Forum: Offtopic Gasumstellung


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von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Keine Ahnung ob es hier Experten für Gasgeräte gibt - einen Versuch ist 
es wert.
Zur Zeit bekommen wir hier L-Gas aus den Niederlanden mit ca. 10kWh/m³, 
noch dieses Jahr soll auf H-Gas (11,5kWh/m³) umgestellt werden.
Ich finde die Steigerung nicht so dramatisch. Klar, Heizung muss 
umgestellt werden.
Mir gehts um das Kochfeld - 10% mehr Leistung würde ich gerne nehmen.
1x3kW, 2x2kW, 1x1kW, offene Flamme. Ist das wirklich die mögliche 
Obergrenze  dieser Brennstellen? Kann ich mir fast nicht vorstellen.
Also - was könnte passieren?

von Christopher J. (christopher_j23)


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Es gibt fünfflammige Felder mit "Wokbrenner", der dann typischerweise 
5kW hat. Da kann man natürlich auch andere Sachen als einen Wok 
draufstellen. Vermutlich muss da aber der Kochfeldausschnitt in der 
Arbeitsplatte vergrößert werden.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Und genau das Vergrössern wäre ein Problem da ich dann in die 
benauchbarten Schränke käme. Auf der einen Seite wäre eine Schublade 
betroffen, auf der anderen Seite ein Eckdrehschrank. Und wenn man es 
symmetrisch haben möchte beide :-)

Und ich bin ja eigentlich auch zufrieden damit, manchmal könnte es aber 
durchaus ein wenig mehr sein.

Was also würde passieren wenn man die Düsen für L-Gas behält, aber mit 
H-Gas betreibt?

von Jens M. (schuchkleisser)


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Da bin ich auch gespannt.
Mein Heizungsbauer sagte mir das meine Heizung mittels Schrittmotor am 
Mischer die Gasqualität anpasst, über den Ionisationsstrom der quasi den 
CO2-Gehalt anzeigt.
D.h. beim Gaswechsel geht das CO2 und der Strom hoch und der Motor dreht 
das Gas dann "dünner", fertig.
Weiter ist nichts zu machen, keine Programmierung, Düsenwechsel, oder 
sonstwas.

Ich würde daher sagen da bei dir der Sprit besser wird, das 
Volumenmischverhältnis aber unverändert ist wird die Flamme gelb.
Da aber die Umstellung der Geräte und der Lieferung nicht zeitsynchron 
laufen können, gibt es sowohl L-Geräte an H-Gas als auch H-Geräte an 
L-Gas, und beides muss störungsfrei funktionieren.
Da passiert also nix schlimmes, aber wie sich das auf die Heizleistung 
auswirkt weiß ich nicht.

von Achim M. (minifloat)


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Jens M. schrieb:
> Ich würde daher sagen da bei dir der Sprit besser wird, das
> Volumenmischverhältnis aber unverändert ist wird die Flamme gelb

Also ich hätte ja kein Bock auf verrußte Topfböden.
Andererseits denke ich, dass das Volumenmischverhältnis immer auf ein 
wenig Luftüberschuss bezogen auf H-Gas eingestellt ist. Solange man sich 
im Bereich zündfähigen Gemisches befindet, passt das ja. Kann also sein, 
dass plötzlich das Nudelwasser in 9/10 der Zeit kocht, du an der Flamme 
nicht wirklich was bemerkst.

https://engineer.decorexpro.com/de/gaz/equip/zamena-zhiklerov-v-gazovoy-plite.html 
schrieb:
> Um zu verhindern, dass beim Betrieb
> des Brenners für den Menschen
> schädliche Produkte verbrannt werden,
> wird kein Kochgeschirr geraucht.

Ja, sicher, ich rauche auch kein Kochgeschirr.🤣

mfg mf

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Rußen soll es natürlich nicht, das ist schon mal ein Punkt an den ich 
bisher nicht gedacht habe :-)
Ich habe das Teil lange nicht aufgehabt, meine mich aber zu erinnern 
dass es da Lufteinstellschrauben gibt.

Der Monteur, der die Umrüstung machen wird wird sich natürlich auf keine 
Diskussionen einlassen. Bleibt die Frage: wem gehören die Düsen die 
ausgebaut werden?

von Peter D. (peda)


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H.Joachim S. schrieb:
> Mir gehts um das Kochfeld - 10% mehr Leistung würde ich gerne nehmen.

Das Problem ist eher die Kleinstellung, da darf die Flamme nicht 
verlöschen oder flackern. Und sie soll klein genug sein, damit nicht 
alles überkocht.

von Achim M. (minifloat)


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H.Joachim S. schrieb:
> wem gehören die Düsen die ausgebaut werden?

Die hast du mit dem Herd mitgekauft, also sind es deine.
Wenn es eine Mietwohnung mit gestelltem Herd ist, dann dem Vermieter.

H.Joachim S. schrieb:
> dass es da Lufteinstellschrauben gibt.

Die sind aber nur für die Feineinstellung. Auf der russischen (?) Seite 
die ich bereits verlinkt hatte, gab es die Tabelle im Anhang[1]. Ich 
sehe da aber keine großen Unterschiede zwischen G20 (H) und G25 (L). 
Siehe auch 
https://www.haustechnikdialog.de/forum/t/155037/Erdgas-H-oder-L für die 
E/LL/H/L/G20/G25 Bezeichnungen.

Peter D. schrieb:
> Das Problem ist eher die Kleinstellung,

Danke Peda, da hatte ich nicht dran gedacht. Man kocht ja nicht alles 
auf Vollgas...

mfg mf

PS. [1]Zur Tabelle, erste Spalte von oben nach unten: тип горелка, 
маленькая горелка, средняя горелка, большая горелка, горелка духовки, 
горелка гриля =>
Brennertyp, kleiner Brenner, mittlerer Brenner, großer Brenner, 
Ofenbrenner, Grillbrenner

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Achim M. schrieb:
> Ich sehe
> da aber keine großen Unterschiede zwischen G20 (H) und G25 (L).

Naja, die Querschnitte bei 0,7mm bzw. 0,75mm Bohrung entsprechen schon 
ziemlich genau dem Verhältnis 10/11,5.

Ja, kleine Flamme ist auch ein Argument. Kommt eben doch was zusammen 
was zu beachten ist. Am Ende gehts eben doch nicht.

Und stimmt, die Düsen gehören mir. Theoretisch müsste ich sogar noch 
H-Gas-Düsen haben, aber wo die nach 25 Jahren sind?

Alle anderen Küchengrossgeräte (Spülmaschine, Herd, Abzugshaube und 
Kühlschrank) sind inzwischen ausgetauscht. Einfache Technik hält länger 
:-)

edit: bei den grösseren Brennern ist wirklich kaum oder gar kein 
Unterschied.

: Bearbeitet durch User
von Christopher J. (christopher_j23)


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H.Joachim S. schrieb:
> Und genau das Vergrössern wäre ein Problem da ich dann in die
> benauchbarten Schränke käme.

Da muss man einfach schauen wie die Einbautiefe von dem Gaskochfeld ist. 
Die Arbeitsplatten sind ja typischerweise 38mm. Es gibt extra 
Stichsägeblätter, die "falsch" herum verzahnt sind, so dass nur beim 
eintauchen geschnitten wird. Damit kann man auch von oben außrissfrei 
arbeiten. Dann kannst du einfach den Schubkasten rausnehmen, den 
Auschschnitt vergrößern, das neue Feld einsetzeb und den Schubkasten 
wieder einbauen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Christopher J. schrieb:
> H.Joachim S. schrieb:
>> Und genau das Vergrössern wäre ein Problem da ich dann in die
>> benauchbarten Schränke käme.
>
> Da muss man einfach schauen wie die Einbautiefe von dem Gaskochfeld ist.

Richtig.

> Die Arbeitsplatten sind ja typischerweise 38mm.

Nein, typisch sind 28 und 38mm , aber Ausnahmen bestätigen die Regel..

> Es gibt extra
> Stichsägeblätter, die "falsch" herum verzahnt sind, so dass nur beim
> eintauchen geschnitten wird. Damit kann man auch von oben außrissfrei
> arbeiten.

Völlig unsinniger Ansatz für den Gebrauch von "Schubverzahnung" in el. 
Stichsägen, jedenfalls wenn man nicht über ein absolutes Profigerät mit 
Führungsschiene verfügt!
Und insb., wenn man damit auch Zwischenwände "ansägen" muss, auch mit 
der Schubverzahnung braucht man unbedingt den Freiraum unter/hinter dem 
zu sägenden Material.

ALLE Kochfelder für Arbeitsplatten benötigen eine Auflage, auch wenn das 
Kochfeld absolut höhengleich eingebaut werden soll.

Der eigentliche durchgehende Ausschnitt wird vor Ort typischerweise mit 
passendem Bohrer, Tauchsäge für die langen Schnitte und 
Eckennachbearbeitung mit Stichsäge oder Beitel ausgeführt, gutes und 
geeignetes Kreppklebeband, Erfahrung und sorgfältiges Arbeiten (und gute 
Sägeblätter/Werkzeug!) verhindern ein störendes(!) Ausreissen der 
Oberfläche.
Soll ein "randloses" Glaskeramik-Kochfeld höhengleich eingebaut werden, 
ist eh die Oberfräse mit Zubehör angesagt.

> Dann kannst du einfach den Schubkasten rausnehmen, den
> Auschschnitt vergrößern, das neue Feld einsetzeb und den Schubkasten
> wieder einbauen.

Schon oder spätestens, wenn ein Dummie mit einem normalen Stichsägeblatt 
beim Ausschnittsägen auf eine Trennwand stösst, wird es lustig.
Mit der Schubverzahnung wird es aber richtig lustig.. :-)

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