!


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von Rainer U. (r-u)


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Mal wieder was Neues zur Wasserstoffspeicherung. Ich finde es gut, dass 
so viele Lösungen ausprobiert werden als Alternative zu "immer eine 
halbe Tonne Batterie mit rumfahren" (oder mehr).

https://www.electrive.net/2021/02/02/fraunhofer-institut-entwickelt-paste-zur-wasserstoff-speicherung/

: Verschoben durch Moderator
von Hp M. (nachtmix)


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Rainer U. schrieb:
> "immer eine
> halbe Tonne Batterie mit rumfahren"

Ja, das kostet Wirkungsgrad.

Andererseits vermute ich, dass die bei dem erwähnten Verfahren 
erforderliche Wiederaufbereitung der Magnesiumhydroxid-Pampe zu 
Magnesiumhydrid-Paste auch viel Energie verschlingt.
Zusätzlich entsteht bei der exothermen "Entladung" dieses 
Wasserstoffspeichers ein Menge nicht nutzbaren Wärme, deren Energie man 
ja vorher hineinstecken musste.

Man müsste mal Zahlen sehen für diesen Kreisprozess, und vermutlich 
sehen die schweren Batterien dann gar nicht so schlecht aus.
Dort bahnt es sich ja wohl an die Schwer(!)metall-haltigen Kathoden 
durch leichte Kohlenstoffmodifikationen (Graphen etc.) zu ersetzen.

von Berufsrevolutionär (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Rainer U. schrieb:
>> "immer eine
>> halbe Tonne Batterie mit rumfahren"

Njein, für Wasserstoffantrieb braucht man nicht zwangsläufig eine 
Batterie/Brennstoffzelle es geht auch das klassische Wasserstoffauto mit 
ca 100 kg Tank+Füllung.

> Andererseits vermute ich, dass die bei dem erwähnten Verfahren
> erforderliche Wiederaufbereitung der Magnesiumhydroxid-Pampe zu
> Magnesiumhydrid-Paste auch viel Energie verschlingt.

> Zusätzlich entsteht bei der exothermen "Entladung" dieses
> Wasserstoffspeichers ein Menge nicht nutzbaren Wärme,

Naja im Winter können eigentlich nur Stubenhocker und Kellerkinder von 
"nicht nutzbarer Wärme sprechen".

Das Ganze klingt ähnlich wie 'Synthetisches Methaneis', der künstlichen 
Variante von Methanhydrat, die zu Unmengen am Merresboden liegt. Wenn 
man diese wie oben beschrieben nutzen könnte, hätte man einen Teil der 
Wiederaufbereitung geklärt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat

Da allgemeiner zu Gaseinlagerungen, nicht nur Wasserstoff oder Methan:
https://en.wikipedia.org/wiki/Clathrate_hydrate

Und Wasserstoff ist nicht das einzige, was man mittels einer 
Brennstoffzelle 'elektrifizieren' kann:
https://de.wikipedia.org/wiki/Direktmethanolbrennstoffzelle

von pnp (Gast)


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Berufsrevolutionär schrieb:
> es geht auch das klassische Wasserstoffauto mit
> ca 100 kg Tank+Füllung

...was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das 
Volumen des Waserstoffs ständig wächst und dadurch ein Überdruckventil 
die Explosion verhindern muss...

von Martin S. (sirnails)


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Der Wirkungsgrad des Prozesses ist nicht sonderlich gut. Aber das spielt 
in diesem Sinne eigentlich gar keine so große Rolle, denn Einsatzgebiet 
wird wohl hier eher in die Richtung Klein-Fahrzeuge/-Flugzeuge gehen, 
die auf Grund ihrer Größe gar keine entsprechende Batteriemasse 
mitführen können.

Im Paper vom Fraunhofer dazu wird der Syntheseprozess relativ 
umfangreich erklärt.

Die Paste wird mutmaßlich kein Ersatz für Akkus aber sie kann dort 
sinnvoll sein, wo auf Grund von Baugröße kein Akku reinpasst (Motorräder 
z.B.).

von Berufsrevolutionär (Gast)


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pnp schrieb:
> Berufsrevolutionär schrieb:
>> es geht auch das klassische Wasserstoffauto mit
>> ca 100 kg Tank+Füllung
>
> ...was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das
> Volumen des Waserstoffs ständig wächst und dadurch ein Überdruckventil
> die Explosion verhindern muss...

Nö, die Wandstärke muss eine Explosion verhindern, Wasserstoff über ein 
Überdruckventil abzulassen dagegen führt gerade zu einer Explosion falls 
eine Zündquelle in der Nähe ist. Vielleicht sind da 100kg für Tank und 
Füllung etwas wenig, aber tonnenweise Materialstärke braucht man für 
Druckflaschen nicht.

von Name: (Gast)


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Rainer U. schrieb:
> Mal wieder was Neues zur Wasserstoffspeicherung. Ich finde es gut,
> dass
> so viele Lösungen ausprobiert werden als Alternative zu "immer eine
> halbe Tonne Batterie mit rumfahren" (oder mehr).

Der Wirkungsgrad ist und bleibt schlecht.
Wodurch auch das nicht praktikabel ist.

Umstellung auf 100% BEV macht +20% Stromverbrauch. Schwierig, aber 
machbar.
Wenn das hier einen ähnlichen Wirkungsgrad wie Wasserstoff hat, heißt 
das >+100% Stromverbrauch.
Wie soll das gehen? Genau, geht nicht.

Die Zukunft in absehbarer Zeit heißt BEV.
Nur damit ist es überhaupt realistisch, die nötigen Strommengen in 
absehbarer Zeit aufzubringen.

Aus Sicht überzeugter Autofahre bin ich deswegen für BEV, ALLE anderen 
Lösungen bedingen eine Reduktion der Mobilität um 80% oder mehr. Nur mit 
BEV ist eine individuelle Mobilität in Zukunft noch darstellbar.

Im Übrigen ist das Gewicht bei BEV fast egal. Weil Bremsenergie mit 
hohem Wirkungsgrad zurückgewonnen werden kann. Bei der ausredestoff 
Foolcell oder sonstigen Verfahren geht Bremsenergie immer verloren.

von pnp (Gast)


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Berufsrevolutionär schrieb:
> pnp schrieb:
>> Berufsrevolutionär schrieb:
>>> es geht auch das klassische Wasserstoffauto mit
>>> ca 100 kg Tank+Füllung
>>
>> ...was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das
>> Volumen des Waserstoffs ständig wächst und dadurch ein Überdruckventil
>> die Explosion verhindern muss...
>
> Nö, die Wandstärke muss eine Explosion verhindern, Wasserstoff über ein
> Überdruckventil abzulassen dagegen führt gerade zu einer Explosion falls
> eine Zündquelle in der Nähe ist. Vielleicht sind da 100kg für Tank und
> Füllung etwas wenig, aber tonnenweise Materialstärke braucht man für
> Druckflaschen nicht.

Nö. Lies selber:
Zitat Wikipedia:
1
Nachteilig ist, dass durch die sehr niedrige Temperatur im Inneren 
2
des Tanks auch bei guter Wärmedämmung ein Wärmestrom aus der Umgebung 
3
nicht zu vermeiden ist. Dieser führt zu einer teilweisen Verdampfung 
4
des Wasserstoffs. Um einen Druckaufbau zu vermeiden, muss dieser
5
Wasserstoff, bei unstetiger oder Nicht-Abnahme des entstehenden
6
Wasserstoffgases, abgelassen werden (sogenannte Boil-Off-Verluste)

von Berufsrevolutionär (Gast)


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pnp schrieb:
> Berufsrevolutionär schrieb:
>> pnp schrieb:
>>> Berufsrevolutionär schrieb:
>>>> es geht auch das klassische Wasserstoffauto mit
>>>> ca 100 kg Tank+Füllung
>>>
>>> ...was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das
>>> Volumen des Waserstoffs ständig wächst und dadurch ein Überdruckventil
>>> die Explosion verhindern muss...
>>
>> Nö, die Wandstärke muss eine Explosion verhindern, Wasserstoff über ein
>> Überdruckventil abzulassen dagegen führt gerade zu einer Explosion falls
>> eine Zündquelle in der Nähe ist. Vielleicht sind da 100kg für Tank und
>> Füllung etwas wenig, aber tonnenweise Materialstärke braucht man für
>> Druckflaschen nicht.
>
> Nö. Lies selber:
> Zitat Wikipedia:
>
1
> Nachteilig ist, dass durch die sehr niedrige Temperatur im Inneren
2
> des Tanks auch bei guter Wärmedämmung ein Wärmestrom aus der Umgebung
3
> nicht zu vermeiden ist. Dieser führt zu einer teilweisen Verdampfung
4
> des Wasserstoffs. Um einen Druckaufbau zu vermeiden, muss dieser
5
> Wasserstoff, bei unstetiger oder Nicht-Abnahme des entstehenden
6
> Wasserstoffgases, abgelassen werden (sogenannte Boil-Off-Verluste)
7
>

Na dann spreng Dich mal selbst mit Wasserstoff in die Luft, weil du 
mangels Wandstärke gezwungen warst Druckaufbau um Jeden Preis zu 
vermeiden und beruf Dich dann auf die Wikipedia ...


Selbst Hollywood weiß, das Wasserstofffreisetzung gefährlich ist:
https://youtu.be/BH-UmA5Lt3g?t=92

von Jack V. (jackv)


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Berufsrevolutionär schrieb:
> Na dann spreng Dich mal selbst mit Wasserstoff in die Luft, weil du
> mangels Wandstärke gezwungen warst Druckaufbau um Jeden Preis zu
> vermeiden und beruf Dich dann auf die Wikipedia

Mengen beachten.

Das bläst keinen Kubikmeter auf einmal ab, sondern geringe Volumina, die 
sich wenige cm vom Ablassventil schon so weit verdünnt haben, dass da 
nix mehr zünden kann. Gut, wenn man in einem hermetisch abgedichteten 
Raum parkt, mag das dennoch ein Problem werden – aber wer macht das 
schon?

: Bearbeitet durch User
von Michael_O (Gast)


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Wenn Du Methaneis in den Tank füllst und zwei Wochen wartest, bis alles 
aufgetaut ist, dürfte der Innendruck bei einigen Tausend Bar liegen. 
Solch Drucktanks gibt es schlicht nicht. Das Gewicht wäre astronomisch. 
Bei einem Dewar mit Boil out würde immer eine sehr geringe Menge 
abgeblasen, was bei H2 straight nach oben entschwindet und nur die 
einfahrt in Parkhäuser verbieten würde.
Methan abzublasen wäre sicher keine gute Idee, dagegen sind die Probleme 
mit dem CO2 lächerlich.
Druckfeste Behälter mit thermischer Isolierung sind übrigens auch nicht 
zu beschaffen.

MfG
Michael

von pnp (Gast)


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Berufsrevolutionär schrieb:
> weil du mangels Wandstärke gezwungen warst Druckaufbau um Jeden Preis
> zu vermeiden

Der entstehende Wasserstoff knackt JEDE Wandstärke.
Dieser Vorgang ist schon seit den Anfangszeiten der 
Wasserstoffspeicherung als extremer Nachteil bekannt (ausser dir). Nur 
wenn man die Möglichkeit der ständigen Kühlung hat, lässt er sich 
vermeiden. Oder eben bei Fahrzeugen, die ständig im Einsatz sind und das 
Gas verbrauchen. Aber sobald das Auto eine Weile steht, dringt die 
Umgebungswärme trotz Isolation in den Tank ein und das Resultat macht 
sehr laut. Deswegen wurde das Überdruckventil erfunden. Nicht wegen 
"Sparsamkeit" mit der Wandstärke, sondern das Gas ist stärker...

von Marek N. (bruderm)


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pnp schrieb:
> was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das
> Volumen des Waserstoffs ständig wächst

Nein, das Volumen bleibt konstant!

von pnp (Gast)


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Marek N. schrieb:
> pnp schrieb:
>> was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das
>> Volumen des Waserstoffs ständig wächst
>
> Nein, das Volumen bleibt konstant!

Ja, du hast natürlich recht. Der Druck steigt.

von Berufsrevolutionär (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Berufsrevolutionär schrieb:
>> Na dann spreng Dich mal selbst mit Wasserstoff in die Luft, weil du
>> mangels Wandstärke gezwungen warst Druckaufbau um Jeden Preis zu
>> vermeiden und beruf Dich dann auf die Wikipedia
>
> Mengen beachten.

> Gut, wenn man in einem hermetisch abgedichteten
> Raum parkt, mag das dennoch ein Problem werden – aber wer macht das
> schon?

Hier bedarf es keiner reineb Mengenbetrachtung, sondern einer 
Risikobewertung/-analyse.

Bei Meldungen aus der (Grundlagen-)forschung wie oben, fehlt diese meist 
und die Forscher wundern sich dann, warum die Ingenieure großen Augen 
machen, wenn man ihnen sagt welche Bombentechnologie sie in ein Kunden 
(aka Idioten-) sicheres Produkt zu Ende konstruieren sollen.

Hier kann man eben nur soviel Masse Gas in den Tank packen wie die 
Wandstärke bei ungünstigen Verhältnissen (p*V/T = const)abhält und wie 
Riskominderungsmassnahmen (Druckventil) vertretbar abtun können.

Ein Überdruckventil mindert lediglich ein Risiko, aber schafft es aber 
nicht auf Null und verursacht u.U. neue Risiken.

von Berufsrevolutionär (Gast)


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pnp schrieb:
> Berufsrevolutionär schrieb:

> Der entstehende Wasserstoff knackt JEDE Wandstärke.
> Dieser Vorgang ist schon seit den Anfangszeiten der
> Wasserstoffspeicherung als extremer Nachteil bekannt (ausser dir).

Unterlasse bitte diese unwahren und diffarmierenden Unterstellungen in 
Zukunft.

Beitrag #6575871 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich denke wenn man schon solche Technik entwickelt, dann sollte man weg 
von Verbrenner-Motoren, bzw. diese nur noch einsetzen wenn es nicht 
anders geht.

Mal ein gutes Beispiel wie problematisch solche alternativen 
Energieformen sind... Fiat hat vor knapp 20 Jahren diesen megahässlichen 
Fiat Ugly a.k.a. Multipla gebaut, von dem gibts auch eine 
BiFuel-Variante mit Erdgasanlage. Sowas hat sich einer aus meiner 
Hobbyschrauber-Werkstatt angelacht. Dann jetzt beim TÜV das böhse 
Erwachen, oops die Karre braucht ja 'ne Gasprüfung. Da unten drunter 
hängen keine 500kg Batterien, sondern vier Gasbomben, die zusammen 
bestimmt nicht sooo viel weniger wiegen. Sehen aus wie Acetylen- und 
Sauerstoffflaschen, nur etwas größer. Und jetzt kommts: Die Dinger sind 
nur 20 Jahre haltbar, danach müssen sie entweder aufwendig geprüft oder 
ausgetauscht werden, das kostet mehr als die ganze Karre noch wert ist. 
Dazu gibts hier oben in Berlin keine Werkstatt, die so eine 
Flaschenprüfung machen möchte, ihm wurde schon empfohlen, einen Urlaub 
in Italien zu planen, um das dort erledigen zu lassen. Wahrscheinlich 
sehen die das dort ein wenig lockerer als hier. Die älteste der 
Gasbomben erreicht ihr Ablaufdatum 2024, er bekommt für den Haufen jetzt 
noch einmal TÜV, aber der nächste lohnt sich schon nicht mehr. Wer will 
sowas haben? Ich nicht. Das Auto ist zwar hässlich wie die Nacht, aber 
von der Karosserie und Technik her noch fit. Trotzdem lohnt es sich 
nicht, das Ding zu erhalten - oder man muß die Gasanlage in 3 Jahren 
evtl. demontieren und auf Benzin weiterfahren, aber das ist irgendwie 
auch Thema verfehlt.

von Rainer U. (r-u)


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Es gibt ja nun schon viele Beiträge hier, wo sich Wasserstoff gegen BEV 
streitet, obwohl es beides schon gibt und gemacht wird. Darum ging es 
mir nicht so.

Es ging mir eher um technische Meinungen / Beiträge zum o.g. Verfahren 
im engeren Sinne.

von Cyblord -. (cyblord)


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Rainer U. schrieb:
> Ich finde es gut, dass
> so viele Lösungen ausprobiert werden als Alternative zu "immer eine
> halbe Tonne Batterie mit rumfahren" (oder mehr).

Da gibts ja nun schon seit 150 Jahren ne Lösung.

von Unbekannt U. (unbekannter)


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Berufsrevolutionär schrieb:
> Hier kann man eben nur soviel Masse Gas in den Tank packen wie die
> Wandstärke bei ungünstigen Verhältnissen (p*V/T = const)abhält und wie
> Riskominderungsmassnahmen (Druckventil) vertretbar abtun können.
>
> Ein Überdruckventil mindert lediglich ein Risiko, aber schafft es aber
> nicht auf Null und verursacht u.U. neue Risiken.

Du hast halt leider absolut keine Ahnung von 
Flüssigwasserstoffspeichertechnik.

Es ist das normalste in der Welt, dass Flüssigwasserstoffspeicher 
ständig Gas abgeben müssen. Und ja, das ist im Freien auch absolut 
ungefährlich.

Du verwechselst das möglicherweise mit Gasflaschen. In einer Gasflasche 
ist der Wasserstoff, naja, eben gasförmig, Druck typisch 200 bar. Dieser 
Druck wird nicht ansteigen, und deshalb wird da auch nix abgeblasen.

Allerdings nützt Dir gasförmiger Wasserstoff in einem Tank im Auto halt 
nicht viel, damit kommst Du überspitzt gesagt nur vom Aldi-Parkplatz 
runter, dann ist das bisschen Gas verbraucht.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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pnp schrieb:
> Berufsrevolutionär schrieb:
>
>> es geht auch das klassische Wasserstoffauto mit
>> ca 100 kg Tank+Füllung
>
> ...was kontinuierlich Wasserstoff abbläst, weil durch die Erwärmung das
> Volumen des Waserstoffs ständig wächst und dadurch ein Überdruckventil
> die Explosion verhindern muss...

Den überschüssigen Wasserstoff kann das Ventil doch in die Paste 
quetschen statt ihn abzublasen. ;-)

von Rainer U. (r-u)


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Frank M. schrieb:
> Den überschüssigen Wasserstoff kann das Ventil doch in die Paste
> quetschen statt ihn abzublasen. ;-)

Oder in einen Luftballon:

Ebay-Artikel Nr. 223555163250

:-)

: Bearbeitet durch User
von Jörg S. (joerg-s)


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Name: schrieb:
> Im Übrigen ist das Gewicht bei BEV fast egal. Weil Bremsenergie mit
> hohem Wirkungsgrad zurückgewonnen werden kann. Bei der ausredestoff
> Foolcell oder sonstigen Verfahren geht Bremsenergie immer verloren.
Gibt es FCEV ohne Batterie/Rekuperation?

von Rainer U. (r-u)


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Name: schrieb:
> Im Übrigen ist das Gewicht bei BEV fast egal.

Aber nicht beim Unfall (Massenträgheit) oder den Reifen, um nur 2 
Aspekte zu nennen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Jack V. schrieb:
> Gut, wenn man in einem hermetisch abgedichteten Raum parkt, mag das
> dennoch ein Problem werden – aber wer macht das schon?

Ich würde mich da nicht über nennenswerte Zeiträume auf die Ventilation 
einer Tiefgarage verlassen wollen.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Unbekannt U. schrieb:
> Es ist das normalste in der Welt, dass Flüssigwasserstoffspeicher
> ständig Gas abgeben müssen.

Komisch, ich kenne Flüssiggastanks, die nicht ständig abblasen. Die 
nutzen den Effekt, dass der Tank auch Gasphase enthält und das 
Flüssiggas mit der Dampfphase im thermodynamischen Gleichgewicht steht. 
Der Druck ist dann über die Temperatur eindeutig limitiert.

Die Tanks sind dann auf den Dampfdruck der maximal zu erwartenden 
Umgebungstemperatur ausgelegt.

von Matthias L. (limbachnet)


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Kara B. schrieb:
> Flüssiggastanks

Das sind überwiegend Propan/Butan-Gastanks (LPG) oder auch Methan-Tanks 
(CNG), diese Gase lassen sich auch bei hier normalen Temperaturen und 
moderaten Drücken verflüssigen.

Wasserstoff wird bei -253 °C unter Normaldruck flüssig oder bei 
Normaltemperatur IIRC gar nicht - da wir das mit dem thermodynamischen 
Gleichgewicht zwischen den Phasen ETWAS schwieriger, soweit ich das 
verstanden habe.

Kara B. schrieb:
> Die Tanks sind dann auf den Dampfdruck der maximal zu erwartenden
> Umgebungstemperatur ausgelegt.

Welcher Druck wäre das bei Wasserstoff?

: Bearbeitet durch User
von Micha D. (micha_d)


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Kara B. schrieb:
> Unbekannt U. schrieb:
>> Es ist das normalste in der Welt, dass Flüssigwasserstoffspeicher
>> ständig Gas abgeben müssen.
>
> Komisch, ich kenne Flüssiggastanks, die nicht ständig abblasen. Die
> nutzen den Effekt, dass der Tank auch Gasphase enthält und das
> Flüssiggas mit der Dampfphase im thermodynamischen Gleichgewicht steht.
> Der Druck ist dann über die Temperatur eindeutig limitiert.
>
> Die Tanks sind dann auf den Dampfdruck der maximal zu erwartenden
> Umgebungstemperatur ausgelegt.

Moin.

Bei LH klappt das so nicht. Stichwort kritische Temperatur.
Bei -240°C und 13 Bar ist Schluss mit lustig. Bei jeder höheren 
Temperatur wird entweder aktiv oder über Verdunstung passiv gekühlt.

MfG Micha

von Armin X. (werweiswas)


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Kara B. schrieb:
> Komisch, ich kenne Flüssiggastanks, die nicht ständig abblasen. Die
> nutzen den Effekt, dass der Tank auch Gasphase enthält und das
> Flüssiggas mit der Dampfphase im thermodynamischen Gleichgewicht steht.
> Der Druck ist dann über die Temperatur eindeutig limitiert.

Ja ja....
Das sind die Tanks die den Wasserstoff an den Tankstellen vorhalten.
Die Wasserstofftanks in Autos speichern diesen gasförmig bei bis zu 
700Bar. Deswegen sind diese auch nur in zylindrischer Form zu haben bzw 
zu finden.

MfG

von Micha D. (micha_d)


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Moin.

Außer beim BMW Hydrogen 7. Der hat einen Tank, der den Wasserstoff bei 
20K
hält. Allerdings mit Verlustkühlung. Der verdampfende Wasserstoff wird 
aber nicht einfach abgeblasen, sondern katalytisch zu Wasser oxidiert.

MfG Micha

von Unbekannt U. (unbekannter)


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Armin X. schrieb:
> Die Wasserstofftanks in Autos speichern diesen gasförmig bei bis zu
> 700Bar.

50 Liter Wasserstoff bei 700 bar und Raumtemperatur sind 2 Kilogramm 
Wasserstoff.

Und das wiederum entspricht etwa 6,3 Liter Diesel...

Übrigens, eine 50 Liter Gasflasche mit 200 bar Wasserstoff (entspricht 
2,4 Liter Diesel) wiegt ca. 80 Kilogramm...

D.h. um 50 Liter Diesel durch Wasserstoff so ersetzen, brauchst Du 20 
Gasflaschen á 80 Kilogramm, d.h. 1,6 Tonnen an Gasflaschen. Jede 
Gasflasche hat einen Durchmesser von 23cm und ist etwa 1,7 Meter lang...

Und da jammern sie alle über die gefährlichen Akkus bei den 
Elektro-Karren und das hohe Gewicht...

500 Liter Wasserstoff bei 700 bar im Serien-PKW? Never ever!

von Ralf X. (ralf0815)


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Unbekannt U. schrieb:
> 50 Liter Wasserstoff bei 700 bar und Raumtemperatur....

Eine völlig unsinnige Aneinanderreihung von Fakten, Halbwahrheiten und 
Unsinn.
Insb. bei Deinen Umrechnungen/Vergleichen.

Was soll der Unsinn und der falsche Wert mit/bei den Stahlflaschen?
50l/200bar Flaschen wiegen i.d.R. "nur" 70kg, aber 300bar die von Dir 
genannten 80kg, also nur 10kg oder 14,3% mehr für 50% mehr Inhalt.

Aber wer würde HEUTE auf die dumme Idee kommen, Stahlflaschen als Tank 
für die Versorgung des Fahrzeugsantriebes zu verwenden?
700bar in "Kunststofftanks" ist sein Jahren marküblich, 
zulassungsfähige(!) Kunststoffstanks gehen bis ca. 1200bar.

Warum berücksichstigst Du in Deinen Vergleichen nicht den Wirkungsgrad 
der unterschiedlichen Technologien IM Fahrzeug und damit auch nicht die 
ganz unterschiedlichen Reichweiten pro z.B. Tankgewicht, -Volumen, 
Antriebseinheit, usw.?

Nebenbei geht es im Thread an sich um die Einlagerung von Wasserstoff in 
andere Stoffe mit dadurch gravierender Volumen-, Druck- und damit auch 
Gewichtsreduzierung des Tanks.

von Ralf X. (ralf0815)


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Micha D. schrieb:
> Außer beim BMW Hydrogen 7. Der hat einen Tank, der den Wasserstoff bei
> 20K
> hält. Allerdings mit Verlustkühlung. Der verdampfende Wasserstoff wird
> aber nicht einfach abgeblasen, sondern katalytisch zu Wasser oxidiert.

Richtig.
Ab einer gewissen Zeit nach Tankvorgang oder Fahrzeugnutzung wurden dort 
im Stillstand um 0,75kW (Brennwert) permanent zur Kühlung "vernichtet".

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